Lars und die Frauen

Lars and the Real Girl (2007), US
Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 13.03.2008

7.5 Kritiker
35 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
2328 Bewertungen
88 Kommentare
Lars und die Frauen - Bild 30733
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Craig Gillespie, mit Ryan Gosling und Emily Mortimer

Lars und die Frauen – das ist ein schwieriges Thema. Lars Lindstrom (Ryan Gosling) ist anders. So anders, dass selbst sein Bruder Gus (Paul Schneider) und seine Schwägerin Karin (Emily Mortimer) kaum Kontakt zu ihm haben. Doch Lars’ Einsamkeit hat ein Ende als Bianca in sein Leben tritt. Als er seine Verlobte seinem Bruder und dessen Frau vorstellt, staunen die nicht schlecht: Bianca ist eine lebensechte Puppe. Dass Lars seine Zukünftige als wunderschöne und vor allem lebendige Frau betrachtet, veranlasst Gus und Karin, die Ärztin Dr. Dagmar (Patricia Clarkson) zu konsultieren. Doch die hat eine kuriose Lösung für das Problem: Lars’ Umfeld soll Bianca als dessen Freundin akzeptieren und als neues, vollwertiges – und vor allem lebendiges Gemeindemitglied behandeln. Die seltsame Methode führt zu außergewöhnlichen Begegnungen, die Lars’ Leben Stück für Stück verändern.

Wissenswertes & Infos zu Lars und die Frauen
Craig Gillespies schräge Komödie wurde bei den Oscars für das Beste Drehbuch, Ryan Gosling als Bester Hauptdarsteller für einen Golden Globe nominiert. Der Film kam beim Kinopublikum trotz sehr guter Kritiken nur mäßig an und wurde finanziell gesehen ein Flop.

  • 37795279001_1032487835001_30733-thumb-square
  • Lars und die Frauen - Bild 30734
  • Lars und die Frauen - Bild 30735
  • Lars und die Frauen - Bild 30736
  • Lars und die Frauen - Bild 30737

Mehr Bilder und Videos zu Lars und die Frauen


Cast & Crew


Kritiken (16) — Film: Lars und die Frauen

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Vielleicht ist es der kurzen Laufzeit geschuldet, dass auch die interessante Beziehung zwischen Lars und Margo nicht ausführlich genug behandelt wird, sondern allenfalls als inkonsequent eingeführter Nebenstrang auftaucht, für den man sich mehr Raum gewünscht hätte. Doch für Liebhaber der sensiblen, stillen Tragikomödie hält „Lars und die Frauen“ trotzdem einiges bereit, wobei nicht nur die originelle Idee zu loben ist.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
9.0Herausragend

“Lars und die Frauen” ist ein Film, den eigentlich jeder gesehen haben sollte. Sehr sympathisch verkörpert Ryan Gosling den Mann mit der etwas anderen Freundin und Regisseur Craig Gillespie schafft es das Thema genau richtig inszeniert auf die Leinwand zu bringen, so dass der Film immer die richtigen Töne anschlägt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
9.5Herausragend

«Lars and the Real Girl» ist eine herrlich traurige und berührende Tragikomödie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kaltduscher: MoviezKult.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Selten hat mich ein Film nach seiner Sichtung so sehr zum Nachdenken gebracht wie “Lars Und Die Frauen”. Die Geschichte eines Außenseiters, der seiner Familie eine Liebespuppe als neue Freundin vorstellt, wirkt so zurechtsgesponnen - doch ist bei genauerer Betrachtung gar nicht mal so abwegig.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Zu einer Zeit da romantische Komödien scheinbar alle neuen Ideen schon ausgereizt haben, kommt Lars und die Frauen als originelle, unterhaltsame und berührende Geschichte daher, die von Nancy Oliver (Six Feet Under) treffend geschrieben wurde. Ryan Gosling zeigt, als Lars Lindstrom, erneut seine ganze schauspielerische Bandbreite.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TheCorey: MovieMaze

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Außenseiter. Jeder kennt sie und die meisten wollen mit ihnen nichts zu tun haben. Denn Außenseiter sind meistens verschroben, eigenartig, seltsam. Eben nicht normal und niemand will mit jemanden gesehen werden, der nicht normal ist, denn dann wird gleich die eigene Normalität hinterfragt. Am häufigsten werden Außenseiter in High School Filmen inszeniert, die nerdigen Brillenträger oder Dickerchen, die im Sportunterricht immer als letztes gewählt werden und in der Umkleide vom Quarterback eins mit dem Handtuch hinten drauf kriegen. Und wer kannte an seiner eigenen Schule nicht auch einen solchen Außenseiter, jemand den man nie in seiner Gruppe haben wollte, einfach weil er komisch, weil er anders war. Eben nicht normal, nicht so wie man selbst.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Ein Großteil des Reizes von LARS AND THE REAL GIRL liegt in der Wechselwirkung zwischen dem auf den ersten Blick grotesk wirkenden, kollektiven Ausleben der Wahnvorstellung eines Einzelnen und der tiefen emotionalen Verunsicherung, die dem Wahn dieses Einzelnen zugrunde liegt. Das gemeinsame "Spiel" mit der Puppe, das rasch eine gewisse Eigendynamik entfaltet, fördert ein Gemenge aus verdrängten Schuldgefühlen, Angst und nicht bewältigter Trauer zutage, in dem die beiden Brüder Lars und Gus sich, ohne das recht zu wollen, eingerichtet haben.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Mit „Lars und die Frauen“ bietet uns Regisseur Craig Gillespie eine Tragik-Komödie der besonderen Art.

Lars ist das krasse Gegenteil eines Fashion-Victims: statt wie von einem „Bruce“ gestyled in den trendigsten Klamotten durch die Gegend zu laufen, trägt er eher jene Marke Pullover auf, die vom Grabbeltisch auf den Boden gefallen ist. Und anstatt mit seinem Bruder und dessen Frau in dem geräumigen Haus zu wohnen, das beide von ihrem Vater geerbt haben, haust er lieber zurückgezogen in der Garage und meiden jeden Kontakt zu Menschen. Sein Leben ist trist, er wirkt unglücklich – bis Bianca auftaucht. Auf Anhieb bringt sie Freude in sein Leben und er blüht förmlich auf. Es gibt nur ein Problem: Bianca ist eine Sexpuppe…

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Es gehört zu den Qualitäten des Films, dass auch diese Randfigur mit ihren Gefühlen, Sehnsüchten, Schmerzen sehr präsent ist. "Lars und die Frauen" schafft das Kunststückchen, einen um eine Gummipuppe trauern zu lassen. Es ist grandios inszeniert, wie das offene Geheimnis von Lars im Ort die Runde macht, mehrsprachig und in allen Lebenslagen …. -situationen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Dass der Film Lars mitsamt seiner Krankheit ernst nimmt, ist eine notwendige Voraussetzung, um aus ihm keine banale Witzfigur werden zu lassen. Erst die Konsequenz, mit der Gillespie und Oliver Lars’ eigenwillige Beziehung zu Bianca verfolgen, verleiht der Geschichte ihre zu gleichen Teilen tragische wie komische Tiefe. Trotzdem läuft ihr Film zuweilen Gefahr seine Glaubwürdigkeit für eine Pointe aufs Spiel zu setzen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Verschroben, liebenswert und mit den zwei großartigen Schauspielerinnen Patricia Clarkson ("Good Night, and Good Luck") und Emily Mortimer ("Match Point") in Nebenrollen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

In der wundersamen und hinreißend liebenswerten Geschichte des sympathischen Außenseiters, der in einer lebensgroßen Silikonpuppe eine Freundin und Lebensgefährtin fürs Leben findet, beweist Ryan Gosling ("Das perfekte Verbrechen") einmal mehr, was für ein Ausnahmetalent er ist...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Der Film vermittelt uns ein ungewöhnliches Therapieexperiment als Erfolgsformel: Lars hat eine neue Freundin – aus dem Internet. Bianca heißt seine Gummipuppe, mit der er spricht und gemeinsam isst, die er zu Bett bringt und hofiert. Indem die gesamte städtische Gemeinde sich auf das Spiel einlässt, meint sie dem zurückgebliebenen, verschlossenen Lars zu helfen – und wie Regisseur Craig Gillespie hier demonstriert, wird diese zweifelhafte Form der Anerkennung Früchte tragen. Man wird bei diesem Rührstück nie das Gefühl los, dass "Lars and the Real Girl" wie selbstverständlich erwartet, man würde als Zuschauer dieses absurde Spiel mitspielen – denn dass dieser Lars über seine Einsamkeit hinaus ein noch viel ernsthafteres Problem hat, erkennt hier niemand: Dem jungen Mann muss nämlich dringend professionell geholfen werden. Eine seltsam abstruse, auf fadenscheinige Toleranz hin ausgerichtete Au0enseiterparabel.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Die Protagonisten - allen voran natürlich den Sonderling Lars - zeichnet der Film liebevoll und mit viel Respekt, wo es doch ein Leichtes gewesen wäre, sich über sie lustig zu machen. Zum vollen Erfolg tragen schließlich aber die Schauspieler bei: Emily Mortimer und die wunderbare Patricia Clarkson sind in ihren Nebenrollen, wie immer, ganz hervorragend, und der höchst talentierte Ryan Gosling in der Titelrolle rechtfertigt einmal mehr die großen Erwartungen, die Hollywood in ihn setzt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Was sich liest wie eine zotige Klamotte, bei der man nur darauf wartet, dass Adam Sandler oder Will Ferrell gleich die Leinwand betreten, ist das genaue Gegenteil: Eine mit viel Herzenswärme und echter Menschlichkeit erzählte Geschichte über einen komischen Kauz, der einfach so akzeptiert werden will, wie er ist. Und dies auch wird. Weil alle wissen, dass es manchmal eines kleinen Umwegs bedarf, um wieder zurück zu sich selbst und seinem inneren Seelenfrieden zu finden.
»Lars und die Frauen« ist eine liebevolle Parabel über die kleinen Macken, die in jedem von uns stecken, und die großen Tücken, die bei den diversen Lebens- und Liebesdingen auf uns warten. Und zugleich eine Hommage an das Außenseitertum und die filmische Bedienungsanleitung, wie damit idealerweise umzugehen ist. Mit einem erstklassigen Ryan Gosling in der Hauptrolle ist eine bezaubernde leise, aber treffsichere Komödie entstanden, die selbst Silikon-Puppen unberührt lassen wird.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Ein Traum von einem Film und das ganz unverhofft. Selten gab es Filme mit skurrileren Situationen, die vom Film selbst nie für flache Schenkelklopfer oder als Lachnummer missbraucht werden. LARS AND THE REAL GIRL steht voll und ganz hinter seinen Figuren und respektiert diese. Das unterscheidet den Film schon von einem Großteil des Marktes. Wundervoller Film über Akzeptanz. Und Ryan Gosling ist ein Volltreffer. Oscarreife Performance.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (72) — Film: Lars und die Frauen

