Unter Bauern - Retter in der Nacht
Unter Bauern - Retter in der Nacht (2009), DE Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 08.10.2009
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
36 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Ludi Boeken, mit Veronica Ferres und Armin Rohde
1943. Der einst erfolgreiche Pferdehändler Siegmund “Menne” Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden. Spiegel weiß, dass dies den sicheren Tod für ihn und die seinen bedeutet. Die einzige Chance, der Deportation zu entgehen, sieht er in der Flucht aus der Heimatstadt Ahlen, Westfalen. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet Hilfe. Er will Marga Spiegel und die Tochter Karin bei sich auf dem Hof verstecken – ein todeswürdiges Verbrechen in den Augen der Nazis. Widerstrebend trennt sich die Familie. Während Marga und Karin Spiegel wie versprochen bei den Aschoffs aufgenommen werden, fährt Menne Spiegel mit dem Rad in die vertraute Landschaft, in der Hoffung bei einem seiner anderen Kriegskameraden und Pferdekunden selbst Unterschlupf zu finden. Bauer Pentrup, nimmt ihn auf, bietet ihm einen kleinen Verschlag auf dem Hof als Versteck. Es beginnt eine Zeit des Wartens in ständiger Angst. Auf dem Hof der Familie Aschoff wissen nur der Bauer und seine Frau von der wahren Identität der Gäste. Die älteste Tochter Anni begegnet der schönen, eleganten Frau “Krone” alias Marga Spiegel zunächst voll Misstrauen. Sie ist in den nazitreuen Hitlerjungen Erich verliebt und nimmt die neuen Flüchtlinge widerwillig als familiären Zuwachs in Kauf. Bei der gemeinsamen Arbeit auf dem Hof entwickelt sich zwischen den beiden Frauen allmählich eine tiefe Freundschaft. Bis Frau Spiegel von der Wirtin im Ort erkannt wird und Anni die Wahrheit über ihre neue Vertraute erfährt. Plötzlich wird sie vor die Entscheidung gestellt: Linientreue aus Prinzip oder Hochverrat zugunsten einer Freundin. “Menne” Spiegel hingegen muss aufgrund seines bekannten Gesichts ständig in seinem Versteck bei Bauer Pentrop leben. Jeder Schritt aus seinem Verschlag heraus ist lebensgefährlich, ein nächtlicher Besuch bei seiner Frau schierer Wahnsinn. Dann schöpft der Hitlerjunge Erich, der als Hilfe bei…
1943. Der einst erfolgreiche Pferdehändler Siegmund “Menne” Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden. Spiegel weiß, dass dies den sicheren Tod für ihn und die seinen bedeutet. Die einzige Chance, der Deportation zu entgehen, sieht er in der Flucht aus der Heimatstadt Ahlen, Westfalen. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet Hilfe. Er will Marga Spiegel und die Tochter Karin bei sich auf dem Hof verstecken – ein todeswürdiges Verbrechen in den Augen der Nazis. Widerstrebend trennt sich die Familie. Während Marga und Karin Spiegel wie versprochen bei den Aschoffs aufgenommen werden, fährt Menne Spiegel mit dem Rad in die vertraute Landschaft, in der Hoffung bei einem seiner anderen Kriegskameraden und Pferdekunden selbst Unterschlupf zu finden. Bauer Pentrup, nimmt ihn auf, bietet ihm einen kleinen Verschlag auf dem Hof als Versteck. Es beginnt eine Zeit des Wartens in ständiger Angst. Auf dem Hof der Familie Aschoff wissen nur der Bauer und seine Frau von der wahren Identität der Gäste. Die älteste Tochter Anni begegnet der schönen, eleganten Frau “Krone” alias Marga Spiegel zunächst voll Misstrauen. Sie ist in den nazitreuen Hitlerjungen Erich verliebt und nimmt die neuen Flüchtlinge widerwillig als familiären Zuwachs in Kauf. Bei der gemeinsamen Arbeit auf dem Hof entwickelt sich zwischen den beiden Frauen allmählich eine tiefe Freundschaft. Bis Frau Spiegel von der Wirtin im Ort erkannt wird und Anni die Wahrheit über ihre neue Vertraute erfährt. Plötzlich wird sie vor die Entscheidung gestellt: Linientreue aus Prinzip oder Hochverrat zugunsten einer Freundin. “Menne” Spiegel hingegen muss aufgrund seines bekannten Gesichts ständig in seinem Versteck bei Bauer Pentrop leben. Jeder Schritt aus seinem Verschlag heraus ist lebensgefährlich, ein nächtlicher Besuch bei seiner Frau schierer Wahnsinn. Dann schöpft der Hitlerjunge Erich, der als Hilfe bei Pentrop auf dem Hof lebt, Verdacht und holt die Polizei. Die Lage wird zu gefährlich. Spiegel muss zu einer anderen Bauernfamilie; die Silkenböhmers nehmen ihn schliesslich auf. Als 1945, mehr als zwei Jahre nach Familie Spiegels Flucht aus Ahlen, schließlich die Alliierten in Westfalen einmarschieren, ist die Freude über die Befreiung nur kurz. Keiner der Verwandten, Freunden und Bekannten kommt zurück, keiner hat überlebt, nur sie selbst.
Inhalt
1943. Der einst erfolgreiche Pferdehändler Siegmund „Menne“ Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden, was den sicheren Tod für ihn und seine Familie bedeuten würde. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet an, Marga und Karin unter falschem Namen bei sich auf dem Hof aufzunehmen, obwohl auf dieses „Verbrechen“ unter der Naziherrschaft die Todesstrafe steht.
Menne selbst wird von Bauer Pentrop versteckt. Es beginnt eine Zeit des Wartens in ständiger Angst. Auf dem Hof der Familie Aschoff wissen nur der Bauer und seine Frau von der wahren Identität der Gäste. Nach anfänglichem Misstrauen entwickelt sich zwischen der jungen Anni, der Tochter des Hauses, und Marga Spiegel alias Krone allmählich eine tiefe Freundschaft. Doch dann wird Frau Spiegel von der Wirtin im Ort erkannt und Anni erfährt die Wahrheit über ihre neue Vertraute. Anni wird vor die Entscheidung gestellt: Linientreue aus Prinzip oder Hochverrat zugunsten ihrer Freundin.
Menne Spiegel muss sich derweil in seinem Verschlag bei Pentrop ständig versteckt halten. Dann spitzt sich die Lage auch noch zu, Menne muss sein Versteck wechseln und findet bei einer anderen Bauernfamilie Unterschlupf. Als 1945, mehr als zwei Jahre nach der Flucht der Familie Spiegel aus Ahlen, schließlich die Alliierten in Westfalen einmarschieren, ist die Freude über die Befreiung zwar groß, aber auch schnell durch die bittere Erkenntnis getrübt: Keiner der Verwandten, Freunde und Bekannten kommt zurück, außer den Spiegels hat niemand überlebt.
Mit Material von 3L Filmverleih
Weiterführende Informationen
Unter Bauern – Retter in der Nacht bei moviepilot
Pressespiegel zu UNTER BAUERN auf film-zeit.de
Mehr Bilder (18) und Videos (1) zu Unter Bauern - Retter in der Nacht
Cast & Crew
-
Ludi Boeken
-
Veronica Ferres
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marga Spiegel
-
Armin Rohde
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Menne Spiegel
-
Lia Hoensbroech
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anni Aschoff
-
Martin Horn
-
Margarita Broich
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau schoff
-
Luisa Mix
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karin Spiegel
Regie
Schauspieler
-
Tjard Krusius
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Emmerich Aschoff
-
Veit Stübner
-
Kilian Schüler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Florian Aschoff
-
Nicole Unger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Josefa Schwester
-
Daniel Flieger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erich Reimann
-
Anna Ehrichlandwehr
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Grossmutter Aschoff
-
Smadi Wolfman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Albermann
-
Imo Moszkowicz
-
Heidrun Schleef
-
Otto Jägersberg
- Genre
- Schicksalsdrama, Historienfilm, Familiendrama
- Zeit
- 1943
- Ort
- Nordrhein-Westfalen
- Handlung
- Angst, Bauer, Bauernhof, Deportation, Deutsches Reich, Drittes Reich, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Feier, Flucht, Nationalsozialismus, Scheune, Tochter, Versteck
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Unter Bauern - Retter in der Nacht
Trailer zum Film Unter Bauern - Retter in der Nacht
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Unter Bauern - Retter in der Nacht
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Links zum Film Unter Bauern - Retter in der Nacht
- Unter Bauern - Retter in der Nacht: cineclic.de



















Kritiken (3) — Film: Unter Bauern - Retter in der Nacht
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDank einer geradlinigen, ja nüchternen Inszenierung und einfachen Dialogen gelingt es dem niederländischen Regisseur Ludi Boeken, dessen jüdische Eltern selbst mit Hilfe christlich gesinnter Bauern den Holocaust überlebten, diesen einfachen Menschen ein filmisches Denkmal zu setzen. Die glaubwürdige Darstellung durch das Schauspieler-Ensemble und ein tiefgründiger Humor mit deutlichem Gespür für skurrile Situationen helfen dem Regisseur, dem ähnlichen Stoffen innewohnenden Pathos zu entgehen.
Im Nachspann treten die inzwischen 97-jährige Magda Spiegel und die 82-jährige Anni Aschoff ins Bild. Die realen Vorbilder treffen bei einem Set-Besuch auf die Schauspielerinnen, die sie im Film darstellen. Ein krönender Abschluss für eine Geschichte, die nicht vergessen werden sollte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDer Stoff gibt eigentlich eine ganze Menge her: Er basiert auf einer wahren Geschichte und er handelt von Menschen, die instinktiv menschlich handelten und sich so den Gesetzen und Anordnungen des Nazi-Unrechtssystem widersetzten. Doch die wenig elegante und billig wirkende Adaption für die große Leinwand raubt der durchaus spannenden und nicht uninteressanten Story sofort wieder einen Großteil ihres Reizes, vor allem aber ihrer Kinoattraktivität.
