Frankenweenie

Frankenweenie (2012), US Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Komödie, Animationsfilm, Horrorfilm, Kinostart 24.01.2013


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7.4
Kritiker
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7.0
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112 Kommentare
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von Tim Burton, mit Charlie Tahan und Martin Short

Als sein Hund Sparky ums Leben kommt, erweckt ihn der Junge Victor Frankenstein wieder zum Leben. Kein Geringerer als Tim Burton ist federführend in diesem Stop-Motion-Abenteuer.

Frankenweenie ist das Stop-Motion-Remake eines frühen Kurzfilmes von Tim Burton. Darin wird die Geschichte des kleinen Jungen Victor Frankenstein (Charlie Tahan) und seinem Hund Sparky erzählt. Beide sind beste Freunde und praktisch unzertrennlich. Eines Tages kommt Sparky bei einem Unfall ums Leben. Victor kann und will sich aber nicht mit dem Tod des geliebten Haustieres abfinden. Victor ist technisch sehr begabt und auch ein wenig wahnsinnig. Von seinem Biologie-Lehrer Mr. Rzykruski (Martin Landau) hat er auch die Wirkung von Elektrizität auf den Körper erlernt. Also beschließt er, Sparky mit einer elektrischen Aparatur zurück ins Leben zu holen. Im Keller seines Hauses kehrt Sparky tatsächlich aus dem Hundehimmel zurück, doch damit fangen die Probleme erst an: Noch ist die Gesellschaft nicht reif für untote Haustiere.

Hintergrund & Infos zu Frankenweenie
Frankenweenie basiert auf Tim Burtons Kurzfilm Frankenweenie aus dem Jahre 1984. Damals brachte er dem Regisseur allerdings kein Glück: Disney feuerte den noch unbekannten Regisseur, da der Kurzfilm viel zu gruselig für Kinder sei. Schließlich sollte der Kurzfilm ursprünglich als Vorfilm für Disneys Die Abenteuer des Pinocchio laufen.

Beim Remake von Frankenweenie hat Tim Burton hoffentlich mehr Glück. Immerhin hat er für die Neuverfilmung die Untertützung nahmhafter Freunde auf seiner Seite: Winona Ryder (Beetlejuice), Martin Short (Mars Attacks!), und Catherine O’Hara (Beetlejuice) neben Atticus Shaffer, Robert Capron und Conchata Ferrell sind in Frankenweenie zu hören.

Frankenweenie wird in 3D und schwarz-weiß gedreht. Übrigens ist Frankenweenie nicht Tim Burtons einzige Hommage an die schwarz-weiß Gruselfilme der 1950er: Während in Frankenweenie ganz klar Frankenstein als Vorbild diente, erwies er in seinem früheren Animations-Kurzfilm Vincent (1982) seinem Idol, dem legendären Horrorfilm-Schauspieler Vincent Price die Ehre. (ST)

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Kommentare (88) — Film: Frankenweenie


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Dan92

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Bewertung7.5Sehenswert

Burton is back!

Nach den für Burton-Verhältnisse eher durchschnittlichen Alice im Wunderland und Dark Shadows wird hier endlich wieder ganz tief in die Skurrilitäten-Kiste gegriffen. Waren des Meisters letzten Werke noch sehr von von CGI geprägt, hat er sich hier wieder auf seine Wurzeln besonnen. Und es klappt: Frankenweenie hätte in Farbe und ohne Stop-Motion niemals funktioniert! Denn gerade das macht ihn so einzigartig in einem Meer aus Filmen, die nur auf Effektheischerei aus sind. Burton weiß einfach, wie man gegen den Strom schwimmt, das hat er mit Frankenweenie wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.
Neben der Machart sind es vor allem die vielen Kleinigkeiten, die Hommagen, die diesen Film so besonders machen. Zig Horrorfilme werden hier liebevoll aufgegriffen (die Hauptfigur heißt wohl nicht von ungefähr Victor) und auch der Humor kommt nicht zu kurz, obwohl die Grundstory ja recht traurig ist.
Was ich mir nur anders gewünscht hätte, war das Ende. Ich will nicht groß spoilern, warne aber vorsichtshalber trotzdem! Denn irgendwie habe ich mir bei diesem Film kein Happy End gewünscht. Hätte man Frankenweenie anders ausgehen lassen, wäre noch echte Dramatik vorhanden gewesen. Aber ich vermute, Disney wollte einfach nicht das junge Zielpublikum verprellen, was ja irgendwie auch verständlich ist. Und trotzdem hat man hier meiner Meinung nach Potential verschenkt, Frankenweenie anspruchsvoller zu machen.

Zum Schluss bleibt man also gut unterhalten und mit der Hoffnung auf einen zweiten Frühling Burtons zurück. Man sollte den Film auch wirklich mehrmals sehen, um alle Anspielungen mitzukriegen.

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Roach

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich stehe wohl selbst unter Fans von Burtons Style nicht alleine da, wenn ich behaupte, dass der werte Herr in den letzten 5 Jahren immens an Genialität und scheinbar auch an Gespür für die Essenz eines Werkes eingebüßt hat. „Alice im Wunderland“ und „Dark Shadows“ sind keine schlechten Filme, sind aber harmlos, uneigenständig und … irgendwie „künstlich“. Künstlich!! Das hätte sich Burton vor, sagen wir, 15 Jahren nicht erlaubt, wo er sich mittels handgemachter Tricks von Puppen bis hin zu Stop-Motion gerade durch seine unverwässerte Natürlichkeit einen Namen gemacht hatte.

Vielleicht ist Tim selbst eine gewisse qualitative Tendenz nach unten aufgefallen? Jedenfalls scheint er sich bewusst geworden zu sein, dass das, was er nach „Dark Shadows“ brauchte, eine Kehrtwende war – zu alten Themen und alten Werten. Diese Kehrtwende fand er im Remake seines kurzen Frühwerks „Frankenweenie“, dieses Mal in Spielfilmlänge.
In Stop-Motion!
Und Schwarz-Weiß!
Verdammt, er hat es doch nicht verlernt, uns zu überraschen.

Auf den ersten Blick ist „Frankenweenie“ ein wunderschöner Animationsfilm mit sympathischen Figuren und einem superniedlichen Sparky. Ein Kinderfilm? Bedingt. Die Thematik ist zugegebenermaßen nicht gerade die kindgerechteste denn „Frankenweenie“ berichtet über Verlust, Schmerz und Außenseitertum. Ich kann mir vorstellen, dass er, so leicht und kurzweilig er einem als Erwachsenen auch erscheint, für ein Kind schon ein harter emotionaler Brocken sein kann. Andererseits haben solche Filme auch oftmals ganz besonderes Potenzial, Leben zu prägen, so wie „The Nightmare Before Christmas“ oder zahlreiche Werke von Disney oder Ghibli…
Trotzdem ist „Frankenweenie“ mehr als nur ein Kinderfilm, auch ältere Zuschauer können sich an der burtonesquen Skurrilität, dem schwarzen Humor und zahllosen Hommagen an große Horror-Klassiker erfreuen. Gleichzeitig gelingt es Burton, den Film als subtile Kritik an die Filmbranche (und an sich selbst?) zu inszenieren.

Ab hier SPOILER:

Sparky ist das Experiment, das KUNSTWERK von Victor, das er mit Emotion, mit Herz geschaffen hat. Dieses Experiment ist geglückt und Sparky gesund und wohlauf. Jetzt fallen diese Ereignisse in den zeitlichen Rahmen eines Wissenschafts-Wettbewerbs der Schule. Als die Mitschüler von dem geglückten Experiment erfahren, sind die Folgen abzusehen: Sie versuchen es selbst. Nicht aus dem Herzen heraus, nicht aus Liebe, sondern aus purem Wettbewerbswillen erzwingen sie ihre eigenen Experimente. Die Experimente schlagen fehl, die toten Tiere werden zu Monstern, werden herz- und seelenlos.