Kommentar schreiben
Sortierung

Weltensegler

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

„My brother is 27 years old. Maybe he wants to be left alone.” Nicht unbedingt so wie ich das erhofft hatte, dennoch sehenswert und das ist ob des gezeigten Minimalismus absolut in Ordnung. Viel tat sich nicht, an sich tat sich fast gar nichts, ein extrem ruhiges Drama ohne wirklich Highlights, ein paar kleine Lacher, mit der Zeit wurde die Puppensituation allerdings zur Normalität und war einfach so da, ohne lustig zu wirken. „How can we help?“ – „Go along with it.“ Ryan Gosling war Lars, das Real Girl (der deutsche Titel gefällt mir nicht) eine Puppe, die restliche Besetzung hat mir wirklich gefallen, Emily Mortimer, Paul Schneider, Patricia Clarkson war überzeugend und Stewardess Kelli Garner, nicht unbedingt zwingend notwendig, aber charmant Der Film hat scheinbar irgendwo im Norden stattgefunden, nicht nur am Schnee, sondern an so nordischen Namen erkennbar, hübscher Score, Kargheit, glaubwürdige Stimmung, Kleinstadt-Drehorte, der Film wollte nun auch nicht erzwungen mehr sein als er sein will. Passt, Ryan Gosling kann scheinbar wie er will.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roldur

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Lars ist ein extrem schüchterner Kerl, ist 27, hatte nie Kontakt zu Frauen und wohnt in der Garage seines Bruders. Eines schönen Tages beschließt Lars sich eine Frau zu suchen. Lars bestellt sich eine Sexpuppe. Ab sofort beginnt Lars sich eine echte Beziehung einzubilden, mit Streit, Liebe und allen Problemen die dazugehören. Leider ist das nicht das einzige Problem, denn leider hat sein Umfeld auch Schwierigkeiten mit der Gewöhnung an ihren neuen Mit"menschen". Das alles hört sich an sich eigentlich ziemlich lustig an ,hat aber ,entgegen der Genrebeschreibung meiner Videothek, rein garnichts mit einer Komödie zu tun. Natürlich gibt es den ein oder anderen skurrilen Moment aber im Prinzip ist "Lars und die Frauen" eine rührende (ja das mein ich so) Geschichte über einen einsamen Menschen der die Liebe sucht. Soetwas könnte kitschig werden ist aber dank Ryan Goslings (Drive, Ides of March, Blue Valentine) hervorragender schauspielerischer Leistung erstaunlich nüchtern (vor allem auch schweigsam) rübergebracht. Ruhige, tolle Kameraführung, motivierte Schauspieler zeichnen eine der ungewöhnlichsten und auch "süßesten" Liebesgeschichten aus die ich kenne. Hier und da zwar etwas langatmig aber dennoch dringende Empfehlung :)

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DerDude_

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Erster Gedanke nach lesen des Titels : Ganz klar , ne Doku über Lars von Trier
Erster Gedanke nach lesen der Inhaltsangabe : Was ist das denn ? So ne dämliche Adam Sandler Komödie ? Ohne mich ! Warte , Ryan Gosling spielt mit. Ab in den Warenkorb !

Tja ,was soll ich jetzt sagen : Er hätte so schlecht sein können ,doch er war so gut.
"Lars und die Frauen" ist eine berührend , absurde Tragikomödie über einen Aussenseiter ,der sich in seiner Einsamkeit in eine Puppe verliebt und diese für einen Menschen hält.
Erscheint die Handlung am Anfang noch extrem absurd , verliert der Zuschauer immer mehr die Distanz und plötzlich ist es egal ,das es "nur" eine Puppe ist. Der Film bringt den Zuschauer oft zum lachen ,aber auch oft zum weinen und gleicht beides perfekt aus. Doch das wahre Wunder ist hier defenitiv Hauptdarsteller Ryan Gosling ,der sowohl ultracool (Crazy Stupid Love , Drive) als auch ein echt guter Schauspieler ist (Stay , Blue Valentine). Mit "Lars und die Frauen" ist er nun endgültig einer meiner Lieblingsdarsteller. Seine scheue , verträumte Art machen ihn so unvergleichlich liebenswert ,das man seine Neurosen gleich akzeptiert.
Fazit : Das Drehbuch hätte sicherlich Stoff für eine Adam Sandler Klamauk Komödie gehabt. Umso erfreulicher ist es ,das daraus eine melancholische Tragikomödie geworden ist.
Bitte in Zukunft mehr solcher Filme :)

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alex023

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

„What are we doing? Why are we doing this for him?“

Die nächste Runde mit Ryan Gosling und er übertrifft sich hier fast mal wieder selbst. Genial spielt er den Sonderling Lars Lindstrom, der eine Frau im Internet kennenlernt; nur anders als hier manche jetzt denken würden. Er bestellt sich eine Sexpuppe, die er seinem Bruder und seiner Schwägerin als seine neue Freundin vorstellt. Die beiden sind zunächst verständlicherweise ziemlich schockiert, schaffen es aber später, das ganze Dorf zu überzeugen, mitzumachen und Lars das ganze zu erleichtern. Wo anfangs noch Witze, Verwirrtheit und Abscheu herrschen, sowie stellenweise Scham (seitens des Bruders/der Schwägerin), kehrt sich das ganze Gefüge während des Films zugunsten von der Puppe Bianca um und ihr schlagen Freude, Wohlwollen und Hilfe entgegen, was hier metaphorisch für die Hilfe der Leute gegenüber Lars steht. Als - Spoiler - Bianca am Ende zu "sterben" droht, sind alle schockiert und fürchten sich um "ihr Wohlergehen". LARS UND DIE FRAUEN ist ein richtig guter Film mit gut aufgelegten Darstellern, neben Gosling zum Beispiel Emily Mortimer oder Paul Schneider. Er ist eine Parabel über Toleranz, jeglicher Form und zu jedem. Jeder ist anders, niemand ist gleich - und wenn jemand mal ein wenig mehr anders ist, ist er genauso eine menschliche Person mit Gefühlen und Gedanken. Zum Glück ist das so, denn wie langweilig wäre das Leben, wenn jeder gleich wäre. Und in Wahrheit sind es doch Personen wie Lars, die das Leben in all seiner Vielfalt so besonders machen - gerade weil er anders ist, aber auch gerade weil die Leute in diesem Film das annehmen. Wunderbar!

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

danseuse de rêve

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt Dinge, die schafft die menschliche Seele manchmal nur auf ganz besondere Art und Weise zu bewältigen, indem sie ihren eigenen Weg findet....wunderbar veranschaulicht in " Lars und die Frauen"

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

spanky

Antwort löschen

Ich sehe gerade, dass Du "Drive" mit "kein Interesse" einstufst. Gib dem lieber mal ne Chance. Der Gosling alleine trägt den Film. Ist zwar was völlig anderes, als "Lars", aber der gefällt Dir sicher auch!!!


danseuse de rêve

Antwort löschen

" Drive " ist nun in meiner Merkliste gelandet..ich werde berichten ob du Recht behälst :-)


nilswachter

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"Lars and the real Girl" ist eine Parabel über Toleranz und erzählt die skurrile Geschichte eines Mannes, der seine erste Liebe mit einer Sexpuppe erlebt. Was vom Grundprinzip und der Idee her wie eine lachhaft blöde Komödie klingt, ist in Wirklichkeit ein äusserst sensibles, berührendes und erfrischen anderes Drama über einen sehr einsamen Menschen, der sich nach Nähe und Zärtlichkeit sehnt. Mit Bianca, seiner Puppe, ist dies zum ersten Mal in seinem Leben möglich und Lars ist glücklicher als je zuvor. Für ihn ist Bianca nicht ein Sexspielzeug, sondern eine reale Frau, die er hegt und pflegt, sie anzieht, wenn er mit ihr in die Kälte geht und sie Allen als seine Freundin vorstellt. Die anderen, sein Bruder und dessen Frau, sowie die ganze Dorfgemeinschaft machen sich dabei nicht über Lars lustig, sondern helfen und unterstützen ihn, wo sie nur können. Das mag unrealistisch sein, stellt aber ein Symbol für Toleranz und Akzeptanz des Anderssein eines Mitmenschen dar. Dies ist hier auch mit einer christlichen Ethik verbunden, da viele Bewohner religiös sind und mit Lars die Kirche besuchen. Doch letztlich ist das nebensächlich. Denn schliesslich geht es einfach darum, einen Mitmenschen ernst zu nehmen, seine Gefühle zu respektieren und ihn nicht gleich als Psychopaten zu verurteilen. Dabei erwischt man sich selbst, wie man anfangs über Lars lacht und kann sich besser mit seinem verzweifelten Bruder als mit Lars oder der fürsorglichen Nachbarschaft identifizieren. Doch im Laufe der Zeit, wird man sich bewusst, dass Bianca für Lars zu seinem Leben gehört und dieses ohne sie nicht denkbar ist. Man beginnt seine Situation zu verstehen und Bianca wird auch für den Zuschauer von einer lächerlichen Sexpuppe zu einer Art Person, die man nicht mehr an Lars Seite missen möchte.
Dennoch weiss man immer im Hinterkopf, dass er seine Einsamkeit längerfristig nicht mit Bianca kompensieren kann und dass er ein gravierendes Problem hat, nämlich mit realen Mitmenschen nicht wirklich interagieren zu können, vor allem mit Frauen. Seine Berührungsängste sind so gross, dass es ihn schmerzt, von einer Frau leicht am arm gestreichelt zu werden.
Ob Lars seelisch und physisch genesen kann, wird der Zuschauer nie erfahren. Fest steht am Ende aber, dass nicht Medikamente, ein Psychiater oder Abneigung sein Problem lösen können, sondern nur er selbst. Mit Hilfe seiner geliebten Puppe, ist es Lars möglich, sich mit sich und seinen Problemen auseinanderzusetzen und sich ihrer erst Bewusst zu werden.
Dass man diese sonderbare Liebe letztlich nachvollziehen und verstehen kann, im ständigen Bewusstsein der Tragik dieser Situation, ist einzig und allein den grossartigen Schauspielern zu verdanken. Allen voran natürlich Ryan Gosling, der eine herzerwärmende Performance zeigt, die unheimlich berührt. Er beweist mit dieser Rolle nicht nur sein Schauspieltalent, sondern auch eine Reife und Courage, die für einen Jungschauspieler aussergewöhnlich ist. Dank ihm verkommt Lars nicht zur Selbstpersiflage, wirkt die Liebe zu Bianca nie gekünstelt und Dank Gosling kommt jede Emotion an. Das ist oftmals sehr amüsant, aber meistens traurig und bedrückend. Denn bei aller Toleranz und allem Verständnis für Lars ist man sich ständig bewusst, was für ein einsamer und trauriger Mensch er eigentlich ist.
Ein intelligenter Film, der zum Nachdenken anregt.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Ich bin von Zuhause weg so schnell wie ich konnte, doch ich hab dabei nie an ihn gedacht. Dann ziehen wir beide wieder hierher, glücklich und zufrieden, und was macht er? Er zieht in diese verdammte Garage wie der Familienhund und ich hab das zugelassen. Kein Wunder das er sich eine verlobte in einer Kiste bestellt.“

Einsamkeit kann sich in vielen Bereichen des Lebens auswirken. Abschottung vom Wirklichen, Flucht vor der Realität, Schizophrenie oder schwere Halluzinationen. In Craig Gillespies Spielfilm 'Lars und die Frauen' aus dem Jahre 2007 widmet er sich mit speziellem Fingerspitzengefühl einer Geschichte um einen Außenseiter mit schweren Einbildungen und inszeniert damit eines der schönsten und berührendsten Filmerlebnisse überhaupt. Ohne dabei auch nur Ansatzweise in flashen Humor zu enden.

Sonderling Lars ist so scheu, dass selbst sein Bruder Gus und seine Schwägerin Karin kaum Kontakt zu ihm haben. Bis er ihnen überraschend seine Verlobte Bianca vorstellt. Für ihn ist sie eine an den Rollstuhl gefesselte Ex-Missionarin aus Brasilien mit dänischen Wurzeln. Tatsächlich ist Bianca jedoch eine lebensgroße Silikon-Sexpuppe, die er im Internet bestellt hat. Auf Anraten der Ärztin Dr. Berman behandelt der geschockte Gus, Karin und bald der ganze Ort sie wie eine echte Lady, um den verliebten Träumer von seinem Wahn zu befreien. Ein scheinbar einfacher Plan mit kuriosen Folgen.

'Lars und Frauen' lebt zuerst von seinem ruhigen Erzählton. Dementsprechend angepasst sind auch der Schnitt und die Kamera. Kameramann Adam Kimmel setzt auf lange Einstellungen, unterstütz natürlich durch die ruhigen Schnitte. Immer an der richtigen Stelle mit der Kamera und ohne jegliche Hast verfolgt er das Geschehen rundum Lars und Bianca. Der berührende Soundtrack von David Tom tut auch hier gerade sein übrigens und untermalt die Grundstimmung des Films wunderbar. Zusammen ergibt das eine der wärmsten Atmosphären der Filmgeschichten die den Zuschauer immer wieder auf ihre herzliche Weise umarmt.

Mit Hollywood-Durchstarter Ryan Gosling hat der Film einen der talentiertesten Jungdarsteller unserer Zeit als Hauptdarsteller. Gosling schafft es in der Rolle des Außenseiters Lars zu jeder Zeit alle Emotionen beeindruckend auszuspielen und stiehlt so allen anderen ohne Probleme die Show. Das liegt aber natürlich auch daran, dass der Film voll und ganz auf ihn zugeschnitten wurde und Gosling ihn mit seiner Darstellung trägt. Neben Gosling können aber auch Paul Schneider, Emily Mortimer und Patricia Clarkson in ihren Rollen überzeugen. Den Schauspielern ist zu verdanken, dass wir uns als Zuschauer schnell mit der Puppe abfinden können und sie nach einer gewissen Zeit nicht mehr als das Ansehen was sie in Wirklichkeit ist.

'Lars und die Frauen' hätte schnell in die lächerliche Filmsparte rutschen können. Liest man sich die Inhaltsangabe durch liegen diese Gedanken auch nicht fern. Die Geschichte bietet so natürlich auch genügend Ansätze um ins platte Komödien-Genre abzudriften, ausgestattet mit reichlich derbem Humor. Quasi ein perfekter Fall für die Farrelly-Brüder und Konsorten. Craig Gillespies beweist hier sein inszenatorisches Können. Er fasst die Geschichte mit den nötigen Samthandschuhen an und rutscht zu keiner Zeit in besagte Schlaglöcher. Nicht mal im Ansatz. Hier schafft er es wirklich mit Bravour die nötige Seriosität des Films und der Lage aufrecht zu halten. Das soll aber auch nicht heißen, dass man während des Films gar nicht schmunzeln kann. Natürlich, dafür ist die Situation an sich einfach zu skurril. Aber wenn ein Regisseur es schafft, eine Kussszene zwischen einer Sexpuppe und einem Mann so dermaßen gefühlvoll und berührend in Szene zu setzen, dass man für diesen Moment vollkommen vergisst das es nur eine Puppe ist, dann zählt das zur ganz großen Kunst.

Mit Lars bekommen wir mit einem unauffälligen Charakter zu tun. Lars ist der völlige Außenseiter. Er schließt sich von seiner Umwelt aus, hat keine Freunde und geht Gesprächen mit seiner Familie so gut wie möglich aus dem Weg. Auch Berührungen verabscheut er. Sie tun ihm weh. Jeder Blick in Lars traurige Augen verdeutlicht seine pure Einsamkeit. Völlig zurückgezogen in sich selbst. In seinem eintönigen Bürojob ist er unterfordert, wird aber genau auf die Idee mit der Sexpuppe gebracht. Was auf die anderen Bewohner der Stadt, samt Familie, natürlich völlig befremdlich und irre aussieht, ist für Lars das Normalste von der Welt. Lars ist hier allein durch seinen Blick immer wieder absolut mitleidserregend und der man wünscht ihm als Zuschauer nur das Beste. In seiner Puppe Bianca findet er wieder den nötigen neuen Halt, Stück für Stück kommt er mehr aus sich raus. Er fängt an zu leben und zu lieben, ohne dabei zu merken dass er eine Krankheit hat. Eine Krankheit die er alleine nicht bekämpfen kann und keinen Ausweg finden kann. Doch er bekommt Unterstützung von allen, sogar vom ganzen Dorf. Sie nehmen Bianca als Lars' Freundin an, behandeln sie wie einen echten Menschen und hoffen darauf, dass sich das "Problem" nach und nach von selbst wieder in Griff bekommen wird. Doch die Situation entwickelt sich immer weiter und weiter. Lars ist völlig blind vor Liebe. Das Dorf und die Bewohner haben sich inzwischen mit Bianca abgefunden, längst in ihren Reihe aufgenommen und als Mitglied eingebaut. Doch wie soll sich die Lage ändern, wenn Lars nicht endlich wieder die Wahrheit erkennt und immer so weiterlebt? Bis eine Arbeitskollegin anfängt sich für ihn zu interessant und Lars langsam, so scheint es jedenfalls, die Augen öffnet. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und Lars steht vor den schwierigsten Schritten seines Lebens.

'Lars und die Frauen' ist also mit Sicherheit kein gewöhnlicher Film. Allein die Geschichte an sich bietet ihren skurrilen Zündstoff. Doch wir können uns mit Lars anfreunden, sehen in ihm die nötige Person an die wir uns klammern und mit der wir uns identifizieren können. Obwohl Lars längst in seiner eigenen Liebeswelt schwebt. Es kommt hier schon nicht mehr darauf an ob Lars den Weg zurück in die Realität findet. Die Frage die sich stellt ist wie er wieder zurück in die Spur findet. Wie wird er danach sein? Wird er überhaupt jemals wieder eine menschliche Frau finden? Das alles wird uns mit einer unglaublichen Menschlichkeit erzählt. Eine Menschlichkeit die sich zwischen Tragik, Schönheit und leisem Humor immer wieder abwechselt. Vor allem ist es hier die letzte viertel Stunde die mit einer unglaublichen Intensität ausgefüllt wird.

Fazit: 'Lars und die Frauen' ist eine wundervolle und herzerwärmende Tragikomödie voller schönen, außergewöhnlichen und dramatischen Momenten. Zu einem ganz besonderen Film wird 'Lars und die Frauen' durch einen fantastischen Aufspielenden Ryan Gosling, der ruhigen Erzählweise, der zarten Inszenierung und nicht zuletzt wegen des schönen Soundtracks. Ein MUSS für alle Gosling-Fans und ein Tipp für Menschen die sich gerne einer gefühlvollen und ungewöhnlichen Liebesgeschichte annehmen wollen.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

nilswachter

Antwort löschen

Toller Kommentar!


SoulReaver

Antwort löschen

Danke :)


vanilla

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

sehr guter Gosling in der etwas anderen Tragikomödie. Über eine Puppe und der liebevollen mithilfe seiner Geschwister, einer Psychologin und der Gemeinde, kommt der verschlossene und eigenartige Protagonist der realen Welt näher und findet seinen Seelenfrieden. Eine gefühlvolle Ballade an die Geduld, Toleranz und Liebe für den Nächsten. Leider ist es nicht ganz meine Filmrichtung, deshalb auch die Bewertung, aber für Filmfreunde solchen Genres sicher ein Genuss.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Prechtl

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"Lars und die Frauen" ist ein wunderschöner Film über den unsicheren und verschlossenen Lars, der sich mit Vorliebe in seiner Wohnung verschanzt. Eines Tages jedoch stellt er seinem Bruder und dessen Frau seine Freundin aus Brasilien vor: eine lebensechte Gummipuppe namens Bianca. Wie sich herausstellt, versucht Lars mit dieser Puppe einige problematische Erinnerungen zu verarbeiten; er hält Bianca für real und liebt sie. Für seine Mitmenschen ist dies im ersten Moment natürlich ein Schock und sie machen Witze, aber sie erklären sich dazu bereit, mitzuspielen und Bianca wie einen Menschen zu behandeln.

Besonders rührend fand ich die Art, wie die Mitmenschen von Lars mit Bianca umgehen und sie wie einen von ihren behandeln. So bekommt Bianca unter anderem die Haare geschnitten, hilft im Krankenhaus oder liest den Kleinen aus einem Buch vor. Und als Bianca schließlich stirbt, kommen alle zum Begräbnis und stehen Lars bei, denn irgendwie haben sie alle Bianca in ihr Herz geschlossen.

In der Hauptrolle sehen wir Ryan Gosling, der den schüchternen und verschlossenen Lars wirklich sehr gut darstellt und ihm eine gewisse sympathische Art verleiht. Aber auch der restliche Cast kann durch die Bank überzeugen. Und der gelungene Score und die Winteratmosphäre tun ihr übriges, um aus "Lars und die Frauen" einen wunderschönen Film zu machen.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

nilswachter

Antwort löschen

Tolle Kritik. Aber eine Spoilerwarnung wäre nicht schlecht (zweitletzter Abschnitt)


moviee

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Sehr liebeswerte Tragikomödie mit einem ausgezeichneten Ryan Gosling als Hauptdarsteller, ohne den der Film nicht das wäre, was er ist. "Lars und die Frauen" bietet endlich mal wieder eine Geschichte, die ich so noch nicht gehört oder gesehen habe. Und diese Handlung um einen Mann, der in einer Lebenskrise steckt und sich mithilfe einer Silikonpuppe aus dieser befreien kann, ist so berührend erzählt, dass man hier lange nach negativen Aspekten suchen kann.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alexandrasmovie

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwar hat der Film mehr tragische Elemente als lustige,was den Film aber keinesfalls weniger sehenswert macht . Wahrscheinlich ist das Thema einfach zu bedrückend um lustig zu sein. Ein einsamer junger Mann der sich innerlich nach Liebe sehnt, sich aber immer weiter von seiner Umwelt abgrenzt und sogar den Kontakt zu seinem Bruder meidet. Eine Wendung nimmt der Film als Lars sich eine Sexpuppe kauft, die er von nun an als seine neue Freundin vorstellt. Hört sich zwar skurril und komisch an, durch die feinfühlige Umsetzung kann man Lars Beweggründe aber nachvollziehen und fühlt mit ihm mit. Dieses ist vor allem Ryan Gosling zu verdanken, der wirklich hervorragend schauspielert. Die Geschichte um Lars ,der seine erste Liebe mit Hilfe einer Sexpuppe erlebt, ist wirklich sehr wahrmherzig und bewegend erzählt. Sie gleitet nicht ins alberne oder bloßstellende ab und regt zum Nachdenken an, vor allem in einer Zeit wo es immer mehr Singles und Menschen ohne soziale Bindungen gibt. Auch das Ende ist passend und lässt einem mit einem guten Gefühl in den Abspann hinaus. Einziger Kritikpunkt ist, dass der Film manchmal etwas zu ruhig ist und die Anteilnahme des Dorfes an Lars Schicksal recht realitätsfern ist.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Philisiphie

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Trotz kleiner Schwächen im Spannungsbogen kann er mich inhaltlich und ästhetisch überzeugen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

InfantinMaja

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nachdem ich den Film jetzt ein zweites Mal gesehen habe, muss ich meine Bewertung doch noch einen Punkt nach oben korrigieren, denn dieser Film ist nicht einfach nur sehenswert, er ist ausgezeichnet!
Ryan Gosling spielt den sensiblen Sonderling sehr glaubwürdig und schafft es tatsächlich, ihn nie lächerlich aussehen zu lassen, selbst wenn das, was sein Filmcharakter tut, schon ziemlich lächerlich ist. Dazu gehört eine Menge Mut und weiß Gott nicht jeder Schauspieler wäre dieser Herausforderung gewachsen gewesen.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benjamin Barker

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich hab den zunehmenden Hype um Ryan Gosling in letzter Zeit natürlich mitbekommen und ihn auch als coolen Kerl empfunden. Doch nun hat er mich auch als Schauspieler überzeugt. Hier liefert er eine Wahnsinns-Leistung ab, der es einfach nicht gerecht würde, lediglich mit diversen Superlativen um sich zu werfen. Eine ganz starke Vorstellung, Respekt. Glücklicherweise scheint er auf dem besten Weg zu sein, sein enormes Potenzial auch auszuschöpfen.
Gerade bei Filmen dieser Art, die sich mit schwierigen Themen befassen, sind die Darsteller quasi das A und O. Mit ihnen stehen und fallen solche Produktionen. Der Film meistert, auch dank Gosling, die schmale Gratwanderung zwischen dem ernsten Themengebiet und gleichzeitig erfrischendem Auftreten, um nicht in schwermütigen Löchern zu versinken. Aber im Gegenzug auch nicht zu albern zu sein. Filme wie dieser, die es schaffen, eigentlich gegensätzliche Emotionen wie Freude und Trauer in ein und derselben Szene zum Ausdruck zu bringen, sind immer wieder bemerkenswert. Und von derartigen Szenen gibt es hier reichlich.
Natürlich lassen sich einige Konventionen, die dieses Subgenre von Tragikomödien mit Indie-Touch nunmal auszeichnen, hier nicht von der Hand weisen. Von der skurrilen bzw "anderen" Ausgangslage, über den sanften Score und die erheiternden Sidekicks bishin zur Message zu mehr Nächstenliebe & Toleranz. Doch Konventionen dieser Art sind schließlich per se erstmal nichts negatives.
Alles in allem also ein Film, der sich von der Machart her nicht wesentlich von ähnlich angesiedelten Werken unterscheidet, doch dies auch gar nicht muss, um originell zu sein. Eine zarte & ehrliche Erfahrung, die ein wichtiges Thema konsequent und doch vorsichtig optimistisch behandelt.
Lobens- und sehenswert.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kill_Diether

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Negativ gesagt ist das ein schöner Film mit lauter Gutmenschen. Positiv betrachtet ist das ein emotional hochwertiges Drama über sonderbare Menschen und, so wie es sein sollte, soziale Auffangnetze, mit außergewöhnlich guten Darstellern.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

chriskaps

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ryan Gosling ist mal wieder ganz stark, bin immer wieder von ihm beeindruckt. Aber wo die Komödie in diesem Film steckt, frag ich mich immer noch. Das ist ein sehr tragischer Film über einen manisch Depressiven mit Wahnvorstellungen der zum Glück ein unglaubliches verständnis- und liebevolles Umfeld hat. Aber lustig, auf keinen Fall.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

ihre-herrlichkeit

Antwort löschen

Ich glaub, er ist eher eine Art Autist.


Kill_Diether

Antwort löschen

Zum Schmunzeln war das Umfeld, wie das auf die Puppe reagiert hat, mit Jobs und Beerdigung. Die Gesichtsausdrücke seines Bruders Gus fand ich auch witzig.


satura82

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Das ist ein wirklich netter Film. Vollgepackt mit liebevollen Charakteren und ein wenig verschroben. Ein Wohlfühlfilm

Kommentar gefällt mir Antworten

Punsha

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

---- Kann Spoiler enthalten ----
Es ist auf jeden Fall lobenswert, dass aus "Lars and the Real Girl" kein alberner Klamauk ist, was er aufgrund der Thematik ohne Probleme hätte werden können. Er hat zwar vielleicht die ein oder andere recht witzige Szene, doch beschäftigt er sich grundlegend ernsthaft mit Lars, seiner Psyche und den Menschen, die seinen Alltag mit ihm teilen.
Doch es fehlte eindeutig etwas: Die Stadt ist zu rosarot, die Menschen sind viel zu nett und Lars wird es mit seiner Puppe viel zu einfach gemacht. Es fehlt ein Miesmacher, eine "böse" Person, die dafür sorgt, dass Lars in seiner Sozialisation Rückschritte erleidet und nicht alles so aalglatt abläuft, was wiederum zu mehr Mitleid mit unserem Protagonisten führt. Der Film hätte eine erheblich höhere Punktzahl bekommen, wenn ich Lars so hätte sehen können, wie ihn die Menschen im Film sahen und genau wie alle Anderen um eine Puppe hätte trauern können. Diese emotionale Wirkung blieb leider in der wunderschönen, nicht zu bemitleidenden Welt auf der Strecke. Schade, um das verlorene Potential, was hierbei ohne Frage riesig war.
Doch nun Schluss mit dem Gemecker.
"Lars and the Real Girl" ist und bleibt dennoch ein netter, grundsolider und vor allem sympathischer Film mit viel Luft nach oben, ist jedoch in keinem Fall eine schlechter Wahl für einen ruhigen, gemütlichen Abend.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

anti__heldin

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Das beste am Film sind seine kreative Grundidee und die glaubwürdige Leistung der Darsteller. Es ist rührend, wie Lars eine Sexpuppe als vermeintliche Seelenverwandte umsorgt, während das restliche Dorf die Augen verdreht.
Leider wird aus diesem Potenzial im Verlauf des Films wenig herausgeholt; die Handlung plätschert so vor sich hin, Humor wird nur vereinzelt eingesetzt und das Ende kommt ziemlich schlicht daher.
Wegen des guten Schauspiels Ryan Goslings und der detaillierten Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen ist dieser Film jedoch durchaus eine gute Unterhaltung, viel mehr sollte man allerdings nicht erwarten.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Prestigeww

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Dieses unglaublich "gefühlvolle" Gruppentherapie-Kino, bei dem am Ende immer das Gleiche rauskommt, das nämlich alle durch die vermeintlich krankhafte Extravaganz eines Außenseiters zu besseren Menschen geworden sind, ist nicht mein Ding und irgendwie auch zutiefst amerikanisch. Auch dieses überdick aufgetragene Schauspiel Goslings (dieses penetrante Augenzucken, das uns sagen soll, dass er eine nervöse Störung hat - meine Güte!) ging mir ebenso auf den Keks, wie Colin Firths aktuelle Oscar-Performance - aber ich mag es einfach nicht, wenn Schauspieler Behinderungen nachäffen, und das dann als große Kunst gilt. Gutes Schauspiel hängt davon ab, wie man spielt, nicht was man spielt. Und Gosling hab ich seine Figur nicht eine Sekunde lang abgekauft.

Alles in allem: Ich sehe, was Menschen daran gefällt, aber mir war es zu schmalzig.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch