Wall Street 2: Geld schläft nicht

Wall Street 2: Money Never Sleeps (2010), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.10.2010

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5.6
Kritiker
34 Bewertungen
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6.4
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4819 Bewertungen
122 Kommentare
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von Oliver Stone, mit Shia LaBeouf und Michael Douglas

2010 präsentierte uns Regisseur Oliver Stone den zweiten Teil des Börsen-Thrillers Wall Street.

„Gier ist gut“ – das Lebensmotto des legendären Börsenbetrügers Gordon Gekko (Michael Douglas) aus Oliver Stones modernem Filmklassiker Wall Street von 1987 hallt noch immer in unseren Ohren. 23 Jahre später sind uns die Finanzwelten und die weitreichenden Konsequenzen einer solchen Lebenseinstellung präsenter denn je, Zeit also für Wall Street 2, die Fortsetzung jener Geschichte um Geld, Macht und Gier, die heute mindestens so aktuell ist, wie in den exzessiven Achtzigern.

Gordon Gekko, der am Ende des ersten Films einer langjährigen Haftstrafe entgegensah, wird zu Beginn von Wall Street 2 aus dem Gefängnis entlassen. Doch an der Wall Street, wo er einst ein großer Player war, will nun niemand mehr auf ihn hören. Er konzentriert sich also zunächst darauf, die Beziehung zu seiner Tochter Winnie (Carey Mulligan), die sich über die Jahre gänzlich von ihm entfremdet hat, wieder aufzunehmen. Unerwartete Unterstützung erhält Gekko in Wall Street 2 schließlich, als Winnies Verlobter Jacob (Shia LaBeouf) auf ihn zukommt und ihm seine Hilfe anbietet. Im Gegenzug will der Investment Banker Jacob Gekkos professionellen Beistand bei einem geplanten Rachefeldzug. Denn Jacob macht den skrupellosen Börsenhai Bretton James (Josh Brolin) für den Selbstmord seines einstigen Mentors Louis Zabel (Frank Langella) verantwortlich.

Hintergrund & Infos zu Wall Street 2: Geld schläft nicht
Oliver Stone hat sich viel Zeit gelassen mit dieser Fortsetzung, doch nach dem großen Finanzcrash 2008 schien die Zeit für Wall Street 2: Geld schläft nicht (OT: Wall Street: Money never sleeps) gekommen zu sein. Neben Michael Douglas, der für seine Rolle des Gordon Gecko bereits einen Oscar erhalten hat, versammelt Stone weitere hochkarätige Darsteller, wie Susan Sarandon, Josh Brolin und Carey Mulligan, die 2009 eine Oscarnominierung für An Education erhielt. Auch Charlie Sheen, der in den letzten Jahren vor allem mit der Fernsehserie Two and a Half Men erfolgreich ist, hat in Wall Street 2 einen kurzen Auftritt als Bud Fox, der Hauptfigur von Wall Street.™

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Cast & Crew


Kritiken (23) — Film: Wall Street 2: Geld schläft nicht

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.5Uninteressant

Es ist erschreckend, wie wenig Stone und seinen Drehbuchautoren einfällt zu einem Thema das eine derartige Aktualität hat. Statt bissiger Analyse und ätzendem Subtext ergeht sich der Film in sentimentalem Gequengel.
Natürlich ist Michael Douglas immer noch großartig und auch Nebenrollencameos von Susan Sarandon und Charlie Sheen sorgen für Lichtblicke. Leider tröstet das nicht über den mit der Hauptrolle völlig überforderten Shia Lebeouf hinweg, der noch blasser ist als Sheen im Original. Zwischen ihm und seiner Freundin knistert es gar nicht und auch in den Szenen mit Douglas bleibt er der trotzige Greaser, der anscheinend seine Mittagspause am Indiana Jones-Set nutzte um ohne Kostümwechsel schnell Wall Street runterzukurbeln. Ebenso enttäuschend bleibt Josh Brolin, der seine Schurkenrolle im wesentlichen mit einem, leicht verkniffenen Gesichtsausdruck abspult.

Überhaupt langweilt es, wie sehr sich der Film in persönlichem kleinklein ergeht, wo er die Chance hätte einen Weltwirtschafts-Thriller zu erzählen. Jede Doku wie "The smartest guys in the room" oder "Casino Jack and the United States of Money" ist da spannender anzusehen, als Stones mildes Alterswerk.

Der erste Teil war vorhersehbar und konventionell, überzeugte aber durch witzige Dialoge und die schnörkellose Geschichte, die das Klischee der 80er herausdestilierte. Teil 2 ist sentimental und bisslose Variation die es nicht wirklich gebraucht hätte.

So bleibt das Beste vom Film leider die aus dem Trailer bekannte Gefängnisentlassung von Gekko zu Beginn - und selbst die bedient sich großzügig bei Blues Brothers...

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Corsovilla: SchönerDenken

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5.5Geht so

Der Film hat seine Momente: Zum Beispiel, wenn Gekko aus dem Gefängnis entlassen wird, die Stretch-Limousine aber nicht auf ihn wartet, sondern einen farbigen Gangster abholt. Aber aus dem ungeheuren Potential des Themas macht Oliver Stone sehr wenig, und schließlich verliert er auch in der langatmigen Familiengeschichte den roten Faden. Dafür geizt er nicht mit optischen Spielereien, die einem aber auch auf den Geist gehen können. Über jede Kritik erhaben allerdings die darstellerischen Leistungen von Michael Douglas und Josh Brolin. Das alleine war wiederum die Eintrittskarte wert. (Mehr im Podcast)

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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6.0Ganz gut

[...] Um eine andere missglückte Fortsetzung heranzuziehen: „Wall Street“ ohne Wall Street ist wie „Sex And The City“ ohne City. Fehlte bei dem Frauenfilm der Charme New Yorks, der zugunsten des edel polierten Abu Dhabi aufgegeben wurde, fehlt bei „Wall Street – Geld schläft nie“ die kompromisslose Hingabe zum Thema Aktienhandel. [...]

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Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt

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7.5Sehenswert

Auch wenn nicht jede Wendung restlos überzeugt oder die schiere Informationsflut an manchen Stellen den Film bisweilen überfrachtet, merkt man Oliver Stone und seinen Mitstreitern in jeder Einstellung die diebische Freude an, einen bissigen Kommentar zur Lage der Nation abzuliefern und ihn in ein subversives Hochglanzgewand zu kleiden.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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3.0Schwach

Starker Kandidat für einen Treppchenplatz bei der Wahl zum langweiligsten und banalsten Schlonz des Jahres. In jeder Hinsicht minderwertig und uninteressant, allein Douglas weiß zu gefallen. Stones Altersmilde läßt einen peinlichst berührt im Sitz rumrutschen, während die unglaublich grottigen Songs von David Byrne & Brian Eno schon vom Fleck weg für Kotzkrämpfe sorgen. Herbe, krasse, blamable Enttäuschung.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

der cineast

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Michael ist einfach zuu gut.


