Rukus

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Rukus aus ... tief im westen (nein, nicht bochum, westlicher!) . Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1533 Filme bewertet und legendäre 2376 Kommentare geschrieben. Vielleicht fragst du dich gerade, was ich mich frage ... oder nicht? Wenn nicht, auch egal! Die Frage, die mich hier am meisten umtreibt ist die, warum einige Leute hier gefühlt nur Lieblings- und Hassfilme haben. So schwarz-weiß ist nicht einmal ein Schachbrett. Ich werf mal ne Zahl in den Raum. Wer mehr als 10% seiner bewerteten Filme als Lieblings- oder Hassfilm markiert hat, sollte sich eher nicht bei mir melden. Eine Ausnahme mach ich bei Leuten, die kaum Filme bewertet haben. Ich will ja nicht unfair sein. ;) P.S.: Wer nicht ohnehin ständig mit mir kommuniziert, darf gerne vor einer Freundschaftsanfrage eine kleine Botschaft hinterlassen. "Freunde" zu haben, die man so garnicht kennt, find ich irgendwie seltsam. ;p P.P.S.: Gründungsmitglied von AWESAM, denn Samwise ist der wahre Held! Mehr


Shootout - Keine Gnade
Shootout - Keine Gnade

Rukus 5.5 "Geht so"

Soso, Sly mal wieder. Ziemlich brachial und kompromisslos wird hier gezeigt, wie man effektiv in der Unterwelt aufräumt. Auf Schnörkel wird verzichtet, und es wird auch kein Versuch unternommen, ein hochtrabender Action-Thriller zu sein. Ich hab da nur eine Frage! Wozu zum Henker brauchte man in diesem Film den nervigen kleinen koreanischen Bullen? Hat der irgendwas geleistet, außer übers Handy ein paar Infos abzufragen? Schreib Sly ein paar passende Unterweltkontakte ins Script, und gut is. Der Typ hat keine Action gebracht, und die paar Sprüche oder Wortgefechte, die es mit Sly gab, waren ein deutlich zu hoher Preis. Dann lieber die Rolle der kleinen Tätowiererin ausbauen. Sly mit toughem Eye-Candy wär wesentlich cooler gewesen. Und Momoa? Irgendwie fand ich die Figur nicht so prall.

Es gab Action, es gab Sprüche, und es gab ein paar ordentliche MDKs*. Aber der kleine Cop hat mich einfach genervt, und dafür gibt's Abzüge!

*Murder Death Kill! Ihr Noobs! ;p

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Knight of the Dead
Knight of the Dead

Rukus 0.0 "Hassfilm"

Asylum-Serientäter Mark Atkins hat also keinen Sklavenvertrag, sondern darf auch abseits der Klappse Filme machen. Das ist schon interessanter, als der ganze Film. Ich bin versucht zu sagen, dass das Intelligenteste am ganzen Film die Zombies sind, aber damit würde ich der einzigen weiblichen (lebenden) Rolle nicht gerecht.

Inhaltlich ist es "das Übliche", Menschen versuchen in einer von Zombies verseuchten Gegend zu überleben. Gegeben hab ich mir den Film nur wegen des mittelalterlichen Settings. Äxte und Schwerter statt Pumpgun und Kettensäge halt. Das ist auch okay, wobei sich das ganze Gespratze halt auf nem sehr niedrigen Niveau befindet. Ein paar eher tumbe "Recken" kloppen sich durch die Zombiehördchen, und stellen sich im Endeffekt verdammt dämlich dabei an. Ergo - es wird proaktiv krepiert. Die zerklüftete Landschaft passt ziemlich gut zu den ganzen Plotkratern, die das Script aufweist. Derart viel Humbug findet man selten. Das ist nicht einmal trashig, das ist einfach nur schlecht. Mal im Ernst, wieso sollte die Kirche bitte einen Priester mit gerade einmal vier Bewaffneten entsenden, um irgendwo in einer pestverseuchten Gegend etwas zu holen, das der Heilige Gral sein könnte? Könnte, weil die Kirche natürlich nochmal ne karmale Analyse drüber jagen will. Dass zumindest einer von den Vieren nicht einmal ein richtiger Christ zu sein scheint, ist noch absurder. Der Oberkracher war allerdings, als selbiger Vogel erklärt, er habe Seite an Seite mit den Hethitern gefochten! Genau, Hethiter im 14. Jahrhunder NACH Christus. Das sind so Stellen, wo ich all meine Hände doppelt und dreifach über dem Kopf zusammen schlage. Wenn ich sage, dass mir im Supermarkt an der Kasse ein Neanderthaler begegnet ist, macht das wenigstens noch metaphorisch Sinn. Was noch? ... achja, ficken! Safer Sex ist angesagt, und damit meine ich nicht nur Gummis, sondern vor allem eine sichere Location. Dafür hab ich TWD schon in den Hintern getreten, und ich tu es auch hier. Während einer Zombie-Apokalypse ist Köpfchen oft wichtiger als Waffen oder eine gute Konstitution. Mein Tipp: Plündert nen Sex-Shop, damit ihr nen ausreichenden Vorrat an Gummipuppen und Vibratoren habt. Während die anderen in eure Falle tappen, und ihren Trieben nachgeben, könnt ihr leichter entkommen. ;)

Wer auf Zombies steht, also so richtig, so in Richtung Fetisch, der kann sich den Film ansehen. Alle anderen sollten es lassen. Die Zombies sind lahm, sowohl die Maske, als auch die Zombies in Action. Mal wird ein Schwertschwinger im Kampf ratzfatz aus dem Spiel genommen, und dann hat ein anderer genug Zeit, seine Fesseln an nem runden Stein zu zertrennen, weil die anrückenden Zombies einen Tsubasa-Gedächtnismarathon über fünf Meter hinlegen. Insgesamt ein ziemliches Trauerspiel. Dazu passt, dass wieder mal jemand an den Farbreglern gespielt hat, und die ganze Geschichte nahezu in s/w daher kommt. Effekthascherische Spielerei, die nebenbei wohl auch das miese Zombie-MakeUp kaschieren soll.

