Das Tribunal

Hart's War (2002), US
Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 30.05.2002

5.8 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
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13 Kommentare
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von Gregory Hoblit, mit Vicellous Reon Shannon und Rory Cochrane

Deutschland, Dezember 1944. Col. William McNamara lebt seit Monaten in einem Gefangenenlager der Nazis. Dem unmenschlichen Regime des deutschen Kommandanten Werner Visser zum Trotz gelingt es dem Amerikaner, unter seinen gefangenen Landsleuten den Überlebenswillen, ja sogar so etwas wie Zuversicht aufrechtzuerhalten. Als zwei schwarze Piloten in das Gefangenenlager überstellt werden, bricht offener Rassismus bei einigen der GIs aus. Tage später ist einer der beiden Flieger tot – die Schuld daran trägt Vic Bedford, der die beiden Schwarzen stets besonders stark attackiert hatte. Der Mord bringt McNamara auf eine verwegene Idee. Zusammen mit 35 Männern plant er den Ausbruch. Doch es kann nur funktionieren, wenn der junge Lt. Thomas Hart, ein Jura-Student, seine Rolle in diesem Täuschungsmanöver spielt, dessen Regisseur McNamara ist. Das Problem dabei: Hart darf davon nichts wissen.

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Kommentare (13) — Film: Das Tribunal

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Herr_Wunderlich

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Bewertung0.0Hassfilm

Hanebüchener Propagandaquark voller Pathos und Kitsch.

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smartyx

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Aus meiner Sicht als unbedarfter Zuschauer spielen in dem Film folgende Komponenten tragende Rollen (unvollständig, da Verzicht auf Spoiler):
- Zweiter Weltkrieg
- Stalag (Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager)
- Nazis
- Alliierte Kriegsgefangene (Russen, Amerikaner, Engländer, ...)
- Weiße und pigmentbegünstigte amerikanische Soldaten
- Rassenhass innerhalb der Gruppe der alliierten Kriegsgefangenen wegen unterschiedlicher Hautfarben
- Führer-Verar***e in Form eines Theaterstücks
- Mord unter den Kriegsgefangenen
- Kriegsgericht, durch die Alliierten innerhalb des Stalags selbst durchgeführt wird, da der Beschuldigte ein Alliierter ist

Ähm *räusper* wie soll ich das jetzt am besten ausdrücken, ohne ausfallend zu werden? Ich formulier das mal so: Hakts? Welcher Trottel hat denn dieses Drehbuch zusammengeschrieben und sich so eine hanebüchene Story ausgedacht, die - wie meistens bei amerikanischen Kriegsfilmen - am Ende wieder in einem ewigen Ehregeschwafel mündet und nichts weiter ist als ein 08/15 Propaganda-Geschichte? Grauenhaft... *schüttel*

Mein Tipp an alle: Lasst die Finger davon!

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Sepf

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Bewertung4.0Uninteressant

'Hart's War' macht einen großen Fehler, an dem wohl schon so mancher Moral vermitteln wollender Kriegsfilm gescheitert ist: Er gleitet ab ins Pathos. Und wie..
Bevor man aber nach dem "Wie?" frägt, muss man sich zu allererst einen andren wichtigen Aspekt ins Gedächtnis rufen: Womöglich oder gar sehr wahrscheinlich funktioniert Pathos einfach besser, als der Versuch in einer historisch-realistischen kinematischen Darstellung eine gewichtige Moral zu verpacken, sei es die Moral der Ehre, um die sich eigentlich alles in diesem Film dreht (drehen soll), oder so verwandte Begriffe wie Respekt, Kameradschaft und Stolz, welche in jeder abgedroschenen Folie eines Kriegsdramas nicht fehlen dürfen. Trotzdem ist eben jenes schon gelungen - Hoblit gelingt es aber nicht.
Ich will nichts vorwegnehmen, daher begrenze ich mich auf eine allgemeine Darstellung fernab von einer expliziten Schilderung handlungsweisender Szenen, da ja der ein oder andre Interessierte den Streifen doch noch sehen möchte.
Alles in allem unterläuft Hoblit der erste Fehler schon in seinem Cast: Mit Bruce Willis als Col. McNamara ist ihm einfach eine solche Fehlbesetzung 'gelungen', sodass das ganze Gerüst von Glaubwürdigkeit fortan auf einem wackligen Untergrund steht. Die Besetzung bildet nun mal die Basis, den Kern, eines jeden Films. Ein Beispiel: Würde man die Gesichtsausdrücke Willis' aus jeder Szene von 'Hart's War' nebeneinander reihen, dann könnte man wohl meinen, es handle sich um ein hundertfach vervielfältigtes Foto eines frisch-eingeknackten Serienkillers. Wo der gute Bruce also schon mächtig am Moral-Gerippe nagt, tun es ihm manche seiner Mitbiber bzw. Mitgefangenen - wenn auch nicht auf die selbe Art und Weise - gleich. Colin Farrel steigert sich aber - zugegeben - stetig und scheint seinen Hunger gegen Ende gestillt zu haben.
Der zweite Punkt neben dem unpassenden Cast ist die Geschichte. Die Szenerie stellt bis auf den Beginn das Nazi-Stalag dar, in dem sich oben genannter Col. McNamara mit seinen Männern unter der Leitung des Nazi-Oberst Werner Visser befinden. Letzterer erschießt hier und da mal grundlos Leute, lässt dann aber ein Kriegstribunal wegen eines Mordes einberufen, studierte natürlich in der selben Uni wie Jura-Student Lt. Thomas W. Hart (Farrel) in den USA, hört gern "Neger-Jazz" und macht halt so Kram, was sich ein amerikanischer Regisseur so vorstellt unter einem bösen Nazi. Wie bei Tarantino ist es der hochintelligente, ranghohe Psycho-Nazi. Natürlich mit der nazitypischen psychischen Störung, die ihn immer wieder dazu veranlasst,seine verklemmte Weltanschauung und die damit verbundene Selbstüberschätzung in Nettiketten gegenüber dem Feinde auszudrücken. Anscheinend sind solche Hollywood-Nazis im Film einfach noch furchteinflößender als die Realität. Mag sein, denn in manchen Szenen erwischt man sich selbst, wie man sich die Frage stellt: "Ist der jetzt eig. gut oder böse?" , um sich einen Augenblick später dieses Gedanken wegens in Grund und Boden zu schämen.
Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass der Film auch einen Pluspunkt hat. Eigentlich scheint nämlich der Ausgang der Geschichte schon sehr früh klar zu sein, doch so wie sich die Geschehnisse aneinanderreihen, wird man überrascht. Auch wenn diese Überraschung einfach daraus resultiert, dass man an manchen Stellen die Logik der neueintretenden Begebenheiten vermisst.
Und eben das ist die Krux des Films: Am Ende steht natürlich die Moral. Doch Cast und Plot lassen sie fadenscheinig und aufgesetzt erscheinen: Fehlende realistische Darstellung und das Verfallen in klischeehafte Typisierungen machen aus der Moral Pathos. Schade eigentlich.

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Nemsis

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Bewertung6.5Ganz gut

Guter Film, hat gute Szenen und Handlung, aber irgendwie wäre er kürzer besser. Manchmal war einfach durch manche Szenen die Luft kurz raus.

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Fox Mulder1985

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Bewertung6.0Ganz gut

Einer der schlechteren Filme mit Bruce Willis...
Ich hatte mir irgendwie mehr erwartet. Obwohl man Colin Farrell viel öfter sieht, bleibt er irgendwie vergessen...

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jan morrow

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Menschlichkeit, Verantwortung und Ehre - das sind die Themen dieses Filmes. Großartig umgesetzt und gespielt, mehr muß man dazu nicht sagen, alles andere wurde hier schon geschrieben.
Die deutsche Seite, vertreten durch den Lagerkommandaten, ist nicht klischeehaft, sondern sehr menschlich dargestellt, was die Unmenschlichkeit und den Zynismus noch eindringlicher erscheinen lässt.
Sehr guter Film, sollte man gesehen haben wenn man sich für Zeitgeschichte interessiert.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung7.5Sehenswert

Der ersehnte Kommentar ....
Schon von Anfang an, zieht uns Gregory Hoblit in die richtige Stimmung. Es beginnt düster, man erkennt ein paar Waggons, es fällt Schnee. Rachel Portman führt uns noch in den Genuss, tiefgründiger und wehmütiger Klänge und unterstreicht die Stimmung mit diesem Soundtrack perfekt.
"Hart's War" enthält nicht nur von Anfang bis Ende eine packende, spannende und ebenfalls sehr nahegehende Story, sondern auch einen außgeprägten Cast, der geschickt und gekonnt die gewollten Emotionen rüber brachte. Farrell gefiel mir gut, außerordentlich gut! Der macht sich tatsächlich langsam zum Sympathieträger. Willis, für den ich sowieso immer etwas übrig habe, setzt mal wieder seinen gewohnten einzigen Gesichtsausdruck auf, aber okay, er macht seine Sache auch ganz gut.
Anfangs hatte ich einige Zweifel, was die Richtigkeit betraf, aber ich ließ mich belehren und war beschwichtigt.
Hoblit ist hier ein sehr gutes Kriegsdrama gelungen, das wirklich berührt und mitfiebern lässt. Kleine skeptische Ansichten meinerseits radierte er umgehend aus und so kam ich tatsächlich gute zwei Stunden auf meine Kosten.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Tjeorrmy

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Nicht zu viel versprochen & ein netter Text, der Abend kann doch noch gut werden.


*frenzy_punk<3

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Ja, danke sehr für den Tipp ;) Der versauert da bei uns im Regal und ich guck den nicht mal! Ich schäme mich!
Und ich freu mich, dass dich die Bewertung und der Text zufreiden gestellt hat ;)


Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Sicherlich kein restlos überzeugender Film. Kann, muss man aber nicht gesehen haben.

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MadsMikkelsen

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Bewertung9.5Herausragend

Eine supergelungene Verknüpfung von Kriegs- und Kriminalfilm.

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Chris12zero

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Das Tribunal" ist ein gut gespieltes und sehr authentisch inszeniertes Kriegsdrama !!
Nur das Ende wirkt ein wenig zu sehr aufgesetzt, sonst aber eines der besseren Kriegsdramen, das zu fesseln versteht !!

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Chaosmacherin

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich glaube mich kann kein Film über dein 2. Weldkrieg mehr beindrucken nachdem ich "Ban of Brothers" gesehn habe. Vielleicht war es das, was mich den Kriegsfilm "Das Tribunal" mit ein wenig Enteuchung betrachten lässt. Vielleicht ist es aber auch so, das der Film zu Teilen wirklich sehr unrealistisch ist (Szerne mit dem POW-Zug.
Die Thematik jedoch ist durchaus überzeugend. Rassenhass unter den GIs also Gegenpohl zum Rassenhass der Deutschen.
Ein bis zwei interessante Swichs und die wirklich gut gespielte Rolle von der Thomas Hart machen den Film sicherlich sehenswert. Doch dann der fatale Fehler:

Spoiler:

Ein Kitsch-Ende sondergleichen. Überzogener Patriotismus von allen seiten. Ein Amerikaner nach dem andern nimmt die Schuld auf sich und will sich opfern und als letztlich einer wirklich die "wundervolle Eherentat" durchzieht salutiert alles und jeder und die Rollen von Gut und Böse sind wieder verteilt. /Spoiler

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Gater9999

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Bewertung5.0Geht so

Der Film ist ganz passabel, krankt aber an einer etwas verworrenen Story und einer mehr oder weniger guten Schauspieleistung! Für Kriegsfilmfans durchaus eine Empfehlung, aber kein Muss wie "Gesprengte Ketten" und "Ein Käfig voller Helden (Serie)" über das selbe Thema.

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Punk

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr authentisches Kriegsdrama und brillianten Schauspielern. Hier stimmt Atmoshäre, Kulisse, einfach alles... ein Geheimtip!

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