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Gravity

Gravity (2013), GB/US Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Thriller, Drama, Kinostart 03.10.2013


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7.7
Kritiker
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7.6
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von Alfonso Cuarón, mit Sandra Bullock und George Clooney

Im Weltall hört dich keiner schreien: Unter der Regie von Alfonso Cuarón sind im siebenfachen Oscargewinner Gravity George Clooney und Sandra Bullock nach einem fatalen Unfall auf sich allein gestellt.

Handlung von Gravity
Die Welt von oben: Ein majestätischer Anblick. Selbst nach 130 Stunden auf Weltraumspaziergang ist der erfahrene Astronaut Matt Kowalsky (George Clooney) auch auf seiner letzten Mission vor dem Ruhestand von dem Schauspiel noch immer fasziniert. Für die Wissenschaftlerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) ist es hingegen der erste Flug im Space Shuttle. Gemeinsam mit Kowalsky soll sie Reparaturen am Weltraumteleskop Hubble durchführen.

Eigentlich eine Routine-Mission, doch bei Arbeiten außerhalb des Shuttles kommt es zu einem Unfall, der Teleskop und Shuttle zerstört. Nur durch ein dünnes Kabel verbunden, werden Ryan und Matt in die Weite des Weltalls hinausgeschleudert. Der Kontakt zur Erde ist abgebrochen und damit auch jede Chance auf Rettung. Die letzte Hoffnung besteht einzig darin, die ISS mit ihren Rettungskapseln zu erreichen. Doch in der Schwerelosigkeit wird dies zu einem schier unmöglichen Unterfangen…

Hintergrund & Infos zu Gravity
Gravity wurde 2014 mit sieben Oscars prämiert: Alfonso Cuaróns Science-Fiction-Film wurde in den Kategorien Beste Regie, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte und Bester Schnitt mit der goldenen Trophäe ausgezeichnet. Nominiert waren zudem Sandra Bullock als Beste Hauptdarstellerin, Andy Nicholson, Rosie Goodwin sowie Joanne Woollard für das Beste Bühnenbild und Gravity war auch unter den Anwärtern für den Besten Film. In diesen drei Kategorien ging Gravity jedoch leer aus.

Obwohl Gravity über weite Teile ein Kammerspiel in der Leere des Alls ist, drehte Regisseur Alfonso Cuarón in 3D. Alfonso Cuarón schrieb wie schon bei seinen anderen Regiearbeiten Y Tu Mama Tambien – Lust for Life und Children of Men auch das Drehbuch zu Gravity, bekam hierbei aber Unterstützung von seinem Sohn Jonás Cuarón. Obwohl das Drehbuch bereits 2009 fertig gestellt war, dauerte es bis zur Realisierung diverse Jahre; die Produktion wechselte zwischenzeitlich von Universal Pictures zu Warner Bros. Wie bei solchen Prozessen üblich, wurden für die Hauptrollen gleich eine Vielzahl von Kandidaten ins Gespräch gebracht, so u.a. Angelina Jolie, Natalie Portman und Marion Cotillard bzw. Robert Downey Jr., bevor es zur endgültigen Besetzung kam.

Laut George Clooney sollte Gravity weniger ein Actionfilm sein, sondern eher an 2001: Odyssee im Weltraum erinnern. Auch Vergleiche mit Lautlos im Weltraum drängen sich auf. Schon in Solaris, der Neuinterpretation des Klassikers von Andrei Tarkovsky durch Steven Soderbergh, durfte er sich in der Beschäftigung mit den Weiten des Weltalls üben.

Da Gravity auch von der Isolation der beiden Hauptfiguren handelt, musste Sandra Bullock, wie sie in einem Interview berichtete, Drehpausen allein in einer hell ausgeleuchteten Kiste verbringen. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (41) — Film: Gravity

JackoXL: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

Über „Gravity“ lässt sich sicher vortrefflich streiten. Auf inhaltlicher Ebene. Zwischen Banalität und Sinnsuche in der Leere des Weltraums dürften da viele Standpunkte und Meinungen vorhanden sein, wobei die Tendenz ganz klar in eine Richtung geht. Das Werk (in dem Bereich) als banal abzutun ist etwas zu drastisch, wobei die Stärke, Kraft und Einzigartigkeit natürlich in der Inszenierung liegt. Technisch ist „Gravity“ das Maß der Dinge, Stand heute, keine Kompromisse. Damit ist nicht nur CGI und 3D gemeint, das ist das perfekte Beispiel dafür, wie moderne Technik als Geschichtenerzähler fungieren kann. Nicht nur als Eye-Catcher, als Jahrmarktsattraktion, sondern als essentieller Teil eines Films, eines Erlebnisses. So wurde, selbst bei Kubrick, das Unbeschreibliche des Weltraums noch nie präsentiert und wiedergegeben. Das dieser Film bei der diesjährigen Oscar-Verleihung in den technischen Kategorien der große Abräumer war ist selbstverständlich, doch Alfonso Cuarón gleichzeitig als besten Regisseur auszuzeichnen ist mindestens ebenso verdient.

Denn was der gute Mann hier abruft, ist atemberaubend und von einer Klasse, wie sie es im modernen Kino (auf Grundlage von Effekten) noch nie zu sehen und sogar zu fühlen gab. Die Plansequenz zu Beginn, so unendlich scheinend wie sein Handlungsort und mit einer schwerelosen Kamera eingefangen, ist visuelles, handwerklich perfektes Kino, welches künstlerisch kaum zu toppen ist. Das muss man erlebt haben, so wie „Gravity“ allgemein. Selbst in der abgespeckten 2D-Version zieht einen die Komposition aus Bildern, Effekten und nicht zu Letzt dem grandiosen Sound-Design dermaßen in seine eigene Umlaufbahn, schier unglaublich und vorher wohl kaum zu erahnen. Im Weltraum hört die niemand schreien, wussten wir schon, doch das am eigenen Leib zu erfahren (gefühlt) ist ein Ding für sich. Wo bei anderen Filmen die Boxen aufgrund von Getöse explodieren würden, zaubert Cuarón in der Stille der Unendlichkeit ein Spektakel auf den Bildschirm, dass man sich als Zuschauer selbst wie lost in space fühlt. Das wollte er, das ist seine Intention und das macht er in einer Perfektion, die sich nicht genug loben lässt. Wenn er dieses stille Feuerwerk von Impressionen und Stimmung jetzt noch mit einer tieferen Geschichte veredelt hätte, meine Fresse, selbst „2001 – Odyssee im Weltraum“ hätte Konkurrenz bekommen.

Da liegt der Hase im Pfeffer: Denn Cuarón erzählt seine rudimentäre Geschichte ausschließlich über seine audio-visuelle Darbietung. Sandra Bullock gibt sich sichtlich Mühe und überzeugt deutlich mehr als sonst, doch sie ist letztendlich Mittel zum Zweck. Sie ist da. Jemand muss halt da sein. So wie eine Geschichte halt da sein muss. Das spielt für die beeindruckende Wirkung kaum eine Rolle, doch was wäre „Gravity“, wenn dem Rausch noch eine echte, gute Basis zugrunde liegen würde? Etwas, das sonst noch erwähnenswert wäre? Richtig, einer der Film des neuen Jahrtausends, eventuell mehr. Schade, doch wenn das mal relativ egal sein soll, dann hier. „Gravity“ sollte man gesehen, gefühlt und erlebt haben. Eventuell nur einmal, aber das sollte man sich gönnen. An Darbietung und Stimmung nur schwer zu überbieten. Wenn eines, im wahrsten Sinne des Wortes, mal „sehenswert“ war, dann wohl das. Der Rest steht mal in zweiter Reihe, ab und zu ist das erlaubt.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

JackoXL

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@Big: Danke. Ich denke, es ging Cuarón eher darum zu zeigen, was man mit einer perfekten Inszenierung und einer unglaublichen Technik auf die Beine stellen kann. Und das der Film trotzdem nicht wie ein belangloses Effekt-Gewitter wirkt, ist schon erstaunlich und spricht für ihn.


Big_Kahuna

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Vollkommen richtig, hat sich den Regie-Oscar auch redlich verdient der Gute, nur für mich reicht ne astreine Inszenierung einfach nicht, da muss auch was dahinter stecken und da gebe ich dir Recht, wenn das der Fall gewesen wäre, hätte 2001 wirklich ernsthafte Konkurrenz bekommen können.


Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

„Gravity“ ist ein Festival der Belanglosigkeiten und eine Aneinanderreihung galaktischer Peinlichkeiten, aufgrund der großartigen visuellen Umsetzung zum wegweisenden Science-Fiction-Meisterwerk hochstilisiert. Die Exposition ist in der Tat mehr als famos, doch was uns „Children of Men“-As Alfonso Cuarón anschließend vor den Latz knallt, ist schlicht genauso aufmerksamkeitsheischende und peripetielose Mainstreamstandardware wie sie uns gefühlt wöchentlich von Bay und Konsorten als sinnvoller Zeitvertreib verkauft wird – auf kurz (im besten Fall) ganz spassig, aber auf lang freilich vergessenswürdig, da jeder Ansatz einer interessanten Idee schon im Keim erstickt wird. Mit der Zeit fragte ich mich also, was hier eigentlich alles schief gelaufen sein muss, dass Cuarón einen dermaßen story- und konturlosen Science-Fiction-Streifen gedreht hat. Natürlich: Er wollte uns mal zeigen, was man alles mit 3D und visuellen Effekten anstellen kann und uns damit etwas fühlen lassen, was das Kino bisher noch nie zu bieten hatte: Das Weltall in all seinen Facetten. Doch die Stille des Weltraums darf der Zuschauer zu keiner Sekunde auf sich wirken lassen, da Cuarón das Geschehen lieber mit omnipräsenter, sentimentaler, möchtegernepischer Musik unter- oder besser gesagt übermalt und die simple Formelhaftigkeit und Inhaltslosigkeit des Films hinter aufgeblasenen Effekten, netten Bildern, viel Sentimentalität und hirnlosen, unsympathischen Charakteren zu verstecken versucht. Die hohe Repetitivität der visuellen Eindrücke wirkt dabei selbstverständlich nicht klüger als in etwaigen anderen Actiongurken der letzten Jahre. Gefühle wie Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit werden nie wirklich für den Zuschauer spürbar, da der Fokus einzig und allein auf das ästhetisch eindrucksvolle Effektegewitter gerichtet wird. Das also soll die Science-Fiction-Offenbarung des Jahres gewesen sein? Nicht euer Ernst. Die Kunst an „Gravity“ ist einzig und allein, wie uns Cuarón in einer Gefühls- und Inhaltsleere tanzen lässt, so dass man sich den Abspann gar nicht schnell genug herbeisehnen kann. Was am Ende am meisten in Erinnerung bleibt: Zahlreiche wirklich dämliche Logiklücken (welche dem Anspruch auf Authentizität bereits nach kurzer Zeit das Genick brechen), beschämende Dialoge, Botoxtantes nerviger, immer gleicher Gesichtsausdruck und der Gedanke, selten einen gleichermaßen überbewerteten wie stumpfsinnigen Science-Fiction-Film gesehen zu haben. „Gravity“ ist nichtssagend, klischeeüberladen und scheitert auf allen Ebenen daran, sinnlich spektakuläres Kino zu bieten. Bahnbrechende visuelle Effekte und interessante Ansätze allein garantieren eben noch lange keinen guten Film.

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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7.5Sehenswert

[...] Regisseur und Co-Drehbuchautor Cuarón zeigt uns hier mit einfachsten, aber ungleich effektiveren Mitteln, wie einzelne Menschen, denen sich ihr individueller Beitrag zum Lebensgefüge noch nicht so wirklich erschlossen hat, wieder zu sich selbst finden. Indem sie über sich hinauswachsen, Unmenschliches leisten, entdecken sie sich gleichzeitig neu und lernen schließlich, das Gegebene zu akzeptieren. In „GRAVITY“ ist jeder auf seine persönliche Art mit sich und der Welt im Reinen. Ganz gleich, was war, ist und noch kommen wird. [...] Die Komplexität des Einfachen siegt und beschert dem jeweiligen Zuschauer ein zwar nicht makelloses und sicherlich streitbares, in jedem Fall jedoch intensives, sich auf das Wesentliche konzentrierende Kinoabenteuer, das sich gewaschen hat. Dem einen wird's genügen, dem anderen eher nicht. Oder um es anders zu formulieren: „That's Life“.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

Der Erde im Hintergrund, ein unendliches Schwarz in jede andere Richtung. Ich weiss nicht wie es euch dabei geht, aber ich hätte eine Heidenangst, wenn ich da oben alleine rumfliegen würde. Und genau so ergeht es der armen Sandra Bullock dann auch. Nach einem Unfall ist sie im All auf sich alleine gestellt und muss mit der Einsamkeit und der bisher noch nicht erlebten Situation klar kommen. George Clooney hat sich, nachdem er gemerkt hat wie nervig das Mädel denn ist, nämlich abgekapselt und bevorzugt den schwerelosen Tod, wo er auch jetzt bestimmt noch irgendwo herumschwebt. Natürlich ist das etwas hart, Miss Bullock spielt ihre Rolle ja auch passend, aber eine penetrante Persönlichkeit bleibt auch in verschiedenen Filmen in ihrer Funktion gleich. Der Fehler hier war einfach, dass man die absolut starke Figur des Matt Kowalsky, George Clooney, nicht wirklich zum Zuge kommen lässt und in den ersten Minuten viel zu viele Erwartungen mit ihm entfacht hat.

Visuell aber bewegt man sich auf einem Level, das kaum noch zu definieren ist. Die Technik wird wirklich immer stärker und hier lässt man einfach mal auf einem Ultrahighdefinition-Niveau eine Welt entstehen, die eigentlich gar nicht so spektakulär wirken sollte, weil wir sie doch immer sehen können - das Weltall. Aber verdammt, so etwas muss man erstmal packen, etwas zu erschaffen, dass trotz der eingeschränkten Verhältnisse so imposant wirkt. Ich meine, es ist doch eigentlich nur eine schwarze Leinwand und ein Clooney und eine Bullock die davor herumhüpfen und spielend Saltos machen. Ja eigentlich, aber Alfonso Cuarón entführt mit seiner Vorstellung IN das Weltall und bietet ein Erlebnis auf einer Ebene, was dem ganzen Geschehen wohl am nächsten kommen kann. Dass das wirklich so intensiv wirkt und gewirkt hat, merkt man in den Schlussminuten.

"Gravity" macht eigentlich nur einen Fehler: Der Cast, der sowieso nur aus zwei Personen besteht, wurde in meinen Augen zur Hälfte falsch besetzt und hätte mit einer anderen Person emotional würgegriffmäßig fesseln können. Nichtsdestotrotz wird hier ein Kino mit wunderschönen Bildern betrieben welches super mit Ängsten spielt und einem noch mal klar macht, wie schön es doch eigentlich ist auf der Welt zu sein und den Boden unter den Füßen zu spüren.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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6.0Ganz gut

Was soll man schon von einem Film sagen, der fast nur in der Dunkelheit spielt? Visuell ist das alles natürlich ziemlich verkorkst, unausgewogen und langweilig: Man sieht ja fast nix, bis auf den Mond, und der ist - total überzogen unrealistisch - blau. Inhaltlich, und das gefällt, ist „Gravity“ aber konkurrenzlos. George Clooney säuft sich die Dunkelheit schön und die Bullock ist Bullock. Nervt aber nicht. Naja, doch. Aber sie beweist Humor und macht Scherzanrufe bei Eskimos. Dabei sollten die eigentlich über die Bullock lachen. Die haben nämlich wenigstens Licht.

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

SoulReaver

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Wenn hier jemand etwas nicht verstanden hat, dann bist du das.


stuforcedyou

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https://www.youtube.com/watch?v=8v9yUVgrmPY


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Wenn auch die Geschichte nicht immer (und in der zweiten Hälfte eher weniger) zu überzeugen weiß, bekommt man audiovisuell einiges geboten. Das ist kein Autorenkino, das ist ein Abtauchen in eine andere Welt, Style over Substance, aber in gut. Die Antwort auf all den anderen effektgeladenen Weltraumschrott, der hin und wieder in die Umlaufbahn der Kinos gerät.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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5.0Geht so

Turbulenter Space-Slapstick, der immer dann gefährlich ins Trudeln gerät, wenn das Flachland namens Sentiment angesteuert wird. Das ist als oberflächliches Spektakelkino für eine Weile sogar recht eindrucksvoll und mitunter originell, obwohl sich der Film bei seinen Schauwerten auch nur der unübersichtlichen Überwältigungsstrategie moderner Videospiele bedient (sogar inklusive First-Person-Gameplay!). Nach einer Weile erweist sich GRAVITY aber als so künstlich wie Bullocks regungsloses Botox-Gesicht: Das ständige Aufeinanderfolgen von Cliffhanger-Momenten lässt sich einen fragen, ob die Hauptfigur gleich noch Hut und Peitsche findet, und gipfelt in nur noch fremdschämigem Klebepathos. Der Film macht sich schlußendlich selbst die Blutgrätsche und fällt, so gar nicht schwerelos, krachend durch. Cuaron, Du alte Kitschnudel.

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DeDavid

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Hui, wie gemein. :'(


BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

In eindrucksvollen Bilder und mit eindrucksvollem 3D bietet Alfonso Cuarón in seinem nervenzerrenden "Children of Men"-Nachfolger mehr als ein spektakuläres Weltraumdrama: Ohne direkte menschliche Nähe, verloren in einem tödlichen Nichts schildert der Regisseur das primäre Verlangen der Protagonisten nach festem Grund, Berührung und Orientierung. Sandra Bullock reißt mit ihrem intensiven, verzweifelten Spiel die Zuschauer an sich, den Rest besorgen die fantastischen Bilder, die zwischen all den Effekten und Explosionen ein eisiges Gefühl der Isolation erzeugen. Vielleicht sind wir uns im digitalen Zeitalter bereits auf dem Boden schon so fern ...

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PhilippSuessmann: filmjunkies.de PhilippSuessmann: filmjunkies.de

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9.0Herausragend

Was Filmemacher Alfonso Cuaron in Gravity zeigt, ist Kino für das 21. Jahrhundert. Ein Film, erfüllt und getrieben von visuellem Ehrgeiz, wie wir ihn seit James Camerons Avatar nicht mehr gesehen haben.

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StormXPadme: fandom observer StormXPadme: fandom observer

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8.0Ausgezeichnet

minimalistisches Technikspektakel

Im Rennen um die erfolgreichsten Filme des Jahres hatte Gravity wohl niemand so wirklich auf dem Schirm. Alfonso Cuaróns neuestes Werk kommt auch ohne nennenswerte Promotion in die Kinos. Umso beachtenswerter, dass der Film beträchtliche Erfolge erzielen kann. In Zeiten von überladenen Actionkrachern und schrillen Teenagerstreifen kommt ein wenig Schlichtheit als Ausgleich wohl gerade recht.

Gravity empfiehlt sich als Schmankerl im Nachtprogramm ohne störendes Gelächter im Saal, denn der Film beeindruckt von der ersten Sekunde an mit Bildgewalt und perfekt abgestimmtem Soundtrack. So gehen die Einleitungsworte bezüglich der tödlichen Atmosphäre des Alls in völliger Stille zu einer leisen Hintergrundbemalung über, während sich nach und nach das Schauspiel einer Gruppe Astronauten über der Erde offenbart, die am Hubble-Teleskop Wartungsarbeiten durchführen. Diese Reduzierung jeglicher Störgeräusche wie Nebencharaktere, Flashbacks oder seichte Popmusik setzt sich konsequent fort. Dies lässt den Zuschauer die effektvolle Darstellung der Weltraummission umso intensiver aufnehmen.

Auch inhaltlich setzt Gravity auf Einfachheit. Ärztin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock, die nach ihrem Sommererfolg Taffe Mädels ihre Vielseitigkeit in einem ganz anderen Genre unter Beweis stellt) hat auf ihrer ersten Mission noch mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ihr Begleiter Matt Kowalski hingegen (George Clooney, der leider nicht nur durch reduzierte Screentime verblasst) steht ihr als lang erfahrener Astronaut bei seinem letzten Einsatz zur Seite. Kowalskis ganze Kompetenz braucht es dann auch, als die Trümmer eines zerstörten Satelliten das Shuttle zerstören und für Stone und Kowalski ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt.

Es braucht in Gravity nicht mehr Laufzeit als nötig, um die Hilflosigkeit der Situation zu verdeutlichen, und atemlos mit den Hauptcharakteren mit fiebern zu lassen. Hätte man auch die Protagonisten etwas besser ausarbeiten können, so mangelt es doch dem Rest des Streifens nicht an Überzeugungskraft, vor allem in Sachen Technik. Vielleicht zum ersten Mal seit Beginn des 3D-Hypes hatte die Autorin dieses Artikels das Gefühl, dass sich diese wirklich auszahlt. In Gravity trägt jede einzelne schwebende Träne und jedes fliegende Trümmerteil dazu bei, sich in die aussichtslose Lage der vom Rest der Menschheit abgeschnittenen Astronauten zu versetzen. Stimmungsvolle Musik trägt selbst durch das stellenweise erzwungen wirkende Ende, und lässt den einen oder anderen vielleicht nicht nur nach Luft in einem rasanten Finale schnappen sondern auch ein paar Tränen verbeißen.

Gravity verlässt sich praktisch nur auf zwei Schauspieler und einen einzigen Schauplatz und braucht auch nichts anderes, um ein sehenswertes Spektakel auf die große Leinwand zu bringen, dass diesen Namen auch voll und ganz verdient. Wer Science Fiction-Action erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich auf ein atmosphärisches Drama einlassen kann, wird still und nachdenklich den Saal verlassen, meint die Autorin dieses Artikels.

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Filmering: Filmering.at

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9.0Herausragend

Was für ein unfassbarer Husarenritt! Alfonso Cuarón ist mit Gravity ein unglaublich direktes, intensives und wunderschönes Überlebensdrama im Weltraum gelungen, das sich niemand entgehen lassen sollte. Visuell lädt die frei umherschwebende Kamera, die von makelloser Computertechnik unterstützt wird, zum Staunen ein, gleichzeitig sorgt die unmittelbare Intensität für Spannung die an die Nieren geht. Man braucht nicht lange herumreden: Gravitiy ist eine außergewöhnliche filmische Erfahrung. Effekt- und Erlebniskino in seiner schönsten Form und dank seiner künstlerisch integreren Umsetzung ein Pflichttermin für alle.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kobbi88: Die Drei Muscheln

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6.5Ganz gut

Mann Mann Mann, allein auf meinem Dashboard waren es in den letzten Tagen gefühlte 100 Kommentare zu Gravity. Insgesamt mindestens 1000. Und beinahe alle erzählen, wie toll der Film doch ist. Und jetzt muss der doofe Kobbi noch einmal alles erzählen, was die anderen schon gesagt haben? Dass der Film so klasse ist, ein Lichtblick im Kinogeschehen der letzten Jahre, alles andere in den Schatten stellt?

FALSCH

Was? Falsch??

Jawohl, falsch. Denn das Meisterwerk, das hier viele sehen, das steckt da nicht drin. Vieles kann diesem Ruf einfach nicht gerecht werden, bis auf die gelungene Atmosphäre und das tolle Aussehen.

Natürlich, es sind ja auch hervorragende Bilder. Die Erde, die Sonne, ein prachtvolles Spiel verschiedener Farben. Sterne als kunstvolle „Tapete“, die der Kulisse die Unendlichkeit und dadurch eine unendlich große Bedrohung geben. Aber auch im Vordergrund ist der Film toll anzusehen, was vor allem an der, wie sollte man es bei Cuarón und seinem Chefkameramann Emmanuel Lubezki auch anders sein, an der Kameraführung liegt. Jede Perspektive scheint perfekt und besonders zu Beginn sind die Kamerafahrten einfach grandios, wenn ohne Schnitte um den Hubble gefahren wird oder eine Kamerafahrt direkt in den Helm von Sandra Bullock wird und wir als Zuschauer das Geschehen aus ihrer Perspektive sehen. Überhaupt hat der Film dann seine stärksten Szenen: wenn man die Protagonisten nicht sieht und wen einfach nur die Bilder wirken können, unterlegt von der manchmal nervigen, manchmal aber auch perfekten Synthie-Geigen-Mix-Geräusch-Musik von Steven Price.

Aber sobald mal die Bilder nicht im Zentrum stehen, da kommen auch gleich Schwachpunkte auf. Die Schauspieler zum Beispiel. George Clooney ist cool wie immer, aber er ist eben immer noch einfach nur George Clooney. Der sympathische, Witzchen reißende, immer gut gelaunte Womanizer. Und Sandra Bullock ist zwar wirklich bemüht, hat sich sogar extra einen neuen Haarschnitt zugelegt, überrascht mich persönlich sogar, ist aber immer noch weit entfernt von einer erinnerungswürdigen Leistung. Besonders in den Szenen, in denen sie ohne Helm und dafür nur in Unterwäsche herumschwebt fragt man sich schon, was denn das alles soll. Aber heiß ist sie schon.

Weiterer großer Kritikpunkt: 3D. Es stört zwar nicht unbedingt, aber warum alle Welt davon so begeistert ist, das will in meinen Kopf nicht rein. In der Tiefe sieht es sehr sehr künstlich aus, weswegen die Bilder nicht mehr ganz so gut wirken können. Und die Effekte im Vordergrund, die uns direkt ins Gesicht fliegen, die sehen zwar gut aus, aber die sehen bei den meisten 3D-Filmen so aus und sind nichts, was ein Meisterwerk rechtfertigen würde. Warum man allerdings Tränen unbedingt in 3D sehen muss, das bleibt wohl Cuaróns Geheimnis. An HUGO CABRET kommt der Film zumindest ebenfalls nicht ran, weswegen der Scorsese-Film die unangetastete Nummer 1 im Bereich 3D bleibt.

Außerdem ist da ja noch die Story, bzw. sie ist eben nicht da. Die hat Cuarón vor lauter Bildgewalt und bombastischer Effekte nämlich total aus den Augen gelassen. Zwar holt er aus der dünnen Geschichte noch relativ viel raus, aber leider ist sie reichlich unspannend und dient lediglich dazu, die Bilder im Film irgendwie zu rechtfertigen. Manch einer wird ja vielleicht mitzittern können, ob die Astronauten aus ihrer lebensbedrohlichen Lage wieder rauskommen können, aber bei mir war es eher so, dass ich nach eine geschätzten dreiviertel Stunde innerlich gefleht habe, sie mögen doch bitte eeeeendlich verrecken. Dazu kommt dann auch, dass mir der Film nicht wie 90, sondern locker wie 150 Minuten vorgekommen ist und sich ewig gezogen hat, einfach, weil so gar nichts passiert ist.

Vielleicht spricht hier meine generelle Voreingenommenheit gegenüber Science-Fiction und vor allem gegenüber Weltraumfilmen aus mir, vielleicht bin ich mit solchen (ja, zugegeben…tollen) Bildern nicht so einfach zu beeindrucken. Es können auch die nicht gerade überragend agierenden Schauspieler oder eben die lustlos erzählte Geschichte sein, aber ich finde, dass der Film schon jetzt klar überbewertet ist. Naja, aber das sag ich ja auch über Kubricks „2001“, also, was weiß ich schon…

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Feuerelfe

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Ich kann deine Kritik nachvollziehen. ...Habs irgendwie geschafft diesen Film so zu sehen, dass ich mich zwar in dei Figur reinversetzen konnte und die Bilder mich beeindrucht haben, ich aber nebenbei auch gedacht habe, dass das Kind irgendwie reingequetscht ist (und dass sie den Anzug wieder anziehen sollte, bevor alles in die Luft fliegt...).


kobbi88

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Danke :)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Zieht man etwa den Vergleich mit Tom Hanks in „Cast Away – Verschollen“, zeigt sich, dass man mit Bullocks Astronautin zwar mitleiden kann, sie aber zu wenig hergibt, um die Publikumsherzen wirklich an sich nehmen zu können. So angenehm konsequent „Gravity“ auch auf das Wesentliche reduziert ist, etwas mehr Hintergrundgeschichte hätte dem Film gut getan. So bleibt am (musikalisch dann doch etwas schwülstigen) Ende eine erzählerisch dünne Odyssee mit kleinen Durchhängern, auch wenn der Subtext über die Beziehung zwischen der Menschenmutter und Mutter Erde am Rande mitschwingt. Schade. Ansonsten ist „Gravity“ wunderschönes, visionäres Kino mit den großartigsten Tricktechnik-Illusionen seit „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“.

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Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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5.0Geht so

Die krawallige Big Budget-Version der SPACE NIGHT auf BR-alpha. Schick anzuschauen, aber halt auch völlig banal bis blöd und bei der nächsten "Guck mal was ich alles kann"-Sensation wieder vergessen.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.5Ausgezeichnet

„Gravity“ ist bestes Kino. Ein Kino der Bilder, dessen Größe schwer in Worte zu fassen ist. [...] Es ist ein Film des Stauens, ein cineastische Präsenz die für immense Faszinationen und weit aufgerissene Augen sorgt. Es ist die Magie, die man verspürt, wenn man nachts rauf zu den Sternen blickt und bemerkt wie klein man eigentlich ist. Genau dieses Gefühl ist es welches „Gravity“ hervorruft. Das Gefühl von Unendlichkeit.

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MrMo

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für taubstumme trifft diese kritik sicherlich zu, vielleicht auch für zeitreisende die das erstemal ins kino gehen. für menschen die ihr hirn nicht nur durch bilder beschallen lassen wollen, ist gravity wahrscheinlich nicht der richtige film.


stuforcedyou

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Vielleicht, vielleicht aber doch.


