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Endstation Sehnsucht
A Streetcar Named Desire (1951), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 01.12.1951
7.8
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von Elia Kazan, mit Vivien Leigh und Marlon Brando
Die kultivierte, aber labile Lehrerin Blanche sucht Unterschlupf bei ihrer Schwester Stella im schwülen New Orleans. Sie will ihre Vergangenheit vergessen. Als Blanche den schüchternen Mitch kennen lernt, träumt sie sogar von einem neuen gemeinsamen Leben mit ihm. Doch Stellas brutaler Ehemann Stanley Kowalski, ein polnischer Einwanderer, bedrängt Blanche zusehends, bis ihre Auseinandersetzungen schließlich in der Vergewaltigung Blanches gipfeln.
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Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Endstation Sehnsucht
- Genre
- Ehedrama, Familiendrama, Melodram, Sozialdrama, Drama
- Zeit
- Sommer
- Ort
- Fantasiewelt, New Orleans, Südstaaten, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Arbeiter, Ehemann, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Einwanderer, Entlassung aus dem Gefängnis, Familie, Familienkonflikte, Feind, Feindschaft, Geschwister, Gewalttätiger Ehemann, Herkunft, Kartenspiel, Klassiker, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lehrerin, Lüge, Mann, Mann-Frau-Beziehung, Migration, Migräne, Männlichkeit, Oscargewinner, Poker, Realitätsverlust, Schlägerei, Schuld, Schwager, Schwangerschaft, Schwester, Schwester-Schwester-Beziehung, Schwüle, Unterhemd, Vergewaltigung, Verlust der Familie, Vorhang, Wohnung, Zimmer
- Stimmung
- Berührend, Ernst
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Kritiken (1) — Film: Endstation Sehnsucht
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenElia Kazans Theaterverfilmung funktioniert erstaunlich gut auf der Leinwand. Er begeht nicht den Fehler das Stück zwanghaft aufzulockern und dennoch herrscht selten eine klassische Kammerspielatmosphäre, wie es z.B. bei "... Virginia Woolf" war. Die Adaption ist also mehr als geglückt. Hauptattraktion dieses abgründigen Dramas über gesellschaftliche Zwänge ist natürlich das Ensemble, dass Hollywoodtypisch zwei Stars als Galionsfiguren zu bieten hat und mit eher unbekannten, aber dafür grandiosen Nebendarstellern gesegnet ist. Vivien Leigh fasziniert ab der ersten Minute. Glaubhaft verkörpert sie eine Frau, die die Lüge liebt, also die Poesie, die Kunst und das Schöne, bis zur Auflösung des Verstandes. Ihre Liebe verträgt sich nicht mit dem rauen Auftreten von Brandos Figur, die hier nicht versucht auszubrechen, sondern eher konservativ an seinem kleinen Königreich festzuhalten versucht. Die Spannungen zwischen den Beiden sind die Triebfeder des Films und Kazan spannt sie unaufhörlich immer mehr, bis sie zerbirst.
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Kommentare (23) — Film: Endstation Sehnsucht
Nevica Wed, 22 May 2013 13:53:07 -0000
Kommentar löschenMarlon Brando besitzt ein Auftreten - Wahnsinn! Nun zeigt er auch hier in seinen anfänglichen Zeiten eine hervorragende Gabe, sich in seine Rollen einzufinden.
Während Stella überzeugend in ihrer gedanklichen "Unschuldsrolle" ist, gibt sich Blanche wesentlich tiefer ihrer destruktiven Blindheit hin... Insbesondere zu Beginn war ich schlicht genervt von ihr und ihrem Hecheln nach "Anständigkeit" & "Konformität" - dies hielt zwar bis zum Schluss an, doch war ich gegen Ende wirklich erfasst von ihrer exzessiven Ignoranz sowie generell ihrer geblendeten Denkweise.
In diesem Film stecken Themen, welche auch heute noch auf diverse menschliche Bereiche übertragbar sind - traurig, dass so wenig gelernt & erkannt wird.
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smu137 Fri, 19 Apr 2013 19:09:30 -0000
Kommentar löschenBrando wow, Film mau.
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cpt. chaos Tue, 04 Dec 2012 15:29:57 -0000
Kommentar löschenEin stark atmosphärischer Beginn, wird gleich mit dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Schwestern auf eine harte Probe gestellt. Vivien Leigh betreibt anstrengendstes Overcating, das mich geradezu mehrfach verzweifeln ließ, auch wenn sich dies ab der Hälfte, insbesondere aber zum Ende hin, relativiert. Man muss sich mitunter ein wenig dazu zwingen, sich regelrecht durchbeißen, um abschließend belohnt zu werden.
Marlon Brando hingegen, spielt von Beginn an alles und jeden gnadenlos an die Wand. Eine Menge interessanter Charaktere, deren Tiefgründigkeiten oftmals sehr melancholisch geprägt zum Tragen kommen.
Zeitweise wirkt "Endstation Sehnsucht" alleinig wegen Leighs Schauspiel um zwei Nummern zu überzogen. Dennoch in jedem Fall sehenswert! Alleine schon um zu sehen, worauf sich Brandos Ruhm begründet. Seine Filmpartnerin macht ebenfalls eine gute Figur und die Kulissen sind auch wirklich klasse.
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Einar Tue, 04 Dec 2012 15:48:16 -0000
Antwort löschenLeigh spielt halt eine irgendwie entwurzelte, immer noch den alten Zeiten hinterher trauernde Südstaaten-Dame und wird mMn der Vorlage annähernd gerecht.
Zu Brando muss man natürlich überhaupt nichts mehr sagen! "STELLA!"
cpt. chaos Tue, 04 Dec 2012 16:48:34 -0000
Antwort löschenAber die Gute ist schon äußerst gewöhnungsbedürftig, insbesondere bei der ersten Berührung mit diesem Filmstoff.
Alle 4 Antworten zeigen
Luise Schweter Sat, 29 Dec 2012 22:13:26 -0000
Antwort löschenVivien Leigh "overacted" weil sie ihrer Vergangenheit zu entfliehen versucht. All das Überkandidelte benutzt sie als Schutz, außerdem lässt sie kaum einen zu Wort kommen. Und ihre Stimmungsschwankungen zeigen ganz gut wie sie in den Wahnsinn geht. Für mich stehen sich Brando und Leigh in nichts nach. Beide beherrschen die Szenerie und jedes Zusammentreffen ist äußerst spannend.
cpt. chaos Sun, 30 Dec 2012 12:01:29 -0000
Antwort löschenIch bin mir sicher, dass ich Leighs Schauspiel bei weiteren Sichtungen, die es ganz ohne Frage geben wird, mit anderen Augen sehe werde. Nur denke ich, dass man als Zuschauer im ersten Moment schon ein wenig verwundert dreinschaut, ob ihrer "eigenartigen" Darstellung - das soll die Qualität in keinster Weise mindern! Wie ich schon schrieb, relativiert sich der Eindruck mit fortlaufender Spieldauer zum Glück dann auch.
ElMagico Thu, 08 Nov 2012 17:30:35 -0000
Kommentar löschenTeilweise ist das unerträglich. Man möchte in den Film springen und jeden einmal schütteln. Diese Spirale, bei der jeder der Protagonisten immer wieder Feuer ins Öl schüttet. Die Katastrophe kommt unausweichlich näher und wird vor lauter Selbstbehauptung und -betrug nicht gesehen. Und am Schluss ist es eigentlich nur verwunderlich, dass es so lange gedauert hat bis etwas passiert.
"A Streetcar Named Desire" macht es einen wirklich nicht einfach. Ab und an hatte ich sogar das Gefühl genervt zu sein. Suchte in solchen Momenten nach den Schwächen des Films. Die kleinen Logikfehler. Das theatralische Spiel. Das dumme Verhalten das die drei teilweise an den Tag legen. Und ich war 2 oder 3 mal kurz davor alles als aufgebauschten Mumpitz abzuurteilen. Jetzt wo ich durch bin, weiss ich woher dieses Gefühl der Genervtheit kam: Es war oft einfach unangenehm "A Streetcar Named Desire" anzugucken. Emotionell unangenehm.
Anfänglich empfand ich fast noch etwas wie leisen Hohn über die Darstellung der Charaktere. Wie sie alle 3 versuchen ihre Fassaden aufrechtzuerhalten. Doch der enge Raum zehrt an den Nerven, die Masken werden immer öfter fallengelassen oder sie werden noch fester ans Gesicht gedrückt. Und was zu Beginn oft noch naiv und unglaubwürdig erscheint, zeigt sich mit der Zeit doch recht durchdacht und tiefgründig. Eben weil hier niemand mit einer reinen Weste umhergeht, einem aber auch niemand nur annähernd sympathisch ist. Letztendlich ist hier jeder sich Selbst der Nächste. Selbst Stella...ihr ständiges Sorgen und Kümmern ist nicht mehr als die Verteidigung ihrer Traumwelt und oft auch nur schwer nachvollziehbar.
Und am Ende ist "A Streetcar Named Desire" wirklich tief und dunkel. Unangenehm und rücksichtslos. Ein Drama, wie es dramatischer kaum sein kann.
Tatsächlich kann sowas leicht ins Lächerliche abrutschen, gerade aufgrund des Theater-Backrounds. "A Streetcar Named Desire" ist aber ein grandios umgesetztes dunkles (fast) Kammerspiel. Gar nicht so weit von einem Theaterstück entfernt inszeniert, aber trotzdem immer Film, bietet "A Streetcar Named Desire" eine Bühne für 3 Darsteller in Hochform, welche zwar groß agieren, aber nie ins allzu Theatralische verfallen.
Ich hätte zu Beginn des Films nicht gedacht, dass er noch so eine Sogwirkung aufbauen kann, dass das was ich als eher schlecht empfand sich als vollkommen richtig und gut erwies. Und ich hätte nicht gedacht, dass "A Streetcar Named Desire" im Laufe der Zeit noch so eine schwere und dunkle Atmosphäre aufbaut. Das der Film aber solch eine Wirkung erzielen kann, hat für mich vorallem einen Grund: Zieht man das drumherum ab, bleibt eine total glaubhafte Story. Und genau das vermutet man zu Beginn eben nicht.
Anschauen!
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Prechtl Thu, 08 Nov 2012 17:54:34 -0000
Antwort löschenStimmt, ich hatte damals auch ein merkwürdiges Gefühl beim Gucken. Aber ich glaube das gehört so :)
ElMagico Thu, 08 Nov 2012 18:18:48 -0000
Antwort löschenJa...manchmal sogar irgendwie gruselig.
LynchFan1706 Thu, 08 Nov 2012 18:54:21 -0000
Antwort löschenWunderbar treffend beschrieben! Und egal, wie oft man den Film sieht, dieses Gefühl bleibt.
ElMagico Thu, 08 Nov 2012 19:24:35 -0000
Antwort löschenDanke schön Nicola :)
Weiss man denn im Stück was zwischen Blanche und Stanley passiert? Oder bleibt das da auch offen?
Alle 6 Antworten zeigen
LynchFan1706 Thu, 08 Nov 2012 19:46:46 -0000
Antwort löschenGerne, Mr Magic. ;-) Stanley vergewaltigt Blanche, das zerstört sie.
ElMagico Thu, 08 Nov 2012 21:41:55 -0000
Antwort löschenDanke schön! :)
Zum Glück wusste ich das mit der Vergewaltigung nicht beim gucken des Films....das hätt mich doch viel böser denken lassen. Passt so auch besser finde ich...
Einar Fri, 14 Sep 2012 11:26:42 -0000
Kommentar löschenSTELLA... STELLA!!!
Marlon Brando in seiner vielleicht intensivsten, unsympathischsten Rolle, die man dennoch lieben muss! Ein wahrer Genuss! Kazan + Brando = Wow!
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chmul_cr0n Wed, 22 Aug 2012 23:29:57 -0000
Kommentar löschenDie Performances in diesem Film sind so geil wie verschieden. Vivian Leighs Spiel mag einem veilleicht oberflächlich vorkommen, verglichen mit Marlon fucking Brando, aber...irgendwie hat das was bei ihr.
Der einzige Nachteil des Films ist seine etwas zu lange Laufzeit.
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Miss D. Tue, 14 Aug 2012 14:15:35 -0000
Kommentar löschenDer Film überhaupt der Method Acting zu dem gemacht hat was er ist. Marlon's talent des "neuen" Form zu spielen, neben der Diva der alten Schule.....amazing and heartbreaking!
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BaltiCineManiac Sat, 23 Jun 2012 11:28:59 -0000
Kommentar löschenElia Kazan ist hier eine vortreffliche Verfilmung des Tennessee-Williams-Stücks gelungen, die sich ganz auf das Schauspiel konzentriert und fast nur ein Setting benötigt. Der mit seiner Performance alles in diesem Film überstrahlende Star ist jedoch nicht der sehr wohl präsente, als Stichwortgeber und antagonistische Reibungsfläche dienende Marlon Brando, wie es hier leider in viel Kommentaren anklingt, sondern Vivien Leigh mit ihrer wohl besten darstellerischen Leistung.
Ihre Verkörperung der psychotischen Fratze dieses bestimmten Frauentypus, bei dem der nächste Kerl genauso schnell da ist, wie beim Hai der nächste Zahn, der vorgibt, ein Diamant zu sein, aber doch nur billiger Strass ist bzw. zu diesem im Laufe der Zeit wurde, der das Opfer seiner eigenen Koketterie zu sein scheint und mit aufgesetzter Prüderie hausieren geht, um schließlich doch für jeden Dahergelaufenen ganz schnell eben diese fallen zu lassen, und den man auch heute noch an jeder Ecke antrifft, ist von einer sagenhaften Grandiosität. Diese Straßenbahn namens Sehnsucht führt definitiv direkt zu einem sehr überzeugenden Schauspielstück!
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kahaujiko Mon, 26 Dec 2011 14:52:43 -0000
Kommentar löschenich konnte weder mit dem buch noch mit der verfilmung etwas anfangen. die handlung ist dünn, überzogen inszeniert und langatmig und die hauptdarstellerin ist mir zum davonlaufen unsympathisch
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Begbie Sun, 27 Nov 2011 17:37:42 -0000
Kommentar löschenFür mich war Vivien Leigh fast unterträglich in diesem Film...Außerdem merkt man ihm die mittlerweile 60 Jahre in jeder Sekunde an. Einzig und allein Marlon Brando hat mich am Bildschirm gehalten..
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Marti DiBergi Fri, 19 Aug 2011 12:19:54 -0000
Kommentar löschenDer Film kommt düster und sperrig daher, doch die großartigen Darsteller ziehen einen dermaßen in ihren Bann, dass man gar nicht anders kann als in das New Orleans der 50er einzutauchen und vier grundverschiedenen Menschen dabei zuzusehen, wie sie an ihren Sehnsüchten zugrunde gehen. Brilliant!
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neenchen Sat, 18 Jun 2011 18:43:18 -0000
Kommentar löschenDie Literaturverfilmung ist grossartig besetzt. Vivien Leigh stellt die schwer psychisch erkrankte Blanche herausragend dar. Auch Marlon Brando verleiht seinem Charakter die richtige Ambivalenz, so dass man das Schwanken der Stella und das Auf und Ab der Beziehung nachvollziehen kann. Wie belanglos auch der Anfang – ein einfacher Besuch der Schwester – auch erscheinen mag, spitzt sich die Geschichte rasant auf das dramatische Ende zu.
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Mel1 Mon, 07 Feb 2011 12:24:44 -0000
Kommentar löschenDiesen Film habe ich mit 14 (vor 15 Jahren) zufällig als VHS bei meinen Eltern entdeckt und das ist einer der Filme, die ich über Wochen hinweg immer und immer wieder geguckt habe bis ich einen Großteil des Textes auswendig konnte.Und das alles nur,weil er mich schon früher absolut fasziniert hat,ganz besonders die Rolle von Vivian Leigh.
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Filmkenner77 Sat, 14 Aug 2010 11:35:54 -0000
Kommentar löschenHervorragend gespielter Klassiker der Filmgeschichte, den man gesehen haben muss. Zu Recht mit mehreren Oscars bedacht.
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Lea<33 Sun, 06 Jun 2010 14:22:52 -0000
Kommentar löschenSobald die schicksalsvolle Einleitungsmelodie vom genialen Komponisten Alex North ertönt, werde ich still und andächtig. "A Streetcar Named Desire" ist nicht nur eine gelungene Literaturverfilmung des Stücks von Tennesse Williams mit interessantem Hintergrund, sondern vor allem der Film, der Marlon Brando, einen der wichtigsten Schauspieler des vergangenen Jahrhunderts, endgültig berühmt machte.
Blanche Dubois (toll, Vivien Leigh!) quartiert sich bei ihrer Schwester Stella (Kim Hunter) ein und lernt ihren Schwager Stanley Kowalski (Marlon Brando) kennen. Bis auf wenige Ausnahmen spielt sich der Film in der kleinen Wohnung der Kowalskis ab, die eine klaustrophobische Atmosphäre verursacht. Blanche und Stanley kommen nicht gut miteinander zurecht, sie findet sein animalisches Verhalten proletarisch, er hasst ihre verwöhnte Art. Die Situation eskaliert schnell, Stanley fühlt sich bedroht, schmeißt ein Radio aus dem Fenster, schlägt seine Frau und fleht sie an wieder nach Hause zu kommen ("STELLA! I want my Baby down here!") und bedroht die psychisch belastete Blanche. An dieser Stelle ist vor allem der Score hervorzuheben, der eine leise, immerwiederkehrende Melodie, wiederholt, wenn Blanche an ihre verschleierte Vergangenheit zurückdenkt. Als ein Freund Stanley's Mitch (Karl Malden) sich Blanche annähert, ist es nicht mehr weit bis zur finalen Eskalation.
"I always dependet on the kidness of strangers."
Vivien Leigh spielt ihre psychisch angeschlangene Person herrausragend, Kim Hunter und Karl Malden ebenfalls, aber der wahre Star des Films bleibt Marlon Brando. Die animalische, brutale, selbstverliebte ("I'm the King around here, and don't you forget it!") Figur des Stanley Kowalskis blieb ewig an ihm hängen und weil er ihn so echt und realistisch spielte, wurde ER als Kowalski hingestellt. Elia Kazan wollte das vorher von ihm 2 - jährig aufgeführte Theater-Erfolgsstück nur deshalb drehen, um die Aufmerksamkeit (mithilfe der Kamera) auf die eigentliche Hauptperson Blanche lenken. Marlon Brando eroberte die Kinoleinwand und revolutionierte die Schauspielerei.
"A Streetcar Named Desire" ist kein einfacher Film, man sieht im sein Alter schon an, aber einer meiner Lieblingsfilme, weil er thematisch interessant ist und es mir in jeder Sekunde Spaß macht diesem Leinwandgott bei seinem Spiel zuzusehen. Das ist wahres Talent.
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doctorgonzo Thu, 15 Apr 2010 11:31:35 -0000
Kommentar löschenSehenswerte Verfilmung von Tennessee Williams Theaterstück, die neben der durchaus bewegenden Grundgeschichte auch noch mit starken Darstellern glänzt. Besonders Brando als Stanley weiß zu beeindrucken. Ebenso überzeugt auch Karl Malden als etwas verweichlichtes Muttersöhnchen.
Diese sehr vorlagengetreue Filmversion profitiert zusätzlich von einem tollen Score und einer hervorragend zusammengestellten Atmosphäre, man begibt sich gemeinsam mit den Akteuren hinab in bösartige Abgründe der Menschlichkeit und darf miterleben, wie schwer es ist, dort wieder herauszukommen.
Beeindruckendes Stück Filmgeschichte, das hinsichtlich der Inszenierung etwas Staub angesetzt haben mag, doch unter dem Staub ist weiterhin ein Meisterwerk zu finden.
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dae-su Mon, 15 Feb 2010 15:43:59 -0000
Kommentar löschenKomplexes Charakterkino, das mich nur semi-überzeugen konnte.
Weil:
1. Das aufgesetzte, stark übertriebe Spiel von Vivien Leigh nervte am Anfang doch gewaltig. Erst im Verlauf des Film, mit Entwicklung des (wirklich stark geschriebenen) Charakters habe ich verstanden, worauf sie da hinaus wollte. Im Nachhinein schon ziemlich beeindruckend, in der ersten Hälfte des Films allerdings echt anstrengend.
2. Die Synchro ist für die Füße. Habe ihn gestern im Kino gesehen, war also nix mit O-Ton. Allerdings wurde die DVD gezeigt, weshalb einzelne Szenen(fragmente), die in der ursprünglichen deutschen Kinoversion geschnitten waren, im Originalton zu sehen waren. Und das klang dann echt stark. Brando und Leigh muss man im Original sehen. Da muss ne Zweitsichtung her.
3. Ich war müde, aber nach 20 Minuten ungefähr hatte ich doch den Eindruck, dass sich die ganze Angelegenheit ordentlich zieht. Die sehr klassische Inszenierung verlässt sich auf Handlung und Dialoge, um Schwung in die Sache zu bringen - und nach einem starken Anfang erreicht der Film meiner Empfindung nach erst wieder mit Zuspitzung der Dramatik, im letzten Drittel des Film, seinen Drive. Kann aber - wie gesagt - auch an der Müdigkeit gelegen haben.
Davon mal abgesehen gefällt "Streetcar named desire" insgesamt dann aber doch. Brando hat mit seinem Aussehen nicht nur die Damen im Saal angeturnt und seine schauspielerische Leistung ist, mal wieder, genial. Ganz groß. Aber auch der Rest des Casts weiß zu überzeugen, vor allem Vivien Leigh läuft zum Ende hin zu Hochform auf. Dass der Schluss vom Theaterstück abweicht (wo Stella zu Stanley zurückkommt, im Prinzip also der konsequentere, deprimierendere Schluss) passt in die Reihe der Abschwächungen, die der Film seiner Zeit geschuldet ist - man denke an die angedeutete Vergewaltigung (Spiegel...).
Mit dem Vorwissen dieser Sichtung wird er bei einem zweiten Sehen sicher noch gewinnen. Die gestrige Vorstellung im Kino allerdings konnte mich, trotz der vielen Pluspunkte, nicht 100%ig überzeugen.
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Marie Krolock Wed, 29 Jul 2009 17:04:37 -0000
Kommentar löschenEin grandioser Marlon Brando (Gott: was für ein Kerl! *hrr*) und eine nicht minder grandiose Vivien Leigh (doch unübertroffen bleibt ihre Rolle in "Vom Winde verweht") spielen die Hauptrollen in diesem Film nach einem Theaterstück von Tennessee Williams. Phantastisch, was man mit so wenig Szenen auf die Leinwand bekommt. Ein umwerfender, bedrückender Film.
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JimiHendrix Thu, 23 Jul 2009 19:32:55 -0000
Kommentar löschenWas für ein Intensitätskino.
Marlon Brando spielt wieder einmal weltklasse, durch seine Präsenz im Film treibt er die Atmosphäre teilweise auf den Siedepunkt.
Grade durch seine, nicht weniger grandios agierenden, Gegenspielerin Vivien Leigh gewinnt der Streifen ungemein an Spannungen.
Der Handlungsstrang fällt sehr dicht aus, wenn man bedenkt, dass sich fast alles in der Wohnung abspielt, aber dardurch ist es fast unausweichlich, dass sich die beiden immer mehr an einander reiben und es irgendwann zur Eskalation kommen
muss.
Aber natürlich gibt es auch hier und da ein paar kleiner Durchhänger und grade der Schluss zihet sich ein wenig, was aber dem Gesamtwerk nicht viel schadet.
Ich sah Brandos ersten Film "Die Männer" und schon da waren wirklich geniale Ansätze zu erkennen gewesen und hier setzte er es fort und seine Ausbrüche wirkten aber nochmal um einiges intensiver.
Da muss selbst ich als männlicher Vertreter meines Gleichen nur sagen: Was für ein Mann!
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annaberlin Fri, 20 Feb 2009 18:56:48 -0000
Kommentar löschenEinzigartige Verfilmung mit einem grandiosen Marlon Brando. Das Kammerspiel lebt von seinen Hauptdarstellern, der exzellenten Regie und einem Drehbuch, das auf einem Theaterstück der Spitzenklasse beruht. Einzig und allein die Hauptfigur der Blanche nervt, was jedoch beabsichtigt ist, weshalb Vivien Leigh nicht belangt werden kann. Auch sie spielt die fragile, persönlichkeitsgestörte Südstaatlerin sehr gut.
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