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Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter
Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter

Rukus 4.5 "Uninteressant"

Ein durchaus interessanter Film. Wann bekommt man schonmal eine mongolische Produktion zu sehen? Hat schon fast etwas exotisches. Die Geschichte ist nicht uninteressant, nicht zuletzt, da sie einige Einblicke in die mongolische Kultur bietet, die man sonst allerhöchstens in irgendwelchen Dokumentationen bekommen würde. Und wer hätte schon gewusst, dass Dschingis Khans Truppen in Einheitengrößen unterteilt waren, die dem Dezimalsystem folgen. Um die kleinstmögliche Einheit, ein Aravt zu 10 Soldaten, geht es hier. Eine gefährliche Aufgabe ist zu bewältigen. Ich nenne es mal "das Übliche".

Die Erzählung ist hier und da etwas verwirrend, nicht sehr, aber man muss schon aufpassen. Ich denke, es hat mit der Übersetzung zu tun. Die Synchro ist allgemein nicht sonderlich prickeln. Die diversen verstellten Stimmen erinnern teilweise eher an eine Comedy-Nummer, als an einen Film mit tapferen Kriegern. Damit kommen wir zu einer echten Schwäche des Films, die man schwerlich der Synchro anlasten kann. Der Film neigt dezent dazu Pathos zu vergiessen und hin und wieder ist er einfach zu theatralisch. Negativer Höhepunkt in dieser Hinsicht ist der schimmernde Reiter, der im Stile einer Valeria aus dem Totenreich grüßt. Die ach so wackeren Aravt kämpfen sich praktisch durch alles, was ihnen im Weg steht. Wer zählt schon die Gegner, die niedergemäht werden, während die Recken des Khans kaum einen Kratzer abbekommen, bis dann irgendwann mal einer von ihnen heroisch den Tod findet. Ein wenig übertrieben halt.

Bei Storyentwicklung, Dramaturgie und einigen anderen Kleinigkeiten ist noch ordentlich Platz nach oben. Das ist nicht unterirdisch, aber auch nicht berauschend. Unter anderem die krächzende Stimme des älteren Soldaten wirkt hier fast wie ein Verstärker. Optisch hingegen ist dem Film nicht wirklich etwas vorzuwerfen. Es ist solide Arbeit, auch wenn ein Kamera-Oskar nun nicht gerade in Reichweite ist. Die Kampfchoreo ist weitestgehend gut, auch wenn die Ausführung nicht immer perfekt ist. Dafür muss ich das Sounddesign ein wenig schelten. Schläge und andere Kampfgeräusche waren nicht wirklich auf hohem Niveau. Vielleicht stehen Mongolen ja auf Paaf-Bumm-Keile, aber das geht definitiv besser.

Selbst, wenn ich die Unzulänglichkeiten bei der Synchro raus lasse, kann ich dem Film keine wirklich gute Note geben. Aber eine interessante Erfahrung war es irgendwie schon.

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Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter
Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter

Rukus 4.5 "Uninteressant"

Z Nation
Z Nation

Rukus vorgemerkt

Ich bin wirklich gespannt. Serie ist neu für Asylum, aber Zombiestreifen waren zumindest nicht die schlimmsten Pleiten.

Ich hoffe, das wird eher trashig mit Augenzwinkern, ohne CGI-Schnickschnack (den Asylum nunmal nicht wirklich kann). Wenn die das etwas humorig aufziehen, könnte das sogar was werden.

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Robin Hood - Ghosts of Sherwood
Robin Hood - Ghosts of Sherwood

Rukus 3.0 "Schwach"

Ay Caramba! Mangels passendem Equipment habe ich mir den Film in 2D gegeben. Okay, ich hätte ihn mir so oder so nicht in 3D gegeben. Überflüssiger Firlefanz, vor allem für eine Produktion dieser Größenordnung. Mal im Ernst, Garderobe vom LARP-Shop, aber 3D? Soviel Engagement ist ja irgendwie bewundernswert und löblich, aber mal ganz ohne Kasperei, das war mehr als ambitioniert.

Kreatives Potenzial war mehr als genug vorhanden, keine Frage, aber die Ausführung kann dann doch nicht mithalten. Viel Laienspiel, dazu sehr einfache Requisite, um es nett zu sagen, und dann an einigen Stellen zuviel gewollt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Stellen mit trashiger "unfreiwilliger Komik" gewollt waren, oder eben nicht. Es wird einfach nicht so recht klar, was der Film sein will. Klar, Robin Hood und Zombies, das ist schon trashig, aber dieser Rob Zombie kommt stellenweise zu verkrampft rüber. Für guten Trash fehlt da einfach noch was. Falls es kein Trash sein sollte, ging der Film komplett in die Binsen, also nehme ich das mal wohlwollend an.

