Harry Brown
Harry Brown (2009), GB Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 13.11.2009
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2753 Bewertungen
152 Kommentare
Keine
von Daniel Barber, mit Michael Caine und Emily Mortimer
Michael Caine kann als Harry Brown nicht das ruhige Rentnerdasein genießen, denn ihm steht der Sinn nach Rache, nachdem eine Gang seinen besten Freund umbringt.
Wer nichts mehr zu verlieren hat und dazu eine Riesenwut im Bauch, kann sehr, sehr gefährlich werden. Harry Brown (Michael Caine) ist Witwer und sein einziger Freund Leonard Attwell (David Bradley) wird von einer Gang brutal ermordet. Ihm ist nichts geblieben und deshalb räumt er jetzt auf. Statt resigniert sein stilles Rentnerdasein weiterzuführen, packt der ehemalige Royal Marine noch einmal die Knarre aus und lehrt dem gewalttätigen Abschaum in seinem Viertel gründlich das Fürchten. Den harten Jungs bleibt das überhebliche Gelächter schnell im Hals stecken, denn Harry weiß noch genau, wie’s geht. Ein Mann sieht rot – blutrot!
Mehr Bilder (22) und Videos (2) zu Harry Brown
Cast & Crew
- Genre
- Kriminalfilm, Thriller, Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- England, Großstadt, London
- Handlung
- Krankenhaus, Krankheit, Marine Corps, Rache, Rentner, Straßenbande, Vergeltung, Waffe
- Stimmung
- Aufregend, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
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Kritiken (8) — Film: Harry Brown
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Michael Caine transportiert in Harry Brown auf eindrucksvolle Weise die stille Verzweiflung und Resignation seines Alter Egos, dieses einsamen alten Mannes, der sich – nichts mehr zu verlieren – ein letztes Mal aufrafft, um die Durchsetzung seiner Definition von Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen. Durch die einfühlsame Interpretation seiner Figur erscheint Harry Browns Handeln stets nachvollziehbar und seine Ohnmacht glaubhaft. Als sozialkritisches Werk funktioniert der Film nichtsdestotrotz eher weniger, denn zu stilisiert sind die Feindbilder, zu stereotyp ihre Charaktere, zu einseitig die Darstellungsweise. [...]
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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/
Kommentar löschenHarry Brown ist ein aktueller Vertreter aus dem Selbstjustiz-Thrillergenre. Sehr gut gefallen hat mir der eindeutig zu erkennende, europäische Look und das völlige Fehlen von unangebrachtem Hollywoodglanz.
Gleich die Eröffnungssequenz zieht einen sofort in den Film hinein. Zwei von Drogen zugedröhnte Teenager rasen auf einem Motorrad durch den Park, schiessen dabei zum Spass auf eine Mutter, die gerade ihr Baby im Kinderwagen vor sich herschiebt und krachen dann bei der darauffolgenden übereilten Flucht in einen vorbeifahrenden LKW.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen[...] Tatsache ist aber auch, dass das Kino der letzten Jahre zumindest in manchen Genres wieder ideologischer geworden ist: [...] Michael Caine gibt den Batman für die Vororte und beschützt uns vor Dealern und Gangstern, insgeheim aber auch vor U-Bahn-Schlägern, HipHop-Kiddies und sonstigen Gestalten, denen man nachts nicht unbedingt begegnen möchte. Insofern bedient "Harry Brown" die Nachfrage nach einer starken Direktjustiz, deren Hände nicht durch Bürokraten gebunden ist. [...]
Problematisch ist jedoch, wenn sich ein Film massiv von seinem dokumentarischen und doch fiktiven Kontext löst, und er nahelegt, dass nicht nur die Problemstrukturen, sondern auch die Problemlösungen vom Zelluloid auf die Realität übertragen werden sollen. Dies ist der Punkt, an dem sich Vigilantenverfilmungen wie "Batman" von Machwerken wie "Harry Brown" unterscheiden: Der Film wirft eben nicht nur Fragen auf - er beantwortet sie auch: Mit einer zweistündigen Allmachts- und Rachefantasie als Allroundlösung.
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten
BurakkuEmparaa Thu, 28 Oct 2010 20:34:42 -0000
Antwort löschenMan muss aber auch nicht in jedem Film eine Message sehen...
Hitmanski Thu, 28 Oct 2010 21:04:15 -0000
Antwort löschenBlödes Argument...
BurakkuEmparaa Sat, 30 Oct 2010 18:41:17 -0000
Antwort löschenWeil?
Hitmanski Sat, 30 Oct 2010 18:45:15 -0000
Antwort löschenWer legt denn fest, in welchen Filmen man eine Message sehen darf und in welchen nicht?
Benchyl Sun, 31 Oct 2010 13:09:13 -0000
Antwort löschenWenn der Film eigentlich keine Gefahr darstellt, wie ich auch finde, ist er dann nicht auch wenigstens in gewisser Weise konsequent oder ehrlich sich selbst gegenüber?
Hitmanski Sun, 31 Oct 2010 13:12:27 -0000
Antwort löschenIn gewisser Weise schon, ja. Eine Konsequenz bei seinem Thema kann man "Harry Brown" nicht absprechen - ob das nun unbedingt positiv zu bewerten ist, steht auf einem anderen Blatt Papier...
Benchyl Sun, 31 Oct 2010 13:14:23 -0000
Antwort löschenAuf welchem denn?
Hitmanski Sun, 31 Oct 2010 13:19:29 -0000
Antwort löschenEine fragwürdige Botschaft mit Überzeugung und konsequentem Verve vorzutragen, nimmt ihr ja nichts von ihrer Fragwürdigkeit.
Dass ich den Film für zu platt halte, um wirklich gefährlich zu sein, ändert ja nichts an der Tatsache, dass ich die Schlüsse, die Barber zieht, nachwievor für verurteilenswert halte...
Benchyl Sun, 31 Oct 2010 16:25:28 -0000
Antwort löschenEs gibt aber doch keine unfragwürdige Botschaft bei diesem Thema. Alternativ bliebe also nur, jede Ansicht in Frage zu stellen und es dabei zu belassen. Ich finde Harry Brown einfach etwas zielstrebiger und mutiger, was nicht heißt, dass seine Aussage meine Meinung wiederspiegelt.
BurakkuEmparaa Tue, 02 Nov 2010 21:23:55 -0000
Antwort löschenIch denke einfach nicht, dass ein derartiger Umgang mit solchen Problemen in dem Film in irgendeiner Weise als "Antwort", wie du sagst, propagiert wird, weil Harry Brown so handelt. Er als Protagonist sieht das als richtige Handlungsweise an, nicht unbedingt der Regisseur. Es ist letztendlich auch nur ein ganz netter Rachefilm. Ich sehe das so, wie du es in deinem ersten Absatz beschreibst: irrelevantes Unterhaltungskino...
Hitmanski Tue, 02 Nov 2010 21:58:32 -0000
Antwort löschenDamit hab ich letztendlich ja auch kein Problem - für wen "Harry Brown" als Unterhaltungskino funktioniert - kein Problem.
Mein Review befasst sich schlussendlich einzig und allein mit meinem Filmeindruck, den man teilen kann oder nicht. Was ich wichtig im Umgang mit solchen "delikaten" Filmen finde, ist die Tatsache, dass man sich bewusst ist, dass es die Fiktion nicht auf die Realität zu übertragen gilt. Für mich persönlich ist der Film einfach zu nahe an der oft gewünschten Fantasie vom rigoros handelnden Staat - aber das kann man sicherlich anders beurteilen.
Davon abgesehen, halte ich "Harry Brown" aber auch filmisch für eher vergessenswert, aber das ist ein anderes Thema :)
SamHook Sat, 12 Mar 2011 05:21:18 -0000
Antwort löschenDieses mal muss ich zugeben deine Kritik in den aufgezählten Punkten wirklich nachvollziehen zu können und ich muss dir auch in vielem Recht geben. Gerade dieses Lösen der Probleme ist einerseits natürlich in der dargestellten Form eher Weltfremd. Andererseits muss ich sagen die Realität sähe wohl so aus dass dieser alte Mann Angstverzerrt weiter (Spoiler) an der kleinen Unterführung vorbeigeht(Ende) und sich in seiner Wohnung einschliesst. Nun ist dieser Rachefeldzug einerseits Weltfremd und Ideologisch fragwürdig. Irgendwo aber auch unterhaltsam. Seien wir ehrlich unsere Großsstädte verkommen wirklich in einschlägigen Gegenden immer mehr und ich selbst habe am Wochenende Nachts wenn ich nur mit meiner Freundin unterwegs bin meist ein flaues Gefühl wenn ich im Untergrund zu S oder UBahn gehe.. In England ist dies teilweise noch sehr viel schlimmer. Dieses Bild ist tatsächlich Real und irgendwo auch beängstigend da es Gewalt um der Gewalt willen ist. Die Antwort dieses Films ist nun eigentlich das selbe und durchaus auch ein wenig populistisch. Wer wünscht sich nicht das da mal "härter" durchgegriffen wird. Und neben Caine ist auch das Charakterdesign ein wenig eindimensional. Dennoch finde ich den Film als das was er sein will (unambitionierter Rachefeldzug der unterhält) eigentlich sehr gut gemacht und wirklich unterhaltsam. Vielleicht brennt er sich wirklich nicht ins Gedächtnis aber Langeweile kommt auch nie auf.Alleine schon den alten Caine diese Jungs aufmischen zu sehn is irgendwie unterhaltsam und ich muss zugeben auch ein paar niedere Instinkte werden bedient:) Finde du bewertest einen Film dem du selbst den unterhaltungswert nicht absprichst da wirklich etwas hart. Eine Gesellschaftsstudie will er ja garnicht sein. Und wie gesagt, gibt man keine "Lösung" vor bleibt da ja nur Langeweile, seine Ziele erreicht er meines Erachtens nach.
Hitmanski Sat, 12 Mar 2011 09:38:20 -0000
Antwort löschenIch habe deinen Dialog mit Vega unten gelesen, und würde mich seinem Standpunkt in puncto Bewertung anhand von Ideologie-Unterhaltung anschließen.
Aber davon abgesehen: "Unterhaltsam" ist für mich nicht zwingend ein rein positives Attribut, weil die Vorraussetzungen, dass wir etwas als "unterhaltsam" empfinden, einfach relativ niedrig sind - jeder Regisseur, der handwerklich halbwegs auf der Höhe der Zeit ist, wird es schaffen, einen tumben Actionfilm zu drehen, der uns aufgrund seiner erprobten Mechanismen irgendwie vor dem Bildschirm hält. Ich finde "unterhaltsam" bei Filmen verhält sich so, wie "nahrhaft" bei Essen - irgendwie stimmt das schon, aber ich weigere, es als Qualitätsmerkmal über andere Aspekte zu stellen.
Es muss ja nicht jeder Selbstjustiz-Film (obwohl ich das Genre schon als solches etwas bedenklich finde) einem TAXI DRIVER gleichen, aber es wäre schon schön, wenn ich im Film zumindest Ansätze erkennen würde, dass das Gezeigte vielleicht tatsächlich moralisch nicht gerade unproblematisch ist - sonst ist man wirklich noch auf dem Stand von Bronson und seinen DEATH WISH-Filmchen.
Dass ist für den mitdenkenden Zuschauer vielleicht alles nicht wirklich dramatisch, weil der Appell an niedere Instinkte, wie du es schon richtig genannt hast, recht flach und platt ausfällt - aber der fade Beigeschmack bleibt trotzdem...
SamHook Sat, 12 Mar 2011 17:45:32 -0000
Antwort löschenHm ich sehe schon was du meinst und ich denke es ist einfach so dass wir hier verschieden gewichten. Natürlich wäre Taxi Driver ohnehin ein fast unerreichbares Ziel und (für mich) ein Idealfall für so eine Art Film, dennoch ist für mich der Unterhaltungswert tatsächlich eines der wichtigsten Kriterien eines Films. Deshalb sehe ich mir einen Film ja meist an. Um unterhalten zu werden.Es gibt ja auch Essen mit mehr oder weniger Nährwert. Ich denke wir empfinden den Film vllt auch sehr ähnlich nur definieren wir hier unsere Kriterien anders. Is ja auch ok so. Und das mit der Moral. Nun das sehe ich wirklich etwas anders. Ich sehe das wie mit Videospielen und Musik. Einem gesunden Geist würde das in seiner Moralvorstellungen nicht beeinflussen, zudem gorifiziert der Film nicht so stark wie ich finde,hier finde ich andere Machwerke kritischer. Irgendwie braucht es solche Filme vielleicht auch um die Diskussion über diese Moral zu führen. Ob diese Diskussion, wie bei Taxi Driver, wirklich auch IM Film stattfinden muss weiß ich nicht. Für mich ist es zwar ein Qualitätsmerkmal der Geschichte wenn hier diversifiziert wird aber es ist nicht zwingend nötig. Allerdings ist das natürlich ein Subjektiver Standpunkt doch ich denke ein kranker Geist wird auch die Kritik an der Gewalt in weit subtileren Filmen nicht begreifen und es wird nur die Gewalt hängen bleiben. Filme wie Saw (ab 2 zumindest deutlich) die eine Ideologie als moralisch verkaufen, getarnt als Pseudo-Weltverbesserung und streben nach höherer Erkenntniss finde ich hier weit Bedenkenswerter. Aber das ist eine andere Diskussion.
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SamHook Sat, 12 Mar 2011 18:02:12 -0000
Antwort löschenÜbrigens bin ich generell der Meinung Aristoteles der von Katharsis, also der Reinigenden Wirkung des Zuschauers durch ein Stück auf der Bühne, und insbesondere der inszenierten Gewalt spricht und bin mir da eben nicht sicher ob einem gesunden, erwachsenem Mensch auch gezeigt werden muss ob Gewalt an sich gut ist. Voraussgesetzt natürlich man tickt richtig :) Wobei ja auch hier die Deutungen des Begriffs ja je nach Meinung auseinandergehen.
missplaced Sat, 16 Jul 2011 11:52:24 -0000
Antwort löschenDie Katharsis-Theorie gilt gemeinhin als widerlegt. Es gibt genügend Untersuchen die u.a. zeigen konnten, dass ein sich Aussetzen mit gewalthaltigen Reizen, aggressives Ausleben wie Brüllen, Fluchen etc. eher dazu führt, dass man in der Aggression verweilt bzw. diese aufrechterhalten wird. (oder einfach ausgedrückt, man steigert sich rein/analog übrigens auch mit anderen Emotionen)
Die Menschen in kranke und gesunde Geister zu scheiden scheint mir auch einwenig arg einfach. Als gäbs nur schwarz und weiß, nur gute und böse Menschen. (Sofern ich das Kommentar richtig verstanden habe)
Was die viele Gewalt in Medien mit uns macht ist noch gar nicht hinreichend erforscht oder geklärt und schon gar nicht auf den Einzelnen bezogen..
Auch wenn es Menschen gibt die virtuelle Gewalt von echter zu unterscheiden wissen und demzufolge für sich selbst schadlos zu interpretieren vermögen, so steht der Begriff "gesunder Mensch" auf arg wackeligen Beinen.
Was heißt gesund? Und ab wann ist man denn gesund?
Filme als Kunst und/oder Gesellschaftskritik. Nun dazu nur ein paar Worte. Man muss immer bedenken, dass ein Film mit einer Botschaft -egal welcher Art - immer unterschiedlich von Zuschauern interpretiert werden kann und wird. Und damit egal wie klar eine Botschaft ist, nicht automatisch auch so verstanden werden muss.
Auch das hat in meinen Augen weniger mit "gesund" oder "krank" zu tun. Spricht aber im Folgenden auch nicht gerade FÜR den Film "Harry Brown"...
Nichts desto trotz, um jetzt endlich mal zum Film zu kommen, hat "Harry Brown" für mich nur eine Botschaft "Die Welt ist furchtbar schlecht geworden". Wer immer diesen Film inszeniert hat, wollte einfach nur mal richtig seinen Frust rauslassen, wollte überspitzt die Schlechtigkeit und Beschränktheit von Menschen zeigen und in der aufkommenden Wut, Ohnmacht und Frustration einfach mal mit allem abrechnen.
Dabei kommt dem Film durchaus zu Gute, dass die Protagonisten seitens der Jugendgang ein ziemliches Extrem darstellen und den Zuschauer nicht nur frustrieren sondern deren Gewaltbereitschaft -wenn auch nur imaginär- herauszufordern vermögen.
Viel mehr seh ich in diesem Film aber nicht. Thema Selbstjustiz, zerfallende Machtstrukturen, entgleisende Jugend nichts davon wird im Film hinterfragt oder sich irgendwie näher damit auseinander gesetzt. Was man vllt. hinsichtlich eines Films der auf Unterhaltung abzielt vernachlässigen könnte....wenn er denn unterhaltend wäre!?
Nun.. wenn man aslo alle 5 gerade stehen lassen kann und nichts groß erwartet, treibt "Harry Brown" trotzdem einfach nur im Mittelmaß. Das gabs alles schon mal und irgendwie besser, raffinierter und sinnvoller.
(Woher kommt mir nur dieser Sound bei der Rauch-vor-der-Tür-Szene so bekannt vor? *kopfkratz*)
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] "Harry Brown" formuliert nie den Hauch eines Zweifels am perfide und geschickt motivierten Selbstjustizakt seines autoritären Helden, er bejubelt die pathetischen Taten des Amok laufenden Witwers mit heiterer Genugtuung und fragwürdig symbolträchtigen Bildern unter versuchter Einbeziehung seines Publikums, während er die Titelfigur munter glorifizierend über bessere Zeiten im Zweiten Weltkrieg sinnieren lässt, weil dort schließlich noch sinnvoll gemordet worden sei. Regisseur Daniel Barber mag hier ja auf umständliche Art wichtige Fragen anreißen, seine Antworten aber sind die denkbar simpelsten. Dank seiner effektiven propagandistischen Inszenierung, seines starken Hauptdarstellers und milde diskursiven Potenzials ist das immerhin ein unterhaltsamer Scheißfilm, der in seiner teils grotesken Überzogenheit und lachhaften Weltanschauung schon fast Comiccharakter besitzt. Unterm Strich aber ein gefährlich dummer Aufmerksamkeitserreger, verkleidet als makelloser Thriller für ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler und die Thilo Sarrazins von morgen.
Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 36 Antworten
BlueSquirrel Mon, 11 Oct 2010 15:33:49 -0000
Antwort löschenxD
hulk 75 Wed, 13 Oct 2010 17:56:38 -0000
Antwort löschenGefährlich dummer Aufmerksamkeitserreger????verkleidet als makelloser Thriller für ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler und die Thilo Sarrazins von morgenß???? Hallo?????
das ist ein Film nicht mehr nicht weniger!!!
BlueSquirrel Wed, 13 Oct 2010 18:30:28 -0000
Antwort löschenIch finde so eine Kritik muss hier unbedingt hin. Das sorgt für nötigen Ausgleich. Is aber schon ne freche Wortwahl Vega.^^
BlueSquirrel Sat, 16 Oct 2010 19:40:13 -0000
Antwort löschenKomm schon. A bissel Idealismus für den jungen Leser von heut. Da is noch kein Delphin dran gestorben.^^
hulk 75 Sat, 16 Oct 2010 20:48:46 -0000
Antwort löschenSarrazin ist mir völlig Latte. Ist nur schade das durch die Kritik Leute gebranntmarkt weden denen der Film gefallen hat. Aber was solls..
.
BlueSquirrel Sat, 16 Oct 2010 21:22:51 -0000
Antwort löschen@hulk: Hast ja recht. Find den Film übrigens auch ziemlich gut. Hab' mich aber nicht angesprochen gefühlt und auch nicht speziell an Sarrazin gedacht. Ich stimme V.Vega auch nicht bei einem einzigen Punkt zu. Trotzdem ises witzig.
Hitmanski Sat, 16 Oct 2010 22:22:56 -0000
Antwort löschenSchwieriges Thema, weil hochemotional...Dass es bei einer Rhetorik wie Sarrazin sie benutzt, heftigen Gegenwind von allen Seiten geben wird, dürfte wohl die Wenigsten überrascht haben, am allerwenigsten ihn selber - dafür ist er ein viel zu durchkalkulierender Medienprofi und die Diskussion viel zu sehr eine win-win-Läsung für alle Beteiligten, um irgendjemanden als besonders schutzwürdig anzusehen.
Aber fernab der politischen Dimension dieser Debatte, halte ich die Kritik als klar formulierte Antithese zu den, seit jeder als fragwürdig zu betrachtenden, Revenge-Filmchen durch und durch legitim. Die abschließenden Formulierungen zeugen zwar von einem gewissen Händchen in Sachen Journalismus, bedienen sich aber einer sehr absoluten Argumentationsstruktur, und ist insofern nicht soweit von dem entfernt, was man Sarrazin und Co vorwirft.
Trotzdem: Eine waschechte Ideologiekritik ist mit allemal lieber als etwaige WischiWaschi-Rezensionen, die sich um solch diskutable Themen herumdrücken. Meinen Segen hat er :)
Narrisch Sun, 17 Oct 2010 00:15:48 -0000
Antwort löschenIch habe den Film vor 20 Minuten gesehen und stelle fest das Mr. Vincet Vega einen anderen Film gesehen habe muss als ich. Der Hauptdarsteller Michael Cain sinniert in keiner Sekunde über Heldentaten im zweiten Weltkrieg. Diese Behauptung ist einfach falsch. Ansonsten möge der Autor dieses Beitrags doch bitte den exakten Timecode angeben. Die Selbstjusitiz ist weder glorifizierend noch in irgendeiner Form pathetisch. Der Film Harry Brown ist kalt, trostlos und alles andere als ein Hohelied der Selbstjusitz. Sonderlich "autoritär" wirkt Michael Caine auch nicht, eher verzweifelt, verbittert und hoffnungslos. Ob Harry Brown ein guter Film ist, ist eine völlig andere Frage, wie man aber dazu kommt in einer Kritik völlig falsche Behauptungen aufzustellen erschließt sich mir nicht.
BlueSquirrel Sun, 17 Oct 2010 00:29:29 -0000
Antwort löschen@alanger: Hast ja ebenfalls Recht. Ich habe diesen letzten Absatz einfach irgendwie mit weniger Ernsthaftigkeit aufgenommen als wohl angebracht wäre. Der "Applaus" war kein Applaus meinerseits sondern eher ein: "Da bin ich so anderer Meinung dass es schon wieder lustig ist." Solche Sachen denk' ich halt ab und an.^^ Trotzdem muss sich der Film solche Kritiken gefallen lassen, auch wenn sie wesentlich besser als diese sein sollten. Mein "Kampfgeist" ist wohl gerade auf einem Tiefpunkt.
jollyroger Sun, 17 Oct 2010 01:04:02 -0000
Antwort löschenAch, unser Vincent wichst sich doch wieder mal nur einen auf seine plumpe Anhäufung von vermeintlich eloquenten Sprachkonstrukten.
Ich nehm die Pommes rot-weiß, danke!
hulk 75 Sun, 17 Oct 2010 09:38:06 -0000
Antwort löschenEs gibt Kritik und es gibt Selbstdarstellung!!!
Ich stehe mehr auf Kritik.
Ende der Debatte.
jardem Sun, 17 Oct 2010 17:18:41 -0000
Antwort löschen@ jollyroger: ich kann mich kaum halten vor lachen :D
@ mr vincent vega: ich hab nix gegen dich, ich les nur deine kritiken nicht mehr, weil ich sie eh nicht versteh ;)
cruzha Tue, 19 Oct 2010 05:18:29 -0000
Antwort löschenhm. interessante kritik. ich würde sagen: kritiker hat den film nicht verstanden und sarrazins buch nicht gelesen. redet also von zwei sachen und hat von keiner der beiden richtig ahnung. prost!
BlueSquirrel Tue, 19 Oct 2010 05:45:12 -0000
Antwort löschen"Möhrchen, eloquent, Führer...nichts verstanden?" Ich enthake mich kurz.
Tarzerix Fri, 22 Oct 2010 22:28:48 -0000
Antwort löschenSchließe mich hulk 75 an.
Ich bin ohne Erwartungen und Info an den Film gegangen, und von Michael Caine wiedermal sehr gut unterhalten worden...daß der Film die Welt nicht verbessert ist klar...wer das erwartet, sucht im falschen Medium. Zum über sie Nachdenken hat er jedenfalls ausgereicht...
c8n8b1s Sun, 24 Oct 2010 23:18:04 -0000
Antwort löschenTschuldigung? Wie alt seid ihr hier eigentlich alle im Schnitt? Kann es sein dass ihr hier alle etwas zu hitzig und zu jung seid um Filme zu rezensieren?? Sorry, aber ich meinte wirklich alle. Vor allem ist lustig dass keiner mal zu den wirklich relevanten Sachen einer Filmrezension kommt. Ihr diskutiert wie eine Schulklasse. Wollte niemanden beleidigen aber ich kann mich echt nicht zurückhalten und musste mich hier mal registrieren, weil es in der Internetlandschaft immer schlimmer wird mit den Kids die zu allem ihren Senf dazu geben müssen. Man mag ja den Job des Filmkritikers in Frage stellen, aber wenn man ihn macht, dann doch bitte ETWAS gewissenhafter oder mit mehr Würde. Man kriegt ja bei den Kindereien wirklich das Kotzen!
Nur ganz kurz. Ich bin Filmemacher und möchte gern etwas mehr auf den Film hier eingehen: Der Film ist eine Milieu-Studie, die Mut hat für die Kamera unattraktive Neubauten und Betontunnel als Kulisse zu nehmen. Da ich solche Outbags in London in anderen Städten Englands gut kenne, und weiß wie schwer es ist diese für die Kamera spannend einzufangen, kann ich sagen die Kulisse ist gut eingefangen. Sprich: D.O.P. sehr gut! Regie: schlecht. Drehbuch: ein wenig besser als mittelmäßig. Warum Regie schlecht: Nun 1. die Handlungsstränge sind nicht wirklich schlüssig in einander geflochten (Beispiele: warum kommt der Junge am Fluß nicht zurück und erschießt Caine, der gerade an Atemnot zusammenbricht? Wieso sucht die Komissarin Caine auf, als sein Freund gestorben ist?) und 2. sind die Dialoge oft unrealistisch überspitzt. (Die Szene mit dem Drogensüchtigen Waffenhändler und seine kleine Farm wirkten fast wie eine Satire) Die Gangster im Verhör sind auch extrem schlecht inszeniert. So wie Filmemacher sich halt oft Hip Hop Kids mit Knarre vorstellen. Die Rollen hatten bis auf Ausnahmen wenig Tiefe. Das Caine eine Augenweide für die Kamera ist, wo man nur draufhalten muss, ist ein Plus. Aber grundsätzlich (Achtung ideologiefrei!) habe ich schon bessere Rachefilme und auch bessere Milieustudien gesehen. Da reicht die Kulisse nicht aus. Vielleicht war der Fehler dass man beides versucht hat zu mischen. Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich: Die deutsche Synchronfassung war unter aller Sau, und die Kommisarin und ihr Chef eine platte Fehlbesetzung. PS: D.O.P.= Director of Photography, meist der 1. Kameramann der die Bildregie hat.
Liebe Grüße
Mr Vincent Vega Sun, 24 Oct 2010 23:24:00 -0000
Antwort löschenGuter Kommentar, allerdings nur bis zur unvermeidlichen "Ich bin Filmemacher"-Pose. Dann wurd's ein Pamphlet im ABC-Stil.
(btw: dass "Filmemacher" und Kritiker Welten trennen, konnte auch die Cahiers-du-cinéma-Bewegung nicht relativieren)
c8n8b1s Sun, 24 Oct 2010 23:49:46 -0000
Antwort löschenGenau, aber das ist exakt was eine Kritik nunmal ist oder besser sein sollte: ein Pamphlet im ABC-Stil. Und nicht mehr! Eine Kritik soll nicht unterhaltend sein. Dazu ist der Film gedacht. Ich habe nichts anderes erwartet: Der sachliche Teil missfällt und der emotionale Teil polariersiert. Und dass ich Filmemacher bin, war nicht als "Pose" gemeint (wen's stört der sollte sein Ego-Problem in den Griff bekommen), sondern es war bezogen auf den beruflichen Grund meines Ärgernisses und meine Filmkritik war als schnelle Skizze gedacht in welchem Stil eine Kritik Sinn machen würde. Ich habe ja nicht preisgegeben wer ich bin, oder wie bekannt ich als solcher bin, sondern lediglich damit sagen wollen, dass Kritiker zwar dazu da sind unsere Arbeit zu kritisieren, aber dass es bitte ebenbürtige Leute tun, und man nicht von so ein paar dahergelaufenen Kids ihre ersten Gehversuche in Rhetorik als Kritik um die Ohren bekommt. Das ist einfach entwürdigend für alle Beteiligten. Und ich habe hier nicht die Zeit stundenlang alles im Detail zu erklären.
Und sorry, dein letzter Satz ist ja nun wirklich der größte Schwachsinn den ich seid langem gehört habe! Dass Filmemacher Filmkritiken schreiben, "relativiert" überhaupt nichts, und will es auch nicht, und das wurde auch schon lange vor dem Cahiers-du-cinéma Magazin gemacht und bis heute auch danach. Das liegt daran, dass einen Film zu machen sehr viel Fachwissen erfordert, und ich erwarte von jemandem, der eine Fachkritik äußern möchte, dass er diese Sachkenntnis besitzt. Sonst soll er ein Blog aufmachen und da schreiben warum ihm ein Film gefällt oder nicht. Das ist sein gutes Recht und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber einen Fantasy-Film als "sinn-entlehrt" zu betiteln (Hallo? Fantasie?) - wie es hier z.B. einige machen - und dass dann noch rethorisch als Sachkritik zu verpacken, ohne auf einen einzigen sachlichen Punkt zu sprechen zu kommen: Kamera, Schnitt-Rythmus, Erzählweise, Coloratur, Regie, Soundverhältnis, Synchronisation, Besetzung, Höhepunkte, Szenendramaturgie etc, etc, etc, - und das auf einem Filmportal was "Rezensionen!" anbietet, ist schlicht und einfach dumme Wichtig-Tuerei und nicht gut für diese Webseite!
Mr Vincent Vega Sun, 24 Oct 2010 23:56:22 -0000
Antwort löschenDas wird ja immer schlimmer. Jetzt tänzelst du auch noch mit dem langbärtigsten Schwachsinnsargument aller Schwachsinnsargumente daher, nämlich dass jemand nur zu kritisieren imstande ist, der es besser machen könne. Damit umschreibst du unfreiwillig den von mir oben genannten Graben zwischen Filme machen und Filme kritisieren.
So lange ich übrigens nichts von dir gesehen habe, bist du erst einmal Regisseur für mich, nicht Filmemacher. So viel Bescheidenheit muss sein, hm?
Vorsichtiger Tipp am Rande: Bleib mal lieber bei der Regie.
c8n8b1s Mon, 25 Oct 2010 00:05:18 -0000
Antwort löschenOh mein Gott. ... Jetzt wird es wirklich langsam peinlich. Ich komme auf diese Webseite weil mich Kollegen gebeten haben, sich das mal anzugucken und ich kann Dir sagen, dem Ruf wird das hier gerecht. Ich werde mir die Mühe sparen dir den sachlichen Unterschied zwischen Filmemacher und Regisseur zu erklären. Das kannst du selber nachschlagen. Und Tipps brauch ich von Dir nicht, weil es mir ganz gut geht :-) Und im übrigen hast du von mir schon einen Film gesehen, zumindest behauptest du das. Aber egal.
Der einzige, der hier tänzelt, bist du mein Junge. Ich habe weder gesagt dass derjenige es besser machen können soll noch habe ich gesagt es gäbe keinen "Graben" um deine schlechte Wortwahl aufzugreifen, zwischen Filme machen und Filme kritisieren. Aber eine Filmkritik und eine Meinung zu einem Film sind zwei grundverschiedene Dinge. Meinungen gibt es wie Sand am Meer, ganz besonder sim Netz der Netze, aber wirklich ernstzunehmende Kritiken nicht. Deshalb gibt es auch nur eine Hand voll Kritikseiten die sich Filmemacher wirklich zu Herzen nehmen. Und glaube mir ... die hier ist es nicht.
Mr Vincent Vega Mon, 25 Oct 2010 00:06:54 -0000
Antwort löschenHabe ich auch nie behauptet. Ich bin nur hier, um mich zu profilieren.
c8n8b1s Mon, 25 Oct 2010 00:19:40 -0000
Antwort löschenAber kann man es dann nicht auch als solches kenntlich machen? Das wäre zumindest ehrlicher. Ich kann mich auch gut amüsieren bei bewusst unsachlich geschriebenen Meinungen, wenn sie als solches gekennzeichent sind. Und vieles davon hat auch seinen eigenen literarischen Charakter/Wert. Und sie haben auch ihre volle Berechtigung und haben ihre eigene Sparte in der sie als soches auch nciht angreifbar wären. Aber ich würde es dann nicht als Filmkritik oder Rezension bezeichen. Im übrigen: Sich profilieren zu wollen, ist völlig in Ordnung und menschlich. Auch wenn du es wahrscheinlich eher als Provokation gemeint hast. Und mein Hinweis auf das Filmemachen war als Profilierung nicht gemeint und würde auch nur Sinn machen für mich, wenn ich mich zu erkennen gäbe. Was ich wie du sicherlich nachvollziehen kannst, nicht tun werde.
c8n8b1s Mon, 25 Oct 2010 00:40:06 -0000
Antwort löschenhey ... davon abgesehen worüber wir hier diskutieren, wollte ich nur sagen: das ist eigentlich nicht meine Art. Irgendwie bin ich übernächtigt und dann werde ich immer etwas dogmatisch in meinen Vorstellungen was aber eigentlich gegen meine wenigen Prinzipien spricht. Also nehm mir nicht alles zu krumm ... War sehr spontan.
Mr Vincent Vega Mon, 25 Oct 2010 02:44:00 -0000
Antwort löschenAlles gut. Jetzt haben wir uns ja eh lieb. :)
SamHook Sat, 12 Mar 2011 05:28:30 -0000
Antwort löschenFinde es etwas Arrogant die Moral eines Filmes zu bewerten und gleich zu setzen mit seiner Qualität. Zudem muss man sagen du hast Sarrazin wohl weniger gelesen und dafür umso mehr gehört. Auch das ist in diesem Kontext etwas Arrogant weil du es hier als Bewertung für eine Gruppe von Menschen einfließen lässt. Ansonsten bleibt es jedem selbst überlassen wie er einen Film findet, aber Gott behüte dass ich nurnoch Filme gut finden kann welche meine eigenen Moralvorstellungen wiederspiegeln. Für mich kein Qualitätsmerkmal. Man sollte sich immer auch fragen was wirklich das Ziel des Films ist und ich denke nicht das es das ist Leute zur Selbstjustitz aufzurufen. Wobei die Eindimensionalität hier sicher anzuprangern ist und in der Tat einen Abzug in der B Note bedeutet.
Mr Vincent Vega Sat, 12 Mar 2011 05:35:19 -0000
Antwort löschenEs ist nicht mein Ziel und kann auch kaum Ziel der Filmrezeption sein, gesinnungsrelevante Abgleichungen vorzunehmen. Dass HARRY BROWN kreuzreaktionär ist, kann aber nicht salopp abgetan werden. Es wäre ja in Ordnung, wenn er eine bestimmte, an liberalen Maßstäben vorbei zielende, unbequeme Wertvorstellung sinnlich vermittelte, aber er stützt sich leichtfertig auf einen uralten Genrediskurs (Selbstjustiz), ohne neue Erfahrungen mitzuteilen - stattdessen macht er nichts anderes, als auch die Produkte einer linken Weltverbesserungsideolgie, nämlich die eigene unrechtsstaatliche Bequemlichkeitsfantasie mit Spannungskino adeln zu wollen. Also vollkommen überflüssig.
SamHook Sat, 12 Mar 2011 17:56:40 -0000
Antwort löschenWie gesagt steht es jedem frei einen Film gut oder schlecht zu finden. Bin da aber anderer Meinung was die Bewertung der Moral an sich betrifft (siehe oben bei Hitmanski mehr ausgeführt) und deren Einfluss auf eine Bewertung eines Films. Aber das nur am Rande. Wirklich störend fand ich eher die Wortwahl die Wissen suggerieren sollte aber wie wohl schon öfter gennant gerade auch im Fall Sarrazin eher am Thema vorbei ging. Auch beim letzten Kommentar kann ich nur sagen das Selbsjustitz sicher nichts ist was in einem linken Weltbild seine Begründung finden kann. Hierfür empfehle ich mal Marx zu lesen oder Kafka wirklich zu verstehen. Und zu Liberalismus kann ich nur mit einem Zitat von Nitzsche antworten: „Jedem das Seine geben. Das wäre die Gerechtigkeit wollen und das Chaos erreichen.“ Aber das ist für mich eben eher Politik als Film.
Minority Fri, 25 Mar 2011 00:32:48 -0000
Antwort löschenWir sind es ja gewohnt deine polemischen Äusserungen mit einem Augenzwinkern zu lesen, allerdings sollten gerade, als sogenannter Kritiker, deine geistigen Ergüsse doch etwas handfester sein. Zuallererst finde ich es peinlich, wenn man als eine Person die sich offenkundig als intelligenter und besser ansieht, Weißheiten der Bild-Zeitung glaubt und das Wissen über ein gewisses Buch aus Hetzkampagnen bezieht. Ich wüßte ansonsten nicht wie du auf die Idee kommst Sarrazins Werk mit diesem Film in Verbindung zu bringen. Hst du auch nur eine Zeile aus dem Buch gelesen? Zum anderen frage ich mich ernsthaft was weniger ausgeprägt ist, dein Aufmerksamkeitsvermögen beim Film gucken oder dein historisches Wissen. Harry redet von einem Kampf gegen die Nordiren, ich glaube nicht das England im zweiten Weltkrieg gegen Nordirland gekämpft hat, du kannst mich gerne eines besseren belehren. Zuletzt kommen wir zu dem Punkt der maßlosen Überzogenheit. Bist du schonmal nachts durch Duisburg Marxloh gelaufen? Oder warst du schonmal im Norden von Berlin Neuköln zu später Stunde? So überzogen ist die Darstellung gar nicht mehr. Nur weil du in deinem wohlbehüteten Heim davon nichts mitbekommst? Ich kann dir gerne mal die Welt zeigen. Ein Loblied uf einen Amoklauf ist dieser Film ganz sicher nicht, ich denke eher das der Regisseur auf die Problematik und die Gefahren aufmerksam machen möchte. Der Pöbel erträgt Angst nur bis zu einem gewissen Grad, dafür gibt es doch die ganze Propaganda in den USA z.B. Damit wir wohlbehütet nachts in unserem Bett schlummern.
Minority Fri, 25 Mar 2011 10:15:30 -0000
Antwort löschenDie Rundumschlagdiskussion wollte ich dann bei Hard Candy ansetzen, die hat hier nunmal nichts zu suchen ;)
Ich bin kein verfechter der Selbstjustiz (naja, manchmal gedanklich schon HAHA), allerdings halte ich es für nötig das solche Themen behandelt werden und nicht heruntergespielt werden. Gerade wenn du in einem *Brennpunkt* (was ein scheiß Wort) wohnst solltest du wissen das es gar nicht mehr so weit weg von der Realität ist.
Du bist allerdings nicht darauf eingegangen ob du "Deutschland schafft sich ab" gelesen hast oder ob deine Meinung auf Zeitungsartikeln basiert. Das würde mich schon interessieren.
Danke, die Tattoos sind in Arbeit.
;)
Minority Fri, 25 Mar 2011 21:43:57 -0000
Antwort löschenDer Herr Veag ist der König wenn es darum geht auf ihm unangenehme Dinge nicht einzugehen. ,Wenn du meine Frage beantwortest schicke ich dir per E-Mail auch ein pribvates Bild mit allen Tattoos...
Hitmanski Fri, 25 Mar 2011 21:59:52 -0000
Antwort löschenDa mein Mailfach bombadiert wird, komme ich ja nicht umhin, auch einmal ein paar Worte zu sagen: Zumindest ich habe besagtes Buch überflogen, bzw. so gelesen, wie man Bücher liest, die einen nur peripher tangieren, und letztlich verwundert vor allem die Verklärung des Buches als Volltext. Das Buch vertritt nunmal jene Thesen, die sich am nächsten Tag auch in der BILD fanden - ausführlicher, argumentativ in sich geschlossener - all das stimmt zu einem gewissen Teil, ändert aber nichts an dem strittigen Inhalt (der in Buchformnur deshalb einiges von seiner Kontroverse verlieren mag, weil er mit bräßiger Pseudo-Wissenschaftlichkeit vorgetragen wird).
Kurzum: Man muss Sarrazin nicht gelesen haben, um sich mit seinen Meinungen auseinanderzusetzen - die Quintessenz und den Tenor konnte jeder in der Tagespresse (die ja nun auch nicht nur aus der BILD besteht) nachlesen, ohne im Vergleich mit dem Buch essentielles verpasst zu haben.
Außerdem: Soviel Aufstand um zwei Wörter in einem gesamten Text...
Hitmanski Fri, 25 Mar 2011 22:24:58 -0000
Antwort löschenIst es nicht, weil dem Buch auch fernab irgendwelcher polemischer Verkürzungen ausführliche Auseinandersetzungen widerfahren sind, zum anderen muss Zeitgeschehen immer kommentiert werden dürfen, auch ohne 100%ige Einzelkenntnis - man muss ja auch kein Afrikaexperte sein, um eine Meinung zu Gaddafi zu haben - und mehr als eine Fußnote ist dieser kleine polemische Seitenhieb im Text ja nun wirklich nicht.
Minority Fri, 25 Mar 2011 22:34:05 -0000
Antwort löschenZum einen ist Herr Vega auf eineige andere Teile meines Kommentars auch nicht eingegangen (eigentlich hat er nur gesagt er wäre aus Neuköln, das wars)
Zum anderen hat es mich nunmal interessiert ob da nur ein momentraner Sündenbock genutzt wird um seiner Kritik noch mehr... sagen wir Intelekt zu verleihen . Ich habe das Buch komplett gelesen (ohne es blind zu glauben). Es geht nunmal fast gar nicht um Judengene oder Gene allgemein und viel von dem was er beschreibt ist richtig und auch ein Problem in Deutschland (Nein, ich rede nicht nur von Moselms oder ähnlichem) Der Inhalt ist eigentlich gar nicht so strittig, er ist nur Tabu.
Hitmanski Fri, 25 Mar 2011 22:48:14 -0000
Antwort löschenWollte einer Antwort von Vega ja auch nicht vorweggreifen, sondern war nur darüber verwundert, dass man sich so an diesen zwei Wörtern aufhängt.
Im Übrigen ist dieser Dialog doch sehr symptomatisch für die ganze Diskussion: Die vermeintliche Hetzjagd auf Sarrazin und seine Thesen ist eine reine Schimäre, denn - genau wie hier auch - folgte auf jede kritische Auseinandersetzung und jede Polemik (die es ja ganz unbestritten gab), sofort der Versuch, eben diese zu widerlegen. Seine Thesen sind strittig - schon alleine weil es durchaus eine Gegenposition gibt, die sie sehr konsequent ablehnt - aber er ist keinesfalls der "Tabubrecher", als der er inszeniert wird: Abgesehen vom seinem schlicht unüberlegten Judengen-Part wurden doch alle Probleme über Unterschicht, Bildungsmisere, Einwanderung, Parallelgesellschaft usw. mannigfaltig diskutiert - von den Stammtischen bis hin zum Feuilleton, wenn man manchen Umfragen glauben darf, entsprechen seine Ansichten sogar denen einer Bevölkerungsmehrheit (was allerdings auch schon vor der Veröffentlichun des Buchs der Fall war) - Tabu sieht für mich anders aus.
Wenn man Sarazzin eines zu Gute halten will, dann wohl sein Talent dafür, das alles in einem einzigen Buch zu bündeln...
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SamHook Mon, 04 Apr 2011 10:21:56 -0000
Antwort löschenDer Inhalt war zumindest unter Politikern teilweise Tabu, wie man an den Reaktionen sah. Übrigens finde ich Sarzzin ist einfach kein guter Schreiber und provoziert einfach auch an gewissen stellen bewusst, ist aber kein Volksverhetzer oder Rassist wie eben in vielen Tageszeitungen behauptet wurde, daher sollte man das Buch eben doch gelesen haben wenn man es als Beispiel zu Rate zieht. DAS wäre nämlich sonst wirklich populistisch wie weiter oben geschrieben;) Fand Minoritys ersten Kommentar nämlich wirklich vielfältiger als das. Aber lassen wirs gut sein, hat im Grunde ja nichts im Film zu suchen und den darf ja auch jeder selbst bewerten.
Julian F. Tue, 19 Mar 2013 20:36:58 -0000
Antwort löschenWas man eher in den Vordergrund rücken sollte ist nicht die Aussage der Selbstjustiz, eher die Schilderung des Milieus. Und nicht zuletzt, dass in England wenige Jahre später die Gewalt-Ausschreitungen in den Städten begannen... mit dem was im Film gegen Ende etwa zu sehen ist. Ich will nicht behaupten, der Film habe etwas visionär vorgezeichnet. Aber mir gibt das zu denken... (Wobei ich von der grundsätzlichen Kritik an Selbstjustiz-Filmen stets unberührt bleibe.)
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschen„Harry Brown“: Die Titelrolle wird von niemand Geringerem verkörpert als Schauspiellegende Michael Caine, der seiner Figur eine beeindruckende Tiefe verleiht, und damit gleichzeitig den gesamten Film trägt. Dabei ist der irreführende Catchphrase „King of Cool“, mit dem er und seine titelgebende Figur u.a. auf dem DVD-Cover beworben wird, gänzlich unpassend, denn mit „Harry Brown“ haben wir es glücklicherweise und allen meinen Befürchtungen zum Trotz nicht mit einer üblichen, Action-fixierten oder eben „coolen“ „Ein Mann sieht rot“-Variante zu tun.
„Harry Brown“ zeigt hingegen durchaus realistisch und nachvollziehbar, wie ein alternder, gebrochener Mann, der Familie und Freunde verloren hat und nun nichts mehr übrig ist, was er zu verlieren hätte, das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Von Zweifeln ebenso zerfressen wie von Verzweiflung und Wut getrieben, rächt Harry Brown die brutale Ermordung seines letzten noch lebenden Freundes durch kompromisslos gewaltbereite Jugendliche, die…
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEs gibt nur wenige Szenen, die "Harry Brown" über den Einheitsbrei der Selbstjustiz-Filme hinausheben. Da wäre das grandiose Opening mit der Handykamera, was sofort eine erdrückende Stimmung der Gewalt generiert, die der Film später selten wieder erreicht. Ebenso gelungen ist das Treffen beim Dealer (großartig gespielt!).
Michael Caine trägt den Film. Er ist kein Clint Eastwood. "Harry Brown" ist kein "Gran Torino". Wo Eastwood gerne versöhnlich und väterlich wird, da wird Caine umso härter. Hier gibt es klare Fronten, jung und alt, die sich erst gegen Ende auflösen.
Bis dahin brilliert der Film als Milleu-Abbild und Gesellschaftsverriss und auch wenn HB oft das gewisse etwas fehlt, so arbeitet er handwerklich stets auf hohem Niveau.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSchon allein der Name des Hauptdarstellers ist vermutlich für viele Leute Grund genug, sich diesen Film anzusehen, aber Michael Caine ist nicht nicht das einzig sehenswerte an 'Harry Brown'. Harry (Caine) lebt in einer englischen Sozialsiedlung, mit der es langsam bergab geht. Nach dem Tod seiner Frau bleibt dem Rentner nur noch sein bester Freund Leonard (David Bradley), der sich von einer Jugendgang bedroht fühlt. Als Leonard getötet wird, verzweifelt der hochdekorierte Exsoldat und sinnt schließlich auf Rache.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenRegisseur Barber hat ein sehr gutes Gefühl für die Tristesse und die Einsamkeit, aber auch für das Bedrohliche in den ärmeren Vierteln des modernen London. In dieser Stimmung entfaltet er ein Selbstjustizdrama von enormer Sogwirkung. Die Bilder sind auf subtile Art exzellent ausgesucht, und die Tonspur beeindruckt mit unterschwelligem Rauschen wie auch beängstigendem Dröhnen und darüber hinaus ausgezeichneter Musik. Stärkste Szene: Browns erster selbstgewählter Einsatz - eine Sequenz voll dräuender Spannung, die sich mehr und mehr zu entladen droht.
Dabei kann man dem Film schon vorwerfen, daß er die Fans brutaler Rachethriller zufriedener stellt als jene der akkuraten Sozialstudie, aber HARRY BROWN stellt trotzdem die wichtigen Fragen oder wirft sie zumindest auf. Natürlich ist dies Michael Caines Show, der wieder einmal mit Würde als Zentrum eines Films thront und wie kein Zweiter Trauer und Schmerz, aber auch Zorn spielen kann.
Schwachpunkte: Das schlappe CGI-Blut im Finale und die krass fehlbesetzte Emily Mortimer als wohl jämmerlichste Polizistin der Filmgeschichte. Und Browns Wandel vom Trauernden zum eiskalten Racheengel kommt auch etwas schnell.
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Graf Krolock Sun, 28 Nov 2010 19:02:27 -0000
Antwort löschenDanke für den Kommentar. Das passt!
der cineast Wed, 27 Jul 2011 15:52:47 -0000
Antwort löschenTrotzdem ne 8,5? Julio Julio.
Kommentare (143) — Film: Harry Brown
fuqqthesystem Sun, 12 May 2013 22:29:46 -0000
Kommentar löschenGanz schön fies kann er sein, der alte Mann... Michael Caine macht mit seinem Schauspiel aus einem eher durchschnittlichen Drama einen beklemmenden und ungemütlichen Rachethriller mit Erinnerungswert.
Die Verwandlung vom traurigen, einsamen Mann, der seine Frau und seinen einzigen Freund verloren hat, zum erschreckend brutalen (fast schon Profi-) Killer gelingt Caine verdammt gut.
Der Film fängt an und schon erlebt man seinen ersten "ThaFuck?!" Moment. Und es wird nicht besser. Echte Parasiten, diese Junkie-Kids.
Das Gesehene macht einen wütend und lässt eine nicht unzweifelhafte Sympathie für Browns Handeln empfinden.... aber das soll ja so sein. Obwohl es verdammt krass und gemein zur Sache geht.
Einige Szenen wirken alles in allem sehr atmosphärisch und ungemütlich, zum Beispiel diese mit den Waffenhändlern. Man fühlt sich nur beim zuschauen so, als müsste man dringend mal duschen gehen, richtig ekelhaft, die Bude. Und die zwei Gestalten machen das ganze auch nicht angenehmer.
Andere Szenen werden nur von Caines schauspielerischen Leistungen getragen(hab ich schon erwähnt, dass der Mann gut ist? :D ).
Alles in allem kann man aber sagen, dass "Harry Brown" ein guter, wenn auch keineswegs schöner, Film mit atmosphärischer und dramaturgischer Tiefe ist, der bestimmt einen gut sichtbaren Platz im DVD-Regal bekommt.
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elmnope Sun, 12 May 2013 22:45:36 -0000
Antwort löschenDas ist doch schon ein ganz schön langer Kommentar :)
fuqqthesystem Sun, 12 May 2013 23:15:59 -0000
Antwort löschen:D
the assassin 666 Thu, 25 Apr 2013 20:14:55 -0000
Kommentar löschenBehäbiger, zynischer und unentschlossender Mix aus Drama und Selbstjustizreißer, aber die Location und Michael Caine sind erstklassig. :)
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VIGILANTE84 Wed, 10 Apr 2013 13:48:10 -0000
Kommentar löschenRau , trist und unbequem.....Grossbritanniens wirklich knallharte ungeschönte Antwort auf ''Gran Torino''.....und obwohl ich ja Clint Eastwood fan bin sage ich ,dass Harry Brown der bessere Film ist .
Michael Caine spielt den Selbstjustiz ausübenden , verzweifelten Rentner sehr engagiert und ebenso überzeugend ,so kann man mit der leidenden Figur bestens mitfiebern -zumindes erging es mir so
Die Thematik mit der assozialen ,gewaltbereiten Drecksjugend die vor nichts mehr zurückschreckt ist nicht immer so leicht zu verdauen und allein die Anfangsszene kündigt (auf schockierende Weise) an in welche Richtung es geht und wo der Härtegrad anzusetzen ist .
Eine der spannensten Szenen ist die wenn Michael Caine bei zwei völlig abgedrehten verstörenden Junkies eine Waffe kaufen möchte .
Die geschnittenen Szenen sind es wert wenigstens einmal angeschaut zu werden und hätten den Film zusätzlich aufgewertet .
*Pflichtprogramm für Freunde des filmischen Vigilantismus*
P.S. auf etwaige Inhaltsangaben habe ich bewusst verzichtet ,wer sich für den Film interessiert kann ja neben meiner Wertung den Trailer schauen....
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Julian F. Tue, 02 Apr 2013 15:25:36 -0000
Kommentar löschenEin Thriller, dessen plötzliche Hinwendung zur Gewalt etwas erschreckend sein kann, die aber durch den Kontrast zum bürgerlichen Leben des Hauptprotagonisten interessant wird. Eine intelligente Charakterstudie gelingt zwar letztenendes nicht wirklich, aber die Klimax des Films, die Massenausschreitungen in den englischen Vorstädten und die Hilflosigkeit der dortigen Polizei zeigt, greift immerhin spätere reale Geschehnisse voraus. Selbstjustiz wird auch nicht positiv dargestellt, sondern sogar hinterfragt. Michael Caine dürfen wir für eine gute Leistung danken, und angesichts der Aktualität dieses Themas ist es schade, dass der Film so untergegangen ist.
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siXer Mon, 25 Mar 2013 00:26:52 -0000
Kommentar löschenDie Moral ist wirklich bedenklich, jedoch macht es Spaß Michael Caine zu zusehen.
Spoiler.....
Jedoch wieder so ein nerviger Twist am Ende...
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Martin Quilitz Sun, 24 Mar 2013 17:08:16 -0000
Kommentar löschenKlasse Film über die Abgründe in den Vororte Englands und einem alten Mann, der die Schnauze davon gestrichen voll hat. Klasse!
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rai1mund Sun, 03 Mar 2013 18:05:24 -0000
Kommentar löschenÄrgerlich!
Rachephantasien sind wie Pornophantasien. Sie führen zu Selbstbefriedigung.
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lysandros.nedos Sun, 17 Mar 2013 22:48:39 -0000
Antwort löschenUnd das ist zwangsläufig schlecht?
Filmkenner77 Sun, 03 Mar 2013 15:36:57 -0000
Kommentar löschen"Harry Brown" ist vordergründig betrachtet im Prinzip ein Selbstjustizthriller im Stile von "Ein Mann sieht rot". Überspitzt könnte man ihn auch "Ein Rentner sieht rot" oder "Schreibt mir die Alten nicht ab" nennen.
Michael Caine in der Rolle eines ehemaligen Nordirland-Veteranen, der sich nach dem Tod seines Freundes an einer brutalen Straßengang rächt, liefert eine grandiose Vorstellung ab, obwohl die Story auf den ersten Blick wahrlich nicht innovativ erscheint. Regisseur Daniel Barber inszeniert blau-graue, triste Bilder einer Problemsiedlung im Süden Londons, die wie von der restlichen Gesellschaft ausgeschlossen wirkt. Drogen, Waffen und Gewalt bestimmen den Alltag einer zum Scheitern verurteilten Jugend. Die Gewaltspirale dreht sich unaufhörlich weiter, Empathie ist ein Fremdwort. In einer Gesellschaft, in der die Polizei keine Lösungen mehr findet, Recht und Ordnung mit Füßen getreten werden, bedient sich Harry Brown jener Mittel, die die Gegner einsetzen und schlägt sich sozusagen mit ihren eigenen "Waffen".
Es ist aber auch die Geschichte eines alten, hochdekorierten Mannes, der im Namen seines Vaterlandes gekämpft hat, nun aber seinen Lebensabend in einer kärglichen Wohnung fristet, inmitten des menschlichen Abschaums, der die gesamte Wohngegend terrorisiert. Somit ist der Film nicht noch eine Studie über den gesellschaftlichen Verfall, sondern förmlich auch ein Aufruf nach dem Motto: "Seht, wie ihr mit den Soldaten umgeht, die für euer Land gekämpft und ihr Leben riskiert haben."
"Harry Brown" funktioniert auf mehreren Ebenen und ist daher manch anderem, eher plump geratenem Selbstjustizthriller deutlich überlegen. Interessant ist die letzte Einstellung. Wie wird sich Harry Brown entscheiden, wenn er zur Unterführung schaut und schließlich hineingeht. Er ahnt, dass er eine Schlacht, aber nicht den Krieg auf den Straßen gewonnen hat. Die Verhältnisse werden sich nicht ändern und andere in diesem Schmelztiegel den Platz jener einnehmen, die er zuvor bekämpft hat. Wird er seinen Feldzug fortsetzen in diesem trügerischen Moment der Ruhe? Ein deprimierendes oder ein hoffnungsvolles Ende? Jeder Zuschauer möge dies selbst für sich entscheiden.
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Simon Moon Sun, 03 Mar 2013 19:12:26 -0000
Antwort löschenSehe ich ähnlich. "Harry Brown" ist eher eine Milieustudie als ein klassischer Rachefilm, sozusagen ein Zwitter. Da einem der konservative Harry auch nicht wirklich ans Herz wächst, sehen wir eine Welt der Armut und der daraus resultierenden Gewalt. Sozusagen eine Art "Taxi Driver", nur das der jetzt ein Rentner ist.
TonyStark Wed, 27 Feb 2013 09:41:12 -0000
Kommentar löschenNach überwiegend sehr positiven Kommentaren und Bewertungen von Harry Brown habe ich den Film am OSCAR-Abend aufgenommen und gestern abend angeschaut. Ich war dann doch etwas enttäuscht über die langatmige erste Stunde, die permanente Vorhersehbarkeit der Story und keinerlei vorhandener Überraschungen. Gnädige 5 Punkte weil ich Michael Caine immer sehr gerne sehe.
PS.: Unverständlich bleibt allerdings wie sich die Polizei von so ein paar dahergelaufenen Jugendlichen derart vorführen lassen kann.
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natural born zombie Mon, 25 Feb 2013 21:38:49 -0000
Kommentar löschenSehr deprimierend, wenn die Verhältnisse in den"Problemvierteln" England wirklich realistisch dargestellt sein sollten. Da bekommt man selbst eine Scheiß-Wut.
Aber der Film ist gerade deswegen grandios!
Er zeigt ungeschönt das Leben in den Armensilos und die Auswüchse des Drogenkonsums, da ist man wieder froh, hier beschaulich und friedlich leben zu können.
Der Film schafft es problemlos, dass man gewollt oder ungewollt mit dem Rächer sympatisiert.
Die Schauspieler sind toll, nicht nur Michael Caine, sondern gerade auch Emily Mortimer.
Ich bin noch ganz mitgenommen.
Fazit: absolut sehenswert!
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Jormungand Mon, 25 Feb 2013 10:28:27 -0000
Kommentar löschenSelbstjustizfilme sind zwar ein schwieriges Thema verfallen leicht in Schwarz-Weiß-Malerei, aber durch das eindrucksvolle Schauspiel unter anderem von Michael Caine, sowie einer super Inszenierung, guter Spannung und einer überraschenden Wendung machen den Streifen zu einer wahren Perle!
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nithical Mon, 25 Feb 2013 09:59:48 -0000
Kommentar löschenSehr mitreißender Rache Thriller, der überraschenderweise trotz Rentner-Rambo funktioniert. Denn die Figuren sind - trotz absolut konsequenter schwarz-weiß-Schublade - stimmig und der Rache-Feldzug macht Spaß. Für mich eine Mischung aus "Falling Man" und "96 hours" mit einer Prise "Fish Tank".
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metalhero1993 Mon, 25 Feb 2013 09:56:15 -0000
Kommentar löschenDer ewige Gentleman mit Chuzpe, Michael Caine als erschütterter, gebrochener Veteran auf einem verzweifelten Rachefeldzug. Wunderbarer Film mit starken Kontrasten zwischen Hoffnung, Machtlosigkeit, Widerstand und Verweiflung. Und verdammt, wirkt dieser bald 80-jährige einschüchternd, wenn man ihm eine Waffe in die Hand drückt.
Kein Actionfilm, aber mit brutalen Momenten, nicht zuletzt durch ergreifende, dramatische Momente im Leben des Harry Brown. Absolut sehenswert und für mich, vor allem durch teils wunderbare Kameraeinstellungen und Szenenspiel, ein absoluter Überraschungsfilm im TV-Programm.
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lolanil Sun, 24 Feb 2013 23:59:38 -0000
Kommentar löschenIch mochte den Film. Zum einen ist Michael Caine für mich einer der Besten seines Fachs, zum andern, meine ich, ist die Gewaltdarstellung durchaus real und auch das Leiden derer, die zu Opfern werden. Dass die Justiz gegen Schwerstkriminelle oft genug nicht wirklich etwas ausrichten kann, ist Fakt. Dass jemand wie Harry Brown angesichts des alltäglichen Wahnsinns ausrastet, ist nachvollziehbar. Wer hätte nicht selbst schon gern zur Waffe gegriffen und Harry tut es im Film stellvertretend für uns alle. So ist wenigstens auf der Leinwand alles gut. Gewalt gegen Gewalt ist keine Lösung, aber es tut manchmal gut, sich der Illusion hinzugeben, es könnte so einfach sein....
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hagenb Mon, 25 Feb 2013 10:47:02 -0000
Antwort löschenWo bitte ist das denn Fakt?
Dr.Hasenbein Sun, 24 Feb 2013 23:37:05 -0000
Kommentar löschenIrgendwann tun sie es alle!
Irgendwann üben sie alle Selbstjustiz!
Und nun also auch Sir Michael Caine!
Harry Brown ist 2009 scheinbar völlig an mir vorbei gezogen.
Der Name erinnert zudem eher an eine unspektakuläre TV Serie deren Hauptfigur Titelgebend ist.
Was der Film nun am "Oscar Day" auf Pro 7 zusuchen hat ist jetzt mal dahingestellt,
jedenfalls wurde ich so auf ihn aufmerksam.
Im Grunde ist "Harry Brown" nur ein ganz normaler und durchschnittlicher Rachethriller,
aber die Tatsache dass es eben diesmal Michael Caine ist der das Gesetz in seine eigene Hände nimmt wertet ihn nochmal etwas auf.
Es ist einfach so dass Caine jeden Film in dem er mitwirkt eine gehörige Portion Würde verleiht.
Und wenn es eben ein Film wie "Harry Brown" ist!
Anfangs zeigt der Film ziemlich realistisch den Alltag eines Rentners der in seiner Nachbarschaft Probleme mit einer Jugendgang hat.
Leider ändert sich das beim Rachefeldzug gegen eben diese!
Dem Film hätte es besser getan wenn Caine`s Charakter ein normaler Rentner ohne Kampferfahrung gewesen und die Gang nicht so plump und überzogen gezeichnet wäre.
So ist es eben doch wie immer und nur der Aufstand am Ende und das alter des Titelhelden kann dem "Charles Bronson" Genre etwas neues abgewinnen!
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uncut123 Sun, 24 Feb 2013 22:02:10 -0000
Kommentar löschenâls der damals raukam hab ich ihn zuletzt gesehen und irgendwie vergessen...ist ein super streifen der richtig zur sache geht...
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Murphante Sun, 24 Feb 2013 23:16:37 -0000
Antwort löschenMichael Caine sieht langweilig gegen Clint Eastwood´s besseren Film "Gran Torino" aus ... von mir gab´s nur 4 Points ;-)
uncut123 Sun, 24 Feb 2013 23:51:08 -0000
Antwort löschentorino ist auch besser schon wegen den rassistischen sprüchen aber der hier hat ne 4 punkte bewertung echt nicht verdient...versteh nicht was gegen den film hier hast...
Alle 4 Antworten zeigen
Murphante Mon, 25 Feb 2013 15:01:01 -0000
Antwort löschenAlso eins vorweg ...
Ich habe lange Zeit die Finger von dem Film hier gelassen weil wieder mal so ein Scheiss Spruch das DvD Cover unnötig beschmutzen lassen musste mit dem Hinweis:
"Die britische Antwort auf Gran Torino" oder "Grandios, bestätigt Caine als den King of cool Sun" ... ich finde bei weitem diesen Vergleich zwischen diesen Filmen wieder ein mal völlig unangebracht... weil der gute alte Clint Eastwood viel mehr in mir bewegt hatte in seinem grandiosen Streifen "Grand Torino" ... aber watt solls ...nu hab ich ihn mir reingezogen ... und ich weiß gar nicht so recht ob er seine 7 Punkte wirklich verdient hat ... so die Vorhersage von Moviepilot ... nur stelle ich mir die Frage ... wenn ich jetzt den guten Clint nicht jetzt gesehen hätte ... wie würde ich dann über den guten Caine denken ... den man immer als lieben und treuen Gefährten von Batman kennt ... wird nun ein rachsüchtiger Killer der natürlich ganz viele Orden verliehen bekommen hat und Auszeichnung für seine Dienste als Royal Marine ...
Nun denn hätte ich vielmehr dafür erwartet und so nahm mich der Film eigentlich nicht so wirklich in seinen Bann ... und war auch nicht gerührt von den Schicksal des Harry Brown ... es gab ein paar coole Moves und Ahaaa Effekte ... aber das war´s auch schon wieder gewesen ... Das Aufräumkommando war ja mal mehr als schlecht und hat sich ja schon zurückdrängen lassen ... anstatt mal mit Tränengas oder ähnlichem zurück zu schmeißen ... fand ich mehr als schwach ... aber es sollte wohl einfach so aussehen lassen das die Polizei in der Unterzahl ist und das diese Gangs dort ihr Viertel unter Kontrolle haben ...
Das Ende des Films war ja mal mehr als schlecht ... und lässt mich schon wieder echt überlegen ob ich dem Film nur 3 Punkte geben soll ...
deswegen beende ich es einfach hier und jetzt mit einem ...
Ein Mann räumt auf, der alte Mann macht seinen Lauf ... zwar lasch und locker, es haut nicht vom Hocker, dennoch steckt hier eine wahre Begebenheit, und zeigt uns die verkorkste Jugend und dessen Leid ...
wer Gran Torino nicht kennt kann ja mit Harry Brown mal anfangen ^^
aber ich sag Euch jetzt ... ihr werdet vom guten Clint Eastwood mehr als begeistert sein
wenn man seinen Humor mag und versteht ...
uncut123 Mon, 25 Feb 2013 16:47:56 -0000
Antwort löschendas ende ist echt nicht so dolle...und als vorspeise wär brown echt geeignet zur hauptspeise torino ...stimmt! und davor als "aperitif" bronsans ein man sieht rot...g
Spike1990 Mon, 18 Feb 2013 08:54:47 -0000
Kommentar löschenSolider Rache-Thriller. Der gute Sir Michael Caine wertet den Film sehr auf. Ohne seine Beteiligung hätte ich eine andere Bewertung abgegeben
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KonTaicho Thu, 14 Feb 2013 20:30:36 -0000
Kommentar löschenEin wahrlich starkes Stück, was Michael Caine hier in "Harry Brown" abliefert.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass "Harry Brown" davon handelt, dass ein rüstiger Marine, der wirklich alles verlor, was ihm lieb und teuer war, sich die abgefuckte Situation in seinem abgefuckten Viertel, welches von abgefuckten gewalttätigen und dealenden Jugendlichen belagert wird, nicht mehr länger anschauen kann und will.
Der Charakter "Harry Brown" erhält hierbei eine unglaubliche Tiefe und Intensität, was Caine durch seine mimische Perfektion unterstreicht und dem Zuschauer seine Verbittertheit wie mit einem Baseballschläger in die Birne holzt.
Diese Verbittertheit steht dem Hass und der Gewalt der Jugendlichen entgegen, welche tatsächlich wunderbar mit dem Attribut "abgefuckt" beschrieben werden können ( man denke nur an die zwei Waffenverkäufer, lecko mio ).
Das Besondere an "Harry Brown" ist nun, dass er neben wohl portionierter Gewalt und einem Haufen tollwütiger Jugendlicher auch ein klasse Schauspiel bietet, sei es von Brown selbst, Mr. Filch ( war ers wirklich, oder sieht er ihm nur so verdammt ähnlich? ) oder der jungen Polizistin.
"It's not Northern Ireland Harry."
"No it's not. Those people were fighting for something; for a cause. To them out there, this is just entertainment."
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hagenb Sat, 02 Feb 2013 23:19:38 -0000
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Diese bösen Jugendlichen, Gangstern in der Unterführung, rauchen Gras, machen Autos kaputt, ermorden ein paar alte Männer und machen davon Handyvideos. Wie man das eben so kennt. Da ist der Rechtsstaat dann auch schnell am Ende. Gut, die Kommissaren versucht es noch kurz, scheitert dann aber an der Tatsache das sie eine Frau ist. Und außerdem kann die Polizei ja nichts anderes tun als nach einem Geständnis zu fragen. Spurensicherung ist bestimmt der "Sparpolitik" zum Opfer gefallen. Der vorgesetzte ist da auch keine Hilfe, der ist nämlich natürlich nur daran interessiert, und das liegt in der Natur der Vorgesetzten, Untergebene von irgendwelchen Fällen abzuziehen und Pressekonferenzen zu geben.
Aber noch ist die Hoffnung nicht dahin, denn es gibt ja noch Harry. (Nein, nicht den Pudel von Derrick. Der hier ist viel cooler.) Der war bei der Armee (wow!) ist eine echter Gentleman (klasse!) spielt Schach (uihuihui) und natürlich hat er seine Frau geliebt (oooh). Der hat dann irgendwann keine Lust mehr auf rumgangstern und kauft sich ne Waffe bei Gollum. Gollum hat so eine Art Gangster Tante Emma Laden. Da verkauft er dann Gras, Waffen und minderjährige Crack-Nutten. Weil Gollum so ein richtig böser ist und auch noch so aussieht macht Harry ihn dann gleich erstmal kaputt. Anschließend sind natürlich die Jugendlichen dran, die Hausmeister Filch umgebracht haben.
Ja und dann gibt es noch ein bisschen Krawall (schließlich spielt der Film ja in London) und das große Finale in dem Harry dem Onkel des Jugendlichen-Häuptlings freiwillig seine Kanone gibt. Der ist dann aber auch ganz fies und will Harry meuchelmorden. Das klappt natürlich nicht, denn Harry Brown meuchelmordet man nicht einfach so. Am Ende sind die Bösen tot und alles wird gut. Deswegen ermordet jetzt auch niemand mehr alte Menschen in der Unterführung und dem Lungenleiden geht es dadurch auch gleich besser.
Naja, außer der Frau Kommissarin, der geht es nicht so gut, weil ihr Vorgesetzter halt nen fieser Typ ist. Deswegen will sie dann auch die schöne Medaille nicht haben.
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KonTaicho Thu, 14 Feb 2013 20:35:34 -0000
Antwort löschenDu laberst scheiße.
Pardon.
hagenb Sat, 16 Feb 2013 23:39:43 -0000
Antwort löschenDas sehe ich natürlich ein bisschen anders ;)
Mac_C_Tiro Mon, 18 Feb 2013 09:43:45 -0000
Antwort löschenFilme sind natürlich immer Geschmacksache, aer diese Kritik und Bewertung kann ich nicht nachvollziehen.. allein schon für Caines authentisches, ausdruckstarkes Spiel hat der Film mind. 5 Punkte verdient!
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hagenb Mon, 18 Feb 2013 19:49:04 -0000
Antwort löschenNatürlich ist Michael Cayne nicht schlecht. Das ist er nie.
Und wenn ich ehrlich bin ist die 0,5 auch keine Wertung, in die Verschiedene Objektive Kategorien wie Schauspielerleistung & Co. eingeflossen sind. Es drückt viel mehr meine unglaubliche Enttäuschung aufgrund der, meiner Meinung nach, massiv eindimensionalen Story aus.
Ich bin absolut kein Freund von Rache Filmen und beurteile diese deswegen immer ein wenig schlechter als viele andere.
Bei Harry Brown hatte ich mich schon drauf eingestellt und wurde trotzdem überrascht.
Bei einem derart komplexen, politischen und aktuellen Thema so flach drauflos zufeuern finde ich frech. Um einen Film zu finden der ähnlich viele Klischees bedient muss man sonst in der tiefsten Schublade der Romcoms suchen...
hagenb Mon, 18 Feb 2013 19:51:52 -0000
Antwort löschen*caine ^^
JanoX Tue, 29 Jan 2013 15:52:44 -0000
Kommentar löschen"Wenn sie mich fragen tut uns Harry Brown einen riesigen Gefallen!"
Michael Caine tut diesem Film sichtlich gut, denn ohne ihn wäre es tatsächlich nur ein dahin geworfenes Gewaltdrama aus einer hässlichen, englischen Vorstadt geworden.
Die Brutalität ist heftig, hier auch wieder die Frage nach dem FSK, der mich nicht selten mit komischen Rankings überrascht. Das hier ist ein klarer Fall von keiner Jugendfreigabe, so exzessiv das ganze vor der Kamera passiert.
Wie dem auch sei, der Film macht vieles gut und verleiht dem Zuschauer diese dunkel-böse Atmosphäre, die teilweise wirklich an einem zerrt (Szene der beiden Drogenjunkies, bei denen Brown sich eine Waffe kaufen möchte). Trotzdem bleibt nichts hängen, der Film ist und bleibt eine moralische Einbahnstraße, mit viel zu klarem Ausgang.
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