Harry Brown

Harry Brown (2009), GB Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 13.11.2009

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6.0
Kritiker
20 Bewertungen
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7.1
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2753 Bewertungen
152 Kommentare
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von Daniel Barber, mit Michael Caine und Emily Mortimer

Michael Caine kann als Harry Brown nicht das ruhige Rentnerdasein genießen, denn ihm steht der Sinn nach Rache, nachdem eine Gang seinen besten Freund umbringt.

Wer nichts mehr zu verlieren hat und dazu eine Riesenwut im Bauch, kann sehr, sehr gefährlich werden. Harry Brown (Michael Caine) ist Witwer und sein einziger Freund Leonard Attwell (David Bradley) wird von einer Gang brutal ermordet. Ihm ist nichts geblieben und deshalb räumt er jetzt auf. Statt resigniert sein stilles Rentnerdasein weiterzuführen, packt der ehemalige Royal Marine noch einmal die Knarre aus und lehrt dem gewalttätigen Abschaum in seinem Viertel gründlich das Fürchten. Den harten Jungs bleibt das überhebliche Gelächter schnell im Hals stecken, denn Harry weiß noch genau, wie’s geht. Ein Mann sieht rot – blutrot!

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Regie
Schauspieler

Kritiken (8) — Film: Harry Brown

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Michael Caine transportiert in Harry Brown auf eindrucksvolle Weise die stille Verzweiflung und Resignation seines Alter Egos, dieses einsamen alten Mannes, der sich – nichts mehr zu verlieren – ein letztes Mal aufrafft, um die Durchsetzung seiner Definition von Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen. Durch die einfühlsame Interpretation seiner Figur erscheint Harry Browns Handeln stets nachvollziehbar und seine Ohnmacht glaubhaft. Als sozialkritisches Werk funktioniert der Film nichtsdestotrotz eher weniger, denn zu stilisiert sind die Feindbilder, zu stereotyp ihre Charaktere, zu einseitig die Darstellungsweise. [...]

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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/

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7.5Sehenswert

Harry Brown ist ein aktueller Vertreter aus dem Selbstjustiz-Thrillergenre. Sehr gut gefallen hat mir der eindeutig zu erkennende, europäische Look und das völlige Fehlen von unangebrachtem Hollywoodglanz.

Gleich die Eröffnungssequenz zieht einen sofort in den Film hinein. Zwei von Drogen zugedröhnte Teenager rasen auf einem Motorrad durch den Park, schiessen dabei zum Spass auf eine Mutter, die gerade ihr Baby im Kinderwagen vor sich herschiebt und krachen dann bei der darauffolgenden übereilten Flucht in einen vorbeifahrenden LKW.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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2.0Ärgerlich

[...] Tatsache ist aber auch, dass das Kino der letzten Jahre zumindest in manchen Genres wieder ideologischer geworden ist: [...] Michael Caine gibt den Batman für die Vororte und beschützt uns vor Dealern und Gangstern, insgeheim aber auch vor U-Bahn-Schlägern, HipHop-Kiddies und sonstigen Gestalten, denen man nachts nicht unbedingt begegnen möchte. Insofern bedient "Harry Brown" die Nachfrage nach einer starken Direktjustiz, deren Hände nicht durch Bürokraten gebunden ist. [...]
Problematisch ist jedoch, wenn sich ein Film massiv von seinem dokumentarischen und doch fiktiven Kontext löst, und er nahelegt, dass nicht nur die Problemstrukturen, sondern auch die Problemlösungen vom Zelluloid auf die Realität übertragen werden sollen. Dies ist der Punkt, an dem sich Vigilantenverfilmungen wie "Batman" von Machwerken wie "Harry Brown" unterscheiden: Der Film wirft eben nicht nur Fragen auf - er beantwortet sie auch: Mit einer zweistündigen Allmachts- und Rachefantasie als Allroundlösung.

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

SamHook

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Übrigens bin ich generell der Meinung Aristoteles der von Katharsis, also der Reinigenden Wirkung des Zuschauers durch ein Stück auf der Bühne, und insbesondere der inszenierten Gewalt spricht und bin mir da eben nicht sicher ob einem gesunden, erwachsenem Mensch auch gezeigt werden muss ob Gewalt an sich gut ist. Voraussgesetzt natürlich man tickt richtig :) Wobei ja auch hier die Deutungen des Begriffs ja je nach Meinung auseinandergehen.


missplaced

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Die Katharsis-Theorie gilt gemeinhin als widerlegt. Es gibt genügend Untersuchen die u.a. zeigen konnten, dass ein sich Aussetzen mit gewalthaltigen Reizen, aggressives Ausleben wie Brüllen, Fluchen etc. eher dazu führt, dass man in der Aggression verweilt bzw. diese aufrechterhalten wird. (oder einfach ausgedrückt, man steigert sich rein/analog übrigens auch mit anderen Emotionen)

Die Menschen in kranke und gesunde Geister zu scheiden scheint mir auch einwenig arg einfach. Als gäbs nur schwarz und weiß, nur gute und böse Menschen. (Sofern ich das Kommentar richtig verstanden habe)
Was die viele Gewalt in Medien mit uns macht ist noch gar nicht hinreichend erforscht oder geklärt und schon gar nicht auf den Einzelnen bezogen..
Auch wenn es Menschen gibt die virtuelle Gewalt von echter zu unterscheiden wissen und demzufolge für sich selbst schadlos zu interpretieren vermögen, so steht der Begriff "gesunder Mensch" auf arg wackeligen Beinen.

Was heißt gesund? Und ab wann ist man denn gesund?

Filme als Kunst und/oder Gesellschaftskritik. Nun dazu nur ein paar Worte. Man muss immer bedenken, dass ein Film mit einer Botschaft -egal welcher Art - immer unterschiedlich von Zuschauern interpretiert werden kann und wird. Und damit egal wie klar eine Botschaft ist, nicht automatisch auch so verstanden werden muss.
Auch das hat in meinen Augen weniger mit "gesund" oder "krank" zu tun. Spricht aber im Folgenden auch nicht gerade FÜR den Film "Harry Brown"...

Nichts desto trotz, um jetzt endlich mal zum Film zu kommen, hat "Harry Brown" für mich nur eine Botschaft "Die Welt ist furchtbar schlecht geworden". Wer immer diesen Film inszeniert hat, wollte einfach nur mal richtig seinen Frust rauslassen, wollte überspitzt die Schlechtigkeit und Beschränktheit von Menschen zeigen und in der aufkommenden Wut, Ohnmacht und Frustration einfach mal mit allem abrechnen.
Dabei kommt dem Film durchaus zu Gute, dass die Protagonisten seitens der Jugendgang ein ziemliches Extrem darstellen und den Zuschauer nicht nur frustrieren sondern deren Gewaltbereitschaft -wenn auch nur imaginär- herauszufordern vermögen.

Viel mehr seh ich in diesem Film aber nicht. Thema Selbstjustiz, zerfallende Machtstrukturen, entgleisende Jugend nichts davon wird im Film hinterfragt oder sich irgendwie näher damit auseinander gesetzt. Was man vllt. hinsichtlich eines Films der auf Unterhaltung abzielt vernachlässigen könnte....wenn er denn unterhaltend wäre!?

Nun.. wenn man aslo alle 5 gerade stehen lassen kann und nichts groß erwartet, treibt "Harry Brown" trotzdem einfach nur im Mittelmaß. Das gabs alles schon mal und irgendwie besser, raffinierter und sinnvoller.

(Woher kommt mir nur dieser Sound bei der Rauch-vor-der-Tür-Szene so bekannt vor? *kopfkratz*)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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2.0Ärgerlich

[...] "Harry Brown" formuliert nie den Hauch eines Zweifels am perfide und geschickt motivierten Selbstjustizakt seines autoritären Helden, er bejubelt die pathetischen Taten des Amok laufenden Witwers mit heiterer Genugtuung und fragwürdig symbolträchtigen Bildern unter versuchter Einbeziehung seines Publikums, während er die Titelfigur munter glorifizierend über bessere Zeiten im Zweiten Weltkrieg sinnieren lässt, weil dort schließlich noch sinnvoll gemordet worden sei. Regisseur Daniel Barber mag hier ja auf umständliche Art wichtige Fragen anreißen, seine Antworten aber sind die denkbar simpelsten. Dank seiner effektiven propagandistischen Inszenierung, seines starken Hauptdarstellers und milde diskursiven Potenzials ist das immerhin ein unterhaltsamer Scheißfilm, der in seiner teils grotesken Überzogenheit und lachhaften Weltanschauung schon fast Comiccharakter besitzt. Unterm Strich aber ein gefährlich dummer Aufmerksamkeitserreger, verkleidet als makelloser Thriller für ideologische Analphabeten, geistige Hinterwäldler und die Thilo Sarrazins von morgen.

