Die Blechtrommel
Die Blechtrommel (1979), PL/FR/CS/DE Laufzeit 142 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.05.1979
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von Volker Schlöndorff, mit Angela Winkler und David Bennent
Mit drei Jahren beschließt Oskar Matzerath nicht mehr zu wachsen. Niemals will er Teil der scheinheiligen Erwachsenenwelt sein. Mit schriller Stimme und seiner Blechtrommel protestiert der kleinwüchsige Störenfried fortan gegen die muffige Weimarer Republik und den aufkommenden Nationalsozialismus. Erst nach Kriegsende legt Oskar seine Skepsis gegenüber der Welt ab.
Handlung
Im Jahre 1899 schlüpft der von der Polizei verfolgte Joseph Koljaiczek unter den weiten Rock der Anna Bronski auf einem Kartoffelacker in der Kaschubei. Neun Monate später wird Agnes geboren. Agnes (Angela Winkler) wird Jahre später den Kolonialwarenhändler Alfred Matzerath (Mario Adorf) heiraten, der aus dem Rheinland zugezogen in Danzig wohnt. Lieben wird sie ihr Leben lang jedoch ihren Cousin Jan Bronski (Daniel Olbrychski), den sie fortan jeden Donnerstagnachmittag heimlich zum Liebesspiel besucht.
1924 kommt Sohn Oscar (David Bennent) zu Welt und Mutter Agnes verspricht ihm eine Blechtrommel zum dritten Geburtstag. Oscar, dessen Bewusstsein und Intelligenz schon im Bauch der Mutter vollständig entwickelt ist, freut sich drei Jahre lang auf diesen Tag. Als er endlich da ist, beschließt der Kleine, fortan nicht mehr zu wachsen, da ihm die Welt der Erwachsenen nicht gefällt. So fingiert er einen Unfall und stürzt sich von der Kellertreppe. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt, bei dem er ein Loch in seine Blechtrommel geschlagen hat, will Vater Alfred seinem Sohn die Trommel wegnehmen. Doch da schreit der Kleine mit solch einer hohen Stimme, dass die Standuhr im Wohnzimmer zerspringt. Oscar darf die Trommel behalten. Hausarzt Dr. Hollatz ist besonders angetan von Oscars ungewöhnlichem Talent, als Oscar durch seinen hohen Schrei Glasgefäße mit Embryonen und Tieren zum Platzen bringt.
So vergeht die Kindheit des kleinen Oskars, der von den anderen Kindern gehänselt wird. Einmal muss er eine heiße Suppe mit einer gekochten Kröte löffeln. Donnerstags…
Mit drei Jahren beschließt Oskar Matzerath nicht mehr zu wachsen. Niemals will er Teil der scheinheiligen Erwachsenenwelt sein. Mit schriller Stimme und seiner Blechtrommel protestiert der kleinwüchsige Störenfried fortan gegen die muffige Weimarer Republik und den aufkommenden Nationalsozialismus. Erst nach Kriegsende legt Oskar seine Skepsis gegenüber der Welt ab.
Handlung
Im Jahre 1899 schlüpft der von der Polizei verfolgte Joseph Koljaiczek unter den weiten Rock der Anna Bronski auf einem Kartoffelacker in der Kaschubei. Neun Monate später wird Agnes geboren. Agnes (Angela Winkler) wird Jahre später den Kolonialwarenhändler Alfred Matzerath (Mario Adorf) heiraten, der aus dem Rheinland zugezogen in Danzig wohnt. Lieben wird sie ihr Leben lang jedoch ihren Cousin Jan Bronski (Daniel Olbrychski), den sie fortan jeden Donnerstagnachmittag heimlich zum Liebesspiel besucht.
1924 kommt Sohn Oscar (David Bennent) zu Welt und Mutter Agnes verspricht ihm eine Blechtrommel zum dritten Geburtstag. Oscar, dessen Bewusstsein und Intelligenz schon im Bauch der Mutter vollständig entwickelt ist, freut sich drei Jahre lang auf diesen Tag. Als er endlich da ist, beschließt der Kleine, fortan nicht mehr zu wachsen, da ihm die Welt der Erwachsenen nicht gefällt. So fingiert er einen Unfall und stürzt sich von der Kellertreppe. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt, bei dem er ein Loch in seine Blechtrommel geschlagen hat, will Vater Alfred seinem Sohn die Trommel wegnehmen. Doch da schreit der Kleine mit solch einer hohen Stimme, dass die Standuhr im Wohnzimmer zerspringt. Oscar darf die Trommel behalten. Hausarzt Dr. Hollatz ist besonders angetan von Oscars ungewöhnlichem Talent, als Oscar durch seinen hohen Schrei Glasgefäße mit Embryonen und Tieren zum Platzen bringt.
So vergeht die Kindheit des kleinen Oskars, der von den anderen Kindern gehänselt wird. Einmal muss er eine heiße Suppe mit einer gekochten Kröte löffeln. Donnerstags muss er immer mit der Mutter in die Danziger Innnenstadt, wo der jüdische Besitzer eines Spielzeugladens namens Sigismund Markus (Charles Aznavour) auf den Jungen aufpasst, während die Mutter sich eine halbe Stunde lang vergnügt. Eines Nachmittags steigt er auf den Kirchturm und schreit ganze Gläserfassaden zusammen. Sein Trommeln und sein Geschrei sind der Ausdruck Oscars gegen eine Welt, die er ablehnt. Gegen eine Welt, in der er zwei Väter hat und der offizielle Vater in die NSDAP eintritt.
Bei einem Zirkusbesuch lernt Oscar im Frühjahr 1934 den Liliputaner Bebra kennen, dem er sagt, er wolle lieber als Zuschauer die Welt kommentieren, als an ihr teilzunehmen. Bei einer NSDAP-Veranstaltung bringt er die Musiker durch sein Trommeln durcheinander und unterläuft so die Feierlichkeit. Auch zu einem Ausflug ans Meer nimmt Oscar die Trommel mit. Dort kauft Vater Alfred Aale, die mittels eines Pferdekopfkadavers gefangen wurden. Mutter Agnes ist so angeekelt, dass sie sich erbrechen muss. Zuhause bereitet Alfred die Aale mit einer grünen Sauce und Kartoffeln zu, doch Agnes möchte nichts essen. Weinend stürzt sie sich aufs Schlafzimmerbett, wo Jan sie tröstet. Kurze Zeit später bemerkt Agnes, dass sie von Jan schwanger ist. Daraufhin beginnt sie, immer mehr Fisch in sich hineinzustopfen, um so eine Fischvergiftung zu erleiden. Tatsächlich stirbt Agnes.
Ein paar Jahre später trifft Oskar erneut Bebra, der ihm die Liliputanerin Roswitha Raguna vorstellt und ihn fragt, ob er mit dem Zirkus mitziehen möchte. Doch Oscar lehnt ab. 1939 zerstören die Nazis das Spielzeuggeschäft von Sigismund Markus. Als Oscar zu ihm will, findet er den Mann leblos vor. Markus hat Selbstmord begangen, in weiser Voraussicht, was ihm noch alles widerfahren könnte. Da nun niemand mehr Oscar eine neue Blechtrommel verkaufen kann, wendet sich der Gnom an seinen leiblichen Vater Jan. Zusammen suchen sie Kobyella auf, den invaliden Hausmeister der Polnischen Post, die mittlerweile von der SS belagert wird. Als Oscar eine Blechtrommel auf einem Regal entdeckt, steigt Kobyella hoch, um diese zu holen. Dies ist sein Tod, denn just in diesem Moment fliegt eine Granate ins Postgebäude und tötet Kobyella. Oscar hat jedoch, was er will: Ihm fällt die Blechtrommel in die Arme. Als die Männer aus der Post schließlich von der SS umzingelt sind, müssen sie aufgeben. Oscar sucht Hilfe bei zwei Männern, die den Kleinen daraufhin unter Schutz nehmen. Jan wird zusammen mit anderen Männern an die Wand gestellt und erschossen.
Irgendwann stellt Alfred Matzerath das Mädchen Maria Truczinski (Katharina Thalbach) ein, da Oscar ihm keine Hilfe im Geschäft sein kann. Im Sommer 1940 geht der 16-jährige Oskar mit der ein Jahr älteren Maria mehrmals zum Baden an die Ostsee. Da man ihn für ein Kind hält, hat niemand etwas dagegen, dass er sich mit ihr in der Damenumkleidekabine umzieht. Dabei lässt Oscar Maria etwas Waldmeisterbrause in die Hand fallen und leckt diese daraufhin ab, was das Mädchen erregt. Später schlafen sie öfters gemeinsam im Bett und wiederholen dieses Spiel. Es kommt zum Geschlechtsverkehr und Maria wird schwanger. Oskar hält sich für den Vater des Kindes, doch auch Alfred Matzerath schläft mit Maria. Am 12. Juni 1941 kommt Sohn Kurt zur Welt.
Daraufhin will Oskar nicht mehr in Danzig bleiben. Er trifft Roswitha und Bebra wieder und schließt sich ihnen an. In Metz beginnt Oskars Tournee, die sich später auf ganz Frankreich ausdehnt. Als die Alliierten in der Normandie landen, sind Oskar und seine beiden Freunde auch dort. Wiederum durch Oskars Schuld stirbt eine weitere Person: Roswitha holt sich einen Kaffee, den Oskar ihr nicht holen wollte, als sie von einer Granate getroffen wird. Bebra und Oskar reisen bis Berlin weiter und Oskar von dort aus alleine bis Danzig. An Kurts drittem Geburtstag erreicht Oskar seine Heimatstadt. Zu diesem Zeitpunkt haben alle Angst vor der einmarschierenden Roten Armee.
Die Bewohner des Hauses verstecken sich im Keller, wo sie allerdings von den Russen gefunden werden, die daraufhin die Nachbarin vergewaltigen. Oskar hält Alfreds Parteiabzeichen in der Hand, als er Läuse fangen will und dieses Alfred übergibt. Der hat solche Angst, dass er das Abzeichen herunterschlucken will, um nicht als Nazi entlarvt zu werden. Dabei bleibt es im Hals stecken und Alfred röchelt. Nervös geworden, erschießen die Russen Alfred.
Beim Begräbnis seines Vaters beschließt der 21-jährige Oskar wieder zu wachsen und wirft deshalb die Trommel ins offene Grab. Dabei wird er am Hinterkopf von einem Stein getroffen, den Kurt geworfen hat. Er stürzt hinunter und stirbt.
Cast & Crew
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Volker Schlöndorff
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Angela Winkler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agnes Matzerath
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David Bennent
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oskar Matzerath
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Katharina Thalbach
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Daniel Olbrychski
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Tina Engel
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Berta Drews
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anna Koljaiczek (alt)
Regie
Schauspieler
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Roland Teubner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joseph Koljaiczek
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Tadeusz Kunikowski
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Onkel Vinzenz
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Andréa Ferréol
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Heinz Bennent
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Ilse Pagé
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Werner Rehm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Scheffler
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Käte Jaenicke
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Otto Sander
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Helmut Brasch
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Wigand Witting
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herbert Truczinski
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Mariella Oliveri
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Roswitha
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Fritz Hakl
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Emil Feist
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Herbert Behrendt
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Karl Heinz Tittelbach
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Charles Aznavour
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Marek Walczewski
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Ernst Jacobi
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Wojciech Pszoniak
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Gerda Blisse
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Joachim Hackethal
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Henning Schlüter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Hollatz
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Zygmunt Hubner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Michon
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Mieczyslaw Czechowicz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kobyella
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Bruno Thost
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Alexander von Richthofen
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Lech Grzmocinski
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Stanislaw Michalski
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J. Kapinski
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gendarme
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Dietrich Frauboes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oberarzt
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Franz Seitz
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Volker Schlöndorff
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Jean-Claude Carrière
- Genre
- Familiensaga, Coming of Age-Film
- Zeit
- 1920er Jahre, 1924, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Danzig, Deutschland, Kaschubei, Polen
- Handlung
- Aal, Bauer, Bourgeoisie, Ehebruch, Ehepaar, Einzelgänger, Ersticken, Erwachsenwerden, Familie, Familienalltag, Familienkonflikt, Feld, Fortpflanzung, Jugendlicher, Kind und Jugendlicher, Kindheitserinnerung, Klassiker, Kleinwüchsigkeit, Lolita, Nazi, Onkel, Oralsex, Oscargewinner, Pferdekopf, Protest, Pubertät, Roman, Rote Armee, Schwangerschaft, Suizid, Treppensturz, Trommel, Unfall, Vergangenheitsbewältigung, Vergiftung, Zirkus, Zwerg
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Blechtrommel
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Trailer zum Film Die Blechtrommel
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Kommentare (32) — Film: Die Blechtrommel
Kommentar schreibenaberaber 2012/01/05 14:53:57
Kommentar löschenSchlöndörff ist 'ne Schnarchnase und so sind auch die meisten seiner Filme. Die Blechtrommel ist aber für seine Verhältnisse durchaus unterhaltsam. Die großartige Besetzung trägt sicherlich dazu bei.
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fiji 2011/12/18 13:39:38
Kommentar löschenEine der besten Literaturverfilmungen, die ich je gesehen habe. David Bennent ist Oskar Matzerath, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
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WaaayneTrain 2011/09/21 23:26:56
Kommentar löschenEin Familiendrama zur Zeit des Faschismus während des 2.Weltkrieges. "Die Blechtrommel" erzählt die Geschichte sehr interessant aus der Sicht des ewigen Dreikäsehochs "Oskarchen". Dabei trägt er die ganze Zeit seine Blechtrommel als Symbol für seine Mentalität mit sich, sein persönlicher Gegenstand für's Leben. Die Trommel schliesst die traurige Geschichte dann wieder ab: Sie landet im Grab von seinem Vater - auf Oskars Wunsch.
So bitter die Geschichte auch ist, sie wird mit viel Humor und liebe zum Detail erzählt. Schauspielerisch sehr überzeugend. Mich nervte nur ein wenig das ständige Rumgesinge, und über kleine Längen ist nicht hinwegzusehen. Aber trotzdem: Ein anspruchsvoller Film, einer der besten aus Deutschland und wirklich ein Klassiker.
8.5
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Jack_Torrance 2011/08/01 10:52:39
Kommentar löschenGünter Grass Roman gehört mit seinem beißendem, sarkastischem und entlarvendem Humor mit zu den größten Meisterwerken der deutschen Nachkriegsliteratur. Wie vorher Charlie Chaplin schaffte es Günter Grass den Faschismus durch Lächerlichkeit zu töten und zugleich ein präzises Bild der damaligen Zeit zu zeichnen.
Volker Schlöndorffs Verfilmung macht diese "Tötung" und Zeitcharakterisierung teils komisch, teils genial, teils boshaft, teils schockierend deutlich.
Oskar Matzerath (vielleicht die coolste Filmfigur der deutschen Filmgeschichte) ist hierbei immer wieder Zeuge dieser fürchterlichen Geschehnisse: Er sieht den ihn umgebenden Abschaum, er bekommt Diskriminierung zu spüren, aber er macht sich auch Freunde. David Bennent spielt diese Figur mit einer beeindruckenden Präzision.
Dieser Gleichklang zwischen Hauptdarsteller und Regisseur macht den Film gleichermaßen so beeindruckend. Bestes Beispiel die Szene, in der Oskarchen bei der Nazi-Versammlung durch sein Getrommele die Kapelle irritiert und gleichzeitig zum Frühlingswalzer umstimmt...
Während ich eine gefühlte Ewigkeit am Kommentar arbeite, merke ich, dass es nahezu unmöglich ist dieses Meisterwerk in Worte zu fassen. Schaut euch lieber den Film an, lest aber vorher das Buch und bekommt die entlarvende Kraft beider Meisterwerke zu spüren !
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Mister.AmaZ-inG 2011/07/27 23:27:12
Kommentar löschenDie einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, ich zähle mich zur zweiten Fraktion.
Geht wirklich gar nicht. Schon nach einer halben Stunde habe ich dem kleinen den Tod gewünscht. Er wurde aber auch wirklich nicht besser. Vielleicht mag er ganz ganz viele Anspielungen und sonstige Dinge beinhalten, 1 Oscar schmückt ihn auch, aber mich kann er ganz und gar nicht überzeugen.
Wenn ich den kleinen auf der Straße sehen würde, wäre ich derjenige, der anfing zu schreien !
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doctorgonzo 2011/07/28 10:16:45
Antwort löschenWas noch interessant sein könnte, wäre eine Erklärung, warum der Film Dich so nervt...
slangbanger! 2011/09/12 19:36:25
Antwort löschenWär ich auch dafür.
Halfdan 2011/03/23 08:59:15
Kommentar löschenGünter Grass ist schon kein guter Auter (meine Meinung). Schreibt immer um was rum ohne wirklich mal die Eier für ne Aussage zu haben. Ja, jetzt kommt wieder: Bilde dir deine eigene Meinung, und das tue ich, aber trotz allem halte ich ihn für überbewertet. Habe mich durch 2 Bücher gequält, ein drittes angefangen und mir gesagt: NIE WIEDER.
Auch dieser Film, nie wieder. Einmal gesehen, mich gezwungen wach zu bleiben und dem Film was abzugewinne.
Meine Meinung: Lebenszeit die ich leider nicht wiederbekomme und die sogar auf dem Klo sinnvoller eingesetzt worden wäre...
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Ripley1 2011/03/23 12:52:00
Antwort löschenRubrik: Kommentare, die die Welt nicht braucht. Halfdan ist kein guter Auter.
Jack_Torrance 2011/07/05 11:58:54
Antwort löschenAntwort gefällt mir.
Pygar 2011/01/19 16:33:42
Kommentar löschenIn üblem Selbstversuch, wird im zarten Alter von drei Jahren beschlossen jegliches Wachstum einzustellen. Als Auslösungsgrund der Protestaktion anerbot sich die verstörende und überintegrierte Erwachsenenwelt samt ihrer versoffenen wie promiskuitiven Verlogenheit. Bewaffnet mit Blechtrommel und schriller Stimme trommelt und schreit sich der Unangepasste und optisch ewige Dreijährige, ab diesem einschneidenden Erlebnis, durch Nazi-Kundgebungen und örtliches Glasvorkommen. Eine durchaus seltsame Odyssee eines selbstgewählten Außenseiters, der im Streit mit vorherrschenden Verhältnissen oder vorbestimmten Abläufen, die Welt mit bissigen bis verachtenden Kommentaren belegt und seine eigene kleine Anarchie auslebt. Als genauer Beobachter dieser irrsinnigen Welt im ständigen Umbruch, verbleibt er mit nur wenigen Seelenverwandten, und wundert sich über unzählige Mitmenschen, die den fortwährenden Wandel ihrer Lebensmodelle und Leitfiguren, kaum verarbeiten können.
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Filmkenner77 2010/10/02 13:47:09
Kommentar löschenDer Film mag gut sein und hat seine Reize, aber ich kann trotzdem mit der Geschichte nur wenig anfangen.
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MrMo 2010/09/05 02:12:13
Kommentar löschender kurze und seine stimme sind total unsympatisch...
aber die handlung ist wirklich sehenswert!
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Taucher 2010/08/16 22:44:33
Kommentar löschenHätte fast ein Kindheitstrauma bei mir ausgelöst. Von vorne bis hinten unsympathisch und ärgerlich. Mein absoluter Hassfilm!!!
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Tytus 2010/07/29 19:50:43
Kommentar löschenDie Brechtrommel
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patcharisma 2010/07/16 05:06:16
Kommentar löschenNun ist diese Post-Kriegs-Adenauer-Saga noch rausgekommen, als 20-Minuten längeren Director's Cut. Ob es so auch toll ist damit?
Egal, für mich ist das sooo lange her, denn bei Erscheinen des Films war ich 14. Es war grad nach dem Mind-Blow "Holocaust- Die Geschichte der Familie Weiss" im TV, als ich mit Meryl Streep gegen die Nazis in meinem Teenie-Kopf erstmals plausibel kämpfte. Ich war sofort Fan dieses Jungen David Bennent, der die Eltern und (Nazi-)Auroritäten nur einfach herunter-trommelte oder wie am Spiess schrie und gar nichts sprach dazu. Ich liebte ihn in seiner kleinen Realität, von der ich dachte, es wäre irgendwie auch meine eigene und wir eh beide keine Ahnug von allem zu scheinen hatten. Der Film war surreal, mega-künstlerisch verklärt und die Geschichte mit Nazis grad auch. Irgendwie waren wir allesamt so beschränkt so machtlos in unseren kleinen Welten, damals 1980. Ich las in allen Zeitschriften, dass er eben "echt kleinwüchsig", als Schicksal war. Und ich dachte, er sei ein echter Film-Star. Er war der Sohn vom Schauspieler Heinz Bennent, den ich nur vom Hörensagen kannte und eine talentierte und eigenwillige Schwester namens "Anne" hatte. Meine bigotten Eltern mit 68-er Hintergrund verboten mir damals den Film im Kino anzuschauen, denn sie vermuteten wahrscheinlich homosexuelle Gefühle eines Pre-Teenagers bei mir, das war ihre allergrösste Hippie-Angst! Sie sahen, dass ich mein Kinderzimmer mit allem tapezierte, was diesen Film "Die Blechtrommel" betraf und was ich über ihn damals fand. Sogar die "Neue Kronen-Zeitung" hatte Artikel, wie: "Ist der Blechtrommler nun wirklich krank?" xD Ich behielt alles: Tokio-Hotel total! Das Poster mit dem schreienden Gesicht über dem weiss-roten Trommel-Muster hatte ich auch schon von einer Kino-Wand geklaut und aufgehängt. Es beängstigte und befremdete meine "offenen" Eltern, die 10 Jahre zuvor noch kiffend in einem VW-Bus nach nach Indien auf den Selbstfindungs-Trip stachen, aber plötzlich mit ihren eigenen Kindern überfordert waren.
Also schrieb ich dem David einfach eines Tages nach Pully, bei Lausanne am Genfersee im Waadtland aus Einsamkeit der Verzweiflung. Die Bennents lebten dort bescheiden in einer Plattenbau-Wohnung, weil sie auch oft nach Paris zum Filmen abstachen. Ich schrieb ihm zuerst mal was ziemlich Bescheuertes ohne Aussicht auf Antwort. Und David Bennent, mein Star, den ich latent über alles liebte, schrieb mir voll zurück! Er schrieb in blauer Tinte und als ich das kleine Couvert seiner Antwort sah, war ich unbeschreiblich blissed und fiel beinahe in Ohnmacht. Meine Mutter nahm den Brief in Empfang an der Haustüre und war sprachlos. Sie wusste trotz mangelnder Bildung, wer das war. Sie sagte keinen Ton mehr.
Und wir hatten damals irgendwann voll so was wie eine Brieffreundschaft entwickelt, die etwa 10 kleine Briefe dauerte. David war in den Briefen auch ultra-kreativ, er fackelte oft die Brief-Enden mit dem Feuerzeug ab, klebte ein Bild drauf oder tat sonst irgendwas Ungewöhnliches. Ich werde es ihm nie vergessen! Etwa fünf seiner Briefe habe ich sicher noch in einer Kiste auf der Diele. Das ist für mich einfach so etwas wie die gelebte Unschuld und den Ungehorsam im Sinne von Punk. Und irgendwie bin ich stolz dafür, dass ich das grad war. Ja voll: David Bennent war einmal, anno 1980, ein Brieffreund von mir. Es rührt mich noch heute zutiefst. Was er heute wohl so macht? Er ist bestimmt cool und nett drauf.
Anyhow, God bless him! Es gibt einfach nichts Grösseres, wie all die mystische Liebe im Universums des Teenage-Craze. Das ist nämlich die unbegründetste, krasseste und daher auch schönste Waffe gegen gesellschaftliche Restrektionen und die zieht heute noch mehr wie jeder Pflasterstein des "Revolutionären Aufbaus" (z.B. am 1.Mai) gegen "Manifestationen des Kapitalismus" oder ähnlich bescheuerten Handlungen "ewig" Möchtegern-Junggebliebener. Love is all.
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Filmsuechtiger 2010/07/16 08:53:32
Antwort löschenHeinz Bennent ist auch ein grandioser Schauspieler, zum Beispiel in Zulawskis Possession.
KlapTrap 2010/07/16 10:18:13
Antwort löschenGeile Story, wahnsinnig guter Kommentar !
Und "klein Oscar" statt Tokio-Hotel....selbst den Kinderzimmerwänden ging es in den Achtzigern also besser als heute....deprimierend, irgendwie.
Alle 4 Antworten zeigen
patcharisma 2010/07/17 23:51:43
Antwort löschenxD
Marie Krolock 2010/07/20 12:28:41
Antwort löschenWirklich tolle Story! Bekam direkt Gänsehaut, weil ich mir gut vorstellen kann, wie es für Dich war.
alanger 2010/05/14 00:34:39
Kommentar löschenbrausepulver plus spucke im bauchnabel.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Sheeeeep 2010/05/14 01:09:13
Antwort löschenHarald + Monica ;)
Alle 3 Antworten zeigen
Tytus 2010/06/07 13:01:58
Antwort löschenda cover beschreibt denn Film sehr gut, kann mich auch nur an denn Jungen mit der Trommel erinnern.
ach nee da war noch nenn Pferdekopf mit aalen^^
denn ganzen mist musste ich in der schule schon lesen, zum glück wird da nichts mehr verfilmt
Nutella?!! 2011/04/01 16:52:35
Antwort löschenJaja.. war schon ein ziemliches Zauberpulverchen.. wer weiß was da bloß drin war..
Sozionaut 2010/05/13 23:52:47
Kommentar löschenIch gehe davon aus, dass eine jede Menge Kritiker auf die facettenreiche Bedeutung der historischen Verweise des Filmes eingegangen sind, und bestimmt darüber hinaus mehr... doch mich haben genauso sehr die schlüpfirgen Szenen im Film interessiert und Gott weiß, wie oft ich mir auf diese einen onaniert habe...
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alanger 2010/05/14 01:19:37
Antwort löschenaha
Sozionaut 2010/05/14 02:03:53
Antwort löschenja ...stimmt, leider *rotwerdend*
brotherdan 2010/05/17 12:42:23
Antwort löschenDie Aal-Angel-Szene oder Mario-Adorfs blanker Arsch sind schon sexy. Nein, im ernst: Als ich noch ein Kind war, haben die Bademoden der 20er und Brause im Nabel meine sexuelle Aufklärung ziemlich aufs Glatteis geführt. Mittlerweile weiss ich zum Glück damit umzugehen. Aber immer, wenn ich den drolligen Matrosen von der Brausepackung sehe, kribbelt es bei mir. Und ja: Kati Thalbach war und ist ne ziemlich coole Sau.
Trotdem verwirr mich der Film noch mehr als das Buch mich genervt hat. Der Rhythmus von erotischer Anziehung und tiefsten Eckel macht mich richtig fertig. Danach musste ich erstmal 10 h schlafen...
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Sozionaut 2010/05/17 13:03:18
Antwort löschenJa, die Szenen mit Kati Thalbach haben mich richtig fertig gemacht. Besonders die, in der sie rittlings nach wenigen Sekunden zum Orgasmus kommt und dabei vom Oskar Matzerath beobachtet wird. Übrigens imm SZ Magazin war ein Interview David Bennent. Der hat es ziemlich satt der ewige Oskar zu sein. Macht jetzt wohl viel mit Theater und so.
brotherdan 2010/05/18 00:54:46
Antwort löschenIch kann mich nich abregen. Diese Affen im Menschkostum. Warum gehen die ins Kino. Deppen. Degenerierte Einzeller.
Der Macht jetzt also Theater. Is wohl doch noch groß geworden muhahaaaa
sry is schon spät
Waran 2010/04/25 16:31:13
Kommentar löschenEine schrille und schwierige Literaturverfilmung, aber gut gelungen. Keine leichte kost und man sollte diesmal das Buch auch lesen bzw. gelesen haben.
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Kill_Diether 2010/04/05 19:13:22
Kommentar löschenBin mir nicht sicher, ob ich den 1980 im Kino sah!?
Sicher ist aber, dass dies der erste deutsche
Spielfilm war, der mich von den Charakter-Darstellern
her, tief beeindruckte.
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falkmann 2010/01/03 22:54:21
Kommentar löschengewöhnungsbedürftig und versaut ;)
Kommentar gefällt mir Antworten
Kris 2009/06/19 10:09:40
Kommentar löschenEin sehr seltsamer Film. Meinetwegen ein Meisterwerk mit großartiger schauspielerischer Leistung, das einen gleichzeitig beeindruckt und erschlägt. Und trotzdem ist er mir einfach zu anstrengend und zu finster.
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Blonder 2009/03/29 17:08:10
Kommentar löschenEin Junge der gegen die Dummheit und Gewalt der Menschen ist, beschließt nicht mehr zu wachsen. Zugegeben die Idee klingt interessant, ist aber leider für meinen Geschmack etwas zu plump und einfallslos inszeniert worden. Obwohl ich Mario Adorf gerne sehe, wirkt er hier etwas deplaziert und ein wenig überfordert. Unvergesslich ist David Bennent in der Rolle des Oskars, den er grandios verkörpert.
Schade eigentlich, ich hatte mir etwas mehr versprochen. Gute Ideen waren vorhanden, wurden aber leider nicht weiter entwickelt.
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JimiHendrix 2009/02/04 17:48:22
Kommentar löschenMit der beste deutsche Film aller Zeiten.
Ich muss sagen, am Anfang nervte mich der kleine Oskar mit seiner Blechtrommel und seinem gewöhnungsbedürftigen Gesicht. Aber nach den ersten 20 Minuten ging er sehr schnell bergauf.
Grade weil die Geschichte immer interessanter wurde und nach und Höhepunkte setzte.
Ich hab das Buch von Grass zwar nie gelesen, aber die Verfilmung hat mir sehr gut gefallen. Es gibt inzwischen deutsche Filme, über die Zeiten des Nationalismus, wie Sand am Meer. Ich muss auch zugeben, dass mir das Thema echt zum Hals raus hängt, aber dieses deutsche Werk ist sehr erfrischend gewesen, trotz seiner 30 Jahre.
Genialer deutscher Klassiker indem es für den kleinen Oskar den Oscar gab.
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