Harry Brown
Harry Brown (2009), GB Laufzeit 97 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama, Kriminalfilm
15 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1655 Bewertungen
120 Kommentare
Keine ?
von Daniel Barber, mit Michael Caine und Emily Mortimer
Wer nichts mehr zu verlieren hat und dazu eine Riesenwut im Bauch, kann sehr, sehr gefährlich werden. Harry Brown ist Witwer und sein einziger Freund wird von einer Gang brutal erschlagen. Ihm ist nichts geblieben. Und deshalb räumt er jetzt auf. Statt resigniert sein stilles Rentnerdasein weiter zu führen, packt der ehemalige Royal Marine noch einmal die Knarre aus und lehrt den gewalttätigen Abschaum in seinem Viertel gründlich das Fürchten. Den harten Jungs bleibt das überhebliche Gelächter schnell im Hals stecken, denn Harry weiß noch genau, wie’s geht. Ein Mann sieht rot – blutrot!
Cast & Crew
-
Daniel Barber
-
Michael Caine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harry Brown
-
Emily Mortimer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frampton
-
Iain Glen
-
David Bradley
-
Jack O'Connell
-
Liam Cunningham
Regie
Schauspieler
-
Raza Jaffrey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pater Bracken
-
Joseph Gilgun
-
Chris Wilson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Daniel Ladlow
-
Sean Harris
-
Klariza Clayton
-
Ben Drew
-
Amy Steel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schwester
-
Liz Daniels
-
Gary Young
- Genre
- Thriller, Drama, Kriminalfilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- England, Großstadt, London
- Handlung
- Krankenhaus, Krankheit, Marine Corps, Rache, Rentner, Straßenbande, Vergeltung, Waffe
- Stimmung
- Aufregend, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Harry Brown
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Kritiken (7) — Film: Harry Brown
Spideragent: http://darkagent.blog.de/
Kommentar löschenHarry Brown ist ein aktueller Vertreter aus dem Selbstjustiz-Thrillergenre. Sehr gut gefallen hat mir der eindeutig zu erkennende, europäische Look und das völlige Fehlen von unangebrachtem Hollywoodglanz.
Gleich die Eröffnungssequenz zieht einen sofort in den Film hinein. Zwei von Drogen zugedröhnte Teenager rasen auf einem Motorrad durch den Park, schiessen dabei zum Spass auf eine Mutter, die gerade ihr Baby im Kinderwagen vor sich herschiebt und krachen dann bei der darauffolgenden übereilten Flucht in einen vorbeifahrenden LKW.
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Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Grundsätzlich geht es in solchen Filmen immer um den Kampf zwischen Ordnung und Unordnung. Die Ordnung ist die der Plattenbauten mit ihren regelmäßigen Linien und kargen, kalten Flächen. Aber auch die der Gangs: hier handelt es sich um die verbrecherische Jugend, pyramidal organisiert und symbolisch im Besitz der Kontrolle über eine Straßen-Unterführung. Die dritte Ordnung ist die des Gesetzes, vertreten durch die Polizei, darunter eine sehr grazile Emily Mortimer als Kriminalkommissarin Alice Frampton. Die geschilderte Gesellschaft ist eine Dystopie, aus deren Strukturen das Individuum ausgeschlossen ist....
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenThe law has limits. He doesn´t. -
Man kann darüber diskutieren; man kann es als Belanglosigkeit; als reines Unterhaltungskino abtun - ich will garnicht verschweigen, dass dieses nicht vorhandene Zugeständnis an Relevanz vielleicht die beste Art ist, mit der man sich Filmen wie diesem hier nähert.
Tatsache ist aber auch, dass das Kino der letzten Jahre zumindest in manchen Genres wieder ideologischer geworden ist: Wo Nolan in "The Dark Knight" verschlüsselt mit dem Wunsch nach einer Überinstanz spielt, die uns omnipräsent vor dem Terror und all seinen Schergen schützt, da bricht "Harry Brown" die globale Gefahr von der Finanzmetropole auf den eigenen Busbahnhof hinunter: Michael Caine gibt den Batman für die Vororte und beschützt uns vor Dealern und Gangstern, insgeheim aber auch vor U-Bahn-Schlägern, HipHop-Kiddies und sonstigen Gestalten, denen man nachts nicht unbedingt begegnen möchte.
Insofern bedient "Harry Brown" die…
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 16 Antworten
BurakkuEmparaa 2010/10/28 22:34:42
Antwort löschenMan muss aber auch nicht in jedem Film eine Message sehen...
Hitmanski 2010/10/28 23:04:15
Antwort löschenBlödes Argument...
BurakkuEmparaa 2010/10/30 20:41:17
Antwort löschenWeil?
Hitmanski 2010/10/30 20:45:15
Antwort löschenWer legt denn fest, in welchen Filmen man eine Message sehen darf und in welchen nicht?
Benchyl 2010/10/31 14:09:13
Antwort löschenWenn der Film eigentlich keine Gefahr darstellt, wie ich auch finde, ist er dann nicht auch wenigstens in gewisser Weise konsequent oder ehrlich sich selbst gegenüber?
Hitmanski 2010/10/31 14:12:27
Antwort löschenIn gewisser Weise schon, ja. Eine Konsequenz bei seinem Thema kann man "Harry Brown" nicht absprechen - ob das nun unbedingt positiv zu bewerten ist, steht auf einem anderen Blatt Papier...
Benchyl 2010/10/31 14:14:23
Antwort löschenAuf welchem denn?
Hitmanski 2010/10/31 14:19:29
Antwort löschenEine fragwürdige Botschaft mit Überzeugung und konsequentem Verve vorzutragen, nimmt ihr ja nichts von ihrer Fragwürdigkeit.
Dass ich den Film für zu platt halte, um wirklich gefährlich zu sein, ändert ja nichts an der Tatsache, dass ich die Schlüsse, die Barber zieht, nachwievor für verurteilenswert halte...
Benchyl 2010/10/31 17:25:28
Antwort löschenEs gibt aber doch keine unfragwürdige Botschaft bei diesem Thema. Alternativ bliebe also nur, jede Ansicht in Frage zu stellen und es dabei zu belassen. Ich finde Harry Brown einfach etwas zielstrebiger und mutiger, was nicht heißt, dass seine Aussage meine Meinung wiederspiegelt.
BurakkuEmparaa 2010/11/02 22:23:55
Antwort löschenIch denke einfach nicht, dass ein derartiger Umgang mit solchen Problemen in dem Film in irgendeiner Weise als "Antwort", wie du sagst, propagiert wird, weil Harry Brown so handelt. Er als Protagonist sieht das als richtige Handlungsweise an, nicht unbedingt der Regisseur. Es ist letztendlich auch nur ein ganz netter Rachefilm. Ich sehe das so, wie du es in deinem ersten Absatz beschreibst: irrelevantes Unterhaltungskino...
Hitmanski 2010/11/02 22:58:32
Antwort löschenDamit hab ich letztendlich ja auch kein Problem - für wen "Harry Brown" als Unterhaltungskino funktioniert - kein Problem.
Mein Review befasst sich schlussendlich einzig und allein mit meinem Filmeindruck, den man teilen kann oder nicht. Was ich wichtig im Umgang mit solchen "delikaten" Filmen finde, ist die Tatsache, dass man sich bewusst ist, dass es die Fiktion nicht auf die Realität zu übertragen gilt. Für mich persönlich ist der Film einfach zu nahe an der oft gewünschten Fantasie vom rigoros handelnden Staat - aber das kann man sicherlich anders beurteilen.
Davon abgesehen, halte ich "Harry Brown" aber auch filmisch für eher vergessenswert, aber das ist ein anderes Thema :)
SamHook 2011/03/12 06:21:18
Antwort löschenDieses mal muss ich zugeben deine Kritik in den aufgezählten Punkten wirklich nachvollziehen zu können und ich muss dir auch in vielem Recht geben. Gerade dieses Lösen der Probleme ist einerseits natürlich in der dargestellten Form eher Weltfremd. Andererseits muss ich sagen die Realität sähe wohl so aus dass dieser alte Mann Angstverzerrt weiter (Spoiler) an der kleinen Unterführung vorbeigeht(Ende) und sich in seiner Wohnung einschliesst. Nun ist dieser Rachefeldzug einerseits Weltfremd und Ideologisch fragwürdig. Irgendwo aber auch unterhaltsam. Seien wir ehrlich unsere Großsstädte verkommen wirklich in einschlägigen Gegenden immer mehr und ich selbst habe am Wochenende Nachts wenn ich nur mit meiner Freundin unterwegs bin meist ein flaues Gefühl wenn ich im Untergrund zu S oder UBahn gehe.. In England ist dies teilweise noch sehr viel schlimmer. Dieses Bild ist tatsächlich Real und irgendwo auch beängstigend da es Gewalt um der Gewalt willen ist. Die Antwort dieses Films ist nun eigentlich das selbe und durchaus auch ein wenig populistisch. Wer wünscht sich nicht das da mal "härter" durchgegriffen wird. Und neben Caine ist auch das Charakterdesign ein wenig eindimensional. Dennoch finde ich den Film als das was er sein will (unambitionierter Rachefeldzug der unterhält) eigentlich sehr gut gemacht und wirklich unterhaltsam. Vielleicht brennt er sich wirklich nicht ins Gedächtnis aber Langeweile kommt auch nie auf.Alleine schon den alten Caine diese Jungs aufmischen zu sehn is irgendwie unterhaltsam und ich muss zugeben auch ein paar niedere Instinkte werden bedient:) Finde du bewertest einen Film dem du selbst den unterhaltungswert nicht absprichst da wirklich etwas hart. Eine Gesellschaftsstudie will er ja garnicht sein. Und wie gesagt, gibt man keine "Lösung" vor bleibt da ja nur Langeweile, seine Ziele erreicht er meines Erachtens nach.
Hitmanski 2011/03/12 10:38:20
Antwort löschenIch habe deinen Dialog mit Vega unten gelesen, und würde mich seinem Standpunkt in puncto Bewertung anhand von Ideologie-Unterhaltung anschließen.
Aber davon abgesehen: "Unterhaltsam" ist für mich nicht zwingend ein rein positives Attribut, weil die Vorraussetzungen, dass wir etwas als "unterhaltsam" empfinden, einfach relativ niedrig sind - jeder Regisseur, der handwerklich halbwegs auf der Höhe der Zeit ist, wird es schaffen, einen tumben Actionfilm zu drehen, der uns aufgrund seiner erprobten Mechanismen irgendwie vor dem Bildschirm hält. Ich finde "unterhaltsam" bei Filmen verhält sich so, wie "nahrhaft" bei Essen - irgendwie stimmt das schon, aber ich weigere, es als Qualitätsmerkmal über andere Aspekte zu stellen.
Es muss ja nicht jeder Selbstjustiz-Film (obwohl ich das Genre schon als solches etwas bedenklich finde) einem TAXI DRIVER gleichen, aber es wäre schon schön, wenn ich im Film zumindest Ansätze erkennen würde, dass das Gezeigte vielleicht tatsächlich moralisch nicht gerade unproblematisch ist - sonst ist man wirklich noch auf dem Stand von Bronson und seinen DEATH WISH-Filmchen.
Dass ist für den mitdenkenden Zuschauer vielleicht alles nicht wirklich dramatisch, weil der Appell an niedere Instinkte, wie du es schon richtig genannt hast, recht flach und platt ausfällt - aber der fade Beigeschmack bleibt trotzdem...
SamHook 2011/03/12 18:45:32
Antwort löschenHm ich sehe schon was du meinst und ich denke es ist einfach so dass wir hier verschieden gewichten. Natürlich wäre Taxi Driver ohnehin ein fast unerreichbares Ziel und (für mich) ein Idealfall für so eine Art Film, dennoch ist für mich der Unterhaltungswert tatsächlich eines der wichtigsten Kriterien eines Films. Deshalb sehe ich mir einen Film ja meist an. Um unterhalten zu werden.Es gibt ja auch Essen mit mehr oder weniger Nährwert. Ich denke wir empfinden den Film vllt auch sehr ähnlich nur definieren wir hier unsere Kriterien anders. Is ja auch ok so. Und das mit der Moral. Nun das sehe ich wirklich etwas anders. Ich sehe das wie mit Videospielen und Musik. Einem gesunden Geist würde das in seiner Moralvorstellungen nicht beeinflussen, zudem gorifiziert der Film nicht so stark wie ich finde,hier finde ich andere Machwerke kritischer. Irgendwie braucht es solche Filme vielleicht auch um die Diskussion über diese Moral zu führen. Ob diese Diskussion, wie bei Taxi Driver, wirklich auch IM Film stattfinden muss weiß ich nicht. Für mich ist es zwar ein Qualitätsmerkmal der Geschichte wenn hier diversifiziert wird aber es ist nicht zwingend nötig. Allerdings ist das natürlich ein Subjektiver Standpunkt doch ich denke ein kranker Geist wird auch die Kritik an der Gewalt in weit subtileren Filmen nicht begreifen und es wird nur die Gewalt hängen bleiben. Filme wie Saw (ab 2 zumindest deutlich) die eine Ideologie als moralisch verkaufen, getarnt als Pseudo-Weltverbesserung und streben nach höherer Erkenntniss finde ich hier weit Bedenkenswerter. Aber das ist eine andere Diskussion.
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SamHook 2011/03/12 19:02:12
Antwort löschenÜbrigens bin ich generell der Meinung Aristoteles der von Katharsis, also der Reinigenden Wirkung des Zuschauers durch ein Stück auf der Bühne, und insbesondere der inszenierten Gewalt spricht und bin mir da eben nicht sicher ob einem gesunden, erwachsenem Mensch auch gezeigt werden muss ob Gewalt an sich gut ist. Voraussgesetzt natürlich man tickt richtig :) Wobei ja auch hier die Deutungen des Begriffs ja je nach Meinung auseinandergehen.
missplaced 2011/07/16 13:52:24
Antwort löschenDie Katharsis-Theorie gilt gemeinhin als widerlegt. Es gibt genügend Untersuchen die u.a. zeigen konnten, dass ein sich Aussetzen mit gewalthaltigen Reizen, aggressives Ausleben wie Brüllen, Fluchen etc. eher dazu führt, dass man in der Aggression verweilt bzw. diese aufrechterhalten wird. (oder einfach ausgedrückt, man steigert sich rein/analog übrigens auch mit anderen Emotionen)
Die Menschen in kranke und gesunde Geister zu scheiden scheint mir auch einwenig arg einfach. Als gäbs nur schwarz und weiß, nur gute und böse Menschen. (Sofern ich das Kommentar richtig verstanden habe)
Was die viele Gewalt in Medien mit uns macht ist noch gar nicht hinreichend erforscht oder geklärt und schon gar nicht auf den Einzelnen bezogen..
Auch wenn es Menschen gibt die virtuelle Gewalt von echter zu unterscheiden wissen und demzufolge für sich selbst schadlos zu interpretieren vermögen, so steht der Begriff "gesunder Mensch" auf arg wackeligen Beinen.
Was heißt gesund? Und ab wann ist man denn gesund?
Filme als Kunst und/oder Gesellschaftskritik. Nun dazu nur ein paar Worte. Man muss immer bedenken, dass ein Film mit einer Botschaft -egal welcher Art - immer unterschiedlich von Zuschauern interpretiert werden kann und wird. Und damit egal wie klar eine Botschaft ist, nicht automatisch auch so verstanden werden muss.
Auch das hat in meinen Augen weniger mit "gesund" oder "krank" zu tun. Spricht aber im Folgenden auch nicht gerade FÜR den Film "Harry Brown"...
Nichts desto trotz, um jetzt endlich mal zum Film zu kommen, hat "Harry Brown" für mich nur eine Botschaft "Die Welt ist furchtbar schlecht geworden". Wer immer diesen Film inszeniert hat, wollte einfach nur mal richtig seinen Frust rauslassen, wollte überspitzt die Schlechtigkeit und Beschränktheit von Menschen zeigen und in der aufkommenden Wut, Ohnmacht und Frustration einfach mal mit allem abrechnen.
Dabei kommt dem Film durchaus zu Gute, dass die Protagonisten seitens der Jugendgang ein ziemliches Extrem darstellen und den Zuschauer nicht nur frustrieren sondern deren Gewaltbereitschaft -wenn auch nur imaginär- herauszufordern vermögen.
Viel mehr seh ich in diesem Film aber nicht. Thema Selbstjustiz, zerfallende Machtstrukturen, entgleisende Jugend nichts davon wird im Film hinterfragt oder sich irgendwie näher damit auseinander gesetzt. Was man vllt. hinsichtlich eines Films der auf Unterhaltung abzielt vernachlässigen könnte....wenn er denn unterhaltend wäre!?
Nun.. wenn man aslo alle 5 gerade stehen lassen kann und nichts groß erwartet, treibt "Harry Brown" trotzdem einfach nur im Mittelmaß. Das gabs alles schon mal und irgendwie besser, raffinierter und sinnvoller.
(Woher kommt mir nur dieser Sound bei der Rauch-vor-der-Tür-Szene so bekannt vor? *kopfkratz*)
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] "Harry Brown" formuliert nie den Hauch eines Zweifels am perfide und geschickt motivierten Selbstjustizakt seines autoritären Helden, er bejubelt die pathetischen Taten des Amok laufenden Witwers mit heiterer Genugtuung und fragwürdig symbolträchtigen Bildern unter versuchter Einbeziehung seines Publikums, während er die Titelfigur munter glorifizierend über bessere Zeiten im Zweiten Weltkrieg sinnieren lässt, weil dort schließlich noch sinnvoll gemordet worden sei. Regisseur Daniel Barber mag hier ja auf umständliche Art wichtige Fragen anreißen, seine Antworten aber sind die denkbar simpelsten. Dank seiner effektiven propagandistischen Inszenierung, seines starken Hauptdarstellers und milde diskursiven Potenzials ist das immerhin ein unterhaltsamer Scheißfilm, der in seiner teils grotesken Überzogenheit und lachhaften Weltanschauung schon fast Comiccharakter besitzt. Unterm Strich aber ein gefährlich dummer Aufmerksamkeitserreger, verkleidet als makelloser Thriller für ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler und die Thilo Sarrazins von morgen.
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 51 Antworten
BlueSquirrel 2010/10/11 17:33:49
Antwort löschenxD
hulk 75 2010/10/13 19:56:38
Antwort löschenGefährlich dummer Aufmerksamkeitserreger????verkleidet als makelloser Thriller für ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler und die Thilo Sarrazins von morgenß???? Hallo?????
das ist ein Film nicht mehr nicht weniger!!!
BlueSquirrel 2010/10/13 20:30:28
Antwort löschenIch finde so eine Kritik muss hier unbedingt hin. Das sorgt für nötigen Ausgleich. Is aber schon ne freche Wortwahl Vega.^^
alanger 2010/10/16 19:59:45
Antwort löschenunfug. aber einmal sarrazin geschrieben schon applaudierts kräftig. billig!
BlueSquirrel 2010/10/16 21:40:13
Antwort löschenKomm schon. A bissel Idealismus für den jungen Leser von heut. Da is noch kein Delphin dran gestorben.^^
hulk 75 2010/10/16 22:48:46
Antwort löschenSarrazin ist mir völlig Latte. Ist nur schade das durch die Kritik Leute gebranntmarkt weden denen der Film gefallen hat. Aber was solls..
.
BlueSquirrel 2010/10/16 23:22:51
Antwort löschen@hulk: Hast ja recht. Find den Film übrigens auch ziemlich gut. Hab' mich aber nicht angesprochen gefühlt und auch nicht speziell an Sarrazin gedacht. Ich stimme V.Vega auch nicht bei einem einzigen Punkt zu. Trotzdem ises witzig.
alanger 2010/10/17 00:06:54
Antwort löschendiese art von kritik gehört in die reihe von arroganten statements wie sie mir von den selbsternannten opinion leader dieser gesellschaft (von kanzlerin bis bundespräsi) zur zeit nur so um die ohren gedroschen wird. was auch nicht fehlen sollte ist der hinweis auf den pöbel, auf den rechten rand die dumpfe mitte, etc...
weiter schöner leben (mit der gleichnamigen zeitschrift) am küchentisch ...und wenn das nächste mal die harten arab/türk-boys schwule klatschen ...huch mein gott, wir "ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler" raffen die kulturellen feinheiten nicht.
ich möchte jetzt keine lemminge verletzen, deswegen spar ich mir den vergleich.
diese kritik ist nicht nur dumm, sie ist gefährlich.
ps. "perfide"ist ein wort welches es natürlich schon vorher gab, aber erst durch die nazis wurde aus einem unschuldigen wort ein kontaminiertes, vergleichbar sprüchen wie "jedem das seine".
wenn man mag kann man in LTI nachlesen. für "ideologische Analphabeten".
Hitmanski 2010/10/17 00:22:56
Antwort löschenSchwieriges Thema, weil hochemotional...Dass es bei einer Rhetorik wie Sarrazin sie benutzt, heftigen Gegenwind von allen Seiten geben wird, dürfte wohl die Wenigsten überrascht haben, am allerwenigsten ihn selber - dafür ist er ein viel zu durchkalkulierender Medienprofi und die Diskussion viel zu sehr eine win-win-Läsung für alle Beteiligten, um irgendjemanden als besonders schutzwürdig anzusehen.
Aber fernab der politischen Dimension dieser Debatte, halte ich die Kritik als klar formulierte Antithese zu den, seit jeder als fragwürdig zu betrachtenden, Revenge-Filmchen durch und durch legitim. Die abschließenden Formulierungen zeugen zwar von einem gewissen Händchen in Sachen Journalismus, bedienen sich aber einer sehr absoluten Argumentationsstruktur, und ist insofern nicht soweit von dem entfernt, was man Sarrazin und Co vorwirft.
Trotzdem: Eine waschechte Ideologiekritik ist mit allemal lieber als etwaige WischiWaschi-Rezensionen, die sich um solch diskutable Themen herumdrücken. Meinen Segen hat er :)
Narrisch 2010/10/17 02:15:48
Antwort löschenIch habe den Film vor 20 Minuten gesehen und stelle fest das Mr. Vincet Vega einen anderen Film gesehen habe muss als ich. Der Hauptdarsteller Michael Cain sinniert in keiner Sekunde über Heldentaten im zweiten Weltkrieg. Diese Behauptung ist einfach falsch. Ansonsten möge der Autor dieses Beitrags doch bitte den exakten Timecode angeben. Die Selbstjusitiz ist weder glorifizierend noch in irgendeiner Form pathetisch. Der Film Harry Brown ist kalt, trostlos und alles andere als ein Hohelied der Selbstjusitz. Sonderlich "autoritär" wirkt Michael Caine auch nicht, eher verzweifelt, verbittert und hoffnungslos. Ob Harry Brown ein guter Film ist, ist eine völlig andere Frage, wie man aber dazu kommt in einer Kritik völlig falsche Behauptungen aufzustellen erschließt sich mir nicht.
BlueSquirrel 2010/10/17 02:29:29
Antwort löschen@alanger: Hast ja ebenfalls Recht. Ich habe diesen letzten Absatz einfach irgendwie mit weniger Ernsthaftigkeit aufgenommen als wohl angebracht wäre. Der "Applaus" war kein Applaus meinerseits sondern eher ein: "Da bin ich so anderer Meinung dass es schon wieder lustig ist." Solche Sachen denk' ich halt ab und an.^^ Trotzdem muss sich der Film solche Kritiken gefallen lassen, auch wenn sie wesentlich besser als diese sein sollten. Mein "Kampfgeist" ist wohl gerade auf einem Tiefpunkt.
jollyroger 2010/10/17 03:04:02
Antwort löschenAch, unser Vincent wichst sich doch wieder mal nur einen auf seine plumpe Anhäufung von vermeintlich eloquenten Sprachkonstrukten.
Ich nehm die Pommes rot-weiß, danke!
Mr Vincent Vega 2010/10/17 06:51:39
Antwort löschenAlles Quatsch mit Soße. Tut ma lieber die Möhrchen.
hulk 75 2010/10/17 11:38:06
Antwort löschenEs gibt Kritik und es gibt Selbstdarstellung!!!
Ich stehe mehr auf Kritik.
Ende der Debatte.
alanger 2010/10/17 12:06:37
Antwort löschenzu befehl, mein führer!!!
jardem 2010/10/17 19:18:41
Antwort löschen@ jollyroger: ich kann mich kaum halten vor lachen :D
@ mr vincent vega: ich hab nix gegen dich, ich les nur deine kritiken nicht mehr, weil ich sie eh nicht versteh ;)
cruzha 2010/10/19 07:18:29
Antwort löschenhm. interessante kritik. ich würde sagen: kritiker hat den film nicht verstanden und sarrazins buch nicht gelesen. redet also von zwei sachen und hat von keiner der beiden richtig ahnung. prost!
BlueSquirrel 2010/10/19 07:45:12
Antwort löschen"Möhrchen, eloquent, Führer...nichts verstanden?" Ich enthake mich kurz.
Tarzerix 2010/10/23 00:28:48
Antwort löschenSchließe mich hulk 75 an.
Ich bin ohne Erwartungen und Info an den Film gegangen, und von Michael Caine wiedermal sehr gut unterhalten worden...daß der Film die Welt nicht verbessert ist klar...wer das erwartet, sucht im falschen Medium. Zum über sie Nachdenken hat er jedenfalls ausgereicht...
c8n8b1s 2010/10/25 01:18:04
Antwort löschenTschuldigung? Wie alt seid ihr hier eigentlich alle im Schnitt? Kann es sein dass ihr hier alle etwas zu hitzig und zu jung seid um Filme zu rezensieren?? Sorry, aber ich meinte wirklich alle. Vor allem ist lustig dass keiner mal zu den wirklich relevanten Sachen einer Filmrezension kommt. Ihr diskutiert wie eine Schulklasse. Wollte niemanden beleidigen aber ich kann mich echt nicht zurückhalten und musste mich hier mal registrieren, weil es in der Internetlandschaft immer schlimmer wird mit den Kids die zu allem ihren Senf dazu geben müssen. Man mag ja den Job des Filmkritikers in Frage stellen, aber wenn man ihn macht, dann doch bitte ETWAS gewissenhafter oder mit mehr Würde. Man kriegt ja bei den Kindereien wirklich das Kotzen!
Nur ganz kurz. Ich bin Filmemacher und möchte gern etwas mehr auf den Film hier eingehen: Der Film ist eine Milieu-Studie, die Mut hat für die Kamera unattraktive Neubauten und Betontunnel als Kulisse zu nehmen. Da ich solche Outbags in London in anderen Städten Englands gut kenne, und weiß wie schwer es ist diese für die Kamera spannend einzufangen, kann ich sagen die Kulisse ist gut eingefangen. Sprich: D.O.P. sehr gut! Regie: schlecht. Drehbuch: ein wenig besser als mittelmäßig. Warum Regie schlecht: Nun 1. die Handlungsstränge sind nicht wirklich schlüssig in einander geflochten (Beispiele: warum kommt der Junge am Fluß nicht zurück und erschießt Caine, der gerade an Atemnot zusammenbricht? Wieso sucht die Komissarin Caine auf, als sein Freund gestorben ist?) und 2. sind die Dialoge oft unrealistisch überspitzt. (Die Szene mit dem Drogensüchtigen Waffenhändler und seine kleine Farm wirkten fast wie eine Satire) Die Gangster im Verhör sind auch extrem schlecht inszeniert. So wie Filmemacher sich halt oft Hip Hop Kids mit Knarre vorstellen. Die Rollen hatten bis auf Ausnahmen wenig Tiefe. Das Caine eine Augenweide für die Kamera ist, wo man nur draufhalten muss, ist ein Plus. Aber grundsätzlich (Achtung ideologiefrei!) habe ich schon bessere Rachefilme und auch bessere Milieustudien gesehen. Da reicht die Kulisse nicht aus. Vielleicht war der Fehler dass man beides versucht hat zu mischen. Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich: Die deutsche Synchronfassung war unter aller Sau, und die Kommisarin und ihr Chef eine platte Fehlbesetzung. PS: D.O.P.= Director of Photography, meist der 1. Kameramann der die Bildregie hat.
Liebe Grüße
Mr Vincent Vega 2010/10/25 01:24:00
Antwort löschenGuter Kommentar, allerdings nur bis zur unvermeidlichen "Ich bin Filmemacher"-Pose. Dann wurd's ein Pamphlet im ABC-Stil.
(btw: dass "Filmemacher" und Kritiker Welten trennen, konnte auch die Cahiers-du-cinéma-Bewegung nicht relativieren)
c8n8b1s 2010/10/25 01:49:46
Antwort löschenGenau, aber das ist exakt was eine Kritik nunmal ist oder besser sein sollte: ein Pamphlet im ABC-Stil. Und nicht mehr! Eine Kritik soll nicht unterhaltend sein. Dazu ist der Film gedacht. Ich habe nichts anderes erwartet: Der sachliche Teil missfällt und der emotionale Teil polariersiert. Und dass ich Filmemacher bin, war nicht als "Pose" gemeint (wen's stört der sollte sein Ego-Problem in den Griff bekommen), sondern es war bezogen auf den beruflichen Grund meines Ärgernisses und meine Filmkritik war als schnelle Skizze gedacht in welchem Stil eine Kritik Sinn machen würde. Ich habe ja nicht preisgegeben wer ich bin, oder wie bekannt ich als solcher bin, sondern lediglich damit sagen wollen, dass Kritiker zwar dazu da sind unsere Arbeit zu kritisieren, aber dass es bitte ebenbürtige Leute tun, und man nicht von so ein paar dahergelaufenen Kids ihre ersten Gehversuche in Rhetorik als Kritik um die Ohren bekommt. Das ist einfach entwürdigend für alle Beteiligten. Und ich habe hier nicht die Zeit stundenlang alles im Detail zu erklären.
Und sorry, dein letzter Satz ist ja nun wirklich der größte Schwachsinn den ich seid langem gehört habe! Dass Filmemacher Filmkritiken schreiben, "relativiert" überhaupt nichts, und will es auch nicht, und das wurde auch schon lange vor dem Cahiers-du-cinéma Magazin gemacht und bis heute auch danach. Das liegt daran, dass einen Film zu machen sehr viel Fachwissen erfordert, und ich erwarte von jemandem, der eine Fachkritik äußern möchte, dass er diese Sachkenntnis besitzt. Sonst soll er ein Blog aufmachen und da schreiben warum ihm ein Film gefällt oder nicht. Das ist sein gutes Recht und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber einen Fantasy-Film als "sinn-entlehrt" zu betiteln (Hallo? Fantasie?) - wie es hier z.B. einige machen - und dass dann noch rethorisch als Sachkritik zu verpacken, ohne auf einen einzigen sachlichen Punkt zu sprechen zu kommen: Kamera, Schnitt-Rythmus, Erzählweise, Coloratur, Regie, Soundverhältnis, Synchronisation, Besetzung, Höhepunkte, Szenendramaturgie etc, etc, etc, - und das auf einem Filmportal was "Rezensionen!" anbietet, ist schlicht und einfach dumme Wichtig-Tuerei und nicht gut für diese Webseite!
Mr Vincent Vega 2010/10/25 01:56:22
Antwort löschenDas wird ja immer schlimmer. Jetzt tänzelst du auch noch mit dem langbärtigsten Schwachsinnsargument aller Schwachsinnsargumente daher, nämlich dass jemand nur zu kritisieren imstande ist, der es besser machen könne. Damit umschreibst du unfreiwillig den von mir oben genannten Graben zwischen Filme machen und Filme kritisieren.
So lange ich übrigens nichts von dir gesehen habe, bist du erst einmal Regisseur für mich, nicht Filmemacher. So viel Bescheidenheit muss sein, hm?
Vorsichtiger Tipp am Rande: Bleib mal lieber bei der Regie.
c8n8b1s 2010/10/25 02:05:18
Antwort löschenOh mein Gott. ... Jetzt wird es wirklich langsam peinlich. Ich komme auf diese Webseite weil mich Kollegen gebeten haben, sich das mal anzugucken und ich kann Dir sagen, dem Ruf wird das hier gerecht. Ich werde mir die Mühe sparen dir den sachlichen Unterschied zwischen Filmemacher und Regisseur zu erklären. Das kannst du selber nachschlagen. Und Tipps brauch ich von Dir nicht, weil es mir ganz gut geht :-) Und im übrigen hast du von mir schon einen Film gesehen, zumindest behauptest du das. Aber egal.
Der einzige, der hier tänzelt, bist du mein Junge. Ich habe weder gesagt dass derjenige es besser machen können soll noch habe ich gesagt es gäbe keinen "Graben" um deine schlechte Wortwahl aufzugreifen, zwischen Filme machen und Filme kritisieren. Aber eine Filmkritik und eine Meinung zu einem Film sind zwei grundverschiedene Dinge. Meinungen gibt es wie Sand am Meer, ganz besonder sim Netz der Netze, aber wirklich ernstzunehmende Kritiken nicht. Deshalb gibt es auch nur eine Hand voll Kritikseiten die sich Filmemacher wirklich zu Herzen nehmen. Und glaube mir ... die hier ist es nicht.
Mr Vincent Vega 2010/10/25 02:06:54
Antwort löschenHabe ich auch nie behauptet. Ich bin nur hier, um mich zu profilieren.
c8n8b1s 2010/10/25 02:19:40
Antwort löschenAber kann man es dann nicht auch als solches kenntlich machen? Das wäre zumindest ehrlicher. Ich kann mich auch gut amüsieren bei bewusst unsachlich geschriebenen Meinungen, wenn sie als solches gekennzeichent sind. Und vieles davon hat auch seinen eigenen literarischen Charakter/Wert. Und sie haben auch ihre volle Berechtigung und haben ihre eigene Sparte in der sie als soches auch nciht angreifbar wären. Aber ich würde es dann nicht als Filmkritik oder Rezension bezeichen. Im übrigen: Sich profilieren zu wollen, ist völlig in Ordnung und menschlich. Auch wenn du es wahrscheinlich eher als Provokation gemeint hast. Und mein Hinweis auf das Filmemachen war als Profilierung nicht gemeint und würde auch nur Sinn machen für mich, wenn ich mich zu erkennen gäbe. Was ich wie du sicherlich nachvollziehen kannst, nicht tun werde.
c8n8b1s 2010/10/25 02:40:06
Antwort löschenhey ... davon abgesehen worüber wir hier diskutieren, wollte ich nur sagen: das ist eigentlich nicht meine Art. Irgendwie bin ich übernächtigt und dann werde ich immer etwas dogmatisch in meinen Vorstellungen was aber eigentlich gegen meine wenigen Prinzipien spricht. Also nehm mir nicht alles zu krumm ... War sehr spontan.
Mr Vincent Vega 2010/10/25 04:44:00
Antwort löschenAlles gut. Jetzt haben wir uns ja eh lieb. :)
duffy 2010/10/31 12:21:43
Antwort löschenIst ja der Hammer. Darf sich denn wiklich jeder Regisseur schimpfen der mal mit Papas Digitalkamera durch die Gegend marschiert?
SamHook 2011/03/12 06:28:30
Antwort löschenFinde es etwas Arrogant die Moral eines Filmes zu bewerten und gleich zu setzen mit seiner Qualität. Zudem muss man sagen du hast Sarrazin wohl weniger gelesen und dafür umso mehr gehört. Auch das ist in diesem Kontext etwas Arrogant weil du es hier als Bewertung für eine Gruppe von Menschen einfließen lässt. Ansonsten bleibt es jedem selbst überlassen wie er einen Film findet, aber Gott behüte dass ich nurnoch Filme gut finden kann welche meine eigenen Moralvorstellungen wiederspiegeln. Für mich kein Qualitätsmerkmal. Man sollte sich immer auch fragen was wirklich das Ziel des Films ist und ich denke nicht das es das ist Leute zur Selbstjustitz aufzurufen. Wobei die Eindimensionalität hier sicher anzuprangern ist und in der Tat einen Abzug in der B Note bedeutet.
Mr Vincent Vega 2011/03/12 06:35:19
Antwort löschenEs ist nicht mein Ziel und kann auch kaum Ziel der Filmrezeption sein, gesinnungsrelevante Abgleichungen vorzunehmen. Dass HARRY BROWN kreuzreaktionär ist, kann aber nicht salopp abgetan werden. Es wäre ja in Ordnung, wenn er eine bestimmte, an liberalen Maßstäben vorbei zielende, unbequeme Wertvorstellung sinnlich vermittelte, aber er stützt sich leichtfertig auf einen uralten Genrediskurs (Selbstjustiz), ohne neue Erfahrungen mitzuteilen - stattdessen macht er nichts anderes, als auch die Produkte einer linken Weltverbesserungsideolgie, nämlich die eigene unrechtsstaatliche Bequemlichkeitsfantasie mit Spannungskino adeln zu wollen. Also vollkommen überflüssig.
SamHook 2011/03/12 18:56:40
Antwort löschenWie gesagt steht es jedem frei einen Film gut oder schlecht zu finden. Bin da aber anderer Meinung was die Bewertung der Moral an sich betrifft (siehe oben bei Hitmanski mehr ausgeführt) und deren Einfluss auf eine Bewertung eines Films. Aber das nur am Rande. Wirklich störend fand ich eher die Wortwahl die Wissen suggerieren sollte aber wie wohl schon öfter gennant gerade auch im Fall Sarrazin eher am Thema vorbei ging. Auch beim letzten Kommentar kann ich nur sagen das Selbsjustitz sicher nichts ist was in einem linken Weltbild seine Begründung finden kann. Hierfür empfehle ich mal Marx zu lesen oder Kafka wirklich zu verstehen. Und zu Liberalismus kann ich nur mit einem Zitat von Nitzsche antworten: „Jedem das Seine geben. Das wäre die Gerechtigkeit wollen und das Chaos erreichen.“ Aber das ist für mich eben eher Politik als Film.
