Deliver Us from Evil
Fri os fra det onde, 2009
- Genre
- Thriller
- Inhalt
Johannes zieht mit seiner Frau Pernille und den beiden Kindern hinaus aufs Land. Ein Neuanfang soll es werden - eine Flucht aus dem Dunstkreis der hektischen Großstadt; Entschleunigung als Familientherapie. Der gut situierte Akademiker kehrt zurück… — Mehr
Johannes zieht mit seiner Frau Pernille und den beiden Kindern hinaus aufs Land. Ein Neuanfang soll es werden - eine Flucht aus dem Dunstkreis der hektischen Großstadt; Entschleunigung als Familientherapie. Der gut situierte Akademiker kehrt zurück in jenes beschauliche Dorf in Westjütland, in dem er mit seinem Bruder Lars aufwuchs. Nichts hat sich hier verändert: Die Gemeinschaft hält zusammen, man geht in die Kirche, schwatzt mit den Nachbarn und vergnügt sich nach Feierabend mit einem Krug Bier auf der Kirmes. Doch dann liegt plötzlich die alte Anna auf der Landstraße, totgefahren vom Tunichtgut Lars. Keiner hat's gesehen, glaubt Lars, und richtet schnell den Finger anklagend auf Alain, den Flüchtling vom Balkan, den ohnehin jeder im Ort für einen einfältigen Trottel hält. Damit beschwört er ein selbstherrliches Blutgericht herauf. Bevor die Hexenjagd endgültig eskaliert, gewährt der Gutmensch Johannes dem Verletzten Zuflucht unter seinem Dach. Die Polizei, so hofft er, wird die Angelegenheit schon klären. Draußen steigern sich derweil erregte Worte zu rasender Wut - und als die Nacht hereinbricht, walzt ein unaufhaltsamer Mob auf das einsam liegende Anwesen zu. Enthemmt und von Hass geblendet fordern Männer und Frauen johlend das Blut des vermeintlich Schuldigen. Um jeden Preis. Wenn am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, wird nichts mehr so sein, wie es vorher war.
- Cast
- Lasse Rimmer, Lene Nystrøm, Jens Andersen, Pernille Vallentin, Bojan Navojec, Mogens Pedersen, Kurt Ravn — Mehr
- Regisseure
- Ole Bornedal
- Autor
- Ole Bornedal
- Laufzeit
- 100 Minuten
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Kritiker — Ausgezeichnet 8.7
Der Film Deliver Us from Evil wurde von 4 Kritikern bewertet.
Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin
Es geht um die großen Probleme des modernen Dänemark, vielleicht der ganzen westlichen Welt, die Ole Bornedal exemplarisch im Mikrokosmos eines Dorfes kulminieren und eskalieren lässt: Frustration, Fremdenhass, zerrüttete Familien, Existenzängste, häusliche Gewalt, extremer Alkoholkonsum. DELIVER US FROM EVIL lässt die entscheidenden Rädchen unaufhaltsam ineinander greifen und entfaltet mit erschütternder Konsequenz ein beängstigendes Szenario, das sinfoniegleich in einem Crescendo entfesselter Gewalt gipfelt.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
[...]Bornedal hat somit mit "Deliver us from Evil" nicht nur einen Film über Gewalt gedreht, die in uns Allen steckt, sondern hat noch dazu in die tiefsten Abgründe des menschlichen Seins geblickt. Abgründe, die so tief sind, dass man unweigerlich erschrecken muss. Dabei ist "Deliver us from Evil" von Allem etwas: Rassismusdrama, Gesellschafsstudie und Beschäftigung mit dem menschlichem Wesen an sich: "Du genießt das ja richtig! Du bist nicht besser, als diese Tiere!" schleudert Pernille ihrem Mann Johannes an einer Stelle entsetzt ins Gesicht, als sie das Feuer in seinen Augen entdeckt. Doch diese Bemerkung ist nicht ganz zutreffend. Tiere tun sich nicht das an, was sich Menschen immer wieder gegenseitig antun. Und zu was der Mensch fähig ist, das zeigt Bornedal ohne Kompromisse, denn auch Pernille, die mit dem Gedanken spielt Alain dem tobendem Mob auszuliefern, erweist sich als fehlbarer Mensch – So wie jeder in Bornedals düsterer und gewalttätiger Geschichte. Und "Deliver us from Evil" ist in der Tat ein gewalttätiger Film, der in seinen heftigsten Momenten kaum zu ertragen ist und das ist weniger der Drastik der Bilder geschuldet, als dem intesiven Schauspiel der Darsteller. Diese machen Borndedals Tour de Force erst zu dem, was der Film letztlich in seiner ganzen Konsequenz geworden ist: Es gibt nicht viele Filme die zur Folge haben, dass man sich der Menschheit schämen muss. "Deliver us from Evil" ist einer davon.[...]
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Kommentare — Sehenswert 7.8
Der Film Deliver Us from Evil wurde von 13 Mitgliedern bewertet.
duddits5k 2009/09/06 23:41:04
mir war die story zu konstruiert.
anmerkung an moviepilot: ziemlich schwach zu so bedeutenden europäischen filmen nicht mal ne anständige info: director, darsteller usw auf die reihe zu bringen. (tip: copy, paste aus der fff-guide.pdf würd schon helfen)
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Photos: Deliver Us from Evil
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News zu diesem Film Deliver Us from Evil
Von Mondarbeitern und Serienkillern: eine erste Bestandsaufnahme
2009/08/28 18:23:00
Das Fantasy Filmfest hat seine ersten zwei Stationen hinter sich gebracht. Zeit, kurz innezuhalten und sich in der Netzwelt umzuhören, welche Filme besser und welche schlechter angekommen sind.
Bis zum Finale gelingt es Bornedal dabei in der Tat einen unwahrscheinlich intensiven Film zu inszenieren. Dessen erste zwei Akte werden ganz klar von Jens Andersens phantastischem Spiel getragen, der den ewigen Verlierer Lars mit Glanz und Gloria verkörpert. Die Anspannung schwappt schier gar aus der Leinwand in den Kinosaal, wenn sich die von Lars ausgelegte Schlinge immer mehr um den Hals des naiv-unschuldigen Alain zuzieht. Das ist gut gespielt, gut inszeniert und stets packend und mitreißend. Hier kann man Bornedal keine Vorwürfe machen.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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