Bram Stoker's Dracula
Bram Stoker's Dracula (1992), US Laufzeit 122 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Drama, Thriller
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von Francis Ford Coppola, mit Gary Oldman und Winona Ryder
Der Anwaltsgehilfe Jonathan Harker (Keanu Reeves) wird von Graf Dracula (Gary Oldman) nach Transsylvanien gebeten, um den Kauf einiger Immobilien in London abzuschließen. Durch einen Zufall entdeckt Dracula, dass Mina (Winona Ryder), die Verlobte von Harker, seiner verstorbenen Frau Elizabeta bis aufs Haar gleicht. Auch Jonathan Harker hat etwas entdeckt: Sein Gastgeber ist nämlich kein Geringerer als der Fürst der Vampire. Doch während Harker noch überlegt, wie er das Schloss unbemerkt verlassen kann, hat sich Dracula in Gestalt des Prinzen Vlad bereits auf die Reise nach London gemacht, um dort die ahnungslose Mina zu umgarnen. Um sich zu ernähren, nimmt Dracula zunächst Besitz von Minas bester Freundin Luzy (Sadie Frost), deren plötzlicher unerklärlicher Blutmangel den Spezialisten Abraham van Helsing (Anthony Hopkins) auf den Plan ruft. Mittlerweile ist Mina ihrem dunklen Prinzen völlig verfallen und bereit, alles für ihn zu tun – sogar nach Transsylvanien würde sie mit ihm gehen. Doch Jonathan Harker und van Helsing sind ihnen schon auf den Fersen. Eine tödliche Jagd auf Dracula beginnt.
Regisseur Francis Ford Coppola wollte sich bei der Verfilmung von Bram Stoker’s Dracula mehr an die Originalvorlage halten, nahm sich am Ende aber doch einige Freiheiten in Bezug auf Draculas Geschichte. So fügte er eine Vorgeschichte um Graf Dracula und Mina bzw. Elizabeta ein und charakterisierte die Figur des Grafen weitaus umfassender als Bram Stoker es getan hatte. Dracula wurde nicht mehr nur als Ungeheuer dargestellt, er wurde auch zu einem Mann, der seit vielen hundert Jahren an einem gebrochenen Herz leidet und sich nach Liebe sehnt. Bereits im Vorfeld der Produktion hatte sich Francis Ford Coppola darauf festgelegt, dass Bram Stoker’s Dracula möglichst ohne große Computereffekte auskommen sollte. Er wollte handgemachtes und feuerte das gesamte erste Effekte-Team, da diese keine wirklichen Alternativen zu computergenerierten Effekten anboten. Die zweite Mannschaft konnte die Wünsche des Regisseurs besser umsetzen und so wurden zum Teil Methoden genutzt, die aus den Anfängen der Kinogeschichte stammen, unter anderem wurde viel mit Doubles gearbeitet. Coppolas Einmischung zahlte sich nicht nur finanziell aus – Bram Stoker’s Dracula spielte weltweit über 220 Millionen Dollar ein – bei der Academy Awards-Verleihung 1993 konnte sich der Film auch in den von Francis Ford Coppola so geschätzten Kategorien Effekte, Maske und Kostüme je einen Oscar sichern. Zudem wurde die Ausstattung für einen Oscar nominiert. (GP)
Cast & Crew
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Francis Ford Coppola
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Gary Oldman
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Winona Ryder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mina Murray / Elisabeta
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Anthony Hopkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Professor Abraham Van Helsing
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Keanu Reeves
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jonathan Harker
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Richard E. Grant
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Seward
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Cary Elwes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Arthur Holmwood
Regie
Schauspieler
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Bill Campbell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Quincey P. Morris
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Sadie Frost
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lucy Westenra
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Tom Waits
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) R.M. Renfield
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Michaela Bercu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Draculas Braut
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Monica Bellucci
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dracula's Bride # 1
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Florina Kendrick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Draculas Braut
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Jay Robinson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Hawkins
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I.M. Hobson
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Maud Winchester
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Octavian Cadia
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Robert Getz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Priester
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Dagmar Stanec
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Eniko Öss
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Nancy Linehan Charles
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) alte Frau
-
Tatiana von Furstenberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) junge Frau
-
Jules Sylvester
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aufseher
-
Hubert Wells
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aufseher
-
Daniel Newman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Zeitungshändler
-
Honey Lauren
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mädchen in der Peep Show
-
Judi Diamond
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mädchen in der Peep Show
-
Robert Buckingham
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Cully Fredricksen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Van Helsings Assistent
-
James V. Hart
- Genre
- Vampirfilm, Romanze, Mysterythriller, Familiensaga
- Zeit
- 1890er Jahre, 19. Jahrhundert
- Ort
- London, Rumänien, Schloss, Transsilvanien
- Handlung
- Biss, Blut, Blutspritzer, Burg, Dracula, Ehe, Ehebruch, Essen und Trinken, Feier, Geliebte, Gott, Große Liebe, Irrenanstalt, Jungfrau, Kreuz, Krieg, Krieger, Kultfilm, Kutsche, Liebe, Liebespaar, Messer, Oscargewinner, Rache, Reise, Ring, Roman, Sarg, Schatten, Schicksal, Schwert, Sehnsucht, Suizid, Tuberkulose, Unsterblichkeit, Vampir, Verführung, Verlobter, Wahnsinn, Werwolf, Wolf, Zugfahrt, Übersinnliches
- Stimmung
- Berührend, Gruselig, Romantisch
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Bram Stoker's Dracula
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Trailer zum Film Bram Stoker's Dracula
Alle Trailer, Clips & Videos (4)

















Kritiken (5) — Film: Bram Stoker's Dracula
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenAlleine schon des Inhalts wegen lohnt sich also eine vertiefte Betrachtung von «Dracula». Doch auch die formale Umsetzung durch Francis Ford Coppola verdient höchstes Lob.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenViel Romantik-Pomp im Studiodesign lassen Coppolas Version des Stoffes zwar schick aussehen, können die miserable Adaption aber auch nicht kaschieren: Unterdrückte Gier und unstillbares Verlangen des Grafen werden in feurige Leidenschaft umgedichtet, die innere Lust zu heißem Sex veräußerlicht – und in alldem stolziert auch noch ein gräulich überforderter Keanu Reeves mit ständig wechselndem Akzent umher. Ziemlich schaurig. Und ganz sicher nicht Bram Stokers, sondern vor allem "Francis Ford Coppola's Dracula".
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patcharisma 2011/04/02 21:32:44
Antwort löschenLove never dies, weisst Du...
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen„Bram Stoker's Dracula“ lebt vor allem von seiner inszenatorischen Klasse. Optik, Musik und Stil (Der Score von Wojciech Kilar: Grandios) erwecken den Mythos zum Leben. Aber auch die Story kann überzeugen. Die tragische Liebe, das blutige Spiel um Leben und Tod, sowie – am Ende – auch Erlösung erschaffen ein Film von opernhafter Dimension. Dies tröstet auch um vorhandene Löcher in der logischen Abfolge der Handlung, sowie eine nicht immer zu 100 Prozent gelungene Leistung aller Schauspieler, hinweg.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ulrich Behrens
Kommentar löschenDer Geschichte fehlt es an allen Ecken und Enden an Logik. Warum sich eine bildhübsche junge Frau, die noch kein Vampir ist, in einen Grafen wie Dracula verliebt, bleibt ein Geheimnis des Drehbuchs. Warum Dracula überhaupt Grundstücke in London kaufen will, ist ebenso unerklärlich. Coppola verzichtet zugunsten von Vampir-Action auf eine geschlossene und schlüssige Handlung. Dafür ist der Film, was Ausstattung, düstere, kerzenlichtbestimmte Atmosphäre und Kostüme betrifft, gut bestückt. Andeutungen sexueller Freizügigkeit und ein im Gefängnis sitzender Gehilfe Draculas, der verrückte Renfield, überzeugend gespielt von Tom Waits, ergänzen Coppolas Interpretation der Vampirgeschichte.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Le_ruse 2010/08/20 01:39:30
Antwort löschen"Warum sich eine bildhübsche junge Frau, die noch kein Vampir ist, in einen Grafen wie Dracula verliebt, bleibt ein Geheimnis des Drehbuchs."
Es ist derselbe Grund, weshalb Lucy dem Grafen zum Opfer fällt. Weshalb Van Helsing kurz vor dem Schloss beinahe Mina verfällt. Der selbe Grund, aus dem auch Harker zu Beginn den Satansweibern verfällt. Nicht zu vergessen natürlich der Grund, weshalb Lucy überhaupt ihren Weg in den Garten (immerhin gewittert es) und Harker seinen Weg zu dem Schlafsaal der Weiber findet: Die magische (sexuelle) Anziehungskraft von Vampiren, die - mal stärker, mal schwächer - durchaus als Genre-inhärentes Leitmotiv anzusehen ist :)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDracula goes Hedwig-Courths-Mahler in dieser ungruseligen Bombastverfilmung, die trotz Top-Besetzung fast in ihrer kitschigen Künstlichkeit erstickt.
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J!GS4W 2011/02/09 22:43:49
Antwort löschenWasn das für n blöder Kommentar, Tobe? Kitschig ist der Film absolut, das muss nicht heißen, dass man Twilight gleich mag, nur weil man diesen Film nicht mochte Oo
Kommentare (74) — Film: Bram Stoker's Dracula
Kommentar schreibenFirin 2012/01/29 12:39:45
Kommentar löschenFür mich die beste Verfilmung... mit der Verbindung zur tatsächlichen Historie und der überzeugenden Dramatik gespielt.
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Keky 2011/12/28 13:27:18
Kommentar löschenFür mich ist Coppolas Dracula eine der besten Verfilmungen des Stoffes aus der Feder von Bram Stoker. Bis auf die guten alten Kassiker mit Christopher Lee!
Coppolas Film strotzt nur so vor großartigen Einfällen. Er schuf eine Bilderflut mit überwältigenden Effekten und dazu kommen schauspielerische Leistungen und eine Besetzung vom Feinsten. Das alles macht aus Bram Stokers Dracula einen der mitreißendsten und extravagantesten Filme überhaupt. Schon alleine die Anfangssequenz ist eine Klasse für sich und deutet an was in den kommenden zwei Stunden folgen wird.
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_Garfield 2011/11/30 16:03:46
Kommentar löschenInhaltlich überaus klassisch, wenngleich überraschend freizügig präsentiert sich Coppola's Version des Dracula-Stoffes. Die Faszination der Lust begleitet den Zuschauer dabei ebenso fortwährend wie die klassische Stimme aus dem Off, welche uns in regelmäßigen Abständen durch das etwas zu lang geratene Geschehen navigiert. Coppola holt zu Beginn weit aus und erzählt die Geschichte, die Dracula zu jenem werden ließ, der er letztendlich geworden ist, in allen Einzelheiten, zeichnet im Zuge dessen eine durchaus menschliche, nahbare und emotional zutiefst zerrissene Persönlichkeit und lässt den berühmten Grafen endlich einmal zu jener ambivalenter und vielschichtiger Figur werden, die sie schon immer hätte sein können. Diese Interpretation einer berühmten Romanfigur mag gewagt anmuten und trägt darüber hinaus einen gewissen Teil zur Entmystifizierung Dracula's bei, vermag der Figur jedoch auch einiges an neuem Reiz hinzuzufügen. In Anbetracht der zeitlichen Gegebenheiten ist Coppola's Dracula-Interpretation vermutlich sogar die Rettung einer angestaubten Roman – und Filmikone. Gary Oldman verkörpert den liebeskranken Grafen in überragender Manier, stellt das zerrissene Innenleben seiner Figur vollkommen authentisch zur Schau und spielt diesen in seiner unbequem beklemmenden Darstellung derart überzeugend, dass man glaubt dem berühmten Grafen wahrhaftig gegenüberzustehen. [...] Die teils sehr experimentierfreudige Inszenierung Coppola's akzentuiert währenddessen durchaus gewollt die klassischen Handlungsstränge und vermag dem Geschehen somit noch einiges an nötigem Drive mitzugeben. Dennoch lässt „Bram Stoker's Dracula“ das prägende Moment vermissen und verlässt sich scheinbar vollends auf die unbestritten herausragende Darstellung Oldman's. Coppola's Roman-Aufarbeitung fehlt es bei all seiner inszenatorischen Routine an der nötigen Raffinesse und an einprägsamen Momenten. Darstellerisch lässt sich an „Bram Stoker's Dracula“ selten etwas beanstanden, Gary Oldman spielt wie gewohnt großartig auf und auch Anthony Hopkins vermag durchweg zu überzeugen. Einzig Winona Ryder bleibt – gerade im Anbetracht der starken Konkurrenz – ein ums andere Mal darstellerisch zu blass und raubt gerade jenen Sequenzen, denen enormes Potenzial innewohnte (beinahe jede Szene, die sie alleine mit Gary Oldman auszufüllen hatte) einiges an Glaubwürdigkeit und filmischer Intensität. Optisch gibt es an Ryder nichts zu beanstanden und so vermögen zumindest ihren recht freizügigen Sequenzen das männliche Publikum das ein oder andere Mal zu blenden. Reeves als junger Anwalt stört derweilen nicht und spielt sich mehr oder weniger routiniert durch Coppola's Roman-Interpretation. Verbunden mit der filmischen Neu-Fokussierung auf die Figur des Grafen und der damit einhergehenden inhaltlichen Tragik/Dramatik entsteht unter der Regie Coppola's ein zumeist höchst emotionales Filmerlebnis, welches erst zum Finale hin seiner Einordnung in das Horrorgenre gerecht wird. Retrospektiv betrachtet ist es gerade der neuartigen Darstellung einer Horrorikone und der Tatsache, dass sich Coppola die ein oder andere Freiheit bezüglich des klassischen Literaturstoffes genommen hat, zu verdanken, dass „Bram Stoker's Dracula“ noch heute derart zu überzeugen und auch - gerade dann wenn Oldman den Alt gewordenen Grafen gibt – zu gruseln vermag.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
FilmFreeza 2011/11/30 16:18:14
Antwort löschensehr schön geschrieben
crab1973 2011/11/30 16:21:55
Antwort löschenWunderbarer Kommentar!
_Garfield 2011/11/30 19:03:38
Antwort löschenVielen Dank!
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seven 2011/12/01 19:33:22
Antwort löschenSuper Arbeit, Garfield!
_Garfield 2011/12/01 20:12:13
Antwort löschenDanke. ;)
doctorgonzo 2011/11/28 18:01:03
Kommentar löschenWer fast 4 Jahre in einer Filmcommunity überlebt, einen Sonntagnachmittag auf einem Dorfweihnachtsmarkt, Kinderwünsche entspannt abwettert, den Trailer zu "War Horse" UND den kompletten ersten vierten Teil der Discovampirreihe erträgt, ohne Rum in sein Popcorn zu kippen, der kann schon einiges ab.
Und so muss sich dieser abenteuererprobte nette ältere Herr auf den Weg zu einem noch älteren, noch netteren Herrn machen, um diesem ein paar Worte für ein Interview zu entlocken.
Lest also nun eine Promifolge von "doctorgonzo außer Rand und Band" mit dem Titel "doctorgonzo hinter den Karpaten", mit doctorgonzo, Farb- und Typberater von Kim Jong-il, Maskenbildner von Fantomas, Ausbilder von Frank Drebin, Blind Date von Brenda Ann Spencer und Stormtrooper #4 in "The Empire Strikes Back".
Damit im Zuge des Hypes um mystische Wesen im Kino aber auch jeder seinen Senf dazugeben darf, reiste der gute doctor extra für Euch in das Las Vegas des Horrors, den Club Med des Blutdurstes: nach Transsilvanien. Dort sprach er exklusiv mit dem Stammvater der Blutsauger (verkneift Euch die Finanzministerverweise, ich tu es ja auch), Graf Dracula.
Der Graf ist dank breit gestreuter Investitionen und eines recht spartanischen Lebensstils (ich habe mein eigenes Wasser mitgebracht) von der Finanzkrise recht unbeeindruckt geblieben und dank exzellenter Heiratspolitik und enormer Langlebigkeit auch in der Thronfolge diverser europäischer Herrschaftshäuser erstaunlich weit vorgerückt. Zudem wurde ihm jüngst die Stelle als Direktor des deutschen Verfassungsschutzes angeboten, sowie auch der NPD Vorsitz und eine Position im Aufsichtsrat des Axel Springer Verlages, alles lehnte er mit Verweis auf den langen Arbeitsweg ab.
Ruhig ist es geworden um den Mann, der früher soviel reiste, London, Paris, Klaus Kinski. Mittlerweile betrachtet der Graf das Leben der modernen Welt mit distanziertem Kopfschütteln. Mit doctorgonzo (Rhesusfaktor A positiv) sprach er auf seinem Schloß über seine Memoiren, seine Pläne und natürlich den Erfolg seiner Roman- und Kinoverwandtschaft:
doc: Guten Tag, Herr Graf. Ich freue mich, dass gerade ich die Einladung auf ihren sehr traditionell erhaltenen Ruhesitz erhalten habe.
- Graf: Aber das ist doch nicht von Belang, mein Teuerster. Willkommen in meinem Hause. Treten Sie frei und nach eigenem Willen ein. Wer für soviele entrüstete Blutstürze sorgt, ist mir von Herzen willkommen. Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten. Vielleicht einen Absinth, um die Halswirbel zu lockern? Absinth ist das Aphrodisiakum des Ich. Die grüne Fee, die im Absinth lebt will Ihre Seele. Aber bei mir sind Sie sicher...
doc: Ja, gern. Vielen Dank.
doc: Herr Graf, Ihr Ruhm überdauert nun schon die Karriere so mancher Figuren der Öffentlichkeit, gelüstet es da nicht nochmal nach einem grandiosen Spätwerk, so mit allen Mitteln der Technik, mit neuer Romantik, mit Groupies?
- Graf: Ich behaupte: Zivilisation und Syphilisation machten gemeinsam Fortschritte. Mich lockt es nicht mehr in die Burgen der Übertreibung, was ich tun wollte, habe ich getan. Meiner Eitelkeit muss ich nicht mehr Genugtuung leisten.
doc: Das heißt also, Sie interessieren sich auch nicht für ihre neuen Abkömmlinge, die aktuell für Begeisterung und Kontroverse sorgen?
- Graf: Ich bin der letzte meiner Art! Mehr gibt es zu diesen Kreaturen nicht zu sagen.
doc: Sie bestreiten also, diese Wesen seien in irgendeiner Weise mit Ihnen artverwandt?
- Graf: Wir Dracul sind stolz auf unseren Stammbaum. Welcher Teufel oder welche Hexe waren jemals so groß wie Attila, dessen Blut noch in diesen Adern fließt?! Blut...ist das kostbarste, das es heutzutage gibt!
doc: Das ist deutlich. Ganz anders äußerten Sie sich ja vor knapp zwanzig Jahren über die Verfilmung einer der Kapitel ihres Lebens, in dem Gary Oldman Sie verkörperte. Seitdem sollen Sie sehr gute Freunde sein.
- Graf: Man kann viel lernen, von jeder Art von Biest! Gary macht da keine Ausnahme. Damals konnte man Charaktere, wie ich einer bin, noch ernst nehmen, mittlerweile würde man nur über mich lachen. Damals war das anders: Wir haben uns nächtelang herumgetrieben, Frauen aufgerissen und getrunken (lacht).
doc: Ich kann mir Sie beide lebhaft vorstellen, Sie waren damals im Londonder Clubleben recht berüchtigt. Die Frauen lagen Ihnen zu Füßen. Sie hatten einen legendären Satz, um sich selbst vorzustellen...
- Graf: Meine Güte, dass sich daran noch jemand erinnert. (lacht laut) "Ich bin das Monster das jeder lebendige Mann töten würde - Ich bin Graf Dracula!" Immer ein Renner, damals.
Heute ist ja Leblosigkeit das Hauptmarkenzeichen von denen, die mich zu imitieren trachten. Es gibt keine Leidenschaft mehr, alle sind brav und ohne Skandale, keiner möchte mehr zu seinen Trieben stehen. Was ist falsch an ihnen?
doc: Schön, dass wir da dieselbe Sprache sprechen. Wie stehen Sie generell zum modernen Leben, dem social networking, beispielsweise?
- Graf: Das ist mir alles zuwider. Jeder ist jeder Mannes Freund, obwohl man sich am liebsten mit Pflöcken malträtieren würde. Es gibt keine Distanzen mehr. Früher konnte man sagen "Ich habe Ozeane überquert, um dich zu finden..." und man machte damit Eindruck. Heute schreibt man eine Email. Kein Wunder, dass man sich an den wahrhaft schönen Dingen nicht mehr erfreut.
