Verstorbene Stars 2016
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Verstorbene Stars 2016

In Memoriam 2016 - Wir nehmen Abschied

Im Jahr 2016 hieß es von einigen unserer liebsten Schauspieler, Filmemacher und sonstiger Filmschaffender Abschied nehmen, denn schon zu Beginn des Jahres wurden uns einige Ikonen der Popkultur genommen, ohne die auch die Filmwelt nie mehr die Gleiche sein wird.

Am 10. Januar überraschte uns die Nachricht von David Bowies Tod, der im Kreise seiner Familie von uns ging. Bowie hatte sich vor allem als Musiker einen Namen gemacht, liebäugelte aber schon früh mit dem Filmgeschäft. Nach seinem Filmdebüt in Der Mann, der vom Himmel fiel im Jahre 1976 blieb er uns vor allem durch seine kultige Rolle als Koboldkönig in Jim Hensons Die Reise ins Labyrinth und als Catherine Deneuves Liebhaber in Begierde in Erinnerung.

Nach einem langen Kampf mit dem Krebs ist Alan Rickman, den viele von uns aus der Harry Potter-Saga liebten und fürchteten, am 14. Januar von uns gegangen. Der britische Schauspieler mit der tiefen Stimme hatte seinen Durchbruch als Bruce Willis' Gegenspieler in Stirb langsam, doch hat im Verlauf der nachfolgenden Jahre in weiteren Filmen wie Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall oder Sinn und Sinnlichkeit seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Am 26. Januar 2016 verstarb der Charakterdarsteller Abe Vigoda mit 94 Jahren, der sich als Capo der Corleone-Familie in Der Pate und dessen Fortsetzung einen Namen machte.

Am 17. Februar ist der polnische Regisseur Andrzej Zulawski mit 75 Jahren gestorben. Unter anderem stand er bei Nachtblende mit Romy Schneider und Possession mit Isabelle Adjani hinter der Kamera und trieb seine Hauptdarstellerin dort zu Glanzleistungen, mit denen sie auch bei den Filmfestspielen in Cannes prämiert wurden. Gleich mit seinem Debütroman Der Name der Rose hatte Umberto Eco einen durchschlagenden Erfolg gefeiert, am 19. Februar starb der Schriftsteller, Medienwissenschaftler und Philosoph an den Folgen eines Krebsleidens. Sein internationaler Bestseller wurde 1986 mit Sean Connery und Christian Slater in den Hauptrollen verfilmt.

Im Alter von 78 Jahren ist Tony Burton am 25. Februar gestorben. Der Schauspieler wurde vor allem als Box-Trainer Tony Evers in den Rocky-Filmen bekannt und war außerdem noch in einer kleineren Rolle in Shining zu sehen. Als raubeiniger Gangster, sadistischer Häftling oder auch blödelnder Polizeichef spielte sich Oscar-Preisträger George Kennedy in die Herzen der Zuschauer. Am 28. Februar hieß es Abschied nehmen von dem Nackte Kanone-Star, der seinen letzten Filmauftritt erst im Vorjahr in The Gambler gehabt hatte.

Ken Howard hatte als Präsident der Schauspielergewerkschaft nicht zuletzt hinter den Kulissen größeren Einfluss ausgeübt. Als TV-Darsteller in zahlreichen Nebenrollen verewigte sich der Schauspieler, der am 23. März starb, aber auch vor der Kamera. Am 29. März starb Schauspielerin Patty Duke mit 69 Jahren. In dem Drama Licht im Dunkel spielte sie die taubblinde Schriftstellerin Helen Keller, eine Rolle, für die sie 1963 den Oscar als Beste Nebendarstellerin gewann. Als Vorsitzende der amerikanischen Schauspielergewerkschaft hatte Patty Duke aber auch abseits der Kamera Einfluss genommen.

Mit 90 Jahren starb die fünffache Emmy-Preisträgerin Doris Roberts am 17. April in Los Angeles. Nach ihrem Durchbruch in den 1980er Jahren in Remington Steele war sie unter anderem noch in Alle lieben Raymond als Schwiegermutter der Titelfigur zu sehen.

In Filmen wie James Bond 007 - Goldfinger schickte Regisseur Guy Hamilton James Bond auf eine gefährliche Mission und prägte die folgenden Bond-Generationen mit seinen Agentenfilmen. Am 20. April hieß es Abschied nehmen von dem Regisseur, der 93 Jahre alt wurde. Einen Tag darauf ist die Musik-Legende Prince gestorben, die nur 57 Jahre alt wurde. Während er sich schauspielerisch eher zurückhielt, ist aber nicht nur die Musik zu Purple Rain, sondern auch seine Hauptrolle darin in Erinnerung geblieben. Darüber hinaus steuerte der Ausnahme-Musiker für zahlreiche Filme musikalische Stücke bei.

In den letzten Jahren musste Tom Hanks' Stammsprecher Arne Elsholtz bereits aus gesundheitlichen Gründen einige Rollen an andere abtreten. Obwohl wir ihn zuletzt noch in dem Trailer zu Inferno hören konnten, musste den Film letzten Endes ein anderer synchronisieren. Denn Elsholtz starb am 26. April in einem Berliner Krankenhaus. Außer Hanks lieh er unter anderem noch Bill Murray, Jeff Goldblum und Kevin Kline ihre deutsche Stimme.

Box-Legende Muhammad Ali galt nicht nur als Sportler des Jahrhunderts, sondern bot auch für zahlreiche Dokumentationen wie dem preisgekrönten When We Were Kings - Einst waren wir Könige jede Menge Material. Nach einem 32-jährigen Kampf mit Parkinson starb Ali am 3. Juni mit 74 Jahren. Ann Morgan Guilbert, die als Nachbarin in der The Dick Van Dyke Show und als exzentrische Oma Yetta Rosenberg in Die Nanny bekannt wurde, starb am 14. Juni mit 89 Jahren an Krebs.

Die Nachricht von dem viel zu frühen Unfalltod von Anton Yelchin am 19. Juni schockierte nicht nur die Medien, sondern auch seine Fans. Der Schauspieler, der 1989 in Leningrad geboren wurde und unter anderem durch Alpha Dog, Charlie Bartlett und seine Darstellung von Pavel Chekov in den neuen Star Trek-Filmen bekannt wurde, wurde gerade einmal 27 Jahre alt. Mit Götz George verließ uns am selben Tag im Alter von 77 Jahren einer der größten deutschen Schauspieler, der sich unter anderem als Kommissar Schimanski im Tatort oder durch psychologisch anspruchsvolle Rollen in Der Totmacher und Nichts als die Wahrheit Kultstatus sicherte.

Spätestens als unschlagbares Duo mit Terence Hill sicherte sich Bud Spencer zahlreiche Fans, die ihn sowohl in seinen Blödel-Komödien als auch in seinen Western-Reißern heiß und innig liebten. Am 27. Juni ist der italienische Kultschauspieler mit 86 Jahren gestorben.

Obwohl Robin Hardy gerade einmal drei Spielfilme drehte, wurde sein Erstling The Wicker Man weltberühmt und erreichte Kultstatus im Horror-Genre. Durch seinen Tod am 1. Juli kam ein dritter Wicker-Film (nach The Wicker Tree) nicht mehr zustande. Einen Tag darauf starb mit Oscar-Preisträger Michael Cimino ein weiterer bedeutender Filmschaffender, der mit Die durch die Hölle gehen und Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel die Geschichte Hollywoods nachhaltig prägte.

Noel Neill war die erste Schauspielerin, die die Figur Lois Lane in einem Superman-Film verkörperte. In Richard Donners Superman spielte sie außerdem die Mutter von Lois Lane, in Bryan Singers Superman Returns absolvierte sie einen Cameo-Auftritt. Am 3. Juli starb die Darstellerin im Alter von 95 Jahren nach langer Krankheit.

Noch ehe Garry Marshalls letzter Film Mother's Day - Liebe ist kein Kinderspiel in Deutschland in die Kinos kam, ist der Regisseur von Pretty Woman und Schöpfer von berühmten Sitcoms wie Happy Days am 19. Juli mit 81 Jahren gestorben.

Als Arthur Hillers größter Erfolg gilt noch immer das Krebs-Liebesdrama Love Story aus dem Jahr 1970, das bei den Oscars gleich mehrfach nominiert war – unter anderem als Bester Film und für die Beste Regie. Am 17. August ist der Regisseur mit 92 Jahren von uns gegangen.

In den 90er Jahren machte sich Steven Hill vor allem einen Namen als Staatsanwalt Adam Schiff in Law & Order, nachdem er in Kobra, übernehmen Sie! eine Staffel lang eine Hauptrolle inne hatte und außerdem in Der City Hai und Staatsanwälte küßt man nicht zu sehen war. Am 23. August verstarb der Schauspieler mit 94 Jahren.

Während Warner. Bros gerade an einem Prequel über die Kultrolle Willy Wonka aus Charlie und die Schokoladenfabrik arbeitet, wird die kultige Rolle des exzentrischen Schokoladenfabrik-Besitzers allerdings immer mit Gene Wilder verbunden bleiben. Im Alter von 83 Jahren ist die Comedy-Ikone, die außerdem auch in mehreren Mel Brooks-Filmen zu sehen war, am 29. August verstorben.

Nachdem sein R2-D2 erst im Jahr 2015 in Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht seinen jüngsten Auftritt hatte, wo Kenny Baker aber nur noch als Berater fungierte, starb der 1,12m große Schauspieler nach schwerer langer Krankheit am 31. August. Außer in Star Wars war Baker auch in Klassikern wie Time Bandits, Flash Gordon und Amadeus dabei.

In mehr als 200 Rollen war Jon Polito in Filmen und in Serien zu sehen, allerdings haben vor allem seine fünf Kollaborationen mit den Coen-Brüdern (u.a. The Big Lebowski) einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am 1. September erlag Polito mit 65 Jahren den Folgen einer Krebserkrankung. Leslie H. Martinson Batman-Abenteuer haben heute einen gewissen Kultstatus und zu Recht haftet der Serie und dem Film Batman hält die Welt in Atem ein gewisser Trash-Charme an. Der Regisseur des Spielfilms und zahlreicher Batman-Episoden starb mit 101 Jahren am 3. September in seinem Haus in Los Angeles.

Nach einem plötzlichen Herzinfarkt verstarb am 20. September Curtis Hanson. Für L.A. Confidential gewann Hanson den Drehbuch-Oscar, außerdem zogen auch sein Eminem-Film 8 Mile und Die WonderBoys einiges an Aufmerksamkeit auf sich. Mit seinem trashigen Splatter-Filmen veränderte Herschell Gordon Lewis das Horror-Kino ein für alle Mal; am 26. September starb die Gore-Legende mit 87 Jahren.

Nach einer 60 Jahre umspannenden Karriere, die mit Das gelobte Land und Danton Meilensteine der Kinogeschichte hervorgebracht hatte, starb die polnische Regie-Legende Andrzej Wajda am 9. Oktober mit 90 Jahren. In Dutzenden Filmen und Serien spielte Michael Massee prägende und auffällige Rollen - häufig auch Bösewichte wie in The Crow - Die Krähe, wo es bei den Dreharbeiten zu dem tragischen Tod von Brandon Lee kam. Am 20. Oktober starb Massee im Alter von 64 Jahren.

Für sein Mitwirken an Die Simpsons und Late Night with David Letterman erhielt Kevin Curran insgesamt sechs Emmys. Am 25. Oktober starb der Comedy-Autor nach einer langjährigen Krebserkrankung mit 59 Jahren. Am 7. November verstarb Leonard Cohen. Der legendäre Singer-Songwriter steuerte für zahlreiche Filme seine unverwechselbare Musik bei, während er vor der Kamera eher selten zu sehen war.

In der Spionage-Serie Solo für O.N.C.E.L. schrieb Robert Vaughn als Geheimagent Napoleon Solo TV-Geschichte. Am 11. November verstarb der Schauspieler, der außerdem in Die zehn Gebote und in Die glorreichen Sieben Aufsehen erregte, mit 83 Jahren.

Für 14 Folgen gehörte Schauspieler Ron Glass als Pater Book zur festen Mannschaft von Firefly und wurde so einer neuen Generation von Fernsehzuschauern bekannt, nachdem er zuvor bereits in den 70er Jahre-Klassikern Sanford and Son und All in the Family mitgespielt hatte. Am 25. November starb der Fernsehveteran mit 71 Jahren.

Seit seinen Anfängen in den 1950er Jahren stand Peter Vaughan regelmäßig vor der Kamera und wurde bekannt durch die Serie Porridge, ehe er mit zahlreichen bekannten Regisseuren wie Sam Peckinpah oder Terry Gilliam zusammenarbeitete. Zuletzt war er als blinder Maester Aemon in Game of Thrones zu sehen, ehe Vaughan am 6. Dezember verstarb. Mit seinen Rollen in Unser lautes Heim und How I Met Your Mother wurde Alan Thicke zu einem der größten TV-Stars von Kanada. Während eines Hockeyspiels mit seinem jüngsten Sohn erlitt Thicke am 13. Dezember einen Herzinfarkt und starb im Alter von 69 Jahren.

Ausgerechnet am 25. Dezember starb George Michael überraschend mit 53 Jahren an Herzversagen. Mit seinem Wham-Hit Last Christmas feierte der Musiker einen seiner größten Erfolge, doch auch viele seiner anderen Musikstücke kamen in zahlreichen Filmen zum Einsatz. Die Doku George Michael: A Different Story eröffnete 2005 einen persönlicheren Blick auf den britischen Sänger.

Nachdem Carrie Fisher auf einen Flug von London nach Los Angeles einen schweren Herzinfarkt erlitt, musste ihre Tochter Billie Lourd nur wenige Tage später ihren überraschenden Tod am 27. Dezember bestätigen. Fisher war vor allem als Prinzessin Leia in der Star Wars-Saga berühmt geworden und hatte ihre Rolle gerade erst für die neue Trilogie wieder aufgenommen. Während die Dreharbeiten für Star Wars: Episode VIII bereits abgeschlossen sind, ist noch unklar, wie es mit ihrer Figur danach weitergeht. Carrie Fishers Mutter Debbie Reynolds, die als Star von Du sollst mein Glücksstern sein berühmt wurde, sollte ihre Tochter nur um einen Tag überleben. Denn Reynolds starb am 28. Dezember an den Folgen eines Herzinfarks.

Neben den hier genannten Menschen gab es noch viele weitere Film- und Fernsehschaffende, die dieses Jahr von uns gingen, leider können nicht alle von ihnen hier Erwähnung finden. Aber auch von ihnen nehmen wir natürlich Abschied und bedanken uns für die vielen schönen Stunden, die sie uns mit ihrer Arbeit bereitet haben.


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