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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3.0Schwach

[...] Der Film erweist sich als eine reine Blamage. Die Metaphorik seines Regisseurs, der „Monster“ und „Heuschrecken“ im Bild festhalten will, ist (s-)ein Erklärungsnotstand, der alles herunterspielt, was von Bedeutung wäre. Dieser Krisenpopulismus erklärt nichts und bewältigt nichts. [...]

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Dieser Film bringt die kapitalistischen Grundübel unserer globalisierten Gesellschaft, den ganzen Finanzmarkts-Irrsinn von gierigen Spekulanten, treffsicher wenn auch etwas plakativ auf den Punkt.

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Thomas Winker: fluter Thomas Winker: fluter

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5.5Geht so

Statt knallhart mit den Bankern und einem von ihnen errichteten System abzurechnen, das die Welt an den Rand des Abgrunds geführt hat, beschränkt sich der früher so wütende Stone auf eine rührselige Familienzusammenführung bis zum bitteren Happy-End, während die Kamera fast verliebt an den Wolkenkratzern New Yorks, an den glitzernden Tempeln des Finanzkapitals entlangfährt. Nein, Oliver Stone ist [...] nicht mehr das, was er einmal war.

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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online

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3.5Schwach

Bei Oliver Stones Finanzthriller-Neuauflage scheint alles möglich, richtig spannend aber wird es trotzdem nicht. Unterkomplex ist vielleicht noch das höflichste Wort, um die Langeweile der 133 Filmminuten zu beschreiben: Zwar lärmen ständig auf Computer-Wänden irgendwelche Zahlenkolonnen runter, aber eigentlich interessiert sich Stone nur dafür, wie es zwischen den unterschiedlichen Familienmitgliedern lärmt.

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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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5.5Geht so

Stone verheddert sich im Versuch eine aktualisierte Geschichte von Wall Street zu erzählen und gleichzeitig die Finanzkrise zu erklären. Ruhender Pol in diesem zunehmend wirren Knäuel loser Handlungsstränge ist natürlich der alte Fuchs Gordon Gekko. Der mitnichten zu einem besseren Menschen geworden ist, sondern immer noch mitmischen will an der Börse. "Es ist nicht so sehr das Geld, das Spiel fehlt mir" erklärt er und Stone gibt sich doch noch als Fan seiner eigenen Kunstfigur zu erkennen. Als Investor hätte er Stone vielleicht von diesem Film abgeraten – zu viel Aufwand, zu wenig Ertrag.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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5.5Geht so

Dass Oliver Stone die Kunst des ebenso geschmeidigen wie distinguierten Erzählens beherrscht, merkt man, sobald die ersten Bilder über die Leinwand flimmern. Man wird sofort hineingezogen in die Geschichte und zeigt Interesse an den Figuren, die zudem äußerst liebevoll und passend bis in die kleinste Nebenrolle besetzt sind. Dies geht auch eine ganze Weile gut und Stone schafft es sogar, einem die komplexen Zusammenhänge des Finanzmarktes und wie dieser in die Krise schlitterte zu erklären (wenngleich dies auch immer etwas Bemühtes hat).
Doch irgendwann entwickelt sich das Ganze dann doch zu einer reichlich zähen und lauen Angelegenheit. Stone will nämlich neben dem Finanz- auch noch ein Familiendrama erzählen, an dem man als Zuschauer jedoch sehr bald das Interesse verliert und das seinem Film zudem ein völlig unpassendes und wenig glaubwürdiges, da süßlich-kitschiges Ende verpasst. Zugleich gelangt man als Zuschauer an einen Punkt, an dem man einfach nichts mehr sehen und hören möchte von diesem Bankergeschwätz und –gehabe. Vielleicht liegt dies aber auch daran, dass man in der letzten Zeit einfach sehr viel über die verschiedenen so hochkomplexen Derivate und die Probleme, die sie verursachen, gelesen und gehört hat und Oliver Stone mit seinem etwas zu ambitionierten Werk einfach ein paar Monate zu spät dran ist.

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Dirk Lüneberg

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Als Filmkritiker sehe ich Filme immer schon, bevor sie offiziell in den Kinos starten.


stuforcedyou

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*Neid*


Filmering: Filmering.at

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6.0Ganz gut

Wall Street: Geld schläft nicht ist leider wieder einmal nicht das erhoffte Comeback für Oliver Stone geworden. Zu oberflächlich ist der Kommentar der Finanzkrise, zu zerstückelt der Handlungsverlauf und zu blass bleiben die Figuren. Lediglich Michael Douglas lässt seine Qualität aufblitzen und Oliver Stone zeigt, dass er handwerklich immer noch einiges drauf hat, aber als Fortsetzung für einen Klassiker wie Wall Street ist das leider dennoch zu wenig.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Das komplexe Drehbuch verknüpft die teilweise kaum durchschaubare Handlung um Geld, Macht und Betrug mit einem Familienkonflikt, der insbesondere in seiner Auflösung arg konstruiert wirkt. Obwohl die Zuschaustellung des Geldes bereits zum Konzept des ersten „Wall Street“ gehörte, nimmt sie hier vor allem in der Galadiner-Sequenz derart überhand, dass sie genauso aufgesetzt wirkt wie der selbstbewusste Gastauftritt von Bud Fox (Charlie Sheen), der sich im ersten „Wall Street“-Film vom Gekkos Bewunderer zu dessen Widersacher mauserte. Zwar gelingt es der Kamera von Rodrigo Prieto schöne Parallelen zwischen der Wolkenkratzer-Silhouette von Manhattan und den Aktienkurs-Kurven, aber die wiederholten Kamerafahrten an den Häuserfassaden entlang und die immer wieder eingesetzten Vogelperspektiven auf Manhattans Skyline ermüden auf Dauer.