Genau wie der Wettbewerbswahn in Hollywood dazu geführt hat, dass kommerzielle, seelenlose Filme/„Monster“ auf das Publikum losgelassen wurden, die nur Nachahmerprodukte sind. Nicht das Original, nicht wie Sparky. Nicht wie Burtons Filme, nicht wie die Filme, die Burton verehrt und die ihn inspiriert haben – und die hier permanent zitiert werden. Filme, die zumeist Low-Budget oder dergleichen waren, aber trotzdem Herz und Charakter hatten. Filme, denen Burton bereits in früheren Werken wie „Ed Wood“ oder „Mars Attacks!“ seine Verehrung verdeutlicht hat.

Aus dem Blickwinkel ist es auch logisch, dass Sparky am Ende doch nicht den Löffel abgibt. Denn im Gegensatz zu den anderen Monstern, die alle kurzlebig waren, ist Sparky ewig. Weil diese Art von Filmen immer andere Menschen berühren wird. Auch in 20 Jahren noch, auch in 50 Jahren noch. Einfach nur zeitlos.

SPOILER Ende

Trotzdem wedelt „Frankenweenie“ nicht nur mit dem Zeigefinger(/Dackelschwanz), sondern setzt seine Prinzipien auch in die Tat um. In einer Zeit von buntem CGI-Matsch, der zuhauf durchs Kino wabert, bringt Burton die unkommerziellste Art von Animation auf die Leinwand, die man sich vorstellen kann: Einen schwarz-weißen Stop-Motion-Film.
Kein Wunder, dass der Film nicht der größte Erfolg an den Kassen war, aber genau das hat Burton nie gewollt, und genau damit zeigt er, dass er seine eigenen Ideale erfüllt hat: Er hat einen Film geschaffen, der nicht nur aus Wettbewerbswahn entstanden ist, sondern mit Herz und Inspiration.

Danke dafür, Tim! :)

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The Freewheelin Fonda

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Muss den auch mal sehen, scheint ja der erste gute Burton seit langem zu sein ;)
Schöner Kommentar :)


Roach

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Danke! :)

Da "Sweeney Todd" einer meiner Lieblingsfilme ist, würde ich vielleicht nicht sagen "seit langem", aber der hier ist auf jeden Fall wieder so liebevoll und skurril wie Burton mir am liebsten ist und wie ich ihn in den letzten Jahren vermisst habe. ^^


TakaTukaLand

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Bewertung7.0Sehenswert

Bleibt für mich klar hinter dem Original. Die Animationen können für mich nicht den Charme des Kurzfilms ersetzen und die 60 Minuten längere Laufzeit wird leider zum Teil nicht nur für die Ausweitung der story, sondern auch für m.E. überflüssige zusätzliche Handlungsstränge (<SPOILER> wieso bitte mutierten die anderen Tiere? </SPOILER>) genutzt. Manchmal ist die Kürze eben wirklich würziger. Trotzdem sehenswert.

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JokerReviews

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Bewertung7.0Sehenswert

Ist es eigentlich ein Zufall, dass die Figur hier Victor heißt, dessen Hund Sparky heißt und optisch genauso aussieht wie der Victor aus Corpse Bride, der ebenfalls einen Hund hatte der Sparky hieß?

Ich habe mich wirklich sehr lange auf diesen Film gefreut, da ich ein riesiger Tim Burton Fan bin, obwohl mich seine letzten Werke ziemlich enttäuschten. Jetzt kehrt Tim Burton zu dem zurück was er am Besten kann : Stop Motion Animationen. Eine Film-Technik die ich seit vielen Jahren bewundere und vor dessen Arbeit man einfach größten Respekt haben muss. Frankenweenie basiert auf Burtons eigenem Kurzfilm aus den 80er Jahren und handelt von dem jungen Victor Frankenstein, der seinen Hund Sparky aus dem Reich der Toten zurück holt. Aber durch diese Tat lenkt Victor die Aufmerksamkeit der anderen Kinder auf sich, die für ihr Schulprojekt noch eine kreative Idee brauchen.