Ich würde es ablehnen, wenn meine Gedanken und Erinnerungen irgendwann in einer email stünden.
doc: An ihrer Biografie schreiben Sie ja bereits.
- Graf: Ich schreibe seit Anbeginn meiner Zeit beständig daran, es wird wohl ein recht ausführliches Werk. Ein Titel will mir allerdings nicht einfallen.
doc: M. Night Shyamalan fragte Sie ja bereits, ob Sie als Berater für einen Vampirfilm unter seiner Regie zur Verfügung stünden, wie damals für Coppola. Das Werk wurde ja mit epischen Bildern, brilliant inszenierter Spannung und einem grandiosen Titelhelden sowie einem großartigen Gegenspieler zum Megaerfolg. Shyamalan hat nun einen ganz anderen Stil. Wie stehen Sie zu einer Zusammenarbeit mit ihm?
- Graf: Ich habe immer noch den Geschmack von seinem Blut in meinem Mund. Ein wenig nach Curry, aber auch fad und akzentarm.
doc: Warum spülen Sie den Geschmack nicht mit einem exzellenten Wein von Ihren Gütern herunter?
- Graf: Ich trinke niemals... Wein!
doc: Das wäre doch ein passender Titel für ihre Memoiren....
- Graf: Unglaublich, Sie haben Recht! Ich werde Sie mit einer Widmung bedenken. Hören Sie - die Kinder der Nacht. Sie machen Musik - was für eine Musik!
doc: Oh verzeihen Sie. Dies ist der Klingelton meines Mobiltelefons. Das ist The Clash. Meine Kutsche ist bereit zur Abfahrt.
Ich danke für Ihre Zeit und Ihre offenen Worte und wünsche viel Erfolg bei Ihrem Buch, es war mir ein Vergnügen.
- Graf: Auch mich hat dieses Interview sehr erfreut. Lassen Sie etwas von dem Glück hier, das Sie mitbrachten.
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alter.native 2011/11/06 23:42:35
Kommentar löschenPerfekt gemachtes Kino der uralten Geschichte um den Grafen mit Schwerpunkt auf Liebesgeschichte. Aber Nosferatu von Murnau bleibt unerreicht!
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WaaayneTrain 2011/09/19 13:09:16
Kommentar löschen"Bram Stoker's Dracula" ist ein zeitloser Klassiker, den ich mir immer und immer wieder anschauen kann. Herausragendes und schauriges Atmospären-Kino, vor allem die Kostüme und die schauspielerische Brillianz machen diesen Film so charmant: Gary Oldman bekam hier wohl die Rolle seines Lebens, wenn man seinen Auftritt als Stansfield in "Leon - Der Profi" aus dem Spiel lässt. Und die Filmmusik untermalt dieses Kunstwerk perfekt, ein Werk Coppolas, das meiner Meinung nach vor allem vom Visuellen her nah an "Der Pate" heranreicht.
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dumas 2011/09/10 11:42:46
Kommentar löschenEs gibt kaum einen Stoff, der derart oft für den Film adaptiert wurde, wie der Vampirmythos, dessen Grundstein Bram Stoker mit seinem Roman „Dracula“ 1897 legte. Seit Draculas erstem (nicht autorisierten) Leinwandauftritt in Murnaus „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ wurde die Figur offenbar für jede Generation wieder neu erfunden, ein bis heute andauernder Prozess, wie jüngst unter anderem auch die „Twilight“-Saga beweist. Dracula ist unsterblich, ewig recyclebar und fraglos eine Ikone des Horrorgenres. Doch unter all den Adaptionen und Interpretationen war die Qualität stets schwankend: Von peinlich oder einfach nur grottenschlecht ("Van Helsing") über spassig-trashig („From Dusk Till Dawn“) bis hin zu echten Perlen und wahren Meilensteinen der Filmgeschichte (Murnaus „Nosferatu“).
Was Coppolas Version betrifft, so macht schon der Titel deutlich, dass der Regisseur hier, trotz einigen Freiheiten, eindeutig die Nähe zur literarischen Vorlage sucht. Dies trifft insbesondere auf die Erzählform zu, wie beim Roman wird auch der Aufbau des Films massgeblich durch Briefe oder Tagebucheinträge dominiert, welche aus dem Off wiedergegeben werden und die Handlung voran treiben. Was den Film aber vor allem auszeichnet und ihn unter all den anderen Verfilmungen des Stoffs hervorhebt, ist sein Bewusstsein für den Grund der nach wie vor ungebremsten Popularität des Vampirmythos auf der Leinwand: Es ist das unermessliche filmische Potential des Stoffes, das Dracula niemals sterben lassen wird, und das beweist auch dieser Film.
Coppola beschwört seine Vision vom Urvater aller Vampire mit allen filmischen Mitteln: Schon die Eröffnungssequenz zeigt beispielhaft, wie der Meister es schafft, seinen Stoff mittels grotesker Farbgebung, brillanter Montage, tosender musikalischer Untermalung und grandioser Kamera zu einer ebenso überwältigenden wie mitreissenden Bilderflut zu verdichten, überstilisiert zwar, doch nicht zum alleinigen Selbstzweck, sondern auch stets der Geschichte und natürlich seiner unbändigen Liebe zum Kino verpflichtet.
