RoosterCogburn

user content

RoosterCogburn aus Spaß an der freud heißt Phil Peroveo. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 3396 Filme bewertet und legendäre 2135 Kommentare geschrieben. Liz Taylor sagte einmal: "Meine Leidenschaften bestimmen mein Leben" Zu meinen Leidenschaften gehört alles rund um Filme & Filmschaffende. Ich scheiss aufs Geschmacks-Barometer, bei mir ist grundsätzlich jeder pilot willkommen. Bin inzwischen a bisserl Old-School, doch das "stört keinen grossen Geist". Film-Wertung: Sehenswertes bekommt 7 Pkt (oder mehr); durchschnittliches zwischen 6.5 und 4 Pkt; schlechte Filme bleibt unter dieser Marke. Ich bin weder Filmkritiker, noch Cineast. Doch als Filmfreund sage ich hier meine Meinung zu Filmen. moviepilot needs me! I luv this fucking community. Weiteres über meine Person, könnt Ihr dem frimeligen Fragebogen entnehmen http://www.moviepilot.de/news/7-fragen-an-roostercogburn-127564 "Sind Sie nicht manchmal entmutigt?"-"Wer ist das nicht. Aber dafür gibt's Zigaretten und Videofilme." ["Der Schwarm" von Frank Schätzing] Mehr


Starbuck
Starbuck

RoosterCogburn 5.0 "Geht so"

In dieser franko-kanadischen Komödie erfährt ein Looser, der sich früher ein Zubrot durch Samenspenden verdient hat, das er außergewöhnlich fruchtbar gewesen ist. Wer all zu häufig Samen spendet, muss drastische Spätfolgen fürchten. In diesem Fall wurde unser „Held“ Vater von 533 Sprösslingen. Zu seinem Entsetzen wollen ihn 142 davon kennenlernen und reichen eine Sammelklage gegen die Klinik ein, weil herausgekommen ist, das ein Einzelner unter dem Pseudonym „Starbuck“ mehrfach Samen gespendet hat.
Starbuck entwickelt sehr schnell und leider arg vorhersehbar eine Art Verantwortungsgefühl für seine Nachkommenschaft. Er ignoriert den Rat seines Freundes und Anwalts und öffnet eine der ihm zugesandten Akten nach der anderen. Dadurch zerbricht die Handlung ins Episodenhafte. Diese Häppchendramaturgie hebt zwar einerseits den Unterhaltungswert, doch den Figuren wird man damit nicht gerecht. Was noch als unbeschwerte Unterhaltung beginnt gleitet ab in eine schwer erträgliche Gefühlsduselei, welche von netten Gags gespickt wird. Der nichtsnutzige, aber liebenswert tapsige Held Starbuck ist das große Pluspunkt und tragende Figur dieses Großstadtmärchens, dem man ebenso wenig böse sein kann, wie seiner Hauptfigur. Trotz diesem zuckersüssen „Hab-dich-lieb“ happy ending.

Mein Fazit: Starke Voraussetzungen, sehr guter Beginn und ein toller Hauptdarsteller trösten mich nicht darüber hinweg festzustellen, das der Film mich nur bis etwa zur Mitte gut unterhalten konnte. Danach ging es einfach nur noch abwärts. Wer auf „Schmusi-musi“ und „umarme-mich, dann-ist-alles-vergessen“ als Lösung aller Dinge steht, der ist hier gut aufgehoben.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Die Vermessung der Welt
Die Vermessung der Welt

RoosterCogburn 3.0 "Schwach"

Der Bestseller galt als unverfilmbar. Die fiktive Doppel-Biografie über den Mathematiker Carl Friedrich Gauß und den Naturforscher Alexander von Humboldt war auch international ein grosser Erfolg. Der deutsche Roman war 2006 weltweit das zweit meistverkaufte Buch des Jahres (lt. New York Times). Bei einer solchen Vorlage erwarte ich dann etwas ensprechendes, wenn ich dann höre oder lese das es eine Verfilmung gibt. Nicht unbedingt Regisseur Detlev Buck oder Florian David Fitz, obwohl die beiden sich hier noch am besten geschlagen haben. Ich habe eher eine internationale Produktion in Richtung "Cloud Atlas" erwartet. Aber bildgewaltig ist Bucks Film geworden, das muss man ihm lassen. Sehr schöne Kameraführung.
Und sonst?! Joaa. Hm. Ein paar Türen hatten hübsche Beschläge ...

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ein riskanter Plan
Ein riskanter Plan

RoosterCogburn 6.0 "Ganz gut"

Wenn man sich, so wie ich, mit Unkenntnis über die Handlung auf einen Krimi der B-Picture Sparte einlassen mag, wird man hier ganz gut bedient. Obwohl ich zu früh ahne, warum der "Mann auf dem Sims" (Originaltitel) steht, kann der Debütfilm des dänischen Drehbuchautoren Leth mich zwar nicht überraschen, doch dennoch unterhalten.

Die Besetzung ist mir eher unbekannt. Der größte Star ist hier für mich noch Ed Harris als skrupelloser Antagonist in der Handlung. Die Emmy-ausgezeichnete Kyra Sedgwick („The Closer“) darf in ihrer Nebenrolle als TV-Journalistin das weibliche Arschloch geben. Einige werden bestimmt auch Jamie Bell erkennen. Sam Dingbums sehe ich zum ersten Mal in einer annehmbar interessanten Hauptrolle. Doch wer, zum Teufel, ist Elisabeth Banks, Anthony Mackie oder Genesis Rodriguez? Eine Kinokoriphäe, zwei, drei bekannte Gesichter und einige die man aus Fernseh- und Billigproduktionen kennt. Von dieser Perspektive her, würde ich den Film eher als B-Film einstufen. Was ihn aber nicht vor vorne rein schlecht macht. Man sollte nur seine Erwartungen nicht zu hoch stecken.

Leider nicht immer plausibel und logisch, wird eine Geschichte erzählt die mehrere Genres streift (Drama, Polizeithriller, Caper-Movie). Das hebt in diesem Fall den Unterhaltungswert des Streifens. Die durchschnittliche bis nicht beachtenswerte Leistung der Besetzung, versetzt mich allerdings nicht gerade in Begeisterung.

Effektiv also leicht überdurchschnittlicher Movie-Junkfood für Zwischendurch. Kann man mal, aber muss man nicht.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

fuerchtegott

Antwort löschen

Schrecklicher, vorhersehbarer Film.


Carrie
Carrie

RoosterCogburn 4.0 "Uninteressant"

Carrie hat schwer zu leiden. Ihre höchst fundamentalistisch-katholische Mutter, die sie krampfhaft am Heranreifen hindert, hält jeden möglichen Gedanken ihrer Tochter für Sünde. Die Welt ist schlecht. Gott ist die Erlösung. Aber Carrie möchte einfach nur ein Mädchen sein. Das sie das nicht ist, merkt sie als sie ihre telekinetischen Kräfte entdeckt.
Soweit so gut. An sich hat man bei dieser Neuadaption von Stephen Kings Debütroman nicht viel verändert. Aus meiner Sicht irgendwie zu wenig. Der Storyplot ist derselbe wie bei De Palmas Umsetzung. Ich frage mich, wollte man eine Neuverfilmung von De Palmas „Carrie“ machen? Hier sind manche Szenen und Sequenzen bei ihm abgeschaut worden. Was vor allem bei der Duschszene unsinnig ist, denn De Palma hat sein grosses Vorbild Hitchcock zitiert. Das scheint Kimberly Peirce gar nicht erkannt zu haben. Sie plagiiert einfach De Palmas Version und übernimmt komplette Kameraeinstellungen.
Die Dramaturgie lässt hier zu wünschen übrig. Da hilft es auch nicht, wenn man Julianne Moore mehr Screen Time gibt als notwendig. Auch wenn sie gut gespielt hat. Die Eröffnungssequenz suggeriert von vornerein das ein negatives Verhältnis zwischen Mutter und Tochter herrscht. Das hat De Palma in seinem Psychodrama einfach besser gemacht. Die Antagonistin der Mädchen-Clique wurde hier sehr blass und einseitig dargestellt. Und anscheinend reicht der subtile Horror des Originals nicht mehr aus, hier legt Carrie gleich die halbe Stadt in Schutt und Asche. Ausserdem erscheint mir Chloë Grace Moretz als Carrie viel zu gut aussehend und daher fehl besetzt.

Mein Fazit: Lieber zum Klassiker von '76 greifen!

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

Kara92

Antwort löschen

Also ich schließe mich Rooster an, besonders, wenn man das Original mit Sissy Spacek kennt, die für mich immer noch die einzig wahre Carrie bleibt. Ich finde auch, das Moretz einfach zu hübsch, für mich sogar zu auffallend für die Rolle ist: volle Lippen, ausdrucksstarke Augen und die Haare sitzen in den meisten Szenen wie frisch vom Friseur. Chloe Grace Moretz strahlt auch an sich viel zu viel Selbstvertrauen aus, als wirklich in der Rolle der Carrie ernst genommen zu werden.
Sie wird vielleicht nicht nur wegen ihres Aussehens gehänselt (wobei wie sie sich kleidet für mich zu Aussehen gehört) aber dass sie zusätzlich zu ihrem Familienhintergrund und ihrem Verhalten auch noch der Inbegriff der Grauen Maus ist, spielt für mich immernoch eine große Rolle und sollte doch bei einem Remake mitbeachtet werden und nicht mit dem Denken an die Suche nach einer Schauspielerin gegangen werden "Egal, nehmen wir halt eine hübsche und ziehen sie dafür hässlich an und machen sie noch einen Tick irrer"


RoosterCogburn

Antwort löschen

@Faultier: Erst einmal vorweg: In meinen Kommentaren spreche ich von meiner subjektiven Wahrnehmung. So wie ich den jeweiligen Film empfunden habe. Ich kann hier nicht für andere sprechen und das möchte ich auch gar nicht. - Natürlich spielt ihr Sozialverhalten und der psychische Druck in der Erziehung der Mutter eine große Rolle (das habe ich aber bereits erläutert). Carrie wird von ihrer kompletten Umgebung unterdrückt. Sie wird in einer oberflächlichen Gesellschaft nicht akzeptiert. Es ist die Erziehung der Mutter, die sie so unselbständig und zurückhaltend sein lässt (übrigens ein negativer Kritikpunkt an dieser Verfilmung, weil er hier schlecht adaptiert wurde). Es ist auch (ursprünglich) ihr Aussehen UND Auftreten, das ihre Mitschüler dazu verleiten lässt Carrie zu hänseln. Sieh dir mal die diversen Verfilmungen genauer an. In allen wird sinngemäß erwähnt "Schau' dir Carrie mal an. Wie die schon rumläuft. Wie die aussieht." Das bezieht nicht nur auf ihre Kleidung. Sondern auf ihre Optik und ihr Erscheinungsbild. Carrie ist unscheinbar, nicht weiter auffallend, eigentlich ein hässliches Entlein. Und will ursprünglich durch nichts die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Erst die Umstände in der Handlung bringen sie dazu, das sich dies ändert. Deshalb mein Fazit: Moretz passt optisch nicht in die Rolle. Abgesehen davon war sie darstellerisch eh ziemlich farblos und eine Enttäuschung.
@Kara92: Danke für deine Meinung. Habe gerade dein Comment gelesen. Kann deinem Text aber nicht zustimmen. Ich meine, diese Neuverfilmung kann man sich höchstens geben, wenn man noch keine bessere "Carrie"-Verfilmung gesehen hat. Selbst der TV-Film war (abgesehen vom veränderten Ende) spannender, weil differenzierter und näher am Roman.


Ender's Game - Das große Spiel
Ender's Game - Das große Spiel

RoosterCogburn 2.0 "Ärgerlich"

Ein beinah dreißig Jahre alter, mehrfach ausgezeichneter Science-Fiction-Roman diente dem Drehbuchschreiber als Vorlage. In der Besetzung sind neben bekannten Alt-Stars auch vielversprechende (sogar oscarnominierte) Jungdarsteller zu sehen. Das sind doch eigentlich gute Grundvoraussetzungen oder irre mich?
Der Film bietet auch 'ne tolle Optik und kann visuell beeindrucken. Aber die Handlung ist letztendlich zusammengeschustert bis zum geht nicht mehr. Alles mehr oder minder schon da gewesen. Das geht schon damit los das unser Protagonist DER Auserwählte ist. Nur ER kann die letzten Menschen retten. Frage an die Gemeinde: Aus welchem klassischen Sci-Fi-Film kennen wir die Nummer? Richtig. Und selbst dieser hat den Plot nicht erfunden, aber populär gemacht. Dann ist die ganze Wichse so wahnsinnig militaristisch aufgebaut. „Ja, Sir. Nein, Sir. Jawohl,Sir – Nach dem ich mir einen von der Palme gewedelt hab, melde ich mich gehorsamst ab, Sir. Wird gemacht, Sir.“ Boah, zum aus der Haut fahren die Scheiße. Und das soll FSK 12 sein? Obwohl, wahrscheinlich der durchschnittliche 13jährige von heute würde die Propaganda-Kacke ignorieren und voll auf die stupide Geschichte abfahren.

Aber jeder der das Teenagerdasein verlassen hat und beim Stuhlgang nicht auch das Hirn mit runter gespült hat, dem fällt auf was einem hier für Mumpitz geboten wird und wie mies sich sämtliche Schauspieler anstellen. Das ist nur agieren, jedoch kein „acting“. Dann sind die Figuren selbst vollkommen unglaubwürdig. Eine Horde 11 bis 14-jähriger wird in eine Art Boot Camp dazu ausgebildet mit milliardenschweren Waffen rum fuchteln zu können um auf Aliens loszugehen, die uns (in der Zukunft) vor fünf Jahrzehnten einmal angegriffen haben?! So etwas prinzipiell bescheuertes. Hat der Autor der Buchvorlage das sich wirklich genauso ausgedacht? Ich will nicht mit Realismus anfangen, das hat hier nichts zu suchen, aber das ist einfach unglaubwürdig. Vor allem scheint in der Zukunft niemand etwas dagegen zu haben. Jeder findet das prima das Kinder in den Krieg ziehen. So ist der Mensch aber nicht gestrickt. Und dann wartet man ja auf die „Kampfhandlungen“. Na gut, dann zeig mal wie die das machen. Wer darauf hofft, das die Kinder mit Raumanzügen in coole Raumgleiter steigen und im Weltraum was abliefern, ist auf dem Holzweg. Die delegieren bloss. Im Endeffekt sieht das genauso aus als wenn ich der Tochter meiner Nachbarin beim zocken am PC zuschaue und ist genauso „unterhaltsam“. Und zum Schluss zieht man noch die Notbremse um die faschistischen Tendenzen und die verlogene Konstruktion etwas in den Hintergrund zu rücken. Ender hinterfragt das getane.

Ärgerliche Adaption eines bekannten Military-SF Romans, in dem die glaubwürdige Beschreibung militärischer Konflikte und die kritische Auseinandersetzung mit Krieg und seinen Folgen, gar nicht filmisch umgesetzt wird.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

RoosterCogburn

Antwort löschen

Danke. Schön das nicht nur ich das so sehe. Habe gerade dein treffendes Kommentar gelesen (und geliket). Was mir gar nicht passt, ist das die Schwerpunkte dieser Adaption so verschoben worden sind. Auch wenn icch die Vorlage nicht selbst gelesen hab, doch wenn ich denen Glauben schenken darf, die diese kennen, dann ist diese differenzierter. Wie ich im letzten Absatz schrieb, sie setzt mit dem Krieg und seinen Folgen auseinander. "Ender's Game" hingegen grenzt an einer Glorifizierung, wenn die letzten 20 bis 30 Minuten nicht wären.


lieber_tee

Antwort löschen

Ja, ich gehe sogar noch weiter. Gerade diesen "Umschwung" im letzten Teil des Films finde ich sehr zwiespältig und ärgerlich. Siehe mein Text.


Mareike Carrière

RoosterCogburn

Vor Jahren habe ich die Vollblutschauspielerin auf der Bühne sehen dürfen. Als Kind unserer Stadt hat sie es nicht nehmen lassen, neben Wahlheimat Berlin und ihrem späteren beruflichen Mittelpunkt Hamburg, sich in ihrer Geburtsstadt sehen zu lassen. Sie war die erste Streifenpolizistin im deutschen Fernsehen (Großstadtrevier) und wurde bekannt durch etliche TV-Rollen (Drei Damen vom Grill, Praxis Bülowbogen, Pommery und…. Was nicht passt, …). Im letzten Jahr stand sie trotz ihrer diagnostizierten Krebserkrankung noch für eine ZDF-Produktion vor der Kamera!

Nun hat Mareike Carrière endgültig die große Bühne namens "Leben" verlassen und ihren letzten Applaus genossen. Sie ist in der Nacht von Sonntag auf Montag erlöst worden. Nicht nur in Hamburg sagt man tschüss.
Tschüss, Mareike.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Weeds - Kleine Deals unter Nachbarn - Staffel 1
Weeds - Kleine Deals unter Nachbarn - Staffel 1

RoosterCogburn

Weeds - Season One

„Weeds“ ist, wie schon die bekannten verzweifelten Hausfrauen, eine Dramedy-Serie. Ein paar formale Unterschiede gibt es allerdings schon. Nur ein Jahr nach „Desperate Houswives“ wurde von Showtime die wesentlich satirische Serie ins Leben gerufen. „Weeds“ ist eine Viertelstunde kürzer als der Konkurrent und dadurch etwas knackiger.
In einem kalifornischen Vorort wird eine Hausfrau und Mutter, durch den Tod ihres Mannes plötzlich vor die Aufgabe gestellt, selbst für die Kinder und ihren Lebensstil weiter aufzukommen. Sie kommt auf das naheliegendste und dealt fortan mit Gras. Natürlich bleiben die Probleme nicht aus. Schließlich hat Nancy, die besagte Hausfrau ,zwei Söhne die beide den kürzlichen Tod des Vaters verkraften müssen. Einer der großen Pluspunkte in der Besetzung ist der Ex-„Saturday Night Live“ Comedian Kevin Nealon, der hier als Stadrat zu den besten Kunden von Nancy gehört und ihr auch die Buchhaltung macht. Ein Kiffer vor dem Herren. Allerdings ist ihr Looser von Schwager namens Andy, auch kein Vorbild. Während Nancy (Mary-Louise Parker) der spitzzüngingen Elternratsvorsitzenden (Elizabeth Perkins) beisteht, weil die sich ihre Möpse abschrauben lassen muß, lässt Schwager Andy die Sau und vögelt die Mutter des besten Freundes seines Neffen. Er lässt sich eben keine Gelegenheit entgehen, wenn es sich um Sex, Drugs or Money handelt.

Mir hat die erste Staffel gefallen. Kurzweiliges Amusement. Ich bleibe dran und verfolge sie weiter.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

The Shield - Gesetz der Gewalt - Staffel 6
The Shield - Gesetz der Gewalt - Staffel 6

RoosterCogburn

The Shield - Season 6

Abgesehen davon, das es weniger Episoden als üblich sind, stechen mir noch zwei Dinge in dieser Season ins Auge. 1) Es wurde innerhalb der Serie bzw der Erzählung einer Staffel, immer auf eine durchgehende Qualitätslinie geachtet. Hier gibt es auffällige Up and Downs. Manche Folgen fallen völlig aus dem Rahmen, weil sie so durchschnittlich sind. Andere sind wirklich gut, was ich erwarte und einzelne sind scheißgeil. Insgesamt gesehn drückt diese Unbeständigkeit allerdings die Wertungspunkte nach unten.
2) Bei der Handlung sticht mir ins Auge, das der Höhepunkt bereits überschritten ist. Leider konnte man diesen absehbaren Punkt dramaturgisch nicht rechtzeitig auffangen und für den Fan ansprechend umsetzen. Das Gebotene ist nicht besonders innovativ, wenn man bedenkt welchen Ruf die Serie genießt. Allerdings ist das Korinthen kacken auf hohen Niveau, das muss ich zugeben.

Trotz gewisser Kritik macht die Serie immer noch Spaß und ist weiterhin spannend. Der Fan bleibt dabei. Selbst wenn der Käfig zum Ende der Serie mit nem Flugzeug abstürzt und die letzten Überlebenden auf eine unheimliche Insel landen ;)

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

The Shield - Gesetz der Gewalt - Staffel 6
The Shield - Gesetz der Gewalt - Staffel 6 und 2 weitere ...

RoosterCogburn 8.0 "Ausgezeichnet"

Wolken sind überall
Wolken sind überall

RoosterCogburn 6.5 "Ganz gut"

Non-Stop
Non-Stop

RoosterCogburn 8.0 "Ausgezeichnet"

Glücklicherweise entpuppte sich dieser Action-Thriller nicht als das, was ich vermutete nachdem ich den Trailer sah. Denn der ließ mich auf einen Reißer mit One-Army-Plot schließen oder zumindest etwas zwischen „Passagier 57“ und „Flight Plan“. Da lag ich daneben.
Wie auch bei meinen genannten Beispielen, der vorwiegende Teil der Handlung spielt an Bord eines Flugzeugs. Schnell wird mir als Zuschauer klar, das der Hauptprotagonist ein Mann mitten im Alltag ist. Während der Story wird ebenso klar, das er kein Vorzeige-Held ist. Gebrochen, dem Alkohol verfallen, finanzielle Probleme, kein guter Vater. Aber er ist der Air-Marshal und nimmt seine Pflicht ernst. Er beschützt die Passagiere. Während das Trans-Atlantik-Flugzeug den Ozean überquert bekommt er eine Drohung via SMS von jemanden an Bord dieser Maschine: „150 Millionen $ oder in 20 Minuten stirbt jemand in diesem Flugzeug. Sollten Sie meine Forderung nicht erfüllen, wird alle 20 Minuten eine weitere Person sterben.“
Allzu ernst nimmt Regisseur Jaume Collet-Serra das rasante Treiben nicht, was den Film letztlich mehr als nur sympathisch und unterhaltsam macht. Der Film zeichnet sich für mich dadurch aus, das die komplette Handlung an Bord eines Flugzeugs spielt, das mitten über dem Atlantik keine Möglichkeit zur Landung hat. Der räumlich begrenzte Plot verleiht dem Thriller seine zusätzliche klaustrophobische Würze. Geschickt wird der Marshal vor die scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt, schnell und gründlich nach dem Verfasser der Textnachrichten suchen zu müssen, ohne dabei die Passagiere unnötig in Panik zu versetzen.
Wenn sein Handlungsverlauf nicht neu oder überraschend ist, warum hat mir „Non-Stop“ so gefallen? Drei hervorstechende Gründe:
- Das Geschehen wird mir aus der Sicht des Air Marshals präsentiert. Somit hängt der Film von Liam Neesons Glaubwürdigkeit ab. Diese Aufgabe meister er ausgezeichnet. Später sorgt er zwischen Verzweiflung und Entschlossenheit mit gröberen Auftreten für Nervenkitzel.
- Auch wenn die Haken, die die Handlung schlägt, nicht immer einleuchtend erscheinen. Letztendlich erfüllen sie ihren Zweck und halten mich bei der Stange.
- Das Täter-Motiv könnte man zwar ansatzweise als Gesellschaftskritik interpretieren, aber ich meine, das sich die Macher bewusst sind, das es sich hier um ein Unterhaltungsprodukt handelt. Jedenfalls ist letztendlich die Auflösung für heutige Verhältnisse einigermaßen plausibel geraten und erfreulicherweise nicht so übermäßig hanebüchen wie in manch anderen Genre-Vertretern. Was auch für den Showdown gilt.

Dieser Überflieger ist voller Adrenalin. Ein Thriller der alten Schule, in ungeahnten Höhen.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

The Baytown Outlaws
The Baytown Outlaws

RoosterCogburn 7.0 "Sehenswert"

Offensichtlich inspiriert durch den John-Ford-Western „3 Godfathers“ wird mir eine Art Action-Roadmovie mit komödiantischer Note präsentiert, deren Plot von einem Südstaaten-Flair umrahmt worden ist, der zwischen White Trash und Spießbürgertum spielt. Die Handlung selbst, ist im Gegensatz zur erkennbaren Vorlage, um einige Figuren und Konstellationen erweitert worden. Der Erzählstil erinnert mich an einen abgefuckten Mix zwischen Robert Rodriguez und Guy Ritchie. Der Film besitzt stellenweise sogar Anflüge einer gewissen melancholischen Note. Somit kann der Abschlussfilm des 26. Fantasy Filmfest bei dem geneigten Zuschauer durchaus für unterhaltsame Kurzweil sorgen.
Effektiv empfand ich die Redneck-Rettungsaktion ziemlich cool. Nicht besonders originell, manches hab ich so oder ähnlich im Genre schon gesehen. Aber die politisch unkorrekte Präsentation, der 70ies Style und bestimmte Darsteller, die dies wieder ausgeglichen haben, stimmen den Genre-Freund versöhnlich ;)

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Epic - Verborgenes Königreich
Epic - Verborgenes Königreich

RoosterCogburn 6.0 "Ganz gut"

„Epic“, eine Produktion der Blue Sky Studios, ist in seiner Handlung genau das was er vom Titel her verspricht. Eine Form der Epik, vom poetischen Gehalt her gesehen. Dem Zuschauer wird eine ganz andere Welt visualisiert. Ähnlich einer Sage, weicht die Wirklichkeit während der Ereignisse dem Fantastischen. Und durch die Form des Erzählstils entsteht der Eindruck als habe unsere Protagonistin es wirklich selbst erlebt. Sehr opulente und schöne Bilder. Aufwendig in Szene gesetzt. Im Kino wurde er als 3D Movie präsentiert. Eine der Zielgruppe entsprechende dramaturgische Handlung mit ansprechenden Showdown. Die Guten sind gut, die Bösen böse. Soweit so gut.

Allerdings kränkelt das Endprodukt auch etwas. Eingangs fällt auf, das die Story das Umweltbewusstsein beim jungen Zuschauer erwecken möchte. Mir fällt aber genauso auf, das im Verlauf der Handlung das ganze total in den Hintergrund gerückt wird und letztendlich plakativ wirkt. Außerdem kommt der Witz aus meiner Sicht viel zu kurz. Aber Märchen und Sagen sollten vor allem spannend und interessant sein, nicht komisch. Weiter hin lässt man dann auch jede Möglichkeit aus, in der Geschichte Akzente zu setzen. Ihr Tiefe zu geben. Ein paar Stichpunkte dazu (ohne zu spoilern): Verlustängste, Naturzerstörung, Trauerbewältigung.

Fazit des Marshals: Ein märchenhafter Ausflug für 7 bis 14 jährige. Ältere empfinden die Story etwa so interessant, wie ein Blinder das Zug fahren. Der Film ist wenig originell. Es fehlt Herz und Seele. „Epic“ ist bei weitem nicht episch.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Moonrise Kingdom
Moonrise Kingdom

RoosterCogburn 9.0 "Herausragend"

Anno Domini 2012 war der Eröffnungsfilm des 65. Filmfestival von Cannes „Moonrise Kingdom“ und Kritiker wie Publikum waren gleichermaßen begeistert. Zwei Jahre später sehe ich bereits den Trailer zum neuen Wes Anderson Streich im Kino, ohne den eben genannten zu kennen. Da wird es höchste Zeit dies endlich nachzuholen und ihn von meiner Merkliste zu streichen, die ich sowieso mal wieder bearbeiten sollte.

Mitte der 60er Jahre auf einer unwirklich wirkenden Insel spielt der siebte Spielfilm des Texaners Anderson. Der Filmemacher schafft dort eine Wunschvorstellung von dem was man sich an diese Zeit aus Klischees erträumen mag. Mit viel Romantik baut er in einem exotisches Setting eine kindliche Romanze, die somit die große Sehnsucht so hoffnungsvoll thematisiert. Mit den bekannt verschrobenen Personal taucht er voll und ganz in die Künstlichkeit seines eigenen Universums ein und vermittelt, so paradox es bei dieser Inszeniere erscheint, authentische Emotionen.
Trotzdem ist es ein Wes Anderson Film, wenn auch kein üblicher. Vor allem auch eine Komödie. Und wenn sich innerhalb der Erzählung die Figuren alle all zu ernst nehmen, empfinde ich genau diese Tatsache witzig. Allein die Einstellungen – da schlag ich lang hin. Die Eröffnungsszene zum Beispiel, ein Kind in einem roten Bademantel betätigt einen tragbaren Plattenspieler. Diese Musik. Alles in Pastelltönen. Jedes Kind liest ein Abenteuerbuch – ein fiktives, wohlgemerkt. Was will man mir hier als erstes nahelegen? Das auf mich in einem fiktiven märchenhaften Universum ein Abenteuer wartet. Das war dann auch sehr schön zu erleben, Mr. Anderson.

Ein Wes Anderson Märchen voller Analogien, Lektionen und Humor. Das wurde mit schöner Optik und Musik garniert, gewürzt mit der Sehnsucht nach dem Vergänglichen.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Ein Concierge zum Verlieben
Ein Concierge zum Verlieben

RoosterCogburn 6.0 "Ganz gut"

Obwohl Michael J. Fox seit zwei Jahren an der Parkinson-Krankheit leidet, geht er weiter seinem Beruf als Schauspieler nach. Erste Symptome traten bereits während der Dreharbeiten zum Film „The Hard Way“ auf. Wahrscheinlich hat Fox deshalb in den Neunzigern ein hohes Output bezüglich seines Mitwirken in Kinofilmen. Jetzt im Jahre '93, ist er in der Screwball-Comedy „For Love or Money“ auf der Leinwand zu sehen.
In Barry Sonnenfelds zweiter Regiearbeit, neben Gabrielle Anwar (berühmt durch eine markante Tanzszene mit Al Pacino in „Der Duft der Frauen“), ist Michael J. Fox als „Ein Concierge zum verlieben“ zu sehen, wie es der deutsche Verleihtitel verspricht. Er ist der Concierge des Bradbury und erfüllt jeden Wunsch. Sein Traum ist, er will sein eigenes Hotel. Dazu fehlt ihm nur noch ein Sponsor. Der von ihm erwählte vertraut Doug seine Freundin Andy (Anwar) an und Doug verliebt sich. Nun steht er vor der Wahl: Folgt er dem Herzen oder dem großen Traum vom Hotel?

Vor allem die beiden gut harmonierenden Hauptdarsteller holen aus dem Ganzen das bestmöglichste heraus. Michael J. Fox in einem aussergewöhnlich hibbeligen Charakter, der selbst in den fahrigsten Situationen noch alles unter Kontrolle kriegen möchte. Was ihm nicht immer gelingt. Aber all das wird so zuckersüß präsentiert, das es ohne happy ending nicht auskommt ;)

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Mr. K R I T I K

Antwort löschen

Ja.... "ganz gut" trifft es in etwa... ich weiß gar nicht mehr wie ich den bewertet habe, vielleicht etwas schlechter... Ich weiß noch, ich empfand ihn damals irgendwie als nettes Filmchen das irgendwie "nichtszusagend" erscheint.


Singen ist uns nicht genug

RoosterCogburn hat eine neue Liste angelegt.

The Expendables 3
The Expendables 3 und 1 weitere ...

RoosterCogburn vorgemerkt

Bodyguard
Bodyguard

RoosterCogburn 4.0 "Uninteressant"

And I will always love you. I will always love you.
You my darling you mhhh ... naja, Kitsch halt.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Oh Boy
Oh Boy

RoosterCogburn vorgemerkt

Christiane Paul

RoosterCogburn

Bekannt als vielfach eingesetzte Schauspielerin hat die zweifache Mutter, promovierte Ärztin, Autorin und Ur-Berlinerin heute einen runden Geburtstag zu feiern. Bei all dem, was sie bereits erreicht hat, ist es schon verwunderlich, dass sie schein bar immer noch Zeit für andere, neue Projekte hat. Neben sehr vielen Kino-, Fernseh- und Bühnenrollen, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn gespielt hat, engagiert sie sich auch in sozialen Bereichen. Weiterhin viel Erfolg für die berufliche Zukunft, Frau Paul. Das private Glück findet auch wieder seine rechten Bahnen.

Ich wünsche alles Gute zum Geburtstag.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Gästebuch

HaudenLukas

Danke und ich spring schon mal in Deckung!

HaudenLukas

Mahlzeit, ich lass mal ne Anfrage da. Zahlen können ja nicht lügen bei dem Film- und Musikgeschmack passt das ja ganz gut.
Gruß

Cayopei

Laß uns nach Las Vegas reiten, die Sonne auf dem dashboard putzen.

Cayopei

...ich glaube, in meinem mp-Freundekorb fehlt noch ein Hahn mit Lemmy-mäßigem Hut.
In diesem Sinne,
Bestes,
C.

Anoirja

Hello and thanx! :) Wenn mich nicht alles täuscht, werden es dieses Jahr sogar schon vier. Aber ich bin ja auch spät dran mit meiner Antwort. Film ist in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen, da ich meine Prioritäten anders gesetzt habe. Liegt aber wohl auch daran, dass dieses Jahrzehnt bisher relativ reizlos für mich ist, so dass ich generell kaum Lust verspüre, vor allem über neuere Filme zu diskutieren. See you! ;)

Kloina1893

Achso. :D
Bei "Rote", denke ich (beim Fußball) erst mal an meinen VfB und dann an den FCK. :P Aber klar, bis zur Relegation ist es ja noch ne Weile. Wir haben ja erst März. Ich hab einfach mal den April übersprungen. :D
Hätte aber absolut nix dagegen, wenn das Spiel den selben Verlauf nehmen würde, wie das Hinspiel. ;)

Kloina1893

Du sprichst vermutlich von einem möglichen Relegationsspiel gegen den FCK?
Dazu müssen wir natürlich erst mal den 16. Platz schaffen... wenn es am Samstag keine 3 Punkte gibt, dann war's das sowieso. Dann geht's für uns direkt runter und nix da Relegation... :(

J4KOB

Heyhey, das hab ich gar nicht gemerkt. So lange kommts mir noch gar nicht vor. :D
Vielen Dank dafür :)

LG Jakob

Bubo

Ich höre Deinen Ruf, oh Hüter der verirrten mp-Schäfchen, und nehme Deine Freundschaftsanfrage an! Auf dass wir gemeinsam die Weltherrschaft des kleingeistigen Mainstreamkinos mit dem Kollektiv unserer vom Glauben beseelten Meinung in die Knie zwingen können, um dann mit realistischem Blick erzürnt über das verschwundene Popcornkino zu stänkern!
„Hallelujah! Ich brauch ne Valium“.

Broda

'Gern angenommen. :>


Logge Dich jetzt ein, um einen Gästebucheintrag zu schreiben.