Und weg bist Du

Und weg bist Du (2012), DE Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Komödie

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von Jochen Alexander Freydank, mit Uwe Ochsenknecht und Emma Tiger Schweiger

Es könnte so einfach sein. Er ist der Tod, und die junge Frau steht auf seiner Liste.

Mit einem zeitgemäßen, attraktiven Äußeren und höflichen Worten versucht er (Christoph Maria Herbst), Jela Becker (Annette Frier) die unheilvolle Botschaft schonend zu überbringen. Doch die temperamentvolle, junge Frau in den roten Stöckelschuhen denkt nicht im Traum daran, sich dem Tod widerspruchslos zu ergeben. Wie könnte sie! Sie ist gerade mal 31! Ihr Mann und ihre neunjährige Tochter Lucy (Emma Tiger Schweiger) brauchen sie, im Schuhgeschäft steht die Inventur an und das Wohnzimmer benötigt einen neuen Anstrich! Und jetzt soll sie sterben? Weil ihr Krebs nicht mehr zu behandeln ist? Nein! Niemals!

Der Tod zögert einen winzigen Moment. Zeit genug für Jela die Flucht zu ergreifen. Jela klammert sich an den letzten Strohhalm. Wenn die Schulmedizin versagt, dann helfen vielleicht Heilkräuter, Magnetismus, Meditation, die ultraexperimentelle Krebsdiät. Doch der Tod weicht ihr nicht mehr von der Seite und mischt sich überall ein. Kein Wunder, dass keine der alternativen Methoden anschlägt! Jela kann es nicht mehr leugnen. Sie ist krank, todkrank. Abkratzen, ins Gras beißen, ableben. Die deutsche Sprache kennt 630 verschiedene Ausdrucksformen für Sterben.
Als Jela ihrer kleinen Tochter die Wahrheit sagen muss, fällt ihr kein einziges ein. Zögernd bringt sie das Unaussprechliche hervor. ‘Ich werde nicht mehr da sein, wenn der erste Schnee fällt.’ Doch sie wird alles daran setzen, den zehnten Geburtstag mit Lucy zu feiern. In Lucys Augen stehen Tränen. Ihr Geburtstag, das ist in sechs Wochen. Zeit genug, meint Jela, noch eine Menge Spaß zu haben!

Der Tod, der außer dem chronisch lebensmüden Rudi Gassner (Fahri Yardim) keinen einzigen Freund hat, ist von Jela beeindruckt. Er bewundert ihren Kampfgeist, ihren Mut, die Wärme, die sie ihrer kleinen Tochter entgegenbringt und den trockenen Humor! Doch leider ist seine Zuneigung ganz und gar einseitig. Und Jelas Prognose hoffnungslos. Bis er entdeckt, dass Jela eine Nachbarin hat. Eine hoch betagte Nachbarin! Vielleicht ist das alles nur ein Fehler in der Buchhaltung. Während der Tod sich an der ebenso zähen wie missgelaunten Frau Griek (Ruth-Maria Kubitschek) abarbeitet, hat Jela mehr Spaß als in den gesamten letzten Jahren zusammen. Jela ist sterblich. Und deshalb so lebendig und ausgelassen wie nie zuvor. Jela will jede Sekunde nutzen, die ihr mit Lucy bleibt. Seit der Tod ihr nicht mehr so auf die Pelle rückt, mag sie ihn sogar. Sie können miteinander reden und lachen. So könnte es ewig bleiben. Doch so einfach ist das nicht. Denn er ist der Tod. Und Jela steht immer noch auf seiner Liste!

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Kommentare (3) — Film: Und weg bist Du


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Miami Twice

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin eigentlich nicht so Fan von deutschen TV-Filmen, dieser hat mich vom Thema her und vom Cast angesprochen. Irgendwie hat er was, ein guter mix aus Humor und Traurigkeit.

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LowRidah

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Bewertung1.0Ärgerlich

einfach nur dumm und oberflächlich, wie von einem deutschen Film nicht anders zu erwarten... :/

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Dank der guten Darstellerleistungen, allen voran von Christoph Maria Herbst als Tod und Annette Frier als unheilbar an Krebs erkrankte Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als bis zum Geburtstag ihrer kleinen Tochter zu überleben, ein gelungener TV-Film. Unterhaltsam, teilweise witzig, aber auch tieftraurig und mitunter weise, ragt dieser Film aus dem üblichen TV-Einerlei heraus.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Filmkenner77

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Wusste es doch immer. Gott ist ein Schweizer. ;-)


horro

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Gott ist der Horror ;)