Letters from Iwo Jima
US 2006
- Genre
- Kriegsfilm, Drama
- Inhalt
Eastwoods zweiter Film über die Ereignisse auf der Pazifikinsel Iwo Jima, der die Sicht der Japaner zeigt. Beide Filme, "Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima", wurden in einem Aufwasch gedreht und sind nacheinander in die Kinos gekommen… — Mehr
Eastwoods zweiter Film über die Ereignisse auf der Pazifikinsel Iwo Jima, der die Sicht der Japaner zeigt. Beide Filme, "Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima", wurden in einem Aufwasch gedreht und sind nacheinander in die Kinos gekommen. Vor 62 Jahren trafen die amerikanischen und japanischen Truppen auf Iwo Jima aufeinander. Jahrzehnte später fand man Hunderte von Briefen in der Erde der kargen Insel. Durch diese Briefe bekommen die Männer, die dort unter Führung ihres außergewöhnlichen Generals gekämpft haben, ein Gesicht, eine Stimme. Als die japanischen Soldaten nach Iwo Jima geschickt werden, wissen sie, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zurückkehren werden. Zu ihnen gehört der Bäcker Saigo, der nur überleben möchte, um einmal seine neugeborene Tochter zu sehen; Baron Nishi, siegreicher Reiter bei den Olympischen Spielen, der sich mit seinen Fähigkeiten und seiner Aufrichtigkeit weltweit einen Namen gemacht hat; der ehemalige Militärpolizist Shimizu, dessen Idealismus sich noch nicht in der Realität des Krieges bewähren musste; und der überzeugte Soldat Leutnant Ito, der eher Selbstmord begehen als sich ergeben würde. Befehligt werden die Verteidiger von Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi, der Amerika bereist hat und deshalb weiß, dass sein Land keine Chance hat. Allerdings ist er dadurch strategisch versiert genug, um die auf dem Pazifik herannahende amerikanische Armada wirkungsvoll zu empfangen. General Kuribayashi standen zur Verteidigung wenig mehr als sein eiserner Wille und das Vulkangestein der Insel zur Verfügung. Doch die erwartete schnelle und blutige Niederlage verwandelte sich durch seine neuartige Taktik in einen heldenhaften, unerbittlichen Kampf, der fast 40 Tage dauern sollte. Fast 7000 amerikanische Soldaten fielen auf Iwo Jima; über 20.000 Japaner kamen dort um. Der schwarze Sand von Iwo Jima ist von ihrem Blut durchtränkt. Doch ihre Opferbereitschaft, ihre Anstrengungen, ihr Mut und ihre Empfindungen leben weiter - in den Briefen, die sie nach Hause schrieben.
- Cast
- Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya, Tsuyoshi Ihara, Ryo Kase, Shido Nakamura, Ryan Carnes — Mehr
- Regisseure
- Clint Eastwood
- Autoren
- Paul Haggis, Iris Yamashita
- Laufzeit
- 140 Minuten
- Zeit
- Zweiter Weltkrieg
- Handlung
- Bunker, Höhle, Insel, Japaner, Sterben und Tod, Verteidigung
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Hart, Traurig
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Kritiker — Ausgezeichnet 8.1
Der Film Letters from Iwo Jima wurde von 29 Kritikern bewertet.
Zu Beginn des neuen Jahres überraschte Erfolgsregisseur Clint Eastwood mit einem Projekt, das mal als ambitioniert und innovativ zugleich bezeichnen kann. Die Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima porträtierte er in 2 Filmen, jeweils aus der Perspektive einer Kriegspartei. Nachdem „Flags of our Fathers“ die amerikanische Sicht zeigt, ist der Blickwinkel in „Letters from Iwo Jima“ der der Japaner.
Iwo Jima, eine kleine, aber strategisch wichtige Pazifikinsel 1000 Kilometer südlich von Tokio Ende 1944. Die einstige japanische Überlegenheit im Pazifikraum ist nach der jüngst verlorenen Seeschlacht auf den Marianeninseln endgültig in Unterlegenheit gekippt. Dennoch schickt das kaiserlich japanische Oberkommando einen neuen Befehlshaber nach Iwo Jima, um in einem hoffnungslosen Versuch die Insel so lange wie möglich gegen die US-Truppen zu halten. Der frisch angekommene General Koribayashi (Ken Watanabe) setzt gegen den Willen eines Teils seiner Offiziere eine neue… — Mehr
Zu Beginn des neuen Jahres überraschte Erfolgsregisseur Clint Eastwood mit einem Projekt, das mal als ambitioniert und innovativ zugleich bezeichnen kann. Die Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima porträtierte er in 2 Filmen, jeweils aus der Perspektive einer Kriegspartei. Nachdem „Flags of our Fathers“ die amerikanische Sicht zeigt, ist der Blickwinkel in „Letters from Iwo Jima“ der der Japaner.
Iwo Jima, eine kleine, aber strategisch wichtige Pazifikinsel 1000 Kilometer südlich von Tokio Ende 1944. Die einstige japanische Überlegenheit im Pazifikraum ist nach der jüngst verlorenen Seeschlacht auf den Marianeninseln endgültig in Unterlegenheit gekippt. Dennoch schickt das kaiserlich japanische Oberkommando einen neuen Befehlshaber nach Iwo Jima, um in einem hoffnungslosen Versuch die Insel so lange wie möglich gegen die US-Truppen zu halten. Der frisch angekommene General Koribayashi (Ken Watanabe) setzt gegen den Willen eines Teils seiner Offiziere eine neue Taktik durch. Er befestigt den Vulkan Suribachi zu einer Festung durch meterdicke Bunkeranlagen und ein weit verzweigtes Höhlensystem und gibt den Strand weitgehend preis. Obwohl ein äußerst sensibler Mann und wohlmeinender Kommandant, setzt er unerbittlich auf seine Pflicht, seinem Vaterland zu dienen. Der Samuraikodex gebietet es den Soldaten, niemals zu kapitulieren und bis zum Untergang zu kämpfen. Die Unteroffiziere halten die einfachen Ränge zu hohem Tempo an und so sind die Verteidigungsanlagen errichtet, als Mitte Februar 1945 die Amerikanischen Truppen mit dem Bombardement aus der Luft beginnen. Nach 2 Tagen landet die Infanterie und sieht sich überrascht der erbitterten Gegenwehr der im Berg verschanzten japanischen Soldaten gegenüber.
Wenn man die Handlung liest, könnte man denken, dass „Letters from Iwo Jima“ ein weiterer Film sein könnte, der die glorreichen Taten der US-Armee zeigt. Doch weit gefehlt. Amerikaner kommen im Film so gut wie nicht vor und der Schwerpunkt liegt auch nicht auf den Kämpfen, sondern der Film porträtiert sensibel und sehr gelungen einzelne Schicksale unter den Soldaten. Da ist der Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), dessen Frau schwanger auf seine Rückkehr wartet und dem vom General mehrfach das Leben gerettet wird. Da ist Oberst Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), der Olympiasieger im Springreiten, der mit seinem Pferd auf der Insel ankommt und sich entgegen seinem Ruf als Frauenheld als ein feinfühliger und menschlicher Offizier herausstellt. Da ist der rebellische Leutnant Ito (Shido Nakamura), der sich den Befehlen seiner Vorgesetzten widersetzt und sich schließlich alleine dem Kampf mit einem amerikanischen Panzer stellt. Und natürlich General Koribayashi, von seinen Kritikern nicht verstanden, aber ein hervorragender Stratege und als ehemaliger Militärattaché ein ausgezeichneter Kenner des Feindes. Trotz alledem hat er mit den selben menschlichen Ängsten wie seine Soldaten zu kämpfen. Alle diese Männer schreiben Briefe an ihre Familien und Kinder, die zu Ende des Films in der Gegenwart von Archäologen ausgegraben werden und Mittel sind, um die Menschen hinter den Uniformen zu porträtieren.
Neben dieser behutsamen Vorgehensweise fasziniert vor allen Dingen die treffende Porträtierung der japanischen Mentalität, die vom Ehrenkodex der Samurai Krieger bestimmt ist. Der Film ist komplett in japanischer Sprache gefilmt und untertitelt, was nicht nur eine große Nähe zum Thema vermittelt, sondern Regisseur Eastwood auch einen Golden Globe als „bester fremdsprachiger Film“ einbrachte. Die Botschaft ist unmissverständlich, der Krieg ist ein Wahnsinn, der die Menschen nicht nur am Körper sondern auch am Geist verwundet und die wahren Helden sind diejenigen Männer, die sich trotz aller Härten ihre Menschlichkeit bewahren. So sind die kleinsten Gesten der Menschlichkeit im Film die größten Momente, so wenn Oberst Nishi einen verwundeten GI verarzten lässt oder General Koribayashi Bilder für seinen Sohn malt. Ein Film der die Unmenschlichkeit des Krieges sensibel aber kein bisschen rührselig beschreibt und dem ein Ehrenplatz in der Filmgeschichte sicher ist.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Wer sich "Letters from Iwo Jima" entgehen lässt, verpasst einen der ganz großen Filme der letzten Jahre. Clint Eastwoods Film ist mit Sicherheit keine leichte Kost, aber welche, auf die es sich lohnt sich einzulassen. Für mich ist "Letters from Iwo Jima" ein Highlight der jüngeren Filmgeschichte.
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Kommentare — Sehenswert 7.4
Der Film Letters from Iwo Jima wurde von 1345 Mitgliedern bewertet.
raab_himself 2010/01/25 23:59:44
Die Stärke von "Letters of Iwo Jima" liegt in den Briefen und den Rückblendungen der Soldaten. Denn diese Sequenzen lassen den Zusehern ihre Charakterzüge, ihre Emotionen und ihren Schicksalsweg kennen lernen.
Der Rest des Films zeigt die gnadenlose Schlacht von Iwo Jima, die sich durch ihre Atmosphäre und durch die aussichtslose Sicht des hoffnungslosen denoch stolzen Japans verstärkt in die Köpfe einprägt.
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AgentGuhl86 2010/01/02 01:28:08
Krieg: die große Tragödie. Mehr als die Summer der unzähligen menschlichen Tragödien, die sich dahinter verbergen.
Clint Eastwood bereitet diese Thematik, wie immer technisch perfekt, und erzählt Geschichten von Einzelschicksalen, die bewegen.
"Letters from Iwo Jima" ist der Blick auf die andere Seite der Schlacht sowie eine Art Fortsetzung, die an nützlichen Stellen "Flags of our Fathers" ergänzt. Wieder einmal zeigt Clint Eastwood, dass er es drauf hat - egal in welchem Genre. Das macht ihn für mich zum besten Filmemacher, den wir zur Zeit auf unserem kleinen Planeten zu bieten haben!
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Jan Terzky 2009/12/15 10:00:20
Es ist sicherlich sehr schwer, eine Kriegsfilm zu drehen, der nicht in Klischees verfällt und weder zum "Anit-Kriegs-Film" noch zum "Hurra-Patriotismus" wird. Clint Eastwood schafft das fast, nimmt aber bei der Konzentration auf die menschlichen Schicksale in Kauf, dass es eigentlich völlig unklar bleibt, warum Amerikaner und Japaner gegeneinander Krieg führen. Nichtsdestotrotz, einer der besten dieses schwierigen Genres. Da wünscht man sich mehr von Eastwood...
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Der Film Letters from Iwo Jima gehört zum Genre Kriegsfilm, Drama. Regie führte Clint Eastwood.
Flags of Our Fathers
Erbarmungslos
Infernal Affairs - Die achte Hölle
Boogie Nights
Die sieben Samurai

«Flags of Our Fathers» hat mich nicht gänzlich überzeugt. Die Schilderung des amerikanischen Angriffs auf die Stellungen der Japaner auf Iwo Jima gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in «Flags» ist unübersichtlich und verstückelt. «Letters from Iwo Jima» zeigt aber, zu was Altmeister Eastwood fähig ist. Der Blick auf die Gegenseite in «Letters» ist konzentrierter und auf das Notwendigste reduziert.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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