Ich muss leider sagen, dass mich Frankenweenie nicht zu 100% zufrieden gestellt hat und somit nicht in einer Liga mit Corpse Bride, den ich abgöttisch liebe, für mich spielt. Das soll aber nicht heißen, dass ich den Film so enttäuschend fand wie die letzten Burton Filme, denn Frankenweenie ist tatsächlich der beste Tim Burton Film seit längerer Zeit. Die Animation sind Weltklasse, der schwarz/weiß Stil passt perfekt und das Charakter Design ist wunder wunder schön und äußerst kreativ. Die ganze Geschichte ist eine tolle Hommage an das uralte Horror Genre und es gibt viele Anspielungen auf Frankenstein, Dracula & Co. Leider geht der Film gegen Showdown einen seltsamen neuen Weg, denn er distanziert sich fast komplett vom alten Frankenstein Charme und mutiert plötzlich zu einem Monster Film ala Godzilla. Zudem kommen am Ende einfach zu viele Sachen auf einmal auf uns zu wodurch das Ganze ein wenig überladen wirkt. Der Spagat vom Frankenstein Charme zum Big Monster Charme wollte aus meiner Sicht nicht so ganz perfekt gelingen. Auch mit dem Ende bin ich gänzlich unzufrieden. Hier fehlte mir die lehrreiche Anekdote, denn der Film ist immerhin von Disney. Nein stattdessen bekommen wir ein fast schon zu dick aufgetragenes Ende. Ich hätte es mir genau andersrum gewünscht, als wir es im Film gesehen haben.

Fazit : Ich weiß ich habe jetzt viel gemeckert, doch ich will nochmal betonen dass ich diesen Film wirklich mag. Er hätte nur SO viel besser sein können und ich hab wirklich ein großes Meisterwerk ala Mary & Max und Corpse Bride erwartet. Dennoch sollte Burton wieder mehr Stop Motion machen! Frankenweenie ist auf jeden Fall, trotz der Schwächen, der richtige Weg zur alten Burton Qualität.

7/10

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Medardus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

War ein Verlegensheit"kauf" in der Onlinevideothek, da man irgendwie nach einigen Tiefschlägen von Burton nicht mehr so mit ihm gerechnet hatte. Es fehlte immer das Herz, trotz netter Optik und der morbiden, depressiven, lebenszweifelnden Art seiner anderen Werke fehlte mir immer was.

Was hier dann passiert ist eine wundershcöne Behandlung dessen, was Leben auch ausmacht: Freundschaft/Liebe. Gerade die macht schwere Situationen leichter und lässt es ertragen, wenn man als Aussenseiter verstoßen, gemobbt wird oder einfach nicht so recht in die Masse passen mag.

Das hinter der ganzen Hommage an die alten großen Filme, die aus allen Szenen spricht eben etwas HErzerwärmendes steckt, was fernab von Befindlichkeit und Pseudotiefe begeistert das ist große Kunst und sehr selten.

Zudem ist wirklich beachtenswert, das Burton hier wieder sein Leben aufgreift, seine Untiefen auslotet und aufzeigt. Da fühlt man mit, da ist man auch irgendwie verstört, aber nie abgestoßen.

Ganz fantastische StopMotion Huldigung an OldSchool Grusel die nicht billig zitiert, sondern jede Sekunde das alte, sowie das trashige und eben das Handwerk Film in dieser ComingofAge Story feiert.

Begeisterndes Kino, was auch mal wieder Zeit wurde vom Regisseur.

PS: Gerade am Ende Rotz und Wasser geheult....uff.

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Taddl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nachdem er mit "Dark Shadows" scheinbar seine eigenen Fußstapfen verfehlt hat, findet der werte Herr Burton mit "Frankenweenie" sein altbekanntes Feingefühl für Komposition und märchenhafte Darstellung wieder. Mit seiner Skurrilität, purem Charme und einer Reihe Hommagen funktioniert "Frankenweenie" wie ein Ebenbild des klassischen Monsterfilms und setzt seiner Selbst mit dem dramaturgischen Höhepunkt, der schlussendlichen Eskalation, ein wohlverdientes Krönchen auf.

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DerTaubendetektiv

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn mich jemand fragen würde, welcher Film meiner Meinung nach am besten "Freundschaft" verkörpert, dann würde ich nicht etwa "Ziemlich beste Freunde", sondern FRANKENWEENIE sagen.
Auch, wenn es von außen so zu schienen mag, ist der Film für mich keineswegs ein einfacher Kinderfilm, der von dem verzweifelten Versuch eines Jungen erzählt, seinen Hund Sparky wieder lebendig werden zu lassen. Viel mehr erzählt er die detailreiche Geschichte einer engen und besonderen Freundschaft zwischen Mensch und Tier, über das Leben und den Tod, über das Sein als Außenseiter und ganz besonders: als Kind.
Interessant sind dabei die Parallelen zu einigen Horrorklassikern und auch zur modernen Neuzeit, welche mich in Verbindung mit dem typischen Tim-Burton-Style (ich bin mir ganz sicher, dass es den gibt) immer wieder zum Schmunzeln bringen - sei es auch nur der schlichte Grabstein, der mich entfernt (aber beabsichtigt) an das Hello-Kitty-Logo erinnert.
Die Technik des Filmes bleibt dabei ganz wie gewohnt in Stop-Motion mit aufwendigen Puppen, die mir durch ihr charakterstarkes Aussehen selbst Monate nach dem Sehen im Kopf hängen bleiben (als Beispiel ein toller, aber auch kurzer Auftritt: Colossus).
Ich weiß nicht, ob ich in meinem Wahnsinn nicht irrtümliche Interpretationen über den Film aufgestellt habe, doch mochte ich den Film im Nachhinein noch mehr, als ich es vorher erwartet hatte. Ich mag im Allgemeinen den Großteil von Burtons Filmen sehr, aber Frankenweenie überraschte mich sehr und es ist wirklich Schade, dass er niemals so einen Bekanntheitsgrad erwerben konnte/kann/können wird, wie seine "Geschwister".
Sehr empfehlenswert ist übrigens auch der Kurzfilm dazu.

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Long_Dom

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Bewertung5.0Geht so

Eine nette Hommage an Frankenstein, viele Querverweise an die alten Klassiker, Tim Burton, düster und grau...alles schön und gut aber wo war das Unterhaltsame? Wo das Schaurige? Ich konnte weder einmal lachen noch war es (kindgerecht) gruselig!
Geht so!

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horro

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine ganz wunderbare Hommage an viele der alten Horror-Klassiker im typischen Burton-Style. Leider für mich aber auch oft etwas zu infantil, farblos und schleppend. Trotzdem und gerade mit der langen und mühsamen Entstehungsgeschichte etwas was man nicht jeden Tag sieht.

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AmeliaPond

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:)
...wenigstens bin ich nicht der einzige,der sich direkt ein leicht überteuertes Film-Stofftier in England bestellen musste.
Aber bei meinem ist noch alles dran,um da die Ohren abzukriegen muss man sich aber schon anstrengen,oder? ;)


horro

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... da wär doch längst eine neue Rubrik fällig - Basteln mit MP: diese Woche: lustige Figuren aus Tim Burton Filmen ;)


FlintPaper

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Toll. Von Frankenstein's Braut bis Gremlins ist alles dabei! Wunderbare Horror-Hommage voller skurriler Figuren und fantastischer Momente, von Tim Burton liebevoll und altbewährt inszeniert - natürlich nur stilecht in schwarz/weiß. Beginnt relativ harmlos und endet dann im überraschend spektakulären Showdown. Emotional auch nicht gerade berührungsarm. Genre- und/oder Burton-Fans müssen es eigentlich lieben.

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DieFilmguckerin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tim Burton kam scheinbar nie über den Tod seines geliebten Hundes hinweg - so lässt sich zumindest das regelmäßige Auftauchen der liebenswerten Kläffer in nahezu allen Burtonschen Animationsfilmen erklären, sei es als Geist, als Skelett oder nun eben als Zombie. Vor ziemlich genau 30 Jahren produzierte der Regisseur bereits einen Kurzfilm namens "Frankenweenie", der jedoch nie im größeren Rahmen aufgeführt wurde. 2012 kam es dann schlussendlich doch noch zu einem ausgedehnten Animationsfilm, in dem Tim Burton seinen persönlichen Erfahrungen und seiner Liebe zum Horror-Kino des frühen Hollywoods ausgiebig frönen konnte.

In stilechtem Schwarz-Weiß erzählt "Frankenweenie" von dem eigenwilligen Außenseiter Victor, der lieber seltsame Experimente durchführt oder mit seinem Hund Sparky Filme dreht anstatt mit anderen Kinder zu spielen. Als sein geliebter Hund eines Tages von einem Auto überfahren wird, bricht Victors Welt zusammen. Angeregt durch die Experimente des Lehrers, der Muskelkontraktionen mithilfe von Elektrizität demonstriert, beschließt Victor seinen Hund zu exhumieren und wiederzubeleben. Doch ein eifriger Konkurrenzkampf in der Schule um einen Wissenschaftswettbewerb lässt die Situation schon bald eskalieren.

"Frankenweenie" ist seit langer Zeit und so auf Blockbuster getrimmten Filmen wie "Alice im Wunderland" oder "Dark Shadows" Tim Burtons persönlichster Film und ruft seine älteren Meisterwerke in Erinnerung. Die Geschichte des kleinen Victor und seiner schrulligen Nachbarschaft wirkt glaubhaft und nachvollziehbar und bietet von der ersten bis zur letzten Minute spannende Unterhaltung. Zahlreiche Anspielungen auf Klassiker des Horrorfilms lockern die Handlung auf und bringen jede Menge Witz in die Sache. Sei es die offensichtliche Anlehung an Frankenstein oder die etwas versteckteren Hinweise auf Filme wie "Die Mumie" oder "Das Dorf der Verdammten", es macht großen Spaß die Anspielungen zu suchen und der Film hat trotzdem seinen ganz eigenen Flair.

Wie bereits in seinen vorherigen Animationsfilmen hält sich Tim Burton an die Stop Motion Animation, die dem Film eine besondere Ästhetik verleiht, die durch die überaus passende Reduzierung auf Schwarz-Weiß noch gestützt wird. Wunderschöne, kontrastreiche Bilder spielen wie in alten Hollywood-Zeiten mit Helligkeit und Dunkelheit und werden von der grandiosen Musik des Komponisten Danny Elfman getragen. Auch die Figuren sind interessant und teilweise skurril gestaltet und weisen den typischen Charme von Tim Burton auf - man bemerke beispielsweise die dunklen Augenringe und die langen, dünnen Gliedmaßen.

Insgesamt ist "Frankenweenie" ein großer Spaß, spielt gekonnt mit Klischees und Gewohnheiten des Horrorfilms und wartet mit allerlei Anspielungen für kleine und große Filmfans auf. Die Geschichte des kleinen Jungen, der seinen besten Freund zurück ins Leben holen will, ist so herzergreifend wie skurril und wird keine Sekunde langweilig. Tim Burton besinnt sich zurück auf seine Wurzeln und schafft so einen authentischen und liebenswerten Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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malte.fischer.9404

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Einer der schönsten Animationsfilme 2013!"

Tim Burton und Disney erzählen in einem kleinen Stop-Motion-Film die Welt der Frankensteins neu.
Victor kann den Tod seines Hundes Sparky nicht verkraften, weswegen er eine Möglichkeit sucht Sparky von den Toten auferstehen zu lassen. Das kann jedoch einige unerwarteten Folgen haben!
Die Story ist dann ein wenig Anspruchsvoll, aber besonders im gruseligen Genre gehalten. Der Film ist nicht wahnsinnig brutal, aber für Kinder unter 12 Jahren wirklich viel zu gruselig. Wie man es von Tim-Burton-Filmen gewohnt ist, fehlt der Humor niemals. Ich fand den Film etwas witziger als ParaNorman! Man kann manchmal ruhig lachen. Das beste aber sind die noch so verrückt(en) (aussehenden) Charaktere! Die Technik wurde gut angewendet. Dadurch, dass der Film so super daher kommt, ist es auch gar nicht mehr wichtig, dass alles NUR Stop-Motion in Schwarz-Weiß ist. An das SW gewöhnt man sich am besten in den ersten fünf Minuten, denn man muss den ganzen Film damit klar kommen. Ich war äußerst überrascht, dass der Film Frankenweenie doch ordentlich was zu bieten hat. Er ist zwar nichts für Kinder, aber für Jugendliche, die mit dem Stil keine Probleme haben und für Erwachsene, die ausnahmsweise mal keinen knallbunten kitschigen Film haben wollen. Für mich ist es einer der schönsten Animationsfilme 2013, obwohl da noch 3 andere Filme ganz nah dran sind! Natürlich ist das Geschmackssache, aber Animations- und Tim-Burton-Fans werden diesen Film wenigstens mögen. Die Musik vergesse ich immer zu erwähnen.
Ach ja, da hat Danny Elfman schon was tolles abgeliefert. Dieses Hauptthema bleibt einem immer im Kopf, während man den Film sieht. Nicht schlecht!

Übersicht:
-Stil ist gewöhnungsbedürftig -nicht für jeden (FSK/Geschmack)
+viele tolle Gags +verrückt gute Charaktere +gute Technik/Stop Motion +im gruseligen Bereich +gute Story/Idee (+)wirkt sehr kurz

Witz______++
Anspruch__ +
Spannung_ +
Musik_____+
Genre_____++
Technik____++
Story______+

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "Frankenweenie" kehrt Tim Burton zu seinen eigenen Anfängen zurück und Remaked sich sozusagen selbst. Und es scheint, als tut er dies nach langer Zeit wieder einmal so, wie nur er allein das will. Anstatt Schauspielern gibt es Puppen, wo die Effekte überhand nahmen, da findet man nun wieder Handarbeit. Der große, klitzernde Anzug mochte nicht wirklich passen, war unbequem und man spürt förmlich, um wieviel wohler sich Burton in seiner alten Kleidung fühlt.
Dabei tut er gut daran, einer Horde von absolut absurden Einlass zu gewähren, die im Original Kurzfilm noch draußen bleiben mussten. Denn dieser erscheint einem im Vergleich zu dieser Version beängstigend bieder und harmlos, eben wie man sich einen Kinderfilm von Disney vorstellt. Dies hier ist aber das überbordende und morbide Sammelsurium, das man sich von Burton schon lange wieder gewünscht hat. Natürlich erzählt er irgendwo wieder sein Geschichte, die von den Außenseitern, den Anderen, den etwas abartigen...mittlerweile regieren diese aber Burtons Universum. Die Außenseiterolle haben fast schon die normalen inne. Allein Victors Schulklasse mutet an wie eine Gruppentherapie für angehende Monster und Kreaturen. "Frankenweenie" gewinnt unheimlich durch all diese neuen Figuren und bricht schon relativ früh mit seinem Original. Wenn Burton am Ende aber seine kleine Geschichte vom anderssein in einer doch im Grunde selbst seltsamen Welt in einem furiosen Finale enden lässt, welches anscheinlich alles filmische dieser Welt, aus jeder Epoche und vom A- bis zum C-Movie, über seine Helden hereinbrechen lässt, dann hat das mit dem Ur-Frankenweenie so gut wie nichts mehr zu tun. Das ist dann schon fast Anarchie...im positivsten Sinne.
Sehr schön, wirklich. Ein Bitte hätte ich da nur noch: Bitte, bitte! Bitte ein eigener Film für das Weird Girl und Mr. Whiskers! Bitte! Er muss auch nicht arg lange sein!
Zum Schluss noch ein Zitat von Critic.de, dass in wenigen Worten diesen Film wirklich vortrefflich zusammenfasst: "Frankenweenie"....betrauert nicht den Verfall einer großen, wertvollen Kultur, sondern feiert die Widerständigkeit einer billigen"

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ElMagico

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Yeah! :)


Andy Dufresne

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Der Kreis ist geschloßen :)
Das Zitat am Ende ist großes Kino.


pHrEeK

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unterhaltsamer Schwarz-Weiß-Stop-Motion-Film um die Frankenstein-Story mit skurril-lustigen Charakteren und sozialkritischen Ansätzen.

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werner-holt

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Bewertung6.0Ganz gut

Trotz Tim Burton bleibt Frankenweenie was er ist. Ein Disneyfilm.

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pellekraut007

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Bewertung3.0Schwach

Lieber Tim, danke für diesen erneut toll gemachten Puppenfilm und deine schaurig-schönen und schrägen Einfälle. 3 Punkte hierfür. Hätte ich ihn nicht gesehen, hätte ich nichts verpasst. Aber das ist nur mein Problem, beziehungsweise meine Erkenntnis ;)! Gähn, grunz, so, jetz geh ich erstmal meinen Joghurt wiederbeleben. Der ist schon drei Wochen übers MHD und ich schau mir nochmal "Nightmare before Christmas" an.

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Laynos

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wirklich ein toller Film, da freut sich Papa, Mama und das Kind plus Omas und Opas, die Geschichte geht wirklich zu herzen, selbstverständlich werden jede menge Lacher geboten, Burton hat es immer noch drauf.

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Tomalak

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Bewertung3.5Schwach

boah is der Hund hässlich

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Spielberg_Fan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tim Burton-Retrospektive#16

Mit „Frankenweenie“ nimmt sich Regisseur Tim Burton seinen eigenen und gleichbetitelten Kurzfilm vor und zaubert daraus einen äußerst spaßigen Spielfilm, der in jeder Minute den einprägsamen Stil des Regisseurs verinnerlicht hat.

Der in im Stop-Motion- Verfahren gedrehte Animationsfilm bietet an allen Ecken und Ende das alles, was man an Tim Burton immer so geliebt hat. Es gibt skurrile Charaktere, ein Burton-typisches Puppendesign, eine makabere Geschichte, viel schwarzen Humor, Atmosphäre und einen klassischen Elfman-Sound. Burton zieht außerdem vor seinen großen Vorbildern erneut den Hut und präsentiert seinen Film in S/W, was einen Querverweis auf die guten alten Universal-Monsterfilme darstellen soll. Aber auch Godzilla und Co. wird Tribut gezollt, was sich ganz klar im Finale des Films nicht übersehen lässt.

Für mich war „Frankenweenie“ ein gelungener Abschluss meiner Tim Burton-Retrospektive. Mit seinem bis dato letzten Streifen hat Burton wieder zu seinen Wurzeln zurück gefunden und ich hoffe mal, dass er es beim nächsten Film wieder schafft.

Als nächste steht bei mir die Paul Verheoven- Retrospektive auf dem Programm. Allerdings werde ich im Oktober wohl eine „Road to Halloween – Reihe“ starten, die vom 1. bis 31. Oktober laufen wird und sich ausschließlich mit den Genres des phantastischen Films beschäftigen wird. Vielleicht bleibt ja Platz für Verheoven dazwischen.

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Hartigan85

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Für Verhoeven nimmt man sich dorch gerne Platz. ;) Bin schon sehr gespannt auf deine Kommentare, tolle Aktion!


Spielberg_Fan

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Freut mich dass die kommenden Aktionen schon erwartet werden. Wird harte Arbeit, auch weil die nächsten Wochen nicht viel Zeit bei mir hergeben.Werd aber schon immer Abends für die Filme Zeit finden.


Mc-Di

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Rotz und Wasser habe ich geheult. Mal wieder Tim Burton vom Feinsten - genau so wie ich seine Filmchen kenne und liebe.

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