Die Frische des Originals erreicht „Wall Street: Geld schläft nicht“ zwar selten. Wenn er dennoch den Zuschauer immer wieder fesselt, dann nicht nur wegen der interessanten, darin aufgeworfenen Fragen, sondern insbesondere auch wegen der Charakterentwicklung von Gekkos Tochter Winnie, die von einer Carey Mulligan in Höchstform äußerst glaubwürdig dargestellt wird.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Als „Wall Street 2“ in Cannes uraufgeführt wurde, war die Enttäuschung groß, zumal der Thriller über weite Strecken weniger Gekko ins Zentrum rückt als seine Tochter und ihren Freund. Auch fallen die Sprüche beim Sequel weniger sarkastisch aus. [...] Oliver Stone ist viel zu clever, viel zu vietnamkriegs- und politprotesterfahren, um im Ernst daran zu glauben, dass eine Gesellschaft, zumal die amerikanische, aus ihren Fehlern lernen könnte. Familie? Ist für Gekko vor allem eine sichere Bank.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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5.5Geht so

Es hat fast ein wenig den Anschein, als würde sich der Film gar nicht wirklich dafür interessieren, was im Hier und Jetzt an der Wall Street vor sich geht. Genau genommen ist das hier nicht mal ein "richtiger" Oliver Stone-Film, denn das Drehbuch stammt nicht aus seiner Hand. Tatsächlich ist es wohl so, dass die Autoren Loeb und Schiff die Idee hatten, ein Sequel zu "Wall Street" zu verfassen [...], auf Basis dieser Idee eine reichlich konventionelle Geschichte entwickelten [...] und Stone schließlich einwilligte, die Regie zu übernehmen. Irgendwann im Produktionsprozess grätschte dann die Wirtschaftskrise dazwischen und wurde entsprechend pflichtschuldig ins Skript eingearbeitet. Mehr aber auch nicht.

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alviesinger: bummelkino

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5.0Geht so

Wie viele New-York-Skyline-Shots kann man in einen Film packen? Wenn es nach Oliver Stones Empfinden für Hochglanzästhetik geht: wahrscheinlich nie genug. Nach 23 Jahren kehrt der gefeierte Filmemacher an die Börse zurück und verzettelt sich in „Wall Street – Geld schläft nicht“ in dem Anspruch eine kritische Abbildung über die immer noch skrupellose Finanzwelt zu schaffen und dabei die Grundzüge der Geschichte des 1980er Jahre Hits „Wall Street“ im Hier und Jetzt fortzusetzen. Sein Sequel leidet unter dem blassen Shia LaBeouf – hier eine klassische Fehlbesetzung. Im Vergleich zu Charlie Sheen, der im Vorgänger die Hauptrolle neben Michael Douglas spielen durfte, geht das „Transfomers“-Milchgesicht im Haifischbecken zwischen den Schwergewichten Douglas, Josh Brolin und Eli Wallach komplett unter. Zudem setzt Stone noch den Weichspüler in Gang und verärgert die Zuschauer und höchstwahrscheinlich auch seine leidensstarken Fans mit einer zähen Vater-Tochter-Verzeihballade. So verkommt die charismatische Figur des fiesen Gordon Gekko anfangs zum schmucken Beiwerk. Viel lieber suhlt sich der politische Filmemacher in platter Symbolik, die andere Kollegen nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden – wie etwa einer geplatzten Seifenblase. So mag für so manchen Stones Sequel ein spannender Wirtschaftskrimi sein, der ethische Grundsätze streifen darf. Für mich ist dieser zahme Balanceakt ein zwei Stunden langer prätentiöser Schwanzvergleich unter Investment-Bankern - und in Betracht auf die Existenz von „Wall Street“ überflüssig.

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Tom S. Jaeger

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das würd ich auch... ich dachte beim lesen nur "wtf?" ... aber späte einsicht is besser als garkeine^^


Tom S. Jaeger

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Btw. gute kritik alviesinger


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.5Sehenswert

Wall Street 2: Geld schläft nicht ist eine unterhaltsame Geschichte über Ehrgeiz, eine Romanze und rücksichtslose Handelspraktiken, aber er scheint weitaus faszinierter als ärgerlich zu sein. […] Es ist ein intelligenter, glänzender und wunderschön fotografierter Film, der sich in dem Milieu auskennt (Stones Vater war Börsenmakler). Aber ich wünschte, er wäre zorniger. Ich wünschte er wäre aufgebrachter.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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6.5Ganz gut

Der Film selbst ist nur ok. Aber Wall Street 2: Geld schläft nicht, der Nachfolger zu Oliver Stones Melodram von 1987, besitzt seine Stärken, vor allem dank der Darsteller.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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5.0Geht so

Gordon Gekko ist zurück und Michael Douglas holt alles aus ihm heraus. Das ist die gute Nachricht. Alles andere in Oliver Stones Nachfolger zu seinem Original Wall Street, der Douglas einen Oscar bescherte und ins kulturelle Gedächtnis einging, riecht nach moralischer Rechtschaffenheit. Wo bleibt dabei der Spaß? […] Stone wusste früher instinktiv, dass eine Moralpredigt auf die Kanzel und nicht ins Multiplex gehört. Das war einmal.

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Ann Hornaday: The Washington Post

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7.5Sehenswert

Stone hat ein Gespür für Timing, Details und Atmosphäre, das sich zur gleichen Zeit authentisch und fantasievoll allegorisch anfühlt.

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Alle Kritiken (23)


Kommentare (99) — Film: Wall Street 2: Geld schläft nicht


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Hfonda15

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Bewertung4.0Uninteressant

Es verwundert mich etwas, dass diese Fortsetzung eines Klassikers von der Community noch mit so stabilen Punkten bewertet wird, wo ich mich hier doch ziemlich gelangweilt habe und die Klasse des Vorgängers vermisste.
Das was man dem Film auf jeden Fall zu Gute halten muss ist Michael Douglas, der die Rolle des Gordon Gekko wirklich total auslebt und alle Szenen mit ihm haben irgendwo was interessantes an sich aber bei den vielen weiteren Negativpunkten die ich hier sehe, schafft es Douglas nicht den Streifen alleine zu tragen.
Zum einen hat man einen ziemlich unpassenden Soundtrack und eine Story, aus der man gerade zur Zeit der Finanzkrise, einiges hätte rausholen können, bei der dann aber doch viel Potential verschenkt wurde. Hier entsteht kaum Spannung, was sicherlich auch an Shia La Beauf liegt, der noch lange nicht an die Ausstrahlung eines Charlie Sheens(aus seinen guten Zeiten) herankommt, der seinen Part im Vorgänger wesentlich besser ausgefüllt hat.
Dass diese Fortsetzung auch nicht an den ersten Streifen ran kommt liegt sicherlich auch daran, dass man sich ab einem bestimmten Zeitpunkt eher auf ein Familiendrama konzentriert als auf ein Wall Street Drama. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich nicht nur der Charakter von Gekko, was seine Rolle doch irgendwo entmystiefiziert, sondern neben Shia LaBeouf den man schon ertragen muss, sieht man hier auch, dass Carey Mulligan ganz schön nervig sein kann.
Wall Street 2 ist einfach viel zu brav inszeniert und hat außer Douglas nichts mehr von der Klasse des ersten Teils.

Mit diesem Streifen hat Oliver Stone sich und seinen Fans keinen großen Gefallen getan und nachdem momentan jeder Hollywoodregisseur aus seinen Projekten unbedingt epische Trilogien machen muss, hoffe ich dass uns ,,Wall Street 3, Geld schläft immer noch nicht" erspart bleibt!

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Benjamin Barker

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Vor den scheinbar absoluten Gurken wie "Alexander" oder "WTC" hab ich mich bewusst gedrückt, aber "Savages" war für meine Begriffe schon 'ne ziemlich ordentliche Nummer.


Hfonda15

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Ja die beiden genannten waren echt mies, musst du dir nicht ansehen, vor allem WTC war richtig schlecht! Aber über Savages bin ich jetzt schon öfters gestoßen und hör eigentlich viel interessantes über den! Ich hoffe mal der übersteigt meine 6er Vorhersage, den hab ich jetzt mal vorgemerkt!


dmtjdc

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Bewertung6.0Ganz gut

Relativ schwach, weil viel zu flach. Zudem nervt Shia La Beouf als grundguter Broker, der den alternativen Energiequellen der Zukunft fast seine gesamten Einnahmen opfert. Ähnlich glaubwürdig: Der Rest vom Film bzw. Carey Mulligan, nach Amanda Seyfried und Michelle Williams die neuste, vornehmlich blasse Kreation aus Hollywoods Klon-Fabrik. Der Film hat nur wenige Highlights anzubieten, das Motorradrennen mit Josh Brolin und der schon im Trailer verbratene Gag mit dem Mobilfunktelefon gehören dazu. Echte Tiefe wird hingegen schmerzlich vermisst. Selbst Gordon Gekko, der absolute Inbegriff des rücksichtslosen Kapitalisten, geriet im zweiten Anlauf erschreckend zahm. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass Michael Douglas zum Zeitpunkt des Drehs mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hatte. Der prinzipiell coole Cameo-Auftritt von Bud Fox ist doppelt daneben, er ist nicht nur schlecht inszeniert, sondern negiert auch noch den Erkentnisgewinn aus dem ersten Teil. Alles in allem ein überflüssiges, an sich selbst sattes Stück Altherrenkino, das seine minimale Relevanz nur dem zufällig passenden Zeitpunkt seiner Veröffentlichung verdankt. Aber schöne Hochglanzbilder.

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sascha.bdolph

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Bewertung1.0Ärgerlich

Habe den Film damals ca. 15 Minuten vor Schluss einfach ausgemacht. Ich muß dazu sagen, dass der erste Teil in meiner Jugend lange Zeit mein Lieblingsfilm war. Umso enttäuschter war ich von der Neuauflage...OK...es gibt auch die ein oder andere gute Szene (z.B. als Gordon sein altes "Mobiltelefon" ausgehändigt bekommt) allerdings übertreiben es die Macher nach meinem Geschmack nicht all zu selten mit derartigen "Insider-Reisen-in-die-Vergangenheit"...Richtig plump finde ich die Szene, als Gecko während einer Veranstaltung auf einen alten Weggefährten trifft und dieser augenscheinlich der Guten alten Zeiten Willen den Satz "blaues Hufeisen liebt Anacott Steel" raushaut. Dieses Zitat mag ja dem ein oder anderen Zuschauer des ersten Teils noch in Erinnerung geblieben sein...allerdings macht er in diesem Zusammenhang kaum Sinn und diente nach meinem Dafürhalten lediglich dazu, den vermeintlich genervten Wallstreet-Fan erneut zum sinnbildlichen Insider zu machen, um ihn irgendwie bei der Stange zu halten.
Ich möchte gar nicht ausschließen, dass dies auch in meinem Fall nicht so gar gelungen wäre, gäbe es da nicht obendrein noch Gordon Geckos Tochter.
Es kommt wirklich selten vor, dass mich Film-Charaktere regelrecht aggressiv machen...und Frauen müssen für dieses zweifelhafte Prädikat entweder schon ´ne ganze Menge Unsinn daher reden oder durch völlig unmoralische Aktionen und Taten auffallen.
Diese Dame hat es allerdings geschafft, durch ihre pure Anwesenheit selten gekannte Hassgefühle in mir auszulösen...ich weiß noch nicht mal genau woran es lag...vermute aber, das dies der für mich unerträglichen Mischung aus weinerlichem Gutmenschentum, Naivität und einer halbgaren Form der Zickigkeit geschuldet war.
Von den optischen (nicht vorhandenen) Reizen einmal abgesehen...

Na ja...passte dann aber auch irgendwie zum Gesamteindruck des Films, wodurch es mir ...trotz des Stellenwertes des Vorgängers... um so leichter fällt, dem Film eben die Note zu geben, die er verdient.

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ShayaNova

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Bewertung4.5Uninteressant

wer damals wallstreet gesehen hat, muss doch von diesem film enttäuscht sein, oder nicht? michael douglas' leistung war passabel, aber ich meine, er war (wohl durch seine erkrankung) bei den dreharbeiten nicht ganz auf der höhe und hat dadurch nicht sein ganzes schauspiellerisches potential entfalten können. dazu die dröge story... kann man angucken, muss man aber nicht.

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bdjunkie31

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Bewertung7.5Sehenswert

Habe Beide Filme in einer BD. Finde beide ähnlich unterhaltsam, jeder auf seine eigene Weise. Der erste geht mehr auf die brokerschiene und die Geschehnisse am Markt ein, der andere mehr an die Emotionale und moralische Seite, zumal der zweite dazu passend auch noch ein aktuelles Thema aufgreift und ich finde gelungen wiedergibt.

Der Cast ist in beiden Teilen gelungen, Michael Douglas liefert ab wie eh und je, aber auch Charlie Sheen und Shia LaBeouf spielen ihre Rollen überzeugend. Es sind ja schließlich auch zwei grundverschiedene Charaktere.
Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, ist in euren Augen Shia LaBeouf auf keinen Fall so gut besetzt wie Charlie Sheen. In euren Augen wird er immer der Typ aus Transformers oder Disturbia bleiben auch wenn er sich bemüht diesen Abdruck loszuwerden.. Ich bin da anderer Meinung, er gerade hat dem 2. Teil eine Frische Brise verliehen und ich finde er ist eine gute Ergänzung zu M.D. Von ihm wird man hoffentlich in den nächsten Jahren noch mehr sehen.