Ebenso opulent fallen auch Kostüme und Ausstattung aus, die Ästhetik des Films ist geprägt durch zahllose Details- nur schon die Tatsache, dass Gary Oldmans Graf Dracula kaum zweimal auf die gleiche Weise in Erscheinung tritt, verweist auf die geradezu gilliameske Detailverliebtheit, mit der hier alle Beteiligten ans Werk gingen. Alles ist im Wandel, alles ist in Bewegung, die Handlung pendelt zwischen London und Transsylvanien hin und her, die Kamera jagt durch dunkle Gassen und mondbeschienene Märchengärten, mit der Ankunft des Grafen in der Stadt an der Themse bricht das Chaos aus. In einer der stärksten Szenen des Films besucht Mina Murrey gemeinsam mit dem Grafen in London eine Präsentation des Kinematographen, welche durch das Erscheinen eines Wolfes plötzlich gestört wird- es entsteht ein riesiger Tumult, den Dracula nutzt, um Mina näher zu kommen. Coppola inszeniert das Kino an dieser Stelle gleichzeitig als Ort der Gefahr und der Romantik. Das Gefühl der Bedrohung und das der gegenseitigen Faszination und Anziehung verschmelzen hier harmonisch ineinander und schliesslich wird auch der Wolf vom „Prinzen“, wie Mina den Grafen nennt, gezähmt.
Der gesamte Film lebt förmlich von dieser starken Symbolik und findet immer wieder zu neuen, überraschenden Bildern, welche sich in das Gedächtnis des Zuschauers bohren wie Draculas Zähne in die Kehlen seiner Opfer. Dieser Ideenreichtum schafft in Verbindung mit der handwerklichen Perfektion eine sogartige Atmosphäre, welche die Beziehung zwischen Dracula und Mina auf den Zuschauer überträgt: Von vielen Szenen ist man gleichermassen fasziniert wie abgestossen, es ist der Charme dieser zeitlosen Form des Grauens, der einen in seinen Bann zieht, und es ist jene Wirkung, die auch den Vampirstoff unsterblich und für das Kino unverzichtbar macht.
Wer Filme liebt, liebt Dracula. Und er liebt „Bram Stokers Dracula“.
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Lüni 2011/07/13 18:11:50
Kommentar löschender beste Vampirfilm aller zeiten....und an alle twilight fans....Gary Oldman....das nenn ich sexy ;)
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freakualizer 2011/07/01 14:51:08
Kommentar löschenGrandiose, gewaltige Kostüme in einem grandiosen Setting (ob Rumänien oder London). Ein grandioser, atmosphärischer Score zu atmosphärischen, romantischen Bildern. Ein Meisterregisseur und hervorragende Schauspieler hinzu (allen voran Gary Oldman) und fertig ist mit "Bram Stoker´s Dracula" einer meiner Lieblingsfilme.
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Bandrix 2011/05/29 19:55:46
Kommentar löschenFrancis Ford Coppolas "Bram Stoker's Dracula" sieht man sein Alter leider deutlich an. So kann es passieren, dass er vielen jüngeren Betrachtern zu altbacken daherkommt.
Diesen Kritikpunkt kann ich jedoch überhaupt nicht teilen.
Für mich ist dies eine düstere, brutale und zuweilen auch schonungslose Auseinandersetzung mit dem Monster im Menschen.
Voll mit interessanten Charakteren, stimmungsvollen Sets, die durch die Studioatmosphäre seltsamerweise noch verstärkt werden und einem dürftig spielenden Keanu Reeves.
Er ist leider Gottes einer der wenigen Schwachpunkte.
Gerade in seinen gemeinsamen Szenen mit Gary Oldman sieht man sein bescheidenes Talent sehr schmerzhaft.
Dafür entschädigt uns Oldman mit einer seiner besten Darstellungen.
Er spielt Dracula nicht, er lebt ihn.
Man sieht den Hunger in seinen Augen, seinen ihn wahnsinnig machenden Durst nach Blut. Mal subtil, mal in höchstem Maße erschreckend und traumatisierend.
Sein Dracula ist ein Vampir, wie ihn sich jeder vorstellt.
Er strahlt Gefahr aus, doch gleichzeitig hat man auch Mitleid mit ihm. Mit seiner tragischen Geschichte, die ihn zu diesem Monster gemacht hat, welches er niemals wirklich sein wollte.
Da kann auch ein Anthony Hopkins als Van Helsing nicht heranreichen, dafür empfindet er aber eine seltsam große Freude menschlichen Körpern die Köpfe abzuschlagen.
Tom Waits sei noch erwähnt, der trotz seiner kleinen Rolle großen Eindruck macht.
Leider aber ist das Drehbuch zu Coppolas Werk nicht frei von Fehlern und verhindert so die volle Punktzahl.
Denn manches ist etwas zu schnell dahingeschwurbelt und rasant abgehakt. Manche Zusammenhänge fehlen oder werden in bloßen Nebensätzen abgehakt.
Aber das ist zu verschmerzen, ist der Film sonst doch spannend, mitreißend und beunruhigend bis ins Mark.
"Bram Stoker's Dracula" schwingt sich auf, auf zum Thron des besten Vampirfilms.
So kompromisslos und packend wird wohl nie wieder einer sein. Es braucht wohl erst absolut kompromisslose und exzentrische Genies mit einem klaren Konzept auf dem Regiestuhl.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
JohnnyKee 2011/05/29 19:58:20
Antwort löschenEin guter Vampirfilm! Sowas brauch ich mal wieder :)
Toller Komm ;)
Bandrix 2011/05/29 20:23:14
Antwort löschenOh ja, das ist er. ;)
Sänks! :)
Laura Eissenberger 2011/04/01 14:51:35
Kommentar löschenFür heutige Augen etwas altbacken, aber solide und in seiner Darstellung wenn schon nicht wirklich originell, so doch unterhaltsam.
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Oceanic6 2011/03/29 22:59:05
Kommentar löschen"I am the monster that breathing men would kill. I am Dracula."
'Bram Stoker's Dracula', soviel steht fest, ist bisher einer der besten Vampirfilme, die ich gesehen habe. Und vor allem eine wahre Augenweide im Vergleich zum modernen 'Twilight'-Schund. Hier wird der Legende 'Dracula' noch alle Ehre gemacht.
Zu den filmischen Aspekten. Die größte Schwäche des Films ist wohl das fehlerhafte Drehbuch, welches den Zuschauer zwei bis drei Mal ohne Erklärung ärgerlich den Kopf schüttelnd vor dem Fernseher sitzen lässt. Man denkt sich "wieso passiert das jetzt, was ist der Grund?" Das bittere daran ist, dass der Film, abgesehen vom Drehbuch, vollkommen perfekt ist, mit Ausnahme von Keanu Reeves sehr schwacher Leistung. Mit Gary Oldman als Graf Dracula und Anthony Hopkins als Van Helsing begegnen sich zwei Gegenspieler auf sehr hohem schauspielerischem Niveau. Sie machen Spass, sie machen Angst und sie sorgen für Spannung. Eingefangen wird der ganze Film in Bildern, welche in ihrer Pracht an die "der Pate"-Trilogie erinnern.
Die Kostüme, die Atmosphäre, die Bildsprache, Wojciech Kilars meisterlich schauerhafte Melodien, die darstellerischen Leistungen und die Masken und Effekte machen aus diesem Film ein artistisches, angsteinflößendes und, trotz der Schwäche des Drehbuchs, nachdenkliches Kunstwerk, welches sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft, aber definitiv zeitlos ist.
Hätte man noch mehr Zeit in das Skript gesteckt, die erzählerischen und dramaturgischen Fehler ausgemerzt, dann wäre diese filmische Adaption eines in seiner Liebe gefangenen Biestes ein weiteres Meisterwerk Coppolas geworden. So muss er sich damit abfinden, dass 'Bram Stoker's Dracula' wohl als eines seiner schwächeren Werke, aber dennoch als absolut sehenswert, in die Filmgeschichte eingeht.
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der cineast 2011/03/29 23:04:54
Antwort löschenGeil geschrieben..muss ich sagen ;)
Will ich sehen.
janissl 2011/03/29 23:06:02
Antwort löschenWenn du den hier für Coppolas Schwächsten hältst, guck dir mal "Jack" an und staune ;)
Oceanic6 2011/03/29 23:08:52
Antwort löschen@Cineast: Danke!
@Janissl: Ich hab natürlich noch nicht alle seine Filme gesehen. Also sein bisher schwächster Film, den ich gesehen habe. ;)
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facepalm 2011/03/29 23:18:36
Antwort löschenKlingt so, als würde ich mir den nicht anschauen. Lückenhaftes Drehbuch ist gaaaanz schlecht..
filmschauer 2011/03/30 20:39:32
Antwort löschenOh, den müsste ich mir auch mal wieder anschauen...
FineCut 2011/02/20 15:31:52
Kommentar löschenAußer dem Beginn und der Liebesgeschichte von Dracula und Mina wird sich konsequent an die Romanvorlage von Stoker gehalten. Allein deswegen ragt Coppolas Dracula aus den unzähligen Verfilmungen der letzten 90 Jahre heraus. Ich halte es für schlichtweg brilliant, die wahre Geschichte vom Vlad dem Pfähler als Rahmen und Prolog für den Film zu nutzen. Dadurch wird die Komplexität von Dracula noch stärker hervorgehoben. Highlight des Films sind ganz klar die opulenten Kostüme und der beeindruckende visuelle Stil des Films, der einen immer tiefer in das Reich der Magie saugt. Dazu kommt ein beeindruckender Cast. Das vielleicht letzte große Meisterwerk von Coppola.
