Moe Szyslak
Moe Szyslak ist 33 Jahre alt. Er hat sich 2010/03/21 10:08:45 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1052 Filme bewertet und legendäre 519 Kommentare geschrieben. Mehr
| Alter | 33 |
|---|---|
| Geschlecht | männlich |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | Die Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen (Dr. Tolian Soran, "Star Trek: Generations") |
Verblendung
Moe Szyslak 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/15 01:04:24
Kurz vorweg: Das Buch fand ich genial, die schwedische Film-Adaption sehr gelungen. Und es ist natürlich sehr dreist von unseren amerikanischen Freunden, wieder mal zu denken und der Welt beweisen zu wollen, dass sie filmtechnisch alles besser machen können als die Europäer, was aber (zum Glück) häufig nicht so ganz hinhaut. Die US-Version von "Verblendung" stellt in meinen Augen…
Kurz vorweg: Das Buch fand ich genial, die schwedische Film-Adaption sehr gelungen. Und es ist natürlich sehr dreist von unseren amerikanischen Freunden, wieder mal zu denken und der Welt beweisen zu wollen, dass sie filmtechnisch alles besser machen können als die Europäer, was aber (zum Glück) häufig nicht so ganz hinhaut. Die US-Version von "Verblendung" stellt in meinen Augen eine Ausnahme da, denn auch die fand ich sehr gelungen und hat mir sehr gut gefallen. Fincher auf dem Regiestuhl war die perfekte Wahl, um diese dunkle Familiengeschichte um ein noch dunkleres Familiengeheimnis adäquat umzusetzen. Nach dem etwas suspekten Bond-ähnlichem Intro (hat man das so gemacht, weil Craig mitspielt, oder was sollte das?) verbreitet sich sofort eine unheilvolle Stimmung und eine verdammt düstere Atmosphäre, man war sofort mittendrin in der Story um Lisbeth Salander und Harriet Vanger. Was der Film audiovisuell zu bieten hatte war großartig, vor allem der Score war absolut genial. Trotz der enormen Länge (und Kenntnis dessen, was passieren wird) schafft es der Film, die Spannung durchgehend zu halten, für einige Gänsehautmomente zu sorgen und die Stimmung des Buches auch gut einzufangen, was auch daran lag, dass man die ganze Geschichte nicht nach Amerika verlegte sondern in Schweden blieb. Sehr positiv auch, dass alles ziemlich buchgetreu war, es wurden nur einige kleinere Sachen aus dramaturgischen und/oder zeitlichen Gründen verändert oder weggelassen, aber das kann man getrost so hinnehmen. Allerdings sind in der zweiten Filmhälfte, als es dann mal so richtig los geht, einige Sachen dabei, die einem doch etwas zum Stirnrunzeln bringen. Lässt man sich sehr lange Zeit in der ersten Hälfte, die Geschichte aufzubauen (was ich gut fand), so läuft es in der zweiten Hälfte mitunter etwas arg schnell ab, was die Ermittlungen betrifft, und bei einigen Szenen hätte man etwas mehr Spannung rausholen können wenn nicht sogar müssen. Und dass in der Endauflösung etwas Gravierendes abgeändert wurde ist schon arg enttäuschend. Schade auch, dass man von "Millennium" an sich fast gar nichts gesehen hat. Aber im Großen und Ganzen war die Fincher-Umsetzung des grandiosen Buches sehr gut und der Film überaus unterhaltsam, düster, spannend und in diversen Szenen auch ziemlich heftig und kompromisslos... buchgetreu eben. Die Besetzung war sehr gut, jeder Nebencharakter hatte den perfekt passenden Darsteller. Die beiden Hauptdarsteller hatten die Bürde von Vorgängern zu tragen. Craig die von Bond, allerdings ist der so ein großartiger Schauspieler, dass er das Image dieser prägnanten Rolle gleich zu Beginn an abstreifen konnte und den Mikael Blomqvist absolut überzeugend und glaubhaft spielte (schon allein immer das ständige Rumhantieren mit seiner Brille war klasse). Ich war im Vorfeld der Meinung, dass Craig die perfekte Wahl für diese Rolle sei und das hat er auch großartig bewiesen. Rooney Mara hat Noomi Rapace als Bürde und so gut sie auch gespielt haben mag wird man im Film nie den Gedanken los, dass das nie und nimmer DIE Lisbeth Salander ist. An und für sich war Mara schon gut, aber man hat halt immer die weitaus bessere Besetzung im Hinterkopf. Aber so ist das mit Remakes, sie müssen sich halt immer irgendwo am Original messen lassen. Und hier ist es so, dass beide Verfilmungen gleichermaßen sehr gut gelungen sind und die Geschichte klasse umsetzen, einiges macht die schwedische Version besser, anderes macht die amerikanische Version besser und somit gibts auch (fast) identische Bewertungen.
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Moe Szyslak 2012/01/15 01:36:20
Antwort löschenAusgerechnet ich?! Ohjeh, Drucksituation, Hilfe! ;-) Wie kommt's?
duffy 2012/01/15 01:38:53
Antwort löschenWeil du die Bücher gelesen hast, als wir noch regen Kontakt hatten und ich ganz genau weiß, wie du zum Original stehst. Zudem kommt deine (wahre) Aussage im Text zwecks US-Remakes. Ehrlich gesagt hatte ich auf nen Verriss gehofft....Jetzt hab ich den Salat....
Moe Szyslak 2012/01/15 12:56:05
Antwort löschenMach mich aber dann bitte nicht für verantwortlich falls du ihn schlecht finden solltest :-D
Ziemlich beste Freunde
Moe Szyslak 10.0 "Herausragend" 2012/01/08 18:22:59
Ein unglaublicher Film. Und vielleicht einer der schönsten Filme, die ich bisher gesehen habe. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass es geschafft wurde, diese Geschichte um die ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter, von denen der eine aus einem armen Viertel Frankreichs kommt und der andere reich aber querschnittsgelähmt ist, ohne jeglichen Kitsch, Melodramatik, Albernheiten, Tränendrüsendrückerei,…
Ein unglaublicher Film. Und vielleicht einer der schönsten Filme, die ich bisher gesehen habe. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass es geschafft wurde, diese Geschichte um die ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter, von denen der eine aus einem armen Viertel Frankreichs kommt und der andere reich aber querschnittsgelähmt ist, ohne jeglichen Kitsch, Melodramatik, Albernheiten, Tränendrüsendrückerei, politischen Unkorrektheiten oder sonstigen Übertriebenheiten und Pseudo-Gehabe aller Art zu erzählen, was ja bei so einer Geschichte gut und gerne mal gemacht wird. Nein, es ist ein von Anfang bis Ende und in jeder einzelnen Sekunde grundsympathischer und hochunterhaltsamer Film, der einem mit seiner Ehrlichkeit in Sachen Humor, Tragik und Figurenkonstellation schon von Beginn an umhaut und in den Bann zieht. Grandiose und authentische Darsteller in einem grandiosen Film voller Wärme und Szenen, bei denen man schmunzeln und laut lachen muss, die aber dennoch ernst und ergreifend sind, so dass man regelrecht spürt, wie einem das Herz berührt wird. Die Mischung machts, und die ist perfekt. Anfangs des Films werden die hochstudierten Bewerber gefragt, was sie von diesem Job des Pflegers des querschnittsgelähmten Millionärs erwarten und einer sagt pseudomäßig "Menschlichkeit". Und genau das ist es, was dieser Film letztendlich ausstrahlt, vorzeigt und übermittelt. Aufbauend auf gegenseitigem Respekt bekommt der eine wieder Lebensfreude und Selbstachtung eingehaucht, der andere Verantwortungsbewusstsein und Selbstachtung. Beide Protagonisten könnten verschiedener nicht sein, der eine ist laut, frech und vorlaut, der andere leise, verbittert, in sich gekehrt. Eine undenkbare Kombination, die zu einer ziemlich besten Freundschaft führt und den Zuschauer unendlich gut unterhält, zum Lachen und Nachdenken bringt, sein Herz berührt und mit der wunderschönen letzten Szene sogar die Freudentränen in die Augen treibt, ob er es will oder nicht. So ging es zumindest mir. Mag sein, dass gerade noch die Euphorie aus mir spricht, aber ich denke mal, wenn man mit einem unheimlich gutem Gefühl aus dem Kino kommt und eine wunderschöne Geschichte gesehen hat, die sowohl von den Darstellern als auch der Umsetzung und allen durchlebten Gefühlsempfindungen authentisch wirkt und einen emotional mitgerissen hat, so hat dieser Film definitiv die Höchstwertung verdient. Ich bin mir sicher, dass dieser Film noch nachwirken wird, in ziemlich positivem Sinne. Ganz ganz großes Kino und ein unbeschreibliches Kinoerlebnis. Und was für ein Start ins Kinojahr 2012, Chapeau!
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WozzyD 2012/01/08 22:27:05
Antwort löschenBin damit ganz deiner Meinung, der Film hatte sogar meine erwartungen übertroffen. Was etwas schade war dass das Ende so schnell kam, für mich hätte der Film gut und gerne noch ne halbe stunde länger sein können.
Der Gott des Gemetzels
Moe Szyslak 8.5 "Ausgezeichnet" 2012/01/08 02:05:05
4 egozentrische und so unfassbar von sich selbst überzeugte Charaktere, die die Moral, das Recht und Weisheit der Welt anscheinend mit Löffeln gefressen haben und das auch raushängen lassen und jeden um die Ohren hauen müssen.
4 großartig aufgelegte und aufspielende Darsteller, die mit viel Süffisanz und Boshaftigkeit Obenstehendes genial rüberbringen.
1 simpler, nett eingerichteter…
4 egozentrische und so unfassbar von sich selbst überzeugte Charaktere, die die Moral, das Recht und Weisheit der Welt anscheinend mit Löffeln gefressen haben und das auch raushängen lassen und jeden um die Ohren hauen müssen.
4 großartig aufgelegte und aufspielende Darsteller, die mit viel Süffisanz und Boshaftigkeit Obenstehendes genial rüberbringen.
1 simpler, nett eingerichteter Raum (in dem irgendwie der Fernseher total komisch stand...) als Handlungsspielfläche, in der Obenstehendes aufgrund dieser Beengung so richtig schön ausbrechen und eskalieren kann, weil es keine Fluchtmöglichkeit gibt bzw keiner sie ergreifen will, weil sonst ja wieder Obenstehendes nicht zutreffen kann
1 Bagatelle, die alles ins Rollen bringt und die normalerweise binnen Sekunden aus der Welt geschafft wäre, wenn nicht Obenstehendes zutreffen würde.
1 Drehbuch voller spitzfindiger, bissiger und spritziger Dialoge, um Obenstehendes auch in Worten dem Zuschauer näher zu bringen.
Mehr braucht es halt manchmal nicht, um einen hochunterhaltsamen Film aufs Parkett bzw die Leinwand hinzulegen. Ein Film, bei dem man nicht weiß, ob man sich kaputtlachen, an den Kopf fassen oder vor Scham wegen soviel Verbohrtheit der Charaktere in den Kinosessel vergraben muss/soll. Eine Groteske in 80 Minuten um eine Handlung aus Nichts, die unfassbar heftig eskaliert und man sich ständig fragen muss, warum sie nicht einfach wie ihre Söhne mit Stöcken aufeinander losgehen anstatt die anderen und sich selbst psychisch zu erniedrigen und zu blamieren. Aber dann hätten die Zuschauer ja keinen so großen Spaß. Polanski hetzt Waltz, Winslet, Reilly und Foster verbal aufeinander los und es herrscht ein ständiges Wechsel-Dich zwischen Parteien, die ihre diversen unumstößlichen und gemeinen Meinungen zu allem und jedem haben, so dass letztendlich alles in psychischen Mord und Totschlag und Tränen endet. Keiner wird verschont... und das ist auch gut so.
Großartiger und sehr unterhaltsamer Spaß, der mitunter etwas übertrieben ist, was aber nicht sonderlich stört. Punktabzug gibt es aber dennoch. Zum einen wegen Jodie Foster, die zum Ende hin schon sehr unangenehm ins Overacting verfällt. Und zum anderen wegen dem abrupten Ende der ganzen Farce. Dem Film fehlt irgendwie, trotz der coolen letzten Szene, die alles ad absurdum führt, der runde und, zumindest für den Zuschauer, zufrieden stellende Abschluss.
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Ein Köder für die Bestie
Moe Szyslak 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/08 01:19:11
Eigentlich sollte man meinen, dass bei einem Film, der nunmehr schon geschlagene 50 Jahre auf dem Buckel hat und dessen Darsteller alle schon lange verstorben sind, die Staubschicht meterhoch liegt. Und dass eben dieser Film nicht sonderlich mehr unterhalten und Spannung aufbauen kann, da man das Remake von Scorsese schon xmal gesehen und immer wieder für genial befunden hat. Umso erfreulicher,…
Eigentlich sollte man meinen, dass bei einem Film, der nunmehr schon geschlagene 50 Jahre auf dem Buckel hat und dessen Darsteller alle schon lange verstorben sind, die Staubschicht meterhoch liegt. Und dass eben dieser Film nicht sonderlich mehr unterhalten und Spannung aufbauen kann, da man das Remake von Scorsese schon xmal gesehen und immer wieder für genial befunden hat. Umso erfreulicher, dass diese Annahmen aber mal so gar nicht zutreffen und man wohltuend eines Besseren belehrt wird. Schon ab der ersten Minute baut "Cape Fear" des Jahres 1962 eine bedrohliche Stimmung auf, auch bedingt durch den allgegenwärtigen Score und das Schwarz-Weiß. Der Film legt sofort ein Mordstempo und Hochspannungsniveau an den Tag, das er problemlos bis zu seinem nervenzerfetzenden Finale, bei dem man sich kaum zu atmen traut, durchhalten kann. Richtig gut auch die beiden Hauptdarsteller. Gregory Peck ist die Rolle des integeren Anwalts und Familienvaters eh auf dem Leib geschrieben. Und Robert Mitchum spielt das rachebesessene und durchtriebene Monster so cool und zugleich verdammt teuflisch und brandgefährlich, dass man desöfteren eine Gänsehaut bekommt. Grandiose Leistung in einem sehr altem aber sehr gutem Film mit vielen Boshaftigkeiten und Nervenkitzel von Anfang bis zum Ende. Hätte ich persönlich nicht für möglich gehalten, dass mich dieser Film, dessen Story sich ja bis auf einige Passagen kaum vom Remake unterscheidet, doch so fesseln kann. Dennoch finde ich Scorseses Film noch um einen großen Zacken besser, weil der einfach mehr psychologische Substanz aufzuweisen hat. Nichtsdestotrotz ist "Ein Köder für die Bestie" einer der Klassiker, den man unbedingt einmal gesehen haben muss.
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Salem's Lot - Brennen muss Salem
Moe Szyslak 6.0 "Ganz gut" 2012/01/07 22:18:32
Früher habe ich so gut wie alle King-Romane verschlungen, aber seltsamerweise war "Salem's Lot" als eines der wenigen nie dabei gewesen. Somit kann ich nicht beurteilen, ob diese 3stündige Verfilmung dem Buch gerecht wird. Im Großen und Ganzen war der Film gut, auch wenn es einige Schwächen gab, vor allem ab Filmmitte. Das erste Drittel war aber sehr gut gelungen. Die Atmosphäre war…
Früher habe ich so gut wie alle King-Romane verschlungen, aber seltsamerweise war "Salem's Lot" als eines der wenigen nie dabei gewesen. Somit kann ich nicht beurteilen, ob diese 3stündige Verfilmung dem Buch gerecht wird. Im Großen und Ganzen war der Film gut, auch wenn es einige Schwächen gab, vor allem ab Filmmitte. Das erste Drittel war aber sehr gut gelungen. Die Atmosphäre war düster und bedrohlich und dieses unangenehme Gefühl, dass sich da langsam aber sicher das Grauen anschleicht und den Mantel des Todes über die Kleinstadt legen wird, kam sehr gut rüber, auch durch den ständigen Blick auf das gruselige Marsten-Haus, das unheilvoll auf die Stadt herunterblickt. Und dadurch, dass man sich Zeit genommen hat, zu Beginn dem Zuschauer durch den Off-Erzähler die Stadt und deren Bewohner näher vorzustellen, kam man sich dann irgendwo auch als Nicht-Leser des Buches wie in einer King-Geschichte vor. Zudem hatte man mit James Cromwell, Donald Sutherland und Rutger Hauer alte Haudegen an Bord, die alles noch etwas aufgewertet haben. Gruselige und spannende Szenen gab es auch, aber im Laufe seiner langen Laufzeit schlichen sich dann aber schon einige Längen ein und was ich dem Film dann letztendlich sehr ankreiden muss ist genau das, was ich anfangs gut fand. Viele Figuren haben, als die Geschichte dann angelaufen ist, einfach zu zu vielen Geschichten und Schicksalen geführt. Das hat zwar einigermaßen rübergebracht, dass die ganze Stadt bedroht und jeder dem Tode geweiht ist, allerdings war das alles dann so episodenhaft (und zudem noch schlecht geschnitten) und auch noch total konfus erzählt, dass es mir dann doch sehr den Spaß verdorben hat. So ist dieser Film im Endeffekt schlechter als er eigentlich hätte sein müssen. Die Atmosphäre war gut, die Geschichte auch und die Darsteller waren auch okay. Suboptimale Trash-Effekte kann man da auch mal vernachlässigen. Aber die wirre und episodenhafte Umsetzung nahm viel an Spannung, Grusel und Erzählfluss raus, schade drum. Im Großen und Ganzen mit einigen gravierenden Abstrichen dennoch eine sehenswerte King-Verfilmung, die mich dann aber doch nicht dazu bewogen hat, vielleicht doch einmal die Romanvorlage des Meisters nachzuholen ;-)
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Das Phantom Kommando
Moe Szyslak 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/01 02:24:37
In der einen Sekunde trägt er noch einen ganzen Baumstamm mit der einen Hand und streichelt mit der anderen Hand friedlich ein handzahmes Reh, in der anderen Sekunde entführen fiese Bösewichte seine Filmtochter und denken, sie hätten ihn damit unter Kontrolle. Was sie aber mal wieder nicht bedacht haben: Mit Arnie legt man sich nicht ungeschoren an, schon gar nicht mit dem Äktschn-Arnie der…
In der einen Sekunde trägt er noch einen ganzen Baumstamm mit der einen Hand und streichelt mit der anderen Hand friedlich ein handzahmes Reh, in der anderen Sekunde entführen fiese Bösewichte seine Filmtochter und denken, sie hätten ihn damit unter Kontrolle. Was sie aber mal wieder nicht bedacht haben: Mit Arnie legt man sich nicht ungeschoren an, schon gar nicht mit dem Äktschn-Arnie der guten alten 80er Jahre. Somit dürfen sie auch nicht erwarten, dass ihnen Milde widerfahren wird, denn Arnie ist mächtig angefressen, die Muskeln sind angespannt, die Waffen durchgeladen und die One-Liner cool vorgetragen. Dabei ist er natürlich gewohnt stoisch, mit so wenig Mimik wie möglich und sehr wortkarg unterwegs, aber dafür lässt er eben Kugeln und Waffen für sich sprechen. Und massakriert gefühlte 215458 Bad Guys, dass es eine wahre Freude für den Oldschool-Actionfan ist. Es knallt an allen Ecken und Enden und Arnie ist halt einfach nur saucool drauf und lässt rohe Gewalt und gnadenlose Härte in zahlreichen Shoot-Outs und Nahkämpfen auf jeden niederhageln, der ihn auch nur schief anschaut. Messerfight und Raketenwerfer gabs auch noch, also das volle Programm. Hach ja, die 80er.... Story ist Quatsch, Dialoge sind elend dumm, aber es ist halt einfach Kult und selbst nach der xten Sichtung auch heute noch verdammt cool und vor allem unterhaltsam.
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Rare Exports
Moe Szyslak 4.5 "Uninteressant" 2011/12/31 18:18:36
Mmh, also irgendwie war der Film nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Grundidee fand ich absolut klasse weil total verrückt, da hatte man eine Menge an abgefahrenen und bizarren Sachen draus machen können, gewürzt mit einer Prise Horror und bösem Humor. Und zu Beginn des Films war es auch ziemlich spannend, mysteriös und unheimlich, auch von der Atmosphäre her, aber schon nach kurzer Zeit…
Mmh, also irgendwie war der Film nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Grundidee fand ich absolut klasse weil total verrückt, da hatte man eine Menge an abgefahrenen und bizarren Sachen draus machen können, gewürzt mit einer Prise Horror und bösem Humor. Und zu Beginn des Films war es auch ziemlich spannend, mysteriös und unheimlich, auch von der Atmosphäre her, aber schon nach kurzer Zeit wurde es dann ziemlich lahm und selten lustig. Schwarzer Humor wurde leider nur leicht angedeutet, Grusel war im Prinzip nur leicht durch die Thematik vorhanden. Gegen Ende hin kamen dann doch noch ein paar coole Sachen und ein netter Twist rein, die die ganze Sache dann doch noch halbwegs in die erwartete monströs-skurrile Richtung gelenkt hat, und da hat man dann auch gesehen, was möglich gewesen wäre, um diesen Film richtig geil werden zu lassen. Aber dann war der ganze Spuk auch schon vorbei bevor er überhaupt erst so richtig angefangen, nach geschlagenen 73 (!!) Minuten. Schade drum, das Potenzial der Idee wurde überhaupt nicht ausgeschöpft und so gnadenlos lieb- und ideenlos verschenkt wie Gutscheine zu Weihnachten....
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Final Destination 5
Moe Szyslak 6.0 "Ganz gut" 2011/12/31 15:19:10
Moment, habe ich da gerade einen Windstoß gespürt, der eigentlich gar nicht da sein dürfte?
Im Prinzip ist es ja immer das Gleiche, was da abläuft. Einer hat eine Vison von einer Katastrophe und rettet einige Todgeweihte, der Tod ist mächtig angepisst deswegen und zelebriert ein paar zufällige Kettenreaktionen, die in einem verdammt fiesen Tod der austauschbaren 08/15-Charaktere münden,…
Moment, habe ich da gerade einen Windstoß gespürt, der eigentlich gar nicht da sein dürfte?
Im Prinzip ist es ja immer das Gleiche, was da abläuft. Einer hat eine Vison von einer Katastrophe und rettet einige Todgeweihte, der Tod ist mächtig angepisst deswegen und zelebriert ein paar zufällige Kettenreaktionen, die in einem verdammt fiesen Tod der austauschbaren 08/15-Charaktere münden, so dass man gar nicht anders kann als hämisch und schadenfroh zu grinsen. Und Tony Todd hats vorher eh vorhergesagt. Was in Teil 1 und phasenweise auch Teil 2 hervorragend funktioniert und unterhalten hat war in den beiden Folgefilmen einfach nur noch lächerlich und ein nervtötendes Ärgernis. Teil 5 macht das nun wieder etwas besser und war eigentlich recht nett und unterhaltsam anzuschauen. Was mir aber auch hier wieder reichlich auf dem Keks ging, wie schon in den beiden Teilen vorher, waren diese Extremsituationen, in denen sich die Opfer kurz vor ihrem Tod befanden, da ist es ja auch kein Wunder, dass war Grausiges und Blutrünstiges passieren wird. Scheinbar zufällige Unfälle im normalen Haushalt sind da doch viel schöner, weil fieser und unvorhersehbarer. Aber war wie gesagt im Großen und Ganzen war es recht unterhaltsam und die Todesszenen waren ziemlich kreativ und witzig. Und mit dieser speziellen neuen Regel kam auch noch ein makaberer anderer Aspekt rein. Beste Szene des Films zwar zweifelsohne der Twist und die daraus resultierenden fiesen Szenen in den letzten Minuten, inklusive des Abspanns. Also das war ja mal wirklich originell ausgedacht und kam erfrischend unerwartet.
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Mission:Impossible - Phantom Protokoll
Moe Szyslak 8.5 "Ausgezeichnet" 2011/12/31 01:18:57
Ich bitte darum, ins Phantom-Protokoll aufzunehmen, dass der vierte Teil der M:I-Kino-Reihe außerordentlich gut gelungen ist. Top-Unterhaltung, bei der die knapp über 2 Stunden wie im Flug vergingen und ich nach dem Abspann das Gefühl hatte, dass ich mir die ganze Sache gut und gerne noch eine Stunde länger angeschaut hätte. Der Einstieg ist zwar etwas holprig und in Sachen Logik gab es die…
Ich bitte darum, ins Phantom-Protokoll aufzunehmen, dass der vierte Teil der M:I-Kino-Reihe außerordentlich gut gelungen ist. Top-Unterhaltung, bei der die knapp über 2 Stunden wie im Flug vergingen und ich nach dem Abspann das Gefühl hatte, dass ich mir die ganze Sache gut und gerne noch eine Stunde länger angeschaut hätte. Der Einstieg ist zwar etwas holprig und in Sachen Logik gab es die ein oder andere gravierende Sache, die einem schon ab und an ein Stirnrunzeln verursachte. Außerdem muss man sich fragen, aus welcher Zukunft das IMF seine Technik bitteschön her hat?! Aber das sind kleine Kritikpunkte, über die man meiner Meinung nach getrost hinwegsehen kann, weil alles andere richtig gut stimmte und der Unterhaltungswert enorm war. Spannende, witzige, coole und actionreiche Szenen gaben sich die Klinke in die Hand, es blieb einem kaum Zeit zum Durchatmen, weil man entweder am Luftanhalten vor Spannung, am Lachen über Simon Peggs Sprüche und Gestik war und/oder einem die fulminanten Actionszenen den Atem raubten. Es gab Unmengen an spektakulären Highlights und originellen Szenarien, eines besser und geiler als die andere. Zudem noch klasse Locations und eine überraschend sehr gute Handlung, die geradlinig gestrickt und dabei ungemein spannend, abwechslungsreich und stimmig inszeniert war. Tom Cruise IST Ethan Hunt und spielt diese Rolle einfach gewohnt klasse. Die Besetzung des Teams rund um Renner, Patton und Pegg (der erfreulich viel Screentime hatte) war auch richtig gut und die Chemie stimmte perfekt, es machte unheimlich viel Spaß, ihnen beim Planen, Ausführen, Scheitern und Herauswinden aus schier unmöglichen Anforderungen zuzusehen. Und auf der Seite der Bösewichte war mit Michael "Millennium-Trilogie" Nyqvist einer zugegen, dem diese Art von Rolle wie auf dem Leib geschrieben scheint, hervorragend teuflisch und mit viel Charisma gespielt. Also in diesem vierten Teil hat so gut wie alles gestimmt, ich habe mich in jeder einzelnen Minute ungemein gut unterhalten gefühlt. Mission mit Bravour erfüllt und weitere Aufträge dürfen gerne angenommen werden, die Reihe hat sich bei weitem noch nicht selbst zerstört.
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Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten
Moe Szyslak 7.0 "Sehenswert" 2011/12/31 00:26:25
Ein Film im Halbschatten. Wie zu erwarten und leider auch zu befürchten war leidet die Fortsetzung des aus meiner Sicht grandiosen ersten Teils der Guy-Ritchie-Version von Sherlock Holmes phasenweise unter akutem HWS-Syndrom (Höher-Weiter-Schneller). Mehr Fun, mehr Action, mehr Bombast, das war das Motto. Klar, es war astreine Popcorn-Unterhaltung, die zu großen Teilen Spaß gemacht hat, die…
Ein Film im Halbschatten. Wie zu erwarten und leider auch zu befürchten war leidet die Fortsetzung des aus meiner Sicht grandiosen ersten Teils der Guy-Ritchie-Version von Sherlock Holmes phasenweise unter akutem HWS-Syndrom (Höher-Weiter-Schneller). Mehr Fun, mehr Action, mehr Bombast, das war das Motto. Klar, es war astreine Popcorn-Unterhaltung, die zu großen Teilen Spaß gemacht hat, die aber viel zu oft den Rand der Nervtötens streifte, vor allem zu Beginn, der so überdreht in Sachen Slapstick, blöden Sprüchen und Hau-Drauf-Action war, dass man das Gefühl hatte, Guy Ritchie hätte dasselbe Zeug geraucht/getrunken wie sein Hauptcharakter. Zudem gab es Phasen, die schon etwas langweilig waren, war vor allem daran lag, dass es in der ersten Stunde null Story gab und von einem hanebüchenen Hinweis zum anderen gehechtet wurde, bis es sogar soweit kam, dass man unter einem zaghaften Gähnen fast vergessen hatte, dass da ja noch ein diabolischer Bösewicht im Hintergrund irgendeinen Masterplan verfolgt, was mich gleich zum nächsten Kritikpunkt bringt: Das Mutieren von Holmes zu Bond (auf den Film bezogen). Ein halbes Dutzend Locations in Europa und London, dort wo die Handlung meiner Meinung nach eigentlich angesiedelt sein sollte, tauchte kaum auf. Zudem noch die ausschweifende weltbedrohende Handlung mit dazugehörigen Bösewicht. Also das war alles einen Tick zu groß und ausufernd für meinen Geschmack, wie ich mir einen Sherlock Holmes Film vorstelle, auch wenn er reinstes Hollywood ist. Vom Actionkrimi auf englischem Boden zum Actionthriller auf europäischen Boden... aus meiner Sicht der falsche Weg, der da beschritten wurde. In Teil 1 hat die Chemie und generell alles hervorragend gestimmt, hier leider nicht so. Und was mir auch schwer abging war das Miträtseln, das fiel der "Bond"-Machart und -story leider fast vollkommen zum Opfer. Viel Kritik, aber es gab natürlich auch etliches Gutes. So zum Beispiel die Darsteller. Downey Jr. und Law als Sherly und Watson waren wieder köstlich im Zusammenspiel, auch wenn Ersterer noch durchgeknallter war und Zweiterer zu Beginn total out-of-character. Jared Harris als Professor Moriarty machte eine teuflisch gute Figur und sehr gut besetzt waren auch die Nebenrollen mit Noomi Rapace und Stephen Fry als Mycroft. Klasse war mal wieder das Setting und der Look des Films, das machte enorm was her, und die Actionszenen waren bombastisch, besonders diese eine mit den Standbildern war eine originelle Idee. Handlungstechnisch lag wie gesagt einiges im Argen, allerdings war der Showdown in der letzten halben Stunde wirklich großartig inszeniert, sowohl von der Spannung als auch von der Coolness her, von der allerletzten, grenzgenialen Lachflash-Szene ganz zu schweigen. So hatte ich mir das eigentlich den ganzen Film über vorgestellt. Letztendlich und trotz all der Kritikpunkte dennoch ein sehenswerter Popcorn-Blockbuster, der aber seinen Vorgänger in keiner Sekunde das Wasser reichen kann.
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Gästebuch
duffy 2012/01/13 13:29:46
Oha. Was habe ihr denn mit der Arena veranstaltet? Sieht ja furchtbar aus.
RoosterCogburn 2011/11/14 16:26:27
Danke für die Freundschaftsanfrage. Da sag ich nicht 'Nein!'.
Ich nehme an, du hast deinen MP-Nick aufgrund des Barbesitzers Morris (jedem bekannt aus der Reihe der Gelblinge) gewählt. Aus Verehrung oder weil der Name so cool ist?
moiCheCker 2011/08/17 21:51:24
Sehr gute Kommentare und der Geschmack ist doch auch ganz gut, schick dir mal ne Anfrage ;D
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Hauen-Stechen-Nerven. Was für ein elend debiler Streifen, so richtig zum Schädel einschlagen. Okay, der Film mit Arnie ist ja auch nicht unbedingt ein Meisterwerk, aber immerhin war der auf trashige Weise unterhaltsam. Ganz anders in diesem erbärmlichen Remake-Versuch, in dem nichts als Langeweile vorherrschte und man ständig aufpassen musste, dass einem die immer wilder pulsierende Zornesader…