_Garfield: Blogbusters

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7.5Sehenswert

Gewinnerin ist hier vor allem Sandra Bullock, der man eine solche Performance (gerade in Anbetracht einer eigentlich schwachen Rolle) überhaupt nicht mehr zugetraut hätte und der stetig pumpende, elektrisierende Score von Steven Price. Cuarón scheut überdies nie den Weg leiser Sentimentalitäten und großer Gesten. Überhaupt ist „Gravity“ ein zutiefst amerikanischer Film, der immer an einen Ausweg, eine alles zum Guten wendende Lösung glaubt; und wenn das nicht klappt, gilt es dem Tod zumindest mit einem Lächeln zu begegnen. Lediglich Clooney's flache Figur, der man gerade zum Einstieg und in der Folge ein, zwei Sprüche zu viel spendiert, trifft nicht immer die eigentlich lethargische Tonalität des Films. Solche Bilder jedenfalls – wieder einmal erschaffen vom beeindruckenden Emmanuel Lubezki – hat man so noch nie gesehen und man fragt sich, wie das alles, Kino im Schwebezustand quasi, überhaupt gedreht worden ist; vielleicht das größte Kompliment, dass man einem Kinofilm momentan noch machen kann.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.0Ausgezeichnet

"Gravity" ist leider genau dann am schwächsten, wenn er die Erfahrungswelt seiner Heldin verlässt und symbolische Bilder typischer Sci-Fi-Topoi sucht. Zwar bleibt in der völligen Fremde des Weltalls ein Hauch von Fiction übrig, aber letztendlich spielt der Film in der Raumfahrt der Gegenwart. Ergo keine Science-Fiction, allenfalls eine Zeitreise zum Urzustand unseres Universum, wo das Nichts die alles beherrschende und Materie eine völlig instabile Kraft war. Evolution, Glaube, "The Dawn of Man", bietet sich im Film auch nur annähernd die Gelegenheit an diese Motive anzuknüpfen, klammert sich die Inszenierung daran wie Sandra Bullock an George Clooney im Taumel der Schwerelosigkeit. Die pathetisch-klebrige Musik am Ende des Films lässt die Symbolik ins Lächerliche kippen und ist symptomatisch für die Zwiegespaltenheit dieses Meisterwerks, das eigentlich "ohne" Mühe ganz bei sich bleiben könnte.

Zum Glück sind die Momente, wo sich "Gravity" selbst aus den Augen verliert relativ selten. Es überwiegt das Staunen, ganz klar, denn so einfach fällt einem kein anderer Film ein, der jemals so ähnlich ausgesehen und geklungen hat. Mit Stille und Schwerelosigkeit wurde in vorherigen Space-Movies zwar gerne gespielt, aber genau so schnell wurden sie auch wieder aufgegeben, um sich formal nicht allzu sehr von der üblichen Ästhetik zu entfernen (oder weil es technisch schlicht noch nicht möglich war). Cuarón und sein Team erzählen aber über nichts anderes und sie finden ein ausgewogenes Mittel zwischen reinem Realismus und ästhetischer Dramatisierung. Die Filmmusik ist, außer am Ende, stimmig und der Plot macht ohnehin keine Anstalten den Wahrscheinlichkeiten des Lebens hinterher zu trauern. Alles was schief laufen kann, alles was das Leben von Bullocks Figur bis an den Rand des Todes führen kann, passiert natürlich. Alles auch nur Erdenkliche geht daneben. Es ist ein Thrill-Ride und selbst die größte Materialschlacht macht durch die beharrliche Linse Emmanuel Lubezkis Sinn, da sie erfahrbar gemacht wird und nicht, wie bei Michael Bay, darüber hinaus gehen muss.

Kein Film zuvor hat auf eine so unsichtbare Weise Live-Action und CGI zusammengeführt. Die Nähte sind verschwunden und auch nur dadurch laden selbst animierte Plansequenzen zum Staunen ein. Es wird klar was mit Computern möglich ist; das sie wirklich das Vermögen haben "handgemachte" Inszenierungen zu übersteigen und dennoch Platz für echte Schauspieler_innen bleibt. Sandra Bullock ist toll in diesem Film. George Clooneys Rolle nervt zwar, aber frühzeitig konzentriert sich der Film zum Glück völlig auf Bullocks unsichere Heldin, die im Zuge ihrer Passion das Leben wieder zu umarmen lernt. Natürlich ist das nicht die originellste Geschichte der Welt, aber innerhalb eines Survival-Films ist es wohl auch die einzig naheliegende. Dennoch gelingt es Cuarón den Background seiner Heldin und ihre Gedanken auf nachvollziehbare Weise in den Film einzubetten. Wer würde nicht völlig auf sich allein gestellt im Weltraum anfangen Selbstgespräche zu führen? Bullock meistert diese Monologe auf eine emotionale und dennoch nie übertriebene Art.

Was letztes Jahr „Life of Pi“ war, dass ist dieses Jahr definitiv „Gravity“ und wenn der Tiger auf dem Boot einen Oscar für die beste Kamera bekommen kann, dann kann das Lubezki alle mal. Ich wünsche es mir für diesen fantastischen Künstler, der zusammen mit Alfonso Cuarón, so wie auch schon mit Terrence Malick, eine völlig singuläre Form des Filmemachens gefunden hat, die es so noch nie zu sehen gab. Amen.

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Telebaum

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okay, das gefühl, selbst im All gewesen zu sein, ist viel wert, funktionierte bei mir leider nicht, vielleicht kann ich die kino-situation dafür einfach nicht genug loslassen - mein problem, dennoch vermute ich etwas anderes, denn ein film, der mir das loslassen so verwährt, dem fehlt etwas, und hier danke ich dir für den Bezug zu GERRY: ich schätze diesen Film nämlich sehr und obwohl ich ihn nur auf dem Schirm sah, lagen gefühlt Welten dazwischen, auch wenn ich nicht sagen kann was es war, aber van Sants Film berührt etwas in mir, da sind dinge wie substanz, tiefe, subtext, metaböden in jedem moment spürbar, nichts davon hat GRAVITY, es ist und bleibt leere ästhetik. Und einmal ganz abgesehen davon, muss man sich nicht fragen, ob diesen einen WERT nicht ein 3-d-dokumentarfilm angesichts 100 mio viel besser vermitteln könnte? Für diesen wert brauche ich keinen sprücheklopfenden clooney und keine pathosschwingende bullock, keinen pseudoplot und keine rührseelige kitschmusik, nein, für einen guten SPIELFILM reicht die reduzierung auf diesen einen einzigen WERT, das Gegühl im All gewesen zu sein, einfach nicht.


Le Samourai

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SEHR guter Text!


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Gravity ist wohl der Film, der optisch am nähesten an den IMAX-Nasa-Dokus ist, die tatsächlich im All gedreht wurden. Selten wurde Zero-G so überzeugend tricktechnisch simuliert und dem Zuschauer das Gefühl vermittelt selbst schwerelos umherzugleiten.

Alfonso Cuaron schwelgt in grandiosen Plansequenzen, egal ob es um das einsame herumtreiben im Raum geht, das Herumhangeln an Raumstationen oder das klaustrophische Klettern in beengten Rettungskapseln. Optisch sind wir hautnah dabei und erleben tatsächlich beeindruckende Bilder, die in der Konsequenz und Länge noch nicht zu sehen waren.

SPOILER AHEAD

Wie so oft bei technisch innovativen Filmen wurde leider nicht dieselbe Sorgfalt und Raffinesse in das Drehbuch gesteckt, dass der Regisseur ebenfalls mitverfasste. Denn während die Grundprämisse des "Lost in Space" und der mühsamen Rettung von A nach D grundsätzlich tragfähig ist, sind die Figuren des Films eine einzige Enttäuschung.

George Clooney, der im Grunde eher ein Extended Cameo hat ist so Zen und Dude-Cool drauf, dass er ihn nichtmal akute Lebensgefahr wirklich aus der Ruhe bringt oder irgendwie emotional tangiert. Sandra Bullocks Figur ist die wahre Hauptrolle und eine der ärgerlichsten und verschwendetsten Frauenfiguren seit Bella. Selbst wenn man - was in einem so wissenschaftlich-realistisch daherkommenden Film wie diesem schwerfällt - ignoriert, dass die NASA jemand derartig labilen wohl kaum für eine Multimilliarden Dollar-Expedition auswählen würde, sie nervt.

Was nicht an Sandra Bulluck liegt, die genau wie Clooney das Beste aus ihren Rollen machen. Aber beide sind furchtbar eindimensional geschrieben und im Grunde nur Dekoration für die Arbeit der Spezialeffekt-Crew. Bullocks Ryan ist unselbständig, mit einer vollkommen überflüssig-dramatischen Backstory geschlagen und dazu verdammt das verhuschte Weibchen zu spielen, die aber mal so gar nichts alleine auf die Kette bekommt, wenn ihr nicht der erfahrene, selbstsichere Mann sagt wo es lang geht. Er muß sie retten, er muß ihr sagen was sie zu machen hat, er muß sich opfern damit sie überleben kann. Hätte sie keinen Helm auf, würde er sie schütteln und ohrfeigen damit sie sich endlich mal zusammenreißt.

Sie hat anscheinend ihr komplettes Training verpennt und vergisst dauernd wichtige Gegenstände in der Schwerelosigkeit zu sichern, ist schon vor Eintritt der Katastrophe dem Zusammenbruch nahe und muss sich in der Stunde der höchsten Not Clooney als Rettungsengel herbeiphantasieren, weil sie ohne tatsächlich mal alles probiert zu haben komplett aufgibt und bereit für den Selbstmord ist.

Gravity macht optisch und in seinen Actionsequenzen soviel richtig und fasziniert alleine auf der Ebene eines Vergnügungspark-Fun-Rides, als Erlebnis - aber sobald er versucht emotional zu packen bleibt nur Vakuum. Da treiben in der schlimmsten Szene des Films Tränen schwerelos in die Kamera und Ryan beweint, dass ihr nie jemand beigebracht habe zu beten. Und man möchte ihr nur in den Hintern treten und dem Komponisten der Choralen Schwulstmusik gleich - wenn die ganze spannende Geschichte letztlich nur existiert um einer depressiven, lebensmüden Frau zu zeigen wie wertvoll doch das Leben ist. Und wenn sie diesen lebenswillen nur wieder findet, indem sie letztlich zu Zen-Meister-Clooney wird und dessen Verhalten emuliert.

Das ist ärgerlich, denn ein Film mit dieser optischen wucht mit dieser grundsätzlich sympathischen Besetzung hätte mehr verdient als eine derart ausgelutschte Message und ein derart unselbständiges Frauchen, dass ohne Mann keine Sekunde überlebt hätte. Wo Ripley vor Jahrzehnten facettenreich Kompetenz, Verletzlichkeit, Angst, Stärke und Menschlichkeit präsentieren durfte bleibt Ryan leider nur verschenktes Potential.

Was niemand davon abhalten sollte sich den Film anzusehen, denn technisch ist er beeindruckend, das Set-Design der Raumstationen ist grandios und auch wenn insgesamt zuviel Plunder in den Stationen herumfliegt ist er hinreichend realistisch, um einen Eindruck von der Enge und Einsamkeit einer Raummission zu geben. Und es ist ja auch fein, dass er sich die völlig esoterischen Wichsereien eines 2001 spart und mehr Drive und Ideen hat, was die grundsätzliche Handlung angeht.

Es wäre nur schön, wenn er mehr wäre als ein faszinierendes Proof-of-Concept und gleichzeitig auch noch gute Charaktere hätte und nicht eine der wenigen weiblichen Hauptfiguren in einer Wiedergeburts-Story verschenkt, die mal so gar nichts interessantes zu sagen hat.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

ShayaNova

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da kann ich mich dem batzmann mal wieder voll und ganz anschließen


primatemike

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@ Admiral.Nogura: Nagel auf den Kopf! Vielen Dank dafür!


Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

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9.0Herausragend

Gravity ist unvergesslich, doch Cuaróns wahre Leistung besteht darin, das technische Können mit der emotionalen Virtuosität des Films eins werden zu lassen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.0Ausgezeichnet

Das anfängliche Sci-Fi-Kammerspiel entwickelt sich zum visuell und in 3D ausgeklügelten Ein-Frauen-Überlebenskampf mit unverstellt schöner Aussicht auf die Erde.

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Alle Kritiken (41)


Kommentare (585) — Film: Gravity


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Troublemaker69

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, der zwar ganz gut ist, aber wahnsinnig überschätzt wird.
Die Effekte und Darsteller sind wirklich sehr gelungen und werden auch durch starke Kameraführung gut in Szene gesetzt.
Aber (und hier kommt das große ABER) die Story ist viel zu dünn und viel zu vorhersehbar, wodurch Gravity zeitig ziemlich langweilig wirkt.
Trotzdem mal einen Blick wert, aber auf gar keinen Fall ein Muss.

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aberaber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So ein Zwei- bzw. Ein-Personen-Stück kann schon ziemlich langweilig sein. Doch "Gravity" ist alles andere als das. Die Bilder, gerade in 3D, sind atemberaubend, der Score ist sehr gut und Sandra Bullocks Darstellung ist, obwohl oftmals durch den Raumanzug eingeschränkt, hervorragend. Die Story ist (zwangsläufig) sehr gradlinig, aber immer spannend.
Ein Film, den man sich unbedingt in 3D ansehen sollte.

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EinfreierElf

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Bewertung6.5Ganz gut

Hm.. bin wohl mit zu viel Erwartung in den Film gegangen. Die Technik und die Kameraführung sind sau gut. Man hat tatsächlich das Gefühl man ist mitten im All. Aber das wars auch schon fast. Der Film ist einigermaßen spannend, aber irgendwie hat man nach ner halben Stunde das Verlangen, da endlich weg zu kommen. Sandra Bullock spielt gut aber nicht herausragend. Das Problem ist vorallem das der Film einem keinerlei Möglichkeit bietet mit der Figur eine persönliche Bindung einzugehen. Und so will man einfach nur, dass man mal was andres sieht und hört als das All, aber nicht dass die hauptfigur sich rettet. Das ist einem, nachdem Clooney zum zweiten Mal endgültig verschwindet irgendwie egal. Trotzdem sollte man sich den Film mindestens einmal anschauen.

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cemakcay

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ey was du laberst such dir mal Hobbys gell was du eigentlich kannst ey?film voll voll geil und toll und fett und so und du opfa nix Ahnung maaaan..:D


cariballdi

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Bewertung4.0Uninteressant

Nun Sandra Bullock war eine totale Fehlbesetzung, und ihr Wuffwuff hat mir den ganzen Film versaut.
Ansonsten aber coole Effekte, auch wenn das schon alles gute am Film ist.

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RoboMaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die meisten Filme haben mich auf 3D enttäuscht, so dass ich nur noch 2D schaue, aber man merkt schon an der Optik, dass 'Gravity' auf 3D ein kaum dagewesenes Erlebnis sein muss. So bezieht sich mein Kommi 'nur' auf die 2D-Version, aber die kann auch damit punkten. Das Konzept ist sehr originell, und obwohl die Story minimal ist, bleibt der Plot immer interessant und spannend. Habe mich sogar dabei ertappt, dass ich zweimal mit Sandra Bullock zusammen die Luft angehalten habe. Ein Kompliment an die Macher für Idee & Umsetzung - ob das nun Bullock/Clooney oder Hayek/Harrelson oder sonstwer ist, dürfte wohl kaum eine Rolle spielen. 'Gravity' lebt von der Optik, und deshalb werde ich mir den auch noch in 3D anschauen.

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pischti

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Bewertung7.5Sehenswert

"Gravity" habe ich vor mehreren Wochen bei meinen Eltern mit Vaddern im Heimkino in 3D gesehen und bin der Meinung, dass der Film auch hauptsächlich so funktioniert. Die Effekte sind gigantisch, die Bilder im Weltraum atemberaubend und gerade hier liegt auch die Stärke des Filmes. Ich verstehe zwar nicht, warum Bullock für einen Oscar nominiert war, dennoch kann ich aber nichts negatives über sie sagen, eine Darbietung wie sie im Genre eben völlig ok ist. Die Story ist flott, durchaus spannend und mit einer Laufzeit von knapp 90 Minuten besitzt sie auch die optimale Länge. Ich fahre zwar im Sci-Fi-Genre dann doch eher auf Vertreter ab, die ein bisschen Handlung zum Mitdenken haben, aber "Gravity" ist einfach ein visuelles Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. Für mehr Punkte fehlt mir wiegesagt dann noch das gewisse Etwas, abgesehen von der hervorragenden Optik.

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BenAffenleck

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So ist das mit den Geschmäckern ;-)


twentyfour

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Über Geschmack lässt sich bekanntlich herrlich streiten. Besagte Filme sind das Salz in der Filmsuppe. Nostalgie pur. Aber wie schon erwähnt, nur was für Fans.


manuel.luger.3

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Bewertung9.0Herausragend

Ich habe lange einen Bogen um den Film gemacht weil ich den Kommentaren schon lange nicht mehr so traue wie es einmal war, ist mir nämlich nicht schon einmal passiert dass der Film dann ein totaler Reinfall war. Ich hab mich dann schliesslich dazu durchgerungen mir die BluRay (2D) zu holen und ihn mir dann in Ruhe anzuschauen. Ich hatte mir eigentlich ein langweiliges Drama erwartet, doch ich wurde eines besseren belehrt. Der Film hatte eine außergewöhnliche und einzigartige story die fast schon actionreich und verdammt spannend daherkam. Vorallem visuell und schauspielerisch gibt der Film wirklich was her. Der Überlebenskampf von Sandy wurde durch grandiose Musik untermalt, die Lauflänge passt auch und Gravity wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Alles in allem "Herausragend" muss mich da der Mehrheit anschließen, und absolut weiterzuempfehlen...!

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RoboMaus

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Bei Oldboy (Original) hatte ich schon dazugelernt, aus den wenigen schlechten/mittelm. Bewertungen herauszulesen, dass der nichts für mich ist. Habe mir dann 'Lady Vengeance' vom selben Regisseur (Park) angeschaut - 0.5 Punkte. Nie wieder Park.


manuel.luger.3

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Absolut nichts für mich diese koreanischen Filme und die Musik bei Oldboy hat mir gar nicht gefallen....


ilarmadio

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Bewertung3.0Schwach

wofür gabs hier bitte nen oscar? bilder hui alles andere pfui

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Gertie10

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Bei den Oscars wurden eig. nur alle technischen Aspekte honoriert!
Und da KANN man eigentlich nichts dagegen zu sagen haben, denn dieser Film hat die Messlatte der Filmtechnik um einiges nach oben gelegt! :-)


ilarmadio

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ok dann passt es ja ;)


JupiterKallisto

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Bewertung9.0Herausragend

Ich muss zugeben, ich war mehr als nur Skeptisch. Wie bitte soll man denn einen eineinhalb Stündigen Film drehen, bei dem die Personen einfach so durchs Weltall treiben? Sowas kann doch keinen guten Film ergeben. Aber (Alle Vorurteile bei Seite) jetzt mal ernst. Ich war mehr als nur positiv überrascht. Die Bilder sind Atemberaubend. Die Musik passt einfach nahtlos und perfekt in jede einzelne Szene und die Schauspieler (Sandra Bullock ist eine meiner Lieblings Schauspielerinnen) präsentieren uns Charaktere, welche wie aus dem wahren Leben geschnitten sind. Der Film kommt ohne viel Gerede und ohne grosse Personengruppen aus. Dieser Ausblick, den man von der Raumstation aus auf die Erde hat ist einfach nur wow. Für Zuschauer, welchen schnell schwindelig wird kann die Kameraführung übrigens sehr anstrengend werden. Die Story steht für sich selbst. Wer nur den Trailer gesehen hat, soll sich überraschen lassen. Ich will nicht noch mehr zur Story verraten, das wäre Schade um die Atmosphäre des Films. Gravity wurde nahezu mit Oscars® überhäuft. Er gewann sowohl beste Regie für Alfonso Cuarón, als auch beste Filmmusik, beste Kamera, bester Schnitt, bester Ton, bester Tonschnitt und auch beste visuelle Effekte.

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Soulja

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Bewertung7.0Sehenswert

"Ist das Kunst oder kann das weg?" Der Film hat zwar so seine Momente und ein schönes Setting, aber der Funke will die gesamte Laufzeit nicht überspringen. Man fiebert nicht mit und ist kaum interessiert, wie es ausgeht. Da nützt dann auch leider die beste Inszenierung nichts. Der dargestellte Minimalismus ist leider ein Stück weit schief gegangen.

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Negev

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Bewertung6.0Ganz gut

Kann den Hype auch nicht verstehen... für die Bilder gibt es Punkte - aber sonst? Story? Keine vorhanden. Planlos im Weltraum. Dieser Film schwebt zischen Kunst und belanglosigkeit.

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FritzM

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Bewertung2.0Ärgerlich

Nunja, wie soll ich es beschreiben...?
Apollo 13 hat gezeigt, wie es geht.
Gravity hat's verkackt...

Den Hype muss man nicht verstehen, schliesslich gibt's auch Fans von Spongebob Schwammkopf und Vampire Diaries.

Nur weil sich unzählige Fliegen auf etwas stürzen, ist es noch lange kein Gold... ;-)

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Grambambuli

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öy, nix gegen Spongebob!


FritzM

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Ja, gut. Gegen den hab ich an und für sich auch nix, aber is halt nicht so meins... ^^


markus.rittner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gravity, Bullock und Clooney schweben "Planlos" durchs All, dazu so ein Hype mit den Oscars, na mal sehen!!! Alfonso Cuarón, verantwortlich für den besten Potter nach meiner Ansicht, hat hier ein unglaubliche intensives Drama inszeniert. Eine Situation die mir einkalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Der Film wird in keiner Sekunde langweilig, Bullock und Clooney sind herrvoragend besetzt. Allesrdings finde ich Bullock hat schon wirklich SEHR viel Pech gehabt aber das war natürlich nötig un dem Film den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Ich bedauere sehr den Streifen nicht im Kino gesehen zu haben! Der wandert auf alle Fälle in die Sammlung!

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der cineast

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Weltraum ist der Ort einer spektakulären Sinnsuche. Hier, wo alles ganz still ist, kann man in sich hineinhorchen, da kann man sich selber finden, oder eben verlieren. George Clooneys Charakter Matt Kowalski fungiert in dem Zweipersonenstück als Hirte, als eine Art Jesus. Niemals ist er aus der Fassung zu bringen, er trägt und leitet Dr. Stone und führt sie zurück zu ihrem verloren geglaubten Selbst. Mit traumwandlerischer Gelassenheit und Weisheit steht er dieser zerronnen Person mit Rat und Tat zur Seite. Und erst dann, wenn er weiß, dass sie es alleine schaffen kann, dann lässt er sie los und dann, wenn sie ganz laut nach ihm schreit und keine Antwort mehr bekommt, ist alles still. Gott antwortet nicht. Aber er war da, als er gebraucht wurde. Bei all der visuellen Brillanz und der - in den ersten dreißig Minuten - makellosen Inszenierung zeigt der Film, der zu 95 Prozent aus dem Computer stammt, noch ein Gespür für Subtilität: Wenn Matt Kowalski den Kontakt zu Dr. Ryan Stone verliert und in die unendlichen Weiten fortgerissen wird um sich als kleiner - für Dr. Ryan Stone wegweisender und leitender - Stern erkennen zu geben, dann erzählt er von der Sonne, die gerade aufgeht, ein für ihn überwältigender Moment, aber Alfonso Cuarón zeigt ihn uns nicht. Nicht nur, weil wir dem Film ab einem gewissen Punkt nur noch aus der Perspektive von Dr. Stone erleben, nein, sondern auch, weil Cuarón auch an unsere Vorstellungskraft appelliert, die selbst ein, so auf optische Höhepunkte setzender, Film anregen muss. Und ist es nicht interessant zu beobachten, dass Dr. Ryan Stone die Rettung nur gelingt, weil sie sich von einem zerstörten US-Shuttle, über eine russische Raumkapsel, bis hin zu einer chinesischen Raumstation, rettet. Verbirgt sich darin nicht sogar - ganz überspitzt ausgedrückt - eine Aufforderung des Films an die drei mächtigen Staaten jegliche Feindseligkeit abzuwerfen, jeden politischen Argwohn zu lösen und zu beenden? Erst, wenn alle drei Großmächte zusammenarbeiten, kann diese Menschheit überleben.
Der Film erlangt zusätzlich zu der Erkenntnis, dass man seinen verstorbenen Liebsten nicht im Tod oder Himmel am nächsten ist, sondern wenn man für ihn weiterlebt und die vermisste Person im Herzen trägt, denn nur da findet sich die wahrste und vollkommenste Nähe. Das schlagende und lebendige Herz ist das Paradies. Und so findet der Regisseur eine intelligente Brücke, von der äußerlichen Pracht seiner Bilder bis hin in die inneren und intimsten Gefilde seiner Protagonisten. Ja, man muss es sagen: Das hat die Welt noch nicht gesehen. Aber das Kino, dass ganz gewiss.

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Le Samourai

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Bin überrascht. Positiv.


Punsha

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Fehlt nur noch eine überaus positive American-Hustle-Rezeption.


peli_cula

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Bewertung4.0Uninteressant

Naja... einen großen Kommentar ist der Film nicht wert. Und dafür gabs den Oscar...WTF!

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Feuerelfe

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Bewertung7.0Sehenswert

Mir hat leider ein wenig mehr Geschichte oder Hintergrund gefehlt.
Ist halt doch ein sehr aus Emotionale konzentrierter Film. Der Teil ist aber auch sehr gut umgesetzt wurden, sowohl mit tollen Bildern, als auch mit mit sehr guter schauspielerischer Leistung.

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Gravity

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Bewertung9.5Herausragend

Wer einen Film nach meinem Nicknamen bennent kann nur eine 9.5 bekommen ;)

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Captain_Haddock

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Bewertung5.0Geht so

Ich hab mich irgendwie verarscht gefühlt. Ein unvergessliches, berauschendes, superdupergeiles, bombastisches, unvergleichliches visuelles Erlebnis wurde mir versprochen - und dann durfte ich zwei Stunden lang Sandra Bullock dabei zusehen, wie sie im All rumkugelt und einem Weltraumschrotthagel nach dem anderen ausweicht... und es ist natürlich sehr wahrscheinlich, dass man da oben sozusagen nur um die nächstgelegene Ecke gehen muss, und schon ist da die nächste Raumstation. Nun bin ich der letzte, der mit dem Elektronenmikroskop jeden Film auf seinen Realismusgehalt hin untersucht, ich kann diese "Wahrscheinlichkeitskrämer" (A. Hitchcock) eigentlich überhaupt nicht ausstehen, und außerdem, was ist schon Realismus, das Leben ist manchmal unglaubwürdiger als die haarsträubendsten Filmplots... doch dieser Film ist SO haarsträubend unrealistisch, dass sich einem die Zehennägel aufrollen. Wie oft kann man, schwerelos im Weltraum herumschwebend, tausenden von raketenschnellen Weltraumschrottbeschüssen entkommen? Wie oft kann man explodierende Raumstationen überleben? Es handelt sich nach meiner Ansicht ja dezidiert nicht um einen Science-Fiction-Film, sondern um ein Überlebensdrama. Und was den großartigen philosophischen Tiefsinn und die religiöse Symbolik angeht: Ein Buddha hier, eine Ikone da, eine halluzinatorische Sequenz über den Wert des Lebens, die ja absotürlich, welche Vieldeutigkeit, eine Jenseitserfahrung sein kann, man weiß es nicht... fertig ist der Esoterik-Selbstbedienungsladen. Wo ist da der Tiefsinn? (Nicht dass ich ein Tiefsinnfanatiker wäre, keineswegs, doch mir geht es einfach auf den Sack, wenn banaler Hollywood-Kitsch als Tiefsinn verkauft wird). Pluspunkte: Cuarons Regie und die Kameraführung. Wenn das Drehbuch nicht so krude wäre, mit etwas weniger Krabumm, etwas mehr Stille, etwas mehr Reflexion hätte das Ganze ein tiefberührendes, poetisches Kammerspiel in den unendlichen Weiten des Weltraums werden können...

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brucelee76

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Ein Klasse Kommentar :).


hrxuuuu

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Bewertung7.5Sehenswert

Gravity ist sowohl atmosphärisch als auch effektreich wie schon lang kein Science-Fiction-Film mehr und weiss mit einer eher dünnen Story zu unterhalten.

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twentyfour

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn Sandy zum Schluss mit der Rettungskapsel in die Erdatmosphäre eintritt (sehr spektakuläre Bilder) und von der Erdanziehungskraft empfangen wird, und sie schließlich auf wackligen Beinen, nach tagelanger Schwerelosigkeit im All glücklich zum Himmel schaut, dann hat der Film ein würdiges Ende gefunden. Dr. Stone (Sandra Bullock) ist soeben den drei wohl schlimmsten Todesarten entkommen. Ersticken, Verbrennen und Ertrinken. Davor musste sie Todesängste im kalten Weltall ausstehen, immer unseren Blauen Planeten so nah und doch so fern vor Augen. Weltraumschrott der um die Erde rast sorgte für die Katastrophe die die Astronauten und ihre Station mit voller Wucht treffen.

Das ist die Geschichte des Film. Der verzweifelte Überlebenskampf im Weltall im Angesicht des eigentlich unausweichlichen Todes. Schönheit und Katastrophe geben sich die Hand.

Fazit: Ein toller Film. Der Überlebenskampf weis mit dramatischen Momenten zu gefallen. Die Optik ist einfach überwältigend und bleibt das große Plus des Thrillers. Selbst in 2 D sehen die Bilder fantastisch aus. So was sieht man nicht alle Tage auf dem Bildschirm. Zurecht hat der Film 7 Oscars abgeräumt, auch wenn es nicht in den beiden wichtigsten Kategorien gereicht hat.

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