Clouds of Sils Maria

Sils Maria / AT: Since Maria (2014), CH/DE/FR/US Laufzeit 124 Minuten, Drama, Kinostart 18.12.2014


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7.0
Kritiker
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von Olivier Assayas, mit Kristen Stewart und Juliette Binoche

In Olivier Assayas Drama Clouds of Sils Maria wird die Schauspielerin Juliette Binoche im Rahmen des Remakes eines früheren Theaterstücks mit Selbstzweifeln konfrontiert.

Handlung von Clouds of Sils Maria
Maria Enders (Juliette Binoche) ist eine Schauspielerin mittleren Alters. Sie zieht sich in die Schweiz zurück, genauer gesagt in den Ort Sils Maria. Begleitet wird sie von ihrer Assistentin Valentine (Kristen Stewart). Maria bekommt eine Rolle in dem Remake des Theaterstückes, mit dem sie vor 20 Jahren ihren Durchbruch als Schauspielerin feierte. Doch Maria muss in der Neuauflage in die Rolle der Helena schlüpfen, die von der jüngeren Protagonistin Sigrid (deren Rolle sie damals einnahm) in den Selbstmord getrieben wird. Die Rolle der Sigrid, die Maria eigentlich haben wollte, wird ihr von einer jungen Schauspielerin (Chloë Grace Moretz) weggeschnappt und Maria entwickelt nun eine ganz besondere Obsession für ihre junge Konkurrentin.

Hintergrund & Infos zu Clouds of Sils Maria
Das mit Juliette Binoche, Kristen Stewart, Lars Eidinger, Hanns Zischler hochkarätig besetzte Drama von Olivier Assayas feiert im Mai 2014 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes seine Premiere. Mit Les Destinées sentimentales (2000), Demonlover (2002) und Clean (2004) waren bereits drei Filme des Regisseurs Olivier Assayas im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten. 2010 wurde in Cannes sein Film Carlos – Der Schakal präsentiert. Im Jahr darauf war der 1955 geborene Filmemacher zudem Mitglied in der Wettbewerbsjury.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Clouds of Sils Maria
Genre
Drama
Verleiher
NFP/Filmwelt
Produktionsfirma
CAB Productions, CG Cinéma, Ezekiel Film Production, Pallas-Film, Vortex Sutra, arte France Cinéma

Kommentare (2) — Film: Clouds of Sils Maria


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Begbie

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Bewertung2.5Ärgerlich

Schöne Bilder und eine große Riege voller bekannter Schauspieler machen eben noch keinen guten Film. Hier regiert über 2h Langeweile pur! Weiterhin nervt auch der kitschige Sound und die Geschichte interessiert absolut nicht. Ich habe relativ schnell abgeschaltet und war immer wieder am überlegen, aus dem Kino zu gehen. Im Nachhinein bereue ich, dass ich nicht rausgegangen bin - man wurde nicht belohnt...

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strangelet

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Bewertung2.5Ärgerlich

Das ist so ein irrsinniger Langweiler dass man sich fast schon nicht mal mehr drüber aufregen kann. Aber gut, wenn ich mich sehr anstrenge, kriege ich's vielleicht doch noch hin.

Das erste Problem ist hier, dass es nicht die Spur einer Geschichte gibt, die es wert wäre, erzählt zu werden. Eifersüchteleien zwischen alten und jungen Schauspielern könnten ja durchaus interessant sein, nur kommen sie in "Clouds of Sils Maria" praktisch gar nicht vor, und jede Inhaltsangabe, die etwas anderes behauptet, ist schlicht gelogen. Genaugenommen gibt es überhaupt nirgends irgendeinen halbwegs nennenswerten Konflikt. Wir sehen Juliette Binoche dabei zu, wie sie sich mit Kristen Steward zusammen ihren Text lernt, und ab und zu führen sie eine Diskussion über Kino, Theater oder Kunst. Das ist alles.

Das zweite Problem sind genau diese Diskussionen. Da treten reihenweise Künstler und andere Schlaubis auf, und man kommt gar nicht drum herum zu bemerken, dass der Film gerne hochtrabende Weisheiten über Gott und die Welt von sich geben würde, aber keine der Figuren hat irgend etwas auch nur ansatzweise Interessantes zu sagen. Die Darsteller sondern lediglich ununterbrochen Banalitäten ab, gerade so, als hätten sie gar keinen vorgefertigten Text, sondern müssten ohne jede Vorbereitung ganz auf die Schnelle einen Künstler improvisieren, der etwas Kluges über Kunst sagt. Nur dass es halt so auch wieder nicht gewesen sein kann, denn dann würden sie sich wahrscheinlich was einfallen lassen, was sie auch spielen können, und wenigstens der deutsche Teil des Casts ist mit dem Stuss so überfordert, dass man ihm kein Wort glaubt.

Und das dritte Problem ist ganz allgemein der erbärmliche Versuch, anspruchsvoll und tiefsinnig zu sein, obwohl offenbar am ganzen Set niemand zu finden war, der auch nur einen einzelnen originellen Gedanken hätte beitragen können. Die ganze Zeit zieht sich dieser Parallelismus zwischen dem fiktionalen Theaterstück und der filmrealen Beziehung zur Assistentin durch, der so gerne bloß eine ganz subtile Andeutung wäre, aber leider so hölzern und überdeutlich geworden ist, dass noch der letzte Orang-Utan im Publikum nach einer halben Stunde genervt ist von so viel künstlerischem Subtext. Und das ist nur das aufdringlichste Beispiel unter vielen.

So präsentiert sich das ganze Übel des europäischen Arthouse-Kinos in einem einzigen Film: Menschen, die nicht mal den Hergang eines Verkehrsunfalls stringent niederschreiben könnten, halten sich für so viel schlauer als die Profis in Hollywood, dass sie das der ganzen Welt zwanghaft ununterbrochen demonstrieren müssen.

Lichtblicke? Kristen Steward ist eigentlich gar keine so furchtbare Schauspielerin, wenn sie ab und zu mal ihren zweiten und dritten Gesichtsausdruck benutzt. Und es gibt wirklich schöne Landschaftsaufnahmen, das ist doch was!

Und natürlich kann man sich wunderbar über den Film aufregen. Wenn man sich ein bisschen anstrengt.

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Begbie

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absolute Zustimmung!