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Deliver Us from Evil

Fri os fra det onde (2009), DK/SE Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie


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7.2
Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7
Community
247 Bewertungen
21 Kommentare
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von Ole Bornedal, mit Lasse Rimmer und Lene Nystrøm

Der gut situierte Akademiker Johannes kehrt mit seiner Familie zurück in jenes beschauliche Dorf in Westjütland, in dem er mit seinem Bruder Lars aufwuchs. Viel hat sich hier nicht geändert: Die Gemeinschaft hält zusammen und man geht in die Kirche. Doch dann liegt plötzlich die alte Anna auf der Landstraße – totgefahren vom Taugenichts Lars. Es gibt keine Zeugen und so richtet Lars schnell den Finger anklagend auf Alain, einen Balkan-Flüchtling. Damit beschwört er einen brutalen Akt der Selbstjustiz herauf. Bevor die Hexenjagd endgültig eskaliert, gewährt Johannes dem Verletzten Alain Zuflucht in seinem Haus. Die Polizei, so hofft er, wird die Angelegenheit schon klären. Draußen steigert sich derweil Wut zum Blutrausch und mit Einbruch der Nacht stürmt ein rasender Mob das Haus. Der Schuldige muss bestraft werden, mit allen Mitteln, um jeden Preis. Als am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, ist nichts mehr so, wie es war.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Deliver Us from Evil
Genre
Thriller, Satire
Handlung
Chemtrails, Falsche Beschuldigung, Migration, Pastor, Rache, Rassismus, Religion
Produktionsfirma
Greta Film AB, Thura Film

Kritiken (7) — Film: Deliver Us from Evil

JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Ole Bornedals Film ließe sich leicht kritisieren, würde er sich als "normale" Alltagsgeschichte definieren wollen. Die Szenerie wirkt drastisch überspitzt, die Figuren ebenso schwarz/weiß gezeichnet, sein Look extrem überstilisiert. Doch letzten Endes ist verfolgt er damit einen Zweck, der sich relativ schnell heraus kristallisiert und genau deshalb ist es mehr als angebracht.
"Deliver Us from Evil" ist eine Parabel, nichts anderes. Der Schauplatz der dänischen Provinz ergibt sich natürlich aus dem Entstehungsland, tatsächlich könnte sie kaum besser gewählt sein. Wer das bei uns so beliebte Urlaubsland schon besucht hat, wird diese ländliche, friedlich anmutende Bilderbuchidylle kennen. Hier scheint die Welt noch in Ordnung, jeder kennt jeden, Ruhe und Frieden sind hier zu Hause. Aber genau in dieser Kulisse der Beschaulichkeit, unter dem Deckmäntelchen des Heile-Welt-Spießbürgertums brodelt es immer dann am meisten, wenn etwas das Bild befleckt. Besonders störend sind da die Fremden, die nicht in diese Welt passen zu scheinen. Wenn dann auch noch ein Tragödie geschieht, was liegt da näher, als nicht das eine Unheil mit dem anderen zu beseitigen?
Das lässt sich spielend auf jeden Ort der Welt übertragen, doch vor diesem Hintergrund tritt es noch deutlicher zutage. Und da beginnt die Parabel: Auf Fremdenhass, Vorurteile, gesellschaftliche Kluften und Abgründe, die Spirale aus Unzufriedenheit und Gewalt, gefährlicher Gruppendynamik, all den Dingen, die überall in der Gesellschaft zu finden sind und oft für unbegreifliche Taten sorgen. Bornedal kreiert es bewusst so, dass es überdeutlich wird. Das, was immer verborgen unter der Oberfläche schlummert, hinter vorgehaltener Hand getuschelt, verschwiegen oder empört von sich gewiesen wird, offenbart sich in seiner ganzen Hässlichkeit. Der Mob hat seinen Sündenbock gefunden und fühlt sich im Recht ihn zu richten, koste es was es wolle.
Das spitzt sich in einer grausamen Konsequenz zu, das Finale des Films erinnert (sicher nicht nur zufällig) an Sam Peckinpahs "Straw Dogs". Egal, wie überkonsturiert es oberflächlich gesehen wirken mag, darin steckt so viel ernüchternde Wahrheit, dass es zum Nachdenken anregen sollte. Denn wie so oft, dass hier weit über das Ziel hinaus geschossen wird, erkennen die blind folgenden Schafe erst dann, wenn der Point of no Return schon längst überschritten ist.
Bornedal hält der Gesellschaft einen Spiegel vor, den viele nicht wahrhaben wollen, der aber letztendich der Realität näher ist, als jedem von uns lieb sein sollte. Wenn es nur durch den Vorschlaghammer geht, was ja leider so zu sein scheint, dann ist es der richtige Weg.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

jollyroger

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War für mich zu überzogen. Speziell gegen Ende hin wird es einfach zu absurd, was schade ist, weil für mich dadurch die Wirkung verloren ging.


JackoXL

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War total überzogen, aber ich finde das in Ordnung, da es wohl nicht anders bezweckt war. Hat dadurch für mich nichts an Wirkung verloren.


Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

Der Film ist eine Parabel - so sind meiner Meinung nach auch die überzeichneten Geschehnisse, die der Film darstellt legitimiert. Sie sind nicht realistisch - aber sie stellen die Realität dar. Daß es eine Parabel ist, wird nicht nur durch die Überzeichnung der Geschehnisse, sondern auch durch die Erzählerin am Anfang und Ende des Films klar, sowie durch das Spiel mit visueller Symbolik. (Tag/Nacht; der Damm, der das Dorf mit dem Festland verbindet usw.) Eine Parabel ist ein Bild, eine Metapher auf gesellschaftliche Dynamiken. In diesem Verständnis finde ich den Film erschütternd - auf eine entlarvende Weise. Aber das setzt natürlich voraus, daß man sich davon auch angesprochen fühlt, daß man reflektiert. Besonders hervorzuheben sind noch die hervorragenden Schauspieler - und die Gewalt, die im Sinne der erwähnten Metaphorik kein Selbstzweck ist. Dennoch sollten Zartbesaitete gewarnt sein.

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Jens Dehn: Schnitt Jens Dehn: Schnitt

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5.5Geht so

Bornedal ist von jeher ein Regisseur, der seinen Vorbildern im Rahmen eines Genres huldigt. Im positiven Fall führt das zum gelungenen Zitat, im negativen zum abgekupferten Imitat. Letzteres trifft hier zu. Das Vorbild [...] ist unübersehbar Wer Gewalt sät: vom Setting über Handlungsmuster bis zur Wechselwirkung von Gewalt und Gegengewalt – was Bornedal in der letzten halben Stunde inszeniert, ist teilweise so nah an Sam Peckinpahs Klassiker von 1971 angelehnt, daß es an geistigen Diebstahl grenzt

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pixie123

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Besser gut geklaut als schlecht erfunden. Man kann es dreist finden, dass der Film sich nicht als Remake outet. Ich bin allerdings eher froh, nicht mit dieser Erwartung an den Film herangegangen zu sein. Denn bis zu einem gewissen Punkt verdient er es, dank seiner guten Machart, eigenständig ernst genommen zu werden.


wipeX

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Da gebe ich Dir recht.


TheCorey: MovieMaze

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7.0Sehenswert

Bis zum Finale gelingt es Bornedal dabei in der Tat einen unwahrscheinlich intensiven Film zu inszenieren. Dessen erste zwei Akte werden ganz klar von Jens Andersens phantastischem Spiel getragen, der den ewigen Verlierer Lars mit Glanz und Gloria verkörpert. Die Anspannung schwappt schier gar aus der Leinwand in den Kinosaal, wenn sich die von Lars ausgelegte Schlinge immer mehr um den Hals des naiv-unschuldigen Alain zuzieht. Das ist gut gespielt, gut inszeniert und stets packend und mitreißend. Hier kann man Bornedal keine Vorwürfe machen.

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Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin

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9.5Herausragend

Es geht um die großen Probleme des modernen Dänemark, vielleicht der ganzen westlichen Welt, die Ole Bornedal exemplarisch im Mikrokosmos eines Dorfes kulminieren und eskalieren lässt: Frustration, Fremdenhass, zerrüttete Familien, Existenzängste, häusliche Gewalt, extremer Alkoholkonsum. DELIVER US FROM EVIL lässt die entscheidenden Rädchen unaufhaltsam ineinander greifen und entfaltet mit erschütternder Konsequenz ein beängstigendes Szenario, das sinfoniegleich in einem Crescendo entfesselter Gewalt gipfelt.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

[...]Bornedal hat somit mit "Deliver us from Evil" nicht nur einen Film über Gewalt gedreht, die in uns Allen steckt, sondern hat noch dazu in die tiefsten Abgründe des menschlichen Seins geblickt. Abgründe, die so tief sind, dass man unweigerlich erschrecken muss. Dabei ist "Deliver us from Evil" von Allem etwas: Rassismusdrama, Gesellschafsstudie und Beschäftigung mit dem menschlichem Wesen an sich: "Du genießt das ja richtig! Du bist nicht besser, als diese Tiere!" schleudert Pernille ihrem Mann Johannes an einer Stelle entsetzt ins Gesicht, als sie das Feuer in seinen Augen entdeckt. Doch diese Bemerkung ist nicht ganz zutreffend. Tiere tun sich nicht das an, was sich Menschen immer wieder gegenseitig antun. Und zu was der Mensch fähig ist, das zeigt Bornedal ohne Kompromisse, denn auch Pernille, die mit dem Gedanken spielt Alain dem tobendem Mob auszuliefern, erweist sich als fehlbarer Mensch – So wie jeder in Bornedals düsterer und gewalttätiger Geschichte. Und "Deliver us from Evil" ist in der Tat ein gewalttätiger Film, der in seinen heftigsten Momenten kaum zu ertragen ist und das ist weniger der Drastik der Bilder geschuldet, als dem intesiven Schauspiel der Darsteller. Diese machen Borndedals Tour de Force erst zu dem, was der Film letztlich in seiner ganzen Konsequenz geworden ist: Es gibt nicht viele Filme die zur Folge haben, dass man sich der Menschheit schämen muss. "Deliver us from Evil" ist einer davon.[...]

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.5Ausgezeichnet

Ole Bornedale: Ein Name der mittlerweile gewisse Erwartungen weckt, diese aber auch erfüllt. DELIVER US FROM EVIL ist eine dreckige Spirale in den Abgrund menschlicher Makel. Die zu Beginn aufgebauten Raster der einzelnen Figuren schwinden nach der Hälfte. "Gut" und "Böse" vermischen sich zu einen schmutzigen Wust aus Lügen und Halbwahrheiten, der seine Protagonisten zielstrebig in Richtung Höllenschlund schießt. Eindringlich und bierernst (meistens). Die großartige Inszenierung und die darstellerischen Leistungen schaffen es der Geschichte an den richtigen Stellen gekonnt ein paar Akzente zu verleihen. Es ist nicht einfach Worte für diesen Film zu finden. Am besten, man schaut ihn sich schnellst möglich an.

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Kommentare (14) — Film: Deliver Us from Evil


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arues

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Bewertung4.0Uninteressant

Dann füllen wir doch mal an der Tankstelle mit Super-Arthouse den Tank und schauen dann, wie weit wir im ersten Gang durchstarten können, ohne zu schalten, bis der Motor abkackt. So auf einem drittel der Strecke, würde ich auf den Film bezogen behaupten wollen. Hier wollte Ole Bornedal mal zeigen, was er nicht so alles drauf hat. Das sieht zum Teil ganz nett aus, aber die Bilder wirken überzogen und zu gewollt ästhetisch. Das Drehbuch - geschenkt. Kaum eine Figur wirkt echt, der Plot gekünstelt. Das hier ist ein Arthouse-Straw Dogs, für Arme.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

ist schon einige jahre her als ich ihn sah aber der war recht sehenswert gemacht...

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djstoewi

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Bewertung9.0Herausragend

Ich habe den Film gesehen ohne mich vorher irgendwie über ihn zu informieren und war sowas von gefesselt. Der Film ist extrem schockierend,packend und ein echter Geheimtip. Dänische Filme werden echt zu Unrecht unterschätzt.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

"Deliver Us from Evil" von Regisseur Ole Bornedal ist ein raffiniert konstruierter Psychothriller mit Anleihen bei Werken wie "Straw Dogs", der langsam eine Spirale der Gewalt in Gang setzt, die sich am Ende nicht mehr kontrollieren lässt. Wenngleich die Geschichte nicht immer logisch und die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehbar erscheinen, so übt der Film dennoch eine gewisse Faszination aus. Vor allem die Bildästhetik ist überdurchschnittlich und erinnert ein wenig an die Werke von Michael Haneke. Durch die starke Farbreduzierung erlangt "Deliver us from Evil" eine soghafte Wirkung, der man sich kaum entziehen kann. Doch nicht nur in der Bildästhetik finden sich Parallelen zum S/W-Film "Das weiße Band". Der Protagonist Johannes, ein Anwalt, ist in der Dorfgemeinschaft ein Außenseiter, weil er es nicht nur beruflich zu etwas gebracht hat, sondern auch noch Vater einer Familie mit zwei Kindern ist. Viele der Dorfbewohner sind hingegen Loser, die es zu nichts gebracht haben und ihren Frust im Alkohol ertränken. Einer von ihnen ist sein eigener Bruder Lars, ein LKW-Fahrer, der dem ungleich erfolgreichen Johannes dessen Leben neidet. Schon im Verhältnis der beiden Brüder tun sich Abgründe auf, die sich in Verbindung mit der Dorfgemeinschaft noch potenzieren. Die Gemengelage spitzt sich endgültig zu, als Johannes den Kriegsflüchtling Alain bei sich aufnimmt, dem vorgeworfen wird, einen tödlichen Unfall mit Fahrerflucht begangen zu haben. Ausgerechnet der fanatisch-religiöse Ehemann der getöteten Frau, ein ehemaliger General, hetzt die Dorfgemeinschaft auf und belagert das Haus von Johannes, der Alain Unterschlupf gewährt.
Sozialkritik, Rassismus und religiöser Fanatismus sind nur einige Themen, die Ole Bornedal in "Deliver us from evil" anreißt. Immer wieder wirft Bornedal interessante Fragestellungen in den Raum wie etwa: Muss ich alle demokratischen Werte über Bord werfen, um meine Familie zu schützen oder zu retten? Darf ich Alain dem Mob zum Frass vorwerfen und wie kann ich dies mit meinem Gewissen vereinbaren? Bornedal wirkt hier wie ein Spieler, der mehrere Asse in der Hand hält, aber diese nicht entscheidend ausspielt. Immer wieder gibt es Szenen, in denen er, sicherlich manchmal ein wenig konstruiert, Situationen erzeugt, die eine unglaubliche Sprengkraft besitzen. Dann aber agiert er wie ein Stürmer, der alleine auf das Tor zurennt, sich nicht recht entscheiden kann, in welche Ecke des Tores er einnetzen möchte und letztlich die selbst erarbeitete Chance kläglich vergibt. Mit anderen Worten: Die Ansätze sind sehr gut, werden aber nicht konsequent genug verfolgt.
"Deliver us from evil" ist in erster Linie ein subtiler und kompromissloser Psychothriller mit gesellschaftskritischen Ansätzen und sicherlich kein leicht verdauliches Spannungskino ohne Tiefgang. Insgesamt eine Empfehlung für diesen kleinen Film mit den genannten Einschränkungen.

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JackoXL

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Fand den besser, aber gut gechrieben.


Filmkenner77

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Danke. Habe mich schwer mit der Bewertung getan. Wie ich schon geschrieben habe, denke ich, dass der Film einige gute Möglichkeiten verspielt, um wirklich mehr als nur recht ordentlich zu sein.


madseason

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Bewertung4.5Uninteressant

Vielversprechender Anfang, stylische Aufnahmen und dann irgendwie den Faden verloren. Zwischendurch tut's sogar richtig weh wie platt und dumm sich das alles entwickelt. Chance vertan.

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movie.max

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Ist für mich eine Parabel auf unsere Gesellschaft. Wie platt und dumm sich alles entwickelt. Eswegen mag ich ihn auch :)


movie.max

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Bewertung7.5Sehenswert

Story lässt sich nicht nachvollziehen, Figurenentwicklung ist totaler Schrott, aber es ist geil. Ästhetisch, böse und zynisch. Auch ich musste mir nach Nightwatch und Bedingungslos eingestehen, dass Bornedal ein verflixt guter Filmemacher ist.

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annaberlin

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Bewertung3.0Schwach

Was hat mich dieser Film geärgert. Ole Bornedals Arbeit wirkt so selbstverliebt, dass einem schlecht werden könnte. Als ob nicht schon andere vor ihm Filme über das Böse im Menschen gedreht hätten, als ob der Konflikt menschlicher Intellekt versus physische Rohheit so neu sei in Deliver us From Evil. Die Schauspieler sind alle sehr gut, aber agieren nach einem Drehbuch, das einfach nur narzisstisch-nervig ist. Unglaubwürdig, viel zu plakativ und extrem unnötig ist dieser Film. Interessant sind allenfalls noch einzelne Inszenierungsmomente wie die Erzählerin oder die Einführung der Figuren in den ersten Szenen.

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lukidiehl

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Bewertung2.5Ärgerlich

Gefällt den Schweden/Dänen dieser Mist? Die Darsteller agieren so mies wie die Charaktere gestrickt sind, die Story ist völlig unnachvollziehbar, nahezu jede Handlung seitens der Protagonisten ist völliger Blödsinn. Oder ticken die im Norden alle so selten dämlich? Kein Wunder wenn die nicht mal Festnetzanschlüsse haben. Dazu kommt ein absulot unerträglich hoher Kontrast im Filmmaterial, der beim Hinsehen Gehirnkrebs erzeugt. Sorry, gar nichts für mich (Obwohl der Film für mich mit sagenhaften 9 Punkten vorbewertet war...)
Ich glaube ich muss jetzt sowas wie Starship Troopers gucken um noch ein paar Glücksgefühle zu bekommen -.-

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annaberlin

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Mir gings genauso...


Jomo

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Dass einem ein Film nicht gefällt, ist kein Grund rassistisch zu werden. Es gibt nicht "den" Dänen, ebensowenig kann man sagen, ob der Film "den" Deutschen gefällt, wie man an den Bewertungen hier sehen kann.


seelenfreund

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

angst, hass, abgründe und etwas moral.
das gute und schlimme an dem film ist wie nachvollziehbar die handlungen der personen sind. der film zeigt auf bedrückende weiße wie nah der mensch immer an der tragödie ist.

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Fernschreiber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Deliver us from Evil ist ein unglaublich packender, dichter und auch beängstigender Film. Die Charaktere sind überzeugend - vor allem die "Bösen". Man fühlt sich richtig ankegelt und bekommt Angst, wenn man sieht was in der kleinen Ortschaft vor sich geht. Die Story ist voll von Hass, Gewalt und Zwietracht. Es ist ein sehr bedrückender Thriller, der dazu noch einen überraschenden Schlusstwist hat, der jedoch leider noch ein bisschen zu wenig in die Geschichte eingebaut wurde. Trotzdem eine absolute Empfehlung - wieder ein fantastischer dänischer Film, der diesmal weniger durch seinen herrlichen schwarzen Humor, dafür aber mit sehr stimmungsvollen Bildern auftrumpft.

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Chris1981

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Bewertung4.5Uninteressant

Vielleicht hätte ich einen genaueren Blick auf das hier angegebene Genre werfen sollen. Denn dann wären meine Erwartungen, ebenso wie (vermutlich) meine Bewertung für diesen Film andere gewesen.
Die Machart des Film fand ich herausragend. Aber dann wird es schon schwierig. Da ich ein Drama erwartet hatte, konnte ich mit dem Geschehen das der ersten halben Stunde des Film folgt, welche noch ein exzellentes Drama erwarten lies, nicht mehr viel anfangen.
Da dies aber möglicherweise nur an meinen falschen Erwartungen lag, sollte man sich vielleicht lieber selbst ein Bild machen, ob einem der Film gefällt. Aber denkt dabei dran: Thriller, Satire, nicht Drama! Leider! :-)

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Hypocrisy

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film ist seit 10 Minuten zu Ende und ich bin immer noch völlig perplex...

Zu sehen, wie ursprünglich soziale (Klein)-Probleme sich aufgrund einer entsprechenden Gesellschaft in ihrer Intensität addieren können, bis alles schlussendlich in einer grenzüberschreitenden Katastrophe endet... noch nie habe ich einen Film gesehen, in dem die Kausalitätskette so fesselnd und dennoch perfekt ineinandergreifend zusammenpasst.

Lediglich gegen Ende überschreitet die Handlung die Grenze zum Unrealistischen, wird aus meiner Sicht weniger authentisch. Andernfalls wäre "Deliver us from Evil" wohl mein 3. 10-Punkte-Film geworden...

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mar (-ion-)

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Bewertung9.0Herausragend

immer wieder ein vergnügen filme von bornedal zu sehen....
da stimmt einfach alles!
tolle charaktere, super aufnahmen...fast schon ein 10punkte film...
...besser gehts kaum.
schade fand nur, dass versucht wird allen gerecht zu werden...

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duddits5k

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Bewertung7.5Sehenswert

mir war die story zu konstruiert.

anmerkung an moviepilot: ziemlich schwach zu so bedeutenden europäischen filmen nicht mal ne anständige info: director, darsteller usw auf die reihe zu bringen. (tip: copy, paste aus der fff-guide.pdf würd schon helfen)

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