Minority 2011/03/25 01:32:48
Antwort löschenWir sind es ja gewohnt deine polemischen Äusserungen mit einem Augenzwinkern zu lesen, allerdings sollten gerade, als sogenannter Kritiker, deine geistigen Ergüsse doch etwas handfester sein. Zuallererst finde ich es peinlich, wenn man als eine Person die sich offenkundig als intelligenter und besser ansieht, Weißheiten der Bild-Zeitung glaubt und das Wissen über ein gewisses Buch aus Hetzkampagnen bezieht. Ich wüßte ansonsten nicht wie du auf die Idee kommst Sarrazins Werk mit diesem Film in Verbindung zu bringen. Hst du auch nur eine Zeile aus dem Buch gelesen? Zum anderen frage ich mich ernsthaft was weniger ausgeprägt ist, dein Aufmerksamkeitsvermögen beim Film gucken oder dein historisches Wissen. Harry redet von einem Kampf gegen die Nordiren, ich glaube nicht das England im zweiten Weltkrieg gegen Nordirland gekämpft hat, du kannst mich gerne eines besseren belehren. Zuletzt kommen wir zu dem Punkt der maßlosen Überzogenheit. Bist du schonmal nachts durch Duisburg Marxloh gelaufen? Oder warst du schonmal im Norden von Berlin Neuköln zu später Stunde? So überzogen ist die Darstellung gar nicht mehr. Nur weil du in deinem wohlbehüteten Heim davon nichts mitbekommst? Ich kann dir gerne mal die Welt zeigen. Ein Loblied uf einen Amoklauf ist dieser Film ganz sicher nicht, ich denke eher das der Regisseur auf die Problematik und die Gefahren aufmerksam machen möchte. Der Pöbel erträgt Angst nur bis zu einem gewissen Grad, dafür gibt es doch die ganze Propaganda in den USA z.B. Damit wir wohlbehütet nachts in unserem Bett schlummern.
duffy 2011/03/25 01:42:28
Antwort löschenAntwort gefällt mir.
Mr Vincent Vega 2011/03/25 02:12:55
Antwort löschenJetzt fehlt eigentlich nur noch ein saftiger Rundumschlag gegen Kinderschänder mit der Forderung nach öffentlichen Abschusslisten und gleichzeitiger Abkanzelung aller Gegner als liberale Gutmenschen und wir fertig ist der populistischste Meinungstausch seit Markus Lanz. Gratulation.
Grüße aus - by the way - Neukölln
Mr Vincent Vega 2011/03/25 02:17:40
Antwort löschenAber schöne Tattoos, Minority. Sexy.
duffy 2011/03/25 02:19:30
Antwort löschenKinderschänder töten ist immer gut.
Mr Vincent Vega 2011/03/25 02:21:24
Antwort löschenDass du das findest, weiß ich schon. Deshalb ist so ein Film wie HARRY BROWN auch genau das richtige für dich. Gesinnungsunterhaltung für Rechtsstaatsverächter.
duffy 2011/03/25 02:23:14
Antwort löschenKein Grund für Komplimente. :)
Mr Vincent Vega 2011/03/25 02:27:48
Antwort löschenSchon okay, haste dir redlich verdient. :*
duffy 2011/03/25 02:30:52
Antwort löschenIch weiß. :>
Minority 2011/03/25 11:15:30
Antwort löschenDie Rundumschlagdiskussion wollte ich dann bei Hard Candy ansetzen, die hat hier nunmal nichts zu suchen ;)
Ich bin kein verfechter der Selbstjustiz (naja, manchmal gedanklich schon HAHA), allerdings halte ich es für nötig das solche Themen behandelt werden und nicht heruntergespielt werden. Gerade wenn du in einem *Brennpunkt* (was ein scheiß Wort) wohnst solltest du wissen das es gar nicht mehr so weit weg von der Realität ist.
Du bist allerdings nicht darauf eingegangen ob du "Deutschland schafft sich ab" gelesen hast oder ob deine Meinung auf Zeitungsartikeln basiert. Das würde mich schon interessieren.
Danke, die Tattoos sind in Arbeit.
;)
Mr Vincent Vega 2011/03/25 17:19:30
Antwort löschenIch wohne dort nicht, aber ich bin da so wie gestern relativ oft. Mehr kann ich jetzt nicht sagen, deine Tattoos blenden mich. Da wird HARRY BROWN gleich ganz uninteressant.
Minority 2011/03/25 22:43:57
Antwort löschenDer Herr Veag ist der König wenn es darum geht auf ihm unangenehme Dinge nicht einzugehen. ,Wenn du meine Frage beantwortest schicke ich dir per E-Mail auch ein pribvates Bild mit allen Tattoos...
Hitmanski 2011/03/25 22:59:52
Antwort löschenDa mein Mailfach bombadiert wird, komme ich ja nicht umhin, auch einmal ein paar Worte zu sagen: Zumindest ich habe besagtes Buch überflogen, bzw. so gelesen, wie man Bücher liest, die einen nur peripher tangieren, und letztlich verwundert vor allem die Verklärung des Buches als Volltext. Das Buch vertritt nunmal jene Thesen, die sich am nächsten Tag auch in der BILD fanden - ausführlicher, argumentativ in sich geschlossener - all das stimmt zu einem gewissen Teil, ändert aber nichts an dem strittigen Inhalt (der in Buchformnur deshalb einiges von seiner Kontroverse verlieren mag, weil er mit bräßiger Pseudo-Wissenschaftlichkeit vorgetragen wird).
Kurzum: Man muss Sarrazin nicht gelesen haben, um sich mit seinen Meinungen auseinanderzusetzen - die Quintessenz und den Tenor konnte jeder in der Tagespresse (die ja nun auch nicht nur aus der BILD besteht) nachlesen, ohne im Vergleich mit dem Buch essentielles verpasst zu haben.
Außerdem: Soviel Aufstand um zwei Wörter in einem gesamten Text...
alanger 2011/03/25 23:18:18
Antwort löschen"Man muss Sarrazin nicht gelesen haben, um sich mit seinen Meinungen auseinanderzusetzen - die Quintessenz und den Tenor konnte jeder in der Tagespresse (die ja nun auch nicht nur aus der BILD besteht) nachlesen, ohne im Vergleich mit dem Buch essentielles verpasst zu haben." ist blödsinn.
Hitmanski 2011/03/25 23:24:58
Antwort löschenIst es nicht, weil dem Buch auch fernab irgendwelcher polemischer Verkürzungen ausführliche Auseinandersetzungen widerfahren sind, zum anderen muss Zeitgeschehen immer kommentiert werden dürfen, auch ohne 100%ige Einzelkenntnis - man muss ja auch kein Afrikaexperte sein, um eine Meinung zu Gaddafi zu haben - und mehr als eine Fußnote ist dieser kleine polemische Seitenhieb im Text ja nun wirklich nicht.
Minority 2011/03/25 23:34:05
Antwort löschenZum einen ist Herr Vega auf eineige andere Teile meines Kommentars auch nicht eingegangen (eigentlich hat er nur gesagt er wäre aus Neuköln, das wars)
Zum anderen hat es mich nunmal interessiert ob da nur ein momentraner Sündenbock genutzt wird um seiner Kritik noch mehr... sagen wir Intelekt zu verleihen . Ich habe das Buch komplett gelesen (ohne es blind zu glauben). Es geht nunmal fast gar nicht um Judengene oder Gene allgemein und viel von dem was er beschreibt ist richtig und auch ein Problem in Deutschland (Nein, ich rede nicht nur von Moselms oder ähnlichem) Der Inhalt ist eigentlich gar nicht so strittig, er ist nur Tabu.
Hitmanski 2011/03/25 23:48:14
Antwort löschenWollte einer Antwort von Vega ja auch nicht vorweggreifen, sondern war nur darüber verwundert, dass man sich so an diesen zwei Wörtern aufhängt.
Im Übrigen ist dieser Dialog doch sehr symptomatisch für die ganze Diskussion: Die vermeintliche Hetzjagd auf Sarrazin und seine Thesen ist eine reine Schimäre, denn - genau wie hier auch - folgte auf jede kritische Auseinandersetzung und jede Polemik (die es ja ganz unbestritten gab), sofort der Versuch, eben diese zu widerlegen. Seine Thesen sind strittig - schon alleine weil es durchaus eine Gegenposition gibt, die sie sehr konsequent ablehnt - aber er ist keinesfalls der "Tabubrecher", als der er inszeniert wird: Abgesehen vom seinem schlicht unüberlegten Judengen-Part wurden doch alle Probleme über Unterschicht, Bildungsmisere, Einwanderung, Parallelgesellschaft usw. mannigfaltig diskutiert - von den Stammtischen bis hin zum Feuilleton, wenn man manchen Umfragen glauben darf, entsprechen seine Ansichten sogar denen einer Bevölkerungsmehrheit (was allerdings auch schon vor der Veröffentlichun des Buchs der Fall war) - Tabu sieht für mich anders aus.
Wenn man Sarazzin eines zu Gute halten will, dann wohl sein Talent dafür, das alles in einem einzigen Buch zu bündeln...
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Mr Vincent Vega 2011/03/25 23:54:37
Antwort löschenIch habe das Buch weder gelesen noch interessiert es mich. Es ist doch offensichtlich, dass der Schlusssatz reine polemische Würze ist. Es handelt sich hier um einen Kurzkommentar, keine Kritik. Den habe ich auch nur so just for fun geschrieben. Alles halb so wild.
Und jetzt bitte das Photo. :D
SamHook 2011/04/04 12:21:56
Antwort löschenDer Inhalt war zumindest unter Politikern teilweise Tabu, wie man an den Reaktionen sah. Übrigens finde ich Sarzzin ist einfach kein guter Schreiber und provoziert einfach auch an gewissen stellen bewusst, ist aber kein Volksverhetzer oder Rassist wie eben in vielen Tageszeitungen behauptet wurde, daher sollte man das Buch eben doch gelesen haben wenn man es als Beispiel zu Rate zieht. DAS wäre nämlich sonst wirklich populistisch wie weiter oben geschrieben;) Fand Minoritys ersten Kommentar nämlich wirklich vielfältiger als das. Aber lassen wirs gut sein, hat im Grunde ja nichts im Film zu suchen und den darf ja auch jeder selbst bewerten.
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschen„Harry Brown“: Die Titelrolle wird von niemand Geringerem verkörpert als Schauspiellegende Michael Caine, der seiner Figur eine beeindruckende Tiefe verleiht, und damit gleichzeitig den gesamten Film trägt. Dabei ist der irreführende Catchphrase „King of Cool“, mit dem er und seine titelgebende Figur u.a. auf dem DVD-Cover beworben wird, gänzlich unpassend, denn mit „Harry Brown“ haben wir es glücklicherweise und allen meinen Befürchtungen zum Trotz nicht mit einer üblichen, Action-fixierten oder eben „coolen“ „Ein Mann sieht rot“-Variante zu tun.
„Harry Brown“ zeigt hingegen durchaus realistisch und nachvollziehbar, wie ein alternder, gebrochener Mann, der Familie und Freunde verloren hat und nun nichts mehr übrig ist, was er zu verlieren hätte, das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Von Zweifeln ebenso zerfressen wie von Verzweiflung und Wut getrieben, rächt Harry Brown die brutale Ermordung seines letzten noch lebenden Freundes durch kompromisslos…
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSchon allein der Name des Hauptdarstellers ist vermutlich für viele Leute Grund genug, sich diesen Film anzusehen, aber Michael Caine ist nicht nicht das einzig sehenswerte an 'Harry Brown'. Harry (Caine) lebt in einer englischen Sozialsiedlung, mit der es langsam bergab geht. Nach dem Tod seiner Frau bleibt dem Rentner nur noch sein bester Freund Leonard (David Bradley), der sich von einer Jugendgang bedroht fühlt. Als Leonard getötet wird, verzweifelt der hochdekorierte Exsoldat und sinnt schließlich auf Rache.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenRegisseur Barber hat ein sehr gutes Gefühl für die Tristesse und die Einsamkeit, aber auch für das Bedrohliche in den ärmeren Vierteln des modernen London. In dieser Stimmung entfaltet er ein Selbstjustizdrama von enormer Sogwirkung. Die Bilder sind auf subtile Art exzellent ausgesucht, und die Tonspur beeindruckt mit unterschwelligem Rauschen wie auch beängstigendem Dröhnen und darüber hinaus ausgezeichneter Musik. Stärkste Szene: Browns erster selbstgewählter Einsatz - eine Sequenz voll dräuender Spannung, die sich mehr und mehr zu entladen droht.
Dabei kann man dem Film schon vorwerfen, daß er die Fans brutaler Rachethriller zufriedener stellt als jene der akkuraten Sozialstudie, aber HARRY BROWN stellt trotzdem die wichtigen Fragen oder wirft sie zumindest auf. Natürlich ist dies Michael Caines Show, der wieder einmal mit Würde als Zentrum eines Films thront und wie kein Zweiter Trauer und Schmerz, aber auch Zorn spielen kann.
Schwachpunkte: Das schlappe CGI-Blut im Finale und die krass fehlbesetzte Emily Mortimer als wohl jämmerlichste Polizistin der Filmgeschichte. Und Browns Wandel vom Trauernden zum eiskalten Racheengel kommt auch etwas schnell.
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Graf Krolock 2010/11/28 20:02:27
Antwort löschenDanke für den Kommentar. Das passt!
der cineast 2011/07/27 17:52:47
Antwort löschenTrotzdem ne 8,5? Julio Julio.
Kommentare (113) — Film: Harry Brown
Kommentar schreibenIznogoud 2012/01/31 15:01:30
Kommentar löschenMit intensiven Bildern und angepasst undaufdringlicher Filmmusik arbeitend, von Sir Michael Cain (den zu loben überflüssig ist, das ist im Bezug auf diesen Film schon zu Genüge und zu Recht geschehen) hervorragend getragen, in seiner Botschaft allerdings eher undifferenziert und bei einem Publikum, das nicht ausreichend reflektiert, mit Sicherheit nicht richtig aufgehoben, ein Film also für Jene, die einen solchen Streifen nicht nur konsumieren.
Mein Rat: nicht nur einmal gucken.
Handwerklich unbestreitbar hochklassig, nah am Zeitgeist, wenn auch streitbar in seinem Mangel an kritischer Selbstreflexion.
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Taucher 2012/01/09 12:06:31
Kommentar löschenWirklich ein zutiefst aufwühlender und beeindruckender Film. Michael Caine als Racheengel, eigentlich wider Willen. Doch jederzeit fühlt man mit ihm und kann seinen gewählten Weg verstehen. Und er kommt nicht als Ein-Mann-Armee an, sondern nur als Mann, der genug davon hat, die Augen zu verschliessen vor grausamen Teenagern und einer unfähigen Polizei. Das ganze hat mich ein wenig an Gran Turino erinnert, jedoch ist die Atmosphäre hier noch dichter.
Ich kann nur eines sagen: Beeindruckend !!!
Jederzeit wieder !!!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Commentator 2012/01/09 12:19:36
Antwort löschen"Das ganze hat mich ein wenig an Gran Turino erinnert, jedoch ist die Atmosphäre hier noch dichter."
Ist zwar eine absolut gegensätzliche Lösung, die die Hauptcharaktere erarbeiten, aber egal...
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Wadschikan 2012/01/09 12:34:49
Antwort löschenDer Film ähnelt doch nicht Gran Torino ...
Hast du den überhaupt gesehen ?
Taucher 2012/01/10 12:27:05
Antwort löschenKlar ähnelt der dem. Es geht ein alter Mann auf Rachefeldzug, weil in seiner Nachbarschaft die Dinge aus dem Ruder laufen. Ist doch grundsäzlich der gleiche Ansatz. Okay, Clint lässt sich erschiessen, aber der Grundtenor ist der gleiche.
janissl 2012/01/02 23:06:14
Kommentar löschenWo "Gran Torino" am Ende alles richtig macht, macht "Harry Brown" alles falsch.
Und das ist wirklich schade, schließlich mag ich Michael Caine und mochte eigentlich auch diesen atmosphärisch dicht erzählten Rache-Thriller, dem ich seine Schwarz-Weiß-Malerei durchaus verziehen hätte, hätte er sich nicht durch seine allerletzte Einstellung freiwillig und ohne Not in eine derart reaktionäre Ecke gestellt, dass Maggie Thatcher wohl ihre wahre Freude gehabt hätte.
Insofern sind die fünf Punkte eigentlich zuviel und nur meiner großen Verehrung für Sir Michael Caine geschuldet.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
BlueSquirrel 2012/01/03 00:10:19
Antwort löschenIch find das alles langsam eher progressiv. Is ja schon ne Weile her mit dem "reaktionär". ;)
janissl 2012/01/03 00:19:33
Antwort löschenAlte Männer töten Teenies und säubern so nachhaltig ihre Nachbarschaft...
"Progressiv" ist jetzt nicht das erste Wort, dass mir dazu einfällt. "Reaktionär" ist vielleicht ein bisschen durchgenudelt, aber wenns passt, passts.
BlueSquirrel 2012/01/03 00:23:42
Antwort löschenEs ist progressiv zuzugeben dass ein sehr ernstes Problem besteht. Sonst kann man den Film natürlich finden wie man will.
janissl 2012/01/03 00:37:42
Antwort löschenBitte ersetzen sie "progressiv" durch "selbstverständlich". Und der hier dargestellte Lösungsansatz ist nunmal leider unfassbar beschissen ;)
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BlueSquirrel 2012/01/03 00:39:48
Antwort löschenDem zweiten Satz stimme ich zu. DAS allerdings ist wiederum selbstverständlich. ;);)
janissl 2012/01/03 00:57:27
Antwort löschenAlter!!! Wo ist denn dann dein Problem? :):):)
aberaber 2011/12/30 17:55:59
Kommentar löschenSpannender Thriller mit einem hervorragenden Michael Caine
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lohseju 2011/12/28 11:37:08
Kommentar löschenAlso...Michael Caine: der Hammer!!! Und übrigens...absoluter Film für Fans von Gran Tarino!
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SoulReaver 2011/12/07 16:28:18
Kommentar löschen„Er war schon bei der Polizei und was war? NICHTS!“
Fast täglich hören wir in den Nachrichten wie Jugendliche auf der ganzen Welt ohne Halt wüten. Sie verprügeln Rentner und Frauen und das aus den unsinnigsten Gründen. Jugendliche die ihren Satz mit "Alter" beginnen und mit Schlägen beenden (nicht selten auch andersrum). Menschen die die Welt nicht braucht und die leider viel zu selten die Strafe bekommen, die sie auch verdient haben. In 'Harry Brown' von 2009 geht es genau um dieses Thema und um einen älteren Mann, der sich diesen Scheiß nicht länger gefallen lässt und die Probleme selbst aus dem Weg räumt.
Der Witwer Harry Brown lebt in einem der übelsten Viertel Londons, in dem vor allem die Jugendkriminalität immer schlimmere Ausmaße angenommen hat und man bestimmte Gegenden zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr aufsuchen kann. Als sich Harrys bester Freund Leonard gegen eine Jugendgang wehrt, wird er prompt umgebracht. Von da an verändert sich Harry, kauft eine illegale Waffe und bringt Dealer und Kriminelle zum Schutz von sich und anderen um. Das hat natürlich Folgen, denn sowohl die Medien als auch die Polizei und die Kriminellen reagieren auf die Taten des ihnen Unbekannten.
Der graue Londoner Plattenbau in dem Harry Brown seinen Lebensabend verbringen will und der durch das Verhalten der Jugendlichen immer mehr in das pure Chaos gestürzt wird ist in gleichermaßen erschreckenden und realistischen Bildern von Kameramann Martin Ruhe festgehalten worden. Hier gibt es keine bunten Farben, auch die Sonne gibt keine Wärme. 'Harry Brown' wird von Einsamkeit, Brutalität und Rache dominiert und genau das übertragen die Bilder auch auf den Zuschauer. Auch der Soundtrack wurde den düsteren und bedrohlichen Ton des Films angepasst und erzeugt zusammen mit der starken Optik eine äußerst dichte und beengende Atmosphäre.
Sir Michael Caine übernimmt die Rolle des Harry Brown und spielt somit natürlich die größte und wichtigste Rolle im Film. Caine der immer gute bis grandiose Leistungen gebracht hat überzeugt in 'Harry Brown' wieder einmal durch sein tolles Schauspiel. Caine meistert die Facetten des einsamen Mannes, zurückgezogen in Trauer und der immer steigenden Wut die ihn zum brutalen Racheengel werden lässt. Ohne weiteres spielt Caine jeden der anderen Schauspieler an die Wand. In weiteren Rollen überzeugen Emily Mortimer als Alice Frampton, David Bradley als Leonard und Ben Drew als Gangführer Noel, können es aber, wie gesagt, bei weitem nicht mit Caine aufnehmen.
Wer kennt sie nicht? Die Großschnauzen am Bahnhof oder in den U-Bahnen. Mit den Hosen in den Kniekehlen, die Handymusik bis zum Anschlag aufgedreht, damit man ihre furchtbare House oder HipHop-Mukke schon aus der Ferne wahrnimmt und genervt die Augen verdrehen kann. Natürlich rauchen und saufen sie alle und personifizieren die Coolness damit. Irgendwo furchtbar unangenehm, aber doch noch erträglich. Wenn dann aber besagte Großschnauzen beginnen aus Langeweile hilflose Menschen ins Krankenhaus oder direkt in die Leichenhalle prügeln, hört das unverständnisvolle Kopfschütteln auf. Und wenn der Staat nicht in der Lage ist diese Verbrecher zu bestrafen, wünschen wir uns doch alle irgendwie jemanden der die Zügel in die Hand nimmt und versucht etwas zu bewirken. Vielleicht mag das auch nur wenig bringen, aber irgendwo ist es doch ein kleiner Aufruf, ein Zeichen dafür, dass man sich nicht alles gefallen und ansehen kann. Gewalt erzeugt eben in jedem Fall Gegengewalt.
Daniel Barber setzt hier mit seinem Film an und könnte kaum aktueller sein. Zuerst tauchen wir einfühlsam in den fantastisch gezeichneten Charakter Harry Brown. Ein Mann der die letzten Menschen die ihm noch blieben verliert und völlig verlassen im Leben steht. Er liegt in seinem Ehebett, die Hand wandert zur Bettseite wo sonst seine Frau lag. Brown sitzt am Frühstückstisch, der verlassene und leere Blick gefüllt mit purer Trauer. Schon nach wenigen Minuten mit Brown ist er uns einfach direkt sympathisch und wir fühlen direkt mit ihm. Dabei fängt der Film eigentlich mit einer schonungslos-schockierenden Handcam-Sequenz an, die dem Zuschauer direkt ins kalte Wasser wirft. Doch das war nur der Anfang, auch im übertragenen Sinne. Nachdem Brown's letzter Freund von den Jugendlichen brutal umgebracht wird, brennt Brown die letzte Sicherung durch und er ist an dem Punkt angekommen, an dem nichts mehr zu verlieren. Brown braucht nur aus dem Küchenfenster schauen und er sieht den puren Hass auf den Straßen. Also geht er los und besorgt sich eine Pistole. Die Szene in der er zu den Waffenhändlern geht und tief in eine der abgestumpftesten und schrecklichsten Welt eintaucht ist an Abgründigkeit kaum noch zu schlagen. So zieht Brown nun durch die Nächte und macht keine Gefangenen. Hier an dieser Stelle die Warnung: zarte Gemüter werden in jedem Fall auf eine der härteren Proben gestellt, allein wegen der Brutalität verschiedenster Szenen oder auch wegen der Lage an sich, die sich immer mehr zuspitzt. Natürlich ist das moralisch extrem Fragwürdig und natürlich ist unser Harry Brown in seinem Vorgehen selbst ein Verbrecher. Aber stört mich das in diesem Fall? Kein bisschen. Ich kann ihn ja irgendwie verstehen, irgendwann geht es einfach zu weit. Man kann sich ja viel rausnehmen, aber die Grenzen wurden lange überschritten. Das 'Harry Brown' natürlich ordentlich vom großen Genre-Vater 'Ein Mann sieht rot' abguckt wird schnell klar und das ebenfalls irgendwo die Originalität in der Story fehlt sollte auch bewusst sein. Aber ich für meinen Teil hatte kein Problem damit, im Gegenteil, da ich auch ein großer Fan solcher Themen bin.
Fazit: Mit 'Harry Brown' inszeniert Barber einen Film über einen Mann der in die Ausweglosigkeit getrieben wird und das Gesetz selbst in die Hand nehmen muss. 'Harry Brown' ist absolut schonungslos, brutal und eindringlich dargestellt und überzeugt dazu noch durch sein starkes depressives und pessimistisches Auftreten und der genialen Darstellung von Michael Caine. Ein Film der die Meinungen wieder mal spalten wird. Ich für meinen Teil fand ihn großartig.
„So was passiert wenn man seine Waffe nicht ordentlich pflegt.“
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stuforcedyou 2011/12/07 16:41:50
Antwort löschenNice :)
duffy 2011/12/07 16:47:48
Antwort löschenAbsolut! :)
SoulReaver 2011/12/07 18:24:10
Antwort löschenIch danke! :)
seven 2011/12/07 18:41:12
Antwort löschenKlasse Kommentar! :)
SoulReaver 2011/12/07 18:43:59
Antwort löschenDanke mein Lieber! :)
Kreaexo 2011/12/07 20:02:32
Antwort löschenGroßartiger Kommentar über einen der besten Filme aus dem Jahr 2009. Sehr gut geschrieben.
Hab' 'Harry Brown' zwar schon 6x gesehen, werd' ihn mir heute Abend aber wahrscheinlich nochmal ansehen. (:
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SoulReaver 2011/12/07 20:14:48
Antwort löschenDanke für das große Lob :)
Da wünsch ich dir doch viel "Spaß" :)
MovieMonster 2011/12/08 10:34:51
Antwort löschenWow, klingt sehr interessant... der ist ja mal sowas von vorgemerkt.
the assassin 666 2011/12/02 22:01:09
Kommentar löschenRuhig erzählte Selbstjustizgeschichte mit einem brillantem Michael Caine, einer authentischen Location, und nicht so überzeichneten Gangstern, die wirken eher glaubhaft für mich. Nur manchmal hätte ich mir etwas mehr "Schwung" gewünscht denn er wirkt streckenweise etwas "müde". Ich hätte dem Film gerne mehr Punkte geben.
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VisitorQ 2011/12/02 19:25:38
Kommentar löschenDer Film nimmt sich selbst ein wenig zu ernst und trägt etwas dick auf. Davon aber einmal abgesehen ein schöner Rachefilm. Batman sollte der Diener von Michael Caine sein, nicht umgekehrt.
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Biersepp 2011/10/06 21:47:07
Kommentar löschenIm Prinzip erfüllt der Film alles, was man sich wünscht und doch tut er es nicht so, wie man es sich wünscht.
Schon nach kurzer Zeit wird klar, worauf der Film abzielt. Die verkommene Jugend wird ebenso akribisch dargestellt, wie jede Facette des alternden Protagonisten und schnell hat man die Personen im Film in Schubladen gesteckt: gut, böse, böse, böse, gut, ...
Bald darauf stellt man dann fest, dass jetzt genug Unrecht geschehen ist. Man erwartet Rache; klar. Aber an diesem Punkt fehlt etwas. Der Film stellt zu viel Handlung und zu wenig Emotionen dar. Man kann zwar genau mitverfolgen, wie Harry versucht seine Ziele zu erreichen, aber hier fehlen die Emotionen, die Gewissensbisse, das ganze drum herum oder all das kann schlicht und einfach nicht vermittelt werden.
Um es auf den Punkt zu bringen: die Handlung wirkt steif, emotionslos. Dabei stört es nicht einmal so sehr, dass man den ganzen Handlungsverlauf recht schnell vor Augen hat. Aber er ist zu wenig zielführend. Vor allen Dingen weil das Ende enttäuscht. Letztendlich stimmt einfach was nicht...
Aber: Der Film geht nicht komplett spurlos am Zuschauer vorbei. Wenn es nicht die Thematik ist, die einen berührt, dann ist es die (Bild)gewalt. Auch Michael Caine macht alles richtig...
Unterm Strich kann man getrost von einem soliden und unterhaltsamen Rache-Thriller sprechen, der leider nicht an die Qualität eines "Gran Torino" heranreicht.
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AlArenal 2011/09/26 14:48:32
Kommentar löschenIn einer dem Alter der Hauptfigur angemessenen Ruhe erzählt Regisseur Daniel Barber in "Harry Brown" die Geschichte des gleichnamigen Rentners (Michael Caine), der in einem Problemviertel Süd-Londons nach persönlichen Schicksalsschlägen das Recht in seine eigene Hand nimmt.
Barber gelingt es dabei den Film nicht zu einer bloßen Variante von Klassikern wie "Ein Mann sieht rot" verkommen zu lassen. Handlung und Figur bleiben durchweg erschreckend realistisch. Da es sich nicht um ein temporeiches Actionspektakel handelt kann Barber es sich erlauben Figuren, Orte und Szenen detailreich zu zeichnen, was dem Film eine sehr dichte düstere Atmosphäre verpasst.
Harry Brown ist trotz seines Backgrounds als Soldat in Nordirland keine unverletzbare Klischee-Ein-Mann-Armee, sondern bleibt ein alter Mann dem im Leben nur mehr seine Moral geblieben ist und eben jene Erfahrungen und Fertigkeiten aus einer längst vergessenen Zeit.
Der Film lebt von seiner dichten Atmosphäre, seiner Glaubwürdigkeit und wird getragen von einem exzellent aufspielenden Michael Caine.
P.S.: Einziger Kritikpunkt den ich beinahe vergaß: Das CGI-Blut hätte es wirklich nicht gebraucht.
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Benni-THE-KING 2011/08/15 12:36:53
Kommentar löschenunangenehmer Film
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Sufboy911 2011/08/14 23:41:31
Kommentar löschenÄhnliche Story wie bei Gran Torino nur krasser und düsterer, mehr Atmosphäre kommt auf- kommt aber nicht ganz an die Regieführung von Clint Eastwood an;
absolut sehenswert!
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Phisto 2011/10/01 17:11:26
Antwort löschenDu Sprichst mir aus der Seele ;)
charlychap 2011/08/06 17:47:41
Kommentar löschenIn meinen Augen ein kleines Meisterwerk! Als Zuschauer konnte ich von Anfang das düstere Statement des Film nachvollziehen und mitverfolgen. Die trostlose und triste Umgebung macht den ganzen Film nur noch stärker in seiner Aussage. Dazu kommt noch ein sehr guter Soundtrack und das Paket ist komplett...
Definitiv sehenswert und in meiner Dvd-Sammlung ein Favorit!
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Chris12zero 2011/07/27 20:19:14
Kommentar löschen"... du hättest dem Mädchen wirklich einen Krankenwagen rufen sollen ..."
[Attention: Leichte Spoiler vorhanden !!]
Als Rentner hat man es nicht einfach ...
Schon gar nicht, wenn man in einem trostlos tristen, englischen Viertel wohnt, einsamer Witwer ist und kürzlich den besten Freund an gewaltbereite junge Rowdies verloren hat, die die Nachbarschaft tyrannisieren, demütigen und selbst vor Mord nicht zurück schrecken !!
Der Machtlosigkeit der Behörden zum Trotz hat Michael Caine davon die Schnauze voll und greift beinhart und konsequent zur Selbstjustiz, denn als alter Navy-Haudegen hat er es immer noch drauf !!
Nachdem "Harry Brown" ziemlich schleppend aber in berührender Bildsprache beginnt, entwickelt sich das Drama im Verlauf zu einem teilweise harten Stück Selbstjustiz-Rachethriller, in dem Michael Caine in gewohnter Manier auf ganzer Linie brilliert !!
In düsteren und teilweise beklemmenden Bildern entwickelt sich eine unbehagliche Atmosphäre, die aufwühlend ihren konsequenten Weg bis zum bitteren Ende geht, in der es nur Verlierer geben kann !!
Fazit: Oldie but Goldie - Michael Caine hat's beinhart drauf !! Top !!
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Murphante 2011/07/28 18:06:29
Antwort löschenIch fand den einfach nur langweilig ... Gran Torino rockt ... les mein Kommi zu diesem Streifen =(
Chris12zero 2011/07/28 20:08:22
Antwort löschenHast ihm aber immerhin noch 'ne 7,0 gegeben !! ;)
Hab ich längst gelesen !! ^^
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Murphante 2011/07/31 11:26:15
Antwort löschenalsooo wie die 7 da hin kommt ist mir unbegreiflich ...
kann mich nicht daran erinnern den Film so hoch bepunktet zu haben
der ist sogar aus meiner DvD Sammlung achtkantig rausgeflogen :P
Chris12zero 2011/07/31 22:48:37
Antwort löschenOch echt ?? ... hhmm, ich find ihn klasse, vor allem dank Michael Caine !! ;)
Kreaexo 2011/07/19 14:38:26
Kommentar löschenEiner der düstersten Thriller, die ich jemals gesehen habe.
Michael Caine brilliert. Ich hätte nie gedacht, dass ein Butler so knallhart und auf zack sein kann.
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Mister L 2011/07/11 00:35:32
Kommentar löschenAlso ich muss sagen mich hat der Film etwas enttäuscht. Irgendwie hatte ich doch mehr erwartet. Leider schafft es der Film über die gesamte Länge nicht immer seine Spannung zu halten und auch das Ende fand ich nicht besonders. Aber vielleicht hatte ich auch einfach ein bisschen falsche Erwartungen. Ansonsten ist der Film gut gemacht, Caine spielt sehr gut und insgesamt schafft es "Harry Brown" doch auch den Zuschauer etwas aufzuwühlen. Für einen ansonsten ungenutzten Abend meiner Meinung nach durchaus brauchbar, allerdings weiss ich nicht ob ich mir den Film so schnell ein zweites Mal angucken würde...
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Murphante 2011/06/28 22:00:13
Kommentar löschenAlso eins vorweg ...
Ich habe lange Zeit die Finger von dem Film hier gelassen weil wieder mal so ein Scheiss Spruch das DvD Cover unnötig beschmutzen lassen musste mit dem Hinweis:
"Die britische Antwort auf Gran Torino" oder "Grandios, bestätigt Caine als den King of cool Sun" ... ich finde bei weitem diesen Vergleich zwischen diesen Filmen wieder ein mal völlig unangebracht... weil der gute alte Clint Eastwood viel mehr in mir bewegt hatte in seinem grandiosen Streifen "Grand Torino" ... aber watt solls ...nu hab ich ihn mir reingezogen ... und ich weiß gar nicht so recht ob er seine 7 Punkte wirklich verdient hat ... so die Vorhersage von Moviepilot ... nur stelle ich mir die Frage ... wenn ich jetzt den guten Clint nicht jetzt gesehen hätte ... wie würde ich dann über den guten Caine denken ... den man immer als lieben und treuen Gefährten von Batman kennt ... wird nun ein rachsüchtiger Killer der natürlich ganz viele Orden verliehen bekommen hat und Auszeichnung für seine Dienste als Royal Marine ...
Nun denn hätte ich vielmehr dafür erwartet und so nahm mich der Film eigentlich nicht so wirklich in seinen Bann ... und war auch nicht gerührt von den Schicksal des Harry Brown ... es gab ein paar coole Moves und Ahaaa Effekte ... aber das war´s auch schon wieder gewesen ... Das Aufräumkommando war ja mal mehr als schlecht und hat sich ja schon zurückdrängen lassen ... anstatt mal mit Tränengas oder ähnlichem zurück zu schmeißen ... fand ich mehr als schwach ... aber es sollte wohl einfach so aussehen lassen das die Polizei in der Unterzahl ist und das diese Gangs dort ihr Viertel unter Kontrolle haben ...
Das Ende des Films war ja mal mehr als schlecht ... und lässt mich schon wieder echt überlegen ob ich dem Film nur 3 Punkte geben soll ...
deswegen beende ich es einfach hier und jetzt mit einem ...
Ein Mann räumt auf, der alte Mann macht seinen Lauf ... zwar lasch und locker, es haut nicht vom Hocker, dennoch steckt hier eine wahre Begebenheit, und zeigt uns die verkorkste Jugend und dessen Leid ...
wer Gran Torino nicht kennt kann ja mit Harry Brown mal anfangen ^^
aber ich sag Euch jetzt ... ihr werdet vom guten Clint Eastwood mehr als begeistert sein
wenn man seinen Humor mag und versteht ...
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Ritaka009 2011/06/25 03:12:41
Kommentar löschenEin Film, wie er realer nicht sein kann! Siehe Nachrichten.
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WaaayneTrain 2011/06/01 10:03:54
Kommentar löschenHarry Brown - angetrieben von Rachelust schreitet er voran, das Unheil der Kriminalität zu beseitigen was eigentlich Aufgabe der Polizei ist.
Der Film beginnt sehr erschreckend und unerwartet. Dies tut dem Film unheimlich gut denn, als die Frau erschossen wird will der Zuschauer unbedingt sehen was als nächstes kommt, rasanter Einstieg. Die Rollen sind grösstenteils sehr gut besetzt, Michael Caine macht als Harry Brown eine sehr gute Figur, top. Auch für die Drogenjunkies sind absolut die richtigen Schauspieler dabei.
Es gelingt dem Film sehr gut und oft hohe Spannung aufzubauen, hat mich immer wieder gepackt.
Einzig und allein die Frau der Polizei nervt total, schlechte Schauspielerin wiedermal. Auch der Schluss ist meiner Meinung nach etwas übertrieben, es endet im totalen Chaos.
8.5 Ein solider, spannender Thriller
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phoenix409 2011/05/23 18:21:07
Kommentar löschenDirty Harry Brown. Gemein und kalt geht's los, gemein und kalt geht es zu Ende. Unverdaulich hin und wieder, aber vorallem aufwühlend im doppelten Sinne, denn Selbstjustiz schmeckt nicht jedem. Wo die Jugend nur noch aus Bluthunden zu bestehen scheint, will man dem guten alten Michael Caine eigentlich Recht geben, wenn er zur Waffe greift. Die beiden Parteien einfach auf junge Monster und hilflose Alten herunterzubrechen, gibt zwar dem Plot Recht, der Sache an sich aber nicht. Die Differenzierung fehlt. Wer hier aber eine Glorifizierung des Themas sieht, der hat was vergessen: Der Film kennt nur Verlierer.
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der cineast 2011/05/23 19:32:10
Antwort löschenVerlierer waren es teilweise auch vorher, doch sie scheinen jetzt erlöst.
phoenix409 2011/05/23 19:56:16
Antwort löschenAuf wen trifft das zu?