Erzählt wird die Geschichte der Jüdin Marga Spiegel (Veronica Ferres), die 1943 mit ihrem Mann Menne (Armin Rohde) und der kleinen Tochter Karin (Louisa Mix) aus dem westfälischen Ahlen in den Osten deportiert werden soll. Dies bedeutet den sicheren Tod der Familie, da ist sich Menne sicher. Um dies zu verhindern, bittet er seinen ehemaligen Kriegskameraden Aschoff (Martin Horn), Marga und Karin unter falschem Namen auf seinem Hof Unterschlupf zu gewähren. Menne selbst will sich in der Nähe bei einem anderen Bauern verstecken…
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenVon "guten Deutschen" in der NS-Zeit wollte das Kino lange nichts wissen. Inzwischen ist die Zeit dafür reif, und das ist gut so. Denn Zeitzeugen wie die 95-jährige Jüdin Marga Spiegel, deren wahre Geschichte "Unter Bauern" erzählt, und die im Abspann selbst noch in freundschaftlicher Verbundenheit mit der echten Anni Aschoff am Set ins Bild tritt, werden voraussichtlich nicht mehr lange von ihren Erlebnissen erzählen können.
Der niederländische Regisseur Ludi Boeken, der 1998 die Holocaust-Überlebensgeschichte "Zug des Lebens" (Radu Mihaileanu) produzierte, erzählt sehr bewegend, packend und authentisch, wie einige westfälische Bauern sich nicht ideologisch verblenden ließen und stattdessen Kopf und Kragen riskierten. Viele von ihnen sahen in ihrem Kardinal Clemens August von Galen, einem der wenigen kirchlichen Vertreter, die sich öffentlich dem unmenschlichen Wahn Hitlers entgegenstellten, ein moralisches Vorbild.
Schauspieler…
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (2) — Film: Unter Bauern - Retter in der Nacht
Kommentar schreibenfabel 2010/07/27 00:26:09
Kommentar löschenIn Minute 52 fiel der wichtigste Satz des Films.
"Ich schämte mich Deutsche zu sein."
Dieser Satz stand über dem ganzen Geschehen.
Die Bauern swaren angeekelt von dem braunen Gesindel und waren die letzten Menschen mit Ehrgefühl und der Gabe, noch Menschen nicht sofort in eine Schublade zu stecken.
Dabei standen die hier irrtümlich als "Retter" bezeichneten Landwirte als Symbol für die wenige existierende Menschlichkeit zu Zeiten des Herrn mit Schnäuzers.
Wieso irrtümlich als Retter ?
Ich sträube mich dagegen, solche Leute als Retter zu bezeichnen. Sie waren einfach Gutmenschen, die der Gehirnwäsche durch die Nazis noch nicht untergekommen waren.
Sie waren einfach noch Menschen, keine wilden Bestien. Natürlich haben sie Rettung betrieben, doch sind Leute mit großer Menschlichkeit sofort Retter ?
Naja, das ist Ansichtssache. Der Film wollte das ganze Thema dem Zuschauer zum Glück nicht aufdringlich näher bringen. Er setzte sich eindringlich mit dem Thema auseinander und berührte den Zuschauer, ohne ins Sentimentale, Pathetische abzurutschen.
Also die Botschaft des Filmes haben wir schon mal herausgearbeitet. Die Erkenntnis der Geschichte:
Es gab auch Menschen unter den Tieren, die sich schämten Deutsche zu sein.
Leider Gottes ist die Erkenntnis nicht wirklich neu und wir haben sie schon gefühlte tausende Male gesehen. Natürlich lohnt es sich immer wieder, einen Film darüber zu machen, doch auch einen Kinofilm ?
Ich finde nein. Die Story brachte was, es klingt schon fast zynisch, alltägliches zur Sprache. Alles wirkte irgendwie mehr wie ein ZDF Highlightfilm als wie ein großer Kinofilm.
Diese Tatsache lag weniger an den guten Schauspielern, die durch die Reihe gut agierten.
Der Running Gag mit der Oma zündete zwar nicht immer, aber trotzdem wars von dieser Seite nicht zu bemängeln.
Mehr lag dieses Gefühl an diesem regionalen, münsterländischen Flair der nicht wirklich Kinotauglichkeit rüber bringt. Zwar Charme. Aber nicht für einen großen Kinoknaller.
Was bleibt über ?
Eine für das Thema 0815 Story, die zwar gut in Szene gesetzt wurde aber nicht kinotauglich war eher was fürs TV. Auch dort wäre der Film aber letztendlich doch untergegangen.
Trotzdem noch akzeptabel.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mervit 2009/12/01 14:16:06
Kommentar löschenIch bin grade vom Kino zurück gekommen insgesamt war der Film ganz okay , aber ich habe ihn nicht ganz verstanden. Dieser Manne hat seine hose ausgezogen und dann waren alle geretten.
Also das ende war nicht so gut sonst war der film gut. :-)
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten