kobbi88 - Kommentare
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From the World of John Wick: Ballerina153 Vormerkungen
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Final Destination 6: Bloodlines124 Vormerkungen
Alle Kommentare von kobbi88
Ich persönlich glaube, dass Hulk lediglich in einer Gruppe von Superhelden funktioniert, als witziger und beliebter Sidekick. Für einen eigenen Film, in dem sich alles um ihn dreht, ist er nichts. Zumindest nicht für ein breites Publikum sondern höchstens für die Marvel-Fans.
Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser gefühlvolle, kraftschenkende und lebensbejahende Film den Oscar kriegt. Wenn nicht, dann ist es sicher kein Weltuntergang, solange ihn nicht "Boyhood" gewinnt. Der hat nichts außer seine Produktionsgeschichte.
„Giganten“ ist ein Epos über die Familie Benedict in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch wenn der Film mit tollen Kulissen aufwarten kann, so ist das Drama über Familie, Liebe, Rivalität und Rassismus in erster Linie überragendes Schauspielkino. Egal ob nun Elizabeth Taylor als Ehefrau und Mutter, Rock Hudson als patriarchalisches Familienoberhaupt, Dennis Hopper oder Carroll Baker als Kinder der Benedicts, der erst kürzlich verstorbene Rod Taylor in einer kleinen Rolle und natürlich James Dean in seinem letzten großen Auftritt auf der Leinwand harmonieren fantastisch und machen den Film in dieser Hinsicht zu einem Genuss. Harmonieren ist im Falle von Hudson und Dean wohl nicht das richtige Wort, denn die Spannung, die zwischen ihren Filmcharakteren entsteht, hat sich wohl auch am Set zugetragen. Überhaupt ist die Entstehungsgeschichte mit vielen kleinen Anekdoten beinahe genau so interessant wie der Film selbst.
Zwar ist George Stevens‘ „Giganten“, den man lange Zeit als erfolgreichster Film aller Zeiten titulieren durfte, heute mit einer ordentlichen Staubschicht überzogen und über manche Elemente muss man heute doch ein wenig schmunzeln. Aber trotzdem ist der ergreifende und manchmal auch kitschige Filme noch immer ein sehenswerter Hollywood-Blockbuster mit einem eigenen Charme und einer, bedenkt man die damalige Zeit, doch für eine Hollywoodproduktion überraschend modernen Sichtweise, den man sich trotz seiner über drei Stunden Laufzeit zu Gemüte führen sollte.
Wow, einige richtig tolle Poster :) Mir persönlich gefällt vor allem ja "Les Misérables", liegt aber auch ein bisschen daran, weil der Film gigantische Emotionen auslöst ;)
Die Emma - irgendwie hat sie schon was Gollum-artiges auf dem Bild oben...
Der Film beginnt mit verschwommen-leuchtenden Bildern und einer fröhlichen Klaviermusik, bevor wir ihn bereits zum ersten Mal sehen. Stephen Hawking (Eddie Redmayne) strampelt wie wild auf einem Fahrrad und wird uns sofort als durch und durch sympathische Hauptfigur eingeführt. Zwar etwas verschroben, aber ein Sympathieträger. Überhaupt vermittelt der Film dem Zuschauer gute Laune. Gespickt mit angenehm erwachsenem Humor säuselt er uns eine schöne Melodie ins Ohr, die wir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen wollen. Ob es der strahlende Stephen Hawking ist, die hübsche und zurückhaltende Freundin und spätere Ehefrau Jane, die wundervollen Bilder des Films oder die witzigen Nebenfiguren, unter anderem David Thewlis, Charlie Cox, Maxine Peake oder Simon McBurney, in der Gesamtkomposition ist der Film ein Feel-Good-Movie vor realem Hintergrund geworden, in den wir uns einkuscheln wollen.
Gerade bei diesem Film liegt es aber an zwei Faktoren: Es ist die Show zweier fantastischer Schauspieler, Felicity Jones und Eddie Redmayne. Jones, die bereits in „Like Crazy“ auf sich aufmerksam machte, spielt die hingebungsvolle Ehefrau mit einer außerordentlichen Leidenschaft, ohne dabei aber die große Last zu vergessen, die die Krankheit für sie und ihre Ehe bedeutet. Auch die Zwiespältigkeit zwischen Verpflichtung, Zuneigung und Liebe stellt sie sehr gut dar. Ihren Namen wird man sich für die Zukunft merken müssen. Getoppt wird diese Leistung jedoch von Eddie Redmayne. Er scheint den genialen Wissenschaftler nicht nur zu spielen, sondern sich völlig in ihn verwandelt zu haben. Eine außergewöhnliche Performance, die er hier bietet. Das kommt zwar nicht von ungefähr, hat er doch unter anderem schon in Filmen wie „Les Misérables“ oder „My Week with Marilyn“ sein großes Talent unter Beweis gestellt, doch als Hawking ist er in neue Dimensionen vorgestoßen. Der Blick, die Körperhaltung – es wirkt wahnsinnig authentisch. Der echte Hawking hätte sich wohl nicht besser spielen können.
Ansonsten ist der Film eine schöne Filmbiographie geworden, die ihr Auge besonders auf das Eheleben und die mit der Krankheit einhergehenden Komplikationen wirft und die wissenschaftlichen Errungenschaften Hawkings nur am Rande streift. Eine ungewöhnliche, aber ehrliche Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen. Dabei spielt die Frage nach dem Glück eine wichtige Rolle. Glück für Stephen UND Jane. Dass dabei die Krankheit Hawkings nicht für allzu sentimentale Ergüsse ausgenutzt wird, kann dem Film nicht hoch genug angerechnet werden, die kommen eher in der Liebesbeziehung zwischen Jane und Stephen zum Vorschein. Obwohl der Film sich zumindest bei der Krankheit also zurückhält, sind auch hier die typischen Stereotype des Liebesfilms vorhanden. Da wären der schmalzig-schöne Soundtrack Johan Johannssons (Prisoners), die warmen, leuchtenden Bilder, die strahlenden Gesichter, ein paar Seufzer. Ja, ein bisschen verfängt sich der Film schon in den typischen Klischees. Aber er tut es auf eine sympathische Art und Weise, der man einfach nicht böse sein kann.