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J!GS4W 2011/02/09 22:42:19
Kommentar löschenIch muss gestehen, dass ich mich durch diesen Film etwas quälen musste, denn Spannung war leider kaum vorhanden :/
Nach all den guten Bewertungen und der hochkarätigen Besetzung hatte ich mir doch mehr erhofft. Gary Oldman macht seine Sache gut und ist am wirkungsvollsten als alter runzliger Dracula, das möchte ich gar nicht bestreiten. Leider kommt dafür Jonathan Harper (Keanu Reeves) etwas zu knapp, dessen Rolle nicht wirklich viel zum Film beigetragen hat und was hier aus Van Helsing gemacht wurde, ist eine ziemliche Frechheit. Fast amaeurhaft agiert hier Draculas Feind und ist für sein Alter hier eine sehr schwache Persönlichkeit, der sogar Wynona Ryder nicht widerstehen kann. Die Effekte des Filmes sind ziemlich schwach, da hat zwei Jahre später "Interview mit einem Vampir" die wirklich bessere Vampirverfilmung geboten. Lobenswert waren aber sicher die Kostüme und Kulissen, auch wenn die Rüstung von Oldman zu Beginn des Filmes ziemlich scheiße aussah. Zudem waren einige Handlungsfäden relativ unverständlich bzw. überflüssig, wie z.B. der Geisteskranke in der Zelle oder dieses ständige Rumgereise. Alles in allem bin ich von dieser Verfilmung doch arg enttäuscht, da sie so angepriesen wird, ich mich aber wirklich zu "Tode" gelangweilt habe. Ich werde ihn mir auf jeden Fall kein weiteres Mal ansehen, mal sehen ob mich andere Dracula Verfilmungen mehr überzeugen können.
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lil.weeze 2011/02/09 14:33:15
Kommentar löschenHerrlich altmodische und opulent ausgestattete Dracula-Verfilmung, die statt auf billige Effekte und Schockmomenten auf Atmosphäre setzt. Die sehr künstliche Art des Films, welche von manchen kritisiert wird, passt perfekt zu einer Romanverfilmung dieser Art und lässt den Film des öfteren wie ein Theaterstück wirken.
So perfekt der Film in visueller Hinsicht ist, Storytechnisch wäre auf jeden Fall noch Luft nach oben gewesen. Vor allem in der Mitte gibt es die ein oder andere Länge.
Das Hauptmanko für mich ist allerdings die Besetzung von Keanu Reeves den ich einfach nicht abkann und den man auch hier wieder in die Tonne kloppen kann. Weniger Ausdruck geht gar nicht. Der Restliche Cast spielt allerdings von gut bis hervorragen (Gary Oldman ist einfach genial) und auch sonst kann man dem Film nicht wirklich viel vorwerfen.
Sicherlich nicht Coppola’s Bester, aber für mich die beste Verfilmung des Dracula Stoffes.
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Bäda 2011/02/03 00:17:48
Kommentar löschenGute Draculaverfilmung die hier von Coppola inszeniert wurde. Packende, verstörende Bilder und ein Cast der sich auch heute noch sehen lassen könnte. Die Anfangsszenen im Schloß sind natürlich ein verstörtes Meisterwerk! Sehr fein sowas.
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Blonder 2011/02/01 13:30:35
Kommentar löschenDer Stoff wurde schon so oft verfilmt, dass man es kaum noch zählen kann. Auch viele Darsteller spielten schon den Vampirfürsten. Die bekanntesten sind wohl Bela Lugosie und Christopher Lee. Aber Francis Ford Coppola verzichtet hier auf einen ausdrucksstarken oder charismatischen Dracula, sondern er setzt auf eine atemberaubende Bildersprache. Auch die Darstellung von Van Helsing, als etwas durchgeknallter Vampirjäger ist grandios.
Bildgewaltige und wunderschöne Neuverfilmung, die dem schon etwas überstrapezierten Thema eine Frischzellen-Kur verpasst.
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Morrow 2010/12/15 19:34:01
Kommentar löschenFür mich der beste moderne Vampirfilm.
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ChandlerC 2010/11/20 18:53:02
Kommentar löschenEine der besten Umsetzungen des Originalromans und auch mit einer meiner Lieblings-Dracula Filme. Genau genommen ist mir bisher (außer Nosferatu), keine Verfilmung des Stoffes untergekommen, die mehr besser gefallen hat. Die Darstellung ist wirklich gut, sowohl von den Kulissen, als auch den Schauspielern. Hierbei gefallen mir auch Oldman als der Vampir und Hopkins als van Helsing gleichermaßen. Ersterer hat zwar nicht dieses automatisch fürchterliche, wie bei Lee oder Lugosi, doch stellt er Dracula dennoch insgesamt sehr gut dar
Einzige Schwäche im ganzen ist dann vielleicht noch Keanu Reeves, aber selbst der ist noch gut ertragbar.
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kinogaengerin 2010/11/09 10:19:40
Kommentar löschen"Ich verdamme dich zu lebendem Tod, zu ewigem Durst nach lebendem, frischem Blut." Abgesehen von dem fehlbesetzten Keanu Reeves (nein, er passt nicht in diese Rolle) bin ich mehr als positiv überrascht. Gary Oldman als Dracula ist einfach grandios und selbst als haariges Biest sieht er immer noch charmant aus. Winona Ryder und Sadie Frost überzeugen ebenfalls und dürfen sich zudem in wundervolle Kostüme hüllen. Auch Anthony Hopkins kann als Van Helsing punkten, wobei ich mich frage, ob der im Buch auch so durchgeknallt ist?! 'Bram Stoker's Dracula' zeigt die Vampire zum Glück so wie sie nun einmal sind und ja, ich denke da vor allem an die Szene im Schloss Dracula. ;-) Witzig finde ich im Übrigen, dass Keanu Reeves die deutsche Synchronstimme von Gary Oldman hat, aber das nur am Rande bemerkt.
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