Deliver Us from Evil

Fri os fra det onde (2009), DK/SE Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.2
Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8
Community
276 Bewertungen
24 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Ole Bornedal, mit Lasse Rimmer und Lene Nystrøm

Der gut situierte Akademiker Johannes kehrt mit seiner Familie zurück in jenes beschauliche Dorf in Westjütland, in dem er mit seinem Bruder Lars aufwuchs. Viel hat sich hier nicht geändert: Die Gemeinschaft hält zusammen und man geht in die Kirche. Doch dann liegt plötzlich die alte Anna auf der Landstraße – totgefahren vom Taugenichts Lars. Es gibt keine Zeugen und so richtet Lars schnell den Finger anklagend auf Alain, einen Balkan-Flüchtling. Damit beschwört er einen brutalen Akt der Selbstjustiz herauf. Bevor die Hexenjagd endgültig eskaliert, gewährt Johannes dem Verletzten Alain Zuflucht in seinem Haus. Die Polizei, so hofft er, wird die Angelegenheit schon klären. Draußen steigert sich derweil Wut zum Blutrausch und mit Einbruch der Nacht stürmt ein rasender Mob das Haus. Der Schuldige muss bestraft werden, mit allen Mitteln, um jeden Preis. Als am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, ist nichts mehr so, wie es war.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Deliver Us from Evil
Genre
Thriller, Satire
Handlung
Chemtrails, Falsche Beschuldigung, Migration, Pastor, Rache, Rassismus, Religion
Produktionsfirma
Greta Film AB, Thura Film

Kommentare (16) — Film: Deliver Us from Evil


Sortierung

derblonde

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Beängstigender Thriller über die Bestie Mensch. Der Film reißt mit und ist packend. Zwar ist die Story übertrieben aber größtenteils glaubwürdig. Was eine Lüge und Denunzierung so alles anrichten kann.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kurono

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ein äußerst unangenehmer Film. Die kühlen farbreduzierten Bilder unterstreichen die Perspektivlosigkeit von Lars aber auch die der anderen Dorfbewohner. Dieses kleine Dorf ist der ideale Nährboden für Hass und Ausländerfeindlichkeit. Entladen tut sich alles, als ein beliebtest Mitglied der Dorfgemeinschaft tot aufgefunden wird.
Die daraus resultierende Gruppendynamik ist durchaus interessant, nur leider lässt der Film ab einen bestimmten Punkt, zu viel zu schnell aus dem Ruder laufen. Der schwarze Humor der hier und da mal hervorlugt, deutet an, dass das auch durchaus beabsichtigt ist. Nur leider nimmt das der Geschichte die Glaubwürdigkeit. Das ist besonders Schade, da durchaus interessante moralische Fragen bezüglich des „richtigen“ Handels aufgeworfen werden, die aber bei all der Brutalität und Wahnsinn fast schon untergehen.
Ein Film über die Bestie Mensch, der zwar übertreibt aber letztendlich dann doch nicht komplett aus der Luft gegriffen scheint. Definitiv ein unangenehmer Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

arues

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Dann füllen wir doch mal an der Tankstelle mit Super-Arthouse den Tank und schauen dann, wie weit wir im ersten Gang durchstarten können, ohne zu schalten, bis der Motor abkackt. So auf einem drittel der Strecke, würde ich auf den Film bezogen behaupten wollen. Hier wollte Ole Bornedal mal zeigen, was er nicht so alles drauf hat. Das sieht zum Teil ganz nett aus, aber die Bilder wirken überzogen und zu gewollt ästhetisch. Das Drehbuch - geschenkt. Kaum eine Figur wirkt echt, der Plot gekünstelt. Das hier ist ein Arthouse-Straw Dogs, für Arme.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

ist schon einige jahre her als ich ihn sah aber der war recht sehenswert gemacht...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

djstoewi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich habe den Film gesehen ohne mich vorher irgendwie über ihn zu informieren und war sowas von gefesselt. Der Film ist extrem schockierend,packend und ein echter Geheimtip. Dänische Filme werden echt zu Unrecht unterschätzt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

"Deliver Us from Evil" von Regisseur Ole Bornedal ist ein raffiniert konstruierter Psychothriller mit Anleihen bei Werken wie "Straw Dogs", der langsam eine Spirale der Gewalt in Gang setzt, die sich am Ende nicht mehr kontrollieren lässt. Wenngleich die Geschichte nicht immer logisch und die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehbar erscheinen, so übt der Film dennoch eine gewisse Faszination aus. Vor allem die Bildästhetik ist überdurchschnittlich und erinnert ein wenig an die Werke von Michael Haneke. Durch die starke Farbreduzierung erlangt "Deliver us from Evil" eine soghafte Wirkung, der man sich kaum entziehen kann. Doch nicht nur in der Bildästhetik finden sich Parallelen zum S/W-Film "Das weiße Band". Der Protagonist Johannes, ein Anwalt, ist in der Dorfgemeinschaft ein Außenseiter, weil er es nicht nur beruflich zu etwas gebracht hat, sondern auch noch Vater einer Familie mit zwei Kindern ist. Viele der Dorfbewohner sind hingegen Loser, die es zu nichts gebracht haben und ihren Frust im Alkohol ertränken. Einer von ihnen ist sein eigener Bruder Lars, ein LKW-Fahrer, der dem ungleich erfolgreichen Johannes dessen Leben neidet. Schon im Verhältnis der beiden Brüder tun sich Abgründe auf, die sich in Verbindung mit der Dorfgemeinschaft noch potenzieren. Die Gemengelage spitzt sich endgültig zu, als Johannes den Kriegsflüchtling Alain bei sich aufnimmt, dem vorgeworfen wird, einen tödlichen Unfall mit Fahrerflucht begangen zu haben. Ausgerechnet der fanatisch-religiöse Ehemann der getöteten Frau, ein ehemaliger General, hetzt die Dorfgemeinschaft auf und belagert das Haus von Johannes, der Alain Unterschlupf gewährt.
Sozialkritik, Rassismus und religiöser Fanatismus sind nur einige Themen, die Ole Bornedal in "Deliver us from evil" anreißt. Immer wieder wirft Bornedal interessante Fragestellungen in den Raum wie etwa: Muss ich alle demokratischen Werte über Bord werfen, um meine Familie zu schützen oder zu retten? Darf ich Alain dem Mob zum Frass vorwerfen und wie kann ich dies mit meinem Gewissen vereinbaren? Bornedal wirkt hier wie ein Spieler, der mehrere Asse in der Hand hält, aber diese nicht entscheidend ausspielt. Immer wieder gibt es Szenen, in denen er, sicherlich manchmal ein wenig konstruiert, Situationen erzeugt, die eine unglaubliche Sprengkraft besitzen. Dann aber agiert er wie ein Stürmer, der alleine auf das Tor zurennt, sich nicht recht entscheiden kann, in welche Ecke des Tores er einnetzen möchte und letztlich die selbst erarbeitete Chance kläglich vergibt. Mit anderen Worten: Die Ansätze sind sehr gut, werden aber nicht konsequent genug verfolgt.
"Deliver us from evil" ist in erster Linie ein subtiler und kompromissloser Psychothriller mit gesellschaftskritischen Ansätzen und sicherlich kein leicht verdauliches Spannungskino ohne Tiefgang. Insgesamt eine Empfehlung für diesen kleinen Film mit den genannten Einschränkungen.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Fand den besser, aber gut gechrieben.


Filmkenner77

Antwort löschen

Danke. Habe mich schwer mit der Bewertung getan. Wie ich schon geschrieben habe, denke ich, dass der Film einige gute Möglichkeiten verspielt, um wirklich mehr als nur recht ordentlich zu sein.


madseason

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Vielversprechender Anfang, stylische Aufnahmen und dann irgendwie den Faden verloren. Zwischendurch tut's sogar richtig weh wie platt und dumm sich das alles entwickelt. Chance vertan.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

movie.max

Antwort löschen

Ist für mich eine Parabel auf unsere Gesellschaft. Wie platt und dumm sich alles entwickelt. Eswegen mag ich ihn auch :)


movie.max

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Story lässt sich nicht nachvollziehen, Figurenentwicklung ist totaler Schrott, aber es ist geil. Ästhetisch, böse und zynisch. Auch ich musste mir nach Nightwatch und Bedingungslos eingestehen, dass Bornedal ein verflixt guter Filmemacher ist.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

annaberlin

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Was hat mich dieser Film geärgert. Ole Bornedals Arbeit wirkt so selbstverliebt, dass einem schlecht werden könnte. Als ob nicht schon andere vor ihm Filme über das Böse im Menschen gedreht hätten, als ob der Konflikt menschlicher Intellekt versus physische Rohheit so neu sei in Deliver us From Evil. Die Schauspieler sind alle sehr gut, aber agieren nach einem Drehbuch, das einfach nur narzisstisch-nervig ist. Unglaubwürdig, viel zu plakativ und extrem unnötig ist dieser Film. Interessant sind allenfalls noch einzelne Inszenierungsmomente wie die Erzählerin oder die Einführung der Figuren in den ersten Szenen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lukidiehl

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Gefällt den Schweden/Dänen dieser Mist? Die Darsteller agieren so mies wie die Charaktere gestrickt sind, die Story ist völlig unnachvollziehbar, nahezu jede Handlung seitens der Protagonisten ist völliger Blödsinn. Oder ticken die im Norden alle so selten dämlich? Kein Wunder wenn die nicht mal Festnetzanschlüsse haben. Dazu kommt ein absulot unerträglich hoher Kontrast im Filmmaterial, der beim Hinsehen Gehirnkrebs erzeugt. Sorry, gar nichts für mich (Obwohl der Film für mich mit sagenhaften 9 Punkten vorbewertet war...)
Ich glaube ich muss jetzt sowas wie Starship Troopers gucken um noch ein paar Glücksgefühle zu bekommen -.-

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

annaberlin

Antwort löschen

Mir gings genauso...


Jomo

Antwort löschen

Dass einem ein Film nicht gefällt, ist kein Grund rassistisch zu werden. Es gibt nicht "den" Dänen, ebensowenig kann man sagen, ob der Film "den" Deutschen gefällt, wie man an den Bewertungen hier sehen kann.


seelenfreund

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

angst, hass, abgründe und etwas moral.
das gute und schlimme an dem film ist wie nachvollziehbar die handlungen der personen sind. der film zeigt auf bedrückende weiße wie nah der mensch immer an der tragödie ist.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fernschreiber

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Deliver us from Evil ist ein unglaublich packender, dichter und auch beängstigender Film. Die Charaktere sind überzeugend - vor allem die "Bösen". Man fühlt sich richtig ankegelt und bekommt Angst, wenn man sieht was in der kleinen Ortschaft vor sich geht. Die Story ist voll von Hass, Gewalt und Zwietracht. Es ist ein sehr bedrückender Thriller, der dazu noch einen überraschenden Schlusstwist hat, der jedoch leider noch ein bisschen zu wenig in die Geschichte eingebaut wurde. Trotzdem eine absolute Empfehlung - wieder ein fantastischer dänischer Film, der diesmal weniger durch seinen herrlichen schwarzen Humor, dafür aber mit sehr stimmungsvollen Bildern auftrumpft.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chris1981

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Vielleicht hätte ich einen genaueren Blick auf das hier angegebene Genre werfen sollen. Denn dann wären meine Erwartungen, ebenso wie (vermutlich) meine Bewertung für diesen Film andere gewesen.
Die Machart des Film fand ich herausragend. Aber dann wird es schon schwierig. Da ich ein Drama erwartet hatte, konnte ich mit dem Geschehen das der ersten halben Stunde des Film folgt, welche noch ein exzellentes Drama erwarten lies, nicht mehr viel anfangen.
Da dies aber möglicherweise nur an meinen falschen Erwartungen lag, sollte man sich vielleicht lieber selbst ein Bild machen, ob einem der Film gefällt. Aber denkt dabei dran: Thriller, Satire, nicht Drama! Leider! :-)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hypocrisy

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Der Film ist seit 10 Minuten zu Ende und ich bin immer noch völlig perplex...

Zu sehen, wie ursprünglich soziale (Klein)-Probleme sich aufgrund einer entsprechenden Gesellschaft in ihrer Intensität addieren können, bis alles schlussendlich in einer grenzüberschreitenden Katastrophe endet... noch nie habe ich einen Film gesehen, in dem die Kausalitätskette so fesselnd und dennoch perfekt ineinandergreifend zusammenpasst.

Lediglich gegen Ende überschreitet die Handlung die Grenze zum Unrealistischen, wird aus meiner Sicht weniger authentisch. Andernfalls wäre "Deliver us from Evil" wohl mein 3. 10-Punkte-Film geworden...

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mar (-ion-)

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

immer wieder ein vergnügen filme von bornedal zu sehen....
da stimmt einfach alles!
tolle charaktere, super aufnahmen...fast schon ein 10punkte film...
...besser gehts kaum.
schade fand nur, dass versucht wird allen gerecht zu werden...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

duddits5k

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

mir war die story zu konstruiert.

anmerkung an moviepilot: ziemlich schwach zu so bedeutenden europäischen filmen nicht mal ne anständige info: director, darsteller usw auf die reihe zu bringen. (tip: copy, paste aus der fff-guide.pdf würd schon helfen)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch