Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Life of Pi (2012), US Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 26.12.2012
54 Bewertungen
Skala 0 bis 10
4440 Bewertungen
272 Kommentare
Keine
von Ang Lee, mit Suraj Sharma und Irrfan Khan
In Ang Lees Verfilmung des Erfolgsromans Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel findet sich ein schiffbrüchiger Junge mit wilden Tieren in einem Rettungsboot wieder.
Wie man 227 Tage auf hoher See mit einem Bengalischen Tiger unbeschadet überstehen kann, das zeigt Schiffbruch mit Tiger. Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), kurz Pi, ist ein junger Inder, der mit seiner Familie in Pondicherry lebt, wo sein Vater einen Zoo besitzt. Als sie aus politischen Gründen nach Kanada auswandern müssen, wird der Zoo verkauft und mit ihm ein Großteil der Tiere, der ebenfalls in Übersee ein neues Zuhause finden soll und so gemeinsam mit der Familie an Bord eines japanischen Frachters verbracht wird. Doch auf der Überfahrt kommt es zu einer Havarie und nur Pi kann sich als einziger Überlebender in ein Beiboot retten. Mit vier nicht-menschlichen Ausnahmen: Weitere „Passagiere“ im Rettungsboot sind eine Hyäne, ein schwer verletztes Zebra, ein Orang-Utan und ein ausgewachsener Tiger namens Richard Parker. Wie und unter welchen Opfern Pi diese entbehrungsreiche Odyssee überlebt, davon berichtet der mittlerweile erwachsene Pi (Irrfan Khan).
Hintergrund & Infos zu Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Der Verfilmung von Schiffbruch mit Tiger (OT: The Life of Pi) liegt der gleichnamige Erfolgsroman von Yann Martel zugrunde, der als Motivation die eigene Sinnsuche zu Protokoll gab. Bereits 2001 wurde Schiffbruch mit Tiger veröffentlicht und wurde direkt von der Kritik begeistert aufgenommen, nachdem zuvor fünf Verlage das Skript abgelehnt hatten. Lange Zeit galt das Buch als unverfilmbar, bevor Regisseur Ang Lee sich Schiffbruch mit Tiger annahm. Bereits mit Sinn und Sinnlichkeit hatte er erfolgreich sein Händchen für Literaturverfilmungen bewiesen.
Ursprünglich war für die Rolle des Schriftstellers, der den erwachsenen Pi interviewt, Tobey Maguire (Gottes Werk und Teufels Beitrag) vorgesehen, wurde dann aber durch den im direkten Vergleich unbekannteren Rafe Spall (Das hält kein Jahr..!, Sohn von Timothy Spall) ersetzt, um das Augenmerk auf die Geschichte zu richten und nicht den Star. In einer kleinen Nebenrolle ist Gérard Depardieu als französischer Küchenchef des Frachters zu sehen.
Bei den Oscars 2013 gewann Life of Pi den Oscar für die Beste Kamera, Beste Visuelle Effekte, Beste Filmmusik und Beste Regie durch Ang Lee.
Für Hauptdarsteller Suraj Sharma ist Schiffbruch mit Tiger sein erster Film überhaupt. (EM)
Mehr Bilder (19) und Videos (18) zu Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Cast & Crew
- Genre
- Abenteuerfilm, Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Indien, Indischer Ozean, Ozean
- Handlung
- Boot, Durst, Gebet, Glaube, Gott, Gottheit, Hunger, Hyäne, Junge, Koch, Konfession, Lebensgemeinschaft, Letzter Überlebender, Meer, Mutter-Sohn-Beziehung, Orang Utan, Ozean, Rettung, Rettungsboot, Roman, Rückblick, Schiffbruch, Schiffsunglück, Sturm, Tiger, Trostlosigkeit, Vater-Sohn-Beziehung, Verlieben, Verlust der Familie, Verzweiflung, Welle, Wind, Zebra, Zoo, Überleben, Überlebender, Überlebenskampf
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Geistreich
Fans dieses Films mögen auch
50/50 - Freunde fürs ÜberLeben
US 2011
Warrior
US 2011
Mr. Nobody
BE/CA/DE/FR 2009
Die zwölf Geschworenen
US 1957
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
- Life of Pi: film-zeit.de


Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht




















Kritiken (37) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Ein junger, kameraunerfahrener Inder, ein Rettungsboot und ein 1,7 Millionen Gallonen Wasser fassender Tank in einer stillgelegten Flughafenhalle, das sind die spröden Eckpunkte von „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Und heraus kommt ein Film, der etwas selten gewordenes verströmt: pure Leinwandmagie. Der einen Bilderfantasmus beschwört, der einmal wieder vergessen lässt, was die vielen MakingOfs, Audiokommentare und Effect Reels einen über VFX-Shots gelehrt haben. Ang Lees „Life of Pi“ ist einer dieser Filme, die ganz weit die Arme öffnen und denen man es nicht verweigern kann, in sie hinein zu gleiten und sich mitziehen zu lassen. Die ächzende Stahlkonstruktion in einer kahlen Halle wird zu einem Ozean voller Wunder, das Rettungsboot zum Revier eines krallenpeitschenden Tigers und dieser junge, kameraunerfahrene Inder, Suraj Sharma sein Name – er wird der Reiseführer einer farbenprächtgen, aussichtslosen, glaubensschenkenden und kräfteverzehrenden Erkenntnisfahrt.
„Life…
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Arthur A.: www.filmfutter.com
Kommentar löschen[...] Das visuelle Feuerwerk dient hier allerdings auch nicht dem Selbstzweck, sondern fügt sich in die mit Symbolen und Metaphern gespickte Geschichte organisch ein. Hier steht die Technik im Dienste der Geschichte und nicht andersherum. Diese ist aber leider nicht so stark, wie die Aspekte, die sie umgeben. Wie schon die Vorlage von Martel, ist Life of Pi eine religiöse Allegorie und eine Fabel über die Kraft des Erzählens. Dies wird durch die Rahmengeschichte des älteren Pi gekonnt auf den Punkt gebracht, doch die Rahmengeschichte unterbricht leider auch zuweilen unangenehm das Hauptgeschehen und zieht einen aus der Abenteuergeschichte heraus. Das größte Problem des Films liegt aber wohl darin, dass bei all der Symbolik und der an sich kraftvollen Erzählung, der Film es nicht schafft, eine emotionale Beziehung zum Zuschauer aufzubauen. Man staunt über die Bilder und ist immer gespannt, wie Pi es schafft, den Zähnen des Tigers zu entgehen. Doch man fühlt mit Pi nicht mit, nicht einmal, nachdem ihn eine so große Tragödie überkommt, bei der seine geliebte Familie stirbt, ohne dass er sich gar von ihr verabschieden konnte. Diese emotionale Distanz bei einer Geschichte, die mit Emotionen geladen sein sollte, führt letztlich auch dazu, dass man den Film weniger als eine involvierende Geschichte sieht, sondern es eher als ein objektiv schönes Kunstwerk betrachtet, zu dem man aber keinen Bezug hat. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de
Kommentar löschenLife of Pi ist weit davon entfernt ein typischer Weihnachtsfilm zu sein und doch kann ich mir kaum einen größeren Crowd-Pleaser vorstellen, als das audiovisuell überwältigende Erlebnis, das Ang Lees neuester Film in seinen besten Momenten bietet. Ab dem Zeitpunkt, als Pi und seine Familie auf dem Meer um ihr Überleben kämpfen, beeindruckt der Film fast im Minutentakt mit Szenen, die den Zuschauer mit ihrer unglaublichen Intensität und dem gleichzeitigen visuellen Bombast fast zu erschlagen drohen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschen"Es soll eine Geschichte sein, die einen an die Existenz Gottes glauben lässt: In Ang Lees Romanadaption erzählt der Inder Pi diese einem erstaunten Zuhörer. Nur soll sie sich am Ende wirklich als wahr herausstellen? Im Kern geht es vielleicht um das, was wir Menschen selbst aus unseren Erfahrungen machen – wie wir Geschichten erschaffen, durch die wir unsere Seele retten. Es ist auch ein fantastisches Abenteuer, ja, aber selbst in der atemberaubenden 3D-Gestaltung steckt mehr als bloße Trickserei um ihrer selbst willen. Wir bekommen ein Gefühl für den Raum, in dem sich das mitreißende wie wundersame Drama zuträgt – auf einer Ebene zwischen einer schwarzen, undurchdringlichen Tiefe und der Unfassbarkeit des Himmels."
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
arues Sat, 05 Jan 2013 04:06:44 -0000
Antwort löschenWenn ich auf den Link zu deiner "Kritik im Original" klicke und dort auf deine Bewertung schaue, muss ich feststellen, dass du 3,5/5 Punkten vergibst. Wie kommt es, dass ich hier stattdessen eine 9.0 lese?
BuzzG Sat, 05 Jan 2013 21:04:22 -0000
Antwort löschenHallo,
die Erklärung ist ganz einfach: Die Langkritik zu dem Film wurde von meinem Kollegen geschrieben, der ihn halt nicht ganz so sehr gemocht hat. Der Link führt hier zu meiner persönlichen Kurzkritik. Von mir hätte er also 4,5/5 erhalten.
Alle 4 Antworten zeigen
arues Sat, 05 Jan 2013 21:32:23 -0000
Antwort löschenVielen Dank, für die Erklärung.
BuzzG Sat, 05 Jan 2013 21:50:42 -0000
Antwort löschenKeine Ursache ;-)
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenWir sind in einer Zeit angekommen, in der Romane, die als unverfilmbar galten, eben doch verfilmbar sind. Das zeigte zuletzt „Cloud Atlas“ und nun, noch eindrucksvoller, „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Der vielseitige Regisseur Ang Lee („Tiger & Dragon“, „Brokeback Mountain“) lässt in seinem bislang ambitioniertesten Werk die 3D-Errungenschaften von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und die bahnbrechende Tieranimation von „Planet der Affen: Prevolution“ zu einem Kino-Epos von nie dagewesener Schönheit verschmelzen, und das nur als Hülle für eine interessante Reflexion über Glaube und Wahrheit – eine Wucht. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschen[...]
Atemberaubende Bilder, eine emotionale Geschichte, tolle Darsteller und realistische sowie surrealistische Effekte im Einklang: “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger” ist ein zwar etwas religionslastiges, aber dennoch tolles Gefühlskino zum Jahresende mit tausenden von Erdmännchen als Bonus. Ein Film, der auch diejenigen zum Nachdenken bringen könnte, die ansonsten recht wenig mit Religion zu tun haben, denn es stimmt schon – was wäre einem lieber?
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenRegisseur Ang Lee zelebriert die Macht der Bilder in Life of Pi mit fliegenden Fischen, einer fleischfressenden Insel, fluoreszierendem Meeresgetier, der unheimlichen Schönheit des Sternenhimmels.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenDiesbezüglich bildet auch Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger als unwahrscheinliche Parabel keine Ausnahme, die in einem kleinen, intimen Rahmen großes Bilderkino voller Poesie und visueller Unglaublichkeiten entstehen lässt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenAng Lee erschafft in seiner Verfilmung von Yann Martels prämiertem Roman Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger atemberaubende Welten und (3D-)Visionen fast im Minutentakt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de
Kommentar löschenAtemberaubend sind bereits die Szenen vom Schiffsuntergang in Life of Pi, vor allem ist es eine Plansequenz im Hexenkessel der schäumenden See voller Raubfische, mittendrin der Jugendliche unter Wasser, der den Frachter steil in die Tiefe sinken sieht. James Cameron dürfte rasen vor Neid.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film
Kommentar löschenGanz unmittelbar und direkt wird man in die Wahrnehmung eines siebzehnjährigen Inders gezogen [...]. Aber immer wenn man fast vergessen hat, dass man im Kino sitzt, reißt Ang Lee dem Zuschauer den Teppich der Illusionen unvermittelt weg, um ihn unsanft mit einer Rahmenhandlung zu konfrontieren [...].
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online
Kommentar löschenBis zur Katastrophe ist Life of Pi eher eine blumige Lausbuben-Geschichte, danach ist es eine Phantasmagorie zur See. Was allerdings erheblich stört, ist die Erzählung aus der Perspektive des alten Pi, der seine Erlebnisse einem Autor berichtet. Diese Rückblenden brechen den Verlauf der Geschichte auf.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR
Kommentar löschenMit seinen Botschaften droht Life of Pi zuweilen in den esoterischen Kitsch abzurutschen. Doch die dreidimensionalen, teils computeranimierten Bilder, in denen Realität und Phantasie verschmelzen, sind beeindruckend.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sebastian Handke: Der Tagesspiegel Sebastian Handke: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenDie Bilder, die Ang Lee mit Life of Pi auf die Leinwand zaubert, sind zum Staunen schön. Doch um Schönheit ging es nicht allein: Ang Lee macht das Meer zum Protagonisten. Manchmal ist es auch eher wie ein Beobachter. Dann wieder scheint es die Handlung sogar zu kommentieren. Große Erzählkunst.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenLife of Pi gleicht selbst einer Wunderkammer, in der sich ein Widerhall von universell gültigen Konzepten von Liebe, Güte und Frömmigkeit findet. Sie bleiben alle ein bisschen zu vage, um einen nachhaltig zu beschäftigen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online
Kommentar löschenAus einem Buch, das als unverfilmbar galt, ist so ein bildstarker Film entstanden, bei dem man sich fragt, wie seine Geschichte jemals außerhalb des Kinos funktioniert haben kann.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenOh bitte, nicht noch so ein Lavalampen-Film, nicht noch ein Tree of Life, nicht noch ein Streifen, der irgendwie fernöstliche Weisheit, Spiritualität und Glauben propagieren will. Und nicht noch ein CGI-Film... und nicht- okay das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich die grobe Synopsis des Buches Life of Pi las. Einzig der Regisseur ließ mich hoffen, dass hier kein verquaster Quark kommen würde, denn auch wenn ich kein Fan von Brokeback Mountain und vom Hulk bin, konnten mich Ang Lees andere Filme durchaus begeistern. Im Besten Fall verströmen sie wie "Taking Woodstock" eine harmlose Feelgood-Fluffigkeit, die sie einfach sehr angenehm anzuschauen macht. Und Life of Pi hat mich dann doch sehr positiv überrascht. Es ist ein extrem flauschiger Film, der dennoch seine Ecken und Kanten hat. Er ist im Grunde genommen eine Verfilmung von Calvin & Hobbes, bis hin zu seinem Schlusstwist. Er sieht fantastisch aus und bietet surreale Bilder, deren Reiz ausnahmsweise durch das…
24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
ready2fall Thu, 20 Dec 2012 13:50:50 -0000
Antwort löschenEine gar flauschige Kritik. :P Sehr schön.
Yannick Suter: Outnow.ch Yannick Suter: Outnow.ch
Kommentar löschenLife of Pi verbindet ein wunderschönes, tragisches, aber grundsätzlich geradliniges, familientaugliches Märchen mit tiefschichtigen Fragen über den Sinn des Lebens und beantwortet uns diese unvoreingenommen banal, jedoch mit einer Bilderpracht, die einem die Sprache verschlägt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SchnabelPower: filmosophie.com
Kommentar löschenLife of Pi – Schiffbruch mit Tiger gehört für mich nicht zu den großen Meisterwerken von Ang Lee, aber das Urteil, ob seine latent überladene Darstellung der Romanvorlage entspricht, überlasse ich denen, die Yann Martels Buch gelesen haben. Natürlich sehe ich auch ohne Kenntnis des Buchs durchaus, dass diese Inszenierung einen Zweck erfüllt. Ang Lee ist sich der Künstlichkeit seiner dargestellten Welt durchaus bewusst und nutzt die Ästhetik, um die dem gesamten Film zu Grunde liegende Frage zu forcieren: Welche Art von Geschichte wollen wir hören? Bevorzugen wir das optisch überladene, pathetische Märchen oder die ungeschönte Realität? Diese Frage richtet sich nicht nur an den Journalisten, der Pis Geschichte zu Papier bringen soll, sondern auch an uns als Zuschauer. Die Antwort auf diese Frage wird für euer eigenes Urteil über Life of Pi zentral sein.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenStellt euch darauf ein überrascht zu werden, denn Ang Lee ist mit "Life of Pi" ein Meisterwerk des visuellen und narrativen Einfallsreichtums gelungen. Lasst euch verzaubern von dieser geistreichen Odyssee, die mehr emotionale Momente zu bieten hat als die meisten Filme des Kinojahres 2012 zusammen. Wenn Mensch auf engstem Raum auf Tier trifft, sich Glaube und Aberglaube akzeptieren, sich Wahrheit und Lüge die Hand reichen und die himmlischen Effekte eine vollendete Symbiose mit Schauspiel und Musik bilden. Kino fürs Herz, Kino für den Verstand, Kino, das seiner Zeit voraus ist. All das ist "Life of Pi", nicht mehr und erst recht nicht weniger.
29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Trimalchio Fri, 14 Dec 2012 22:56:01 -0000
Antwort löschenIn 3D gesehen? Wenn ja, wie war es?
Oceanic6 Fri, 14 Dec 2012 23:09:43 -0000
Antwort löschenFantastisch. Nur zu empfehlen. Bisher wurde 3D bei einem Film, der in 3D gedreht wurde, nicht besser eingesetzt. :)
Trimalchio Fri, 14 Dec 2012 23:49:44 -0000
Antwort löschenSchön zu hören. Hatte letzte Woche im Kino den Trailer in 3D gesehen und als dieser Wal aus dem Meer stieg, konnte ich nur noch staunen. :D
nilswachter Sun, 30 Dec 2012 23:42:18 -0000
Antwort löschenDer beste Film des Jahres. Sehr schöner Kommentar!
Alle 6 Antworten zeigen
Le Samourai Sat, 05 Jan 2013 23:38:53 -0000
Antwort löschenM.E.I.S.T.E.R.W.E.R.K.
sinchris Sat, 02 Mar 2013 21:37:35 -0000
Antwort löschenDie zutreffendste Kritik, die ich seit langem gelesen hab.
Alle Kritiken (37)
Kommentare (234) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Selcarnor Wed, 22 May 2013 07:59:36 -0000
Kommentar löschen>Life of Pi<. Damals beim ersten Trailer dachte ich mir: Nee, den guck ich mir nicht an. Da hatte er auf mich nämlich wie ein Film gewirkt, der versuchte mehr zu sein als er eigentlich war. Aber nachdem nun so viele mir versicherten er wäre super, habe ich ihm doch eine Chance gegeben. Abschließend kann man sagen, dass ich definitiv nicht enttäuscht wurde. Ein ganz großer Film, der einer derjenigen ist, die mir nach langer Zeit mal etwas die Augen geöffnet haben.
1. Optik
Es gibt hier wirklich gute Special Effects, die die ganzen animierten Tiere beinahe lebensecht erscheinen lassen. Doch sie sind nur nicht gut, sondern wurden dazu mit einer äußert genauen Ästhetik eingesetzt, sodass schlicht wunderschöne Bilder herauskommen. Die Naturaufnahmen, sei es künstlicher oder echt, sind einfach prachtvoll und nehmen einem den Atem, wie ein ganzes fluoreszierendes Meer, ein Schwarm fliegender Fische, gewaltige Stürme oder eine Fahrt in das Herz der Tiefsee.
Das sind natürlich die Highlights von >Life of Pi<, aber daneben macht die Kamera sonst auch gute Arbeit und vor allen Dingen benutzt durchaus einige Male interessante Tricks. So ist es bewundernswert, wie vielseitig das doch sehr öde Meer hier abgebildet wird.
Visuell ist das hier alles ein Fest.
2. Musik
Ruhige indische Klänge mit teilweise europäischen Anleihen, die wunderbar mit den Naturbildern harmonieren, mit atmosphärischen Gesängen und sehr stimmungsfördernd. Dies ist einer der Soundtracks, die es darauf anlegen Emotionen zu erzeugen und nicht einfach nur Beiwerk sind und dabei auch Erfolg haben.
Wenn man sich einige der Tracks einzeln anhört, spürt man regelrecht wie man innerlich gelassener wird.
3. Inhalt
>Life of Pi< ist wenn man es genau nimmt mein erste Film von >Ang Lee< (vor etwas über einem Jahrzehnt habe ich mal die erste Hälfte von >Tiger & Dragon< gesehen, bis ich dann eingeschlafen bin). Zuvor war er mir relativ egal, doch nun werde ich demnächst definitiv weitere Filme von ihm eine Chance geben.
Um was geht es hier denn eigentlich gemacht?
Nun, es ist eines dieser Werke, die versuchen die Position des Menschen im Kosmos, zwischen den Tiefen der Meere und den Weiten der Sterne, festzulegen. Das Thema Gott, Glaube und Wissenschaft werden ebenfalls angeschnitten. Ein Splitter des Lebens selbst will dargestellt werden.
Seeeehr viele Filme scheitern ja gerne an diesem Thema, was daran liegt, dass sie entweder sehr gezwungen wirken oder sich gleich in eine uninteressante Philosophievorlesung verwandeln.
Hier ist weder das eine, noch das andere der Fall, sondern er geht zieht auf angenehme, warme Weise seine Geschichte durch und… na ja… gibt dem Zuschauer halt eine Vorstellung von allem was uns umgibt und was uns antreibt.
Der doch sehr gelungene Start mit Pi`s Kindheit ist sowohl warmherzig, humorvoll, als auch leicht skurril. Und nach dem Schiffunglück, bekommt man einen spannenden Überlebenskampf, wobei das Duo Mensch und Tiger wunderbar harmonieren und lernen müssen miteinander auszukommen.
Der Erzählstil ist flüssig, es gibt keine Länge und man wird immer wieder von den Naturpanoramen überrascht, die zeigen was unsere kleine, weite Welt zu bieten haben.
Und ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich auch, dass es geschafft wird Gefühle zu übermitteln, ohne dass es kitschig wirkt.
Und zum Ende hin bekommt man dann eine zu gewissen Teilen sehr niederschmetternde Auflösung, die noch einmal die Gedanken zum Rollen bringt.
4. Faizt
>Life of Pi< hat bei mir Denkanstöße angeregt und das nicht zu knapp. Als Abenteuerfilm funktioniert er allein schon prächtig, doch das was noch an Überlegungen dahintersteckt macht ihn erst zu einem wuchtigen Monomentalwerk, das aber trotzdem noch leicht wirkt.
Filme wie diese sagen einem, dass man es wert ist auf diesen dämlichen Planeten zu leben und unterhalten dabei sogar noch.
Ich bin begeistert und auch überrascht. Ich wurde für gut zwei Stunden in einen zauberhaften Bann geschlagen und habe mir gewünscht, dass es doch nur länger andauern könnte.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Kurono Wed, 22 May 2013 11:38:06 -0000
Antwort löschenHmm, hat mich bisher auch überhaupt nicht angesprochen, sah für mich immer so nach Hochglanz-Kitsch aus, aber vlt. gebe ich diesen Film jetzt doch mal eine Chance.
Selcarnor Wed, 22 May 2013 12:24:37 -0000
Antwort löschenIch würde es auf jeden Fall empfehlen.
Der Trailer macht hier einen teilweise falschen Eindruck.
Oliver0403 Tue, 21 May 2013 14:17:53 -0000
Kommentar löschenEs ist nicht so einfach, den Film zu beschreiben. Wunderschöne Bilder, besonders die die mit dem Sternenhimmel und auf der Insel gedreht wurden, dazu die nicht immer einfache, sondern schwierige Situation zwischen Mensch und Tiger und natürlich das Happy-End, welches einerseits schwer für Pi ist, aber andererseits überlebt er das Ganze. Und meiner Meinung nach sind die Oscars gerechtfertigt, was ich ja nach "Silver Linings" nicht wirklich sagen konnte :)
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alextv Mon, 20 May 2013 19:50:32 -0000
Kommentar löschenGefällt! Man muss sich jedoch auf den Film einlassen, die ersten Minuten könnten schon etwas "schwer" für manchen sein. Dennoch: Sehr feine, visuelle Effekte und ein interessantes Ende.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HopeWithinChaos Mon, 20 May 2013 08:03:50 -0000
Kommentar löschenVisuell beeindruckend, insbesondere der Tiger macht was her.
Es ist schon faszinierend, wie weit man heutzutage mit der Tricktechnik gehen kann.
Es handelt sich hierbei sicherlich um einen schönen Film, den ich mir aber vermutlich nicht angesehen hätte, hätte ich gewusst, was mich erwartet.
Als Atheist ging mir das ständige Gefasel über Gott auf den Keks.
Und auch wenn ich weiss, was das Ende zu bedeuten hat und was man damit bezwecken wollte; so ist es doch ein sehr unbefriedigendes.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
HxC_Moe Tue, 21 May 2013 09:19:16 -0000
Antwort löschenHm, also ich glaube auch nicht an Gott und trotzdem fand ich den Film großartig. Mich störts, dass dieses Thema am Film so vielen sauer aufstößt. Wäre das nicht gewesen, hätte der Film vielleich nocht mehr Leuten besser gefallen
Directed by Thu, 16 May 2013 01:59:52 -0000
Kommentar löschenWOW was für ein großartiger Film. Wunderschöne Bilder, klasse Handlung, super Darsteller, lustig, traurig, faszinierend, tolle Musik.....es viele Wörter die den Film beschreiben.
Nachdem meine Freundin und ich aus dem Kino auf dem Heimweg waren sprachen wir die ganze zeit über diesen beeindruckend Film, wir beide fragten uns ob wir auch diese Geschichte erzählen würden oder (ACHTUNG SPOILER) doch die wahre schockierend traurige Geschichte?
Seit langer zeit hat mich kein Film so dermaßen gefesselt und zum nachdenken gebracht wie LIFE OF PI.
Ich kann den Film wirklich jedem empfehlen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
nilswachter Sat, 18 May 2013 10:44:22 -0000
Antwort löschenMich hat der eine Woche beschäftigt :D Ich mag mich nicht erinnern, etwas Besseres gesehen zu haben bisher. Unglaublicher Film!
SalocinRocknRolla Tue, 14 May 2013 22:07:22 -0000
Kommentar löschenDafür wurde Kino gemacht. Großartige Geschichte, packende Bilder, wunderschön und traurig. Sehr bewegend, phantastisch und phantasievoll.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
movie.max Tue, 14 May 2013 17:47:01 -0000
Kommentar löschenDie Stärke und Kraft der Natur gegen die Gnade Gottes. Das kenne ich doch irgendwoher: Ich würde 'Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger' gerne den Hausfrauen-'Tree of Life' oder 'Life of Slumdog Millionaire: Blue-Box mit Tiger' nennen.
Womit bereits Malick in seinem wunderschönen Existenz-Epos meine Nerven strapazierte, damit plagt auch Ang Lee mein Gemüt: Es vergehen keine 10 Minuten Film, ohne mindestens einmal zu irgendeinem Gott zu sprechen und dem Himmel sein Leid zu klagen in Hoffnung auf Besserung. Auch wenn unsere Hauptfigur zwischen sämtlichen Religionen springen- und dadurch ein ganz eigenes Denken darstellen soll, bleibt Pi für meinen Geschmack zu sehr an Jesus hängen. Ständige Verweise auf Pi's Rettungsboot als Arche und auf gewisse Gotteskräfte, die dem jungen Schiffbrüchigen zu helfen wussten, ärgern mich mehr, als dass sie mich verzaubern.
Dass Lee diese Mythen und Religionsfloskeln am Ende zu dämpfen weiß, rettet sein Märchen zum Glück noch, womit ich auch schon bei der absoluten Stärke des Filmes wäre: Seinem Ende - überraschend, berührend und den Theismus-Hang entschärfend mag es vielleicht nicht ganz schlüssig sein, erfüllt aber seinen gut gemeinten Zweck.
Ich werde zwar grundsätzlich enttäuscht, wenn es um die Vergabe der Goldjungen im Februar geht, aber dennoch muss ich meine Faszination gegenüber der Oscarverleihung gestehen. Ich möchte gerne geklärt haben, was 'Life of Pi' abstauben konnte und gehe auf jeden goldenen Namensvetter des kleinen Matzerath einzeln ein:
Beste Visuelle Effekte: Zweifellos. Ich nicke diese Vergabe lautlos ab und bin einverstanden mit jeder noch so übertriebenen Huldigung gegenüber den Effekten und ihrer Wirkung. 'Life of Pi' ist visuell beeindruckend und besticht gerade durch seinen unwirklichen, bunten Charakter.
Beste Musik: Es erschließt sich mir nicht, inwiefern diese Musik einen Oscar wert ist. Sie ist bei aller Verbindung von östlichen und westlichen Klängen (wie es hier ja so schön heißt) einfach nicht herausstechend. Es ist das gleiche Getöse, wie jenes, welches jeden zweiten Sommerkracher untermalt. Keine Ahnung, wie ein 'Moonrise Kingdom' und ein 'Master' da durchs Gitter rasseln konnten.
Beste Regie: Hätte Lee sich der unmöglichen Herausforderung gestellt, mit echten Tieren zu drehen, hätte ich diese Entscheidung verstanden. Wenn aber ein großes, offensichtlich unfassbar talentiertes Effekte-Team den größten Beitrag zum Gesamtwerk leistet, hat man den Regisseur nicht für selbiges zu prämieren. Das Eingehen von Wagnissen und Schauspielführung sind dieses Jahr wohl vom Tellerrand gefallen.
Beste Kamera: Wohl mein ganz persönlicher Aufreger der Woche. Wie kann man einem Film diese Auszeichnung verleihen, wenn es nicht EINEN echten Horizont zu sehen gibt? Farben und Horizonte sind den Visuellen Effekten zu verdanken und nicht irgendeinem Chilenen, der in einer Blue-Box mit ner Kamera rumhüpft!
Hübsch, souverän, mit tollem Ende, aber weit entfernt vom Herausragenden, vom Überragenden, von dem, was mir in Erinnerung bleiben wird.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
lieber_tee Tue, 14 May 2013 19:05:09 -0000
Antwort löschenJa, der direkte Bezug zu "unseren" Gott ist offensichtlich, lässt sich vielleicht dadurch erklären das es das Buch es auch so macht und das der Film ein westlich-abendländischer ist. Für mich hat er auch am Ende die Kurve bekommen.
Der Oscar hätte sicherlich auch an die Effekt-Schmiede gehen sollen. Aber wer nimmt schon die Vergabe von Oscars heute noch ernst...;)
Allerdings ist die Regie von Lee beeindruckend, gerade weil er es schafft verschiedene Handwerke hier zu einem beeindruckendem Ganzen zusammen zu führen.
Ist es nicht auch eine lobenswerte Leistung des Kameramanns, dass er trotz oder wegen der visuellen Effekte hier so einen plastischen Film geschaffen hat? Die Bildsprache hängt doch mit den Effekten zusammen...
P.s. Die Musik fand ich auch grausam...;)
movie.max Tue, 14 May 2013 19:24:33 -0000
Antwort löschenJa die Oscars gehen in eine seltsame Richtung, aber hin und wieder blitzt mal ein Lichtlein auf, wenn es die richtigen trifft. Aber sowas Jennifer Lawrence dieses Jahr ist schon schlimm.
Ja da haben wir verschiedene Meinungen. Mich hat der Film ja auch nicht so umgehauen. Und das braucht es schon, wenn ich einen Regisseur hoch loben soll. Dafür ist mir dann halt auch der immer wieder gleiche Schnitt zu einfallslos.
Ja aber die Bildsprache wird ja von den Effekten dominiert und umso geringer fällt für mich die Leistung der Kamera ins Gewicht. Ist ja nun auch nicht so, dass außergewöhnliche Kamerapositionen gefunden wurden. Immer mal kurz, aber auf Dauer sind es nicht genug Ideen.
Ich kann es nur wiederholen: 'The Master', 'Skyfall' und 'Anna Karenina' müssen passen für 'Life of Pi'. Damit kann ich mich einfach nicht anfreunden.
torsten.wichner Tue, 14 May 2013 19:38:10 -0000
Antwort löschenIch unterschreibe fast alles, aber mit einer Sache hast du kein Recht: Lee hat mit einem echten Tiger gedreht. Lediglich in der Interaktion mit der Hauptfigur und einigen kleineren anderen Szenen kam es zum Einsatz des CGI Tigers, wobei man hier - wahrscheinlich nur wenn man es weiß - fast kein Unterschied erkennen kann. In den Making Off's wird das sehr schön und ausführlich gezeigt.
movie.max Tue, 14 May 2013 21:39:41 -0000
Antwort löschen86% aller Aufnahmen mit Tiger im Bild sind animiert. 14% entstanden mit richtigem Tiger. (z.B. der schwimmende Tiger, da nasses Fell zu schwer zu animieren ist) Ich sprach ja auch von einer "unmöglichen Leistung", die Lee hätte hervorbringen müssen. Szenen mit einem Tiger zu drehen ist ja nun nicht der Hammer, wenn nichts weiter mit im Bild ist. Das meinte ich.
torsten.wichner Tue, 14 May 2013 21:59:29 -0000
Antwort löschenWo hast du diese prozentuale Verteilung her? Warum schreibst du denn "hätte er mit echten Tieren gedreht"? Hat er doch. Warum musst du ständig dagegen halten, denn ich bin sicher, dass du dich jetzt erst darüber informiert hast wieviel echt und wieviel animiert war. Ich sagte doch: Toller Kommentar, gut geschrieben und ich unterschreibe fast alles. Bleib auf dem Teppich und lass doch einfach mal so Dinge im Raum stehen. Guck dir das Making Of an und dann siehst du was ich meine. Verdammte Kiste...
Alle 7 Antworten zeigen
movie.max Tue, 14 May 2013 22:17:01 -0000
Antwort löschenIch habe heute früh im Zug Trivia geselen auf imdb und dort steht 86:14. Ich habe eben nochmal nachgeschaut, damit ich die richtigen Zahlen schreibe.
Wie kommst du darauf, dass ich nicht auf dem Teppich geblieben bin? Sieht mein Kommentar auch nur im Entferntesten so aus, als wäre ich irgendwie auch nur annähernd aggressiv? Ich verstehe nicht, was du immer aus so kleinen Texten raussaugst.
Das war ganz normal geschrieben und wenn du etwas schreibst, schreibe ich zurück. Verdammte Kiste...
alice. Wed, 15 May 2013 11:17:02 -0000
Antwort löschenIch weiß es doch auch nicht. Visuell starker Film und auch mit der Geschichte kann ich ganz gut leben - Gott ist jetzt kein Teil meines Lebens, aber für den Film ist es vollkommen in Ordnung, gerade wahrscheinlich, weil der Schluss Lee echt gelungen ist , hinsichtlich: Glauben ohne Sehen.
Aber Kameraoscar ist auch für mich nicht klar.
HeadforHSV Sun, 12 May 2013 17:04:32 -0000
Kommentar löschenVöllig ohne Erwartungen und ohne zu wissen, worum es bei diesem Film überhaupt geht, hat mich 'Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger' wirklich überrascht.
Der Film hat meiner Meinung nach den Wechsel zwischen Gegenwart und Erzählung perfekt kombiniert, da die Rückblendung am Anfang zwar relativ kurz, im Laufe des Filmes aber deutlich länger wurden, sodass man sich wirklich in den Überlebenskampf von Pi (und Richard Parker) einfühlen konnte.
Auch die gewaltigen Bilder haben mich wirklich ziemlich überzeugt.
Alles in allem ein schöner Film für einen gemütlichen Filmabend.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
DTokarsky Sun, 12 May 2013 14:13:28 -0000
Kommentar löschenNachdem mich das Buch damals schon extrem fasziniert hat, konnte ich es kaum abwarten bis der Film endlich ins Kino kommt. Keinen Trailer habe ich mir bisher so oft vor Sichtung eines Filmes angeguckt. Immer und immer wieder und natürlich hoffend, dass der Film dem Buch einigermaßen gerecht wird. Dann endlich war es soweit, kurz nach Weihnachten ging ich ins Kino um mir den so lang erwarteten "Life of Pi" anzuschauen.
Wurden meine Erwartungen letztendlich erfüllt? War der Film wirklich so gut wie Trailer und Kritiken erhoffen ließen?
Nein. Meine Erwartungen wurden locker übertroffen. Der Film war nicht nur gut, er war einfach unglaublich. Noch nie hat mich ein Film rein vom visuellen her so beeindruckt. Nicht einmal "Avatar", der zwar von der Story (Meine Wertung: 4.0) ziemlich schlecht war aber eben auch vom visuellen her sehr aufwendig gemacht wurde. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich im Kino war um "Life of Pi" zu gucken und die ersten 15 Minuten komplett regungslos dasaß, so fasziniert war ich von den beeindruckenden Bildern, von den wunderschönen Naturaufnahmen und natürlich auch von dieser magischen Geschichte, die einen sofort in den Bann zieht.
Dieser Film hat so viel mitzuteilen, so viel auszusagen. Ja dieser Film ist in der Tat eine Geschichte, die man kaum glauben kann aber gerne glauben möchte.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 15:19:58 -0000
Antwort löschenAvatar kann sich eine Tüte über den Kopf ziehen und in die Ecke stellen. Die Effekte haben den Film bei mir zwar um gan 3-4 Punkte aufgewertet, aber gegen Life of Pi kommt der nicht an.
DTokarsky Sun, 12 May 2013 15:41:11 -0000
Antwort löschenDa hast du recht. Bin übrigens nur durch deinen schönen Kommentar zu "Life of Pi" dazu gekommen, auch mal ne Kleinigkeit zu diesem Meisterwerk zu schreiben und ihn von einer 8.5 auf eine 9.0 hochzustufen. ;)
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 15:46:33 -0000
Antwort löschenTja danke und schön, dass ich helfen konnte.
Deiner ist übrigens auch schön.
DTokarsky Sun, 12 May 2013 16:03:00 -0000
Antwort löschenDanke :) Nur halt ein bisschen kurz.
Hast du das Buch gelesen?
Alle 6 Antworten zeigen
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 16:08:38 -0000
Antwort löschenNope.
Ich hab eigentlich (fast) nie irgendwo das Buch zu gelesen.
DTokarsky Sun, 12 May 2013 16:13:40 -0000
Antwort löschenKann ich dir, da dir der Film ja sehr gut gefallen hat nur wärmstens empfehlen. Im Buch gibt es noch so viele schöne Aussagen, die im Film gar nicht vorhanden sind. Sehr gut hat mir beispielsweise eine Passage gefallen, in der in nur 2 Seiten die allgemeine aber falsche Meinung, dass Tiere in der freien Wildbahn und nicht im Zoo leben sollten wiederlegt.
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 10:22:29 -0000
Kommentar löschenZuerst möchte ich die Leute, die den Film noch nicht kennen, inständig bitten, NICHT meinen Kommentar zu lesen. Das ist kein Beratungstext, sondern enthält teils SEHR wichtige Details. Achtung! Hier kommt eine dicke fette SPOILERWARNUNG. Am Besten ist es, wenn man sich den Film ohne viel Vorinformation ansieht. Der Trailer geht allerdings noch.
Jedenfalls, hier kommt mein Kommentar zu "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger".
...
Es ist überhaupt nicht lang her, ziemlich genau einen Monat nämlich, da hat mir Brokeback Mountain schlaflose Nächte bereitet. Nächte, in denen ich über einen Film nachgedacht habe, bis zum Äußersten berührt war, die Gefühle sich in meinem Körper, meinem Geist überschlugen und ich wusste, dass das, was ich hier habe einer der, wenn nicht sogar der beste Film aller Zeiten war.
Vom Regisseur Ang Lee hatte ich bis dato noch nichts gesehen.
Und spätestens seit dieser filmischen Erfahrung habe ich auch gewusst, dass ich seinen aktuellen Film "Life of Pi" unbedingt sehen muss. Fabelhafte Kritiken, DER Trailer schlechthin (der mir auch das wunderbare Lied "Paradise" von Coldplay vorgestellt hat, welchem ich seit daher, übrigens auch jetzt gerade, immer wieder gebannt lausche) und dann eben dieser Regisseur, der mir in filmischer Form gezeigt hat, was Liebe ist.
Jetzt war es endlich so weit. Die DVD war auf den Markt gekommen, und Mann, sobald ich wieder Geld hatte, MUSSTE ich sie mir kaufen. Was ich auch tat.
Gestern war es soweit, und der Film landete im Player.
Zu Beginn erinnerte mich der Film geringfügig an "Forrest Gump".
Ein Mann, der einem Zuhörer seine unglaubliche Lebensgeschichte erzählt.
Dann kam die Religion ins Spiel. Für mich als Atheist immer ein heikles Thema.
Als ich an den Film heranging, waren meine Ansichten, jeder solle das glauben oder nicht glauben dürfen, was sie oder er will, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Allerdings war es mir unbegreiflich, wieso man an einen Gott glauben sollte, egal auf welchen Namen er hört oder auf welchen nicht.
Was mich an "Life of Pi" allerdings schon zu einem frühen Stadium des Films beeindruckte war, dass sich der Protagonist hier nicht auf eine Religion fixiert, sondern Interesse an jeder zeigte und sich daraus mehr oder weniger seinen Glauben selbst erschuf.
Und dann kam der erste Auftritt des Tigers Richard Parker, dessen Seele auch für einen Ungläubigen überdeutlcih zu sehen sein müsste, weshalb meine anfängliche Sympathie für Pis Vater schlgartig umschwankte, als er ihm sagte, dass Tiere nur Instinkt und keine Seele hätten.
Es passiert etwas. Eine Reise nach Canada steht an. Indien wird verlassen, die Zootiere verkauft. Ein Schiff verunglückt.
Und Pi erleidet Schiffbruch - mit einem Zebra, einer Hyäne und einem Orang Utan.
Und wie sich herausstellte, mit einem Tiger.
Sie beginnen, sich gegenseitig zu zerfleischen, nur der Tiger bleibt Pi letztlich erhalten.
Ich erwähne das, weil ich mir zu diesem Zeitpunkt dachte, dass der Film letzten Endes das Statement des Vaters bestätigen will, und ich mir unsicher war, ob das was wird.
Nun treiben unsere beiden Protagonisten auf ihrem Boot mit Floß durch den Ozean.
Spätestens da beginnt das Erlebnis an dem Film.
Und ich muss eines sagen.
Ich habe noch NIE, NOCH NIE in all den Filmen, die ich kenne, so eine geniale und visionäre Optik gesehen.
Das Wasser, die Spiegelungen, der Himmel, dazwischen das Floßboot.
Der Bildschirm wird zur Leinwand, und die Visual Effects zu Pinsel und Farbe, der Bildschirm wird zum schönsten Kunstwerk, welches ich je in meinem gesamten Leben gesehen habe. Und ich hatte das Gefühl, im Himmel zu sein.
Ich glaube nicht an Gott, ich glaube nicht an die Bibel, genauso wenig wie an irgendein anderes heiliges Buch, aber diese Bildgewalt hat mich zumindest in Erwägung ziehen lassen, ob es nicht einen Himmel gibt.
Ich wurde vom Atheisten zum Agnostiker.
Und wenn sich ein gigantisches Gemälde aus Quallen, Nachthimmel und Farben über den Bildschirm erstreckt, dann hatte ich wenigstens teilweise vergessen, dass ich einem Film zusehe.
Dazu diese harmonische Musik, WAHNSINN! Ein audiovisuelles Erlebnis.
Aber was ist in der Zwischenzeit mit unseren Hauptfiguren passiert?
Pi lernt sich mit Richard zu arrangieren, Richard lernt sich mit Pi zu arrangieren.
Pi jagt für Richard, Richard lässt Pi in Ruhe.
Der Tiger gibt dem Menschen seinen Halt, er begleitet ihn, lässt ihn nicht verzweifeln.
Gemeinsam in der Einsamkeit. Sie werden Freunde, Gefährten.
Und als sie an der Insel ankommen waren, erscheint sie ihnen als Paradies.
Doch in der Nacht wird sie zur Todesmaschinerie.
Die sich dort befindlichen pelzigen Bewohner lernen sich damit zu arrangieren, doch Pi weiß, er kann hier keinen Frieden finden und hier nicht ewig weiterleben, auch wenn er es zunächst dachte.
So zieht er von dannen, mit neuer Energie, aber ohne eine Bindung mit besagter Insel einzugehen.
Eine letzte Probe.
Ein letzter Sturm.
Land.
Richard und Pi haben es geschafft.
Pi sieht nur noch, wie der Tiger, sein Gefährte, ohne sich zu verabschieden, ohne zurückzublicken, in die Wildnis hinfortzieht.
Pi wird von einigen Leuten gefunden. Er hat überlebt, 227 Tage lang.
Wäre der Film an dieser Stelle zu Ende gewesen, ich wäre vollends zufrieden gewesen.
Eine so starke Bindung zwischen Mensch und Tier, fantastisch. Gerade für mich.
Doch es passiert etwas.
Als Pi einigen Leuten seine Geschichte erzählt, glauben sie ihm nicht.
Sie fragen nach der Wahrheit.
Er erzählt eine vollkommen andere Geschichte.
Er wäre mit dem Schiffskoch, einem verletzten Matrosen und seiner Mutter ins Boot gekrochen, der Koch hätte zuerst den Matrosen getötet, um ihn als Fischköder und Nahrung zu verwenden, dann hätte er seine Mutter getötet, woraufhin Pi ihn getötet hätte, ohne, dass sich dieser gewehrt hätte.
Es gab nur eines, was ich mir dachte: Facepalm.
Wie zur Hölle kann man sich so etwas so spontan ausdenken?
In einem Take greift sich der irgendetwas aus der Luft, völlig unlogisch, unplausibel.
Naja, das kostet Punkte.
Doch dann sagt der Zuhörer in unserer Gegenwart etwas, was mir wie ein Stich ins Herz vorkam.
Die Koch ist die Hyäne, das Zebra der Matrose, der Orang Utan seine Mutter und der Tiger ist Pi selbst, beziehungsweise sein Überlebensinstinkt.
Ich... was... soll... ich... glauben?
Ich weiß es nicht. Es gibt Anzeichen dafür, dass beide Geschichten stimmen könnten, keine Geschichte widerlegt die andere.
Pi fragt den gegenwärtigen Zuhörer, welche Geschichte ihm besser gefällt.
Dieser meint die erste, da sie ihm besser gefallen würde.
Pi antwortet:
"Und so ist es auch mit Gott."
Ich war starr. Gefangen. Gefesselt. Schockiert. Berührt. Verängstigt. Überglücklich. Zwischen Himmel und Hölle, Lachen und Weinen.
Jetzt verstehe ich es. Wenn man eine Religion wählt, dann gefällt sie einen, man glaubt sie, weil sie einen berührt. Und deswegen hat sich wohl auch nie jemand durch Argumentation vom Glauben abbringen lassen.
Wollt ihr wissen, welche von Pis Geschichten ich glaube?
Die realistische oder die fantastische?
Die fantastische.
Und zwar nicht nur, weil sie nie widerlegt wurde, weil es viele Anzeichen dafür gibt, und weil nie gesagt wurde, sie sei falsch.
Sondern weil so etwas wirklich passiert. Wir lesen über verrückte Dinge, die uns bizarr und wie ein Wunder erscheinen, tagtäglich in Zeitungen, sehen es in Fernsehreportagen und auf Internetseiten.
Wir halten es für unrealistisch und doch ist es wahr.
"Wunder geschehen. Ich hab's gesehen. Es gibt so vieles, was wir nicht verstehen."
Das sind nicht nur die Worte einer der besten Sängerinnen aller Zeiten, sondern auch die Wahrheit.
Es fällt uns leichter, die einfache Variante zu glauben. Wir kennen es, sind damit vertraut.
Doch kann es genauso unwahr sein wie eine unglaubliche Geschichte.
Ich trat aus dem Film hinaus, und war immer noch ein Atheist. Oder sagen wir Agnostiker.
Aber diesmal einer, der absolut verstehen und nachvollziehen kann, warum andere an Gott glauben.
Warum man auf einer Insel lebt und sich damit arrangiert, auch wenn man die Schattenseiten kennt.
Zum Schluss möchte ich euch noch sagen, dass es mir fast Leid tut, dass ich im Mittelteil so sehr auf die filmtechnischen Faktoren einegangen bin.
Das wird dem Erlebnis nicht gerecht.
Aber das habe ich mir nunmal so gedacht in dem Moment.
Und abschließend möchte ich euch noch etwas fragen:
Welche Geschichte hat euch besser gefallen?
bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 31 Antworten
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 10:35:05 -0000
Antwort löschenDein Kommentar hat mich mehr berührt als der Film, der mich emotional einfach nicht so gepackt hat wie dich! (Hätte vor deiner Bewertung noch jede Wette gemacht, dass du den auf Lieblingsfilm hochstufst ;) )
Ziemlich stark geschrieben und von mir ein ganz dickes ,,Gefällt mir"!
Ist bei mir schon zu lange her, dass ein Film mich SO gepackt hat wie du es für Pi grade beschrieben hast!
Ich weiß du bist kein Leser aber wenn du irgendwann mal Zeit hast lies dir das Buch zu dem Film durch! Ich persönlich fand die ganzen religiösen Aspekte und die Frage nach Gott darin viel besser verarbeitet!
Und wenn du irgendwann die Chance bekommen solltest, diesen Film in 3D zu sehen schau ihn dir in diesem format an. Das war richtig beeindruckend und ein wahres Erlebnis für mich!
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 10:49:41 -0000
Antwort löschen@Hfonda:
Danke sehr.
Vielen vielen Dank :D
Das mit dem Buch weiß ich nicht... ich habe da nämlich eher Angst, dass es mir den Film zerstört. Nicht weil ich befürchte, dass es mir nicht gefallen könnte, aber wenn ich mich so lang und intensiv mit etwas auseinandersetze, dann nutzt es sich für mich schnell ab. Und ein Buch erfordert für mich viel Anstrengung und intensive Auseinandersetzung.
Ein Beispiel:
Einmal haben wir in der Schule ein Buch gelesen und ein Portfolio darüber gemacht. Es hieß "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin".Ich konnte es nach einer Zeit nicht mehr sehen, hab es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen, mir die Verfilmung anzuschauen. Grandios! Weil ich das zweite Medium einfach viel lieber hab.
Im Moment hab ich leider keine Gelegenheit auf 3D.
Du hast Brokeback Mountain noch nicht gesehen, oder?
Der ist auch so... wow.
Mr. Pink Sun, 12 May 2013 10:51:08 -0000
Antwort löschenSPOILER!
Mir hat die echte Geschichte besser gefallen. Also die mit dem Tiger. ;)
Boogers666 Sun, 12 May 2013 10:51:25 -0000
Antwort löschenIch hab den Film nicht gesehen aber deinen Kommentar totzdem gelesen, weil der Film mich bis dato nie interessierte aber dein Kommentar hat mich echt umgehauen, ich bin selbst auch überzeugter Atheist aber wenn es ein Film schaffen sollte mir Gott glaubwürdig näher zu bringen dann vielleicht ja dieser.
Danke für den tollen Kommentar ich muss jetzt schleungist zusehen das ich mir den Film doch noch zulege :)
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 11:04:31 -0000
Antwort löschen@Mr. Pink: Jawohl!
@Boogers: Tu das, aber er wird jetzt weniger bis gar nicht überraschen. Dafür bleibt das audiovisuelle Erlebnis erhalten.
Und danke für das danke und das Lob. :)
kobbi88 Sun, 12 May 2013 11:05:28 -0000
Antwort löschenFA-BEL-HAFT! Dein Kommentar....
Den Film sehe ich nicht so uneingeschränkt positiv. Für mich war der Film phasenweise eine Werbegeschichte für Religion. Nicht für eine, sondern für Religion im allgemeinen. Und das hat mich sehr genervt. Am Ende blieb bei mir unter anderem hängen: alle Religionen sind gut!
UND AB HIER HAGELT ES NUN SPOILER BIS ZUM BITTEREN ENDE!
Für mich war die Geschichte mit den Menschen besser, nicht mit den Tieren. Und warum? Weil sie menschlich ist. Nicht weil Menschen dabei sind und nicht weil ich sie für menschlich halte (im Sinne von human...)...sondern weil sie Verhalten und Charakter unterschiedlicher Menschen perfekt zeigt. Es war natürlich wichtig und eigentlich genial, die Geschichte mit Tieren darzustellen. Aber wenn die Geschichte mit den Menschen nicht wäre, dann wäre die Tiergeschichte im luftleeren Raum ohne wirklich Sinn und ohne Realitätsbezug (jaaa, Realität ist immer noch eines meiner Steckenpferde). Die Tiergeschichte ist also nur eine (natürlich sehr gute) Parabel vom menschlichen Verhalten. Und darum ist die Menschengeschichte wichtiger und besser!
Achja, emotional hab ich den Film übrigens auch anders aufgefasst. Anfangs war der Film grandios, hat das Niveau ne Zeit lang halten können und ist dann (emotional) abgesunken. Seinen emotionalen Höhepunkt hatte er in dem Moment, als Pi seine HEIMAT und seine Freundin verlassen musste. Alles danach konnte mich nicht mal mehr ansatzweise so sehr berühren. Auch nicht beim und nach dem Schiffuntergang oder abschließend im Krankenhaus bei der Versicherungsgeschichte.
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 11:05:31 -0000
Antwort löschenOh B. Mountain hab ich gesehen, fand den zwar(wie es ja oft der Fall ist :/ ) zwar nicht so gut wie du aber der ist schon so im bereich von 7-8!
Ich hab hier ja noch ein paar Hundert Filme noch nicht bewertet, die ich schon gesehen habe, weil ich ja überall noch was schreiben will, was meistens erst nach ner Zweitsichtung erfolgt. Und vieles ist auch schon ein paar Jahre her und da verändert isch der Geschmack von einem in unserem Alter halt doch noch ein ganzes Stück Martin ;)
Ich bin aber schon sehr erstaunt wie viele der Film dazu gebracht hat ihren Glauben an Gott zu überdenken, wo er auf mich gar nicht so eine intensive Wirkung hatte. Aber wenn man sich nach so einem Streifen über Gott Gedanken macht, so hat der Film auf jeden Fall eine positive Wirkung!
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 11:21:59 -0000
Antwort löschen[Es folgen natürlich SPOILER]
@Kobbi: DAN-KE-SEHR!
Nur mir ging es genau umgekehrt.
Bis zu dem Zeitpunkt mit dem Aufbruch nach Canada hab ich es als Film gesehen, danach als Erlebnis.
Und wegen den Geschichten:
Ohnehin schon kann ich mich mit Tieren mehr identifizieren.
Und genau darum geht es doch: das fantastische.
Und ob es jetzt falsch ist, weil es nicht realistisch klingt.
Mir kam es jedenfalls so vor, als hätte Pi die Geschichte vom Tiger für die Leute vereinfacht, so, dass sie zwar unspektakulärer, aber glaubhafter klingt.
Und wegen Religion:
Und ich glaube der eine Satz von Pi "Und so ist es auch mit Gott." sagt etwas darüber aus. Pi sagt auch nicht, dass die Religion die Wahrheit ist, sondern dass sie "die bessere Geschichte" ist.
Jetzt würde mich nur interessieren, ob du einer Religion angehörst?
Musst du mir nicht sagen, wenn du nicht willst, aber für so eine Diskussion wäre es schon interessant zu wissen.
Aber es wird in einiger Zeit auch einen Kommi von mir zu einem Film geben, der wegen seiner Darstellung von Religion von mir verrissen wird. Sobald wir ihn uns in der Schule fertig angeschaut haben ;)
...
Klingt zwar alles sehr negativ, hast LoP aber trotzdem 7.0 Punkte gegeben.
@Hfonda: Hast du nicht irgendwo mal geschrieben, dass du den noch nicht gesehen hast?
Also BBM mein ich.
Jedenfalls war der Film für mich auch sehr bewegend und ergreifend. Und ich würde ihn mit LoP auf eine Stufe stellen.
Was dort halt ist, dass BBM meine Ansichten nicht geändert, sondern unterstrichen hat. Aber mich trotzem genauso ins Phiosophieren gebracht hat.
Und ich weiß auch nicht, ob eine Vorauswahl der Partner nach Geschlecht wirklich sinnvoll ist. Beim Sex vielleicht, aber bei echter Liebe nicht, würd ich sagen.
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 11:45:12 -0000
Antwort löschenVielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt damals aber ich dachte eigentlich ich hätte geschrieben, dass ich BBM gesehen habe.
Für mich war das aber weniger ein Beziehung, die sich speziell auf die schwule Partnerschaft bezieht, sondern vie mehr ganz allgemein auf Liebe die nicht ausgelebt werden darf.
Ich denke diese ,,Vorauswahl" ist eh ein Vorstellung von Leuten, die alles UNBEDINGT kategorieren müsse, wie in nicht-hetero und hetero.
Wenn man sich verliebt passiert das eben und ich selbst glaube, dass man sich auch als einer der Lebenslang vielleicht hetero war, plötzlich in eine gleichgeschlechtliche Person verlieben kann!
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 11:50:37 -0000
Antwort löschenVielleicht war das wer anderer? Aber ich glaub du warst das, der das damals geschrieben hat.
Jedenfalls deine Meinung ist sowieso auch die meine.
Und ich habe nie irgendwo geschrieben, dass das ein Film über eine schwule Beziehung ist!
Wenn wir schon bei dem Wort sind... hat meine Vermutung bei deinem heutigen Hasskommi gestimmt?
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 12:00:16 -0000
Antwort löschenWas die Religionen betrifft, ich selbst halte Religionen insgesamt sogar eher für schlecht(heutzutage), da sie am Ende alle nur Institutionen sind, die vom Aufbau her höhere Regierungsebenen haben und so schon ein politisches System entwickeln, dass die Mitglieder schon zu Teilen ausnutzt(jetzt vielleicht nicht der kleine Dorfpfarrer aber schon Kirchenmitglieder in höheren Positionen).
Das machen in meinen Augen eigentlich alle Religionen, manche mehr manche weniger.
Wegen dieser Art, die in vielen Punkten einfach nichts mehr mit dem Glauben an Gott zu tun hat, werden die Leute auch immer Religionsfeindlicher und es gibt auch immer mehr Atheisten.
Die meisten Religionen schaffen es heute nicht mehr den Leuten Halt zu geben, weshalb ich mich selbst auch kaum als Katholischen Christen bezeichnen würde aber trotzdem als Gläubigen Menschen, der sich sein ganz eigenes Bild von Gott macht.
Das kommt vor allem in dem Buch zu Pi sehr gut rüber(im Film natürlich auch)dass Pi halt seinen ganz eigenen Glauben an Gott hat in dem er mehrere Aspekte von verschiedensten Religionen auffasst ohne, dass eine als besonders wichtig oder gar richtig dargestellt wird :)
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 12:03:15 -0000
Antwort löschen@Martin Guck mal meinen Kommentar zu deiner BM Bewertung:
Muss den mir unbedingt NOCH MAL ansehen ;)( hast vielleicht damals das noch übersehen :) )
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 12:09:56 -0000
Antwort löschen@Martin Sry bei dem Hasskommentar steh ich immer noch auf dem Schlauch :D
Wen meintest du denn da? Der Regisseur des Fims den ich meinte war nämlich Emile Adrolino :D
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 12:15:40 -0000
Antwort löschenStimmt zwar aber das mein ich nicht. Das war irgendwo bei einem komplett anderen Thema. Ich schau mal kurz ob ich's finde.
...
Also bei meinen Kommis steht nichts.
Hmmm... aber ich würde drauf schwören.
Vielleicht stand mal was bei kobbi oder T00BI.
Naja, wie dem auch sei. Da du ihn ja gesehen hast, ist es gut.
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 12:18:33 -0000
Antwort löschenAso... ne ich dachte an Pearl Harbor.
Und naja, Bay reimt sich halt auf Gay.
und ich hab ihn mir vor kurzem vorgemerkt.
...
Tut mir leid, diesen Regisseur gibt's laut MP nicht :(
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 12:18:54 -0000
Antwort löschenIch glaub wenn du alle unsere Diskussion durchsuchen musst, bist du ein paar Tage beschäftigt MArtin :D
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 12:20:22 -0000
Antwort löschenIch muss nur den letzten Monat durchsuchen, weil ich erst seit da BBM kenne.
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 12:24:48 -0000
Antwort löschenZu Pearl harbour hab ich hier ziemlich am Anfang meiner MP Zeit mal was geschrieben aber den möchte ich mir auch nicht nochmal antun :D
Hab den nur geholt weil ich den in ner zweier Box mit ,,Aviator" bekommen hab.
Sry ein r zu viel ;)
http://www.moviepilot.de/people/emile-ardolino
kobbi88 Sun, 12 May 2013 12:42:02 -0000
Antwort löschen@ Martin:
Thema Religion: bin katholisch, aber nicht weil ich überzeugt bin (hab da verdammt viel, was mir nicht passt), sondern eigentlich eher, weil ich das schon immer war und weils mich auch nicht stört. Man braucht keine Religion um zu glauben, finde ich. Wenn sie natürlich manchen hilft, hab ich auch nichts dagegen.
Im Film waren für meinen Geschmack die Religionen aber einfach zu unkritisch dargestellt. Oder zumindest isses bei mir so angekommen (und das zählt für mich subjektiv natürlich). Alle Religionen sind gut, jetzt schau dir an, was dir am besten gefällt und glaub daran. Gerne auch ein Misch-Masch.
Der Satz "Und so ist es auch mit Gott." Find ich belegt das auch mit meinem „Werbevideo“ für Religionen. Er sagt nicht, dass es wahr ist, aber er sagt, dass es die bessere Geschichte ist. BESSERE Geschichte. Das bedeutet: Religion = besser, keine Religion = (im Umkehrschluss) schlechter. Und so was bleibt für mich als Fazit hängen. Und das hat mir nicht gefallen.
Spoiler, Spoiler, nichts als Spoiler…
Thema Geschichte: Für mich ist die Tiergeschichte einzig und allein eine Geschichte für Pi, der er sich erfunden hat, um das Erlebte zu verdrängen, oder sagen wir besser, es zu verarbeiten. So werden die Geschichte und auch das (menschliche) Verhalten auf dem Boot besser erklärbar und vor allem erträglicher. Letztlich ist ja seine Mutter vom Koch ermordet worden. Und er hat den Koch ermordet. Das ist für einen Jungen im Normalfall mehr, als er eigentlich ertragen kann (denke ich). Und so hat er es auf die Tiere umgepolt. Nicht er war es, sondern der Tiger (der einen Teil von sich symbolisiert). Und dieser Tiger ist am Ende verschwunden. Oder anders ausgedrückt: diesen brutalen Teil von sich, der so schlimme Dinge erlebt und getan hat, der enorm wichtig war, um auf dem Meer zu überleben, den brauchte er nicht mehr. Und den hat er nach seiner Rettung gehen lassen. Symbolisiert durch den Tiger, der verschwindet. Natürlich wird sie nicht widerlegt, kann sie ja auch gar nicht (sonst wäre es ja keine Parabel). Aber ich schau auch nicht, welche Geschichte schöner ist (weil das ist eindeutig die Tiergeschichte, die Menschengeschichte ist grausam bis zum geht nicht mehr). Ich schaue, welche Geschichte wichtiger ist. Und das ist die mit den Menschen, weil nach meiner (zugegeben sehr psychoanalytischen) Sichtweise, wäre ohne die (wahre) Menschengeschichte die Tiergeschichte nie entstanden.
Übrigens: Die 7 Punkte erklären sich daher, dass Life of Pi ja bei weitem kein schlechter Film ist. Eigentlich sogar ein ganz herausragender Film. Mit einigen Schwachpunkten und subjektiven Problemen, die ich mit einigen Teilen des Films hab. Achja, und ich hab eben auch ne ganz andere, sehr realistische Auffassung von dem Film ;)
PS: Hoff, ich hab alles beantwortet... manchmal werden einzelne Antworten viel zu lang ;)
Andy Dufresne Sun, 12 May 2013 14:33:15 -0000
Antwort löschenWirklich großer, persönlicher Kommentar.Sehr schön Martin!
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 14:38:05 -0000
Antwort löschen[Natürlich spoilerdurchtränkt:]
@Kobbi:
Jap müsste alles beantwortet sein.
Nur ich sehe es etwas anders.
Du erkennst in der Aussage: "weil es die BESSERE Geschichte ist."
Ich erkenne in der Aussage: "weil es die bessere GESCHICHTE ist."
Und so ziemlich alles, was in der Bibel passiert, liest sich besser als das reale Leben. Finde ich. Und es ist die bessere Geschichte.
Für mich ist die zweite Geschichte einfach die leichter zu glaubende.
Was nicht heißt, dass sie wahr ist. Was aber auch nicht heißt, dass sie unwahr ist.
Das finde ich ja faszinierend an dem Film. Ich hab überlegt und überlegt aber es gibt nirgedwo Beweise, das eine der beiden stimmt.
Genauso kann er auch beide erfunden haben.
Genauso kann er auch einfach nur halluziniert haben.
Man wird es nie entgültig sagen können.
@Andy:
Danke sehr.
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 14:41:26 -0000
Antwort löschen@Hfonda: Hmmm... Kommt im Titel zwei mal ein D vor?
Hfonda15 Sun, 12 May 2013 14:44:58 -0000
Antwort löschenJa kommt es, doch überraschenderweise wird es doch kein Hassfilm. Ich hab ihm seltsamerweise sogar ein paar positive Punkte geben müssen!
kobbi88 Sun, 12 May 2013 14:57:07 -0000
Antwort löschenFliegen die Spoiler immer so tief?
@ Martin: absolut richtig, ich erkenne darin "die BESSERE Geschichte". Und natürlich kann man bei beiden Geschichten nicht sagen, ob er sie erfunden hat oder nicht, da es ja keine Zeugen gibt, geben kann (so einfach ist das). Mit "zweite Geschichte" meinst du die Tiergeschichte? Ui, da kommt mir grad auch, was das über unser jeweiliges Menschenbild aussagt. Wenn man die Tiergeschichte (wie du, nehm ich jetzt mal an) glaubhafter findet, dann hat man ein sehr positives aber auch idealistisches und wahrscheinlich irreales Menschenbild. Und wenn man die Menschengeschichte für glaubhafter hält, dann ist das Menschenbild eher realistisch oder eher pessimistisch. Frei nach Plautus und Hobbes: "Tigro est homo homini" (Der Mensch ist dem Menschen ein Tiger ;) ). Aber wahrscheinlich ist keins richtig, die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, irgendwo dazwischen.
Aber eins haste jetzt geschafft: ich will den Film auf alle Fälle nochmal sehen ;)
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 15:01:22 -0000
Antwort löschenErste = Tier
Zweite = Mensch
(Hier spar ich mir mal die Spoilerwarnung, ist ja nicht gerade aussagekräftig^^)
kobbi88 Sun, 12 May 2013 15:05:54 -0000
Antwort löschenokay ;)
Martin Oberndorf Sun, 12 May 2013 22:31:14 -0000
Antwort löschen[SPOILER]
Ich hab jetzt nochmal drüber nachgedacht.
Wenn der Tiger den Überlebenswillen repräsentieren soll, wieso tötet dann in der einen Szene Pi den Fisch und nicht Richard?
kobbi88 Mon, 13 May 2013 05:31:46 -0000
Antwort löschenweil die Geschichte sonst nicht gut wäre ;)
kobbi88 Mon, 13 May 2013 05:56:24 -0000
Antwort löschenund weil sie natürlich beide Pi sind und es darum im Grunde egal ist, wer was tut... die beiden Seiten in Pi nähern sich im Lauf der Zeit immer mehr an, denn nur gemeinsam (unbändiger Wille und gleichzeitig ein kühler Kopf) konnte er überleben...
Alle 31 Antworten zeigen
Martin Oberndorf Mon, 13 May 2013 06:03:31 -0000
Antwort löschenKann gut sein.
Ich glaub bei dem Film gibt's sogar mehr Interpretationsmöglichkeiten als bei Sucker Punch. Schätze mal da werden wir nie auf einen grünen.Zweig kommen.
kobbi88 Mon, 13 May 2013 06:08:23 -0000
Antwort löschenMüssen wir ja auch nicht ;)
TheAvenger68 Thu, 09 May 2013 11:55:56 -0000
Kommentar löschenHab den Film jetzt erst gesehen als BD in 3D !
Die Technik ist brilliant.
Der Film ist es auch !
Eine ergreifende und toll gespielte Geschichte.
Und was für Bilder, grandios.
Einziges kleines Manko : Der Anfang des Films zieht sich etwas !
Absolut empfehlenswert !!!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
erik.stein.12 Thu, 09 May 2013 10:29:04 -0000
Kommentar löschenZu viel möchte ich garnicht über Life Of Pi erzählen, denn ich würde Gefahr laufen den äußerst guten, intelligenten und garantiert nicht vorhersehbaren Twist am Ende zu verraten, der den bis dato grundsoliden Abenteuerfilm mit Fantasy-Versatzstücken über Mittelmaß erhebt.
Böse Zungen, zu denen ich angeblich auch öfters gehöre (kaum zu glauben, aber so etwas hat man mir schon unterstellt), schlagen auf Life Of Pi wegen seiner doch wirklich recht simplen Story beherzt ein. Zum Teil haben diese Leute nicht ganz Unrecht, denn im Grunde genommen handelt der Film tatsächlich „nur“ von einem Schiffbruch und dem anschließenden Überlebenskampf auf hoher See…
…oder vielleicht auch nicht. Rückblickend und vorallem unter Kenntnis der Auflösung/des Twists ist der Film aber besser, als er während seiner ersten Sichtung erscheint. Auch ist es abhängig vom Betrachter, wieviel Gotteserfurcht und Symbolik in diverse Bilder hineingedichtet wird und welche tiefgründigeren Aussagen mit auf den Weg gegeben werden.
Ich als nichtgetaufter Ungläubiger, der im stets nächsten-liebenden und äußerst christlichen Religionsunterricht immer mit einer lehrhaften „5“ gesegnet wurde, gehen die häufiger vorkommenden Gebete u.ä. etwas auf die Nerven. Besonders der Anfang von Life Of Pi wirkt wie ein kunterbuntes Potpourri aus christlich-hinduistisch-muslimischen Weisheiten und indisches Werbefilmchen für religiöse Völkerverständigung und Glauben im Allgemeinen.
Bis zum Schiffsunglück war der Film eine Beinahe-Folter für mich; wäre der Anfang noch länger gewesen… ich weiss nicht, ob ich den Film weitergeschaut hätte. Im Nachherein bin ich aber froh, dass ich es getan habe.
Desweiteren muss man sagen, ist die Kameraarbeit in dieser Zeit (bis zum Unglück) auch alles andere als überwältigend. Diese zeigt erst im späteren Verlauf des Films was sie kann, zelebriert dann allerdings atemberaubend schöne Bilder und Einstellungen.
Fazit: Durchwachsener Abenteuerfilm mit zum Teil wunderschönen Bildern, Fantasy-Anleihen und einer sehr guten Auflösung. Die religiösen Lehren mögen bei manchen Personen auf nicht allzu große Gegenliebe treffen und nervig erscheinen und auch den Vorwurf des „plakativen Ködern zum Glauben an Gott“ muss sich der Film nicht ungerechtfertigter Weise gefallen lassen – es liegt diesmal wirklich im Auge des Betrachters.
Ein Film, der verdientermaßen (!) die Lager teilt und vom dem man sich selbst ein Urteil bilden sollte.
Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/05/life-of-pi-blu-ray.html
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
arne.kirchner Thu, 09 May 2013 08:26:53 -0000
Kommentar löschenEin wirklich atemberaubender Film! Großartige Animation, die die CGI-Arbeit revolutioniert und eine tolle Geschichte. Einfach nur empfelenswert!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tatarian Stallion Mon, 06 May 2013 20:14:56 -0000
Kommentar löschenIm großen und ganzen natürlich ein atemberaubender Film, der vor Allem durch seine Bilder lebt. Man muss dabei jedoch berücksichtigen, dass die Bilder größtenteils durch irgendeine Technik in irgendeinem Studie in den Film projiziert wurden. Die visuelle Art des Filmes ist somit kein Verdienst des Regisseurs Ang Lee. Wahre Künstler wie Malick oder Tarkovskij schaffen genauso beeindruckende Bilder ohne Technik Schnick-Schnack zu erschaffen.
Die Geschichte wird sehr ruhig und gemächlich aufgebaut. Ang Lee versteht es den Zuschauer in seine Welt eintauchen zu lassen und mit den Protagonisten zu sympathisieren. Er hat quasi so eine eigene kleine Fantasy-Welt erschaffen, die idyllisch-paradiesisch wirkt.
Die größte Stärke des Filmes, ist der Überlebenskampf des Menschen in Extremsituationen. Verbunden damit stellen sich dem Menschen existentielle Fragen. Ein Mensch, der schon vorher religiös war wie Pi, wird daraufhin in all seiner Verzweiflung nach Gott suchen. Wäre Pi ein rationaler Mensch mit einer philosophischen Weltanschauung, dann würden seine existentiellen Fragen einen Horizont weiter und in Malick-Dimensionen stoßen wie bei "Der schmale Grat".
Gleichzeitig stellt die Sinnsuche in dem Film "Was soll ich glauben oder ist es wichtig überhaupt an irgendwas zu glauben" einen - in meinen Augen - schon enormen Schwachpunkt des Filmes dar. Ich hatte das Gefühl der Film will uns dazu aufmuntern an Hypothesen zu glauben. Denn nichts anderes ist Pi's Geschichte: Eine Hypothese, die nicht rational erfasst werden kann. Es ist ein schönes Märchen, ja! Märchen sind oftmals schöner als die Realität, aber man sollte eine Hypothese niemals über Empirie stellen.
"Und genauso ist es mit Gott" lautet ein Satz des Erwachsenen Pi's. Aber was sollen wir daraus schöpfen? Positives oder Negatives? Ich kenne den Gott der Bibel und des Korans. Es ist ein sadistischer Gott. Soll ich meine Kraft also aus einer Hypothese schöpfen, weil sie subjektiv gesehen meine Energiequelle ist, aber objektiv und universalistisch gesehen von keiner Relevanz ist? So gesehen zeigt der Film viel mehr wie primitiv der Mensch ist und wie falsch er seine Welt deutet. Der einzige Lichtblick ist da nur Pi's Vater
Mich persönlich als rationalen und philosophischen Menschen hat die Message kein bisschen überzeugt. Der Überlebenskampf des Mensch lässt sich durch Triebe und Instinkte viel besser erklären als durch Glauben. Was jedoch unterm Strich bleibt ist ein ausgezeichneter Film mit wunderschönen Bildern und einem wunderbaren Gute-Nacht-Märchen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten
Hfonda15 Mon, 06 May 2013 20:29:12 -0000
Antwort löschenAbsolute Zustimmung!
Tatarian Stallion Mon, 06 May 2013 20:40:44 -0000
Antwort löschenDanke :P
lieber_tee Mon, 06 May 2013 22:22:17 -0000
Antwort löschenIch habe den Film so verstanden, das der Regisseur nicht definiert an was der Mensch glauben soll, auch nicht an einen Gott, sondern das ihm das frei steht solange es ihm Kraft für sein (Über-) Leben gibt. Was aus der jeweiligen Religion gemacht wird, wie sie missbraucht werden kann ist nicht das Thema des Films.
Und ein Regisseur hat starken Einfluss auf die Generierung von Computerbildern, muss sie in einen filmischen Sinnzusammenhang, dem visuellen Stil bringen. Gerade dieser Film belegt, das ein Filmemacher von handwerklich hervorragender Arbeit zehren und nutzen kann, sie für seine filmische Utopie nutzt.
Tatarian Stallion Mon, 06 May 2013 22:41:41 -0000
Antwort löschenDer Regisseur definiert auch nicht exakt an was wir Glauben sollen. Die Religion kommt nur durch Pi ins Spiel und trotz Allem habe ich das Gefühl, dass der Glaube an Hypothesen, in dem Fall stellvertretend durch Gott, positiv konnotiert wird. Ich denke, dass der Vater im Film von allen Familienmitgliedern so quasi als Gegenpol rüber kommt als der Mann, der dem Jungen von Glauben abbringen will. Dabei ist seine Anschauung mit Abstand die rationalste. Betrachtet man den Film gesellschaft-kritisch, ist das woran wir zumeist glauben, Gott oder eine Religion. Stell dir folgendes Schemata vor: Pi wäre kein großer Fan von Krishna oder Jesus. Pi hätte Heidegger, Wittgenstein oder Sartre gelesen und sich mit Wissenschaft beschäftigt. Pi's Vater wäre ein streng religiöser Mensch, der wollen würde, dass Pi den gleichen Gott anbetet wie er. Pi überlebt den Trip durch Wissen, Logik und Vernunft. Im Umkehrschluss würde das bedeuten: Wisse lieber anstatt an etwas zu Glauben. Das Wissen entnehmen wir jedoch Empirien und Wissenschaften, genauso wie Menschen den Glauben aus Mythen und Religionen entziehen, ergo würde das wohl bedeuten, dass bei dieser Ausgangslage der religiöse Vater den Gegenpol spielen würde. Und der Schriftsteller sagt auch, er möchte die Geschichte hören, weil sie angeblich den Glauben an Gott zurück bringt. Natürlich liegt es am Zuschauer selbst was er am Ende daraus interpretiert. Das macht ja auch den Film gut, aber so ein bisschen gibt und der Film den Weg schon vor, quasi in einem Pathos welche Berge der Glaube versetzen kann. Mag ja alles zutreffen. Doch am Ende dürfen wir nicht vergessen: Durch reine Glaubenskraft hat es noch Niemand auf den Mond geschafft :)
lieber_tee Mon, 06 May 2013 23:03:49 -0000
Antwort löschenJa, der Film stellt nicht-rationalen Glauben positiv dar. Allerdings ist dein (?) festhalten an Wissenschaft, Logik und Vernunft, auch wenn es mir persönlich näher ist, ähnlich einseitig. Gerade im Rahmen dieser Begriffe wurde auch viel Unrecht auf dieser Welt verursacht. Spannend wäre dieses Thema für einen Film allerdings allemal, war nur nicht die Sicht des Regisseurs und des Buches. Kraft kann einem aber auch Poesie (zentrales Motiv des Films), Freunde, Familie, Philosophie usw. geben. Im Kern geht es darum eine Unterstützung im Leben bzw. in Notlagen zu bekommen, egal was es ist, Hauptsache es hilft, auch nachhaltig.
Tatarian Stallion Tue, 07 May 2013 06:54:04 -0000
Antwort löschenUnd wieso soll das einseitig sein?
lieber_tee Tue, 07 May 2013 10:02:22 -0000
Antwort löschenVielleicht missverstehe ich dich da aber aber im Namen der Wissenschaft und Logik sind (wie auch im Namen von Religionen) unzählige Schandtaten in der Menschheitsgeschichte vollbracht worden. Selbst das was vernünftig erscheint hat sich schnell als etwas unvernünftiges herausgestellt.
Mein Einwand bewegt sich im (philosophischen) Bereich des Szientismus, Positivismus, Relativismus und Wahrheitsskeptizismus.
Alle 9 Antworten zeigen
Tatarian Stallion Tue, 07 May 2013 10:17:52 -0000
Antwort löschenAber so gesehen folgt die Wissenschaft keiner ideologischen Dogmatik wie eine Religion, deren Dogmen meist absolutistisch sind. Aber du hast recht. Auch Wissenschaft hat oft die Grenzen der Ethik überschritten. Nichts desto Trotz ist die Vernunft der einzige Weg auf dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Der Glaube kann das nicht, denn der ist immer hypothetisch.
lieber_tee Tue, 07 May 2013 10:26:08 -0000
Antwort löschen"Vernunft der einzige Weg auf dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können"
*Word*
marcus717 Mon, 06 May 2013 20:09:39 -0000
Kommentar löschenIch habe lange gewartet bis ich mir den Film nun doch endlich mal angeschaut habe und was soll ich sagen, ich bin beeindruckt.
Ein wirklich bildgewaltiger und ausgezeichneter Film der mich ganz schön berührt hat.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HxC_Moe Mon, 06 May 2013 06:37:09 -0000
Kommentar löschen... Mächtig!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
BjoernS Fri, 03 May 2013 11:26:34 -0000
Kommentar löschenDieser Film verbindet eine gewisse Tiefgründigkeit mit der Geschichte eines zum Teil atemberaubenden Lebenskampfes und hat mich tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt und mich auch im Nachhinein zum Nachdenken gebracht. Piscine Molitors Zuneigung allen Religionen gegenüber und seine selbstverständliche Vermischung aller beeindruckt ebenso.
Für alle zu empfehlen, die nicht zu faul zum "sich-Gedanken-machen" sind und nicht zu sehr Action aus sind.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
maestro10 Thu, 02 May 2013 20:43:25 -0000
Kommentar löschenBild und 3 D Effekte top - aber von der Story her ein Flop! Nicht mehr und nicht weniger...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Spike1990 Wed, 01 May 2013 17:12:20 -0000
Kommentar löschenDer Film ist nicht so tiefgründig oder spirituell wie er gerne sein möchte, dafür hat er großartige Schauwerte zu bieten. Ich mag den Film.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
marcowski Sat, 27 Apr 2013 20:44:51 -0000
Kommentar löschenBildgewaltiges Märchen, das mich persönlich aber nicht eingefangen hat.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten