Persona
Persona (1966), SE Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 25.08.1967
7.8
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von Ingmar Bergman, mit Bibi Andersson und Liv Ullmann
Nach einer “Elektra”-Aufführung verharrt die berühmte Schauspielerin Elisabeth Vogler schweigend in ihrer Rolle. Die Krankenschwester Alma kümmert sich um die apathische Künstlerin. Auf einer einsamen Insel verbringen beide einige Wochen in einem Ferienhaus zusammen. Die Frauen entwickeln eine sonderbare Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit – während die eine schweigt, beginnt die andere zu erzählen und offenbart ihr Innerstes.
Cast & Crew
-
Ingmar Bergman
-
Bibi Andersson
-
Liv Ullmann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Elisabeth Vogler
-
Margaretha Krook
-
Gunnar Björnstrand
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Vogler
-
Jörgen Lindström
Regie
Schauspieler
-
Ingmar Bergman
- Genre
- Drama
- Ort
- Schweden, Strand
- Handlung
- Angst vor der Ehe, Arzt, Brief, Depression, Emanzipation, Feminismus, Frau, Frauen, Geistige Kontrolle, Heilung, Junge Frau, Klassiker, Krankenhaus, Krankenschwester, Landhaus, Mann sucht Ehefrau, Mutter-Sohn-Beziehung, Mädchen, Ménage à Trois, Nervenzusammenbruch, Orgie, Paartherapie, Patient, Rolle der Frau, Schauspieler, Sinn des Lebens, Strand, Stumm, Verlust der Ehefrau, Vernachlässigung in der Ehe, Ähnlichkeit
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!













Kommentare (15) — Film: Persona
Kommentar schreibenVisitorQ 2011/12/10 13:18:14
Kommentar löschenSo unglaublich verstörend und dabei doch so erotisch. Das konnte kaum einer so gut wie Bergman. Bibi und Liv zeigen hier eine ihrer besten Leistungen. Ein muss für Fans des etwas ernsteren Kinos.
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fkfilmkritik 2011/09/29 21:46:02
Kommentar löschenAlter Schwede! Das war er nun, mein erster Bergman. Ich dachte garnicht mal der beste für einen Einsteiger. Doch er lag da und war wirklich genauso wie erhofft. Ein durch und durch philosophisches und originelles Verwirrspiel. Die ersten Minuten rätselhafte, schnell über die Wände laufende Bilder. Darauf erstmal Ruhe. Dann erstmal ein nettes Gespräch und schließlich das entscheidende offene Gespräch, was zu einer abwechslungsreichen Beziehung und Auseinandersetzung zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen führt. Das ganze weht mit einem ordentlichem Interpretation- und Deutungswahn auf. Die volle Zeit spürbar strange und virtuos inszeniert. Szenen flackern spürbar symbolisch mit vereinzelten Synonymen über den Bildern und bescheren dem Zuschauer ein interessierten, verschärften Blick. Weniger als neun Punkte sind für diese verschanzte Bildersprache und die mystischen Tonfrequenzen kaum möglich. Bei den nächsten Sichten könnte es bestimmt noch die Höchstbelohnung geben.
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ElMagico 2011/06/10 19:13:36
Kommentar löschenVerdammt schwer über "Persona" viel zu sagen. Einerseits weil er Gift für jeden ist, der einen allgemeingültigen Sinn im Film sucht, eine irgendwie geartete Antwort auf die Handlung des Films. Dies blieb für mich alles sehr deutungsoffen. Man kann dieses Loch vielleicht mit einem Philosophiestudium füllen, ich persönlich liebe es aber, solche Lücken mit meiner eigenen Wahrnehmung und meinen eigenen Gefühlen zu füllen...ein Grund warum ich Audiokommentare, die mir zuviel davon erzählen, was der Film bedeutet, nicht sonderlich mag.
Ein zweiter Punkt, warum "Persona" oft schwer zu fassen ist: Bergmann zeigt nicht immer die Wahrheit. Genau wie die 2 Frauen sich in ihren ganz eigenen psychischen Masken hüllen, spielt auch der Film mit der Fiktion und mit der Wahrheit, hüllt sich aber weitesgehend in Schweigen, gibt kaum etwas Preis.
Faktisch ist "Persona" ein wunderbar fotografierteter Film, der brillant mit seinen beiden Farben und Schauspielerinnen agiert und dabei sehr körperliche, zarte Bilder kreiert, die, konträr zur Entwicklung des Verhältnisses der beiden Frauen, immer sanfter werden. Seine Geschichte erzählt Bergman sehr distanziert, fast schon kalt und doch ist man irgendwie dabei. Und trotz seiner Schwere ist "Persona" ein sehr kurzweiliges Vergnügen und schon allein aufgrund seiner hervorragenden Optik, ist er es Wert ihm eine Chance zu geben.
Was der Film mir gab, kann ich wohl noch gar nicht gänzlich sagen. Wie gesagt, sind es sowieso sehr persönliche Gedanken und Eindrück, welche sich aber jeder machen sollte, der Filme wie diesen goutiert. Und vorallem sollte man sich diese nicht nehmen lassen, von keinem Kritiker oder sonstwem...wenn man etwas fühlt bei einem Film, egal was, dann hat das schon seine Richtigkeit.
Ich reiße jetzt auch nur kurz an, was da bei mir so war, denn in Worte zu fassen ist sowas eh immer sehr schwer. Für mich war es Ausdruck des immerwährenden Kampfes zwischen dem was ich bin, was ich sein will und was ich sein könnte. Ein Ausdruck des Hasses der immer wieder entsteht aus den Gedanken daran, was ich bin, was ich sein will und was ich sein könnte. Ein Ausdruck der Unsicherheit und Verzweiflung ob der stetigen such nach der Mitte...der Mitte zwischen Abgrenzung von anderen Menschen und den Konsequenzen daraus oder eben sich in seiner Umgebung völlig zu Akklimatisieren und mit den Konsequenzen hieraus zu leben. Denn die Hölle, das sind die anderen...wie Sartre schon sagte.
Schwere Geburt...ich werde das jetzt nicht nochmal durchlesen...verzeiht also Schreibfehler:)
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annaberlin 2011/05/17 17:07:27
Kommentar löschenVisuell beeindruckendes, wegweisendes, stilistisch hochrangiges, atemberaubendes, angstmachendes, wahnsinniges, geniales Werk von Bergman. Persona hatte ich mal gesehen, ohne irgendetwas darüber zu wissen, an einem Samstag Nachmittag alleine zuhause und draußen hat es total geregnet. Das war genau die richtige Stimmung für dieses anspruchsvolle Werk, das mich nie wieder loslassen wird. Neben der exzellenten Inszenierung muss ich hier auch ein großes Lob an die Kamera aussprechen, die einfach nur phänomenal gut filmt.
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Le Samourai 2011/04/25 21:24:50
Kommentar löschenEin inhaltlich wie visuell wahnsinnig beeindruckender und lange nachhallender Meilenstein des europäischen Kinos vom "besten Filmregisseur aller Zeiten" (Jury, Cannes 1997).
Nach meiner nächsten Sichtung wird's wohl die 10,0 geben. MUSS man gesehen haben, obwohl er wohl aufgrund seiner Komplexität nicht der geeignetste Einstieg in Bergmans Welt ist.
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andyewest88 2011/05/16 10:58:13
Antwort löschenKomplexivität...Deine Mutter würd' dir was erzählen ;)
Le Samourai 2011/05/17 17:34:32
Antwort löschenJooo, chill mal. Ich will dich mal nach Persona nen Satz schreiben sehn. Das Hirn ist Matsch. :)
Flunsi 2011/03/16 22:09:42
Kommentar löschenPersona ist ein Film über die Identitätsfindung zweier Frauen die sich genau so fest unterscheiden wie sie sich ähneln. Stilistisch ist der Film sehr künstlerisch und ansprechend umgesetzt.
Für meinen Geschmack gibt es jedoch etwas zu viele Szenen die man nicht auf Anhieb richtig deuten kann.
PS: Filme wie Fightclub oder Der Maschinist haben sich bestimmt davon inspirieren lassen. ;)
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Joe Gillis 2011/02/21 23:25:31
Kommentar löschenEs werde Licht: Zwischen den Graphit-Elektroden der Kohlebogenlampe erstrahlt ein flammender Blitz. Ratternd setzt sich der Projektor in Bewegung. Der Zelluloidstreifen fädelt sich in die Führung. Ein Film beginnt. Ein Film? ›Der‹ Film. Er beginnt mit dissonantem Soundtrack und einer Reihe disparater Bilder, gleich einem kinematographischen stream of consciousness: ein Startband, ein erigierter Schwanz, eine Slapstick-Szene, eine Stückchen Animation, eine krabbelnde Spinne, ein Lamm das geschlachtet wird, groß das tote Auge des Tieres, eine Hand, in die ein Nagel getrieben wird, Mauern, Landschaften, Tote, die plötzlich erwachen, ein Junge, der eine Leinwand abtastet, auf der sich in Unschärfe zwei Gesichter überlagern. Nach der hektischen credit sequence entwickelt sich in knappen, kühlen Szenen die Erzählung: Eine Schauspielerin (Liv Ullmann) verstummt auf der Bühne, verweigert sich fortan dem sprachlichen Zugriff der Umwelt. Die Ärztin schickt die körperlich und geistig für gesund Befundene in Begleitung einer Krankenschwester (Bibi Andersson) zur Kur in ein Haus am Meer. – Einschub: Das lateinische Wort ›persona‹ meint: ›Maske‹, ›Rolle‹, ›Charakter‹, aber auch: ›Persönlichkeit‹, ›Individualität‹. »Persona« handelt von Masken, Rollen und Charakteren, von Persönlichkeit und von Individualität. – Im Haus am Meer zunächst inniges Einvernehmen und zärtliches Verständnis zwischen den beiden Frauen: Die eine spricht viel, die andere sagt nichts – ein empfindliches, ein zerbrechliches Gleichgewicht. Dann ein (Film-)Riß: Die Schweigende macht sich (schriftlich) lustig über die Sprechende, die sich von der anderen betrogen, benutzt und beschmutzt fühlt. Sprechen verwandelt sich Bezichtigung und Anklage, aus Schweigen wird Widerstand und Verachtung. Mit dem immer weiteren Auseinanderdriften der Individualitäten entblößen sich die unübersehbaren Ähnlichkeiten – bis hin zur optischen Verschmelzung der Gesichter. »Persona« ist ein behutsames, zugleich schonungsloses Abtasten von Physiognomien, ein subtiles Spiel der Spaltungen und Doppelungen, eine permanente Schärfenverlagerung zwischen peinlicher Nähe und eisiger Distanz, eine hermetische Phantasie über die menschliche Natur, ein geheimnisvoller Kommentar zum Wesen des Kinos. PS: Der Arbeitstitel des Films »Persona« lautete übrigens »Kinematografi«.
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janissl 2011/02/21 23:35:13
Antwort löschen15 Bergmans in 10 Tagen! Respekt!!
Aber vielleicht solltest du dir zur Abwechslung mal wieder was heiteres anschauen. Ich mach mir sonst echt Sorgen... ;)
alanger 2011/02/21 23:42:54
Antwort löschenberlinale?
Joe Gillis 2011/02/21 23:44:40
Antwort löschenDie Berlinale macht's möglich. Gestern abend war Schluß. Jetzt bin ich sozusagen am »nachbereiten«. Ich muß zugeben, daß ich mich zwischenzeitlich wie ein altes, feuchtes Knäckebrot gefühlt habe – soviel Depression und Gottesferne ist ja nicht gesund. (Aber wann hat man schon mal Gelegenheit, diese Filme in brillanter Qualität auf der großen Leinwand zu sehen?) Am Unheimlichsten fand ich die Hartnäckigkeit, mit der die Einlasser immer wieder »Viel Vergnügen« gewünscht haben... ;)
janissl 2011/02/21 23:45:04
Antwort löschen:)
patcharisma 2011/02/22 00:31:27
Antwort löschenFeuchte Knäckebrote sind wirklich was Schreckliches, obwohl sie auch aus Sweden sind... ;-)
BigDi 2011/02/22 18:53:24
Antwort löschenWunderbarer Kommentar, der meine Erwartungen in die Höhe schellen lässt.
Schreibst du auch mal etwas zu "Das Schweigen"? ;)
Joe Gillis 2011/02/23 00:36:30
Antwort löschenDanke! : ) Und: Ja, »Das Schweigen« wird der Abschluß meiner kleinen Bergman-Reihe.
BigDi 2011/02/23 17:38:44
Antwort löschenIch warte gespannt. :)
Le Samourai 2011/04/25 21:12:15
Antwort löschenPerfekter Text. Wieder einmal. :)
Joe Gillis 2011/04/25 22:51:03
Antwort löschenDankeschön! :)
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surfpoet69 2011/04/28 12:53:38
Antwort löschenIch liebe das Schweigen. Hast Du schon was geschrieben?
Joe Gillis 2011/04/28 13:28:50
Antwort löschenJa. Ich habe ziemlich viele Bergman-Filme auf der diesjährigen Berlinale-Retro (wieder-)gesehen und zu allen auch etwas geschrieben. :)
http://www.moviepilot.de/users/joe-gillis/comments?page=3
Benni-THE-KING 2011/02/16 00:48:08
Kommentar löschenBeeindruckend.
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dae-su 2011/02/06 01:48:22
Kommentar löschenPERSONA ist wohl kaum in seiner Gänze zu greifen, zu begreifen - und wahrscheinlich sollte man sich weniger darin üben, die komplexe Metaphorik und Symbolik zu interpretieren, als den Film als Ganzen in seiner Wirkung zu genießen und nachwirken zu lassen. Trotzdem kommt man kaum umhin, den diffusen Ideen, die sich nach der wahnsinnig intensiven Seherfahrung im Kopf breit machen, Raum zu geben.
Sind die beiden nun eine Person, eine "Persona", ist der Film die Zeichnung einer geistig verstörten Frau, die eine traumatische Erfahrung zu verarbeiten versucht? Oder lässt sich PERSONA als gefährliches Spiel zwischen Gott und Teufel deuten - die religiöse Symbolik, die Wandlung Almas lädt dazu ein. Und warum verfremdet Bergman die diegetische Welt so sehr? Warum die (zunächst) theaterhafte Kulisse, die minimalistische Szenographie? Warum das Spiel mit dem "Film", warum der Projektor, der Filmriss in der Mitte des Films, die Kameraaufnahme der Kameraaufnahme? Warum die erzählerische Diffusität, der plötzliche auktoriale Erzähler, der nach einem kurzen Einsatz wieder verschwindet?
Die Liste der Fragen, über die man Nächte hindurch diskutieren kann, ließe sich beliebig fortsetzen. Aber wahrscheinlich ist es ohnehin schöner, PERSONA so ungedeutet wie möglich zu lassen. Denn am Ende ist er vor allem eins: Ein verstörendes Meisterwerk von betörender Intensität. Wunderbar ästhetisch, von Sven Nykvists eindringlicher wie eigenwilliger Kamera virtuos photographiert, in der Montage auf brillante Weise surreal: Ohne PERSONA hätte es MULHOLLAND DR. wohl niemals gegeben. Ein intensives, symbolisches Verwirrspiel, mitreißend und beängstigend. Und schonungslos. Und zeitlos. Und sehr sehr sehenswert.
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Le Samourai 2011/04/25 21:13:40
Antwort löschenYeah Baby! :)
Ich_mache_Seife 2011/01/21 15:59:02
Kommentar löschenIngmar Bergman’s Persona ist ein betörendes, philosophisches, surrealistisches Werk, das seine Faszination nicht nur aus dem Gesprochenen bezieht, sondern über eine beeindruckende Bildersprache verfügt, die verstört und gleichzeitig verzaubert.
Hier sei im Besonderen die Szene des Jungen erwähnt, der erkrankt ist an dem Hass seiner Mutter und sehnsüchtig seine Hände nach der Liebe und Zuneigung der Mutterfigur ausstreckt.
Vielleicht war es Bergman’s Intention zwei Wege zu zeigen dem Leben mit der Sünde und dem Schmerz der auf dieser Welt und in jedem herrscht zu begegnen, vielleicht auch etwas ganz Anderes.
Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass dieser Film ein faszinierendes Erlebnis ist und die Bilder noch lange gefangen halten.
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cannibal83 2011/01/05 13:03:46
Kommentar löschenFrau die im Leben keinen Sinn mehr sieht trifft auf lebensfrohe Pflegerin. Welche Abläufe sich zwischen beiden genau (und vor allem "wirklich") abspielen sind nur schwer zu erfassen, aber es gibt wahnsinnig viele Interpretationsmöglichkeiten die sich dem Zuschauer in "Persona" auftun.
Es ist somit ein weiteres düster, kaltes Meisterwerk das Ingmar Bergman gelungen ist. Sehenswert wegen seiner wirren Atmosphäre, den glänzenden Hauptdarstellerinnen Bibi Andersson und Liv Ullmann und natürlich der Handlung die einen über eine ganze Weile beschäftigen kann.
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Tyler__Durden 2010/09/16 15:39:15
Kommentar löschenDas generelle Verständnis das Bergman Filme schwer fällige Philosophie Stunden sind war mit ein Grund warum ich seine Filme so lange vor mir hergeschoben habe. Die Vorstellung das es zwar Inhaltlich ganz interessant sein könnte dem Medium Film aber nichts abverlangen würde und visuell so ansprechen wäre wie ein Tatort, hab ich immer verabscheuend betrachtet. Nun aber wie so oft mit Vorurteilen repräsentieren sie nicht wirklich die Realität. "Persona" ist ein Film, ein Film Film, der formell sowie inhaltlich virtuos miteinander harmoniert und dem Zuschauer in der, erschreckender weiße kurzen Laufzeit ein verschachteltes Gebilde von einmaliger Persönlichkeits- Dekonstruktion liefert das tief in das Unterbewusstsein eintritt und dazu ermutigt sich sofort nochmal auf diese Reise zu begeben. Hier wird so viel erzählt mit Worten sowie Bildern und das obwohl nur knapp über 80 Minuten Zeit ist. Bergman ich hab dich Unterschätzt.
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alanger 2009/06/04 19:13:50
Kommentar löschensicher kein bergman-einsteigerfilm.
sehr existentialistisch.
aber der beste film zur gleichnamigen philosophie.
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maslobojew 2008/08/03 01:21:49
Kommentar löschenEin Film zum Eintauchen und Nachdenken. Mit den üblichen Kriterien überhaupt nicht zu fassen.
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Xpander 2008/01/27 21:23:38
Kommentar löschender ganze Film ist in ein überragendes ästhetisches Gewand gekleidet, der Einsatz der Schwarz/weiß Photographie von Sven Nykvist schafft aus jeder Einstellung ein optischs Erlebnis. Vor allem sie Nuancen der einzelnen Grauschattierungen sind eine Besonderheit, da die Hauttöne einen silberglänzenden Ton annehmen. Ein Kind, das ein kinematographisches Abbild eines weiblichen Gesichtes streichelt, bildet Bergmans Filmklammer. Es ist, so stellt sich gegen Ende des Filmes heraus, das ungewollte und ungeliebte Kind der Schauspielerin, welches verzweifelt nach ihrer Liebe sucht. Bergman schafft damit ein sehr prägnantes symbolisches Filmbild. Das Kind erwacht in einem Leichenschauhaus, und streichelt ein virtuelles Bild seiner Mutter, der Tod ist der Verlust von menschlicher Liebe. Es ist die Krankenschwester, welche die Schauspielerin darauf hinweist, die ebenfalls um ihre Zuneigung gebuhlt hatte, aber zurückgewiesen wurde.
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Jomo 2011/03/08 23:00:12
Antwort löschenHerr zu Guttenberg?! Irgendwie kommt mir der Kommentar bekannt vor. Und zwar aus http://members.aon.at/voltafilm/persona.html . Woran liegt das?