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 36 Antworten

SamHook

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Der Inhalt war zumindest unter Politikern teilweise Tabu, wie man an den Reaktionen sah. Übrigens finde ich Sarzzin ist einfach kein guter Schreiber und provoziert einfach auch an gewissen stellen bewusst, ist aber kein Volksverhetzer oder Rassist wie eben in vielen Tageszeitungen behauptet wurde, daher sollte man das Buch eben doch gelesen haben wenn man es als Beispiel zu Rate zieht. DAS wäre nämlich sonst wirklich populistisch wie weiter oben geschrieben;) Fand Minoritys ersten Kommentar nämlich wirklich vielfältiger als das. Aber lassen wirs gut sein, hat im Grunde ja nichts im Film zu suchen und den darf ja auch jeder selbst bewerten.


Julian F.

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Was man eher in den Vordergrund rücken sollte ist nicht die Aussage der Selbstjustiz, eher die Schilderung des Milieus. Und nicht zuletzt, dass in England wenige Jahre später die Gewalt-Ausschreitungen in den Städten begannen... mit dem was im Film gegen Ende etwa zu sehen ist. Ich will nicht behaupten, der Film habe etwas visionär vorgezeichnet. Aber mir gibt das zu denken... (Wobei ich von der grundsätzlichen Kritik an Selbstjustiz-Filmen stets unberührt bleibe.)


SiameseMax: SiameseMovies

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8.5Ausgezeichnet

„Harry Brown“: Die Titelrolle wird von niemand Geringerem verkörpert als Schauspiellegende Michael Caine, der seiner Figur eine beeindruckende Tiefe verleiht, und damit gleichzeitig den gesamten Film trägt. Dabei ist der irreführende Catchphrase „King of Cool“, mit dem er und seine titelgebende Figur u.a. auf dem DVD-Cover beworben wird, gänzlich unpassend, denn mit „Harry Brown“ haben wir es glücklicherweise und allen meinen Befürchtungen zum Trotz nicht mit einer üblichen, Action-fixierten oder eben „coolen“ „Ein Mann sieht rot“-Variante zu tun.
„Harry Brown“ zeigt hingegen durchaus realistisch und nachvollziehbar, wie ein alternder, gebrochener Mann, der Familie und Freunde verloren hat und nun nichts mehr übrig ist, was er zu verlieren hätte, das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Von Zweifeln ebenso zerfressen wie von Verzweiflung und Wut getrieben, rächt Harry Brown die brutale Ermordung seines letzten noch lebenden Freundes durch kompromisslos gewaltbereite Jugendliche, die…

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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6.5Ganz gut

Es gibt nur wenige Szenen, die "Harry Brown" über den Einheitsbrei der Selbstjustiz-Filme hinausheben. Da wäre das grandiose Opening mit der Handykamera, was sofort eine erdrückende Stimmung der Gewalt generiert, die der Film später selten wieder erreicht. Ebenso gelungen ist das Treffen beim Dealer (großartig gespielt!).
Michael Caine trägt den Film. Er ist kein Clint Eastwood. "Harry Brown" ist kein "Gran Torino". Wo Eastwood gerne versöhnlich und väterlich wird, da wird Caine umso härter. Hier gibt es klare Fronten, jung und alt, die sich erst gegen Ende auflösen.
Bis dahin brilliert der Film als Milleu-Abbild und Gesellschaftsverriss und auch wenn HB oft das gewisse etwas fehlt, so arbeitet er handwerklich stets auf hohem Niveau.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Schon allein der Name des Hauptdarstellers ist vermutlich für viele Leute Grund genug, sich diesen Film anzusehen, aber Michael Caine ist nicht nicht das einzig sehenswerte an 'Harry Brown'. Harry (Caine) lebt in einer englischen Sozialsiedlung, mit der es langsam bergab geht. Nach dem Tod seiner Frau bleibt dem Rentner nur noch sein bester Freund Leonard (David Bradley), der sich von einer Jugendgang bedroht fühlt. Als Leonard getötet wird, verzweifelt der hochdekorierte Exsoldat und sinnt schließlich auf Rache.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Barber hat ein sehr gutes Gefühl für die Tristesse und die Einsamkeit, aber auch für das Bedrohliche in den ärmeren Vierteln des modernen London. In dieser Stimmung entfaltet er ein Selbstjustizdrama von enormer Sogwirkung. Die Bilder sind auf subtile Art exzellent ausgesucht, und die Tonspur beeindruckt mit unterschwelligem Rauschen wie auch beängstigendem Dröhnen und darüber hinaus ausgezeichneter Musik. Stärkste Szene: Browns erster selbstgewählter Einsatz - eine Sequenz voll dräuender Spannung, die sich mehr und mehr zu entladen droht.

Dabei kann man dem Film schon vorwerfen, daß er die Fans brutaler Rachethriller zufriedener stellt als jene der akkuraten Sozialstudie, aber HARRY BROWN stellt trotzdem die wichtigen Fragen oder wirft sie zumindest auf. Natürlich ist dies Michael Caines Show, der wieder einmal mit Würde als Zentrum eines Films thront und wie kein Zweiter Trauer und Schmerz, aber auch Zorn spielen kann.

Schwachpunkte: Das schlappe CGI-Blut im Finale und die krass fehlbesetzte Emily Mortimer als wohl jämmerlichste Polizistin der Filmgeschichte. Und Browns Wandel vom Trauernden zum eiskalten Racheengel kommt auch etwas schnell.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Graf Krolock

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Danke für den Kommentar. Das passt!


der cineast

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Trotzdem ne 8,5? Julio Julio.



Kommentare (143) — Film: Harry Brown


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fuqqthesystem

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz schön fies kann er sein, der alte Mann... Michael Caine macht mit seinem Schauspiel aus einem eher durchschnittlichen Drama einen beklemmenden und ungemütlichen Rachethriller mit Erinnerungswert.

Die Verwandlung vom traurigen, einsamen Mann, der seine Frau und seinen einzigen Freund verloren hat, zum erschreckend brutalen (fast schon Profi-) Killer gelingt Caine verdammt gut.

Der Film fängt an und schon erlebt man seinen ersten "ThaFuck?!" Moment. Und es wird nicht besser. Echte Parasiten, diese Junkie-Kids.
Das Gesehene macht einen wütend und lässt eine nicht unzweifelhafte Sympathie für Browns Handeln empfinden.... aber das soll ja so sein. Obwohl es verdammt krass und gemein zur Sache geht.

Einige Szenen wirken alles in allem sehr atmosphärisch und ungemütlich, zum Beispiel diese mit den Waffenhändlern. Man fühlt sich nur beim zuschauen so, als müsste man dringend mal duschen gehen, richtig ekelhaft, die Bude. Und die zwei Gestalten machen das ganze auch nicht angenehmer.
Andere Szenen werden nur von Caines schauspielerischen Leistungen getragen(hab ich schon erwähnt, dass der Mann gut ist? :D ).

Alles in allem kann man aber sagen, dass "Harry Brown" ein guter, wenn auch keineswegs schöner, Film mit atmosphärischer und dramaturgischer Tiefe ist, der bestimmt einen gut sichtbaren Platz im DVD-Regal bekommt.

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elmnope

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Das ist doch schon ein ganz schön langer Kommentar :)


fuqqthesystem

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:D


the assassin 666

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Bewertung6.0Ganz gut

Behäbiger, zynischer und unentschlossender Mix aus Drama und Selbstjustizreißer, aber die Location und Michael Caine sind erstklassig. :)

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VIGILANTE84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Rau , trist und unbequem.....Grossbritanniens wirklich knallharte ungeschönte Antwort auf ''Gran Torino''.....und obwohl ich ja Clint Eastwood fan bin sage ich ,dass Harry Brown der bessere Film ist .
Michael Caine spielt den Selbstjustiz ausübenden , verzweifelten Rentner sehr engagiert und ebenso überzeugend ,so kann man mit der leidenden Figur bestens mitfiebern -zumindes erging es mir so
Die Thematik mit der assozialen ,gewaltbereiten Drecksjugend die vor nichts mehr zurückschreckt ist nicht immer so leicht zu verdauen und allein die Anfangsszene kündigt (auf schockierende Weise) an in welche Richtung es geht und wo der Härtegrad anzusetzen ist .
Eine der spannensten Szenen ist die wenn Michael Caine bei zwei völlig abgedrehten verstörenden Junkies eine Waffe kaufen möchte .
Die geschnittenen Szenen sind es wert wenigstens einmal angeschaut zu werden und hätten den Film zusätzlich aufgewertet .
*Pflichtprogramm für Freunde des filmischen Vigilantismus*
P.S. auf etwaige Inhaltsangaben habe ich bewusst verzichtet ,wer sich für den Film interessiert kann ja neben meiner Wertung den Trailer schauen....

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Julian F.

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Thriller, dessen plötzliche Hinwendung zur Gewalt etwas erschreckend sein kann, die aber durch den Kontrast zum bürgerlichen Leben des Hauptprotagonisten interessant wird. Eine intelligente Charakterstudie gelingt zwar letztenendes nicht wirklich, aber die Klimax des Films, die Massenausschreitungen in den englischen Vorstädten und die Hilflosigkeit der dortigen Polizei zeigt, greift immerhin spätere reale Geschehnisse voraus. Selbstjustiz wird auch nicht positiv dargestellt, sondern sogar hinterfragt. Michael Caine dürfen wir für eine gute Leistung danken, und angesichts der Aktualität dieses Themas ist es schade, dass der Film so untergegangen ist.

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siXer

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Moral ist wirklich bedenklich, jedoch macht es Spaß Michael Caine zu zusehen.

Spoiler.....

Jedoch wieder so ein nerviger Twist am Ende...

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Martin Quilitz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klasse Film über die Abgründe in den Vororte Englands und einem alten Mann, der die Schnauze davon gestrichen voll hat. Klasse!

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rai1mund

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ärgerlich!
Rachephantasien sind wie Pornophantasien. Sie führen zu Selbstbefriedigung.

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lysandros.nedos

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Und das ist zwangsläufig schlecht?


Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

"Harry Brown" ist vordergründig betrachtet im Prinzip ein Selbstjustizthriller im Stile von "Ein Mann sieht rot". Überspitzt könnte man ihn auch "Ein Rentner sieht rot" oder "Schreibt mir die Alten nicht ab" nennen.
Michael Caine in der Rolle eines ehemaligen Nordirland-Veteranen, der sich nach dem Tod seines Freundes an einer brutalen Straßengang rächt, liefert eine grandiose Vorstellung ab, obwohl die Story auf den ersten Blick wahrlich nicht innovativ erscheint. Regisseur Daniel Barber inszeniert blau-graue, triste Bilder einer Problemsiedlung im Süden Londons, die wie von der restlichen Gesellschaft ausgeschlossen wirkt. Drogen, Waffen und Gewalt bestimmen den Alltag einer zum Scheitern verurteilten Jugend. Die Gewaltspirale dreht sich unaufhörlich weiter, Empathie ist ein Fremdwort. In einer Gesellschaft, in der die Polizei keine Lösungen mehr findet, Recht und Ordnung mit Füßen getreten werden, bedient sich Harry Brown jener Mittel, die die Gegner einsetzen und schlägt sich sozusagen mit ihren eigenen "Waffen".
Es ist aber auch die Geschichte eines alten, hochdekorierten Mannes, der im Namen seines Vaterlandes gekämpft hat, nun aber seinen Lebensabend in einer kärglichen Wohnung fristet, inmitten des menschlichen Abschaums, der die gesamte Wohngegend terrorisiert. Somit ist der Film nicht noch eine Studie über den gesellschaftlichen Verfall, sondern förmlich auch ein Aufruf nach dem Motto: "Seht, wie ihr mit den Soldaten umgeht, die für euer Land gekämpft und ihr Leben riskiert haben."
"Harry Brown" funktioniert auf mehreren Ebenen und ist daher manch anderem, eher plump geratenem Selbstjustizthriller deutlich überlegen. Interessant ist die letzte Einstellung. Wie wird sich Harry Brown entscheiden, wenn er zur Unterführung schaut und schließlich hineingeht. Er ahnt, dass er eine Schlacht, aber nicht den Krieg auf den Straßen gewonnen hat. Die Verhältnisse werden sich nicht ändern und andere in diesem Schmelztiegel den Platz jener einnehmen, die er zuvor bekämpft hat. Wird er seinen Feldzug fortsetzen in diesem trügerischen Moment der Ruhe? Ein deprimierendes oder ein hoffnungsvolles Ende? Jeder Zuschauer möge dies selbst für sich entscheiden.

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Simon Moon

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Sehe ich ähnlich. "Harry Brown" ist eher eine Milieustudie als ein klassischer Rachefilm, sozusagen ein Zwitter. Da einem der konservative Harry auch nicht wirklich ans Herz wächst, sehen wir eine Welt der Armut und der daraus resultierenden Gewalt. Sozusagen eine Art "Taxi Driver", nur das der jetzt ein Rentner ist.


TonyStark

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Bewertung5.0Geht so

Nach überwiegend sehr positiven Kommentaren und Bewertungen von Harry Brown habe ich den Film am OSCAR-Abend aufgenommen und gestern abend angeschaut. Ich war dann doch etwas enttäuscht über die langatmige erste Stunde, die permanente Vorhersehbarkeit der Story und keinerlei vorhandener Überraschungen. Gnädige 5 Punkte weil ich Michael Caine immer sehr gerne sehe.

PS.: Unverständlich bleibt allerdings wie sich die Polizei von so ein paar dahergelaufenen Jugendlichen derart vorführen lassen kann.

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natural born zombie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr deprimierend, wenn die Verhältnisse in den"Problemvierteln" England wirklich realistisch dargestellt sein sollten. Da bekommt man selbst eine Scheiß-Wut.
Aber der Film ist gerade deswegen grandios!
Er zeigt ungeschönt das Leben in den Armensilos und die Auswüchse des Drogenkonsums, da ist man wieder froh, hier beschaulich und friedlich leben zu können.
Der Film schafft es problemlos, dass man gewollt oder ungewollt mit dem Rächer sympatisiert.
Die Schauspieler sind toll, nicht nur Michael Caine, sondern gerade auch Emily Mortimer.
Ich bin noch ganz mitgenommen.
Fazit: absolut sehenswert!

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Jormungand

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Bewertung9.0Herausragend

Selbstjustizfilme sind zwar ein schwieriges Thema verfallen leicht in Schwarz-Weiß-Malerei, aber durch das eindrucksvolle Schauspiel unter anderem von Michael Caine, sowie einer super Inszenierung, guter Spannung und einer überraschenden Wendung machen den Streifen zu einer wahren Perle!

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nithical

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr mitreißender Rache Thriller, der überraschenderweise trotz Rentner-Rambo funktioniert. Denn die Figuren sind - trotz absolut konsequenter schwarz-weiß-Schublade - stimmig und der Rache-Feldzug macht Spaß. Für mich eine Mischung aus "Falling Man" und "96 hours" mit einer Prise "Fish Tank".

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metalhero1993

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der ewige Gentleman mit Chuzpe, Michael Caine als erschütterter, gebrochener Veteran auf einem verzweifelten Rachefeldzug. Wunderbarer Film mit starken Kontrasten zwischen Hoffnung, Machtlosigkeit, Widerstand und Verweiflung. Und verdammt, wirkt dieser bald 80-jährige einschüchternd, wenn man ihm eine Waffe in die Hand drückt.
Kein Actionfilm, aber mit brutalen Momenten, nicht zuletzt durch ergreifende, dramatische Momente im Leben des Harry Brown. Absolut sehenswert und für mich, vor allem durch teils wunderbare Kameraeinstellungen und Szenenspiel, ein absoluter Überraschungsfilm im TV-Programm.

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lolanil

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mochte den Film. Zum einen ist Michael Caine für mich einer der Besten seines Fachs, zum andern, meine ich, ist die Gewaltdarstellung durchaus real und auch das Leiden derer, die zu Opfern werden. Dass die Justiz gegen Schwerstkriminelle oft genug nicht wirklich etwas ausrichten kann, ist Fakt. Dass jemand wie Harry Brown angesichts des alltäglichen Wahnsinns ausrastet, ist nachvollziehbar. Wer hätte nicht selbst schon gern zur Waffe gegriffen und Harry tut es im Film stellvertretend für uns alle. So ist wenigstens auf der Leinwand alles gut. Gewalt gegen Gewalt ist keine Lösung, aber es tut manchmal gut, sich der Illusion hinzugeben, es könnte so einfach sein....

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hagenb

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Wo bitte ist das denn Fakt?


Dr.Hasenbein

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Bewertung6.5Ganz gut

Irgendwann tun sie es alle!
Irgendwann üben sie alle Selbstjustiz!
Und nun also auch Sir Michael Caine!
Harry Brown ist 2009 scheinbar völlig an mir vorbei gezogen.
Der Name erinnert zudem eher an eine unspektakuläre TV Serie deren Hauptfigur Titelgebend ist.
Was der Film nun am "Oscar Day" auf Pro 7 zusuchen hat ist jetzt mal dahingestellt,
jedenfalls wurde ich so auf ihn aufmerksam.
Im Grunde ist "Harry Brown" nur ein ganz normaler und durchschnittlicher Rachethriller,
aber die Tatsache dass es eben diesmal Michael Caine ist der das Gesetz in seine eigene Hände nimmt wertet ihn nochmal etwas auf.
Es ist einfach so dass Caine jeden Film in dem er mitwirkt eine gehörige Portion Würde verleiht.
Und wenn es eben ein Film wie "Harry Brown" ist!
Anfangs zeigt der Film ziemlich realistisch den Alltag eines Rentners der in seiner Nachbarschaft Probleme mit einer Jugendgang hat.
Leider ändert sich das beim Rachefeldzug gegen eben diese!
Dem Film hätte es besser getan wenn Caine`s Charakter ein normaler Rentner ohne Kampferfahrung gewesen und die Gang nicht so plump und überzogen gezeichnet wäre.
So ist es eben doch wie immer und nur der Aufstand am Ende und das alter des Titelhelden kann dem "Charles Bronson" Genre etwas neues abgewinnen!

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

âls der damals raukam hab ich ihn zuletzt gesehen und irgendwie vergessen...ist ein super streifen der richtig zur sache geht...

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Murphante

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Also eins vorweg ...
Ich habe lange Zeit die Finger von dem Film hier gelassen weil wieder mal so ein Scheiss Spruch das DvD Cover unnötig beschmutzen lassen musste mit dem Hinweis:
"Die britische Antwort auf Gran Torino" oder "Grandios, bestätigt Caine als den King of cool Sun" ... ich finde bei weitem diesen Vergleich zwischen diesen Filmen wieder ein mal völlig unangebracht... weil der gute alte Clint Eastwood viel mehr in mir bewegt hatte in seinem grandiosen Streifen "Grand Torino" ... aber watt solls ...nu hab ich ihn mir reingezogen ... und ich weiß gar nicht so recht ob er seine 7 Punkte wirklich verdient hat ... so die Vorhersage von Moviepilot ... nur stelle ich mir die Frage ... wenn ich jetzt den guten Clint nicht jetzt gesehen hätte ... wie würde ich dann über den guten Caine denken ... den man immer als lieben und treuen Gefährten von Batman kennt ... wird nun ein rachsüchtiger Killer der natürlich ganz viele Orden verliehen bekommen hat und Auszeichnung für seine Dienste als Royal Marine ...
Nun denn hätte ich vielmehr dafür erwartet und so nahm mich der Film eigentlich nicht so wirklich in seinen Bann ... und war auch nicht gerührt von den Schicksal des Harry Brown ... es gab ein paar coole Moves und Ahaaa Effekte ... aber das war´s auch schon wieder gewesen ... Das Aufräumkommando war ja mal mehr als schlecht und hat sich ja schon zurückdrängen lassen ... anstatt mal mit Tränengas oder ähnlichem zurück zu schmeißen ... fand ich mehr als schwach ... aber es sollte wohl einfach so aussehen lassen das die Polizei in der Unterzahl ist und das diese Gangs dort ihr Viertel unter Kontrolle haben ...

Das Ende des Films war ja mal mehr als schlecht ... und lässt mich schon wieder echt überlegen ob ich dem Film nur 3 Punkte geben soll ...
deswegen beende ich es einfach hier und jetzt mit einem ...

Ein Mann räumt auf, der alte Mann macht seinen Lauf ... zwar lasch und locker, es haut nicht vom Hocker, dennoch steckt hier eine wahre Begebenheit, und zeigt uns die verkorkste Jugend und dessen Leid ...

wer Gran Torino nicht kennt kann ja mit Harry Brown mal anfangen ^^
aber ich sag Euch jetzt ... ihr werdet vom guten Clint Eastwood mehr als begeistert sein
wenn man seinen Humor mag und versteht ...


uncut123

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das ende ist echt nicht so dolle...und als vorspeise wär brown echt geeignet zur hauptspeise torino ...stimmt! und davor als "aperitif" bronsans ein man sieht rot...g


Spike1990

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Bewertung7.0Sehenswert

Solider Rache-Thriller. Der gute Sir Michael Caine wertet den Film sehr auf. Ohne seine Beteiligung hätte ich eine andere Bewertung abgegeben

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KonTaicho

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wahrlich starkes Stück, was Michael Caine hier in "Harry Brown" abliefert.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass "Harry Brown" davon handelt, dass ein rüstiger Marine, der wirklich alles verlor, was ihm lieb und teuer war, sich die abgefuckte Situation in seinem abgefuckten Viertel, welches von abgefuckten gewalttätigen und dealenden Jugendlichen belagert wird, nicht mehr länger anschauen kann und will.

Der Charakter "Harry Brown" erhält hierbei eine unglaubliche Tiefe und Intensität, was Caine durch seine mimische Perfektion unterstreicht und dem Zuschauer seine Verbittertheit wie mit einem Baseballschläger in die Birne holzt.
Diese Verbittertheit steht dem Hass und der Gewalt der Jugendlichen entgegen, welche tatsächlich wunderbar mit dem Attribut "abgefuckt" beschrieben werden können ( man denke nur an die zwei Waffenverkäufer, lecko mio ).

Das Besondere an "Harry Brown" ist nun, dass er neben wohl portionierter Gewalt und einem Haufen tollwütiger Jugendlicher auch ein klasse Schauspiel bietet, sei es von Brown selbst, Mr. Filch ( war ers wirklich, oder sieht er ihm nur so verdammt ähnlich? ) oder der jungen Polizistin.

"It's not Northern Ireland Harry."
"No it's not. Those people were fighting for something; for a cause. To them out there, this is just entertainment."

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hagenb

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Bewertung0.5Schmerzhaft

(spoiler...)
Diese bösen Jugendlichen, Gangstern in der Unterführung, rauchen Gras, machen Autos kaputt, ermorden ein paar alte Männer und machen davon Handyvideos. Wie man das eben so kennt. Da ist der Rechtsstaat dann auch schnell am Ende. Gut, die Kommissaren versucht es noch kurz, scheitert dann aber an der Tatsache das sie eine Frau ist. Und außerdem kann die Polizei ja nichts anderes tun als nach einem Geständnis zu fragen. Spurensicherung ist bestimmt der "Sparpolitik" zum Opfer gefallen. Der vorgesetzte ist da auch keine Hilfe, der ist nämlich natürlich nur daran interessiert, und das liegt in der Natur der Vorgesetzten, Untergebene von irgendwelchen Fällen abzuziehen und Pressekonferenzen zu geben.
Aber noch ist die Hoffnung nicht dahin, denn es gibt ja noch Harry. (Nein, nicht den Pudel von Derrick. Der hier ist viel cooler.) Der war bei der Armee (wow!) ist eine echter Gentleman (klasse!) spielt Schach (uihuihui) und natürlich hat er seine Frau geliebt (oooh). Der hat dann irgendwann keine Lust mehr auf rumgangstern und kauft sich ne Waffe bei Gollum. Gollum hat so eine Art Gangster Tante Emma Laden. Da verkauft er dann Gras, Waffen und minderjährige Crack-Nutten. Weil Gollum so ein richtig böser ist und auch noch so aussieht macht Harry ihn dann gleich erstmal kaputt. Anschließend sind natürlich die Jugendlichen dran, die Hausmeister Filch umgebracht haben.
Ja und dann gibt es noch ein bisschen Krawall (schließlich spielt der Film ja in London) und das große Finale in dem Harry dem Onkel des Jugendlichen-Häuptlings freiwillig seine Kanone gibt. Der ist dann aber auch ganz fies und will Harry meuchelmorden. Das klappt natürlich nicht, denn Harry Brown meuchelmordet man nicht einfach so. Am Ende sind die Bösen tot und alles wird gut. Deswegen ermordet jetzt auch niemand mehr alte Menschen in der Unterführung und dem Lungenleiden geht es dadurch auch gleich besser.
Naja, außer der Frau Kommissarin, der geht es nicht so gut, weil ihr Vorgesetzter halt nen fieser Typ ist. Deswegen will sie dann auch die schöne Medaille nicht haben.

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hagenb

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Natürlich ist Michael Cayne nicht schlecht. Das ist er nie.
Und wenn ich ehrlich bin ist die 0,5 auch keine Wertung, in die Verschiedene Objektive Kategorien wie Schauspielerleistung & Co. eingeflossen sind. Es drückt viel mehr meine unglaubliche Enttäuschung aufgrund der, meiner Meinung nach, massiv eindimensionalen Story aus.
Ich bin absolut kein Freund von Rache Filmen und beurteile diese deswegen immer ein wenig schlechter als viele andere.
Bei Harry Brown hatte ich mich schon drauf eingestellt und wurde trotzdem überrascht.
Bei einem derart komplexen, politischen und aktuellen Thema so flach drauflos zufeuern finde ich frech. Um einen Film zu finden der ähnlich viele Klischees bedient muss man sonst in der tiefsten Schublade der Romcoms suchen...


hagenb

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*caine ^^


JanoX

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Bewertung6.0Ganz gut

"Wenn sie mich fragen tut uns Harry Brown einen riesigen Gefallen!"

Michael Caine tut diesem Film sichtlich gut, denn ohne ihn wäre es tatsächlich nur ein dahin geworfenes Gewaltdrama aus einer hässlichen, englischen Vorstadt geworden.
Die Brutalität ist heftig, hier auch wieder die Frage nach dem FSK, der mich nicht selten mit komischen Rankings überrascht. Das hier ist ein klarer Fall von keiner Jugendfreigabe, so exzessiv das ganze vor der Kamera passiert.

Wie dem auch sei, der Film macht vieles gut und verleiht dem Zuschauer diese dunkel-böse Atmosphäre, die teilweise wirklich an einem zerrt (Szene der beiden Drogenjunkies, bei denen Brown sich eine Waffe kaufen möchte). Trotzdem bleibt nichts hängen, der Film ist und bleibt eine moralische Einbahnstraße, mit viel zu klarem Ausgang.

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