Die 50 besten Science-Fiction-Serien seit 2000 – Weltraum-Meisterwerk mit 6 Staffeln auf Platz 1

03.02.2024 - 10:00 UhrVor 16 Tagen aktualisiert
Die besten Sci-Fi-Serie seit 2000
BBC/Fox/Adult Swim/Universal/Paramount/Hulu
Die besten Sci-Fi-Serie seit 2000
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Die Moviepilot-Redaktion ist für euch in ferne Galaxien und quer durch die Zeit gereist, um die besten Sci-Fi-Serien der letzten 24 Jahre – von 2000 bis heute – ausfindig zu machen. Hier ist die Top 50.

Seit Beginn dieses Jahrtausends hat sich das Genre der Science-Fiction rasant entwickelt. Themen wie Künstliche Intelligenzen, virtuelle Welten und Zukunftsvisionen vor dem Hintergrund des Klimawandels und gesellschaftlicher Veränderungen rückten stärker in den Fokus. Vor allem im Serienbereich – der sich in den letzten 24 Jahren ebenfalls stark entwickelt hat – wurde das Genre immer präsenter und populärer.

Und weil wir Sci-Fi und Serien lieben, haben wir uns in der Moviepilot-Redaktion zusammengesetzt, um die 50 besten Science-Fiction-Serien zu küren, die uns in den letzten 24 Jahren begeistert und einen prägenden Beitrag für das Genre geleistet haben.

Was mach eine gute Sci-Fi-Serie aus? So haben wir gewählt

Science-Fiction ist eines der vielfältigsten Genres, das weitaus mehr als nur Raumschiffe und Lasergefechte zu bieten hat. Umso schwieriger gestaltet es sich in manchen Fällen, Serien eindeutig der Sci-Fi zuzuordnen – oder auch nicht.

Mit unserer Top 50 möchten wir diese Vielfalt der Sci-Fi abbilden. Welche Themen haben das Genre die letzten 24 Jahre dominiert? Welche Serien hatten Einfluss auf die Popkultur wie keine andere? Unter diesen Gesichtspunkten haben wir die ersten 20 Plätze sorgfältig (und hitzig) ausdiskutiert, um euch einen ausgewogenen Mix aus älteren wie neueren Serien – von 2000 bis Anfang 2024 – und unterschiedlichen Aspekten der Sci-Fi zu präsentieren.

Die restlichen Plätze 21 bis 50 wurden mit persönlichen Empfehlungen der Redaktion reihum bestückt. Hier steht Soft-Sci-Fi neben Hard-Sci-Fi. Verkopfte Abhandlungen von Quantenmechaniken und dystopische Pandemie-Visionen haben hier genauso einen Platz wie schräge Multiversums-Abenteuer und verschiedenste Eskalationen wissenschaftlicher Experimente. Und Raumschiffe gibt's natürlich auch.

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 50: Stranger Things

Stranger Things

Eine Serie wie Stranger Things hat es noch nicht gegeben. Das Kiddie-Abenteuer powerte ab 2016 seine Staffeln ins Blockbuster-Format – vollständig zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Binge-Publikums. Eine 142 Minuten lange Folge? Warum nicht! Die Geschichte um Eleven und Co. ist purer Pop. Sci-Fi-Elemente wie die Zwischendimension Upside Down und Telekinese glossieren die Duffer-Brüder mit grellem 80s-Neon. Unter der bunten Schicht wird die Luft manchmal dünn. Aber egal, denn Stranger Things macht Spaß! (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 49: Arcane

Arcane
  • Serie: Arcane
  • Jahr: seit 2021 (bisher 1 Staffel)

League of Legends ist ein riesiges Videospiel-Universum. In Form von Arcane entfaltete sich dieses erstmals als Animationsserie unter dem Dach von Netflix. Das Ergebnis ist eine extrem aufregende Mischung verschiedener Genre-Elemente. Science-Fiction und Fantasy geben sich im Gewand eines packenden Steampunk-Abenteuers voller starker Figuren und verblüffender Animationen die Klinke in die Hand. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 48: The 100

The 100
  • Serie: The 100
  • Jahr: 2013 bis 2020 (7 Staffeln)

97 Jahre nach einer nuklearen Katastrophe lebt die gesamte Menschheit in einer Raumstation über der verseuchten Erde. 100 verurteilte Verbrecher:innen werden testweise auf die Oberfläche geschickt und erleben dort eine große Überraschung. The 100 ist ein toller Mix aus Sci-Fi-Dystopie, Teenie-Drama und Herr der Fliegen, der mit jeder Folge mehr zu überzeugen weiß. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 47: 3%

Brasilianische Sci-Fi: 3%
  • Serie: 3%
  • Jahr: 2016 bis 2020 (4 Staffel)

Der englischsprachige Raum hat mitreißende Science-Fiction nicht für sich gepachtet. Das beweist die brasilianische Serie 3% bei Netflix als Mix aus Die Insel und Die Tribute von Panem. Staffel 1 des post-apokalyptischen Thrillers verspricht jungen Menschen in einer überbevölkerten, verarmten Welt die Chance zu einem Aufstieg in die Elite – sofern sie sich bei einem Wettbewerb intensiver Sci-Fi-Spiele gegen die Konkurrenz durchsetzen. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 46: Steins;Gate

Steins Gate

Wissenschaft, Comedy, Spannung und eine Prise Romantik: Dieser Sci-Fi-Anime hat alles. Hier entdecken der Wissenschaftler Rintaro Okabe und seine Freunde, dass Zeitreisen möglich sind und sie Textnachrichten durch eine Mikrowelle (!) in die Vergangenheit schicken können. Der Versuch, so den Tod einer Freundin zu verhindern, eskaliert im Verlauf der 24 Folgen zu einem cleveren, mitreißenden und extrem komplexen Zeitreise-Thriller voller moralischer Dilemmas. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 45: The Last of Us

The Last of Us

Die Videospiel-Verfilmung führt in ein beklemmendes Endzeit-Szenario. Nach einer mysteriösen Pandemie müssen sich Joel (Pedro Pascal) und Ellie (Bella Ramsey) als ungleiches Duo mit traumatischer Vergangenheit ihren Weg durch eine Welt bahnen, die mit zombieähnlichen Pilz-Wesen jederzeit den sicheren Tod bereithält. Noch bedrohlicher sind aber menschliche Bekanntschaften, die beide auf ihrer Reise machen. (PR)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 44: Lost

Lost
  • Serie: Lost
  • Jahr: 2004 bis 2010 (6 Staffeln)

Ist Lost nun mehr Mystery oder Science-Fiction? Hardcore-Sci-Fi-Fans tendieren womöglich zu Ersterem, weswegen die Serie nicht weiter vorne in der Liste auftaucht. Trotzdem bildete Lost ein wegweisendes Muster für serielle Sci-Fi-Erzählungen, da sie auf einmalige Weise hochemotionale Handlungsbögen, verzwickte Wendungen und philosophische Fragestellungen zu Blockbuster-Unterhaltung verband. Gleichzeitig bereitete die Show den Nährboden für eine Fan-Kultur, die bei Genre-Verwandtschaft wie Dark oder Manifest mittlerweile selbstverständlich mitgedacht wird. (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 43: Ijon Tichy: Raumpilot

Ijon Tichy: Raumpilot

Das deutsche Per Anhalter durch die Galaxis lief ab 2007 in den Untiefen des ZDF und etablierte sich gegen alle Widerstände erst als Geheimtipp und irgendwann als Kult-Serie. Die verschrobene Geschichte über Ijon Tichy, der mit seiner “Dreizimmer-Rakete” durchs All saust, basiert auf den Sterntagebüchern von Stanislaw Lem. Die Gestaltung der Serie ist einfach, aber liebevoll gehalten und mit diesem Ansatz bietet Ijon Tichy eher versehentlich einen Gegenentwurf zu jenem opulenten Blockbuster-Fernsehen, das das Genre im folgenden Jahrzehnt prägen sollte. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 42: Person of Interest

Person of Interest

Bevor er mit Lisa Joy Westworld schuf, ging Jonathan Nolan bereits in Person of Interest auf die Suche nach den Facetten von Künstlicher Intelligenz. Der Verschwörungs-Thriller fing die Stimmung eine Dekade nach 9/11 ein und untersucht, wie eine beinahe allmächtige KI und maximale Überwachung bei der Terror-Bekämpfung helfen. Mit jeder Staffel bearbeitete die Serie moralisch und politisch ihr Sci-Fi-Kernthema und ihre Charaktere wurden ambivalenter, nuancierter und damit besser. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 41: Origin

Sci-Fi mit Alien-Vibes: Origin
  • Serie: Origin
  • Jahr: 2018 (1 Staffel)

Als YouTube Premium-Produktion flog Origin zu Unrecht unter dem Radar vieler Sci-Fi-Fans. Eine Gruppe Fremder (darunter Tom Felton und Natalia Tena) erwacht an Bord eines Raumschiffs. Sie sind unterwegs zu einem fernen Planeten. Doch eine Bedrohung lauert an Bord. Die 10 Episoden nehmen unterschiedliche Passagiere ins Visier und erforschen mit ihnen das futuristische Mysterium voll verblüffender Wendungen. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 40: Mrs. Davis

Mrs Davis

Im Kern von Damon Lindelofs Sci-Fi-Serie Mrs. Davis geht es um den Konflikt zwischen Technologie und Religion sowie die Frage, wie eine Welt aussähe, wenn das eine das andere ersetzt. In Kurzform: Eine Nonne sagt einer gottgleichen KI den Kampf an. Daraus entspinnt sich ein absolut wahnsinniger Trip voller schräger Ideen, der in nur 8 Folgen eine geniale und in sich geschlossene Geschichte erzählt. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 39: Raised By Wolves

Raised by Wolves

Ridley Scott, das Sci-Fi-Genie hinter Alien und Blade Runner, brachte 2020 zusammen mit Serienschöpfer Aaron Guzikowski die kurzlebige Sci-Fi-Serie Raised by Wolves an den Start. Darin reisen nach einem verheerenden Krieg auf der Erde zwei Androiden auf den abgelegenen Planeten Kepler-22b, um eine bessere Version der Menschheit zu schaffen. Schon bald kommt es jedoch zu zahlreichen unlösbaren Konflikten, die in mitunter albtraumhaften Bildern vor unseren Augen ausformuliert werden. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 38: Resident Alien

Resident Alien

Für Resident Alien erfinden wir die Genre-Bezeichnung “Kuschel-Sci-Fi”. Die Syfy-Produktion mixt bekannte Alien-Tropen mit der Gemütlichkeit von Gilmore Girls und einer grantigen Hauptfigur, die an Dr. House erinnert: Alan Tudyk strandet als Außerirdischer auf der Erde – und hasst es. Er versteht die menschlichen Sitten nicht. Er möchte so schnell wie möglich wieder weg. Resident Alien zeigt, wie sich die kühlen interplanetaren Fronten aufwärmen. Das hat man in 1000 anderen Serien schon mal gesehen, aber eben noch nicht so oft – und vor allem so herzlich – in einer Sci-Fi-Umgebung. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 37: Dark Angel

Jessica Alba in Dark Angel
  • Serie: Dark Angel
  • Jahr: 2000 bis 2002 (2 Staffeln)

Für viele Teenager der frühen 2000er war Dark Angel das Eingangstor ins Sci-Fi-Genre. Die von Sci-Fi-Meister James Cameron und Charles H. Eglee (Dexter) konzipierte Serie fesselte mit Jessica Alba in ihrer Durchbruchsrolle als lässige Super-Attentäterin auf der Flucht. Dark Angel ist außerdem der perfekte Mix aus Sci-Fi-Noir und unwiderstehlichem 2000er-Flair. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 36: Planetes

Planetes
  • Serie: Planetes
  • Jahr: 2003 (1 Staffel)

Der Science-Fiction-Anime Planetes folgt einer jungen Astronautin bei ihrem Job, Weltraummüll zu bergen. So alltäglich, wie das klingt, ist es auch. In 26 Episoden wird uns bodenständig und humorvoll eine Welt in naher Zukunft ausgebreitet, in der wir nach und nach das umliegende All erobern. Planetes ist ein liebevolles Arbeitsplatz-Porträt der nahen Zukunft – mit wunderschönen Zeichnungen unseres blauen Planeten. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 35: Life on Mars

Life on Mars

Zurück in die Vergangenheit trifft Serpico in der britischen Krimiserie Life on Mars. Ein Cop aus der Gegenwart (John Simm) wacht im Jahr 1973 auf, und wird mit Korruption, Gewalt und veralteten Ermittlungsmethoden konfrontiert. Der Culture- und Time-Clash treibt die Serie an, genau wie das mögliche Sci-Fi-Mysterium in ihrer Mitte. Denn warum er da ist, bleibt unklar. Life on Mars profitiert von der Kürze und Würze britischer Dramaserien. In 16 Episoden wird eine rundherum originelle Krimi-Story erzählt und das mit einem befriedigendem Ende. (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 34: Love, Death & Robots

Love, Death & Robots

Wer Cyberpunk mag, wird Love, Death & Robots lieben. Die von Tim Miller (Deadpool) und David Fincher (Fight Club) für Netflix ersonnene Anthologieserie erzählt in jeder Folge eine einzigartige Sci-Fi-Vision mit eigenem Animationsstil. Die 20 Minuten-Folgen sind perfekt für zwischendurch, fesseln aber oft mit bildgewaltigem Horror, blutiger Action oder abgefahrenem Humor. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 33: Peripherie

Peripherie

Peripherie beweist, dass eine Sci-Fi-Serie das Komplettpaket sein kann. Märchenhafter Schauwert und clevere Zukunftsvision brauchen kein Jahrzehnte langes Franchise im Rücken. Peripherie öffnet uns geschickt eine Tür in eine Zukunft, die erst vertraut scheint und uns dann gnadenlos dystopisch den Boden unter den Füßen wegzieht. Die Buchverfilmung wurde nach nur einer Staffel von Amazon verfrüht abgesetzt – die steht aber sehr gut für sich allein. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 32: Upload

Upload
  • Serie: Upload
  • Jahr: seit 2020 (bisher 3 Staffeln)

Upload startete mitten in der Pandemie und fing eher unfreiwillig das ungeliebte virtuelle Lebensgefühl ein, indem es digitale Lebensformen in eine zynische und gleichzeitig optimistische Zukunftsvision einflocht. Klingt kompliziert und widersprüchlich, aber genau daraus gewinnt die oft tieftraurige Comedy von The Office-Schöpfer Greg Daniels ihren Reiz. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 31: Stargate Atlantis

Stargate Atlantis

Der Ableger von Stargate SG-1 folgt den Erlebnissen eines Teams von Militärpersonal und Wissenschaftler:innen, das in der fernen Pegasus-Galaxie auf die gefährliche Rasse der Wraith stößt – und in Staffel 2 auf Jason Momoa, der bis zum (vorzeitigen) Ende als Ronon Dex glänzte. Stargate Atlantis ist nicht nur Vertreter der Military-Science-Fiction, sondern auch spannende, düstere und oft witzige Weltraumunterhaltung mit epischer Geschichte und reichlich Action. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 30: Silo

Silo
  • Serie: Silo
  • Jahr: seit 2023 (bisher 1 Staffel)

Hunderte Stockwerke erstreckt sich das Silo unter der Erde. Die Welt an der Oberfläche ist verseucht. Viele Jahrzehnte sind die überlebenden Menschen schon hier. Doch Maschinen-Technikerin Rebecca Ferguson beginnt sich zu fragen, ob ein Verlassen des Bunkers wirklich ein Todesurteil ist. Als Gesellschaftsbild auf vertikalem Raum verhandelt die AppleTV+-Serie Silo ihre Zukunftsvision zwischen Angst und Hoffnung in einem nervenzerreißend spannenden Sci-Fi-Thriller. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 29: Foundation

Foundation
  • Serie: Foundation
  • Jahr: seit 2021 (bisher 2 Staffeln)

Foundation ist eine Serie, die das Wort Ambition größer schreibt, als das Universum in seiner Gesamtheit ist. Die Verfilmung der gleichnamigen Buchreihe von Isaac Asimov strotzt vor spannenden Zukunftsideen, komplexen Figuren und Welten, die in opulenten Bildern zum Leben erwachen. Obwohl am Ende nicht alles perfekt zusammenkommt, begeistert die Serie mit ihrem schieren Drang, eine Geschichte zu erzählen, die pure Science-Fiction ist. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 28: Altered Carbon

Altered Carbon

Wer auch immer den Geistesblitz zu Altered Carbon hatte, war ein Genie. Die Sci-Fi-Serie von Netflix verbindet Cyberpunk-Bildgewalt mit einer fesselnden Detektivgeschichte und zugespitzten Western-Anleihen mit Revolverhelden und rauchenden Colts. Joel Kinnaman (The Killing) und Anthony Mackie (The Falcon and the Winter Soldier) liefern dem Genre-Mix ikonische Antihelden, deren blutige Action-Szenen keine Langeweile aufkommen lassen. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 27: Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Termiantor: S.C.C.

Die Terminator-Reihe steckt seit dem Abspann von Teil 2 in einer Krise, die mehrere überteuerte Blockbuster nicht beheben konnten. Den Weg in eine bessere Terminator-Zukunft weist The Sarah Connor Chronicles in zwei Staffeln. Die Skynet-Mythologie wird erweitert und erkundet, während das Serien-Format Raum für die Entwicklung neuer Figuren und alter Bekannter bietet (unter anderem Lena Headey, Summer Glau und Garret Dillahunt). (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 26: Dollhouse

Dollhouse
  • Serie: Dollhouse
  • Jahr: 2009 bis 2010 (2 Staffeln)

Eine geheimnisvolle Agentur verleiht Menschen an reiche Klienten für unterschiedlichste Dienste. Das Grausame daran? Diese "Puppen" sind Personen, deren Gedächtnis komplett gelöscht wurde. Ihren leeren Hüllen werden pro Auftrag neue temporäre Persönlichkeiten implementiert. Echo (Eliza Dushku) aber beginnt ein Selbstbewusstsein zu entwickeln, das sich nicht löschen lässt. Das Sci-Fi-Konzept von Dollhouse ist absolut verstörend – und komplexer Nährboden für einen cleveren, fesselnden und oft herzzerreißenden Verschwörungs-Thriller über Menschlichkeit, Identität und den freien Willen. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 25: The Walking Dead

The Walking Dead

The Walking Dead hat das letzte Serien-Jahrzehnt geprägt wie sonst nur Game of Thrones. Die Zombie-Saga ist die größte Horror-Serie unserer Zeit, doch auch im Sci-Fi-Genre hat sie einen Fußabdruck hinterlassen und muss auf diese Liste. Sie ist eine umfangreiche Gesellschaftsanalyse nach dem Zusammenbruch der Zivilisation – das Simpsons der Postapokalypse sozusagen. Jede Zombie-Serie, die kommt, wird sich etwas von The Walking Dead borgen. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 24: Calls

Calls
  • Serie: Calls
  • Jahr: 2021 (1 Staffel)

Experimentierfreudig zieht die Sci-Fi-Serie Calls bei AppleTV+ in ihren Bann: In 9 kaum länger als 10-minütigen Folgen entfaltet sich über eine Reihe zunächst unverbunden wirkender Anrufe das Bild eines großen Ereignisses. Die Audio-Serie mit einem Star-gespickten Sprecher:innen-Cast (Pedro Pascal, Rosario Dawson, ...) macht die rein hörbaren Gespräche dabei mit einem Reigen von Linien und Formen visuell greifbar. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 23: The Leftovers

The Leftovers

Ist Leftovers überhaupt Sci-Fi? Und nicht eher pure Esoterik? Nun ja: In Damon Lindelofs (Lost) dreiteiligem Trauer-Epos verschwinden 140 Millionen Menschen einfach so. Gibt es dafür eine rationale, wissenschaftliche Erklärung? Oder müssen die verbliebenen Menschen den Verlust als Handstreich einer höheren Macht akzeptieren? Die Antwort gibt Leftovers nicht. Glaube und Spiritualität prallen auf technischen Kontrollwahn – zwei urmenschliche Zwänge im Box-Ring. Man könnte also sagen: Noch nie hat eine Serie mehr Sci-Fi gewagt. Oder weniger. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 22: Station Eleven

Station Eleven

Station Eleven, basierend auf dem Roman von Emily St. John Mandel, ist eine durch die Bank erstaunlich erzählte Serie. Was auf den ersten Blick wie eine Antwort auf die Corona-Pandemie wirkt, entfaltet sich mit jeder Minute zu einem komplexen wie hoffnungsvollen Porträt einer Gesellschaft, die zerfällt und sich neu definieren muss. Am spannendsten ist die Serie immer dann, wenn sie sich die Frage stellt, worin jede:r einzelne einen Grund findet, zu (über-)leben. Die Lösungsvorschläge kommen nicht selten aus den Feldern von Kunst und Kultur, die helfen, das Erlebte zu verarbeiten. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 21: Devs

Devs
  • Serie: Devs
  • Jahr: 2020 (1 Staffel)

Nach aufregenden Sci-Fi-Filmen wie Ex Machina und Auslöschung krönte sich Alex Garland mit der Mini-Serie Devs endgültig selbst zu einem der größten Genre-Talente unserer Zeit. Die Story rund um eine junge IT-Ingenieurin, die im Silicon Valley in eine mysteriöse Welt eintaucht, fasziniert als hypnotisches Sci-Fi-Delirium mit perfekt durchgestylten Bildern. Die Thematik, den Zustand des Universums zu jedem Zeitpunkt der Vergangenheit und vor allem Zukunft aus bestimmen zu können, wächst immer mehr zum bewusstseinserweiternden Gedanken-Koloss. Spätestens im meisterhaften Finale nimmt Devs dann sogar Kubrick-Ausmaße an. (PR)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 20: Andor

Andor

Star Wars ist alt und angestaubt und kann nur noch frustrierend sein: Mit diesem Vorurteil hat Andor aufgeräumt. Die Serie um den verschlagenen Rebellen Andor (Diego Luna) liefert fesselnde Figuren, wo andere Effektgewitter oder Fan-Service bieten. Sie tut weh. Hier wird Eifersucht zu Hass und Verlust zu Verbitterung. Hier sind Gefängnisse alptraumhaft, Freundschaften trügerisch und Helden nur ein paar Credits vom Verrat entfernt. Andor beweist, dass Star Wars so bitterböse sein kann wie Game of Thrones. Und ist damit in 46 Jahren Franchise-Geschichte einzigartig. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 19: Ghost in the Shell Stand Alone Complex

Ghost in the Shell: SAC

Utopie sieht anders aus: In bester Cyberpunk-Manier verfrachtet uns die Anime-Serie in eine düstere, futuristische Welt, in der sich Menschen technologisch aufpimpen und manche kaum noch von Maschinen zu unterscheiden sind. Inmitten von Korruption, Cyber-Terrorismus und gesellschaftlichen Krisen folgen wir Major Motoko Kusanagi und ihrem Spezial-Team der Sektion 9 bei ihren Ermittlungen von Einzelfällen (Standalone) und staffelübergreifenden Konflikten (Complex).

Vielleicht nicht so tiefgründig wie das Anime-Meisterwerk Ghost in the Shell, aber dennoch ein sagenhaft dichter und erwachsener Sci-Fi-Spionage-Thriller, der in einigen Themenaspekten auch 20 Jahre später erschreckend aktuell bleibt. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 18: The Orville

The Orville

Zu einer Zeit, in der sich das Star Trek-Franchise düster und dramatisch gab, wurde The Orvile zum Lichtblick für viele Trekkies, die den episodischen Charme und Optimismus früherer Enterprise-Abenteuer vermissten. Die von Seth MacFarlane erdachte Comedy hatte als Mix aus Sci-Fi-Pastiche und Parodie mit Family Guy-Humor nicht den besten Start, verwandelte sich bald aber zu einer liebevollen Hommage mit eigener Identität.

The Orville findet dabei die richtige Balance zwischen lustiger Space-Sitcom und ernsthafter Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und moralischen Dilemmas durch die Sci-Fi-Linse. Geheimzutat ist dabei die fantastische Chemie der Crew der USS Orville. Wer ein modernes The Next Generation suchte, wurde hier fündig. (MW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 17: Sense8

Sense8
  • Serie: Sense8
  • Jahr: 2015 bis 2018 (2 Staffeln)

Die Matrix-Genies Lilly und Lana Wachowski sowie Babylon 5-Schöpfer J. Michael Straczynski schufen mit Sense8 ein kleines Netflix-Wunder, das acht unterschiedlichste Menschen über den Globus verteilt psychisch und emotional miteinander verschweißt. Dem Serien-Highlight wurde leider nie der große Massen-Erfolg zuteil, sodass es die Produktion nur auf 2 Staffeln brachte.

In den besten Momenten ist Sense8 vor allem ein ungestümer Bilder-Fiebertraum, der nicht nur Ländergrenzen überkommt, sondern auch Gender-Normen selbstverständlich aufbricht und furios auf Konventionen pfeift. Alleine für die kongeniale Montage-Arbeit ist das Netflix-Juwel unbedingt einen Blick wert. (PR)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 16: Years and Years

Years and Years

Als gesellschaftliche Science-Fiction beginnt Years and Years in der Gegenwart und buchstabiert dann anhand der britischen Familie Lyons die Entwicklung der Weltgeschichte in eine realistische Richtung aus – inklusive nationalistischer Strömungen, Flüchtlingskrise und technologischer Entwicklungen. Durch die Bindung der Veränderungen an persönliche Einzelschicksale erfahren wir diese erschreckend greifbare Zukunftsvision so emotional wie selten im Genre. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 15: Star Trek: Strange New Worlds

Star Trek: Strange New Worlds

Star Trek: Strange New Worlds ist ein kleines Sci-Fi-Wunder, das sich im Wust der Reboots und Nostalgie-Trips auf die Stärken der Reihe besinnt. Statt düsterer Staffel-Arcs gibt es mitreißende Episoden-Abenteuer. Und statt zerrissener Antihelden eine liebenswerte Crew, die wir mit jedem Weltraum-Trip besser kennenlernen. Das ist Old-School-Star-Trek. Aber erzählt wird es mit dem Entdecker-Geist und der Neugier einer Kadettin, die sich auf ihre erste 5-Jahres-Mission begibt. (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 14: Severance

Mindfuck-Sci-Fi: Severance
  • Serie: Severance
  • Jahr: seit 2022 (bisher 1 Staffel)

Severance buchstabiert als abgedrehte Zukunftsvision die Work-Life-Balance aus: Was, wenn man Arbeit und Privates komplett trennen könnte? Das findet Mark (Adam Scott) heraus, als er den medizinischen Eingriff vornehmen lässt, der bewirkt, dass er sich im Büro an nichts Persönliches und zu Hause nicht an den Job erinnert.

Die Sci-Fi-Serie punktet neben ihrem starken Konzept mit herrlich eigenwilligen Figuren. Spätestens, wenn die skurrile Idee zunehmend ins Unbehagen kippt und niemand mehr weiß, wer er wirklich ist, fesselt die AppleTV+-Serie auf einem völlig neuen Level verknoteter Gehirnwindungen. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 13: Real Humans

Real Humans

Wann beginnt ein Etwas zu einem Jemand zu werden? Dieser Frage gehen Sci-Fi-Autor:innen seit mehr als einem Jahrhundert nach. Der schwedischen Serie Real Humans gelang auf diesem Gebiet ein Quantensprung, denn sie erschuf ein intimes Charakterdrama, in dem ein Großteil der denkenden und fühlenden Figuren künstlich erschaffen wurde.

Die Emanzipation der Roboterbewegung beleuchtet “Äkta människor” aus der Innenperspektive. Wir sehen "Hubots", die ihren gesellschaftlichen Status als Nutzgegenstände nicht mehr akzeptieren wollen. Für die Technik dahinter interessiert sich die Serie kaum, aber für die wütenden und verängstigten Seelen hinter den Schaltkreisen und Silikon-Gesichtern umso mehr. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 12: Orphan Black

Orphan Black

Noch nie hat uns eine Serie so mit Klonen mitfühlen lassen. Tatiana Maslany spielt in dem feministischen und queeren Verschwörungs-Thriller Dutzende Versionen desselben Menschen – genetisch gesehen. Tatsächlich sind es aber unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich alle auf einzigartige Weise mit ihrer Identität als Klon arrangieren.

Egal ob Soccer-Mom oder Super-Hackerin. Tatiana Maslany lässt uns mit ihrem subtilen und extrem unterhaltsamen Schauspiel tief in die Psyche der geklonten Frauen blicken – und jede einzelne hat mehr Seele als die meisten anderen Sci-Fi-Hauptfiguren auf dieser Liste. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 11: Firefly

Kult-Sci-Fi: Firefly

Lange vor The Mandalorian machte die Sci-Fi-Serie Firefly vom Buffy-Schöpfer Joss Whedon den Space Western salonfähig. Mals (Nathan Fillion) Schmuggler-Crew gejagter Außenseiter steckt voll einnehmender Figuren, die alle eigene Geheimnisse haben. Ihre Besuche fremder Planeten bestechen als Weltraum-Abenteuer voller Humor und Spannung.

Die vorzeitige (unverdiente) Absetzung der Serie tat dem Kult, der sich in den nachfolgenden Jahren um sie entwickelte, keinen Abbruch und bescherte ihr schließlich den Abschlussfilm Serenity - Flucht in neue Welten. Ein Vorreiter für gelungene Sci-Fi-Genre-Hybriden bleibt Firefly bei Disney+ * bis heute. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 10: Fringe

Fringe

Wie Science-Fiction auch in einem wöchentlichen Format über einen längeren Zeitraum fesseln konnte, bewiesen 100 Episoden Fringe: Ein Wissenschaftler (John Noble), sein skeptischer Sohn (Joshua Jackson) und eine FBI-Agentin (Anna Torv) forschten hier immer neuen unerklärlichen Mysterien hinterher. Diese fanden im Laufe der Staffeln zunehmend wissenschaftliche Erklärungen.

Die Nutzung von (und Reise zwischen) Paralleldimensionen wurde im Zuge dessen lange vor Marvel zu einem Einfallstor aufregender Doppelgänger- und Gedanken-Experimente. Der Sci-Fi von Fringe gelang es dabei, sich Stück für Stück neu zu erfinden und so am Puls der Zeit zu bleiben. (ES)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 9: Rick and Morty

Rick and Morty

Rick and Morty ist im Kern pures Monster of the Week-Sci-Fi, das mit seinen abgefahrenen Multiversums-Ideen und seinem grenzenlosen Humor ohne Ende unterhält. Am Ende macht aber ihre Moral die Serie zu einer großen Besonderheit: So mancher Lachanfall bleibt einem angewidert oder verstört im Halse stecken. Rick and Morty zeigt, was sich sonst niemand traut. Oder wofür niemand wahnsinnig genug wäre. Ob die Serie das sollte, ist eine andere Frage. Sie ist jedenfalls durch nichts ersetzbar. (JFW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 8: Battlestar Galactica

Battlestar Galactica

Ronald D. Moore und sein Team erzählen die Geschichte der letzten überlebenden Menschen, die nach einem Überfall der Zylonen durchs All fliehen, als großformatiges Science-Fiction-Epos. Bei Laune halten sie mit Weltraum-Action und einem komplexen Ensemble, doch zur Genre-Spitze schließt Battlestar Galactica durch die Verarbeitung zeitloser Themen im Sci-Fi-Gewand auf.

Politik, Religion und Gesellschaft werden in einer Extremsituation auf den Prüfstand gestellt, die ein großes Fragezeichen übers Menschsein an sich setzt. Die fehlende Scheu vor großen Fragen und Antworten verwandelte den Kampfstern in eine Serie, die man gesehen haben musste – selbst wenn man nicht mit jeder kreativen Entscheidung überein stimmte. (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 7: Doctor Who

Doctor Who
  • Serie: Doctor Who
  • Jahr: seit 2005 (bisher 13 Staffeln)

1963 lief die erste Folge von Doctor Who über die Mattscheibe. Also warum erscheint die Serie in einer Bestenliste des 21. Jahrhunderts? Weil sie bis zum Jahr 2005 zumindest im Fernsehen beendet zu sein schien. Doctor Who erfand sich mit dem Revival neu und blieb doch das Sci-Fi-Abenteuer für die ganze Familie, das in Windeseile zwischen Komik, tieftraurigen Twists, Horror und moralischen Zwickmühlen wechseln konnte.

Kaum eine Science-Fiction-Serie ist so vielfältig und abwechslungsreich wie Doctor Who, egal ob es um Staffel-übergreifende Arcs oder einzelne Folgen geht. Der Allrounder unter den Genre-Serien darf deshalb in dieser Liste nicht fehlen. (JJ)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 6: The Handmaid's Tale

The Handmaid's Tale

Basierend auf Margaret Atwoods gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1985 (hierzulande: Der Report der Magd), stellt sich The Handmaid's Tale eine verstörende Zukunft vor. Die USA haben sich in die Diktatur Gilead verwandelt, in der fundamentalistische und patriarchale Strukturen Frauen sämtliche Rechte absprechen. Doch die brillant von Elisabeth Moss gespielte June Osborne beginnt, sich gegen die bestehende Ordnung zu stellen. Das Ergebnis ist ein erbarmungsloser Überlebenskampf in einer beängstigenden Umgebung, der in starken Bildern in Szene gesetzt wird und mit einer emotionalen Wucht einschlägt, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 5: Black Mirror

Black Mirror

Black Mirror ist fies. Richtig fies. Die von Charlie Brooker geschaffene Anthologieserie mit satirischem Tonfall führt den Menschen ihr Versagen in Angesicht des technologischen Fortschritts vor Augen und ist um keinen bissigen Kommentar verlegen. Jede Episode erzählt eine eigene Geschichte. Dadurch ergibt sich für Brooker und sein Team die Möglichkeit, unterschiedlichste Gedankenspiele durchzuspielen. Virtuelle Realität, vertauschte Körper, Social-Media-Wahnsinn und sogar ein interaktives Special, bei dem wir über das Schicksal der Figuren entscheiden: Black Mirror kennt keine Grenzen und nimmt die Welt mit schwarzem Humor und ohne Erbarmen auseinander. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 4: Westworld

Westworld
  • Serie: Westworld
  • Jahr: 2016 bis 2022 (4 Staffeln)

Man konnte Westworld als rätselhaftes Mystery-Puzzle schauen, das seine Auflösung hinter einem metastasierenden Hinweis-System verbirgt. Oder eben als Serie, die den Versuch unternimmt, den technischen Geist seiner Roboterfiguren vollständig auszuleuchten. Natürlich blieb es bei dem Versuch. Aber der war selten so mitreißend, schön und erhebend wie in Westworld, der HBO-Neuinterpretion der Michael Crichton-Geschichte.

Lisa Joy und Jonathan Nolan verschleuderten 500 Millionen US-Dollar, um auf Hochglanz-Blockbuster-Niveau zum Quell-Code des Seins schlechthin vorzudringen – und machten nebenbei Reddit irre, das die genialen Twists unbedingt vor Ausstrahlung der Episoden erraten wollte (und das zum Teil sogar schaffte!). Vor allem in den ersten Staffeln war Westworld das vielschichtigste Vergnügen, das man sich als Sci-Fi-Fan wünschen konnte. (HB)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 3: For All Mankind

For All Mankind

Was wäre, wenn die UdSSR den Wettlauf ins All gewonnen hätte? Dieses Gedankenspiel bildet die Grundlage für die Sci-Fi-Serie For All Mankind, die genau genommen als Historienserie beginnt. Mit jedem vergehenden Jahrzehnt weicht die alternative Raumfahrt-Geschichte ein Stück mehr von unserer Realität ab. Mond-Kolonien, Mars-Mission und die Frage, was sich in der Dunkelheit des Weltraums verbirgt, sorgen für große Schauwerte. Der Motor der Serie sind aber die Figuren, deren herzzerreißende Schicksale über Jahrzehnte hinweg erzählt werden, als wäre das alles wirklich in einem Menschenleben möglich. (MH)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 2: Dark

Dark
  • Dark
  • 2017 bis 2020 (3 Staffeln)

Dark hat Zeitschleifen perfektioniert. Ein Drei-Staffel-Akter, an dem kein Gramm zu viel ist, alle Wendungen durchdacht und kein Satz ohne Gewicht. Noch nie gab es eine Zeitreise, die ihre Prämisse so präzise, gewissenhaft und fesselnd ausgebreitet hat. Jede Szene zahlt auf das grundlegende Mysterium ein und macht die Erzählung komplexer, abgedrehter, ohne dass die Logik dabei verloren geht.

Dark ist keine Erkundung des Weltraums, sondern eine Erkundung des Geistes, ohne dass das Gefühl dabei verloren geht. Selten, ist eine Serie so ambitioniert und noch nie hat eine ambitionierte Serie so punktgenau abgeliefert. Dark ist auch der Beweis, dass deutsche Science-Fiction ganz oben mitspielen kann. (AW)

Die besten Sci-Fi-Serien seit 2000 – Platz 1: The Expanse

The Expanse

Andrea: Jede gute Science-Fiction-Erzählung muss ins Ungewisse vordringen. Manche bohren so weit hinein, dass man es nur noch intuitiv versteht. The Expanse lebt nicht nur von seiner angespannten Kriegs-Saga, seiner außerirdischen Entdeckung und seiner Freundschafts-Momente. The Expanse lässt uns jederzeit die Ungewissheit des Alls spüren, die wie ein Damoklesschwert über jeder Atempause hängt. Doch die Neugierde ist größer als die Angst. Das macht The Expanse nicht zu einer einzigartigen Seh-Erfahrung – die Serie und ihre faszinierend komplexe Zukunfts-Welt kann gefühlt werden. (AW)

Esther: Als aufregende Sci-Fi-Serie, die sich mit jeder Staffel neu erfindet, ohne dabei ihre dreidimensionalen Figuren aus dem Blick zu verlieren, schleudert uns The Expanse in eine Zivilisation der Zukunft. Von technischen Details wie magetischen Weltraum-Stiefeln bis zu politischen Konflikten zwischen Erdenbürger:innen, Marsbewohner:innen und (Asteroiden-)Gürtler:innen überzeugt diese Geschichte im Kleinen wie im Großen. Fremde Planeten, fremde Lebensformen und fremde Raumschiffe ergeben ein erstaunlich einladendes Zuhause, in dem jeder Science-Fiction-Fan sich glücklich einrichten kann. (ES)

Max: The Expanse ist das ultimative Space-Opera-Gesamtpaket. Dieser Allrounder liefert so gut wie alles, was ich mir unter einer repräsentativen Science-Fiction-Serie vorstelle: epische und intergalaktische, politische Konflikte, einzigartiges Worldbuilding, realistische Weltraum-Action, große Mysterien und eine sich konsequent weiterentwickelnde Geschichte, die im Verlauf der 6 Staffeln stetig komplexer wird. Das Beste daran? The Expanse wird niemals eintönig und bietet Sci-Fi-Fans die ganze Bandbreite unterschiedlichster Genres – vom Detektiv-Krimi bis zum Survival-Horror im All. (MW)

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