Eine interessante Grundidee, einige interessante Einfälle für Details und Szenen und ordentliche Musik hat der Film zu bieten. Die 3D-Geschichte, und die ganzen Spielereien an der Farbgebung etc. waren allerdings unnötig bis überflüssig. Das Ende hatte was, während der Abspann eher Richtung "nett" geht. Schnickschnack weglassen, den Trash durchziehen, ein wenig mehr Pfiff in den Humor, und dann ein wenig kürzer, damit es knackiger ist. So würde ich diesen Film angehen. Außerdem sollte man ein paar der nicht so guten Kampfszenen weglassen oder neu drehen. Lässt man das 3D-Gedöns und die Rücksynchro weg (sprich: man dreht gleich auf Deutsch), dann reicht das geschätzte Budget von 200.000 locker für ne deutlich coolere Version. Der Film ist kein völliger Rohrkrepierer, speziell gemessen an seinen Möglichkeiten, nicht zuletzt den finanziellen, aber so richtig zündet er halt auch nicht.

Achja, das gestelzte Gerede in "Rollenspieler-Mittelalterlich" wirkt irgendwie albern - sage ich als langjähriger Fantasy-Rollenspieler.

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Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt
Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Rukus 3.5 "Schwach"

Was will dieser Film sein? Ein Thriller oder doch eine möglichst realitätsnahe Darstellung der Geschehnisse um WikiLeaks? Vielleicht etwas gänzlich anderes? Für einen Thriller fehlt es an Spannung und kraftvollen Momenten. Da hat z.B. 23 deutlich mehr auf dem Kasten. Wenn es um Realitätsnähe geht, hat der Film noch mehr Probleme. Leicht zu recherchieren und nachlesbar wurden, für eine schickere Dramaturgie natürlich, Fakten "angepasst". Ob das so gut ist, wenn man sich mit einem Sujet befasst, dem es um Wahrheit, Aufdeckung und Transparenz geht?

Insgesamt ist der Film zu sehr damit beschäftigt, Assange in ein schlechtes Licht zu rücken. So wirkt es. Drei Viertel des Films basieren auf dem Buch eines ehemaligen Weggefährten, der im Streit gegangen ist. Der Rest ist Fiktion. Das hinterlässt einen mehr als faden Beigeschmack, wenn man erwartet, eine reflektierte Bearbeitung des Themas zu sehen zu bekommen. Ob Assange wirklich so ist, bleibt offen. Einen strahlenden Ritter war er zumindest für mich nie, aber blind verteufeln würde ich ihn auch nicht.

WikiLeaks hat einige Dinge erreicht, aufgedeckt, was vielleicht ewig verborgen geblieben wäre. Korrupte Banken, Kriegsverbrechen und andere Dinge, die unseren ach so moralisch wertvollen Demokratien nicht würdig sind. Transparenz ist wichtig, aber nicht um jeden Preis. Blind alles zu veröffentlichen, was man in die Finger bekommt, ist falsch. Eine gut ausgebildete und verantwortungsvolle vierte Gewalt, die nicht an jeder Ecke von den ersten Dreien bedrängt und beschränkt wird, ist mir da deutlich lieber. Soll WikiLeaks sammeln, und die Veröffentlichung denjenigen überlassen, die Ahnung davon haben, wie man mit Informationen umgeht. Das kann man auch aus dem Film heraus lesen. Mit ein wenig eigenständiger Denkleistung kommt man da allerdings ohne den Film mindestens ebenso leicht drauf.

Inhaltlich bringt der Film nicht wirklich mehr Nährwert, als sich die entsprechenden Wikipedia-Artikel durchzulesen, und die schick gemeinte Inszenierung ist nicht so aufregend, wie sie wohl sein will. Was der Film schafft, ist das Thema nochmal ins Gedächtnis zurück zu bringen.

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Nobel Son
Nobel Son

Rukus 5.0 "Geht so"

Die Idee mit dieser völlig vertwisteten Geschichte ist ganz nett, und irgendwie hat das alles was, aber irgendwo verspinnt sich der Film dann in seinem eigenen Storynetz. Mir ist das am Ende einfach zuviel, zumal einige Dinge selbst nach einigem Nachdenken nicht passen wollen.

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Supercollider - The Black Hole Apocalypse
Supercollider - The Black Hole Apocalypse

Rukus 2.0 "Ärgerlich"

Leute, wer schreibt eigentlich immer diese falschen Filmbeschreibungen? Es geht hier nicht um den LHC im CERN, sondern einen neuen Uber-Teilchenbeschleuniger, den sich die Drehbuchautoren aus den Fingern gesogen haben!

Was sich die Schreiberlinge sonst noch aus den Fingern gesogen haben, ist kreativer Mumpitz. Keine Ahnung, wieso, aber ich mag dieses Wort - Mum-pitz. Klingt irgendwie cool und gleichzeitig so albern, dass es den Kern dessen trifft, das es beschreibt. Mumpitz halt. *g*

Okay, ich schweife ab. Der Mumpitz nun, den dieses Filmchen liefert besteht in verschwurbeltem Gebrabbel zur Teilchenphysik, welche für eine abstruse Geschichte herhalten muss. Ich bin nun kein Spezialist auf dem Gebiet der Teilchenphysik, und die meisten Begriffe kenne ich nur dank netter Wissenschaftler aus dem TV (nein, nicht Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper!), daher bin ich mir nicht sicher, ob das Gesagte im Film überhaupt Sinn ergibt. Ich weiß nur, dass es irgendwie überhaupt keinen Sinn macht, wenn ein physikalisches Objekt, das zufällig irgendwo rumliegt, einen Dimensionssprung mitmacht, während der Rest der Welt quasi auf dem Kopf steht. Ich frage mich, ob Apple den Film mitfinanziert hat, nachdem ausgerechnet ein iPhone eine zentrale Rolle spielt.

Ich verstehe ja durchaus, was die Idee hinter diesem ganzen Realitätenverdrehding sein soll, aber die ganze Geschichte ist unlogisch, inkonsistent und inkonsequent. Vor allem das Ende ergibt nur dann Sinn, wenn man sich auf eben diese Inkonsistenz einlässt, und dazu bin ich nicht bereit. Wenn man für eine Story Zeit und Raum ins Chaos stürzen will, dann sollte man es auch hinbekommen, dass nicht gleich jeder, der ein wenig eigenständig nachdenken kann, den Kopf schütteln muss. Idee nett, Umsetzung nicht, Details nicht wirklich originell. In dieser Hinsicht kann der Film nicht wirklich punkten. Dass die Effekte eher bescheiden sind, entspricht der Erwartung, und am Schauspiel könnte man hier und da auch arbeiten.

Es gibt immer noch schlimmere Filme, und zumindest ist durch das kleine Physik-Chaos mal nicht die gleiche Laier gedudelt worden, aber dennoch ist der Film weit von gut entfernt.

Für die Bewertung nicht relevant, aber mehr als ärgerlich, ist die Synchro. Das war eine richtig schlechte und blutleere Vorstellung. Einige der Sprecher sollten auf Einschlaf-CDs umsteigen. Oder wurden die einfach nur zu schlecht bezahlt?

Achja ... mal so nebenbei an die Verantwortlichen für den deutschen Titel: WO WAR DAS SCHWARZE LOCH ???

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3096 Tage
3096 Tage

Rukus 5.0 "Geht so"

Ich habe lange überlegt, ob ich mir diesen Film ansehen will, und dann habe ich weiter überlegt, ob ich ihn bewerten oder kommentieren will, und wie ich es sollte - und will. Zigfach gelesen hab ich die Fragen nach wie und ob, Rechtfertigung für Kommentare, Wertungen und auch der Existenzberechtigung dieses Films, oder wie ich es nennen mag.

Vorab sei gesagt, dass ich das Buch nicht gelesen habe. Als Natascha Kampusch sich selbst gerettet hat, war auch bei mir das Interesse zunächst groß. Nach und nach wurde mir die mediale Ausschlachtung aber mehr und mehr zu wider, und ich habe sie ignoriert. Lasst sie doch einfach in Ruhe, damit sie zumindest die Chance hat, sich ein ansatzweise normales Leben aufzubauen. Der Meinung bin ich auch heute noch. Dass sie durch ihre Autobiographie und dergleichen zumindest finanziell eine sehr bescheidene Kompensation erhält, ist im Grunde mehr als fair, auch wenn ich mir nicht im Ansatz vorstellen kann, wie sie das verkraftet und verarbeitet - falls sie das tut.

Was den Film angeht, so kann ich mich bezüglich des Spiels den Meinungen nur anschliessen, die die Darstellung loben. Teilweise ist das außerordentlich eindringlich. Auf der anderen Seite hat der Film eine entscheidende Schwäche. Ein achtjähriges Martyrium in weniger als zwei Stunden auf- und abzuarbeiten ist nahezu unmöglich. Vieles wird angerissen, aber ich hatte ständig das Gefühl, dass etwas fehlt. Damit meine ich nicht den sexuellen Missbrauch. Das ist recht angemessen behandelt worden. Wenn im Netz in Kommentaren mit Begriffen, wie Turture-Porn, rumgeworfen wird, oder Pädophilie-Andeutungen in Richtung der Seher gemacht werden, kann ich nur den Kopf schütteln - höflich formuliert.

Insbesondere bei der letztendlichen Flucht hätte ich mir ein wenig mehr Akkuratesse gewünscht. Hin und wieder weicht der Film unnötig ab. Ein wirklich peinlicher handwerklicher Fehler findet sich gegen Ende des Films. In der Szene, als die Nachbarin über die Hecke schaut, hat Natascha die selbe schlecht geschnittene kürzere Frisur, wie deutlich früher im Film. Danach sind die Haare wieder lang. So lang, dass es einfach nicht passt. Wenn meine kurze Recherche korrekt ist, fand diese Begegnung auch deutlich früher statt, wurde aber vermutlich aus vermeintlich dramaturgischen Gründen an diese Stelle geschnitten.

Eine weitere Sache, die mir sehr deutlich missfällt, ist die Sache mit der internationalen Vermarktung. Ich hätte es besser gefunden, wenn man ihn authentisch gedreht hätte, mit österreichischen Darstellern. Zumindest aber hätte ich mir eine adäquate Synchronisation gewünscht, sprich österreichisch statt gebügeltem Hochdeutsch. Das mag kleinlich klingen, aber durch dieses Detail wirkt der Film auf mich in einem gewissen Maß künstlich.

Es ist kein komplett schlechter Film, die reale, bewegende Geschichte ist hier natürlich ein gewichtiger Faktor, und auch das Spiel tut sein Übriges, aber es gibt diverse Details, die mir weniger zusagen, oder die einfach nicht ganz passen wollen. Dabei geht es nicht zuletzt um vermeidbare Ungenauigkeiten und Fehler. Vermutlich würde ich noch einiges mehr finden, wenn ich das Buch lesen, und mich näher mit den Details des Falles beschäftigen würde, aber das tue ich nicht, und belasse es beim Offensichtlichen.

Hätte man den Film besser machen können? Gut möglich. Vielleicht eher dokumentarisch, im Erzählerstil, wer weiß? Ob man den Stoff noch einmal umsetzen sollte, nur um es "besser zu machen", wage ich aber sehr stark zu bezweifeln. Zu groß ist für mich die Gefahr, dass es reißerisch, oder populistisch die missglückte Polizeisuche ausgeschlachtet wird. Nein, ich bleibe dabei, lasst Natascha Kampusch in Ruhe leben - wie sie es will.

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Tusk
Tusk

Rukus vorgemerkt

Das ist das Ende
Das ist das Ende

Rukus 6.5 "Ganz gut"

Tonnenweise Selbstironie, insbesondere des Maincasts, und dazu noch ein Haufen bildlicher Zitate betreffs Hollywood und seines Auswurfs, äh Outputs. Kann man schonmal verwechseln. Sehr lebhaft wird hier die selbsternannte Traumfabrik zur apokalytischen Alptraumfabrik mit einigen sehr schönen onscreen Toden, und dem größten jemals in einem Film gezeigten Penis. Halleluja!

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Fresh Meat
Fresh Meat

Rukus 7.0 "Sehenswert"

Wenn bei einer bekloppten Story hin und wieder die Logik ignoriert wird, kann das ganz schnell in die Hose gehen. Hier ist das zum Glück nicht der Fall. Die Trash-Schiene wird konsequent gehalten, und es macht Spaß, das kranke Treiben zu verfolgen.

Ich bin nun wahrlich kein Fan von Kannibalensplatter, aber hier ist die ganze Nummer so humorvoll aufgezogen, dass weder mein Kopf, noch mein Magen rebelliert haben. Schon früh gab es die ersten echten Lacher, nicht nur Schmunzler, die einen Film der Kategorie "nett" ausmachen.

Das feine Trash-Dressing ist medium bis blutig, aber nicht blutrünstig, sondern einfach komisch. Gewürzt wurde das Werk mit einer guten Portion Lokalkolorit, bevorzugt in Form von Maori-Klischées. Dabei werden latenter Rassismus und Vorurteile gut verwurstet und meist schwarzhumorig serviert. Hier und da ein wenig Action als Garnitur, und eine Prise Lesbelei als Topping. Als Beilage werden einige gut abgehangene Stereotype durchgekaut, die dann ihr Fett weg kriegen. Noch ein guter Schuss pseudoreligiöser Wahnwitz, und das Mahl ist fertig. Das Haus empfiehlt dazu einen trockenen Blutwein. ;)

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Die Rache des Templers
Die Rache des Templers

Rukus 1.0 "Ärgerlich"

Punkt 1: Kann bitte jemand die Beschreibung da oben korrigieren? Die ist nämlich ähnlicher Quark, wie der Film selbst.
Punkt 2: Dass der Film Quark ist, ist ernst gemeint.
Punkt 3: Bei bislang drei Bewertungen rechts zwei Hassfilm-Markierungen zu verzeichnen, dazu gehört einiges!

Wenn man bei Produktionen, insbesondere solchen jüngeren Datums den Namen Udo Kier liest, sollte man vorgewarnt sein. Allerdings hatte ich bei Norman Rhedus die Hoffnung, dass der Saint durch seine TWD-Prominenz nicht mehr jede Rollen annehmen muss. Vielleicht hat er auch nich geahnt, in was er da reingeschliddert ist. Who knows.

Die Rache des Templers kommt mit zwei Erzählebenen daher. Zum einen wäre da die historische Hintergrundgeschichte um den Templer Gregoire, der verraten und ermordet wird. Die Details erspar ich mir an dieser Stelle. Und dann haben wir unsere Zeit, in der er endlich an seinen Peinigern Rache nehmen kann. Glückwunsch zu dieser billigen Plotbasis. Man könnte da jetzt eine hübsche Vendetta draus machen. Je nach Gusto subtil, oder natürlich eher in Richtung Exloitation. So im Stil des Punishers hätte das zumindest ganz netter Trash werden können. Allerdings hat man sich dummerweise dazu entschlossen, ein hanebüchenes Setting zu konstruieren, in dem nach und nach Leute dezent brutal zu Tode kommen. Zufällig sind halt alle, die irgendwie beteiligt sind, in dem gleichen Nest gelandet, und dann gibt es da eine komplett sinnfreie Wochenend-Veranstaltung. Ein entscheidendes Element ist dabei, dass kaum einer weiß, dass er oder sie was mit der Geschichte zu tun hat, und kennen tun sie die auch nicht. Ist alles auch nur ein ganz kleines bischen wirr, nicht sehr, nur ein wenig.

Spätestens beim ersten Auftritt von Billy Drago erkennt man, dass da offenbar geplant ist, irgendwie was trashig-humoriges aus dem Streifen zu machen. Ist schon komisch, wenn da ein Typ in Feinrippschlüpper und dicken Stiefeln mit Schwert und Schild rumsteht, während ne nicht mehr ganz taufrische Transe den Raum betritt. Lustig. Eindeutig zum Brüllen komisch. Das gilt auch für den Buttler mit seiner kleinen schräg aufgesetzten Melone. In ein paar Szenen versucht der Film dann noch eher verkrampft skurril komisch zu sein. Kommt aber beim restlichen Ton des Films nicht so wirklich an. Es kommt eher erbarmungswürdig rüber.

Die Komik hat der Film vergeigt. Die Horrorelemente sollen vermutlich durch das bischen rote Sosse bei den Kills erzeugt werden. Auch hier bleibt es eher beim traurigen Versuch. Action und Spannung kommen erst garnicht zu stande. Der Versuch, skurril-unterhaltsamer Trash mit Augenzwinkern zu werden, ist komplett in die Beinlinge gegangen. Aus dem Templer wurde der Feinrippritter von der traurigen Gestalt.

Der einzige kleine "dauerhafte" Unterhaltungsfaktor, den der Film bereit hält, ist das Rätseln, wer wer ist, und wer wann wo und wie hopps geht, oder auch nicht. Da ich mich an manchen Stellen minimal trashig unterhalten gefühlt habe, schrammt der Streifen bei mir an der Hassfilm-Marke gerade so vorbei.

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R.I.P.D. - Rest in Peace Department
R.I.P.D. - Rest in Peace Department

Rukus 5.5 "Geht so"

Das R.I.P.D. ist eine positiv bekloppte Idee - MIB meets Beetlejuice. Dass Hollywood mal wieder auf eine Comic-Vorlage zurückgreifen muss, spricht irgendwie Bände. Action und Humor sind okay, aber nicht in der Oberliga. Leider ist die Story recht vorhersehbar und in diversen Details nicht so originell, wie der Hintergrund.

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Lili 9ochefort

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Cool fand ich die Idee mit den zwei Identitäten die unser *Zombiecops* hatten, wenn man darüber nachdenkt, das Jeff Briges eine Blondine ist und dann so vulgäre eine Dose aufsabbert,.. hihi nett. :)
Kennst du Dead Heat eine Horrorkomödie aus den 80 er Jahren ??? Könnte dir gefallen. :)


Zombex - Walking of the Dead
Zombex - Walking of the Dead

Rukus 1.0 "Ärgerlich"

Es wird der lahmste Zombie nicht verhungern, solange es dumme Menschen gibt - und davon hats reichlich. In diesem Fall hocken die meisten davon hinter der Kamera. Ganz übel, was hier serviert wird. Die Zombiepillen sind ja noch ne ganz brauchbare Idee für die Ausgangslage, aber im Endeffekt führt diese vergleichsbare logische Ursache für dieses Zombie-Apokalypschen auch zu extrem lahmen Zombies bzw. einer sehr begrenzten Gefahrenlage - theoretisch. Die Zombies sind nicht ansteckend, sondern entstehen nur durch den Konsum eines obskuren Mittelchens. Damit ist die Ausbreitung überschaubar, und da dieses Mittelchen nur in einem begrenzten Gebiet verfügbar ist, kann jeder Vollhonk leicht entkommen. Selbst die TWD-Deppen kämen hier schneller raus, als ne Stripperin aus nem Bademantel. Hier wird aber jeder Fliegenschiss zu ner Todesfalle hochsterilisiert. Die ganze Schose ist höchst billig inszeniert (was keine Frage des Budgets ist!) und wird künstlich in die Länge gezogen. Otto-Normal-Filmstudent hätte aus dem Stoff mit ein paar Kumpels nen knackigen Kurzfilm gebastelt, und gut is. Aber nein, wir müssen hier noch irgendwelche Dramen einbauen, die die komplette Nummer noch weiter in die Länge ziehen. Zumindest taugt die Musik was. Und es gibt eine Szene im Film, die ein wenig clever wirkt und sowas, wie Satire darstellen könnte, nämlich als die beiden Vorstadtdealer, die die ganze Zeit per Console Zombies abballern, selber von Zombies angegriffen werden. Hurra. Ansonsten ist das aber auch nur ein aufblähender Sideplot, der als Kurzfilm für sich stehen könnte.

Für Verschwörungstheoretiker begrenztestens geeignet, ansonsten überflüssig. Ein halber Punkt für die Idee mit den Pillen. Okay, ich hab heute meinen Großzügigen, ich geb noch nen halben Extra für das Lokalkolorit.

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Rukus

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Das ist das Risiko, das man eingeht, wenn man sich auf die Suche nach Indie- und Trash-Perlen begibt. Man muss sich mit ner Menge Schrott rumschlagen. *gg*

Und natürlich kenne ich die Hobbit-Filme. Allerdings will ich die erst bewerten, wenn ich die Extended-Trilogie gesehen habe.


Lili 9ochefort

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Ja, stimmt *No Risk - No Fun*.

ahh da rinnt aber noch viel Wasser den Hobbit Berg hinunter. ;)


The Last Stand
The Last Stand

Rukus 6.0 "Ganz gut"

Über die kleinen Plotkrater könnte man zwar gut ne Brücke spannen, aber insgesamt ist das ein ganz ordentlicher Actioner. Die Grundidee ist solide und es gibt einige coole Szenen und ordentlich umgesetzte Ideen. Die Rolle ist perfekt auf Arnie zugeschnitten, und sie passt sich seinem Alter an.

Ach, nur eine Sache, liebes Hollywood - hör endlich auf mit den kugelsicheren Autos! Mittlerweile weiß vermutlich selbst der letzte Redneck, dass das Humbug ist. Zersieb doch zur Abwechslung mal jemanden mit nem MG durch ein Auto hindurch. Nur so zum Spaß. Könnte ein netter Gag werden. "Ha! Ich bin hier sicher!" *ratatatata* "Fuck!" *röchel*sterb* ;)

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Dracula - Prince of Darkness
Dracula - Prince of Darkness

Rukus 2.0 "Ärgerlich"

Ähm ja ... Dracula. Alles klar, der große Obervampir ist eigentlich nur angepisst, weil jemand die Liebe seines Lebens ermordet hat, während er im Namen Gottes ein bischen kämpfen war. Wenngleich salopp formuliert, ist das nicht das Problem des Films. Das Problem ist, dass sich Dracula derart in das Drehbuch verbissen hat, dass es ganz ganz viele Löcher bekam. Ich hab schon immer geahnt, dass irgendeine böse Macht für die ganzen Plotholes verantwortlich ist, die einem so begegnen.

Die Story selbst ist für einen begrenzt ernst zu nehmenden Film brauchbar, weißt aber etliche unnötige Schwächen auf. Stellenweise wird es geradezu grotesk. Nicht, dass es schon albern genug wäre, dass Kains Superwaffe als mechanisches Wunderwerk mit vollautomatischen Schnetzelklingen mutiert, nein, das komische Teil hat auch noch einen Kompass! Ein Schweizer Armeestecken? Oh, bitte! Und Draculas Blut kann Rüstungen reparieren? Kann ich mir ein Fäßchen abfüllen, wenn mein Auto mal wieder streikt, oder mein Computer Zicken macht? Cool gedacht, aber vollkommen lächerlich und albern. Und dann die halbautomatische Armbrust. In einer Parodie auf Monsterjägerfilme ist das ja okay, aber hier wirkt das mehr als deplatziert, auch wenn der Streifen stellenweise etwas lockerer ist. Der Film versprüht dazu nicht den nötigen "guten" Trash-Charm.

Dann wären da die Effekte. Einige davon sehen ganz nett aus, aber teilweise sind sie auch richtig daneben. Zumindest diese untoten Gegner taugen halbwegs. In fast allen Bereichen ist es mal nett, und mal Schrott. Das Dorf ist ganz nett, und das Schloss ist eine mittelprächtige Arbeit aus der Grafikabteilung. Leider reicht "nett" nicht aus, um einen guten Film zu machen. Da hilft es auch nicht, wenn man hin und wieder versucht, cool zu sein. Auch das eher unmotivierte und durch meist mäßiges Schauspiel begleitete zur Schau stellen kaum bis garnicht verhüllter weiblicher Brüste bringt den Film nicht voran. Am Ende bleiben eine verquere Lovestory, und das Verkloppen untoten Kroppzeugs als Essenz dieses Streifens. Hin und wieder halt nett, aber einfach nicht wirklich gut.

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The Legend of the Red Reaper - Dämon, Hexe, Kriegerin
The Legend of the Red Reaper - Dämon, Hexe, Kriegerin

Rukus 1.0 "Ärgerlich"

Wow, der erste Film, für den mir eine 0.0 prognostiziert wird, und dann auch noch Fantasy. Nun gut. Wie sagt man so schön? Man trifft sich immer zweimal. Dass mein Wiedersehen mit Tara Cardinal, der "Katana-Tussi" aus Zombie Massacre, so zeitnah erfolgt, ist eine üble Ironie des Schicksals. In der Nachlese von Red Reaper musste ich erfahren, dass die unspannendste Figur des Zombie Massacers hier Drechbuch und Regie zu verantworten hat. Dazu kommt die titelgebende Hauptrolle. Holla, die Waldfee.

Ich weiß grad garnicht, wo ich bei diesem Werk anfangen soll. Am besten mit der Forderung nach Macros für die Kommentierung von Filmen, denn zum Xten Male muss ich das vergeudete Potenzial kritisieren. Die Story hat wirklich was. Mensch-Dämonen-Mischlinge, sogenannte Reaper, stehen zwischen den Fronten, und verteidigen die Menschen. So weit, so gut. Die Mythologie des Films ist nicht schlecht. Von der Umsetzung kann man das leider nicht behaupten. Handwerklich liegt vieles im Argen. Es tut keinem Film gut, wenn er zu stylisch und cool sein will. Wenn man dann noch mit zu vielen Effekten rumspielt, geht das in der Regel in die Hose - so auch hier. In einigen der Kampfszenen ist das nicht wirklich schlecht gemacht. Wenn ich mir dann aber diese komische Burg ansehe, die nach einem verwackelten Standbild aus nem alten Computerspiel aussieht, dann ist das hingegen echt übel. Dass hinter der Hexenhütte ein Sendemast zu sehen ist, macht es noch schlimmer. Hinzu kommt, dass der Film aus den Ideen des Drechbuchs und vor allem dem Hintergrund nicht das rausholt, was möglich wäre. Bei Weitem nicht. Die Choreo der Kämpfe schwankt zwischen ordentlich inszeniert und einer Rauferei unter LARPern. Bei eben jenen hat vermutlich auch die Kostümabteilung gewildert. Dann wären da noch vermeidbare Fehler, wie die Tatsache, dass sich Fräulein Reaper nicht entscheiden kann, ob sie gerade frisch geduscht ist, oder vom Blut ihrer Feinde getränkt.

Die komplette Inszenierung ist zu hektisch. Das ist mit höchster Wahrscheinlichkeit dem "cool sein wollen" geschuldet. Ganz zu schweigen davon, dass der Film sich so sehr ernst nimmt, dass Ernst schon der Popo weh tut. Hinzu kommen diverse Logikfehler. Ich bin ein wenig zwischen den guten Ideen beim Hintergrund, der von einer großen Begeisterung zeugt, und der handwerklich mehr als schwachen Verarbeitung eben dieser Ideen hin und her gerissen. Für eine Hobby-Produktion einer Gruppe von Rollenspiel-Fans und LARPern wäre das immer noch ein ganz ordentlicher Streifen, dem man die handwerklichen Makel irgendwie verzeihen kann. Nachdem ich aber bei IMDb gelesen habe, dass der Streifen ein geschätztes Budget von 3,8 Millionen Dollar zur Verfügung hatte, weiß ich nicht mehr, ob ich nun lachen oder weinen soll. Ich habe keine Ahnung, was die mit der der ganzen Kohle angestellt haben. Vielleicht haben sie es in Drogen investiert, die dann an Kritiker verteilt wurden. Anders kann die Kritik auf More Horror nicht erklärt werden.

Punkten kann dieser Film eigentlich nur mit der Reaper-Mythologie, die den Hintergrund für den Film bietet. Der Rest ist in vielen Teilen einfach zu schlecht gemacht. Wirklich schade.

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Zombie Massacre
Zombie Massacre

Rukus 0.0 "Hassfilm"

Das Setting und die Grundidee sind eigentlich völlig in Ordnung für einen Zombie-B-Streifen, aber das Ergebnis ist unter aller Würden. Man schickt ein paar Dicke Eier nebst Muskeln und ne Katana-Tussi in ein von Zombies verseuchtes Gebiet. Die Besetzung ist zumindest optisch ordentlich gewählt, aber dann machen die den Mund auf ... Klar ist alles irgendwo auf Ramschniveau, aber die "Dialoge" grenzen über weite Strecken des Films an Körperverletzung, und die sogenannte Story ist grausiger Wühltischausschuss. Statt nur als Produzent aufzutreten, und nen völlig kranken Cameo als US Präsident(!) abzuliefern, hätte Boll sich mehr einmischen sollen. Dann hätte der Film zumindest noch als Trash getaugt. So wäre diese Bezeichnung eine Beleidigung für alle wahren Trash-Filme. Über Dinge, wie Dramaturgie oder Effekte zu schreiben, wäre Zeitverschwendung. Allerdings will ich nicht darauf verzichten zu erwähnen, dass das die miesesten Katana-Schnetzeleien waren, die ich je gesehen habe. Allein die Sounds ... *schauder* Was der Film mit dem alten Videospiel zu tun hat, will ich glaub ich garnicht wissen. Oh, den Schnitt nicht zu vergessen ... "Wieviel Zeit haben wir noch?" - "17 Minuten." Kurz darauf wird der Timer mit 24 Minuten Restzeit angezeit. Doh!

Der Film bekommt von mir aus anderthalb Gründen "nur" 0.0 Punkte, will heißen, ich verzichte auf den Totenkopf. Der halbe Grund ist der bescheuerte Superzombie am Ende. Das hat zumindest ansatzweise was von verkapptem Bossgegner aus nem Videospiel. Der wirkliche Grund ist aber der einzig taugliche Spruch des ganzen Films. Auf die wiederholte Frage, wieviel Munition er denn noch habe, antwortet Doug: "Immer noch nicht mehr als zwei, Jack. Sie wollen sich einfach nich vermehren. Da kann man nichts machen, sie sind heut nicht in Stimmung." Danke dafür! Und für die Titten im Abspann. Für den Rest sollte es Berufsverbote hageln.

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Rukus

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Ich fürchte, da verwechselst du mich. Die beiden Streifen sagen mir überhaupt nichts.


Bandrix

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Also jetzt bin ich verwirrt. :D
Und du hast Recht: Habe tatsächlich dich und Jacko in einen Topf geworfen. Sorry. Ihr schaut euch nämlich beide Filme dieser Art an. ;)


Gästebuch

onyxxx

Ist ja nicht für immer, ich brauch nur mal ne Pause von meinem alten Avatar.
Und dann wieder in rot, nur für dich :)

Gabe666

Hallo!
Auch wenn wir eine nicht so hohe Übereinstimmung haben (was mir ohnehin nicht so wichtig ist), würde ich dich gerne auf meinem Dashboard haben. Deine Kommentare sind immer sehr ausführlich und nachvollziehbar geschrieben. Du wirkst sehr sympathisch. Deine Lieblingszitate gefallen mir, die Leute, von denen du Fan bist, mag ich auch... so sehr können sich unsere geschmäcker garnicht unterscheiden (liegt wohl auch daran, dass ich noch viel weniger Filme als du bewertet habe).
Fände es jedenfalls schön, wenn du die Anfrage annimmst. Man liest sich! :)
LG Gabriel

Lili 9ochefort

Hi Rukus. :)
Finde dein Statement zu Scientology sehr treffend, kriegt einen exrta LIKE weil ich das selbe über die "Sekte" denke,.. und du kennst viele fantasyfilme und dieses Genre mag ich eingentlich auch ganz gern. Lasse dir mal eine Freundschaftsanfrage da.
Beste Grüße Renee. :D

Hanno Jones

hey hey hey moooment mal :D
so viel zu lesen gab es ja da in letzter zeit jetzt nicht ;)
aber da ab sofort ja wieder mit dir zu rechnen ist, gelobe ich besserung :)

Tad Stones wäre übrigens völlig an mir vorbei gegangen, aber ich bin schon gespannt drauf ... hört sich vielversprechend an!

Hanno Jones

die machen auch noch was anderes? oO

Hanno Jones

naja nicht so viele ... und weil ich damit eigentlich überhaupt nichts anfangen kann, lese ich ja so gerne deine kritiken, um dadurch mal raushören zu können, welche wenigstens annähernd sehenswert sind ;)

kennen tu ich "Mega Shark vs. Giant Octopus", "Sand Sharks" und "Sharktopus" die bei mir zwar alle mit mehr als 0.0 weggekommen sind, aber trotzdem nicht allzugut :D

reingesehen aber ausgeschaltet habe ich bei "Megapiranha", irgendwas mit Crocosaurus und Supergator und bei noch irgendwas, aber das hab ich schon wieder vergessen^^

Hanno Jones

da schließ ich mich aber doch direkt onyxx11 an =)
schön, mal wieder was von dir lesen zu können ... ich erwarte vor allem herrliche Asylum rezensionen in der nächsten zeit, also halt dich ran! :D

onyxxx

schön das du wieder da bist :)

JAYonly

wow, ich sehe gerade dass wir die genau gleiche Meinung was The Walking Dead haben, schön wenn ich nicht der einzige bin der sich an so Kleinigkeiten aufregt,o)

sebastian.boehler

Jetzt siehst du ne Anfrage! :D
Ich weiß nicht wieso, aber es passiert mir so oft, dass ich das nach dem Eintrag hier vergesse...


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