Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Life of Pi (2012), US Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 26.12.2012

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von Ang Lee, mit Suraj Sharma und Irrfan Khan

In Ang Lees Verfilmung des Erfolgsromans Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel findet sich ein schiffbrüchiger Junge mit wilden Tieren in einem Rettungsboot wieder.

Wie man 227 Tage auf hoher See mit einem Bengalischen Tiger unbeschadet überstehen kann, das zeigt Schiffbruch mit Tiger. Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), kurz Pi, ist ein junger Inder, der mit seiner Familie in Pondicherry lebt, wo sein Vater einen Zoo besitzt. Als sie aus politischen Gründen nach Kanada auswandern müssen, wird der Zoo verkauft und mit ihm ein Großteil der Tiere, der ebenfalls in Übersee ein neues Zuhause finden soll und so gemeinsam mit der Familie an Bord eines japanischen Frachters verbracht wird. Doch auf der Überfahrt kommt es zu einer Havarie und nur Pi kann sich als einziger Überlebender in ein Beiboot retten. Mit vier nicht-menschlichen Ausnahmen: Weitere „Passagiere“ im Rettungsboot sind eine Hyäne, ein schwer verletztes Zebra, ein Orang-Utan und ein ausgewachsener Tiger namens Richard Parker. Wie und unter welchen Opfern Pi diese entbehrungsreiche Odyssee überlebt, davon berichtet der mittlerweile erwachsene Pi (Irrfan Khan).

Hintergrund & Infos zu Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Der Verfilmung von Schiffbruch mit Tiger (OT: The Life of Pi) liegt der gleichnamige Erfolgsroman von Yann Martel zugrunde, der als Motivation die eigene Sinnsuche zu Protokoll gab. Bereits 2001 wurde Schiffbruch mit Tiger veröffentlicht und wurde direkt von der Kritik begeistert aufgenommen, nachdem zuvor fünf Verlage das Skript abgelehnt hatten. Lange Zeit galt das Buch als unverfilmbar, bevor Regisseur Ang Lee sich Schiffbruch mit Tiger annahm. Bereits mit Sinn und Sinnlichkeit hatte er erfolgreich sein Händchen für Literaturverfilmungen bewiesen.

Ursprünglich war für die Rolle des Schriftstellers, der den erwachsenen Pi interviewt, Tobey Maguire (Gottes Werk und Teufels Beitrag) vorgesehen, wurde dann aber durch den im direkten Vergleich unbekannteren Rafe Spall (Das hält kein Jahr..!, Sohn von Timothy Spall) ersetzt, um das Augenmerk auf die Geschichte zu richten und nicht den Star. In einer kleinen Nebenrolle ist Gérard Depardieu als französischer Küchenchef des Frachters zu sehen.

Bei den Oscars 2013 gewann Life of Pi den Oscar für die Beste Kamera, Beste Visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Beste Regie durch Ang Lee.

Für Hauptdarsteller Suraj Sharma ist Schiffbruch mit Tiger sein erster Film überhaupt. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (37) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.0Herausragend

[...]Ein junger, kameraunerfahrener Inder, ein Rettungsboot und ein 1,7 Millionen Gallonen Wasser fassender Tank in einer stillgelegten Flughafenhalle, das sind die spröden Eckpunkte von „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Und heraus kommt ein Film, der etwas selten gewordenes verströmt: pure Leinwandmagie. Der einen Bilderfantasmus beschwört, der einmal wieder vergessen lässt, was die vielen MakingOfs, Audiokommentare und Effect Reels einen über VFX-Shots gelehrt haben. Ang Lees „Life of Pi“ ist einer dieser Filme, die ganz weit die Arme öffnen und denen man es nicht verweigern kann, in sie hinein zu gleiten und sich mitziehen zu lassen. Die ächzende Stahlkonstruktion in einer kahlen Halle wird zu einem Ozean voller Wunder, das Rettungsboot zum Revier eines krallenpeitschenden Tigers und dieser junge, kameraunerfahrene Inder, Suraj Sharma sein Name – er wird der Reiseführer einer farbenprächtgen, aussichtslosen, glaubensschenkenden und kräfteverzehrenden Erkenntnisfahrt.

„Life…

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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6.5Ganz gut

[...] Das visuelle Feuerwerk dient hier allerdings auch nicht dem Selbstzweck, sondern fügt sich in die mit Symbolen und Metaphern gespickte Geschichte organisch ein. Hier steht die Technik im Dienste der Geschichte und nicht andersherum. Diese ist aber leider nicht so stark, wie die Aspekte, die sie umgeben. Wie schon die Vorlage von Martel, ist Life of Pi eine religiöse Allegorie und eine Fabel über die Kraft des Erzählens. Dies wird durch die Rahmengeschichte des älteren Pi gekonnt auf den Punkt gebracht, doch die Rahmengeschichte unterbricht leider auch zuweilen unangenehm das Hauptgeschehen und zieht einen aus der Abenteuergeschichte heraus. Das größte Problem des Films liegt aber wohl darin, dass bei all der Symbolik und der an sich kraftvollen Erzählung, der Film es nicht schafft, eine emotionale Beziehung zum Zuschauer aufzubauen. Man staunt über die Bilder und ist immer gespannt, wie Pi es schafft, den Zähnen des Tigers zu entgehen. Doch man fühlt mit Pi nicht mit, nicht einmal, nachdem ihn eine so große Tragödie überkommt, bei der seine geliebte Familie stirbt, ohne dass er sich gar von ihr verabschieden konnte. Diese emotionale Distanz bei einer Geschichte, die mit Emotionen geladen sein sollte, führt letztlich auch dazu, dass man den Film weniger als eine involvierende Geschichte sieht, sondern es eher als ein objektiv schönes Kunstwerk betrachtet, zu dem man aber keinen Bezug hat. [...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

Life of Pi ist weit davon entfernt ein typischer Weihnachtsfilm zu sein und doch kann ich mir kaum einen größeren Crowd-Pleaser vorstellen, als das audiovisuell überwältigende Erlebnis, das Ang Lees neuester Film in seinen besten Momenten bietet. Ab dem Zeitpunkt, als Pi und seine Familie auf dem Meer um ihr Überleben kämpfen, beeindruckt der Film fast im Minutentakt mit Szenen, die den Zuschauer mit ihrer unglaublichen Intensität und dem gleichzeitigen visuellen Bombast fast zu erschlagen drohen.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

"Es soll eine Geschichte sein, die einen an die Existenz Gottes glauben lässt: In Ang Lees Romanadaption erzählt der Inder Pi diese einem erstaunten Zuhörer. Nur soll sie sich am Ende wirklich als wahr herausstellen? Im Kern geht es vielleicht um das, was wir Menschen selbst aus unseren Erfahrungen machen – wie wir Geschichten erschaffen, durch die wir unsere Seele retten. Es ist auch ein fantastisches Abenteuer, ja, aber selbst in der atemberaubenden 3D-Gestaltung steckt mehr als bloße Trickserei um ihrer selbst willen. Wir bekommen ein Gefühl für den Raum, in dem sich das mitreißende wie wundersame Drama zuträgt – auf einer Ebene zwischen einer schwarzen, undurchdringlichen Tiefe und der Unfassbarkeit des Himmels."

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

arues

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Vielen Dank, für die Erklärung.


BuzzG

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Keine Ursache ;-)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

Wir sind in einer Zeit angekommen, in der Romane, die als unverfilmbar galten, eben doch verfilmbar sind. Das zeigte zuletzt „Cloud Atlas“ und nun, noch eindrucksvoller, „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Der vielseitige Regisseur Ang Lee („Tiger & Dragon“, „Brokeback Mountain“) lässt in seinem bislang ambitioniertesten Werk die 3D-Errungenschaften von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und die bahnbrechende Tieranimation von „Planet der Affen: Prevolution“ zu einem Kino-Epos von nie dagewesener Schönheit verschmelzen, und das nur als Hülle für eine interessante Reflexion über Glaube und Wahrheit – eine Wucht. [...]

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
Atemberaubende Bilder, eine emotionale Geschichte, tolle Darsteller und realistische sowie surrealistische Effekte im Einklang: “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger” ist ein zwar etwas religionslastiges, aber dennoch tolles Gefühlskino zum Jahresende mit tausenden von Erdmännchen als Bonus. Ein Film, der auch diejenigen zum Nachdenken bringen könnte, die ansonsten recht wenig mit Religion zu tun haben, denn es stimmt schon – was wäre einem lieber?

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Ang Lee zelebriert die Macht der Bilder in Life of Pi mit fliegenden Fischen, einer fleischfressenden Insel, fluoreszierendem Meeresgetier, der unheimlichen Schönheit des Sternenhimmels.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.0Ausgezeichnet

Diesbezüglich bildet auch Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger als unwahrscheinliche Parabel keine Ausnahme, die in einem kleinen, intimen Rahmen großes Bilderkino voller Poesie und visueller Unglaublichkeiten entstehen lässt.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.5Ausgezeichnet

Ang Lee erschafft in seiner Verfilmung von Yann Martels prämiertem Roman Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger atemberaubende Welten und (3D-)Visionen fast im Minutentakt.

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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Atemberaubend sind bereits die Szenen vom Schiffsuntergang in Life of Pi, vor allem ist es eine Plansequenz im Hexenkessel der schäumenden See voller Raubfische, mittendrin der Jugendliche unter Wasser, der den Frachter steil in die Tiefe sinken sieht. James Cameron dürfte rasen vor Neid.

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A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film

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7.5Sehenswert

Ganz unmittelbar und direkt wird man in die Wahrnehmung eines siebzehnjährigen Inders gezogen [...]. Aber immer wenn man fast vergessen hat, dass man im Kino sitzt, reißt Ang Lee dem Zuschauer den Teppich der Illusionen unvermittelt weg, um ihn unsanft mit einer Rahmenhandlung zu konfrontieren [...].

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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7.0Sehenswert

Bis zur Katastrophe ist Life of Pi eher eine blumige Lausbuben-Geschichte, danach ist es eine Phantasmagorie zur See. Was allerdings erheblich stört, ist die Erzählung aus der Perspektive des alten Pi, der seine Erlebnisse einem Autor berichtet. Diese Rückblenden brechen den Verlauf der Geschichte auf.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.5Sehenswert

Mit seinen Botschaften droht Life of Pi zuweilen in den esoterischen Kitsch abzurutschen. Doch die dreidimensionalen, teils computeranimierten Bilder, in denen Realität und Phantasie verschmelzen, sind beeindruckend.

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Sebastian Handke: Der Tagesspiegel Sebastian Handke: Der Tagesspiegel

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8.0Ausgezeichnet

Die Bilder, die Ang Lee mit Life of Pi auf die Leinwand zaubert, sind zum Staunen schön. Doch um Schönheit ging es nicht allein: Ang Lee macht das Meer zum Protagonisten. Manchmal ist es auch eher wie ein Beobachter. Dann wieder scheint es die Handlung sogar zu kommentieren. Große Erzählkunst.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Life of Pi gleicht selbst einer Wunderkammer, in der sich ein Widerhall von universell gültigen Konzepten von Liebe, Güte und Frömmigkeit findet. Sie bleiben alle ein bisschen zu vage, um einen nachhaltig zu beschäftigen.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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9.0Herausragend

Aus einem Buch, das als unverfilmbar galt, ist so ein bildstarker Film entstanden, bei dem man sich fragt, wie seine Geschichte jemals außerhalb des Kinos funktioniert haben kann.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Oh bitte, nicht noch so ein Lavalampen-Film, nicht noch ein Tree of Life, nicht noch ein Streifen, der irgendwie fernöstliche Weisheit, Spiritualität und Glauben propagieren will. Und nicht noch ein CGI-Film... und nicht- okay das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich die grobe Synopsis des Buches Life of Pi las. Einzig der Regisseur ließ mich hoffen, dass hier kein verquaster Quark kommen würde, denn auch wenn ich kein Fan von Brokeback Mountain und vom Hulk bin, konnten mich Ang Lees andere Filme durchaus begeistern. Im Besten Fall verströmen sie wie "Taking Woodstock" eine harmlose Feelgood-Fluffigkeit, die sie einfach sehr angenehm anzuschauen macht. Und Life of Pi hat mich dann doch sehr positiv überrascht. Es ist ein extrem flauschiger Film, der dennoch seine Ecken und Kanten hat. Er ist im Grunde genommen eine Verfilmung von Calvin & Hobbes, bis hin zu seinem Schlusstwist. Er sieht fantastisch aus und bietet surreale Bilder, deren Reiz ausnahmsweise durch das…

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

ready2fall

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Eine gar flauschige Kritik. :P Sehr schön.


Yannick Suter: Outnow.ch Yannick Suter: Outnow.ch

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9.5Herausragend

Life of Pi verbindet ein wunderschönes, tragisches, aber grundsätzlich geradliniges, familientaugliches Märchen mit tiefschichtigen Fragen über den Sinn des Lebens und beantwortet uns diese unvoreingenommen banal, jedoch mit einer Bilderpracht, die einem die Sprache verschlägt.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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7.0Sehenswert

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger gehört für mich nicht zu den großen Meisterwerken von Ang Lee, aber das Urteil, ob seine latent überladene Darstellung der Romanvorlage entspricht, überlasse ich denen, die Yann Martels Buch gelesen haben. Natürlich sehe ich auch ohne Kenntnis des Buchs durchaus, dass diese Inszenierung einen Zweck erfüllt. Ang Lee ist sich der Künstlichkeit seiner dargestellten Welt durchaus bewusst und nutzt die Ästhetik, um die dem gesamten Film zu Grunde liegende Frage zu forcieren: Welche Art von Geschichte wollen wir hören? Bevorzugen wir das optisch überladene, pathetische Märchen oder die ungeschönte Realität? Diese Frage richtet sich nicht nur an den Journalisten, der Pis Geschichte zu Papier bringen soll, sondern auch an uns als Zuschauer. Die Antwort auf diese Frage wird für euer eigenes Urteil über Life of Pi zentral sein.

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Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

Stellt euch darauf ein überrascht zu werden, denn Ang Lee ist mit "Life of Pi" ein Meisterwerk des visuellen und narrativen Einfallsreichtums gelungen. Lasst euch verzaubern von dieser geistreichen Odyssee, die mehr emotionale Momente zu bieten hat als die meisten Filme des Kinojahres 2012 zusammen. Wenn Mensch auf engstem Raum auf Tier trifft, sich Glaube und Aberglaube akzeptieren, sich Wahrheit und Lüge die Hand reichen und die himmlischen Effekte eine vollendete Symbiose mit Schauspiel und Musik bilden. Kino fürs Herz, Kino für den Verstand, Kino, das seiner Zeit voraus ist. All das ist "Life of Pi", nicht mehr und erst recht nicht weniger.

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Le Samourai

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M.E.I.S.T.E.R.W.E.R.K.


sinchris

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Die zutreffendste Kritik, die ich seit langem gelesen hab.


Alle Kritiken (37)


Kommentare (234) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger


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Selcarnor

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Bewertung9.0Herausragend

>Life of Pi<. Damals beim ersten Trailer dachte ich mir: Nee, den guck ich mir nicht an. Da hatte er auf mich nämlich wie ein Film gewirkt, der versuchte mehr zu sein als er eigentlich war. Aber nachdem nun so viele mir versicherten er wäre super, habe ich ihm doch eine Chance gegeben. Abschließend kann man sagen, dass ich definitiv nicht enttäuscht wurde. Ein ganz großer Film, der einer derjenigen ist, die mir nach langer Zeit mal etwas die Augen geöffnet haben.

1. Optik

Es gibt hier wirklich gute Special Effects, die die ganzen animierten Tiere beinahe lebensecht erscheinen lassen. Doch sie sind nur nicht gut, sondern wurden dazu mit einer äußert genauen Ästhetik eingesetzt, sodass schlicht wunderschöne Bilder herauskommen. Die Naturaufnahmen, sei es künstlicher oder echt, sind einfach prachtvoll und nehmen einem den Atem, wie ein ganzes fluoreszierendes Meer, ein Schwarm fliegender Fische, gewaltige Stürme oder eine Fahrt in das Herz der Tiefsee.
Das sind natürlich die Highlights von >Life of Pi<, aber daneben macht die Kamera sonst auch gute Arbeit und vor allen Dingen benutzt durchaus einige Male interessante Tricks. So ist es bewundernswert, wie vielseitig das doch sehr öde Meer hier abgebildet wird.
Visuell ist das hier alles ein Fest.

2. Musik

Ruhige indische Klänge mit teilweise europäischen Anleihen, die wunderbar mit den Naturbildern harmonieren, mit atmosphärischen Gesängen und sehr stimmungsfördernd. Dies ist einer der Soundtracks, die es darauf anlegen Emotionen zu erzeugen und nicht einfach nur Beiwerk sind und dabei auch Erfolg haben.
Wenn man sich einige der Tracks einzeln anhört, spürt man regelrecht wie man innerlich gelassener wird.

3. Inhalt

>Life of Pi< ist wenn man es genau nimmt mein erste Film von >Ang Lee< (vor etwas über einem Jahrzehnt habe ich mal die erste Hälfte von >Tiger & Dragon< gesehen, bis ich dann eingeschlafen bin). Zuvor war er mir relativ egal, doch nun werde ich demnächst definitiv weitere Filme von ihm eine Chance geben.
Um was geht es hier denn eigentlich gemacht?
Nun, es ist eines dieser Werke, die versuchen die Position des Menschen im Kosmos, zwischen den Tiefen der Meere und den Weiten der Sterne, festzulegen. Das Thema Gott, Glaube und Wissenschaft werden ebenfalls angeschnitten. Ein Splitter des Lebens selbst will dargestellt werden.
Seeeehr viele Filme scheitern ja gerne an diesem Thema, was daran liegt, dass sie entweder sehr gezwungen wirken oder sich gleich in eine uninteressante Philosophievorlesung verwandeln.
Hier ist weder das eine, noch das andere der Fall, sondern er geht zieht auf angenehme, warme Weise seine Geschichte durch und… na ja… gibt dem Zuschauer halt eine Vorstellung von allem was uns umgibt und was uns antreibt.
Der doch sehr gelungene Start mit Pi`s Kindheit ist sowohl warmherzig, humorvoll, als auch leicht skurril. Und nach dem Schiffunglück, bekommt man einen spannenden Überlebenskampf, wobei das Duo Mensch und Tiger wunderbar harmonieren und lernen müssen miteinander auszukommen.
Der Erzählstil ist flüssig, es gibt keine Länge und man wird immer wieder von den Naturpanoramen überrascht, die zeigen was unsere kleine, weite Welt zu bieten haben.
Und ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich auch, dass es geschafft wird Gefühle zu übermitteln, ohne dass es kitschig wirkt.
Und zum Ende hin bekommt man dann eine zu gewissen Teilen sehr niederschmetternde Auflösung, die noch einmal die Gedanken zum Rollen bringt.

4. Faizt

>Life of Pi< hat bei mir Denkanstöße angeregt und das nicht zu knapp. Als Abenteuerfilm funktioniert er allein schon prächtig, doch das was noch an Überlegungen dahintersteckt macht ihn erst zu einem wuchtigen Monomentalwerk, das aber trotzdem noch leicht wirkt.
Filme wie diese sagen einem, dass man es wert ist auf diesen dämlichen Planeten zu leben und unterhalten dabei sogar noch.
Ich bin begeistert und auch überrascht. Ich wurde für gut zwei Stunden in einen zauberhaften Bann geschlagen und habe mir gewünscht, dass es doch nur länger andauern könnte.

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Kurono

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Hmm, hat mich bisher auch überhaupt nicht angesprochen, sah für mich immer so nach Hochglanz-Kitsch aus, aber vlt. gebe ich diesen Film jetzt doch mal eine Chance.


Selcarnor

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Ich würde es auf jeden Fall empfehlen.

Der Trailer macht hier einen teilweise falschen Eindruck.


Oliver0403

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist nicht so einfach, den Film zu beschreiben. Wunderschöne Bilder, besonders die die mit dem Sternenhimmel und auf der Insel gedreht wurden, dazu die nicht immer einfache, sondern schwierige Situation zwischen Mensch und Tiger und natürlich das Happy-End, welches einerseits schwer für Pi ist, aber andererseits überlebt er das Ganze. Und meiner Meinung nach sind die Oscars gerechtfertigt, was ich ja nach "Silver Linings" nicht wirklich sagen konnte :)

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alextv

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Bewertung9.0Herausragend

Gefällt! Man muss sich jedoch auf den Film einlassen, die ersten Minuten könnten schon etwas "schwer" für manchen sein. Dennoch: Sehr feine, visuelle Effekte und ein interessantes Ende.

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HopeWithinChaos

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Bewertung6.5Ganz gut

Visuell beeindruckend, insbesondere der Tiger macht was her.
Es ist schon faszinierend, wie weit man heutzutage mit der Tricktechnik gehen kann.
Es handelt sich hierbei sicherlich um einen schönen Film, den ich mir aber vermutlich nicht angesehen hätte, hätte ich gewusst, was mich erwartet.
Als Atheist ging mir das ständige Gefasel über Gott auf den Keks.
Und auch wenn ich weiss, was das Ende zu bedeuten hat und was man damit bezwecken wollte; so ist es doch ein sehr unbefriedigendes.

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HxC_Moe

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Hm, also ich glaube auch nicht an Gott und trotzdem fand ich den Film großartig. Mich störts, dass dieses Thema am Film so vielen sauer aufstößt. Wäre das nicht gewesen, hätte der Film vielleich nocht mehr Leuten besser gefallen


Directed by

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Bewertung9.5Herausragend

WOW was für ein großartiger Film. Wunderschöne Bilder, klasse Handlung, super Darsteller, lustig, traurig, faszinierend, tolle Musik.....es viele Wörter die den Film beschreiben.
Nachdem meine Freundin und ich aus dem Kino auf dem Heimweg waren sprachen wir die ganze zeit über diesen beeindruckend Film, wir beide fragten uns ob wir auch diese Geschichte erzählen würden oder (ACHTUNG SPOILER) doch die wahre schockierend traurige Geschichte?
Seit langer zeit hat mich kein Film so dermaßen gefesselt und zum nachdenken gebracht wie LIFE OF PI.
Ich kann den Film wirklich jedem empfehlen.

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nilswachter

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Mich hat der eine Woche beschäftigt :D Ich mag mich nicht erinnern, etwas Besseres gesehen zu haben bisher. Unglaublicher Film!


SalocinRocknRolla

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Bewertung9.5Herausragend

Dafür wurde Kino gemacht. Großartige Geschichte, packende Bilder, wunderschön und traurig. Sehr bewegend, phantastisch und phantasievoll.

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movie.max

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Stärke und Kraft der Natur gegen die Gnade Gottes. Das kenne ich doch irgendwoher: Ich würde 'Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger' gerne den Hausfrauen-'Tree of Life' oder 'Life of Slumdog Millionaire: Blue-Box mit Tiger' nennen.

Womit bereits Malick in seinem wunderschönen Existenz-Epos meine Nerven strapazierte, damit plagt auch Ang Lee mein Gemüt: Es vergehen keine 10 Minuten Film, ohne mindestens einmal zu irgendeinem Gott zu sprechen und dem Himmel sein Leid zu klagen in Hoffnung auf Besserung. Auch wenn unsere Hauptfigur zwischen sämtlichen Religionen springen- und dadurch ein ganz eigenes Denken darstellen soll, bleibt Pi für meinen Geschmack zu sehr an Jesus hängen. Ständige Verweise auf Pi's Rettungsboot als Arche und auf gewisse Gotteskräfte, die dem jungen Schiffbrüchigen zu helfen wussten, ärgern mich mehr, als dass sie mich verzaubern.
Dass Lee diese Mythen und Religionsfloskeln am Ende zu dämpfen weiß, rettet sein Märchen zum Glück noch, womit ich auch schon bei der absoluten Stärke des Filmes wäre: Seinem Ende - überraschend, berührend und den Theismus-Hang entschärfend mag es vielleicht nicht ganz schlüssig sein, erfüllt aber seinen gut gemeinten Zweck.

Ich werde zwar grundsätzlich enttäuscht, wenn es um die Vergabe der Goldjungen im Februar geht, aber dennoch muss ich meine Faszination gegenüber der Oscarverleihung gestehen. Ich möchte gerne geklärt haben, was 'Life of Pi' abstauben konnte und gehe auf jeden goldenen Namensvetter des kleinen Matzerath einzeln ein:
Beste Visuelle Effekte: Zweifellos. Ich nicke diese Vergabe lautlos ab und bin einverstanden mit jeder noch so übertriebenen Huldigung gegenüber den Effekten und ihrer Wirkung. 'Life of Pi' ist visuell beeindruckend und besticht gerade durch seinen unwirklichen, bunten Charakter.
Beste Musik: Es erschließt sich mir nicht, inwiefern diese Musik einen Oscar wert ist. Sie ist bei aller Verbindung von östlichen und westlichen Klängen (wie es hier ja so schön heißt) einfach nicht herausstechend. Es ist das gleiche Getöse, wie jenes, welches jeden zweiten Sommerkracher untermalt. Keine Ahnung, wie ein 'Moonrise Kingdom' und ein 'Master' da durchs Gitter rasseln konnten.
Beste Regie: Hätte Lee sich der unmöglichen Herausforderung gestellt, mit echten Tieren zu drehen, hätte ich diese Entscheidung verstanden. Wenn aber ein großes, offensichtlich unfassbar talentiertes Effekte-Team den größten Beitrag zum Gesamtwerk leistet, hat man den Regisseur nicht für selbiges zu prämieren. Das Eingehen von Wagnissen und Schauspielführung sind dieses Jahr wohl vom Tellerrand gefallen.
Beste Kamera: Wohl mein ganz persönlicher Aufreger der Woche. Wie kann man einem Film diese Auszeichnung verleihen, wenn es nicht EINEN echten Horizont zu sehen gibt? Farben und Horizonte sind den Visuellen Effekten zu verdanken und nicht irgendeinem Chilenen, der in einer Blue-Box mit ner Kamera rumhüpft!

Hübsch, souverän, mit tollem Ende, aber weit entfernt vom Herausragenden, vom Überragenden, von dem, was mir in Erinnerung bleiben wird.

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movie.max

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Ich habe heute früh im Zug Trivia geselen auf imdb und dort steht 86:14. Ich habe eben nochmal nachgeschaut, damit ich die richtigen Zahlen schreibe.
Wie kommst du darauf, dass ich nicht auf dem Teppich geblieben bin? Sieht mein Kommentar auch nur im Entferntesten so aus, als wäre ich irgendwie auch nur annähernd aggressiv? Ich verstehe nicht, was du immer aus so kleinen Texten raussaugst.
Das war ganz normal geschrieben und wenn du etwas schreibst, schreibe ich zurück. Verdammte Kiste...


alice.

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Ich weiß es doch auch nicht. Visuell starker Film und auch mit der Geschichte kann ich ganz gut leben - Gott ist jetzt kein Teil meines Lebens, aber für den Film ist es vollkommen in Ordnung, gerade wahrscheinlich, weil der Schluss Lee echt gelungen ist , hinsichtlich: Glauben ohne Sehen.
Aber Kameraoscar ist auch für mich nicht klar.


HeadforHSV

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Bewertung7.5Sehenswert

Völlig ohne Erwartungen und ohne zu wissen, worum es bei diesem Film überhaupt geht, hat mich 'Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger' wirklich überrascht.
Der Film hat meiner Meinung nach den Wechsel zwischen Gegenwart und Erzählung perfekt kombiniert, da die Rückblendung am Anfang zwar relativ kurz, im Laufe des Filmes aber deutlich länger wurden, sodass man sich wirklich in den Überlebenskampf von Pi (und Richard Parker) einfühlen konnte.
Auch die gewaltigen Bilder haben mich wirklich ziemlich überzeugt.

Alles in allem ein schöner Film für einen gemütlichen Filmabend.

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DTokarsky

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem mich das Buch damals schon extrem fasziniert hat, konnte ich es kaum abwarten bis der Film endlich ins Kino kommt. Keinen Trailer habe ich mir bisher so oft vor Sichtung eines Filmes angeguckt. Immer und immer wieder und natürlich hoffend, dass der Film dem Buch einigermaßen gerecht wird. Dann endlich war es soweit, kurz nach Weihnachten ging ich ins Kino um mir den so lang erwarteten "Life of Pi" anzuschauen.
Wurden meine Erwartungen letztendlich erfüllt? War der Film wirklich so gut wie Trailer und Kritiken erhoffen ließen?
Nein. Meine Erwartungen wurden locker übertroffen. Der Film war nicht nur gut, er war einfach unglaublich. Noch nie hat mich ein Film rein vom visuellen her so beeindruckt. Nicht einmal "Avatar", der zwar von der Story (Meine Wertung: 4.0) ziemlich schlecht war aber eben auch vom visuellen her sehr aufwendig gemacht wurde. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich im Kino war um "Life of Pi" zu gucken und die ersten 15 Minuten komplett regungslos dasaß, so fasziniert war ich von den beeindruckenden Bildern, von den wunderschönen Naturaufnahmen und natürlich auch von dieser magischen Geschichte, die einen sofort in den Bann zieht.

Dieser Film hat so viel mitzuteilen, so viel auszusagen. Ja dieser Film ist in der Tat eine Geschichte, die man kaum glauben kann aber gerne glauben möchte.

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Martin Oberndorf

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Nope.
Ich hab eigentlich (fast) nie irgendwo das Buch zu gelesen.


DTokarsky

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Kann ich dir, da dir der Film ja sehr gut gefallen hat nur wärmstens empfehlen. Im Buch gibt es noch so viele schöne Aussagen, die im Film gar nicht vorhanden sind. Sehr gut hat mir beispielsweise eine Passage gefallen, in der in nur 2 Seiten die allgemeine aber falsche Meinung, dass Tiere in der freien Wildbahn und nicht im Zoo leben sollten wiederlegt.


Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zuerst möchte ich die Leute, die den Film noch nicht kennen, inständig bitten, NICHT meinen Kommentar zu lesen. Das ist kein Beratungstext, sondern enthält teils SEHR wichtige Details. Achtung! Hier kommt eine dicke fette SPOILERWARNUNG. Am Besten ist es, wenn man sich den Film ohne viel Vorinformation ansieht. Der Trailer geht allerdings noch.
Jedenfalls, hier kommt mein Kommentar zu "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger".
...
Es ist überhaupt nicht lang her, ziemlich genau einen Monat nämlich, da hat mir Brokeback Mountain schlaflose Nächte bereitet. Nächte, in denen ich über einen Film nachgedacht habe, bis zum Äußersten berührt war, die Gefühle sich in meinem Körper, meinem Geist überschlugen und ich wusste, dass das, was ich hier habe einer der, wenn nicht sogar der beste Film aller Zeiten war.
Vom Regisseur Ang Lee hatte ich bis dato noch nichts gesehen.
Und spätestens seit dieser filmischen Erfahrung habe ich auch gewusst, dass ich seinen aktuellen Film "Life of Pi" unbedingt sehen muss. Fabelhafte Kritiken, DER Trailer schlechthin (der mir auch das wunderbare Lied "Paradise" von Coldplay vorgestellt hat, welchem ich seit daher, übrigens auch jetzt gerade, immer wieder gebannt lausche) und dann eben dieser Regisseur, der mir in filmischer Form gezeigt hat, was Liebe ist.
Jetzt war es endlich so weit. Die DVD war auf den Markt gekommen, und Mann, sobald ich wieder Geld hatte, MUSSTE ich sie mir kaufen. Was ich auch tat.
Gestern war es soweit, und der Film landete im Player.

Zu Beginn erinnerte mich der Film geringfügig an "Forrest Gump".
Ein Mann, der einem Zuhörer seine unglaubliche Lebensgeschichte erzählt.
Dann kam die Religion ins Spiel. Für mich als Atheist immer ein heikles Thema.
Als ich an den Film heranging, waren meine Ansichten, jeder solle das glauben oder nicht glauben dürfen, was sie oder er will, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Allerdings war es mir unbegreiflich, wieso man an einen Gott glauben sollte, egal auf welchen Namen er hört oder auf welchen nicht.
Was mich an "Life of Pi" allerdings schon zu einem frühen Stadium des Films beeindruckte war, dass sich der Protagonist hier nicht auf eine Religion fixiert, sondern Interesse an jeder zeigte und sich daraus mehr oder weniger seinen Glauben selbst erschuf.
Und dann kam der erste Auftritt des Tigers Richard Parker, dessen Seele auch für einen Ungläubigen überdeutlcih zu sehen sein müsste, weshalb meine anfängliche Sympathie für Pis Vater schlgartig umschwankte, als er ihm sagte, dass Tiere nur Instinkt und keine Seele hätten.

Es passiert etwas. Eine Reise nach Canada steht an. Indien wird verlassen, die Zootiere verkauft. Ein Schiff verunglückt.
Und Pi erleidet Schiffbruch - mit einem Zebra, einer Hyäne und einem Orang Utan.
Und wie sich herausstellte, mit einem Tiger.
Sie beginnen, sich gegenseitig zu zerfleischen, nur der Tiger bleibt Pi letztlich erhalten.
Ich erwähne das, weil ich mir zu diesem Zeitpunkt dachte, dass der Film letzten Endes das Statement des Vaters bestätigen will, und ich mir unsicher war, ob das was wird.

Nun treiben unsere beiden Protagonisten auf ihrem Boot mit Floß durch den Ozean.
Spätestens da beginnt das Erlebnis an dem Film.
Und ich muss eines sagen.
Ich habe noch NIE, NOCH NIE in all den Filmen, die ich kenne, so eine geniale und visionäre Optik gesehen.
Das Wasser, die Spiegelungen, der Himmel, dazwischen das Floßboot.
Der Bildschirm wird zur Leinwand, und die Visual Effects zu Pinsel und Farbe, der Bildschirm wird zum schönsten Kunstwerk, welches ich je in meinem gesamten Leben gesehen habe. Und ich hatte das Gefühl, im Himmel zu sein.
Ich glaube nicht an Gott, ich glaube nicht an die Bibel, genauso wenig wie an irgendein anderes heiliges Buch, aber diese Bildgewalt hat mich zumindest in Erwägung ziehen lassen, ob es nicht einen Himmel gibt.
Ich wurde vom Atheisten zum Agnostiker.
Und wenn sich ein gigantisches Gemälde aus Quallen, Nachthimmel und Farben über den Bildschirm erstreckt, dann hatte ich wenigstens teilweise vergessen, dass ich einem Film zusehe.
Dazu diese harmonische Musik, WAHNSINN! Ein audiovisuelles Erlebnis.

Aber was ist in der Zwischenzeit mit unseren Hauptfiguren passiert?
Pi lernt sich mit Richard zu arrangieren, Richard lernt sich mit Pi zu arrangieren.
Pi jagt für Richard, Richard lässt Pi in Ruhe.
Der Tiger gibt dem Menschen seinen Halt, er begleitet ihn, lässt ihn nicht verzweifeln.
Gemeinsam in der Einsamkeit. Sie werden Freunde, Gefährten.

Und als sie an der Insel ankommen waren, erscheint sie ihnen als Paradies.
Doch in der Nacht wird sie zur Todesmaschinerie.
Die sich dort befindlichen pelzigen Bewohner lernen sich damit zu arrangieren, doch Pi weiß, er kann hier keinen Frieden finden und hier nicht ewig weiterleben, auch wenn er es zunächst dachte.
So zieht er von dannen, mit neuer Energie, aber ohne eine Bindung mit besagter Insel einzugehen.

Eine letzte Probe.
Ein letzter Sturm.
Land.
Richard und Pi haben es geschafft.
Pi sieht nur noch, wie der Tiger, sein Gefährte, ohne sich zu verabschieden, ohne zurückzublicken, in die Wildnis hinfortzieht.
Pi wird von einigen Leuten gefunden. Er hat überlebt, 227 Tage lang.
Wäre der Film an dieser Stelle zu Ende gewesen, ich wäre vollends zufrieden gewesen.
Eine so starke Bindung zwischen Mensch und Tier, fantastisch. Gerade für mich.

Doch es passiert etwas.
Als Pi einigen Leuten seine Geschichte erzählt, glauben sie ihm nicht.
Sie fragen nach der Wahrheit.
Er erzählt eine vollkommen andere Geschichte.
Er wäre mit dem Schiffskoch, einem verletzten Matrosen und seiner Mutter ins Boot gekrochen, der Koch hätte zuerst den Matrosen getötet, um ihn als Fischköder und Nahrung zu verwenden, dann hätte er seine Mutter getötet, woraufhin Pi ihn getötet hätte, ohne, dass sich dieser gewehrt hätte.
Es gab nur eines, was ich mir dachte: Facepalm.
Wie zur Hölle kann man sich so etwas so spontan ausdenken?
In einem Take greift sich der irgendetwas aus der Luft, völlig unlogisch, unplausibel.
Naja, das kostet Punkte.
Doch dann sagt der Zuhörer in unserer Gegenwart etwas, was mir wie ein Stich ins Herz vorkam.
Die Koch ist die Hyäne, das Zebra der Matrose, der Orang Utan seine Mutter und der Tiger ist Pi selbst, beziehungsweise sein Überlebensinstinkt.

Ich... was... soll... ich... glauben?
Ich weiß es nicht. Es gibt Anzeichen dafür, dass beide Geschichten stimmen könnten, keine Geschichte widerlegt die andere.
Pi fragt den gegenwärtigen Zuhörer, welche Geschichte ihm besser gefällt.
Dieser meint die erste, da sie ihm besser gefallen würde.
Pi antwortet:
"Und so ist es auch mit Gott."

Ich war starr. Gefangen. Gefesselt. Schockiert. Berührt. Verängstigt. Überglücklich. Zwischen Himmel und Hölle, Lachen und Weinen.
Jetzt verstehe ich es. Wenn man eine Religion wählt, dann gefällt sie einen, man glaubt sie, weil sie einen berührt. Und deswegen hat sich wohl auch nie jemand durch Argumentation vom Glauben abbringen lassen.

Wollt ihr wissen, welche von Pis Geschichten ich glaube?
Die realistische oder die fantastische?
Die fantastische.
Und zwar nicht nur, weil sie nie widerlegt wurde, weil es viele Anzeichen dafür gibt, und weil nie gesagt wurde, sie sei falsch.
Sondern weil so etwas wirklich passiert. Wir lesen über verrückte Dinge, die uns bizarr und wie ein Wunder erscheinen, tagtäglich in Zeitungen, sehen es in Fernsehreportagen und auf Internetseiten.
Wir halten es für unrealistisch und doch ist es wahr.
"Wunder geschehen. Ich hab's gesehen. Es gibt so vieles, was wir nicht verstehen."
Das sind nicht nur die Worte einer der besten Sängerinnen aller Zeiten, sondern auch die Wahrheit.
Es fällt uns leichter, die einfache Variante zu glauben. Wir kennen es, sind damit vertraut.
Doch kann es genauso unwahr sein wie eine unglaubliche Geschichte.

Ich trat aus dem Film hinaus, und war immer noch ein Atheist. Oder sagen wir Agnostiker.
Aber diesmal einer, der absolut verstehen und nachvollziehen kann, warum andere an Gott glauben.
Warum man auf einer Insel lebt und sich damit arrangiert, auch wenn man die Schattenseiten kennt.

Zum Schluss möchte ich euch noch sagen, dass es mir fast Leid tut, dass ich im Mittelteil so sehr auf die filmtechnischen Faktoren einegangen bin.
Das wird dem Erlebnis nicht gerecht.
Aber das habe ich mir nunmal so gedacht in dem Moment.
Und abschließend möchte ich euch noch etwas fragen:
Welche Geschichte hat euch besser gefallen?

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Martin Oberndorf

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Kann gut sein.
Ich glaub bei dem Film gibt's sogar mehr Interpretationsmöglichkeiten als bei Sucker Punch. Schätze mal da werden wir nie auf einen grünen.Zweig kommen.


kobbi88

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Müssen wir ja auch nicht ;)


TheAvenger68

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Bewertung9.0Herausragend

Hab den Film jetzt erst gesehen als BD in 3D !
Die Technik ist brilliant.
Der Film ist es auch !
Eine ergreifende und toll gespielte Geschichte.
Und was für Bilder, grandios.
Einziges kleines Manko : Der Anfang des Films zieht sich etwas !
Absolut empfehlenswert !!!

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erik.stein.12

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Bewertung7.0Sehenswert

Zu viel möchte ich garnicht über Life Of Pi erzählen, denn ich würde Gefahr laufen den äußerst guten, intelligenten und garantiert nicht vorhersehbaren Twist am Ende zu verraten, der den bis dato grundsoliden Abenteuerfilm mit Fantasy-Versatzstücken über Mittelmaß erhebt.
Böse Zungen, zu denen ich angeblich auch öfters gehöre (kaum zu glauben, aber so etwas hat man mir schon unterstellt), schlagen auf Life Of Pi wegen seiner doch wirklich recht simplen Story beherzt ein. Zum Teil haben diese Leute nicht ganz Unrecht, denn im Grunde genommen handelt der Film tatsächlich „nur“ von einem Schiffbruch und dem anschließenden Überlebenskampf auf hoher See…

…oder vielleicht auch nicht. Rückblickend und vorallem unter Kenntnis der Auflösung/des Twists ist der Film aber besser, als er während seiner ersten Sichtung erscheint. Auch ist es abhängig vom Betrachter, wieviel Gotteserfurcht und Symbolik in diverse Bilder hineingedichtet wird und welche tiefgründigeren Aussagen mit auf den Weg gegeben werden.

Ich als nichtgetaufter Ungläubiger, der im stets nächsten-liebenden und äußerst christlichen Religionsunterricht immer mit einer lehrhaften „5“ gesegnet wurde, gehen die häufiger vorkommenden Gebete u.ä. etwas auf die Nerven. Besonders der Anfang von Life Of Pi wirkt wie ein kunterbuntes Potpourri aus christlich-hinduistisch-muslimischen Weisheiten und indisches Werbefilmchen für religiöse Völkerverständigung und Glauben im Allgemeinen.
Bis zum Schiffsunglück war der Film eine Beinahe-Folter für mich; wäre der Anfang noch länger gewesen… ich weiss nicht, ob ich den Film weitergeschaut hätte. Im Nachherein bin ich aber froh, dass ich es getan habe.
Desweiteren muss man sagen, ist die Kameraarbeit in dieser Zeit (bis zum Unglück) auch alles andere als überwältigend. Diese zeigt erst im späteren Verlauf des Films was sie kann, zelebriert dann allerdings atemberaubend schöne Bilder und Einstellungen.

Fazit: Durchwachsener Abenteuerfilm mit zum Teil wunderschönen Bildern, Fantasy-Anleihen und einer sehr guten Auflösung. Die religiösen Lehren mögen bei manchen Personen auf nicht allzu große Gegenliebe treffen und nervig erscheinen und auch den Vorwurf des „plakativen Ködern zum Glauben an Gott“ muss sich der Film nicht ungerechtfertigter Weise gefallen lassen – es liegt diesmal wirklich im Auge des Betrachters.
Ein Film, der verdientermaßen (!) die Lager teilt und vom dem man sich selbst ein Urteil bilden sollte.

Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/05/life-of-pi-blu-ray.html

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arne.kirchner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich atemberaubender Film! Großartige Animation, die die CGI-Arbeit revolutioniert und eine tolle Geschichte. Einfach nur empfelenswert!

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Tatarian Stallion

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Bewertung7.5Sehenswert

Im großen und ganzen natürlich ein atemberaubender Film, der vor Allem durch seine Bilder lebt. Man muss dabei jedoch berücksichtigen, dass die Bilder größtenteils durch irgendeine Technik in irgendeinem Studie in den Film projiziert wurden. Die visuelle Art des Filmes ist somit kein Verdienst des Regisseurs Ang Lee. Wahre Künstler wie Malick oder Tarkovskij schaffen genauso beeindruckende Bilder ohne Technik Schnick-Schnack zu erschaffen.

Die Geschichte wird sehr ruhig und gemächlich aufgebaut. Ang Lee versteht es den Zuschauer in seine Welt eintauchen zu lassen und mit den Protagonisten zu sympathisieren. Er hat quasi so eine eigene kleine Fantasy-Welt erschaffen, die idyllisch-paradiesisch wirkt.

Die größte Stärke des Filmes, ist der Überlebenskampf des Menschen in Extremsituationen. Verbunden damit stellen sich dem Menschen existentielle Fragen. Ein Mensch, der schon vorher religiös war wie Pi, wird daraufhin in all seiner Verzweiflung nach Gott suchen. Wäre Pi ein rationaler Mensch mit einer philosophischen Weltanschauung, dann würden seine existentiellen Fragen einen Horizont weiter und in Malick-Dimensionen stoßen wie bei "Der schmale Grat".

Gleichzeitig stellt die Sinnsuche in dem Film "Was soll ich glauben oder ist es wichtig überhaupt an irgendwas zu glauben" einen - in meinen Augen - schon enormen Schwachpunkt des Filmes dar. Ich hatte das Gefühl der Film will uns dazu aufmuntern an Hypothesen zu glauben. Denn nichts anderes ist Pi's Geschichte: Eine Hypothese, die nicht rational erfasst werden kann. Es ist ein schönes Märchen, ja! Märchen sind oftmals schöner als die Realität, aber man sollte eine Hypothese niemals über Empirie stellen.

"Und genauso ist es mit Gott" lautet ein Satz des Erwachsenen Pi's. Aber was sollen wir daraus schöpfen? Positives oder Negatives? Ich kenne den Gott der Bibel und des Korans. Es ist ein sadistischer Gott. Soll ich meine Kraft also aus einer Hypothese schöpfen, weil sie subjektiv gesehen meine Energiequelle ist, aber objektiv und universalistisch gesehen von keiner Relevanz ist? So gesehen zeigt der Film viel mehr wie primitiv der Mensch ist und wie falsch er seine Welt deutet. Der einzige Lichtblick ist da nur Pi's Vater

Mich persönlich als rationalen und philosophischen Menschen hat die Message kein bisschen überzeugt. Der Überlebenskampf des Mensch lässt sich durch Triebe und Instinkte viel besser erklären als durch Glauben. Was jedoch unterm Strich bleibt ist ein ausgezeichneter Film mit wunderschönen Bildern und einem wunderbaren Gute-Nacht-Märchen.

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Tatarian Stallion

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Aber so gesehen folgt die Wissenschaft keiner ideologischen Dogmatik wie eine Religion, deren Dogmen meist absolutistisch sind. Aber du hast recht. Auch Wissenschaft hat oft die Grenzen der Ethik überschritten. Nichts desto Trotz ist die Vernunft der einzige Weg auf dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Der Glaube kann das nicht, denn der ist immer hypothetisch.


lieber_tee

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"Vernunft der einzige Weg auf dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können"
*Word*


marcus717

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe lange gewartet bis ich mir den Film nun doch endlich mal angeschaut habe und was soll ich sagen, ich bin beeindruckt.
Ein wirklich bildgewaltiger und ausgezeichneter Film der mich ganz schön berührt hat.

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HxC_Moe

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Bewertung9.5Herausragend

... Mächtig!

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BjoernS

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film verbindet eine gewisse Tiefgründigkeit mit der Geschichte eines zum Teil atemberaubenden Lebenskampfes und hat mich tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt und mich auch im Nachhinein zum Nachdenken gebracht. Piscine Molitors Zuneigung allen Religionen gegenüber und seine selbstverständliche Vermischung aller beeindruckt ebenso.

Für alle zu empfehlen, die nicht zu faul zum "sich-Gedanken-machen" sind und nicht zu sehr Action aus sind.

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maestro10

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Bewertung7.0Sehenswert

Bild und 3 D Effekte top - aber von der Story her ein Flop! Nicht mehr und nicht weniger...

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist nicht so tiefgründig oder spirituell wie er gerne sein möchte, dafür hat er großartige Schauwerte zu bieten. Ich mag den Film.

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marcowski

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Bewertung6.0Ganz gut

Bildgewaltiges Märchen, das mich persönlich aber nicht eingefangen hat.

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