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Ex Drummer

Ex Drummer (2007), BE Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 15.11.2007


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6.8
Kritiker
11 Bewertungen
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7.3
Community
2052 Bewertungen
96 Kommentare
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von Koen Mortier, mit Norman Baert und Dries Van Hegen

Eines Tages stehen sie vor seiner Tür: Drei Möchtegernmusiker aus dem tiefsten Sumpf der belgischen Provinz bitten den erfolgreichen Buchautor Dries darum, den noch vakanten Posten des Schlagzeugers in ihrer geplanten Rockband zu übernehmen. Dries, fasziniert von der morbiden Aura sozialer Verelendung, willigt ein und tauft das glücklose Häufchen “The Feminists”. Fortan ist er immer dabei: im Proberaum auf dem Bauernhof von Jans Eltern, wo die Mutter den kranken Vater per Zwangsjacke ans Bett fesselt, im blutigen Apartment von Koen, der nur Lust empfindet, wenn er Frauen misshandelt, und in dem verkommenen Loch, in dem Ivans Frau auf der Couch vor sich hindämmert und das schreiende Baby mit Kokain ruhigstellt. Dries ist ein Beobachter, der neugierig die Verkommenheit der Welt in sich hineinsaugt und abends heimkehrt in sein Designerloft hoch über den Dächern von Oostende, wo ihn seine hübsche Frau und manchmal auch eine Gespielin erwarten. Wie ein Gott steigt er immer wieder hinunter in den Sündenpfuhl, kommentiert, manipuliert, intrigiert … bis er sich schließlich selbst als mythischen Erlöser wähnt, der die Welt um ihre Übel erleichtert. Die Katastrophe ist unaufhaltsam.

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Ex Drummer

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] Aber es geht hier in keinem Fall um eine Verdeutlichung dieser Sozialkrüppel, die in ihrem Drogenwahn, Erbrochenem und eigenen Suff ersticken. Es geht vielmehr um die Manipulation durch die gehobene Klasse. Dries ist unseren drei verlorenen Existenzen in jeden Punkt überlegen. Er dirigiert sie ohne Probleme und macht sich einen Spaß aus dem Grauen, das sich vor seinen Augen abspielt, ihn aber nie berühren wird. Aus der Coolness, die Dries zu Anfang noch locker ausstrahlt, wird schnell widerliche Arroganz. Gelangweilt von seinem eigenen Ich und aus Neugierde taucht er in diese abartige Welt und lebt dort nach seinen eigenen Regeln. Ohne Rücksicht auf Verluste. Dass die Menschen aus dieser Welt ihm nichts bedeuten wird schnell deutlich. Er kann zwischen zwei Leben umherspringen und steigt immer wieder wie Zeus aus dem Olymp um sich am Chaos der Unterwelt zu ergötzen. [...]

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

jen4indie

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recht hast du, an weihnachten würde ich den film auch nicht sehen wollen.


SoulReaver

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Sagt auch niemand, dass ich den an Weihnachten geguckt hab. An der Reihe war er trotzdem.


SiameseAlex: SiameseMovies

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8.5Ausgezeichnet

[...]
Das Werk von Regisseur Koen Mortier ist auf den ersten Blick ein kontroverser Film, dessen harte, gewollt absurde Bilder; dessen alternative Kameraspielereien; dessen außerordentlich unsympathischen Charaktere; sowie dessen für die breite Masse äußerst gewöhnungsbedürftiger, weil avantgardistisch-noise-punk-mix-lastiger OST bereits ziemlich abschrecken könnte(n). Und nicht nur das. Der gesamte Film macht sich aufgrund der ungewohnten Vielfalt an grenzwertigen Elementen (angeführt durch die widerwärtige Handlung selbst) zutiefst angreifbar.
[...]
Zweifelsohne enthält 'Ex Drummer' ausschließlich unsympathische Charaktere, was jedoch keinesfalls mit uninteressanten Figuren- und deren zugehörigen Konstellationen gleichzusetzen wäre. Die sind nämlich bei genauerem Hinschauen echt witzig! [...] Und eben das macht 'Ex Drummer' zu einem Film, der es konsequent richtig macht eine Metaebene zu betreten, die von einem Schriftsteller bereichert wird, dessen Erlebnisse wir als Zuschauer teilen und dabei selbst Zeuge werden von seiner absoluten Unfähigkeit das Wörtchen Toleranz überhaupt buchstabieren zu können - ganz zu schweigen von seinen völlig missratenen Moralvorstellungen.

Der Höhepunkt des Arschtritts an sämtliche Pseudo-Schocker ala 'Man bites Dog' und von mir aus auch 'Kick-Ass' ist dann aber doch das Understatement, das die Musik einer echt armseligen Truppe alles andere als musikalisch armselig ist. Natürlich ist der Soundtrack Geschmackssache und dennoch wird niemand mit einem gewissen musikalischen Know-How die technisch ansehnliche Performance der Künstler anzweifeln, was schließlich irgendwie das i-Tüpfelchen auf dem Fazit: GUTERFiLM ist!

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Xebeche

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Sehr schön geschrieben!


SiameseAlex

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Dankeschön!


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.0Ausgezeichnet

Mitleid funktioniert immer. Nicht erst seit dem Super-Pädagogen, Finanzexperten und Renovierungsarmeen medial dafür sorgen, dass auch jeder kleinste Blickwinkel eines Haushalts be- und durchleuchtet wird. Wird sind alle bereits Zeugen geworden von solchen Gutmensch-Aktionen, ja vielleicht haben wir selbst solche Aktionen bereits durchgeführt, vielleicht sogar mit einer Kamera. Fakt ist das Elend bietet zum einen eine große Projektionsfläche und zum anderen eine enorme Anziehungskraft. Kein Wunder dass sich neben dem Fast-Food Mitleid der Privatsender auch kulturelle Medien sich dem Thema annehmen.

Die Liste von Filmen, die dem Zuschauer eine arme Welt aufzeigen ist lang. Immer wieder versuchen Regisseure, Produzenten, Autoren, Darsteller und Kameraleute die Armseeligkeit in passende, bekannte Formen zu pressen. „Ex Drummer“ erfüllt diese Form im depressivsten Grau und doch ist der belgische Film von Koen Mortier mehr als nur ein weiterer Elendstourist. „Ex Drummer“ ist keine Reflexion über die untere Gesellschaft, es ist viel mehr eine gellende, finstere und bis ins Mark unangenehme Satire.

„Ex Drummer“ besitzt einen außergewöhnlichen, visuellen Stil. Die Macher verstehen es wirklich wie man Bilder entwirft, die im Hirn kleben bleiben. Dafür setzt der Film auch auf Ekeleffekte und drastische, unverhüllte Einsichten auf die Morbidität der Gesellschaft. Abschrecken aber gleichzeitig dennoch anziehend – eine seltsame Mixtur die hier gut funktioniert. Allerdings wiederholt sich „Ex Drummer“ in seinen Extremen und visuellen Spielerei recht häufig. Während die Extreme auch nach dem dritten Mal wirksam sind, verlieren die schrägen Perspektiven an Reiz und lassen den Film länger wirken als er nicht. Des Weiteren stellt sich so schnell das Gefühl ein, dass alles viel zu zwanghaft auf künstlerisch hochwertig getrimmt wurde. Wobei hochwertig ein Wort ist, dass einem beim rüden und dreckigen „Ex Drummer“ eher selten in den Sinn kommt.

„Ex Drummer“ ist ein Brocken von einem Film. Symbolisch, interpretativ, skandalös, grob, brutal und pervers. Aber seine hinter dieser ungehobelten und rauen Schale steckt eine wirklich gute Satire mit verspieltem Charakter, die allerdings aus dem grimmigen Zentrum erst einmal freigelegt werden muss. Dass ist nicht einfach und erfordert gewiss auch viel Sympathie gegenüber dem Film und seinen Stilmitteln, aber es lohnt sich. Denn „Ex Drummer“ erweist sich als tobender Angriff auf die gesellschaftliche Norm des Mitleids. Fast so als ob die Super-Nanny angekotzt würde.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Technisch und schauspielerisch ein beeindruckender Streifen, der in seiner Kotz- Dreck- und Proll-Ästhetik mehr als einmal an die krasseren Momente von Trainspotting erinnert, ohne allerdings so süffig stringent erzählt zu sein. Ein Film der das vielbeschworene "Prekariat" auf die schlimmstmögliche Erscheinungsform kondensiert und dabei mit keiner der Figuren auch nur einen Hauch Empathie zeigt. Eine sehr kalte Welt ist es die Ex Drummer da zeichnet, bei der es schwer ist sich zu entscheiden, ob die derangierten "Asozialen" unsympathischer sind oder doch der bar jeder menschlichen Regung agierende Intellektuelle, dessen Gossentourismus eher voyeuristischen, denn aufklärerischen Impulsen entspringt. Das die Story nach einigem Hin und Her folgerichtig in einem Blutbad endet, überrascht weniger, als dass es erst so spät passiert.
Bei allen technischen Finessen und Ideen, verbleibt am Ende allerdings auch ein wenig der Eindruck, dass die erzählerische Tiefe der Provokation und den Schockeffekte doch etwas hinterherläuft.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

jannis

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[x] süffig-stringent in einem Satz gelesen


wiedererkennbar

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Schön auf den Punkt gebracht. Für mich ist "Ex-Drummer" auf jeden Fall einer der härtesten Filme, die ich je gesehen habe. Das meine ich nicht nur auf die Gewalt bezogen, sondern vor allem auf die Eiseskälte der Hauptfiguren bezogen. Als Zuschauer konnte ich bei diesem Film für keinen der Charaktere Symphatie hegen.



Kommentare (92) — Film: Ex Drummer


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mme.lehmann

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Film halten soll. Die Geschichte ist schnell erzählt (aka Spoileralert): Ein mehr oder minder bekannter Schriftsteller tritt einer Band voller Vollhorste bei. Motiv: Elendsvoyeurismus. Sozusagen Kriegstourismus ohne die Stadt zu verlassen. Nun beobachtet man die Bande und einige andere Protagonist*innen dabei, wie sie ihre Arschlochhaftigkeit in ihrer kleinen grauen Welt auslebt. Jede einzelne Person in "Ex Drummer" verdient weder Mitleid noch Sympathie. Das macht es extrem schwer, den Streifen zu gucken. Obwohl thematisch nicht unbedingt verwandt, hat er mich streckenweise an "A Serbian Film" erinnert. Vermutlich wegen der exzessiven Gewalt- und perversen Sexszenen. Etwa zwanzig Minuten vor Schluss war ich mir sicher, dass es eine 5/10 werden würde - einfach, da ich nicht wusste, ob ich den Film nun gut oder schlecht finde. Da dann allerdings ein Finale furioso folgte, das seines gleichen sucht, musste ich doch einen Punkt hochgehen. Dazu kam in der Gesamtschau auch noch der gekonnt ausgesuchte Soundtrack, die schönen Bilder und die gute Kameraführung.
Ich befürchte, dass ich ihn in einem Jahr noch mal gucken muss, um ihn wirklich fassen zu können - und mir graut schon jetzt davor.
Mir ist wirklich schlecht (keine Metapher). Und wenn ich mir das jetzt alles so durchlese, denke ich, dass ich bei der Zweitsichtung meine Wertung um zwei bis drei Punkte nach oben korrigieren werde.
Was außerdem betont werden muss: Die FSK ist ein Witz. "Ex Drummer" MUSS ab 18 sein.

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niceeddy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Lange aufgeschoben, jetzt endlich mal zu Gemüte geführt, auch wenn Weihnachten nicht unbedingt den angemessenen zeitlichen Anlass für diesen Film darstellt. Ich kenne nicht viele belgische Filme, aber bisher konnte ich mir sehr sicher sein, dass es zumindest skurril- schräg (El Dorado, Hasta La vista) oder ganz extrem (Mann beißt Hund, Calvaire) ausfällt. Ex Drummer zählt zur extremen Gattung - definitiv. Glaubt man zu Beginn noch, ein Trainspotting-artiges Drama mit gehörigem Humoranteil zu sehen, wird man sehr schnell eines Besseren belehrt, obwohl trotz allen Elends manche Dialoge (Stinkfotze) schon absurd-komisch sind.
Hauptprotagonist, der Schriftsteller und Ex Drummer Dries wandelt wie ein Gott, der zur Belustigung aus seinem Luxus-Fick-Appartment in die Welt des sozialen Bodensatzes absteigt, durch eine gigantische menschliche Müllhalde , zunächst erstaunt, dann belustigt und schließlich kontrollierend. Unterlegt mit sehr viel Punk/Hardcore und zahlreichen surrealen Szenen, kann Ex Drummer auch optisch und akustisch überzeugen. Angesichts der gezeigten Gewalt- und Sex-Exzesse und sonstiger Tabubrüche muss man sich ernsthaft fragen, welche enormen Mengen Alkohol die Damen und Herren der FSK bei der Vergabe FSK 16 gesoffen haben müssen, um zu diesem Entschluss zu kommen.

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mad02

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Schöner Kommentar: Mein Highlight des Films war immer noch die explodierte Ratte!!!


niceeddy

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Danke. Ja, viele schöne Metaphern.


Boogers666

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Bewertung10.0Herausragend

Nihilismus. Purer Dreck. Das ist die Quintessenz dieses Filmes und diese Quintessenz atmet er in jeder verdammten Sekunde, der anfängliche Humor weicht einer bleischweren Depression, die am Ende in einem alles vernichtenden Finale implodiert.
Das Leben in der belgischen Provinzstadt Oostende ist nicht leicht, vor allem für die nicht, die am Rande der Gesellschaft leben. Sie strömen diesen Dreck aus, die Hoffnungslosigkeit, die Auswegslosgikeit. Doch ein Zufall bringt sie in eine andere Welt, zu Dries, der abtaucht in diese Welt und sie aufsaugt, der seine Seele davon nährt, sich daran aufgeilt und sie letztendlich zerstört. Er steigt immer wieder hinab in den Sumpf ohne Moral und Lebenswillen, doch wie er es zu Beginn des Films dem Zuschauer offenbart so ist auch sein Leben von Zynismus geprägt. Diesen Zynismus nutzt er aus, er macht ihn sich zum Vorteil. Er manipuliert die Verhältnisse in dem nicht enden wollenden Morast aus Dreck. Er spielt nichts geringeres als Gott. Und er kommt damit durch, sie respektieren ihn und gehorchen ihn, er ist ihnen übergeordnet. Er ist gebildet, sie sind für ihn nur nutzlose Haufen Müll. Spielsachen, die er wegwirft. Es werden Opfer gebracht, Opfer für ihn. Das Monster lauert nicht immer in den Schwachen, es lauert in denen die ihre Macht missbrauchen, seien es Politiker oder die Übergeordneten. So war es schon immer und so wird es immer sein.

"Der Herr ist mein Hirte!"

"Ex Drummer" ist eine schonungslose Milleustudie, über sozial verkommene Menschen in einer verkommenen, nihilistischen Welt. Und über den Kontrast dazu, den Intellektuellen
der diese beherrscht. Dabei wird hier genau so schonungslos mit den Versagern als auch mit dem Tyrannen abgerechnet. Es fehlt dadurch zwar jegliche Bezugsfigur, allerdings ist das wohl auch gut so. Denn wäre es anders würde der Film sich in seiner Aussage selbst belügen.
Die Dialoge , die Musik und die Schauspielerischen Leistungen sind mitunter perfekt, perfekt für diesen Film, sie,vor allem die Musik, geben dem Film genau das was er vermitteln will. Den puren Pesimissmus. Es gibt aus diesen Film keinen Ausweg, er entwickelt einen gewaltigen Sog, der einen immer tiefer in das Verderben zieht und immer wieder in die Magengrube schlägt, bis am Ende alles zerfällt. Womit wir wieder am Anfang wären.

"Ich glaube, ich will nur mal meine schöne Welt verlassen. Vom Berg herunter steigen in die Welt der Dummheit, Hässligkeit, Stumpfsinnigkeit, Untreue und des Betrugs. Eintauchen in das Leben dieser scheiß Loser ohne dadurch zu ihnen gehören zu müssen. In dem Wissen, jederzeit in meine eigene Welt zurückkehren zu können... und zu dir.

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deesnuts

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Bewertung9.0Herausragend

amüsant

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polly2107

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Bewertung9.5Herausragend

Interessiert, gespannt, schockiert, angewiedert, verstört, gespannt, begeistert. Das ist ungefähr die Reihenfolge meiner Empfindungen als ich diesen Film sah.
Ich glaube das häufigste Wort, welches ich in Verbindung mit diesem Film gehört oder gelesen habe ist dreckig. Und das trifft es ziemlich genau. Sehr mutiges Regiedebut, bei dem man gut überlegen sollte ob man es seinem Nachbarn oder Arbeitskollegen empfiehlt.

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sainTz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

mit abstand das dreckigste, was ich je gesehen habe

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Filmfreak21

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist im wahrsten Sinne des Wortes "In your face"
Ein Film der so abgefuckt ist und am Rande der Gesellschaft klebt. Keine Scham davor hat, noch mehr tiefste Traurigkeit zuzulassen und Ekel. Mit einer großzügigen Brise von Hoffnungslosigkeit getarnt hinter den scheinbar starken, rebellischen Protagonisten. Es zeigt all das, was wir nicht sehen wollen geschweige Teil daran haben möchten! Der Film ballert wie ein schwingender Baseballschläger um sich und trifft dich in jeder einzelnen Sekunde!
Ex Drummer war wirklich eine Erfahrung und einer meiner ersten Filme der Kino Kontrovers Reihe!
Ich war angewidert, geschockt, belustigt und gleichermaßen bis zum Grande Finale sprachlos!
Ex Drummer ist mehr als nur ein Abziehbild von Ekel und Gewalt. Ex Drummer will mehr sein. Eine Karikatur von sich selbst! Eine umgedrehte Liebesgeschichte! Eine Therapie oder was weiß ich....
Echt stark!

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Johnzy

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Bewertung6.5Ganz gut

Absolut grandioser Soundtrack trifft auf innovative, berauschende Inszenierung. Audiovisuell ist der Streifen wirklich klasse und die Schauspieler sind auch alles andere als schlecht nur dieser Inhalt...
Ich kann ich mit diesen "Armutspornos" (ich finde man kann den Begriff auch auf geistige Armut ausdehnen) einfach absolut nichts anfangen...
Dennoch ist diese abgefahrene Milleu-Studie ein kleines Kunstwerk und für in der Richtung interessierte unbedingt empfehlenswert...!

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Roldur

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Schön zusammengefasst aber selbstverständlich 3,5 Punkte zu wenig. Meisterwerk.


Johnzy

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Habs ja schon geschrieben, ist einfach nicht mein Genre, trotzdem toller Streifen :)


Tobe Berg

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Bewertung6.0Ganz gut

Anfänglich noch frisch und anders, letztendlich aber ermüdend und eintönig! Einzig die Kameraführung und die dargebotenen Bilder wissen zu überzeugen!

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Acranius

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Bewertung5.0Geht so

Pseudo-Kunst...dieser Film will viel sein, was er nun mal nicht ist.

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razzo

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Bewertung0.0Hassfilm

Sozialkrtisches mit dem Charme einer versifften Bahnhofstoilette. So subtil und künstlerisch wertvoll wie eine Folge Frauentausch.

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Brenda von Tarth

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Trotz Deiner Warnung haben den Streifen doch einige MP-Freunde vorgemerkt. Ich nun auch - wenns dann erwartungsgemäß blöd ist, kannst mich dann auslachen...


razzo

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Die meisten sind ja auch angetan davon. Für mich war er zu krass. Ist schon extreme, abartige und eklige ''Unterhaltung'' - ich hab dich gewarnt :D


emarstaeller

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Bewertung7.5Sehenswert

Was bitte war das? Technisch sehr gut gut, der Rest schwer zu beschreiben. Teilweise driftet es etwas ins Lächerliche ab und die Moral ist etwas zeifelhaft. Trotzdem ganz nett.

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Moonchild0

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein absoluter, ABSOLUTER Lieblingsfilm! Als ich ihn das erste mal sah, stand ich am Ende, ohne Witz, klatschend vor dem Fernseher. (Was wohl mehr über mich als über den Film aussagt). Ex Drummer ist Geschmackssache, man liebt oder man hasst diesen Film.

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HardcoreMichi

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Werd ich mal checken..Kenn ich leider immer noch nicht...


bjorn.breitkreuz

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Bewertung9.0Herausragend

ein wahrlich seltsamer film.
ich hatte im vorfeld schon sehr viel gehört/gelesen. und auch registriert, daß sich an diesem film die geister scheiden. schon mal ne gute voraussetzung, sich selbst eine meinung zu bilden.
zugegeben- beim 1. mal angucken war ich sehr ... verstört.
vorweg: der vergleich zu TRAINSPOTTING ist sowas von unsinnig. das sind zwei gänzlich verschiedene baustellen.
EX DRUMMER fängt knallig und recht abgefahren lustig an. aber irgendwann bleibt dem zuschauer das lachen wirklich inm halse stecken. dieser streifen ist eine fette sozialkritik-keule, die immer und immer wieder auf den zuschauer einschlägt, bis ihm das lachen vergeht. und zwar gründlich. es empfiehlt sich, den streifen ein 2. mal anzusehen, um ihn RICHTIG zu verstehen.

EX DRUMMER ist brachial-kino, und garantiert nichts für das mainstream-filmvolk. das hier ist kein roland-emmerich-filmchen, bei dem alles gut wird. kein bully-herbig-komödchen. kein streifen aus dem land der tanzenden plüschbären.

auf jeden fall ist EX DRUMMER unbedingt empfehlenswert für leute, die auch mal unbequeme aber dennoch anspruchsvolle filme konsumieren.

THIS IS HARDCORE!

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Striker778

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dafuq did i just see?

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killerfish

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Bewertung2.5Ärgerlich

Hat mich nicht im Geringsten provoziert oder geekelt, die Vergewaltigungsszenen und andere Gemeinheiten wirkten theatralisch und fad, allein den Schriftsteller fand ich in seiner selbstgefälligen Art „zum Kotzen“. Das ist leider die einzige Aussage, die bei mir angekommen ist. An die Filme, bei denen er kopiert hat, kommt er lange nicht ran. Technisch gefällt mir der Film allerdings sehr gut, vor allem die Kameraführung war gelungen, deshalb habe ich ihn auch nicht ausgeschaltet.
Das zweite Interessante ist die flämische Sprache, wenn man wie ich gerne die Originalfassung schaut. Das war's.

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lennart.biehl

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mit diesem anspruch an einen solchen film gehen... bravo


Kasparle

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film wie ein Fiebertraum. Ein pochendes, schallerndes und schmerzendes Ding das sich in den Sehnerv bohrt und das Eiweiß im Schädel schmelzen lässt. Unfassbar wirsch!

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timmoe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abgefahren und anstrengend!
Ein toller Soundtrack mischt sich mit teilweise einzigartigen Szenen und Aufnahmen.
Die Story ist ein wenig dämlich, aber das nehm ich den Kollegen gar nicht mal sehr übel.

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groegchen

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Bewertung7.0Sehenswert

dieser film erinnert mich stark ans moderne theater, lass uns alle tabus brechen und die ganze zeit beleidigen, dahinter steckt bestimmt ein wenig kunst...

mal davon abgesehen das mein hirn nach dem film den film wohl weiter abgespielt hat und immer noch matschig ist:
dieser film ist interessant, harte kost und ein verdammt großer brainfuck.

achja und der schnitt und die kamera sind extraordinär...

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LokisSon

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Bewertung9.0Herausragend

Dreck. Ein dreckiger Film. Ein Film bei dem aus jeder Pore der Dreck nur so herausquillt. Dementsprechend ist es für euch, liebe Leserschaft, ein Spießrutenlauf diese rund 105 Minuten sauber zu überstehen. Aber um ehrlich zu sein. Das Ausweichen könnt ihr euch sparen: ihr werdet beschmutzt werden. Dieser Film wird euch beschmutzen – oder hat es vielleicht schon. Vielleicht gehört ihr aber auch zu jenen, die es geschafft haben nicht dreckig zu werden oder ihr habt es bloß nicht gemerkt.
Was mich betrifft, und ich habe „Ex Drummer“ vor ein paar Minuten gesehen, ich fühle mich schmutzig. Dies hat allerdings nur indirekt mit dem versoffenen, vulgären, perspektivlosen, vollgekotzten, tristen Milieu zu tun in welchem sich der Film hauptsächlich abspielt. Welches der Film ist. Denn daneben gibt es noch die Welt des Zuschauers. Aufgeräumt, geordnet – metaphorisch gesprochen. Auf meiner schönen Couch. Vor meinem großen Flatscreen. Dafür findet sich dann auch sogleich eine Entsprechung im Film durch den coolen, intellektuellen Autor mit seiner schönen Frau und der tollen Wohnung. Dieser nimmt mich nun bei der Hand und führt mich in die Welt des dreckigen Wahnsinns. Ich kriege das volle Unterschichten-Programm. Bis zum Anschlag und darüber hinaus.
Doch die Verbindung wird schnell brüchig. Die Manipulationen werden mir unangenehm. Der Zynismus widert mich immer mehr an. Doch jetzt bin ich mitten drin. Mitten drin im Elends-Voyeurismus. Ein Neustart geht sich nicht mehr aus. Umorientierung. Ich versuche neue Verbindungen aufzubauen. Schaffe es in dieser verdreckten Welt voller Unsympathen aber nicht. Harre allein aus, schaue aus einer Ecke heraus zu und warte. Warte und hoffe - bis der Film mich schmutzig zurücklässt.

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LokisSon

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Vielen Dank :)



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