Insgesamt ist „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ eine Mischung aus dokumentarischer Filmbiographie und emotionalisierender Liebesgeschichte geworden, die zwar ohne große filmische Überraschungen daherkommt, aber mit schönem Soundtrack, fantastischen Darstellern, warmen Bildern und einer herzlichen Liebesgeschichte aufwarten kann. Wer sich darauf einlässt, der wird mit einem Film belohnt, der im Zuschauer ein wunderbar wohliges Gefühl auslöst.
Auf mehrfachen Wunsch: Ein kleiner Überblick, um die Filme mit Hilfe von Strg + F (Zumindest bei Firefox...ihr wisst schon bescheid) schneller auf den verschiedenen Seiten zu finden ;) Wird laufend aktualisiert
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1. Der große Diktator
2. James Bond 007 – Goldfinger
3. Mein Name ist Nobody
4. Last Samurai
5. Night on Earth
6. Kevin – Allein zu Haus
7. Lawrence von Arabien
8. Rio Bravo
9. Die glorreichen Sieben
10. Die fabelhafte Welt der Amelie
11. Hugo Cabret
12. König der Fischer
13. Big Fish
14. Sweeney Todd
15. Pulp Fiction
16. Kill Bill: Volume 1
17. Reservoir Dogs
18. Death Proof – Todsicher
19. Radio Rock Revolution
20. Django
21. O Brother Where Art Thou?
22. Der Herr der Ringe – Die Gefährten
23. Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
24. Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
25. Les Misérables
26. Rocky
27. Mission: Impossible
28. Der große Gatsby
29. Charlie und die Schokoladenfabrik
30. Die rechte und die linke Hand des Teufels
31. Zwei wie Pech und Schwefel
32. Gladiator
33. Lichter der Großstadt
34. Die Schöne und das Biest
35. Der König der Löwen
36. Krieg der Sterne
37. Die Rückkehr der Jedi-Ritter
38. Der dritte Mann
39. Fight Club
40. Beverly Hills Cop
41. Fluch der Karibik
42. Old Surehand
43. Inglourious Basterds
44. Ben Hur
45. El Dorado
46. Mary & Max
47. Verblendung
48. Braveheart
49. Robin Hood – König der Diebe
50. Der mit dem Wolf tanzt
51. Der letzte Mohikaner
52. Die Kinder des Monsieur Mathieu
53. Batman
54. Es war einmal in Amerika
55. Zwölf Uhr mittags
56. Der Pate
57. The Dark Knight Rises
58. The Dark Knight
59. Der Schatz im Silbersee
60. Old Shatterhand
61. Departed – Unter Feinden
62. Jäger des verlorenen Schatzes
63. Snatch – Schweine und Diamanten
64. Vom Winde verweht
65. Doktor Schiwago
66. Titanic
67. Frühstück bei Tiffany
68. Für ein paar Dollar mehr
69. Winnetou
70. Forrest Gump
71. Hatari!
72. The Mission
73. Jackie Brown
74. Inception
75. Terminator 2
76. The Da Vinci Code – Sakrileg
77. Schindlers Liste
78. Stalag 17
79. Gesprengte Ketten
80. Die Brücke am Kwai
81. Eine ganz normale Familie
82. M – Eine Stadt sucht einen Mörder
83. Oldboy
84. Zwei glorreiche Halunken
85. Harry Potter und der Stein der Weisen
86. Der weiße Hai
87. Psycho
88. Spiel mir das Lied vom Tod
89. Apocalypse Now
90. 8 Mile
91. Rush – Alles für den Sieg
92. True Romance
93. Moderne Zeiten
94. Black Swan
95. Mrs. Doubtfire
96. There Will Be Blood
97. Magnolia
98. The Fountain
99. Million Dollar Baby
100. Blues Brothers
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Seite 2
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101. Der Zirkus
102. Manche mögen‘s heiß
103. Planet Terror
104. Arielle, die Meerjungfrau
105. Pocahontas
106. Brokeback Mountain
107. Der Mann, der zuviel wusste
108. Eine Klasse für sich
109. Terminator
110. Sleepers
111. The Big Lebowski
112. Strange Days
113. Der Schneemann
114. Bube Dame König GrAs
115. Ocean’s Eleven
116. Der Vagabund und das Kind
117. So finster die Nacht
118. The Man from Nowhere
119. Moonrise Kingdom
120. Stoker
121. Drive
122. Only God Forgives
123. Ironclad – Bis zum letzten Krieger
124. King of Devil’s Island
125. Requiem for a Dream
126. Harry Potter und der Halbblutprinz
127. The Abyss
128. Avatar – Aufbruch nach Pandora
129. Kick-Ass
130. Moon
131. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1
132. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2
133. Sweet Home Alabama
134. Kick-Ass 2
135. Saw
136. 28 Days Later
137. Die Tribute von Panem – Catching Fire
138. The Master
139. Im Vorhof der Hölle
140. Searching for Sugar Man
141. Uhrwerk Orange
142. Der Adler der neunten Legion
143. West Side Story
144. Philadelphia
145. Die Tribute von Panem – The Hunger Games
146. Tatsächlich… Liebe
147. Inside Llewyn Davis
148. Sherlock
149. Lethal Weapon
150. Cool Runnings
151. Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
152. Into the Wild
153. Beasts oft he Southern Wild
154. Midnight in Paris
155. All ist Lost
156. Nebraska
157. Sieben Leben
158. Stirb Langsam – Jetzt erst recht
159. Perfect Sense
160. Edward mit den Scherenhänden
161. Casper
162. Das Mädchen aus dem Wasser
163. 1492 – Die Eroberung des Paradieses
164. The Wolf of Wall Street
165. Nackt und zerfleischt
166. Little Miss Sunshine
167. Catch Me If You Can
168. Die letzten Glühwürmchen
169. 12 Years a Slave
170. Drei Farben – Blau
171. Drei Farben – Weiß
172. Drei Farben – Rot
173. Mercenario
174. Chaplin
175. Prince of Persia – Der Sand der Zeit
176. Der Duft der Frauen
177. Die zwei Leben der Veronika
178. Desperado
179. Ein Hund namens Beethoven
180. Alles ist erleuchtet
181. Star Wars – Episode II – Angriff der Klonkrieger
182. Star Wars – Episode III – Die Rache der Sith
183. Grand Budapest Hotel
184. Ein kurzer Film über das Töten
185. Ein kurzer Film über die Liebe
186. Der fantastische Mr. Fox
187. Django Unchained
188. Das Spiel der Macht
189. Vertigo – Aus dem Reich der Toten
190. Königreich der Himmel
191. Thelma & Louise
192. Miami Vice
193. Sin City
194. Halloween
195. The Fog – Nebel des Grauens
196. Der Tiger und der Schnee
197. Leon – Der Profi
198. Der rosarote Panther
199. Der Erbarmungslose
200. Kikujiros Sommer
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Seite 3
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201. Prinzessin Mononoke
202. Das Schloss im Himmel
203. Nausicaä
204. Das Piano
205. Shaft in Afrika
206. Easy Rider
207. Bullitt
208. Blacula
209. Der Partyschreck
210. Rat Race
211. Conan der Barbar
212. Jurassic Park
213. Transformers
214. Der schmale Grat
215. Armee der Finsternis
216. Unbreakable
217. Im Körper des Feindes
218. Rambo II
219. Der blutige Pfad Gottes
220. Sunshine
221. Dragonheart
222. Shutter Island
223. Der eiskalte Engel
224. Ein Zombie hing am Glockenseil
225. Chinatown
226. Bittersweet Life
227. Dracula
228. Die Rache der Pharaonen
229. Once
230. The Punisher
231. Ghostbusters
232. E.T. – Der Außerirdische
233. A Beautiful Mind
234. Rocketeer
235. Star Trek Into Darkness
236. Die Insel
237. Zombieland
238. Memento
239. American History X
240. S.W.A.T. – Die Spezialeinheit
241. Die Unbestechlichen
242. Der Seewolf
243. Miller’s Crossing
244. Mein Nachbar Totoro
245. Wie im Himmel
246. Backdraft
247. Speed
248. Stirb Langsam
249. Highlander
250. James Bond – Im Geheimdienst Ihrer Majestät
251. Das schwarze Loch
252. Robin und Marian
253. Casablanca
254. Godzilla
255. Sonatine
256. Die Faust des schwarzen Drachen
257. Bram Stoker’s Dracula
258. Blade Runner
259. Jacob’s Ladder
260. Das Omen
261. Poltergeist
262. Lammbock
263. Die Reifeprüfung
264. RocknRolla
265. Soul Kitchen
266. The Last House On The Left
267. Der Pianist
268. Minority Report
269. Die Geisha
270. Superman
271. Beetlejuice
272. Hook
273. Battleship
274. The Town
275. The Rock
276. Twelve
277. Layer Cake
278. Gozu
279. Roter Drache
280. Mars Attacks!
281. Spider-Man
282. Durchgeknallt
283. Visitor Q
284. Gefährten
285. Shining
286. Einer flog über das Kuckucksnest
287. Last Hero – Once Upon a Time in China II
288. Tiger & Dragon
289. House of the Flying Daggers
290. Hero
291. The Tree of Life
292. Zurück in die Zukunft
293. Tränen der Sonne
294. The Green Mile
295. I Am Legend
296. Cast Away
297. Der Soldat James Ryan
298. Animal Farm
299. John Rambo
300. Mann unter Feuer
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301. Black Hawk Down
302. Der Geschmack von Rost und Knochen
303. Ziemlich beste Freunde
304. This is England
305. Philomena
306. Die Bestimmung – Divergent
307. Interview mit einem Vampir
308. Dragon – Die Bruce Lee Story
309. Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft
310. Eiskalte Engel
311. Stadt der Engel
312. Pans Labyrinth
313. Hängt ihn höher
314. The Raid 2
315. Her
316. Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence
317. V wie Vendetta
318. Spy Game – Der finale Countdown
319. Rendezvous mit Joe Black
320. Die unendliche Geschichte
321. Pearl Harbor
322. Die Truman Show
323. The Beach
324. Good Bye, Lenin
325. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia
326. Wenn Träume fliegen lernen
327. Madagascar
328. Gattaca
329. The Insider
330. Guardians of the Galaxy
331. Hüter der Erinnerung – The Giver
332. 1 Mord für 2
333. Grace of Monaco
334. Rossini, oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
335. El Cid
336. Wir kaufen einen Zoo
337. Alle Mörder sind schon da
338. The Day After Tomorrow
339. Stargate
340. Orphan – Das Waisenkind
341. Lone Ranger
342. Kap der Angst
343. Scarface
344. Trainspotting
345. Fargo
346. From Dusk Till Dawn
347. Der Sinn des Lebens
348. Flash Gordon
349. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1
350. This Boy’s Life
351. Die Karte meiner Träume
352. Im Namen des Vaters
353. Topkapi
354. London Boulevard
355. Giganten
356. Der Fremde im Zug
357. Tausend Meilen Staub
358. Herzen in Aufruhr
359. Die Entdeckung der Unendlichkeit
360. The Drop – Bargeld
361. Sophies Entscheidung
362. Mr. Nobody
363. Nokan - Die Kunst des Ausklangs
364. Der Mohnblumenberg
365. Saiten des Lebens
366. The Road
367. Der Gehetzte der Sierra Madre
368. Maleficent
369. Bernie
370. Caramel
371. Karlsson auf dem Dach
372. In the Mood for Love
[...]
Leider wird ausgerechnet in den Beziehungen zu den zahlreichen Nebenfiguren wie seinem Cousin (Gandolfini), seiner Bekanntschaft (Rapace), dem Verbrecher und Hundestalker (Schoenaerts), dem Cop Torres (Ortiz) oder seinem Hund (Hund) geschlampt und nicht einmal ansatzweise das volle Potential rausgeholt. Das ist schon schade, weil man recht einfach erkennt, was hier noch alles möglich gewesen wäre. Kleine Logikprobleme kommen immer wieder vor, über die man aber leicht hinwegsehen kann. Dennoch ist der Film zu vollgestopft, es werden zu viele Handlungsstränge angerissen, aber nie richtig mit Leben gefüllt. Sie wirken teilweise sogar unnötig und blähen den Film ein kleines bisschen auf.
Zum Glück ist da, wie gesagt, die ruhige Erzählweise. Dadurch wird der Zuschauer nicht über-, aber doch genug gefordert, um auf den weiteren Handlungsverlauf stets enorm neugierig zu bleiben. Zum Glück verdichten sich die kleinen Geschichten im Verlauf des Filmes und bringen so immer mehr Spannung in die Handlung hinein. Die intelligent kombinierten Einzelstränge ergänzen sich immer besser und kumulieren in einem spannenden und unaufhaltsamen Finale.
[...]
Diese Casting-Entscheidungen sind wasserdicht. Wer daran trotzdem herumkrittelt, hat offensichtlich etwas gegen Männer/Frauen und darf sich anschließend dann auch nicht über die Sexismus-Keule wundern.
„Savages“, das gleich mal zu Beginn, ist etwa eine Stunde zu lang. Und wer auf die Idee gekommen ist, Blake Lively könnte auch nur annähernd eine größere Rolle glaubwürdig ausfüllen, der hat wahrscheinlich auch geglaubt, dass die Erde eine Scheibe sei. Mann, ist das Mädel schlecht. Diese Off-Kommentare – eine Katastrophe! Und wenn dann die Off-Kacke aufhört, dann macht sie mit dem gleichen Scheiß weiter, nur halt nicht mehr aus dem Off. Ist aber immer noch behämmert. Auch Taylor Kitsch und Aaron Kickass-Johnson wirken ein wenig reingestolpert. Der Rest der Truppe ist solide, wobei Benicio Del Toro den übrigen Cast noch immer in den Schatten stellt, zumindest dominiert er seine Szenen. Wenn man aber bedenkt, was ein Mann wie Del Toro eigentlich auf der Pfanne hat, dann muss man von der Leistung hier enttäuscht sein.
Ansonsten: Olli Stone hatte wohl vor, einen möglichst coolen Film über „Drogen und so“ zu drehen, scheitert aber meisterhaft. Nur selten ist man wirklich im Bann des Films, ansonsten wirkt er eher zäh, langweilig, so verdammt nervig, wie es selten ein Film geworden ist, was eben nicht zuletzt am Trio Blake Taylor-Kitsch liegt. Dazu kommen schreckliche Dialoge, merkwürdige Kamerafahrten und Gewalt, die so oft nicht zum Rest passt, völlig überzogen ist und wohl nur den ein- oder anderen Zuschauer damit irgendwie bei der Stange halten will. So wegen geil und so. Stone(d) klaut für seinen Film von anderen Regisseuren, mixt verschiedene Stile, ohne ein stimmiges Gesamtwerk zu kreieren. Ein bisschen Tarantino, ne Prise Tony Scott, ein Schuss Rodriguez und (zumindest farblich) sogar von Tim Burton. Aber er beweist auch, dass man manchmal eben doch mehr können muss, als Schnipsel der anderen zu imitieren und inspirationslos zusammenzuschustern. Erzählerisch anstrengend und meistens nur leidlich spannend. Wahrscheinlich wollte der Altregisseur aber eh nur mal wieder seine Eier baumeln lassen. Und Stone baumelt eben in Drogen.
Olli, lass es mit den pseudocoolen „Kult“-Filmen und geh zurück zu Politik und Krieg. Das kannste, vielleicht wie kein anderer.
Jupiter Jones? Wie Jupiter Jones von den Three Inestigators oder viel besser bekannt als Justus Jonas von den Drei Fragezeichen? Mann mann mann, da wird aus dem dicken Just plötzlich die sexy Mila... Sachen gibts.
Aber wenn die Wachowskis schon Namen klauen, dann wenigstens von den Besten ♥
„42“ ist die wahre Geschichte über den Baseballspieler Jackie Robinson, dem ersten schwarzen Baseballspieler im 20. Jahrhundert, der in der Major League zusammen mit den ansonsten weißen Spielern spielte. Er wurde von Mitspielern und Zuschauern angefeindet, als nicht gleichwertig angesehen. Er solle doch zurück in den Urwald und hätte nichts im weißen Sport Baseball zu suchen. Doch Robinson ging seinen Weg, ließ sich nicht beirren – und wurde einer der besten Spieler der Liga. Mit seinem Engagement 1947 durch Manager Branch Rickey bei den Brooklyn Dodgers (heute übrigens Los Angeles Dodgers – jaja, in den USA zieht ein Team einfach mal so von der Ost- an die Westküste) tat er einiges für die Gleichberechtigung der Schwarzen – im Baseball und in der Gesellschaft. Auch nach seiner Karriere setzte sich Robinson für die Schwarzenrechte ein. Heute wird ihm zu Ehren das Trikot mit seiner Nummer 42 in der gesamten Liga nicht mehr vergeben, nur am 16. April, dem „Jackie-Robinson-Day“ dürfen alle Teams mit der Nummer 42 auf dem Rücken antreten. Eine größere Ehrenbekundung kann man sich im Baseball kaum vorstellen.
Ein Biopic also über einen der bekanntesten Spieler der Baseball-Geschichte, der auch noch von so großer Bedeutung ist – es ist nicht überraschend, dass Hollywood hier zuschlägt. Wenn dabei noch etwas gegen Rassismus getan werden kann und so auch noch die Schulterklopfer sicher sind, nun, worauf wartet man noch? Es ist vielmehr schon sehr ungewöhnlich, dass man erst so spät auf die Idee kam, Robinsons Geschichte zu verfilmen. Aber jetzt hat man es ja getan. Dabei beschränkt man sich auf die Jahre 1946 und 1947, also nur eine recht kurze Zeit in der Karriere Robinsons. Er erzählt die Anfänge und die Widerstände, denen der schwarze Spieler ausgesetzt war, zeigt Rassenhass innerhalb der Liga und auch in der Gesellschaft. Doch gerade hier werden die Probleme des Films deutlich.
Gerade dieser Rassismus erscheint nämlich ein wenig zu oberflächlich. Natürlich, da sind die Idioten, die Robinson beschimpfen. Immer und immer wieder. Auf dem Feld, neben dem Feld. Überall. Robinson, der sowieso als sehr temperamentvoll beschrieben wurde, ist auch immer kurz vorm, kann sich aber zurückhalten. Dennoch, es wirkt alles recht oberflächlich und sich stets wiederholend. Nach 30 Minuten haben wir eigentlich alles gesehen, was wir über den Rassismus in diesem Film wissen müssen, danach wird das Ganze immer wieder halbgar aufgewärmt. Seine Stärken hingegen hat der Film bei der Baseball-Geschichte. Die Sportszenen sind spannend, teilweise auch witzig in Szene gesetzt und wissen zu unterhalten. Überhaupt lebt der Film von den Teilen im Trikot, im Alltagszwirn fällt er immer ein bisschen ab.
Harrison Ford ist der bekannteste Name im Film. Er spielt Branch Rickey auf eine überraschend kauzige Art. Vehement im Auftreten, aber auch sympathisch. Nur sein Gottesfimmel nervt ein wenig. Neben den vielen bekannten Nebendarstellern wie Christopher Meloni, Alan Tudyk, Lucas Black, Brett Cullen oder John C. McGinley scheint ausgerechnet Hauptdarsteller Chadwick Boseman ein wenig unterzugehen. Zumindest hat man zuvor noch nichts von ihm gehört. Doch Boseman macht seine Sache durchaus ordentlich und schafft es sogar, im Lauf des Films immer präsenter und eindringlicher zu werden. Nachdem er den ersten schwarzen Spieler in der MLB verkörperte und ebenfalls schon als James Brown auftrat, wird er nun auch bald als „Black Panther“ den ersten schwarzen Marvel-Helden im Film spielen. Ein rasanter Aufstieg für den bisher unbekannten Darsteller.
„42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“ schafft es insgesamt nie, seine Möglichkeiten vollends auszuschöpfen. Besonders im Bereich des Rassismus wiederholt sich zu viel und es wird zu wenig in die Tiefe gegangen. Punkten kann er vor allem bei den schön in Szene gesetzten Baseballszenen. Hier wird der Film auch emotional und auch wenn alles sehr vorhersehbar ist, so sieht man sich diese Episode im Leben des Jackie Robinson doch sehr gerne an.
Obwohl Matthias Schweighöfer zusammen mit Ruth-Maria Kubitschek und Alleskönner August Diehl ein gut aufspielendes Darstellerensemble bildet, das auch richtig was drauf hat, bleibt „Frau Ella“ die meiste Zeit in den gängigen Konventionen gefangen. Die Gags sind oft ziemlich platt und das „Alte-Dame-in-moderner-Welt“-Klischee ist abgenutzter als eine Zahnbürste nach zweijährigem Dauergebrauch.
Aber dennoch sind da die Momente, in denen die ruhige Klaviermusik, die intensiven Farben und die schönen Bilder ein harmonisches Gesamtbild ergeben und in denen die theatralen Over-the-top-Darstellungen der Schauspieler die Lebensfreude ihrer Figuren spürbar machen. Leider aber eben nur phasenweise, sodass der Film den Zuschauer ein wenig ratlos zurücklässt und er nicht weiß, ob man sich nun gut fühlt oder doch gelangweilt ist.
Klingt interessant, vielleicht funnktioniert ja Surrealität in Zeichentrickfilmen besser bei mir. Aber sag mal: Warum ist denn die Traumdarstellung bei "Inception" das große Manko des Films?
Once again: Meine Verbeugung, Professore :)
Die Filme, die ich mag, sind auch alle super. Punkt.
Viel schlechter als die letzten beiden Filme kann der ja nicht werden - dachte ich, bis ich diesen Trailer sah!
Ja, „Birdman“ ist tatsächlich der erhofft gute Film geworden. Und er wird mit Sicherheit auch die meisten Oscars bei der diesjährigen Verleihung einheimsen. Die Kameraarbeit von Emmanuel Lubezki ist einmalig, kombiniert mit dem Schnitt (keine Nominierung?!) hat man den Eindruck, den kompletten Film in einer langen Szene und mit nur einer einzigen Kamera zu sehen. Wow, was für ein Timing, was für eine Präzision. Ich bin hin und weg.
Inhaltlich haut der Film ebenfalls rein. Die Parallelen zwischen Michael Keaton und seinem Charakter sind nicht von der Hand zu weisen und somit kommt hier auf einer Metaebene eine zusätzliche Komponente hinzu, die ganz neue Interpretationsweisen eröffnet. Familie, Ruhm, Vertrauen, Egoismus – viele Themen werden angerissen und, noch besser, keines von ihnen einfah oberflächlich abgetan. Zudem ist der Film auch äußerst kritisch, was den Film- und Theaterbetrieb in und um Hollywood angeht. Übertriebene Method Actor, selbstverliebte Kritiker, nervende Superhelden (und ihre Darsteller) – niemand ist sicher in Alejandro Gonzalez Iñarritus „Birdman“. Michael Keaton spielt fantastisch, Edward Norton noch ein bisschen fantastischer. Ein bisschen verwundert bin ich lediglich darüber, dass nicht Naomi Watts für den Oscar nominiert wurde, sondern Emma Stone. Ein bisschen schreien, heulen und dazu (wohl vor allem) ein wenig runtergehungert reicht wohl schon für eine Nominierung. Gut, das ist Jammern auf hohem Schauspielniveau, denn auch Stone war gut, keine Frage. Nur Watts war eben ein bisschen besser.
Leider hat mich das Ende dieses famosen Films ein wenig gestört. Die Naturbilder von Quallen (u.a.) waren wie auch die zunehmend übernatürlichen Szenen (besonders der endgültige Abschluss) unnötig und schaden dem Filmgenuss leider doch ein wenig. Sie bringen den Film doch von einer einerseits extrem realistischen, andererseits auch psychologischen Sichtweise über die innere Welt der Charaktere hin in eine für mich fast schon philosophierend-übernatürliche Richtung, die dem Film am Ende leider nicht gut getan hat. So verpasst es Iñarritu, ein unsterbliches Meisterwerk zu erschaffen, doch es reicht ja auch manchmal einen sehr sehr guten Film gedreht zu haben, oder?
Braucht die Welt wirklich noch eine weitere Krimiserie? Mit einem Team, das nach Schema F irgendwelche Mordfälle aufklärt? Wenn sie so wie die belgische Serie „Code 37“ ist, dann kann man dies durchaus bejahen. Aber warum? Zunächst einmal unterscheidet sie sich schon thematisch von den landläufig bekannten TV-Krimis. Statt einfach eine Mordkommission ist das Team um Hannah Maes für Sexualdelikte in der belgischen Stadt Gent zuständig, dem titelgebenden Code 37, wie Verbrechen in diesem Bereich in der belgischen Justiz zusammengefasst werden. Nicht nur die „klassische“ Vergewaltigung fällt hier rein, auch Prostitution, Pornographie, Voyeurismus, Mord durch diverse Sexpraktiken oder ganz allgemein Überfälle und Verbrechen in diesem Milieu. Ein sehr weites Spektrum, das thematisch auf viel Abwechslung hoffen lässt. Dabei sind die Fälle sehr ruhig gehalten, der Hauptfokus wird auf die Ermittlungsarbeit des Teams von der Sitte gelegt. Wenn eine Serie sich in diesen Kreisen aufhält, dann kommen auch zwangsläufig explizite Bilder zum Vorschein, sodass die Altersfreigabe ab 16 Jahren durchaus angemessen erscheint. Doch neben den Bildern steigen wir auch tief hinab in die Abgründe der menschlichen Lust, animalischen Triebe und sehen, wozu Menschen fähig sein können.
Besonders auffällig ist dabei die Kamera. Sie wirkt teilweise sehr wild und verwackelt, was einen semi-dokumentarischen Stil impliziert. Dadurch erhält der Zuschauer den Eindruck, dass er direkt bei den Ermittlungen dabei ist und den Kommissaren über die Schulter schauen darf, wenn sie in den Sexualpraktiken und –verbrechen anderer wühlen. Auch die ungewöhnlich hohe Anzahl an Nahaufnahmen der Gesichter und anderer Körperteile ist außergewöhnlich, unterstreicht aber eben jenen authentischen Stil sehr gut. Die immer wieder auftretenden Aufnahmen von schräg unten oder aus anderen sehr ungewöhnlichen Perspektiven scheinen hier im ersten Moment einen starken Gegensatz zu bedeuten, lassen sich aber schon bald ebenfalls in eine Art Beobachtersichtweise eingliedern. Die Optik des Films ist auch sonst sehr interessant zu schauen. Insgesamt sind die Farben recht sanft und dezent verwendet, wobei sich dieser Stil in den häufig auftretenden Rückblenden sogar noch steigert. Ruhig, angenehm – ein Gegenpol zur hektischen Kamera. Die Kombination aus sanftem Bild und wilder Kamera harmoniert sehr gut und gleicht sich gegenseitig schön aus. Die Filmmusik schafft es, die Gefühle der Figuren zu transportieren und gleichzeitig Spannung zu generieren, wobei sich minimalistisch-schaurige Klänge mit nach 70ern klingender Musik abwechseln.
Gerade bei Serien ist die Besetzung ein enorm wichtiger Aspekt, da man als Zuschauer über einen langen Zeitraum mit den Protagonisten zu tun hat. Hier haben wir es mit einem Viererteam zu tun. Im Team haben wir den erfahrenen und loyalen Charles (Marc Lauwrys), den Jungspund Kevin (Gilles De Schrywer) und der mürrische Bob (Michael Pas), die gut miteinander harmonieren, jedoch nur Nebenrollen einnehmen. Zentrale Figur ist nämlich ihre Chefin Hannah Maes. Sie muss sich als recht junge, gut aussehende und engagierte Frau in dieser Männerdomäne durchsetzen und hat hiermit nicht immer eine einfache Aufgabe. Dadurch wirkt sie manchmal ein wenig zu entschlossen, wagt Alleingänge, weil sie es auch immer anderen beweisen will. Allerdings hat sie auch ein feines Gespür für Ermittlungen und ihr Team. Für eine solche Rolle braucht man eine starke Schauspielerin und die wurde mit Veerle Baetens gefunden. Die aus „The Broken Circle“ auch bei uns bekannte Belgierin schafft es, genau die richtige Mischung aus Kälte, Intelligenz, Stärke und Emotionen in die Rolle zu legen und so die komplette Serie fast schon alleine zu tragen. Außerdem kommen immer wieder kleine Nebenschauplätze zum Vorschein, die die Beziehungen zu oder Zwist mit den Kollegen thematisiert.
Die Fälle, genau. Manchmal fehlt ein wenig die Spannung, da zu oft nach dem gleichen Prinzip vorgegangen wird. Zunächst werden die Kommissare an einen Tatort gerufen, nach und nach ermitteln sie und steigen dabei immer mehr in die Materie ein, bis sich die Ermittlungserfolge häufen und zur Einkesselung des Täters führen, natürlich mit der ein oder anderen Wendung dazwischen. Das ermüdet auf Dauer. Zum Glück ist da die dunkle, leider auch ein wenig klischeehafte Vorgeschichte Hannahs, denn während pro Folge ein Kriminalfall gelöst wird, zieht sich diese Storyline wie ein roter Faden durch die Staffel, wirft dem Zuschauer immer wieder ein weiteres Häppchen zu und lässt in neugierig bleiben, wie es wohl weitergehen wird. Dies geschieht aber sehr wohltuend ohne zu dominant zu werden und von den eigentlichen Fällen komplett abzulenken. Im Gegensatz zu anderen modernen Krimiserien ist die Ausstattung in „Code 37“ angenehm klassisch. Wo sonst mittlerweile fast schon mit Technik wie in „Minority Report“ operiert wird, greift man hier sogar noch auf Tafel und Kreide, stinknormale Telefone und leicht aus der Mode gekommene Umkleiden und Verhörräume zurück.
Zwar kommen in der ersten Staffel von „Code 37“ die eigentlichen Fälle ein wenig träge daher und können eher über die mit ihren nicht alltäglichen Themen punkten als mit ihrer dichten und spannenden Grundkonstellation, allerdings gibt es im genau richtigen Maß auch Nebenhandlungen, die die manchmal recht unspannenden Fälle ausgleichen und ein gutes Gesamtbild ergeben. Der optisch auffällige Stil mit einer tollen Kamera, guten Schnitten und dem dezenten Farbausgleich macht die Serie interessant und bietet auch den ein- oder anderen Blickfang, den man im Fernsehen eher selten gewohnt ist. Am wichtigsten ist jedoch Hauptdarstellerin Veerle Baetens, die ihrer Figur unheimlich viel Tiefe verleiht und es schafft, Identifikationsfigur, starke Persönlichkeit und Trägerin der kompletten Serie zu sein. Auf jeden Fall eine äußerst sehenswerte Serie aus unserem Nachbarland, die den ein- oder anderen Blick mehr als verdient hat.