Ich für meinen Teil finde den 2. Teil eh auch besser, weil aktueller und moderner, und gerade auch wegen dem gelungeneren Cast. Der Soundtrack rundet das ganze dann in beiden Teilen dann noch ab. David Byrne hat da einen ordentlichen Job abgeliefert.

Bei beiden fühlt man sich in jedem Fall bestens unterhalten.

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ElMagico

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Bewertung4.5Uninteressant

Wollte Oliver Stone hier zuviel? Oder wusste er eigentlich gar nicht was er will? Oder ist es doch einfach so, dass er einfach nicht mehr so wirklich seinen Finger am Puls der Zeit hat? Denn man hat schon etwas das Gefühl, dass Oliver Stone hier der Realität etwas hinterhechelt. Als ob ihm die Kernthematik von "Wall Street: Money Never Sleeps" selbst etwas überfordert und deshalb den Film mit allerlei Klimbim anreichert. Leider bleibt dieser aber nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern stört den Film massiv, ja lässt ihn stellenweise völlig unglaubwürdig erscheinen.
Wollte man die positiven Aspekte an "Wall Street: Money Never Sleeps" hervorheben, so könnte man ihn als handwerklich souverän betiteln. Es ist halt Stangenware, bei der die eingestreuten Versuche modern zu wirken, fast schon etwas bemitleidenswert sind. Und schafft man es, den Film nicht allzu sehr zu hinterfragen, dann ist er ein mittelmäßiger Wirtschafts-Thriller-Familen-Drama-Whatever-Misch-Masch. Auch zu erwähnen: Michael Douglas kann es noch. Und Elli Wallach ist aus Prinzip ein Pluspunkt.
Gräbt man aber etwas tiefer ist "Wall Street: Money Never Sleeps" eine völlig unausgegorene und unbefriedigende Angelegenheit. Er zieht diese wirtschaftliche Katastrophe auf ein Level von persönlichen Animositäten und stellt sie dadurch ein völlig diffuses Licht für den Zuschauer. Da wird wenig Aufklärung geliefert, sondern noch mehr verwirrt. Falls Oliver Stone dadurch das kalte und egoistische Spiel symbolisieren wollte, durch welches Exzistenzen zuhauf vernichtet wurden, dann ist ihm das ganz gehörig misslungen.
Doch selbst wenn dieser Mittelpunkt des Films gut ausgearbeitet gewesen wäre, hätte er es doch schwer gehabt, gegen all diese unnützen Nebenkriegssschauplätze ankämpfen zu müssen, die Oliver Stone hier auffährt. Diese ganzen Drama-Elemente wirken von Anfang an völlig unglaubwürdig, diese ganze Konstellation ist ein einziges Konstrukt, bei der man sofort weiß, was sie am Ende bezwecken will. Hier soviel an Klischee aufgefahren, dass man für kurze Momente fast etwas fassungslos ist. Und beim Ende winkt man dann eigentlich nur noch ratlos ab.
Oliver Stone war immer ein Mann fürs nüchterne und faktische, keiner der verzauberte, ja noch nicht einmal einer der sonderlich herrausragend Geschichten erzählte. In "Wall Street: Money Never Sleeps" scheint er aber selbst völlig hilflos, der Film findet nie zu einem Punkt, rettet sich von Szene zu Szene und ist am Ende leer wie ein dieser Blasen, um die es im Film so oft geht.
Eine Frage warf der Film aber in mir auf: Wurde diese Rolle so für Shia LaBeouf geschrieben? Oder spielt der mittlerweile jede Rolle einfach gleich? So als Shia LaBeouf-Trademark? Sowas mag ich nicht.
Insgesamt sehr enttäuschender Film.
Elli Wallach war aber cool.

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nerdkiller

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Jupp, der ist wirklich das Highlight.

(Denk dir ein Like dazu, geht grad nicht)


ElMagico

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Ich würde so gern sein Pfeiffen hier irgendwie nachmachen ;)


VIGILANTE84

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Bewertung7.0Sehenswert

Fans des Erstlings trachten nach meinem leben wenn ich das sage ,aber die fortsetzung die ich eigentlich nur zur zeitüberbrückung geschaut habe gefiel mir dann doch irgendwie besser
es liegt ganz einfach an der thematik.....wenn ich Filme schaue möchte ich für gewöhnlich in eine andere welt abtauchen und das bieten mir zwei filme wie wall street dann einfach nicht
ich mag oliver stone ,michael douglas und nun sogar charlie sheen wieder (dessen gastauftritt gefiel mir fast noch am besten) ,aber für mich als klassischen mehrfachgucker bietet wall street keinerlei ''futter''
Ich könnte allerdings auch nicht behaupten,dass ich mich gelangweilt hätte,wie bei ''V wie Vendetta''

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Dady

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man kann die Filme schlecht vergleichen da sie doch ganz schön unterschiedlich sind....man darf ja nicht vergessen das über 20 jahre zwischen ihnen liegen!!


VIGILANTE84

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dass der erste film 20 jaHRE ZURÜCKLIEGT halte ICH IHM SOGAR ZU GUTE (ich bevorzuge nämlich das kino aus den 80er und 90er so wie es auch im profil steht)....der 2. teil war wohl einfach dynmischer inszeniert und bat mir somit etwas mehr


Tom S. Jaeger

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Bewertung5.0Geht so

Alles in allem ein echter Reinfall. Viel zu zahm. Ganz anders als der Vorgänger. Anstelle der großen Systemkritik bekommen wir lauwarm servierten Brei. Mal hier ein bischen mal dort ein wenig aber der Kapitalismus wird sogut wie garnicht angegriffen. Echt Krass wie sehr das Ende und die Botschaft sich vom ersten Teil unterscheiden. Auch das Ende des ersten Teils wird mit Sheens Cameo ad-absurdum geführt.

Da hätte man so unglaublich viel mehr draus machen können - grade im Kontext der Finanzkrise. Mal ganz davon ab das der ganze Film sehr schwer verständlich gemacht ist. (Im Gegensatz zum ersten Teil - was dadran liegen mag das es wahrhaft komplizierter geworden ist ...) Es entsteht keine Bindung zu den Akteuren und naja... ansich ärgert man sich die ganze Zeit über einen haufen völlig bekloppter Menschen. Sie, ganz vorne mit dabei. ich meine wäre sie wirklich eine "linke blog-autorin" ... sie würde sich nicht so verhalten und würde garantiert nicht mit diesem Eckelpacket ins Bett gehen. Ich meine von welchem Links wird hier gesprochen? Wohl eher das "links" der FDP - nicht das "Links" von Bakunin und Marx. Schade... wo ich den ersten teil wirklich für seine Scharfsicht und seine Anklage bewundere... Vllt. hat Stone seinen Biss verloren... oder es ist ihm zu Anstrengend geworden zu kämpfen.

Selbst mit der einen Mission die der Film hatte ist er gescheitert: Gekko als Bestie darzustellen. Hier wird der Turbo-Kapitalist auf einmal wieder Menschlich - warum? Das Schadet alles so unglaublich der Botschaft von Teil Eins. So können X-Banker wieder kommen und ihn sich als Vorbild nehmen. Auch fehlt der zusammenhang zwischen Turbo-Kapitalismus und vernichtung von Leben. Waren im ersten Teil noch sehr oft Obdachlose in den Szenenbildern zu sehen so fehlt die Schere "Arm/Reich" hier total. Die ganze Anklage fehlt und das Ende mit der Party auf dem Dach ist entweder unglaublich zynisch oer einfach unglaublich bescheuert.

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philipp.warnke

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Bewertung6.5Ganz gut

eines vorweg: ich hab den brillianten und hochgelobten ersten film noch nicht gesehen, da ich erst den umstrittenen zweiten teil sehen können ohne beeinflusst zu werden, da ich finde, dass man filme, egal ob sie in einer franchise sind, für sich alleinstehend beurteilen sollte:

dieser film bietet durchaus gelungegen unterhaltung, michael douglas spielt seinen gordon gekko wirköich mit herz und seele und shia labeouf macht auch eine gute figur als junger broker mit grüne-energien-ambitionen

außerdem ist die gut geschrieben story sauber nd gut erzählt und durchaus aktuell.
selbstverständlich muss man sich durchaus mit einigen begriffen aus der börse und finanzwelt auseinandersetzen, denn sonst bleibt man durchaus verwirrt zurück

aber alles in allem ein guter, wenn auch nicht sehr guter film über börsen-angelegenheiten...auch wenn diese , dem zwischen-menschlichen bereich ein bisschen sehr weichen mussten

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Janus Winter

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Bewertung5.5Geht so

Von OS hätte ich zum Thema Wallstreet mehr erwartet als ein Familiendrama mit ein paar Machtspielchen.

Bunnyfaktor: 6

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Wurfmaul

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Bewertung5.0Geht so

Ganz in Ordnung - der Schluss war mir doch ein wenig zu platt, naja... vielleicht macht Oliver Stone "NBK Teil 2" - ob ich mir den dann ansehen würde sei dahin gestellt.

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Janus Winter

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was soll nbk sein?


Wurfmaul

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Natural Born Killers :)


Freidenker

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich würde Lügen wen ich sagen würde ich habe mich schlecht unterhalten gefühlt,"Wall Street: Geld schläft nicht" ist an sich kein schlechter Film,doch leider kann er einfach nicht an seinen hervorragenden Vorgänger anknüpfen.
Das große Problem ist,das was hier auch schon etliche male angeführt wurde,nämlich das "Wall Street: Geld schläft nicht" eher ein Familien und Beziehungdrama als ein Börsenthriller ist.
Man hat einfach erwartet das es um hochspekulative Geschäfte und die Gier des Geldes geht,vor allem da man eigentlich perfekt an die Finanzkrise hätte anknüpfen können.
Dennoch muss ich sagen das man davon mal abgesehen eigentlich recht gut unterhalten wird,der Film ist über weite Strecken recht Temporeich inszeniert und auch im großen und ganzen gut Besetzt.
Wen man daher von der etwas fehlenden Kritik an den Finanzmärkten und dem leider sehr kitschigen Ende absieht ist "Wall Street: Geld schläft nicht" ein doch recht sehenwerter Film.

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craax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Jammer ist es, durch’s Internet zu zappen und sich all die geistverlassenen, gedanken- und reglosen Anmerkungen von Glotzern durchzusehen, die überwiegend dieses neue Werk von Oliver Stone begrüßen, und bei denen scheint’s allein die Augen Zeugen von dem zu werden anschicken, was sich auf der Leinwand hoffentlich möglichst laut, schnell bunt und kraß ereignet. Ich persönlich bin ein höchstens durchwachsener Anhänger dieses speziellen Filmschaffenden; aber man muß ihm seine Meriten lassen (JFK oder Thirteen Days sind ziemlich klasse).
Wie viele finde ich dennoch Oliver Stones Filme zu plakativ, demonstriert und wenig tiefschichtig; zu ideologisch, trendsetting und einfach strukturiert. Er hat keine Größe; es ist ein wenig zuviel blutleere Intellekts-Recapitulatio, „linker“ Welt-Vereinfachungs-Totale darin. Trotzdem mag diese Weltsicht zwar simpel,- doch nicht grundlegend falsch liegen. Das wäre sie nur, wenn sie behaupte, sie in ihren Grundfesten umfassend zu definieren; das tut sie jedoch meines Wissens nicht. Sie beobachtet Teilaspekte; und in den Grenzen des beobachteten Areals stimmen die Thesen. Das einzige, was fehlt, ist ein klarstellendes Statement: das sie nur ein perspektivisches Bruchstück darstellen,- und nicht den ganzen Menschen wollen.
Ich denke mir, das viele „den Fehler“ O. Stones auch in meinem Schreiben konstatieren: eine zu einfache, plakative Weltsicht und Schwarz-Weiß-Malerei. Diese Übertreibungsmanie, um die Proportionalverhältnisse besser herauszumeißeln, hat jedoch einen Vorteil: sie ermöglicht klare Standpunkte und Entscheidungen, Für und Wider. Keine Weichspülerei ; kein unentschiedenes Verständnis für alle möglichen Sichtweisen; keine Ambivalenz; kein endloses Gerede; Ein Punkt am Ende des Satzes, der das Ende einer Darlegung markiert. Dieses (Enden) ist künstlich? – aber nützlich. Ein nachdenkenswerter Monolog ist manchmal produktiver als ein nicht enden wollender Dialog. Die vertretene Meinung darf ruhig einfach sein – sie darf nur nicht ZU einfach sein. Sie darf nicht ZU dumm sein.
Und diesen Vorteil bietet das Werk O. Stones (meiner Ansicht nach) zweifellos : einfach, aber prinzipiell richtig; und mancher provokative Satz klotzt goldrichtig. Schließlich sitzen wir im Kino und nicht zusammen beim Tete an tete auf der Couch, wo es nerven würde, mit jemandem nur über publikumswirksame Statements zu verkehren. Aber es ist ja eben nicht so: Kino ist öffentlicher Raum und keine private Plauscherei. Öffentlich darf auch schon einmal der Holzhammer winken, um eine markante Duftspur am Straßenstiefel ruhig zu hinterlassen (Goethe: „Sobald man aus dem Hause tritt...“) – wenn es nur nicht die heimischen Pantoffeln sind, die über den familiären Velours streifen. Und der Holzhammerzuschlag: scheint, man sehe die Spur-Schneise, die Wall Street 1 hinterlassen hat (das vielen gefiel) durchaus positiv registriert worden zu sein.

Die Verwüstung, die der Fortsetzungs-Teil 2 nun hinterläßt, scheint anderer Natur zu sein – warum eigentlich frage ich mich, wieder einmal so sehr wie vergebens. Was ich sah, war ein überraschend würdiger, ja in vielem sogar abgeklärterer und stoff-durchdrungener- und beherrschenderer Überblick über den Motor, der die Moderne der Gegenwart (des beginnenden Einundzwanzigsten Jahrhunderts), die mitzuerleben uns aufgegeben ist,- antreibt: Geld, Geld-„Wesen“ und „globale Finanzmärkte“. Das ist alles ein viel zu grobschlächtiges und persönliches Fazit einer viel komplexeren und undurchschaubaren Maschinerie, zumal es negativ ausfällt? Auf Banker und die leidige Erfindung des Geld-Tauschmittels zu schimpfen ist zu sehr en vogue,- und einfach? Karl Marx ist Doktrinär von Vorvorvorgestern,- wenn die Information in fünf Minuten alt ist und abends ein Dinosaurier?

Ich widerstehe der Versuchung, ins Detail zu gehen. Vielen hat der Fortsetzungs-Versuch „Geld schläft nicht“ nicht gefallen, O.S. hätte den Biß verloren; ich sehe, das er, ohne preiszugeben, was dem Original Biß verlieh, ersetzt hat, was dem ersten Teil fehlte und abging; den Blick über den vielgeschmähten Tellerrand hinaus, auf das, was den Broker, nach seinem bitteren Feierabend, weiterhin noch umgibt, und was auch nicht untergehen wird, wenn die Finanzmärkte – Vögelchen fft fft fft, wie der uralte halbsenile Banker macht – endgültig kollabieren (werden) – weil sie es tun werden. Sie werden es tun. O. S. sagt es voraus: noch sieht er aus wie ein alter seniler Dinosaurier; wenn der Moment da ist, wird anderes zu tun sein. O.S. redet in der Wüste gegen Mauern; schade, das niemand zuhört, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Es ist nicht das erste Mal. Wie gesagt, wir schreiben 2011 (im Moment ich dies schreibe). Vielleicht lesen sich diese Zeilen (besser spielen sich diese Bilder) in einigen Jahren, vor jüngeren Augen, anders. Meine Gegenwart ist blind,- so blind as can be. O.St. weiß das.

Ich sagte, wall sreet 2 enthält über das hinaus, was dem ersten Teil fehlte, das, was nicht untergehen wird, wenn die Welt zerbricht. Die Familienschnulz-Kitschigkeit bricht dem Film vielen Zuschauern gegenüber das Genick, wenn noch von Zeit-Duselei statt von gierigen Dollars die Rede ist.
Die Antwort, die Stone im zweiten Teil findet, mag unerträglich simpel sein: doch Menschen werden geboren, hoffentlich (meiner Meinung nach) in einer Zeit, wenn die krude seelenlose menschenfressende Geldmaschinerie meiner Zeit in den Geschichtsbüchern steht; Sie dürfen lachen und mein Statement endgültig ad acta legen. Lachen Sie ruhig, Lachen Sie von Herzen. Ich lese stattdessen,- was Sie nicht tun, weil Sie viel zu sehr mit der Gegenwart beschäftigt sind, und in allen Zeiten nur die Gegenwart sehen, in den Geschichtsbüchern, und ich tue es wirklich. Der Mensch war nicht immer so, und die Zeiten waren es auch nicht. Sie waren, hört hört, zumeist anders...besser. Sparen wir uns die Diskussionen, Sie wollen nur Recht behalten. Das Wissen ist da, es liegtg unbenutzt herum, zu Ihren Füßen; Nehmen Sie es auf, oder lassen Sie es sein, auf Sie kommt es nicht an, nicht einmal auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten, der ein – wie sind Sie?- wirklich mächtiger Mann ist. Aber nicht so mächtig wie die Zeit. Wer war Ulysses S. Grant?-

Sie finden die Schwangerschaft der Gekko-Tochter kitschig? Aber nicht doch. Sie bringt dem Film genau die Pointe, die gefehlt hat. Das in sich kreisende System, das momentan scheinbar die Welt beherrscht, ist unschlagbar, solange man die Grenzen eben dieses Systems nicht überschreitet. Die Schwangerschaft bringt die Welt wieder ins Spiel: das, was übrig bleibt (bleiben wird), wenn die hausgemachte Menschenmisere untergeht, wie das römische Imperium, das lange unfaßbar für unsterblich gehalten wurde. Imperien aller Art scheinen nur solange unsterblich, wie sie am Leben sind. In der Agonie dagegen scheint es unfaßbar, wie sie solange für lebendig gehalten werden konnten.
Keines von ihnen ist noch da, der zahllosen, übermächtigen Reiche. Das Geld ist zwar immer noch da, die Gier, der Krieg, die Armut, die Ungerechtigkeit, zugegeben ; aber der Mensch ebenfalls, und immer noch
geht jeden Morgen die Sonne auf, und werden Menschen geboren.
Wie lange noch?
Aber zu glauben, das der Dollar länger leben wird, als die Wesen, die ihn drucken: das ist blöd.
Das Fazit von Wall Street ist, einerseits, ziemlich hoffnungslos und desaströs. Er bietet keine Lösung (die es nicht gibt) an. Niemand weiß, nicht wie es enden wird, das weiß jeder, sondern wann es enden wird. Es bleibt nur eines: wenn es geendet haben wird, wird eines noch da sein, in welcher Form und Qualität ( und, furchtbar zusagen oder auch nur zu denken, ZAHL auch immer) - der Mensch. An sich. Die Welt wird noch da sein, in welchem Zustand auch immer sie aus dem Crash hervorgehen wird. Es kommt auf uns an : was wir übrig lassen wollen, an Glauben.
Viele gefallen sich in krudestem, Realismus genannten, Pessimismus und Weltuntergangs-Lustglauben. Sie zerstören mit Hingabe jedes noch so gering erscheinende verbliebene Hoffnungs-Hintertürchen und Entwischens-Fünkchen. Sie setzen auf die Mars-Zivilisation, bevor das Krebsgeschwür Gier sich auf den Kosmos ausbreitet,- um auch anheischig ihn fressen zu können zu vermeinen . Sehen Sie’s nur so; derjenige, dem Sie mit diesem Worst-Case-Szenario am meisten Schaden zufügen und irreparabel blockieren, sind Sie selbst.
„Es kostet mehr Energie, eine Neurose aufrecht zu erhalten, als ihre Ursachen zu beseitigen“.-
Wie lange wollen Sie noch linienförmig mit dem Strom treiben,- bevor Sie, zu Ihrem Besten, sich ans Ufer retten, um etwas Glauben nicht an die Menschheit, sondern an Sich aufzubieten? Fuck auf die Menschheit – retten Sie nicht sie, da müssen Sie lachen, sondern retten Sie sich. Tun Sie es um Ihrer selbst willen – fangen Sie damit an, ein besserer, unbelohnter Mensch als Ihre Umgebung zu sein. Wenn niemand es Ihnen danken wird- danken Sie einfach sich selbst. So einfach ist das. Grotesk? Schwarz-Weiß? Fehlende Grautöne? Grau, lieber Freund, ist alle Theorie – es ist in Ihrer Hand, Ihr weißer Ritter zu sein. Machen Sie sich lächerlich, nur Mut. O. Stone hat ihn. Was kümmert’s? Lassen Sie sich einen Narren schelten,- noch schlimmer, medioker und kitschig! Spießig! Dämlich! - es kümmert niemand,- in zweihundert Jahren. Nur diejenigen, die, vielleicht, den Mut hatten, sich zu weißen Rittern zu deklarieren, ohne allzuflach allzudumm tatsächlich zu sein,- weil Sie einfach die grundlegenden einfachen Dinge sahen, und sie sind simpel,- den Mut hatten, sie wahrzunehmen, werden vielleicht erinnert werden. Weil das einzige, was der Mensch immer wieder ansieht und nicht müde wird zu bewahren,- das glänzende Unschulds-Weiß der puren Reinheit ist. Es ist kitschig, aber es ist so. Blöd, aber ist so. Banal, aber so ist’s. Brutal simpel, aber Fakt. Der Intellekt Plotins ist tot, und die Volksseelenmassage Jesus lebt. Sie müssen’s ja nicht, wie dieser, übertreiben. Es genügt, wenn Sie’s nicht bis zum Papst bringen. Aber glauben Sie mir: wenn Sie an nichts mehr glauben, nicht einmal an sich, wird Ihre Asche schneller verwehen als der Rauchkringel einer Zigarette Zeit hat, Ihren Lippen zu entweichen.
Was Sie sehen, ist Zeit: und glauben Sie mir, sie ist die wahre Herrscherin der Dinge. Und eine Schwangerschaft, symbolisch genommen, in Folge wie sie sich seit Jahrmillionen ereignet, lachen Sie nur, lachen Sie nur, kompensiert spielend alle Finanzmärkte der Welt seit Anbeginn der Zeiten, und wird das Wunder sich ereignen lassen, wenn sie alle längst vergangen sein werden. Das Gedächtnis der Welt ist nicht auf Papier gedruckt. Die Zukunft, der Vorrat der Zeit ist unabsehbar. Ihr Blick ist gefangen und trübe von Gegenwart. Sie sind, wie der Film sagt, ein bemitleidenswerter Mensch, wenn Sie nur über so wenig davon, wie Sie gerade offensichtlich in der Lage sind davon absehen können,- verfügen. - Ich freue mich, wenn Sie trotzdem immer noch hier sind, zu Ihrem Amüsement beigetragen haben zu dürfen. Sehen wir uns noch?

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Jan Terzky

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Bewertung6.5Ganz gut

Die von vielen hier geäußerte Meinung, Teil 2 sei nicht so gut wie der erste, ist wohl richtig. Es fehlt einfach die atmosphärische Dichte, jetzt wirkt vieles doch recht klischeehaft. Genauso ist es mit der häufig kritisierten Vater-Tochter-Geschichte: Es ist zweifellos wahr, dass auch Spekulanten solche familiären Probleme haben, aber andererseits hat es mit dem Thema des Films eigentlich nichts zu tun. Dieser Aspekt macht das Handeln von Gekko und die Finanzwelt nicht verständlicher. Trotzdem sah ich den Film gerne an, allein wegen des unglaublich guten Michael Douglas. Da ist es zu verschmerzen, dass Shia LaBeouf recht unaspiriert spielt, vielleicht sind aber Banker auch so...

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A_Frame_Of_Mind

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Bewertung6.0Ganz gut

Etwas weniger Familiendrama hätte dem Film auf jeden Fall gut getan. Noch dazu wirkt das kitschige Ende völlig unpassend. Stattdessen hätte man lieber Josh Brolin etwas mehr Screentime geben sollen. Sein Bösewicht bleibt den ganzen Film über völlig blass. Die grandiose Leistung von Michael Douglas reißt allerdings einiges raus und der Auftritt von Charlie Sheen ist einfach nur saucool.

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Oliver0403

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Bewertung6.0Ganz gut

Etwas schwächer als das Original aber trotzdem recht unterhaltsam.

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littledrummerboy01

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Bewertung3.5Schwach

Thema ist gut, ein paar Szenen sind auch ganz gut, der Cameo von Sheen ist einfach nur der Brüller, aber das Ende - also da war Stone schon mal besser (siehe Wall Street 1). Vielleicht hätte man es ja einfach beim Börsendrama lassen und nicht auch noch ein Familiendrama mit dazu bringen sollen. Vor allem dann zum Schluss besagtes und teilweise nicht schlecht aufgebautes Börsendrama durch eine überkitschige, überamerikanische Familienszene zu lösen, das war schon ein Geniestreich, wirklich. Wer die Idee hatte, der sollte extra Geld kriegen. Vielleicht setzt er sich dann zur Ruhe. Wirklich eine ziemlich ärgerliche Verschwendung einer durchaus guten ersten Hälfte, eines brillanten Casts und einiger toller Bilder. Michael Douglas hätte einen besseren Film verdient, um mit diesem in seine Paraderolle zurück zu kehren.

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angelmoonsoul

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Bewertung5.5Geht so

Ja, das Thema des Filmes ist ja ganz interessant. Ich fand den Film aber dennoch an manchen Stellen nicht so prickelnd. Carey Mulligan fand ich sehr gut, in ihrer Performance als Töchterchen aus reichem Hause.

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Darth_Lu

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Bewertung3.0Schwach

Selten so enttäuscht gewesen. Es handelt sich mehr oder weniger um ein verdecktes Familiendrama, mehr nicht. Schade.

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Abettertomorrow

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Bewertung4.0Uninteressant

Kein leider in keiner Art und Weise an den Vorgänger anknüpfen und scheitert so ziemlich. Shia Laboeuf ist wie fast immer grandios fehlbesetzt.

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