Kenny Branagh: „Ihr Amerikaner haltet euch gern für direkt, aber vielleicht seid ihr einfach nur unhöflich.“
Chris Pine: „Ihr Russen haltet euch gern für Poeten, aber vielleicht seid ihr nur empfindlich.“
Kobbi: „Ihr Leute von "Jack Ryan" haltet euch gern für gut, aber vielleicht seid ihr einfach nur schlecht.“
Kobbis Hirn: "Streich das "vielleicht"."
Dass Sidney Lumet einer der größten Regisseure aller Zeiten ist, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Ein kurzer Blick auf seine Filmographie genügt, in der sich Filme wie „Serpico“, „Hundstage“, „Network“ und natürlich sein opus magnum „Die 12 Geschworenen“ tummeln. Als seinen vorletzten Film inszeniert mit „Find Me Guilty – Der Mafiaprozess“ einen Gerichtsfilm und geht damit zu seinen Wurzeln zurück, von denen er etwa 50 Jahre zuvor kam. Dabei ist „Find Me Guilty“ nicht einfach nur ein Justizdrama, sondern vermischt dabei die tragischen und spannenden Elemente auch mit einer Menge Witz.
„Find Me Guilty“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Film behandelt ein knapp zweijähriges Gerichtsverfahren in den Jahren 1987 und 1988, bei dem zahlreiche Mitglieder der Lucchese-Familie, einem Teil der New Yorker Cosa Nostra, in einem RICO-Prozess gemeinschaftlich angeklagt wurden. Beinahe zwei Jahre Verhandlungszeit bedeuteten auch einen der längsten Prozesse in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Dass hier viele Akten und Bürokratie beteiligt sind, das sollte nicht verwundern, dennoch schafft es Lumet, diese lange Zeit zumeist recht kurzweilig zu gestalten. Zwar werden im Mittelakt auch einige anstrengende Passagen deutlich, die dauern jedoch nicht besonders lange und schon bald kommt auch wieder Spannung auf. Optisch ist der Film ansprechend gestaltet, die Atmosphäre des Gerichtssaals ist sehr schön eingefangen. Allerdings sind hier auch keine großen Besonderheiten vorhanden, die Anwälte und Angeklagten könnten auch genau so in jedem anderen Film mit ähnlicher Thematik auftreten. Vielleicht war Lumet ein weiteres Risiko zu hoch, denn er wird wohl seinen ganzen Mut für eine andere Sache aufgebraucht haben.
Das betrifft den Hauptdarsteller. Sein größter und mutigster Coup ist nämlich wohl die Besetzung seiner Hauptrolle Jackie DiNorscio. Lumet entschied sich für niemand geringeren als Action-Star Vin Diesel, der in eine für ihn und das Publikum völlig ungewohnte Rolle schlüpfte. Mit Anzug, Schlips, Wampe und, ja, Haaren sieht Diesel tatsächlich vollkommen anders aus, als man ihn sonst kennt. Auch wenn man es ihm vielleicht nicht zugetraut hätte – er macht seine Sache außerordentlich gut. Er schafft es, auch ohne halbautomatische Waffen und Actionszenen eine gute Figur zu machen und den Mafioso glaubwürdig zu spielen. Ihm zu Seite stehen neben zahlreichen mehr oder weniger bekannten Gesichtern der damals noch weitgehend unbekannte Peter Dinklage, der heute in Game of Thrones von sich reden macht, und Linus Roache, den das breite Publikum wohl vor allem als Bruce Waynes Papi in „Batman Begins“ kennt. Doch letztlich ist es Vin Diesels Präsenz, die die Szenen dominiert – wobei seine Rolle auch sehr gut geschrieben ist.
„Find Me Guilty – Der Mafiaprozess“ erfindet das Rad nicht neu, ist aber die meiste Zeit über sehr unterhaltsam. Mit Vin Diesel als gewitzten, mutigen und vor allem rundumerneuerten Mafioso, der sich im Film selbst verteidigt und so für einige lustige Situationen im Gerichtssaal sorgt. Dieser Besetzungscoup allein ist es schon wert, dem Film eine Chance zu geben. Der Film selbst ist zwar an den Kinokassen gefloppt, für mich allerdings unverständlich, denn wenn man die Vielzahl an Justizdramen sieht, gehört dieser Film zu den besseren. Und mal ehrlich: einen dicken, haarigen Vin Diesel sieht man nun wirklich nicht alle Tage, oder?
Manchmal werden Selbstironie und Selbstdarstellung doch tatsächlich verwechselt. Hier zum Beispiel. Und verdammt, was haben die immer alle mit ihren Schwänzen?!
Zwei Punkte für das fantastische Ende (und ich mein nicht den Scheiß mit der Religion, Himmel und Hölle, Rogen und Baruchel) und jeweils ein halber Punkt für Michael Cera, Jonah Hill bis zur 70. Minute (etwa) und das Ami-Milky Way, das ja eigentlich ein Mars ist.
„Hangover 3“ ist der krönende Abschluss der fulminanten Hangover-Trilogie um das Wolfsrudel Phil, Stu und Alan (Doug war ja immer nur ein unerwünschtes Anhängsel). Was einst mit einem ordentlichen ersten Teil in Las Vegas begann und danach ein Gagfeuerwerk erster Güte in Te-Hailand abfeuerte, musste zwangsläufig seinen Höhepunkt, neben Spanien, wieder in Vegas finden.
Die vor allem auf den fidelen Alan (Zach Galifiabartis) zugeschnittene Geschichte ist ein unglaubliches, nie dagewesenes Stimmungsbombardement, an das sonst nur Formate wie „Upps – Die Pannenshow“ oder der "Musikantenstadl" heranreichen können. Comedy wie sie sein muss: intelligent, subtil, auch kritisch und kein bisschen übertrieben. Galidingsbums, Bradley Cooper und Ed Helms harmonieren besser denn je und man spürt in jeder Sekunde, wie sie diesen Film lieben. Besonders die stets angenehmen Schreie, Flüche, Verunglimpfungen und Kraftausdrücke werden mit solcher Inbrunst intoniert, wie es nur antike Tragöden auf der Bühne konnten. Neben den amüsanten Gastauftritten von Fred Feuerstein, Heather Graham und der bezaubernden, natürlichen Melissa McCarthy hat sich aber besonders eine Darstellung besonders ins Hirn gebrannt: Frohnatur Leslie Chow, kongenial gespielt von Ken Jeong. Er ist ja sowieso einer der besten Komiker auf dem Erdball, aber hier setzt er noch einen drauf und lässt uns alle so sehr lachen, dass man nur schwer seine Darmwinde unter Kontrolle haben wird. Ach was, wennste nicht aufpasst musst du deine Unterhose wechseln, dann wird aus dem Furz ein Schurz. Jeong ist vielleicht der einzige Mensch, der es mit Mario Barth, dem besten Comedian auf der Welt, aufnehmen kann. Boah, ich wüsche Jeong sogar eine Comedyshow auf RTL, das wärs!!!11!einself ♥
Der Humor ist krass, noch viel krasser als in den Teilen davor. Bepisst hab ich mich, wenn ich das so salopp sagen darf. Aber es kommt noch besser, denn was so Blödelkomiker wie dieser Loriot nie geschafft haben, das kriegen die Hangover-Jungs hin: Sie behalten den Respekt vor den verulkten Gruppen und Dingen bei. Nicht einfach blindes Verarschen (wie es Loriot mit Dr. Klöbner macht mit diesem Minipimmel, ey, geschmacklos!), sondern, wie bereits geschrieben, subtil und respektvoll. Da wird nicht nur die Liebe und der harmonische Umgang mit anderen Ethnien, mit Homosexuellen oder anderen Gruppierungen deutlich, sondern auch das liebevolle Zusammenleben zwischen Mensch und Tier, egal ob es nun Hühner, Hunde oder Giraffen sind. So gesehen hat „Hangover 3“ sogar noch eine wundervolle Aussage. Harmonie statt Gewalt. Vertrauen statt Vorurteile. Tiere sind mehr als nur billige Mittel, um einen Lacher zu erzwingen. Und das alles auch noch ohne in Vulgarität und Fäkalismus abzudriften. Ein nie zu erahnendes Kunststück.
Darüber hinaus kann der Film auch als spannender Entführungsthriller sowie als ergreifendes Charakterdrama punkten. Besonders bei letzterem scheint es mir, als würden wir besonders diesem treuherzigen Alan tief ins Innere schauen, seine Ängste und Hoffnungen sind entblößt direkt vor uns. Dies ist nur möglich durch das kongeniale Spiel eines Gimlifingernackis, der hier tatsächlich die Mischung aus Tragik und Komik so sympathisch in seiner Figur verschmelzen lässt, dass wir den knuffigen Typen einfach ins Herz schließen wollen, mit ihm leiden, ihm den kugelrunden Bauch streicheln oder ablecken wollen. Warum er nicht für einen Oscar nominiert wurde, das verstehe ich nun wirklich nicht mehr. Aber die Oscars sind doch eh scheiße – alles so Arti-Farti-Müll. Echt mal, scheiß Academy. Zach Galnifickaknackis ist der geilste und hätte schon längst einen Oscar verdient gehabt. Nicht Daniel Day-Lewis, der hat auch einen viel zu komplizierten Nachnamen. Lewis. So heißen meine Jeans auch und die sind für'n Arsch. Aber ich lass mich gehen… Entschuldigung.
Also, so will ich auch zum einzigen Wermutstropfen dieses Films kommen: Die Spieldauer. Die ist mit nicht einmal 100 Minuten nämlich viel zu kurz. Ich hätte dem Wolfsrudel noch stundenlang zukucken können. Drum hoffe ich auf einen weiteren Teil dieser liebevollen Komödienreihe, vielleicht gibt es sogar eine Serie, da könnte man noch so viel Neues erzählen. Das wäre es doch. Träumen wird man ja wohl noch dürfen, oder? Naja, zumindest hat der Film auch optisch einiges zu bieten. Ach, der Film ist große Kunst. Die Farben Las Vegas‘ harmonieren mit der Trockenheit Mexikos, als ob Pablo Picasso gerade für sein Portrait über die Liebe („Guernica“) den Pinsel geschwungen hätte. Die Farben, die Kamera (ich fühlte mich wie ein Teil des Wolfsrudels) - die Macher holen wirklich das letzte aus dem klischeefreien Film heraus. Und, wie hätten wir je an der überschäumenden Kreativität von Todd Phillips und seinem Team zweifeln können, als kleines Schmankerl ist natürlich auch diesmal der Abspann mit ein paar traumhaft schönen, geradezu philosophisch wirkenden… ähm… Naturaufnahmen gespickt. Feuerbach, Kant und unser Charly hätten wahrlich ihre Freude daran gehabt.
Alles in allem bleibt mir jetzt nur noch übrig, den Hut zu ziehen vor diesem Meisterwerk, denn nichts weniger als das ist „Hangover 3“ geworden. Wer das nicht erkennt, der hat keine Ahnung von Filmen, der soll doch bei so billiger Mist wie Truffaut, Wilder oder Miyazaki bleiben. Fantastische Schauspieler, eine liebevolle Geschichte, sympathische Charaktere (♥Leslie Chow, der knuffige und schüchterne Batik-Shirt-Verkäufer♥), ein witziges und doch respektvolles Gagfeuerwerk, ein zu Herzen gehendes Drama, ein Fingernägelkauthriller. Hangover 3 ist ein Meisterwerk, ein moderner Klassiker, eine Antwort auf die letzten Fragen der Menschheit, er ist eine Lösung auf die Eurokrise, der Verbot der GEZ, die Abwahl Angela Merkels. „Hangover 3“ – der ganz sicher beste Film aller Zeiten.“
[...]
Schüler: „Aber Dr. Kobb, warum lesen Sie uns das alles vor?“
Dr. Kobb: „Nun, damit will ich sagen: Finger weg von Drogen! Ihr seht ja, was dabei rauskommt!“
Tolles Textelchen, mein lieber Smooli
Glückwunsch :)
Der König der Löwen :) Gleich mal im Kino geheult, na toll ;)